Bearbeitung Mk/Andrang
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q Du bist der Sohn Gottes!
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q Du bist der Sohn Gottes!
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| 12 Er aber gebot ihnen, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten.
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| 12 Er aber gebot ihnen, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten.
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h5.card-title Anmerkungen zu dieser eigenwilligen konzentrischen Gliederung
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h6.card-subtitle.text-muted Warum nicht mit der ganzen Erzählung von der Heilung des Aussätzigen verbinden?
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| Es scheint auf den ersten Blick nahezuliegen, die vorliegende Erzählung vom Andrang der Menschen mit
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| der ganzen Erzählung von der Heilung des Aussätzigen zu verbinden und nicht nur mit der oberen Hälfte:
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| Das Kommen der vielen Menschen aus den vielen Gegenden ließe sich verbinden mit dem Kommen der Leute
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| „von überallher“ am Ende der Aussätzigenerzählung.
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| Die vielen Menschen aus den vielen Gegenden kommen, weil sie gehört haben, was Jesus tut –
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| dies ließe sich verbinden mit der Verkündigungstätigkeit des ehedem Aussätzigen.
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| Der (misslungene) Rückzug Jesu mit den Jüngern an den See kann in Beziehung gesetzt werden zum
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| (durchbrochenen) Rückzug Jesu in „einsame Gegenden“.
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| Gleichzeitig muss allerdings gesehen werden, dass diese vollständige Verbindung schlicht nicht machbar ist:
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| Die nächste Mitte einer konzentrischen Gliederung wäre dann die Einleitung der Heilung des Gelähmten in Mk 2,1-2;
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| doch diese <i>muss</i> mit der Episode „Jesus und seine Angehörigen“ in Mk 3,20-21 verbunden werden,
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| weil die Formulierungen einfach sehr klar analog sind.
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| Auch der weitere Fortschritt der fortschreitenden Konzentrik stützt dies.
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| Dann aber ist die Erzählung von der Auswahl der Zwölf „zu viel“!
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| Man könnte – als Ausweg – geneigt sein, die Auswahlerzählung mit dem hinteren Teil der Aussätzigenerzählung zu verknüpfen.
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| Doch steht dem entgegen, dass die sinnvollere konzentrische Gliederung entsteht, wenn man den Anfang für sich
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| nimmt – und nicht das Ende –, wie oben als Anmerkungen am Text durch die aufgezeigten Gegensätzlichkeiten
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| deutlich wird:
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| Der erste Teil der Aussätzigenerzählung <i>muss</i> quasi Mitte einer konzentrischen Gliederung sein.
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| Ferner lässt sich die Erzählung von der Auswahl der Zwölf sich mit der ganzen Aussätzigenerzählung recht gut verbinden:
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| Jesus beruft seine Apostel, damit er sie aussende „zu verkünden und mit Vollmacht Dämonen auszutreiben“.
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| Verkündigen ist (am Ende) die Tätigkeit des ehedem Aussätzigen, und die Heilung des Aussätzigen davor kann als
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| Dämonenaustreibung verstanden werden.
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| Kurzum: Die Apostel sollen <i>beide</i> Dimensionen als Tätigkeit übernehmen, von denen in der Aussätzigenerzählung
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| erzählt wird, nicht nur die Tätigkeit aus einer der beiden Hälften.
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| Hinzu kommt, als Stütze:
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| Die Aussätzigenerzählung bildete das Ende einer konzentrischen Gliederung, als die Berufung der ersten Jünger die Mitte bildete.
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| Als weiterer Hinweis auf die Richtigkeit der gewählten konzentrischen Gliederung kann gelten,
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| dass die Andrangerzählung mit einem Schweigegebot endet,
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| und die Aussätzigenerzählung am sinnvollsten da geteilt wird, wo das Schweigegebot ausgesprochen wurde,
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| dieses selbst zum ersten Teil rechnend.
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| Auffallen muss auch, dass die Andrangerzählung zu Beginn jene Menschen erwähnt, die Jesus aus Galiläa folgen;
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| man kann – die Mitte der konzentrischen Gliederung nach oben erweiternd (Mk 1,39) – darin jene sehen,
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| die Jesus bei seinem Ziehen durch ganz Galiläa quasi eingesammelt hat.
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| Damit gibt es in der Andrangerzählung Bezüge nicht nur zur (ganzen) Aussätzigenerzählung, sondern auch zur Episode davor.
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| Gleichzeitig macht das Gegenüber von Mk 1,39 und Mk 1,45 deutlich, dass diese beiden Episoden sich
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| in der konzentrischen Gliederung gegenüber stehen wollen und nicht selber als (direkter) Teil der Mitte gedacht sind.
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| Man wird von einer erweiterten Mitte sprechen müssen/dürfen (wie sie ähnlich auch schon zuvor begegnet ist).
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q ... an ihn herandrängten, um ihn zu berühren
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h6.card-subtitle.text-muted Berühren als Besonderheit
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| Dieser Erzählzug verbindet sich klar mit der heilenden Berührung des Aussätzigen durch Jesus.
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| Was dort dazu geschrieben wurde, ist hier mitzubedenken.
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| Deutlich soll also werden: Jesus bleibt das Leid der Menschen nicht fern,
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| er berührt sie aber auch nicht einfach nur (symbolisch),
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| vielmehr kommt es zu einem heildenden Austausch:
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| Jesus lädt die Krankheit der Menschen auf sich und gibt ihnen dafür sein Leben.
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q ... und aus der Gegend von Tyrus und Sidon
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h6.card-subtitle.text-muted Andrang auch aus den heidnischen Gebieten
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| Der Kreis der vielen Menschen, die zu Jesus kommen, weitet sich von deren Herkunft her;
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| es sind „die Vielen“ in einem ganz umfassenden Sinn:
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| was in der Mitte an <i>einem</i> erzählt wird, daran wollen (sollen) die (umfassenden) Vielen Anteil haben.
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| Schon in vorherigen Erzählung ist die Heiden-Themaik präsent gewesen (Apostelnamen, doppeltes Dachöffnen; Gesetzesthematik);
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| hier nun wird mit der Herkunft von Menschen aus Tyrus und Sidon – also Städten, die mehrheitlich von Heiden bewohnt werden –
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| diese Thematik explizit aufgegrifen;
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| auch die Heiden gehören zu den „Vielen“ dazu, die an der Erlösung in Christus Anteil haben.
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q Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.
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h6.card-subtitle.text-muted Vorbereitung der Wahl der Zwölf
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| Während die Aussätzigenerzählung den Willen Jesu zur Heilung des Aussätzigen und sein Mitleid unterstreicht,
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| ergreift Jesus hier quasi die Flucht angesichts der unheimlichen Massen, die zu ihm kommen.
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| Deutlich soll wohl werden: einer allein schafft das nicht;
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| damit ist die Bestellung der Zwölf und ihrer perspektivischen Sendung in der nächsten Erzählung vorbereitet.
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| Die Angst, im Dienst an den Vielen sein Leben zu lassen, muss aber auch tiefer verstanden werden;
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| den Jesus wird ja tatsächlich – dann am Kreuz – sein Leben für die Vielen lassen;
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| darauf soll hier sicher angespielt werden,
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| nur ist es dafür jetzt noch nicht der Zeitpunkt.
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| In diesem Sinne wird es dann den Dienst der in der nächten Erzählung bestellten Zwölf
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| (und weiterer) nach Ostern dann auch <i>notwendig</i> brauchen.
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