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| Die Aussätzigenerzählung bildete das Ende einer konzentrischen Gliederung, als die Berufung der ersten Jünger die Mitte bildete.
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| Als weiterer Hinweis auf die Richtigkeit der gewählten konzentrischen Gliederung kann gelten,
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| dass die Andrangerzählung mit einem Schweigegebot endet,
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| dass die Andrangserzählung mit einem Schweigegebot endet,
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| und die Aussätzigenerzählung am sinnvollsten da geteilt wird, wo das Schweigegebot ausgesprochen wurde,
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| dieses selbst zum ersten Teil rechnend.
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| Auffallen muss auch, dass die Andrangerzählung zu Beginn jene Menschen erwähnt, die Jesus aus Galiläa folgen;
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| Auffallen muss auch, dass die Andrangserzählung zu Beginn jene Menschen erwähnt, die Jesus aus Galiläa folgen;
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| man kann – die Mitte der konzentrischen Gliederung nach oben erweiternd (Mk 1,39) – darin jene sehen,
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| die Jesus bei seinem Ziehen durch ganz Galiläa quasi eingesammelt hat.
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| Damit gibt es in der Andrangerzählung Bezüge nicht nur zur (ganzen) Aussätzigenerzählung, sondern auch zur Episode davor.
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| Damit gibt es in der Andrangserzählung Bezüge nicht nur zur (ganzen) Aussätzigenerzählung, sondern auch zur Episode davor.
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| Gleichzeitig macht das Gegenüber von Mk 1,39 und Mk 1,45 deutlich, dass diese beiden Episoden sich
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| in der konzentrischen Gliederung gegenüber stehen wollen und nicht selber als (direkter) Teil der Mitte gedacht sind.
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| er berührt sie aber auch nicht einfach nur (symbolisch),
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| vielmehr kommt es zu einem heildenden Austausch:
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| vielmehr kommt es zu einem heilenden Austausch:
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| Jesus lädt die Krankheit der Menschen auf sich und gibt ihnen dafür sein Leben.
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| was in der Mitte an <i>einem</i> erzählt wird, daran wollen (sollen) die (umfassenden) Vielen Anteil haben.
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| Schon in vorherigen Erzählung ist die Heiden-Themaik präsent gewesen (Apostelnamen, doppeltes Dachöffnen; Gesetzesthematik);
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| Schon in vorherigen Erzählung ist die Heiden-Thematik präsent gewesen (Apostelnamen, doppeltes Dachöffnen; Gesetzesthematik);
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| hier nun wird mit der Herkunft von Menschen aus Tyrus und Sidon – also Städten, die mehrheitlich von Heiden bewohnt werden –
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| diese Thematik explizit aufgegrifen;
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| diese Thematik explizit aufgegriffen;
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| auch die Heiden gehören zu den „Vielen“ dazu, die an der Erlösung in Christus Anteil haben.
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span.bibelstelle Jes 53,11
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| Das Gegenüber von Johannespredgit und Taufe Jesu einerseits sowie Mahl mit den Zöllnern und Sündern samt
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| Das Gegenüber von Johannespredigt und Taufe Jesu einerseits sowie Mahl mit den Zöllnern und Sündern samt
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| Streitgespräch andererseits vergegenwärtigt den zitierten Vers aus dem Vierten Gottesknechtslied des Jesaja:
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| des Schöpfers am 7. Tag) und erinnert an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten.
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| Daher ist dieser Tag in besonderer Weise Gott geweiht.
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| Doch interessant ist, wozu Gott diesen Tag einsetzt. Bei einer Betrachtung des Sabbat-
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| gebotes fällt ja auf, dass an diesem Tag nicht nur jene ruhen sollen, die es sich leisten
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| Doch interessant ist, wozu Gott diesen Tag einsetzt. Bei einer Betrachtung des Sabbatgebotes
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| fällt ja auf, dass an diesem Tag nicht nur jene ruhen sollen, die es sich leisten
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| könnten – weil andere für sie arbeiten –, sondern dass auch Sklaven, Tiere und sogar
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| Fremde ruhen sollen. Ein Tag umfassender Ruhe, an dem Gleichheit vor Gott und vor-
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| einander herrschen soll in der gemeinsamen, Regeneration fördernden Ruhe – unabhängig von sozialem Stand
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| Das Mahl mit den Zöllnern und Sündern – das auffälligerweise in Mk 2,16-17 nochmal wiederholt erzählt wird (!) –
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| ist Vorwegnahme und schon Vollzug dessen, dass Jesus sich „unter die Abtrünnigen rechnen ließ“.
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| Bezüglich des Ährenraufens verteidgt Jesus seine Jünger – wieder, wie schon in der Fastenfrage;
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| Bezüglich des Ährenraufens verteidigt Jesus seine Jünger – wieder, wie schon in der Fastenfrage;
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| doch er tut es auf andere Weise!:
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| Während er dort die Schuldfrage auf sich zieht, argumentiert er hier mit der Prozexistenz des Sabbats:
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| Während er dort die Schuldfrage auf sich zieht, argumentiert er hier mit der Proexistenz des Sabbats:
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| der Sabbat ist für den Menschen da; selbst der hochsakrale Charakter des Tempels in Jerusalem wird menschlichem Bedürfnis untergeordnet;
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| Jesus tritt also pointiert für seine Jünger ein.
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| Der Menschensohn ist nicht gekommen, sich dienen zu lassen,
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| sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
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| Andererseits mit seinem Geschick, wie es der Philipperhymnus besingt; Entäußerung, Erniedriung und Gehorsam bis zum Tod am Kreuz als Proexistenz gedeutet.
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| Andererseits mit seinem Geschick, wie es der Philipperhymnus besingt; Entäußerung, Erniedrigung und Gehorsam bis zum Tod am Kreuz als Proexistenz gedeutet.
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li.small
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| Interessanterweise ist auch das Wort zur Verteidigung der Tischgemeinschaft Jesu mit den Abtrünnigen analog formuliert:
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| verbunden mit dem Fasten der Johannes-Jünger und dem künftigen Fasten der Jesus-Jünger;
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| die Abwesenheit Jesu – Anspielung auf seinen Tod – assoziiert dabei die gewaltsam verfügte Abwesenheit des Täufers;
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| auch im Gegenüber dieser beiden Erählungen ist also das mit der jeweiligen Sendung sich verbindende Schicksal angesprochen.
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| auch im Gegenüber dieser beiden Erzählungen ist also das mit der jeweiligen Sendung sich verbindende Schicksal angesprochen.
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| Dass im unteren Rand der konzentrischen Gliederung in der Chiffre der Proexistenz des Sabbats die Proexistenz des Menschensohnes
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| Das Markus-Evangelium als „Passionserzählung mit langer Einleitung“
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| Die bestimmende Thematk „Austausch“
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| Die bestimmende Thematik „Austausch“
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| Überraschend hart ist schon hier der Beschluss der Gegner gefällt, Jesus gewaltsam aus
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| Somit ist der Abschnitt „Galiläa C“ durch den Gedanken des Austausches gerahmt:
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| er begegnet im ‚Scharnier‘ davor und er schließt „Galiläa C“ ab.
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| Das bindet dies enthaltenen Erzälungen sehr stark an das vorausgehende ‚Scharnier‘.
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| Das bindet dies enthaltenen Erzählungen sehr stark an das vorausgehende ‚Scharnier‘.
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| Im Horizont des Austausches Jesu mit dem Aussätzigen ergeben sich – für den „ungeschulten Leser“ – Fragen:
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| 2,1 Als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging, wurde bekannt, dass er im Hause war.
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| 2 Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nich einmal mehr vor der Tür Platz war;
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| 2 Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war;
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| und er verkündete ihnen das Wort.
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| 21 Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen;
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| denn sie sagten: Er ist von Sinnen.
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| denn sie sagten: Er ist von Sinnen.
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h5.card-title Jesus und seine Familie – offenbar ein spannungsreiches Verhältnis
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| Hier hat sich wahrscheinlich die Erinnerung erhalten, dass es eine Spannung gab zwischen Jesus und seiner leiblichen Familie
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| während Jesu irdischen Wirkens.
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| Im ganzen Evangelium des Markus wird nie positiv von einem Familienangehörigen Jesu gesprochen,
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| auch fehlt – besonders auffällig – die Familie etwa in der Apostelliste oder überhaupt „irgendwo“ in der Nachfolgeschar;
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| kein Bruder Jesu ist dort genannt, auch keine Schwester erwähnt.
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| Stattdessen ist immer wieder vom Verlassen der Familie und der Heimat die Rede – das ist einerseits im Hinblick
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| auf den Philipper-Hymnus zu verstehen (siehe auch die Söhne des Zebedäus), kann andererseits aber kaum Thema sein,
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| wenn nicht auch der historische Jesus seine Heimat und Familie verlassen hat, um als Wanderprediger durch die Lande zu ziehen.
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| Bemerkenswert ist auch, dass Matthäus und Lukas trotz Kindheitserzählungen (die an sich unhistorisch sind)
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| das Bild von der Familie Jesu, das sie von Markus weitgehend übernommen haben, nicht korrigieren,
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| ja die Radikalität Jesu auch was die Scheidung von der eigenen Familie anbelangt durch die umfangreichere
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| Wortüberlieferung noch gesteigert haben.
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| Was genau den historischen Jesus dazu gebracht hat, seine Familie zu verlassen, wird nirgendwo thematisiert;
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| es erscheint im Rahmen seiner Sendung quasi als göttliche Notwendigkeit ohne weiteres Hinterfragen akzeptiert zu sein.
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| Das Urteil „von Sinnen“ der Familie über Jesus ist an sich mehrdeutig und schwierig zu interpretieren.
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| Dies umso mehr, als in der folgenden Erzählung, die von der Thematik „leibliche/geistliche Familie“ gerahmt wird,
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| eine Problematik hinsichtlich der paulinischen Rechtfertigungslehre thematisiert wird (Stichwort: „Diener der Sünde“).
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h5.card-title Jesus und seine Familie – nach Ostern auf einmal präsent
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h6.card-subtitle.text-muted Ein Blick in die früheste Kirchengeschichte
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| So selbstverständlich, wie die Familie Jesu während seines irdischen Wirkens keine (positive) Rolle spielt,
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| so selbstverständlich ist in der Apostelgeschichte nach Ostern die Familie Jesu (zumindest für eine gewisse Zeit) präsent.
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| Auch wenn hier vielleicht manches – in Anlehnung an die Kindheitserzählungen – geschönt ist:
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| dass der Herrenbruder Jakobus eine führende Rolle in der Urgemeinde in Jerusalem eingenommen hat,
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| das belegt auch Paulus in seinem Brief an die Gemeinden in Galatien.
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| Es scheint sogar so zu sein, dass Jakobus effektiv Petrus, der ganz selbstverständlich alle Apostellisten anführt,
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| vertrieben hat.
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| Jakobus und Paulus scheinen sich theologisch recht scharf gegenübergestanden zu haben; Petrus dagegen hat wohl versucht,
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| eher eine ausgleichende Position einzunehmen, auch dort, wo das eigentlich nicht geht;
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| jedenfalls hatte Jakobus eine so dominante Rolle eingenommen, dass Petrus dann in Antiochien sein Verhalten
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| gegenüber den Heidenchristen ändert, als Leute aus dem Jakobus-Kreis dorthin kommen, was Paulus scharf kritisiert
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| (→ Antiochenischer Zwischenfall).
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| Jakobus stand für ein eher jüdische Traditionen bewahrendes Christentum („judaisierende Christen“) mit klarer
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| Bejahung des jüdischen Gesetzes als Identity-Marker (→ Beschneidung);
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| er gehört damit zu jenen, für die das Kreuz ein „Ärgernis“ ist – die es also im Gegensatz zu Paulus relativieren
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| und mit dem jüdischen Gesetz versöhnen –, wie sie uns als Gegenüber
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| zum auf Paulus durchsichtigen markinischen Jesus bereits begegnet sind (und auch in der nachfolgenden Erzählung begegnen werden).
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| Es wird wohl so sein, dass Jakobus tatsächlich etwas näher am irdischen Jesus steht als Paulus,
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| andererseits hat Paulus nachvollziehbare klare Konsequenzen aus dem Tod Jesu am Kreuz gezogen, der alles
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| nochmal verändert hat.
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| Jakobus & Co haben – in den Augen des Paulus – da harmonisiert, wo eigentlich nicht zu harmonisieren ist.
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| Klar ist jedenfalls, dass die Variante des Christentums um den Herrenbruder Jakobus eine innerjüdische Sekte geblieben ist und
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| mit ihm das Christentum insgesamt geblieben wäre; es wäre wohl längst untergegangen,
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| wie es heute (leider) effektiv keine Judenchristen mehr gibt.
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| Dass das Christentum zu einer weltweiten Bewegung werden konnte, ist nicht zuletzt Paulus zu verdanken
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| mit seiner gesetzesfreien Heidenmission und seiner damit zusammenhängenden
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| biblisch (gerade alttestamentlich) begründeten Rechtfertigungslehre.
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| Dabei muss man ergänzen, dass es schon vor Paulus eine Öffnung zu den Heiden gab, vornehmlich wohl in Antiochien,
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| verbunden mit einer Relativierung des jüdischen Gesetzes gerade was Speise- und Reinheitsvorschriften sowie die Beschneidung anbelangt,
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| wozu man sich offenbar durch Jesu eigenes Verhalten, seine Predigt, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung, berechtigt sah.
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| Dieses in dieser Hinsicht „Judentum light“ war für die sogenannten „Gottesfürchtigen“ attraktiv, also jenen Heiden, die mit dem
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| Judentum, vor allem dem Glauben an den einen Gott, geliebäugelt haben, den formellen Übertritt aber gescheut haben,
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| weil er mit der Übernahme von Speise- und Reinheitsvorschriften des Judentums eine Veränderung der sozialen Bezüge mit sich gebracht hätte,
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| was für viele abschreckend war.
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| Es war aber vor allem Paulus, der dann zu dem Protagonisten dieser „gesetzesfreien Heidenmission“ schlechthin geworden ist
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| und der dies auch biblisch-theologisch begründet hat.
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