Ergänzung Mk/Gestorben und Verderben
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| Letztlich ist hier das große Gegenüber zwischen Gott und Satan/Sünde eröffnet, das den Weg Jesu bestimmt
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| Letztlich ist hier das große Gegenüber zwischen Gott und Satan/Sünde eröffnet, das den Weg Jesu bestimmt
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| und in das auch jeder Christ gestellt ist (vgl. Röm 6!).
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| und in das auch jeder Christ gestellt ist (vgl. Röm 6!).
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h5.card-title Insel des Lebens
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h6.card-subtitle.text-muted Mitten in der „Wüste“ entsteht die „Neue Schöpfung“
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li Die Erzählung von der Versuchung Jesu ist von Widersprüchen geprägt:
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li Einerseits Wüste als Ort der Gottferne unter der Herrschaft Satans, der Jesus versucht.
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| Andererseits wird vom Dienst der Engel – himmlischer Wesen! – erzählt und ist das unbelastete
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| Miteinander mit den wilden Tieren als Wiederherstellung der ursprünglichen guten Schöpfung verstehbar.
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| Eine Verstehenshilfe kann die erste Schöpfungserzählung im Buch Genesis sein:
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| sie erzählt, wie Gott das Chaos zurückdrängt – nicht entfernt! – und mitten im umgebenden Wasser eine Lebensinsel schafft,
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| auf der Pflanzen, Tiere und Menschen leben können.
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| Analog dazu dringt Jesus hier – geführt und gestärkt vom Geist, der einst über der Urflut schwebte – in die Wüste der Gottferne vor
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| und es entsteht um ihn herum eine <i>Insel des Lebens</i>,
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li wo die Versuchung durch Satan (die Sünde) ins Leere läuft;
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li wo Versöhnung und Friede zwischen einstigen Rivalen und Feinden herrscht;
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li wo die Verbindung zwischen Himmel und Erde intakt ist.
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| Die Vorstellung einer von Gott geprägten Welt inmitten einer gottfernen Welt begegnet auch im Philipperbrief:
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q.bibeltext
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| Tut alles ohne Murren und Bedenken,
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| damit ihr rein und ohne Tadel seid, Kinder Gottes ohne Makel
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i mitten in einer verkehrten und verwirrten Generation,
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| unter der ihr als Lichter in der Welt leuchtet.
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span.bibelstelle Phil 2,14-15
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span.small Es fallen diverse Ähnlichkeiten zur Erzählung von der Versuchung Jesu in der Wüste bzw. zum unmittelbaren Kontext auf:
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| Das „Murren und Bedenken“ erinnert an die 40-jährige Wüstenwanderung des Gottesvolkes von Ägpyten ins gelobte Land,
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| während der immer wieder gemurrt wurde und der Versuchung Raum gegeben worden war;
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| vgl. oben zu „Vierzig“ und „Wüste“.
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| Die „verkehrte und verwirrte Generation“ erinnert an das Ur-Chaos vor der Schöpfung: wüst und wirr;
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| vgl. dazu den Gedanken der „Neuen Schöpfung“ bzw. des „neuen Adam“, der Tauf- und Versuchungserzählung verbindet.
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| Dass die Christen „rein und ohne Tadel“ sein sollen, „Kinder Gottes“, lässt an die Tauferzählung denken,
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| in der Gott gegenüber Jesus sein Wohlgefallen geäußert und ihn als seinen Sohn bezeichnet hat, der sich nun in der Versuchung – wenn auch unausgesprochen – als
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| „rein und ohne Tadel“, als „Sohn Gottes“ erweist.
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h5.card-title Jesus, „der Stärkere“
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h5.card-title Jesus, „der Stärkere“
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| oder Erkältungen – nicht Herr werden konnte, deutete man als Besessensein durch
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| oder Erkältungen – nicht Herr werden konnte, deutete man als Besessensein durch
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| einen mächtigen Dämon, der einen Menschen gefangen hält und an einem normalen
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| einen mächtigen Dämon, der einen Menschen gefangen hält und an einem normalen
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| Leben hindert.
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| Leben hindert.
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| Verkehrte Welt
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h6.card-subtitle.text-muted Die Lebensinsel in der Wüste – der unreine Geist in der Synagoge
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| Die Erzählung von der Versuchung Jesu – Mitte der konzentrischen Gliederung – erzählt unter anderem, wie mitten in der Wüste der von Satan beherrschten Gottferne um Jesus herum eine Lebensinsel ersteht;
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| am Ort des Todes macht sich das Leben, die „Neue Schöpfung“ breit.
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| Hier nun stößt Jesus in der Syngoge – also einem Ort, der dem Gottesdienst gewidmet ist – auf einen Menschen, der von einem unreinen Geist besessen ist,
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| mithin also dem Bereich des Satan und also der Gottferne angehört.
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| Dass dieser Kontrast von Markus bewusst hergestellt ist, zeigt der weitere Fortgang des Evangeliums,
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| wo religiöse Autoritäten sich gegen Jesus stellen (in Mk 3,1-6 im Kontext der Synagoge!) oder Jesus die ethische Praxis der
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| (sich als besonders fromm gebenden) Pharisäer kritisiert.
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| Mithin begegnet hier eine indirekte Anklage, die dann bei der Tempelreinigung ausgesprochen werden wird:
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| Der Ort des Gottesdienstes ist zu einer „Räuberhöhle“ geworden.
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