Mk/Eingesetzt

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Peter Fischer 2021-09-19 15:19:25 +02:00
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h5.card-title Die Taufe Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
.slide.mb-3
hr
p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
br
| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
br
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
br
q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
| 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zu Vergebung der Sünden.
br
| 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
br
| sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
| 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
br
| und er lebte von wildem Honig.
br
| 7 Er verkündete:
q
| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
br
| ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
br
| 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
p.card-text.konzentr-2.bibeltextkonzentr
| 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
br
| 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
br
| dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.
br
| 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
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h5.card-title
q Anfang
|
| I
h6.card-subtitle.text-muted Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu
hr
p.card-text
| Alle Evangelien sind sich darin einig, dass das öffentliche Wirken Jesu <i>nach</i> seiner Taufe durch Johannes den Täufer begann,
| die Taufe für Jesus also einen Einschnitt in seinem Leben bedeutete
br
| (und dann später nach Mk 1,14 auch der Tod des Täufers,
| nach welchem Jesus dann eigenständig in der Öffentlichkeit auftrat).
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h5.card-title
q Anfang
|
| II
h6.card-subtitle.text-muted Beginn einer neuen Schöfung
hr
p.card-text.mb-0 Die Wüste als äußerer Rahmen für die Taufe (nach Mk 1,4) steht generell für Neuanfänge:
ul.card-text
li
i Schöpfung
br
| Gen 1,2: Tohuwabohu [„wüst und wirr“] als Beschreibung der Roh-Erde.
li
i Konstituierung des Volkes Israel (Exodus)
br
| Wüstenwanderung aus der Sklaverei in Ägypten hinein ins „gelobte Land“ (Mk 1,2 → Ex 23,20!)
li
i Neuanfang nach dem Exil in Babylon
br
| Wüste als Beschreibung für den Zustand Jerusalems zur Zeit des Exils (Mk 1,3 → Jes 40,3).
br
| „Wüstenwanderung“ von Babylon nach Israel.
br
| Gedanke der „Neuschöpfung“ bei Deuterojesaja.
p.card-text.mb-0 Verschiedene Elemente der Erzählung erinnern an die Schöpfungserzählungen in Gen 1.2:
ul.card-text
li
i Wüste Wasser Geist
br
q.bibeltext
| Im <i>Anfang</i> ... Die Erde war <i>wüst und wirr</i>
br
| und Finsternis lag über der <i>Urflut</i>
br
| und <i>Gottes Geist</i> schwebte über dem <i>Wasser</i>.
span.bibelstelle Gen 1,1-2
br
| Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die „rabbinische Theologie … das Schweben des Gottesgeistes
| über den Wassern (Gen 1,2) mit dem Schweben eines Vogels, einer
| Taube oder eines Adlers veranschaulichen“ kann.
+footnote("Gnilka, Markus I 52")
li
i Gott spricht und es geschieht
br
| Die Zitate in Mk 1,2-3 sind „Wort Gottes“, zwar geschrieben, aber doch gesprochen.
br
| In Mk 1,4 heißt es nun (leider durch die Übersetzungen unkenntlich gemacht!): „Es geschah Johannes der Täufer“,
| in Mk 1,9: „Und es geschah in jenen Tagen ...“.
br
| Dies kann als Anspielung auf das wiederholte „So geschah es“ in der ersten Schöpfungserzählung Gen 1 verstanden werden.
li
i Einhauchen des Lebensatems
br
q.bibeltext
| Da formte Gott, der Herr, den Menschen, Staub vom Erdboden,
br
| und <i>blies in seine Nase den Lebensatem</i>.
br
| So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.
span.bibelstelle Gen 2,7
br
| Ein Blick in den griechischen Text des Markus-Evangeliums offenbart,
| dass es in Mk 1,10 nicht heißt, dass der Geist Gottes wie eine Taube <i>auf</i> Jesus herabkam,
br
| sondern <i>in</i> ihn <i>hinein</i>! Wohl ein bewusster, leider durch die deutschen Übersetzungen verdeckter Bezug zu Gen 2,7!
br
span.small
| Beides, „herab“ und „hinein“, ist letztlich sachlich identisch. Auffallend
| ist es allemal. Zumal Mt und Lk von Jes 42,1 her der Stelle, die hier zugrunde liegt
| den Markus-Text verändern und statt „hinein“ „herab“ schreiben.
p.card-text
| Zusammengenommen kann man sagen:
br
| Die Art und Weise, wie Markus von der Taufe Jesu erzählt, macht deutlich:
br
b Markus erzählt mit der Taufe Jesu von einem „neuen Anfang“, von einer „neuen Schöpfung“: Jesus ist der Urtyp eines „neuen Menschen“.
p.card-text.small
| Hier kann uns bewusst werden:
br
| In der christlichen Tradition ist das Doppelereignis von Jesu Tod und Auferstehung der Beginn einer neuen Schöpfung,
| in die der einzelne Christ durch die Taufe hineingestellt wird (vgl. z. B. Röm 6,4).
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h5.card-title
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
hr
p.card-text
| Mk 1,9 erwähnt den Täufer als Vorläufer Jesu nach Mk 1,4-8 explizit;
br
| mit dem „Ereignis“ Taufe, das äußerlich Johannes der Täufer an Jesus vollzieht,
| ist Jesus für sein öffentliches Wirken gerüstet (→ Geistempfang), also sein „Weg gebahnt“.
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h5.card-title
q Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg ...
br
| Taufe und Tod Jesu und ihre „Beziehung“ zueinander
h6.card-subtitle.text-muted Die Taufe als Gegenpart zum Tod Jesu
hr
p.card-text.mb-0 Die Erzählungen von Tod und Taufe Jesu sind im Markus-Evangelium klar als Kontrapunkte zueinander in Beziehung gesetzt:
ul.card-text
li
i Elija, bzw. Beginn ↔ Ende
br
| Beim Tod Jesu wird Elija „vermisst“ der Leser weiß, dass Elija in Gestalt Johannes des Täufers bereits da war;
| er war Jesu Vorläufer und hat Jesus auch getauft.
br
| Der Weg Jesu, der mit (bzw. kurz nach) der Taufe durch Johannes begann, ist mit dem Tod am Kreuz an ein Ende gekommen.
li
i Geist ein- ↔ aushauchen
br
| Jesus wird bei der Taufe der Geist eingehaucht,
br
| beim Tod am Kreuz haucht er ihn (wieder) aus.
li
i Zerreißen des „Himmels“
br
| Bei der Taufe Jesu „zerreißt“ der Himmel,
br
| beim Tod am Kreuz zerreißt der Vorhang im Tempel (gleiches Verb im Griechischen!); auf diesem war der Kosmos dargestellt!
br
| Es zerreißt also zweimal „der Himmel“ dort als Zeichen der Gottferne im Tempel, hier als Zeichen des Hereinbrechens der Wirklichkeit Gottes in diese Welt.
li
i Gottes Sohn
br
| Bei der Taufe wird Jesus als Sohn Gottes angesprochen,
br
| im Zuge des Todes Jesu spricht der heidnische Hauptmann das Bekenntnis: „Wahrhaftig, dieser Mensch war Sohn (eines) Gottes“.
p.card-text
| Insgesamt also Hereinbrechen der Wirklichkeit Gottes bei der Taufe Jesu, Gottferne bei der Kreuzigung Jesu.
p.card-text.mb-0 Zwei Interpretationen sind möglich:
ol.card-text
li
| Der Tod Jesu am Kreuz ist die Umkehrung der Taufe.
br
| Dann aber ist das Ende des Markus-Evangeliums trotz Auferstehungsbotschaft eigentlich nicht auszuhalten.
li
| Die Taufe Jesu ist in ihrer positiven Hälfte des Heraussteigens aus dem Wasser die Umkehrung des Kreuzestodes.
br
| Dafür sprechen:
ul.card-text
li Das Gegenüber zum Tod Jesu ist generell die Auferstehung.
li In Mk 10,35-40 wird mit dem Chiffre „Taufe“ eindeutig der Tod Jesu bezeichnet.
br
span.small Das ist zu beziehen auf die negative Hälfte der Taufe, nämlich das Hinabsteigen ins Wasser.
li
| Paulus spricht in Röm 6 von der „Taufe auf den Tod Jesu“ bei gleichzeitigem Aufruf zum „Wandel in der Neuheit des Lebens“.
li
| Wasser ist auch in der christlichen Taufsymbolik Symbol für das Urchaos („Urflut“ → siehe oben, „Anfang“ II);
br
| auch im Markus-Evangelium ist das Wasser teils Ort der Gefahr und des Todes, vgl. Mk 4,35-41; 6,45-52.
br
span.small
| Wenn Jesus in Mk 6,45-52 auf dem Wasser gehen kann, dann zeigt dies, dass er als Auferstandener über den Tod erhaben ist;
br
| denn er ist ein für alle Mal „aus dem Wasser gestiegen“ = auferstanden.
p.card-text
i Ergebnis
br
b
| Die Erzählung von der Taufe Jesu im Evangelium nach Markus ist eine an den Anfang des Evangeliums gesetzte Erzählung vom Tod
| (Taufe im Sinne des Hinabsteigens in Wasser = Tod)
b und von der Auferstehung Jesu
| („Als er aus dem Wasser stieg ...“).
p.card-text
| Gerade als Auferstandener ist Jesus Urtyp des „neuen Menschen“, vgl. Röm 6,1-14!
p.card-text
| Mithin ist also im ganzen Evangelium, vor allem bei den Wundern Jesu, zu bedenken:
br
i Jesus ist wo er nicht klar als Vorösterlicher zu erkennen ist (Leiden, Tod) schon auch der Auferstandene.
p.card-text
| Die Ansage „Evangelium Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes“ spiegelt sich hier in der Tauferzählung;
br
| das ist ein wichtiges Indiz, dass auch Markus wie Paulus mit „Evangelium“ vor allem Jesu Tod und Auferstehung meint
| (und nur indirekt eine Erzählung vom Leben Jesu; siehe <a href="/nt/ev/mk/00_einleitung/gattung">Gattung</a>)
.card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title
q Eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten
h6.card-subtitle.text-muted Röm 1,1-4 als Inspiration für den Anfang des Markus-Evangeliums
hr
p.card-text.mb-0 Zwischen Mk 1,1-11(.14-15) und Röm 1,1-4 gibt es klare Bezüge:
q.bibeltext.card-text
| 1 Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apotel, ausgesondert, <i>das Evangelium Gottes zu verkünden</i> (→ Mk 1,14),
br
| 2 das er durch seine Propheten im Voraus verheißen hat in heiligen Schriften (→ Mk 1,2-3):
br
| 3 das <i>Evangelium von seinem Sohn</i> (→ Mk 1,1.11),
br
| der dem Fleisch nach geboren it als Nachkomme Davids,
br
| 4 der dem <i>Geist</i> der Heiligkeit nach eingesetzt ist als <i>Sohn Gottes</i> (→ Mk 1,1.11) in Macht seit der Auferstehung von den Toten,
br
| das <i>Evangelium von Jesus Christus</i>, unserem Herrn (→ Mk 1,1).
p.card-text.mb-0.mt-3
| Diese vielen Bezüge sind kaum Zufall; daher wird man sagen können:
ul.card-text
li Markus hat den Brief des Apostel Paulus an die Römer gekannt;
br
| dies macht es wahrscheinlich, dass er auch andere Briefe des Paulus gekannt hat.
li Markus hat diesen Brief nicht nur gekannt, sondern sich von ihm auch inspirieren lassen.;
br
| dies macht es wahrscheinlich, dass auch weitere Elemente des Markus-Evangeliums von Stellen in Paulus-Briefen inspiriert sind.
li Das Hineinkommen des Geistes in Jesus bei der Taufe, wie sie Markus erzählt, steht sicher in Verbindung zu Röm 1,4;
br
| dies unterstreicht den obigen Befund.
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h5.card-title
q Bereitet den Weg des Herrn
br
q An dir habe ich Wohlgefallen gefunden
h6.card-subtitle.text-muted Auftrag und Erfüllung: Jesus als <i>der</i> „Wegbereiter Gottes“
hr
ul.card-text
li Von Jes 40,3 her bedeutet der Aufruf, den Weg des Herrn zu bereiten, sich in den Dienst des Kommens Gottes zu stellen.
li Dies hat Johannes mit Predigt und Vollzug der Umkehrtaufe getan, in gewisser Weise auch durch die Taufe Jesu (wobei hier aber der ethische Aspekt fehlt!).
li
| Das an Jesus adressierte „An dir habe ich Wohlgefallen gefunden“ aus dem Munde Gottes
| in Mk 1,11 könnte im Sinne der „freien Gnadenwahl Gottes“ verstanden werden,
br
| im Blick auf die Konzentrik ist es aber eher als positive Reaktion auf
| den Auftrag „Bereitet den Weg des Herrn!“ zu lesen.
li
| Versteht man die Erzählung der Taufe Jesu von Tod und Auferstehung Jesu her, ist auch die inhaltliche Bestimmung,
| der inhaltliche Grund des Lobes klar: Jesu Weg ans Kreuz!
li
| Die „Begleiterscheinung“ der Taufe Jesu Aufreißen der Himmel, Geistherabkunft, insgesamt „Neuschöpfung“
| machen jedenfalls deutlich:
br
i Mit der „Taufe“ Jesu also letztlich in der Auferstehung Jesu bricht Gottes Wirklichkeit in diese Welt ein!
li
| In diesem Sinne ist Jesus also selber „Wegbereiter des Herrn“, nämlich Gottes selbst!
li
i Durch seinen Weg ans Kreuz, den Gott mit der Auferweckung „beantwortet“ (vgl. Phil 2,6-11! [V 9: „Darum“!]), ist Jesus also
| der
i Wegbereiter Gottes
| schlechthin
i geworden.
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h5.card-title Unsichtbare Sichtbarkeit
hr
p.card-text
| Was bei der Taufe geschieht, ist für die Umstehenden nicht sichtbar; nur Jesus sieht es.
br
| → Die Taufe ist keine Show für Zuschauer, sondern schafft eine verborgene Wirklichkeit, die sich durch Wort und Tat auswirken wird.
br
span.small Das ist auch für unsere christliche Taufe ein wichtiger Impuls!
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title Anspielungen auf alttestamentliche Stellen
h6.card-subtitle.text-muted Schriftgemäßheit des Evangeliums
hr
ul.card-text
li Die Worte der „Stimme vom Himmel“ [= Stimme Gottes] enthalten Anspielungen auf alttesamentliche Stellen.
li Sie lassen sich alle mit dem Weg Jesu in Verbindung setzen;
br
| sie unterstreichen dessen Schriftgemäßheit (wie schon Mk 1,2-3).
li
| Sie beleuchten Jesu Beziehung zu Gott, seinen Einklang mit Gott, seine Sendung, seine
| künftige Herrlichkeit, aber auch die Schwere des vor ihm liegenden Weges, den er im
| Auftrag Gottes gehen wird.
li
i „geliebter Sohn“
ul.card-text
li
| → Abrahams schwerer Weg mit seinem geliebten Sohn Isaak (Gen 22,2.12.16; Erzählung von der „Nichtopferung Isaaks“)
li
| → Joseph als geliebter Sohn Isaaks (Gen 37,3-4), der dann einen schweren Weg Verkauf durch die Brüder, Falschaussage auf sich nehmen muss,
| schließlich aber „zweiter Mann im Staat“ wird, sich mit den Brüdern versöhnt und aller Welt Brot zum Essen bringt.
br
| Dieser Joseph (Gen 37-50) kann in besonderer Weise als Vorläufer Jesu verstanden werden; darauf wird zurückzukommen sein.
li
i „Du bist mein Sohn“ (Ps 2,7)
br
| Urchristlich auf die Auferweckung und Erhöhung Jesu bezogen → Apg 13,33
li
i „an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“
br
i „ich habe meinen Geist auf ihn gelegt“
br
span.bibelstelle Jes 42,1
q.bibeltext
| Siehe, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, <i>an ihm finde ich Gefallen.</i>
br
| Ich <i>habe meinen Geist auf ihn gelegt</i>, er bringt den Nationen das Recht.
br
| → Gottesknecht, der Israel und allen Menschen Heil bringen soll.
br
span.bibelstelle Jes 53,10-11
q.bibeltext
| Doch <i>der Herr hat Gefallen</i> an dem von Krankheit Zermalmten ...
br
| Nachdem er vieles ertrug, <i>erblickt er das Licht</i> ...
br
| Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.
br
| → Viertes Lied vom Gottesknecht;
br
| versteht man die Erzählung der Taufe von Tod und Auferstehung Jesu her,
| dann ist dieser Bezug sehr nahe liegend; vgl. auch das „Sehen“ in Jes 53,11 und Mk 1,10!
br
span.small Die Gerechtsprechung der Vielen in Bezug auf Taufe bzw. Tod und Auferstehung Jesu wird immer wieder Thema bei Markus sein.
p
| Der Kommende ist stärker als Johannes; der ist es <q>nicht wert</q>, diesem den niedrigsten Dienst zu leisten:
br
| dem korrespondiert das Sohn-Gottes-Sein Jesu; dennoch hat dieser sich von Johannes taufen lassen
| → Selbstverleugnung!
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h5.card-header Jesus, der Stärkere
.small
| Weitere konzentrische Beziehungen
.card-body
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title Jesus wird von Johannes getauft
h6.card-subtitle.text-muted Selbstverleugnung Jesu
hr
ul.card-text
li Johannes hatte sich Mk 1,7 als unwürdig bezeichnet, an dem nach ihm kommenden Stärkeren das ist hier Jesus den niedrigsten Sklavendienst zu verrichten
| (die Riemen der Sandalen zu lösen).
li
| Dennoch lässt sich Jesus, der Stärkere weil Sohn Gottes (→ Mk 1,7 [Mitte] mit Mk 1,1 [oben] und Mk 1,11 [unten]), von Johannes taufen.
li
| Diese hier vollzogene Unterordnung Jesu gegenüber Johannes in der Taufe kann (im Sinne des Evangeliums) als Selbstverlegnung Jesu verstanden werden darauf wird zurückzukommen sein.
.card.slide.border-primary
.card-body
h5.card-title Geistempfung zur Geisttaufe
hr
ul.card-text
li In Mk 1,8 kündigt Johannes die Geisttaufe durch den Stärkeren an.
li In Mk 1,10 wird Jesus mit diesem Geist ausgestattet.
br
| So kann Jesus die Geisttaufe vollziehen.
hr
.card.slide.border-secondary.mb-3
.card-body
h5.card-title Die Konzentrik von Mk 1,1-3 in Mk 1,1-11
hr
p.card-text.mt-0 Die konzentrische Gliederung von Mk 1,1-3 im Kleinen entspricht der konzentrischen Gliederung von Mk 1,1-11 im Großen:
ul.card-text
li Mk 1,1-2a: Jesus, Gottes Sohn; Ankündigung Jesaja-Zitat
br
| → Mk 1,1-3: Anfang des Evangelium, mit Jesaja-Zitat am Ende.
li Mk 1,2b: Mischzitat aus Mal 3,1 und Ex 23,20
br
| → Mk 1,4-8: Wirken Johannes des Täufers, des Vorläufers Jesu, der ihm den Weg bahnt.
li Mk 1,3: Zitat aus Jesaja mit dem Aufruf, sich in den Dienst des Kommens Gottes zu stellen
br
| → Mk 1,9-11: Taufe Jesu, <i>des</i> Wegbereiters Gottes <i>schlechthin</i> (→ Tod und Auferstehung) mit Anspielung auf Jes 42,1; 53,10-11
| und Anrede Jesu durch Gott als „mein geliebter Sohn“
//-
.small
h6 Detailliertere Gliederungsvariante
p