Verbesserungen Mk/Aufbruch
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| Der Erzählzug, dass Jesus an einen einsame Ort geht und dort betet, erinnert den „sehenden Leser“ an den Tod Jesu am Kreuz am Kreuz:
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| Der Erzählzug, dass Jesus an einen einsame Ort geht und dort betet, erinnert den „sehenden Leser“ an den Tod Jesu am Kreuz:
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| er stirbt dort von allen verlassen, auch von Gott.
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| Die Einsamkeit der Gottferne am Kreuz bringt Jesus betend
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| Die Einsamkeit der Gottferne am Kreuz bringt der markinische Jesus betend
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| mit Rückgriff auf
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span.bibelstelle Ps 22,2
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| zum Ausdruck:
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| Ostern/Präexistenz → Tod am Kreuz → Auferstehung
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h6.card-subtitle.text-muted Die Abfolge der Erzählung und die Sendung Jesu
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h6.card-subtitle.text-muted Die Abfolge der Erzählung und die Sendung Jesu – Der Philipperhymnus (mal wieder) als Bezugspunkt
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| Die Berufung der erste Jünger – Petrus und seiner Begleiter – bildet einen Teil der Mitte der aktuellen konzentrischen Gliederung.
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| Als diese Erzählung das untere Ende der konzentrischen Gliederung bildete, standen die Taufe Jesu und seine
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| Als diese Erzählung das untere Ende der konzentrischen Gliederung war, standen die Taufe Jesu und seine
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| unmittelbar folgende Wüstensendung durch den Geist in der Mitte jener konzentrischen Gliederung.
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| Die Abfolge „Heraussteigen aus dem Wasser mit Begleiterscheinungen als Anspielung auf Auferstehung und Erhöhung“ → „Wüstensendung
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| als Erniedirgung (bis zum Tod am Kreuz)“ wurde als Anspielung auf Entäußerung und Erniedrigung des einst Gottgleichen,
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| Die Abfolge „Heraussteigen aus dem Wasser mit Begleiterscheinungen“ als Anspielung auf Auferstehung und Erhöhung → „Wüstensendung“
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| als Erniedirgung (bis zum Tod am Kreuz) wurde als Anspielung auf Entäußerung und Erniedrigung des einst Gottgleichen,
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| wie sie der Philipperhymnus besingt, verstanden (und mit der Entäußerung
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| und Erniedrigung der Söhne des Zebedäus im Sinne der Nachfolge verbunden).
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| auch hier kann die „Auferstehung“ transparent auf die „Präexistenz“ des einst Gottgleichen werden.
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| Die Erzählung endet – nach dem Dialog am „Ort des Kreuzes“ zwischen Petrus und Jesus – mit einem Neuaufbruch Jesu,
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| der die Auferstehung (erneut) andeutet.
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| wodurch die Auferstehung (erneut) angedeutet wird.
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| Damit ergibt sich die in der Überschrift genannte Abfolge, die der Sendung Jesu nach dem Philipperhymnus entspricht:
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| Dies ist das „Evangelium Gottes“, das „Jesus“ verkündet, mit dem das Nahekommen des Gottesreihes einhergeht
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| Dies ist das „Evangelium Gottes“, das „Jesus“ verkündet, mit dem das Nahekommen der Königsherrschaft einhergeht
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| und das zu Umkehr und Glaube aufruft (→ Teil Mitte der konzentrischen Gliederung).
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| Der Bezug zum Philipperhymnus wird noch dadurch verstärkt, dass sowohl dieser als auch das Ende der vorliegenden Erzählung
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| Paulus hatte besonders deutlich eine Mission untern den Völkern betrieben, ohne die gläubig gewordenen Heiden auf das jüdische Gesetz
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| mit seinen Speise- und Reinheitsvorschriften zu verpflichten.
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| mit seinen Speise- und Reinheitsvorschriften und insbesondere die Beschneidung (der Männer) zu verpflichten.
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| Hintergrund ist die (vor allem von Paulus wahrgenommene)
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| Spannung zwischen Jesus und dem jüdischen Gesetz, bzw. zwischen der Kreuzigung Jesu
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| Hinter dem verfolgten „Jesus“ scheint also der verfolgte Paulus hervor.
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| Es wird auch klar, warum die Erzählung mit Einsamkeit und Gebet Jesu den Tod Jesu am Kreuz, wie in Markus erzählt,
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| besonders deutlich präsent macht.
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| Indem Petrus und seine Begleiter Jesus bis in die Einsamkeit mit Gebet – also bis zum Tod am Kreuz –
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| verfolgen und von dort zurückholen wollen, wird angedeutet, dass sie das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen wollen.
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| besonders deutlich präsent macht:
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| Die Mitte der konzentrischen Gliederung erzählt in Mk 1,14-15 vom Beginn des neuen Zeitalters des Glaubens („Die Zeit ist erfüllt ... kehrt um und glaubt an das Evangelium“),
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| sowie in Mk 1,16-20 im Bild des zerrissenen Netzes (s. u. und vorhergehende konzentrische Gliederungen) vom Ende des Zeitalters des Gesetzes.
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| Das untere Ende der konzentrischen Gliederung erzählt in der Mitte mittels der Stichworte „Einsamkeit“ und „Gebet“ vom Kreuz Jesu;
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| dies aber ist der „Ort des Freikaufes“ nach Gal 3,13, dies ist die Schwelle vom alten Zeitalter des Gesetzes zum neuen Zeit des Glaubens.
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| Genau an diesen Ort verfolgen Petrus und seine Begleiter Jesus und wollen ihn von dort zurückholen.
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| Damit ist angedeutet, dass sie das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen wollen.
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| Der Versuch, das „Netz“ wieder herzurichten – also das jüdische Gesetz wieder aufzurichten – und der Versuch, Jesus „vom Kreuz“ zurückzuholen,
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| verbinden sich als parallele Handlungen;
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| so wird erzählerisch bebildert, dass das (Wieder-)Aufrichten des Gesetzes der Versuch ist, das „Ärgernis des Kreuzes“ zu beseitigen.
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| Wie Jesus am Ende der Erzählung sollen die Jünger durch (weltweite) Verkündigung und Dämonenaustreibung Menschenfischer
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| sein und nicht „Jesusfischer“.
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| Wie Jesus sollen die Jünger Verlassen und Zurücklassen (im Sinne von Entäußerung und Erniedrigung) statt
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| Wie Jesus sollen die Jünger verlassen und zurücklassen (im Sinne von Entäußerung und Erniedrigung) statt
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| zurück haben zu wollen.
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| Nimmt man auch bei der Abfolge Auferstehung → Kreuz die Vertauschung zur Reihenfolge Kreuz → Auferstehung vor,
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| Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, ihre Ehre besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn.
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| Die Aussage „Irdisches haben sie im Sinn.“ lässt sich gut mit dem angedeuteten Zurückhabenwollen der Söhne des Zebedäus verbinden,
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| Die Aussage „Irdisches haben sie im Sinn“ lässt sich gut mit dem angedeuteten Zurückhabenwollen der Söhne des Zebedäus verbinden,
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| die sich nun neu unter den Ruf zur Umkehr stellen und entsprechend handeln müssen, wie sie es schon getan haben;
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| auch von ihnen konnte man einst gut sprechen, muss es nun aber gleichsam „unter Tränen“ tun.
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| Hierzu passt, dass Paulus jene, die die (Wieder-)Aufrichtung des jüdischen Gesetzes (unter den Heiden) fordern, in
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span.bibelstelle Gal 6,12
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| bezeichnet als
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q.bibeltext Leute, die im Fleisch nach Anerkennung streben
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| .
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| Im Kontext schreibt auch Paulus von drohender Verfolgung einerseits und sein Mitgekreuzigtsein mit Christus andererseits, was
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span.bibelstelle Gal 6,11-14
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| insgesamt als Stelle, auf die Markus uns stoßen will und die die ganze Dringlichkeit, die Paulus seinen Ausführungen gibt, unterstreicht:
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q.bibeltext
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| 11 Seht, mit welch großen Buchstaben ich euch schreibe, mit eigener Hand.
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| 12 Jene Leute, die im Fleisch nach Anerkennung streben, nötigen euch nur deshalb zur Beschneidung,
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| damit sie wegen des Kreuzes Christi nicht verfolgt werden.
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| 13 Denn obwohl sie beschnitten sind, halten sie selbst das Gesetz nicht; dennoch dringen sie auf eure Beschneidung,
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| damit sie sich eures Fleiches rühmen können.
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| 14 Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen,
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| durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
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li
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| Stimmig dazu ist das Beenden des Herrichten des Netzes (= Wiederherstellung des jüdischen Gesetzes) mit
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| dem Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb in der Erzählung von der Berufung der ersten Jünger unlöslich verbunden
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| und letztlich eine einzige Handlung, die notwendig ist, um in die Nachfolge Jesu einzutreten.
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li
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| Insgesamt geht es Paulus und Markus darum, das Kreuz Christi ernst zu nehmen mit allen Konsequenzen.
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| In diesem Dienst steht der erzählerische Kniff, am Anfang die Auferstehung Jesu präsent zu machen,
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| den Leser dann aber auf seinen Tod am Kreuz umzulenken.
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| Dies ist vom „<i>Darum</i> (hat Gott ihn (= Jesus) über alle erhöht)“ als Schwarnier des Philipperhymnus, der in der Erzählung
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| im Hintergrund steht, zwischen Erniedrigung und Erhöhung her zu verstehen:
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br
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| Jesus darf nicht einseitig als Auferstandener verkündet werden, sein Kreuz muss eine zentrale Rolle spielen.
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| weil dies folgen haben muss für die Verkündigung und für die christliche Ethik.
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| Es darf daher nicht in den Hintergrund treten, darf nicht vergessen, verleugnet oder kleingeredet werden.
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| Denn es besteht sonst die Gefahr, dass Jesu himmlische Herrlichkeit eine unheilige „Hochzeit“ eingeht
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| mit irdischem Macht- und Reichtumsstreben, wie dies (schon länger) Markus thematisiert.
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| Vgl. dazu auch die „Versuchung“ des Dämon in der Erzählung von der Dämonenaustreibung: „Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes“,
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| was Jesus mit dem Schweigegebot beantwortet, weil der Dämon den Weg Jesu ins Verderben ans Kreuz verschwiegen hat.
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| Wie die Kirchengeschichte zeigt, hat die Kirche gerade hier versagt!
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| umsetzen.
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| Die Freiheit meint hier die Freiheit vom jüdischen Gesetz – dem „Joch der Knechtschaft“ –,
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| die Freiheit zur gesetzesfreien Völkermission, wie sie vor allem Paulus betreibt.
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| dies bedeutet auch die Freiheit zur gesetzesfreien Völkermission, wie sie vor allem Paulus betreibt.
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q.bibeltext ... damit den Völkern ... der Segen Abrahams zuteilwird
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span.bibelstelle Gal 3,14
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| Der Freikauf vom jüdischen Gesetz und der Segen für die Völker
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ul.card-text
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| Mk 1,14-15 in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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| macht in Verbindung mit dem zerrissenen „Netz“
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span.bibelstelle Gal 4,4-5
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| gegenwärtig:
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q.bibeltext
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| Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn,
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br
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| geboren von einer Frau und
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i dem Gesetz unterstellt,
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| damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen,
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br
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| und damit wir die Sohnschaft erlangen.
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li
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| In den Flanken der Mitte der konzentrischen Gliederung wird einerseits erzählt,
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| wie Jesus „dem Gesetz des Geistes unterstellt“ diesen Freikauf vollzieht (→ Wüstensendung Mk 1,12-13),
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| andererseits wie Jesus einen Menschen von der Herrschaft „des Gesetzes der Sünde und des Todes“ befreit (→ Dämonenaustreibung Mk 1,21-28),
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| wobei eine Insuffizienz des jüdischen Gesetzes mitschwingt (gemäß Gal 3,21; Röm 8,2).
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br
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| Am unteren Ende der konzentrischen Gliederung ist mit dem angespielten Tod Jesu am Kreuz auch der Freikauf gegenwärtig.
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li
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| Aus dem Galaterbrief sind zu Gal 4,4-5 die Ausführungen in
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span.bibelstelle Gal 3,6-10.13-14
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| zu ergänzen:
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q.bibeltext
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| 6 So auch bei Abraham: Er glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.
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| 7 Erkennt also: Die aus dem Glauben leben, sind Söhne Abrahams.
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| 8 Und da die Schrift vorhersah, dass Gott die Völker aufgrund des Glaubens gerecht macht,
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| hat sie dem Abraham im Voraus verkündet:
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br
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| In dir sollen alls Völker gesegnet werden.
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br
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| 9 Also werden sie, die glauben, gesegnet mit dem glaubenden Abraham.
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br
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| 10 Diejenigen aber, die aus den Werken des Gesetzes leben, stehen unter einem Fluch.
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| Denn geschrieben steht: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was das Buch des Gesetzes zu tun vorschreibt. [Dtn 27,26]
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br
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| 13 Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist;
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| denn es steht geschrieben: Verflucht ist, wer am Holz hängt. [Dtn 21,23]
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| 14 Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird
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br
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| und wir so durch den Glauben den verheißenen Geist empfangen.
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| Das Zuteilwerden des „Segen für die Völker“ (→ Gen 12,3) meint – das macht der Kontext im Galaterbrief deutlich – die (allein) den
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| Glauben an Jesus als heilsnotwendig voraussetzende Völkermission,
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| die sich hier als Ergebnis des Freikaufs vom (Fluch des) Gesetz(es) festgehalten wird.
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| Auch die Heiden werden durch den Glauben zu „Söhnen Gottes“, wie es die Söhne des Zebedäus bei ihrem Eintritt in die Nachfolge Jesu
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| geworden sind, was sie jetzt durch ihre Wiederzuwendung zum jüdischen Gesetz infrage stellen.
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li
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| Das erinnert stark an die Wendung „Gehorsam des Glaubens“, die sich in
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span.bibelstelle Röm 1,5-6
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| findet (vgl. auch die Heilung der Schwiegermutter des Petrus):
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| findet (vgl. auch die Heilung der Schwiegermutter des Petrus) und sich mit der Berufung durch Jesus Christus verbindet:
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br
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q.bibeltext
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| Durch ihn [= Jesus Christus] haben wir Gnade und Apostelamt empfangen,
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@ -694,6 +824,10 @@ block content
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| wird schon Jesus – verdeckt – als dessen eigene Sendung „untergeschoben“;
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br
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| in diesem Sinn wird „Jesus“ im Markus-Evangelium immer wieder ins Heidenland aufbrechen (→ Überfahrten).
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li
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| Erinnert sie hier auch daran, dass Simon und Andreas griechische Namen sind, Jakobus und Johannes dagegen semitische;
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br
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| schon die erstberufenen Jünger versinnbildlichen also die Völkermission.
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@ -711,7 +845,7 @@ block content
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| die Umkehr also vom Glauben an das (inhaltlich mit Entäußerung, Erniedrigung, Gehorsam bis zum Tod am Kreuz,
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| Auferstehung und Erhöhung gefüllte) Evangelium her bestimmt wird und nicht vom jüdischen Gesetz her.
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br
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| Jedenfalls ist der Ruf Jesu zur Umkehr kein Ruf zu einer verbesserten („vollkommenen“) Befolgung des jüdischen Gesetzes.
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| Jedenfalls ist der Ruf Jesu zur Umkehr kein Ruf zu einer verbesserten („vollkommenen“) Befolgung des jüdischen Gesetzes (ganz anders etwa der Evangelist Matthäus!).
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li
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| Im ganzen Evangelium wird immer wieder der Glaube der Menschen hervorgehoben werden und sie werden durch
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| ihn des mit Jesus geschenkten Heils teilhaftig.
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| „<i>Sie</i> verließen sogleich die Synagoge“ – offenbar waren die Jünger also doch in der Synagoge dabei und gehen nun mit Jesus
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| in das Haus des Simon und Andreas.
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li
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| In der Szene Mk 1,32-34 sind die Jünger zwar nicht erwähnt, aber doch lokal anwesend, weil alles vor dem Haus des Simon und Andreas speilt.
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| In der Szene Mk 1,32-34 sind die Jünger zwar nicht erwähnt, aber doch lokal anwesend, weil alles vor dem Haus des Simon und Andreas spielt.
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li
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| In Mk 1,35-39 dann die Kontroverse.
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li
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| In Mk 1,40-45 ist Jesus jedenfalls allein unterwegs (ehe er dann am Ende von Leute von überallher zu ihm kommen).
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| In Mk 1,40-45 ist Jesus jedenfalls allein unterwegs (ehe dann am Ende von Leute von überallher zu ihm kommen).
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li
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||||
| In Mk 2,1 kehr Jesus offenbar alleine wieder nach Kafarnaum zurück: „Als <i>er</i> nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging ...“;
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| In Mk 2,1 kehrt Jesus offenbar alleine wieder nach Kafarnaum zurück: „Als <i>er</i> nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging ...“;
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| sicher ist ein dortiges Zusammentreffen mit Petrus und seinen Begleitern vorauszusetzen – das Haus ist wohl auch als das Haus des Simon und Andreas vorzustellen –,
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| aber direkt erzählt wird das nicht.
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li
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| In Mk 2,13-17 wird nicht von Petrus und seinen Begleitern erzählt; und wer im weiteren Verlauf „die Jünger“ sind ist nicht eindeutig – es können
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| In Mk 2,13-17 wird nichts von Petrus und seinen Begleitern erzählt; und wer im weiteren Verlauf „die Jünger“ sind ist nicht eindeutig – es können
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||||
| auch die Vielen sein, die Jesus seit Mk 2,13-17 nachfolgen.
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li
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| Erst in Mk 3,13-19 ist dann explizit auch wieder von Petrus und seinen Begleitern die Rede, insofern sie in der Apostelliste auftauchen.
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@ -870,6 +1004,9 @@ block content
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| Wenn du als Jude nach Art der Heiden und nicht nach Art der Juden lebst,
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| wie kannst due dann die Heiden zwingen, wie Juden zu leben?
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li.small
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| Man beachte auch hier, dass Markus Petrus sowohl bei der Berufung, als auch in der aktuellen Erzählung „Simon“ nennt – das ist ein griechischer Name
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| (der semitische wäre Sim<i>e</i>on); das verbindet sich sehr gut mit der der Aussage „Wenn du als Jude nach Art der Heiden und nicht nach Art der Juden lebst ...“.
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li
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| Wie in der Erzählung des Markus wird auch hier von einem Rückzug berichtet, allerdings nicht von Jesus (bzw. indirekt Paulus),
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| sondern von Petrus.
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@ -899,7 +1036,7 @@ block content
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| beim „antiochenischen Zwischenfall“ sind es Petrus und mit ihm die Judenchristen samt Paulus, die von den Leuten des Jakobus „verfolgt“ werden;
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| während Petrus und die anderen – sogar der Paulusbegleiter Barnabas – sich „einfangen“ lassen,
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| widersteht Paulus.
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| widersteht Paulus (wie Jesus).
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li
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| Markus wie Paulus sind deutliche Vertreter der gesetzesfreien Heidenmission, wie aus den Paulusbriefen und noch weiteren Stellen im Markus-Evangelium
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| klar hervorgeht.
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@ -918,7 +1055,7 @@ block content
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| Es ist erzählerisch nahegelegt, dass sich Jesus im Gebet seiner Sendung (neu) bewusst wurde.
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li
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| Das kann eine Aufforderung sein, sich im Gebet der eigenen immer neu Sendung bewusst zu werden
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| Das kann eine Aufforderung sein, sich im Gebet immer neu der eigenen Sendung bewusst zu werden
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| und auch die eigene Not in der Nachfolge („Wüstenerfahrungen“) vor Gott zu bringen.
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li
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| Das kann eine Zusage sein, dass Jesus im Gebet gefunden werden kann – gerade nach Ostern,
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@ -969,7 +1106,7 @@ block content
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ul.card-text
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li Formal wird hier wie dort von der Verkündigungstätigkeit Jesu erzählt.
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li
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| In Mk 1,14-15 kommt Jesus – nach der Taufe am Jordan – wieder nach Galiläa, zunächst an den See bzw. nach Kafarnaum;
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| In Mk 1,14-15 kommt Jesus – nach der Taufe am Jordan und der Wüstensendung/Versuchung – wieder nach Galiläa, zunächst an den See bzw. nach Kafarnaum;
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br
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| in Mk 1,39 zieht er schließlich durch „ganz Galiläa“ – eine Weitung seines Wirkkreises, letztlich in die Völkermission.
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li
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@ -1087,6 +1224,12 @@ block content
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br
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| Durch diesen Gang Jesu ins Verderben entsteht die „Insel des Lebens“ mitten in der „Wüste der Gottferne“,
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| ist die Gottferne auf der Erde aufgebrochen.
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li
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| Das Gegenüber ist – gerade mit Mk 1,14-15.16-20 als Mitte der konzentrischen Gliederung – von Gal 4,4-5 her zu verstehen:
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br
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| es wird einerseits erzählt, wie Jesus „dem Gesetz des Geistes unterstellt“ den Freikauf vom (Fluch des) Gesetz(es) vollzieht (→ Wüstensendung Mk 1,12-13),
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| andererseits, wie Jesus einen Menschen von der Herrschaft „des Gesetzes der Sünde und des Todes“ befreit (→ Dämonenaustreibung Mk 1,21-28),
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||||
| wobei eine Insuffizienz des jüdischen Gesetzes mitschwingt (gemäß Gal 3,21; Röm 8,2).
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li
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| Auch in diesem Gegenüber finden sich Vertauschungen:
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ul.card-text
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