Verbesserungen Mk/Reinigen

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Peter Fischer 2021-11-03 17:47:32 +01:00
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| und Ort des „Austausches“ ist der Tod am Kreuz (s. o.).
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| Während in der Heilung des „Aussätzigen“ der „Austausch“ konstitutiv ist,
| enthält der Philipperhymnus nicht explizit den Gedanken, dass die Erniedrigung des Gottgleichen geschieht, um jemand anderen zu erhöhen;
| enthält der Philipperhymnus nicht explizit den Gedanken, dass die Entäußerung und Erniedrigung des Gottgleichen zugunsten eines anderen geschieht, also um jemand anderen zu beschenken bzw. aufzurichten;
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| der Hymnus geht vielmehr zur Erhöhung des sich selbst erniedrigt habenden durch Gott über.
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| Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
span.bibelstelle Phil 2,3a.4
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| Mit „gehorsam“ und „Tod am Kreuz“ enthält der Hymnus aber schon selber Begriffe, die eine soteriologische Bedeutung der Erniedrigung des Gottgleichen andeuten bzw. beinhalten:
| Mit „Entäußerung“, „gehorsam“ und „Tod am Kreuz“ enthält der Hymnus aber schon selber Begriffe, die eine soteriologische Bedeutung der Erniedrigung des Gottgleichen andeuten bzw. beinhalten:
ul.card-text
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| In der Adam-Christus-Parallele in Röm 5,12-21 wird dem Gehorsam Christi eine soteriologische Funktion beigemessen:
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| so werden auch durch den <i>Gehorsam</i> des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
span.bibelstelle Röm 5,19
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| Der Gedanke der „Entäußerung“ („Entleerung“) begegnet in
span.bibelstelle 2 Kor 8,9
| im Sinne eines „Austausches“:
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q.bibeltext
| Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus:
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| Er, der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen.
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| Paulus will damit die Korinther zur Kollekte für Jerusalem motivieren.
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span.small
| Dieser Vers steht auch im Hintergrund von Mk 10,21!
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| Der „Tod am Kreuz“ ist in der gesamten paulinischen Tradition „Ort des Heiles“.
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| Daher ist es wahrscheinlich, dass Entleerung und Erniedrigung des Gottgleichen „bis zum Tod am Kreuz“ analog im Sinne eines „Austausches“ zu verstehen sind:
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| um den Menschen, der in die Tiefe der Gottferne gefallen war, aus dieser Gottferne zu erlösen in diesem Sinne zu Gott zu erheben , ist der Gottgleiche in die Tiefe der Gottferne den Tod am Kreuz hinabgestiegen.
| um den Menschen, der in die Tiefe der Gottferne gefallen war, aus dieser Gottferne zu erlösen ihn mit Gottes Gnade zu beschenken und ihn aufzurichten , ist der Gottgleiche in die Tiefe der Gottferne den Tod am Kreuz hinabgestiegen.
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| Der Hymnus weist im Vergleich zum Gottesknechtslied eine doppelte Radikalisierung auf:
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| Der „Austausch“ geschieht als Entleerung und Erniedrigung von der höchsten Stelle der Gottgleichheit herab in die tiefste Tiefe der Gottferne des Tod am Kreuz,
| Der „Austausch“ geschieht auf Seiten des Erlösers als Entleerung und Erniedrigung von der höchsten Stelle der Gottgleichheit herab in die tiefste Tiefe der Gottferne des Tod am Kreuz,
br
| und die Erhöhung stellt nicht „unter die Großen und Mächtigen“, sondern verleiht „den Namen, der <i>größer</i> ist als alle Namen“.
| und die Erhöhung stellt nicht in die Gemeinschaft der „Großen und Mächtigen“, sondern verleiht „den Namen, der <i>größer</i> ist als alle Namen“.
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| Insgesamt wird man sagen können, dass die Heilung des „Aussätzigen“
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| Weil das Thema „Austausch“ für die Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ konstitutiv ist und
| das Handeln Jesu mit dem der Zebedäussöhne verknüpft ist,
| ist nahegelegt, dass das Thema „Austausch“ auch bei den Söhne des Zebedäus eine Rolle spielen muss.
| ist nahegelegt, dass das Thema „Austausch“ auch bei den Söhnen des Zebedäus eine Rolle spielen muss.
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| Allerdings kommt es beim „Menschen reinigen“ also der Taufe nicht zu einem „Austausch“ der Jünger mit den Täuflingen (in dem Sinne, dass die Taufspender „unrein“ werden würden).
br
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| So sollen auf die ethische Ebene übertragen auch die Jünger einen „Austausch“ vollziehen:
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i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, beschenkt werden.
i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, beschenkt werden.
span.small (Vgl. Mk 10,21)
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i Der Mächtigen werden zu Dienern, damit die, die „Letzte“ sind, bedient werden.
i Der Mächtigen werden zu Dienern, damit die, die niedergedrückt sind oder ausgenutzt werden, aufrichtend-befreiende Hilfe erfahren.
span.small (Vgl. Mk 10,42-44)
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| Denn gerade dies ist das Handeln des Gottessohnes nach dem Philipperhymnus, das für die Menschen Erlösung gebracht hat.
| Denn gerade dies ist das Handeln des Gottessohnes nach dem Philipperhymnus, das für die Menschen Erlösung gebracht hat.
span.small (Vgl. Mk 10,45)
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span.small
| Zugegeben: Bei Mächtige → Diener hinkt der „Austausch“ etwas; dies liegt aber daran,
| dass keine neuen Mächtigen kreiert werden sollen, sondern eine Gemeinschaft von Dienern entstehen soll,
| in der aber gerade „die ganz unten“, die „Letzten“, Hilfe erfahren, aufgerichtet werden und in diesem Sinne nicht „Letzte“ bleiben;
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| wer sich aber zum Diener dieser „Letzten“ macht, der stellt sich auf die Stufe noch darunter, wird in diesem Sinne zum „Letzten der Letzten“,
| so dass die „Letzten“ eine Stufe nach oben erhöht werden.
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| So erhält das ethische Handeln der Zebedäus-Söhne bei ihrer Berufung ein Gegenüber, wie das soteriologische
| Durch das Eintragen des „Austausches“ erhält das ethische Handeln der Zebedäus-Söhne bei ihrer Berufung ein menschliches Gegenüber, wie das soteriologische
| Handeln Jesu und der Jünger schon immer ein Gegenüber hatte:
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| Ihr Verzicht und ihr Gehorsam Jesus gegenüber geschieht nicht in ein „Nichts“ hinein, auch nicht primär um eines
| himmlischen Lohnes willen,
| himmlischen Lohnes willen, ihr Dienst in der Nachfolge Jesu ist kein (rein) spirituell-liturgischer Dienst;
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i sondern geschieht zugunsten eines menschlichen Gegenübers, mit dem es in gewisser Weise zu einem „Austausch“ kommt.
i ihr Verzicht und ihr Dienst geschehen zugunsten eines </i>menschlichen<i> Gegenübers, mit dem es in gewisser Weise zu einem „Austausch“ kommt.
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| Damit zielt Nachfolge auf die umfassende Verwandlung der Lebensumstände im Hier und Heute: der eigenen zugunten der von anderen
| im Sinne einer Teilhabe an der „Neuheit des Lebens“ und des „Aufrichtens von Menschen“.