| Nach mir kommt einer – die Jünger eilen Jesus nach.
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| Taufe – Dämonenaustreibungen
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| Johannes verkündet – Jesus verkündet
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| Die Menschen aus <q>ganz Judäa</q> kamen zu Johannes dem Taufer;
br
| Jesus zieht in <q>ganz Galiläa</q> umher.
br
| <q>Alle</q> Einwohner Jerusalems – <q>alle</q> suchen dich.
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@ -262,7 +240,7 @@ block content
| zu einem Leben als Ausgegrenzter; er gehörte zu den „Letzten“ der Gesellschaft.
| zu einem Leben als Ausgegrenzter; er gehörte zu den „Letzten“ der Gesellschaft.
li
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| Als Aussätziger ist der Mann nicht nur von der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen – nur unter Seinesgleichen konnte er sich aufhalten –
| Als Aussätziger ist der Mann nicht nur von der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen – nur unter Seinesgleichen konnte er sich aufhalten –
| sondern lebt auch fern der Gemeinschaft mit Gott: als „Unreiner“ (siehe seine Heilungsbitte) ist er vom Kult und damit der Begegnung mit Gott ausgeschlossen.
| sondern lebt auch fern der Gemeinschaft mit Gott: als „Unreiner“ (siehe seine Heilungsbitte) ist er vom Kult und damit von der Begegnung mit Gott ausgeschlossen.
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@ -301,7 +279,8 @@ block content
li
li
| Dieser Erzählzug stellt aber eine Beziehung zur Austreibung des <i>unreinen</i> Geistes in der Synagoge her.
| Dieser Erzählzug stellt aber eine Beziehung zur Austreibung des <i>unreinen</i> Geistes in der Synagoge her.
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| Dabei gilt es zu beachten, dass das Besessensein vom „unreinen Geist“ in einem ethischen Sinne gedeutet werden musste:
| Das Besessensein vom „unreinen Geist“ in jener Erzählung wurde in einem ethischen Sinne gedeutet:
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| der Bessene ist Diener Satans, nicht Diener Gottes,
| der Bessene ist Diener Satans, nicht Diener Gottes,
| was sich in einem entsprechenden ethischen Verhalten ausdrückt.
| was sich in einem entsprechenden ethischen Verhalten ausdrückt.
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| Aussatz angesteckt hat; dennoch ist es für die Erzählung und das, was sie ausdrücken will, unbedingt notwendig, dass Jesus nun ein „Aussätziger“ ist.
| Aussatz angesteckt hat; dennoch ist es für die Erzählung und das, was sie ausdrücken will, unbedingt notwendig, dass Jesus nun ein „Aussätziger“ ist.
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| Der bibelkundige Leser denkt dabei unweigerlich an eine Stelle im Buch Jesaja, wo vom „Gottesknecht“
| Der bibelkundige Leser denkt dabei unweigerlich an eine Stelle im Buch Jesaja, wo vom „Gottesknecht“
| (Gottes besonderem Werkzeug zum Heil der Menschen) die Rede ist: „er hat unsere Krankheit getragen“ (Jes 53,4).
| (Gottes besonderem Werkzeug zum Heil der Menschen) die Rede ist:
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| „er hat unsere Krankheit getragen“ (Jes 53,4).
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| Nicht unerheblich ist, dass Jesaja die Wendung „Er hat unsere Krankheit getragen!“ in einem bildlichen,
| Nicht unerheblich ist, dass Jesaja die Wendung „Er hat unsere Krankheit getragen!“ in einem bildlichen,
| die Überwindung körperlicher Leiden übersteigenden, umfassend-heilvollen Sinn versteht im Sinne einer Befreiung aus Schuld und Gottferne:
| die Überwindung körperlicher Leiden übersteigenden, umfassend-heilvollen Sinn versteht im Sinne einer Befreiung aus Schuld und Gottferne:
@ -423,7 +404,7 @@ block content
span.bibelstelle Jes 53,2-6.8.11-12
span.bibelstelle Jes 53,2-6.8.11-12
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| Der in der Heilung des „Aussätzigen“ tragende Gedanke das „Austausches“,
| Der in der Heilung des „Aussätzigen“ tragende Gedanke das „Austausches“,
| der den einen belastet, um den anderen zu befreien, prägt auch das Vierte Gottesknechtslied des Jesaja (Jes 52,13-53,12).
| der den einen belastet, um den anderen zu befreien, prägt auch dieses „Vierte Gottesknechtslied“ des Jesaja (Jes 52,13-53,12).
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| Und die Beschreibung dessen, der die Krankheit des Volkes getragen hat bzw. die damit zusammenhängende Beschreibung
| Und die Beschreibung dessen, der die Krankheit des Volkes getragen hat bzw. die damit zusammenhängende Beschreibung
| des Volkes vor der Rettung („jeder ging für sich seinen Weg“ [Jes 53,6b]), passt sehr gut zur „Krankheit“ „Aussatz“.
| des Volkes vor der Rettung („jeder ging für sich seinen Weg“ [Jes 53,6b]), passt sehr gut zur „Krankheit“ „Aussatz“.
@ -487,12 +468,13 @@ block content
| die in der (Herrschaft der) Sünde
| die in der (Herrschaft der) Sünde
| gefangen sind und deren Beziehungen zu Gott und zu den Mitmenschen daher
| gefangen sind und deren Beziehungen zu Gott und zu den Mitmenschen daher
| der ‚Heilung‘ bedürfen.
| der ‚Heilung‘ bedürfen.
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| Am Kreuz tauscht Jesus mit ihnen „den Platz“:
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| Am Kreuz findet einen „Austausch“ zwischen ihnen und Jesus statt:
| er übernimmt ihre Krankheit, sie werden geheilt;
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| er übernimmt ihre Krankheit, sie werden geheilt;
| er stirbt in die Gottferne, sie werden aus der Gottferne befreit und in geheilte Gemeinschaft mit den Mitmenschen gestellt.
br
| er stirbt in die Gottferne, sie werden aus der Gottferne befreit und in geheilte Gemeinschaft mit den Mitmenschen gestellt.
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li Im Dialog zwischen Jesus und dem Aussätzigen geht es um den Willen Jesu: „<i>Wenn du willst</i>, kannst du mich rein machen.“
li Im Dialog zwischen Jesus und dem Aussätzigen geht es um den Willen Jesu: „<i>Wenn du willst</i>, kannst du mich rein machen.“
li
li
| Damit wird der Wille Jesu zur Heilung des „Aussätzigen“ (bzw. der sich in ihm versammelden „Vielen“) herausgestellt:
| Damit wird der Wille Jesu zur Heilung des „Aussätzigen“ (bzw. der sich in ihm versammelnden „Vielen“) herausgestellt:
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| Jesu Ja zu seiner Sendung, und das – angesichts des Kontextes – mit alle Konsequenzen.
i Jesu Ja zu seiner Sendung, und das – angesichts des Kontextes – mit alle Konsequenzen.
li
li
| In die Sendung durch Gott ist auch wieder das „sogleich“ einzuordnen:
| In die Sendung durch Gott ist auch wieder das „sogleich“ einzuordnen:
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li
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| Angesichts der bereits an Dämonen ergangenen Schweigebote ist das Schweigegebot hier aber in einen größeren Kontext einzuordnen;
| Angesichts der bereits an Dämonen ergangenen Schweigebote ist das Schweigegebot hier aber in einen größeren Kontext einzuordnen;
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| auffällig auch: schon den Dämon in der Synagoge hatte Jesus angefahren, dass er schweigt.
| auffällig auch: schon den Dämon in der Synagoge hatte Jesus <i>angefahren</i>, dass er schweigt.
li
li
| Während aber gegenüber den Dämonen das Wissen darum, wer Jesus ist, mit dem Schweigegebot belegt wurde,
| Während aber gegenüber den Dämonen das Wissen darum, wer Jesus ist, mit dem Schweigegebot belegt wurde,
br
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li
li
| Auch in der Heilung des „Aussätzigen“ wird der Tod Jesu am Kreuz gedeutet, und zwar
| Auch in der Heilung des „Aussätzigen“ wird der Tod Jesu am Kreuz gedeutet, und zwar
| im Sinne des „Austausches“ zur Befreiung der von Satan/den Dämonen
| im Sinne des „Austausches“ zur Befreiung der von Satan/den Dämonen
| Besessenen: Jesus geht in die Gottferne („Verderben“), um die Menschen daraus zu retten.
| Besessenen:
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| Jesus geht in die Gottferne („Verderben“), um die Menschen daraus zu retten.
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i „Austausch“ (nicht „Schicksalsgemeinschaft“) – Auswirkung des Todes Jesu (nicht der Auferstehung)
i „Austausch“ (nicht „Schicksalsgemeinschaft“) – Auswirkung des Todes Jesu (nicht der Auferstehung)
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| Anders als bei den bisherigen Wundern geht es hier bei der Heilung des „Aussätzigen“
| Anders als bei den bisherigen Wundern geht es hier bei der Heilung des „Aussätzigen“
| nicht um eine (positive) Schicksalsgemeinschaft des/der Geheilten mit Jesus
| nicht um eine (positive) Schicksalsgemeinschaft des/der Geheilten mit Jesus
| im Sinne einer Analogie zur Auferstehung Jesu – wie etwa bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus –,
| im Sinne einer Analogie zur Auferstehung Jesu – wie etwa bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus –,
| die alle ohne sich auf das Wunder beziehende Schweigegebot erzählt werden,
| die alle ohne ein sich auf das Wunder beziehendes Schweigegebot erzählt werden,
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| sondern um den „Austausch“ Jesu, der er mit dem Kranken vollzieht und der anschaulich bebildert wird.
| sondern um den „Austausch“ Jesu, den er mit dem Kranken vollzieht und der anschaulich bebildert wird.
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| Gemeinsam ist den Dämonenaustreibungen und dem „Austausch“ mit dem „Aussätzigen“
| Gemeinsam ist den Dämonenaustreibungen und dem „Austausch“ mit dem „Aussätzigen“
| die Verbindung des Wunders nicht mit der Auferstehung, sondern mit dem Tod Jesu am Kreuz:
| die Verbindung des Wunders nicht mit der Auferstehung, sondern mit dem Tod Jesu am Kreuz:
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| den Dämonen geht Jesus mit seinem Tod am Kreuz ins „Verderben“ voraus;
| den Dämonen geht Jesus mit seinem Tod am Kreuz ins „Verderben“ voraus;
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| mit dem „Aussätzigen“ tauscht er im Tod am Kreuz den Platz.
| mit dem „Aussätzigen“ findet im Tod am Kreuz ein „Austausch“ statt.
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| So kann das hier vorhandene Schweigegebot als Signal verstanden werden:
| So kann das hier vorhandene Schweigegebot als Signal verstanden werden:
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@ -625,7 +609,7 @@ block content
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| Während sich die Dämonen an das Schweigegebot gehalten haben und sich auch künftig auch alle anderen an das Schweigegebot halten werden,
| Während sich die Dämonen an das Schweigegebot gehalten haben und sich künftig auch alle anderen an das Schweigegebot halten werden,
| wird das Schweigegebot durch den vom „Aussatz“ Geheilten gebrochen.
| wird das Schweigegebot durch den vom „Aussatz“ Geheilten gebrochen.
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| Formal entspricht die Verkündigungstätigkeit des Geheilten dem „Austausch“ mit Jesus: von dessen Verkündigungstätigkeit
| Formal entspricht die Verkündigungstätigkeit des Geheilten dem „Austausch“ mit Jesus: von dessen Verkündigungstätigkeit
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li Jesu Gang ins Verderben den Dämonen voraus, um die Menschen von der Herrschaft der Dämonen zu befreien;
li Jesu Gang ins Verderben den Dämonen voraus, um die Menschen von der Herrschaft der Dämonen zu befreien;
li Jesu Übernahme des „Aussatzes“ des „Aussätzigen“, was diesem Heilung bringt.
li Jesu Übernahme des „Aussatzes“ des „Aussätzigen“, was diesem Heilung bringt.
li
li
| Den einen bringt der Tod Jesu am Kreuz den Untergang, den anderen – als Kehrseite der gleichen Medaille – ein neues Leben.
| Den einen bringt der Tod Jesu am Kreuz den Untergang, den anderen – als Kehrseite derselben Medaille – ein neues Leben.
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li
| Insofern das Schweigegebot hier das einzige ist, das im ganzen Evangelium gebrochen wird,
| Insofern das Schweigegebot hier das einzige ist, das im ganzen Evangelium gebrochen wird,
| könnte dies ein Signal sein:
| könnte dies ein Signal sein:
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q geht, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis
q geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis
h6.card-subtitle.text-muted Der Tempel in Jerusalem kommt in Blick
h6.card-subtitle.text-muted Der Tempel in Jerusalem kommt in Blick
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| Es ist Aufgabe der Priester – die auch die Funktion eines Arztes haben –, die Gesundung von Aussätzigen zu bestätigen.
| Es ist Aufgabe der Priester – die auch die Funktion eines Arztes hatten –, die Gesundung von Aussätzigen zu bestätigen.
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| Wenn der Priester die Heilung bestätigt – die wiederhergestellte „Reinheit“ feststellt –, darf der Geheilte wieder am normalen Leben teilnehmen.
| Wenn der Priester die Heilung bestätigt – die wiederhergestellte „Reinheit“ feststellt –, darf der Geheilte wieder am normalen Leben teilnehmen.
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@ -702,7 +686,7 @@ block content
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| Indem Jesus mit dem „Aussätzigen“ den „Platz tauscht“, befreit er ihn aus der Gottferne
| Indem Jesus mit dem „Aussätzigen“ den „Austausch“ vollzieht, befreit er ihn aus der Gottferne
| und stellt ihn neu in die geheilte Gemeinschaft mit Gott (und den anderen Menschen).
| und stellt ihn neu in die geheilte Gemeinschaft mit Gott (und den anderen Menschen).
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| So ist Gott (neu) im Leben dieses Menschen angekommen.
| So ist Gott (neu) im Leben dieses Menschen angekommen.
@ -803,28 +787,29 @@ block content
ul.card-text
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li
li
| Nicht nur durch das – auf der soteriologischen Ebene anzusiedelnde – Stichwort „reinigen“ (→ Taufe; siehe oben)
| Nicht nur durch das – auf der soteriologischen Ebene anzusiedelnde – Stichwort „reinigen“ (→ Taufe; siehe oben)
| sind die Söhne des Zebedäus und ihr Handeln mit Jesus und seinem Handeln verbunden, sondern auch
| sind die Söhne des Zebedäus mit Jesus verbunden, sondern auch
| durch das Stichwort „Sohn“/„Söhne“:
| durch das Stichwort „Sohn“/„Söhne“:
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| In der Betitelung „Söhne des Zebedäus“ spiegelt sich das „Jesus Christus, Sohn (eines) Gottes“ vom oberen Rand der konzentrischen Gliederung.
| In der Betitelung „Söhne des Zebedäus“ spiegelt sich das „Jesus Christus, Sohn (eines) Gottes“ vom oberen Rand der konzentrischen Gliederung.
br
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| Dabei wird mittels des in der Berufung der Söhne des Zebedäus „gegenwärtigen“ Philipperhymnus eine Parallele
| Dabei wird mittels des in der Berufung der Söhne des Zebedäus „gegenwärtigen“ Philipperhymnus eine Parallele
| zwischen diesen und dem Gottessohn auf ethischer Ebene konstruiert, nämlich Verzicht und Dienst:
| zwischen diesen und dem Gottessohn auf ethischer Ebene konstruiert, nämlich Verzicht und Dienst:
br
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| Die „Söhne des Zebedäus“, die ihren Vater und ihre Stellung im väterlichen Betrieb verlassen,
| Die „Söhne des Zebedäus“, die ihren Vater und ihre Stellung im väterlichen Betrieb verlassen,
| sind mit dem Gottessohn parallelisiert, der seine himmlische Herrlichkeit verlassen hat.
| sind mit dem Gottessohn parallelisiert, der seine himmlische Herrlichkeit und seine damit verbundene Stellung dort verlassen hat.
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| Der Eintritt in die Nachfolge Jesu bedeutet für sie, aus einer Welt des Habens auszubrechen:
li
br
| Der Eintritt in die Nachfolge Jesu bedeutet für sie, aus einer Welt des Habens auszubrechen:
| sie verlassen mit ihrem Vater auch den irdischen Besitz der Familie, der – so legen es die Tagelöhner nahe – nicht zu klein gewesen sein kann.
br
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| sie verlassen mit ihrem Vater auch den irdischen Besitz der Familie, der – so legen es die Tagelöhner nahe – nicht zu klein gewesen sein kann.
| Hier ist eine Analogie zum Gottessohn zu sehen, der seine himmlische Herrlichkeit verlassen,
br
| sich entäußert hat.
| Hier ist eine Analogie zum Gottessohn zu sehen, der seine himmlische Herrlichkeit verlassen,
li
| sich entäußert hat.
| Und wie der Gottessohn durch seine Entäußerung zum Diener, zum Sklaven wurde, gehorsam bis zum Tod am Kreuz,
li
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| Und wie der Gottessohn durch seine Entäußerung zum Diener, zum Sklaven wurde, gehorsam bis zum Tod am Kreuz,
| so lassen sich die Jünger für die Sache Jesu in Dienst nehmen – angedeutet nicht zuletzt im Gehorsam gegenüber Jesus,
br
| von dem sie sich ohne Umschweife in die Nachfolge rufen lassen.
| so lassen sich die Jünger für die Sache Jesu in Dienst nehmen – angedeutet nicht zuletzt im Gehorsam gegenüber Jesus,
| von dem sie sich ohne Umschweife in die Nachfolge rufen lassen.
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@ -849,7 +834,7 @@ block content
| Jener, der eigentlich – qua Gottgleichheit – „Erster“ ist, wird zum „Letzten“.
| Jener, der eigentlich – qua Gottgleichheit – „Erster“ ist, wird zum „Letzten“.
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| In Analogie dazu erzählt die Heilung des Aussätzigen, dass Jesus, Sohn (eines) Gottes – Titel des „Ersten“ in der römischen Gesellschaft –,
| In Analogie dazu erzählt die Heilung des Aussätzigen, dass Jesus, Sohn (eines) Gottes – Titel des „Ersten“ in der römischen Gesellschaft –,
| den Platz mit einem „Aussätzigen“ tauscht, von einem Gesunden zu einem „Kranken“ wird,
| mit einem „Aussätzigen“ einen „Austausch“ vollzieht, von einem Gesunden zu einem „Kranken“ wird,
| um den Kranken gesund zu machen (→ „er hat unsere Krankheit getragen“);
| um den Kranken gesund zu machen (→ „er hat unsere Krankheit getragen“);
br
br
| durch „Aussätzigsein“ aber gehört man zu den „Letzten“ der Gesellschaft.
| durch „Aussätzigsein“ aber gehört man zu den „Letzten“ der Gesellschaft.
@ -859,10 +844,11 @@ block content
| Auf der soteriologischen Ebene gilt:
| Auf der soteriologischen Ebene gilt:
br
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i Der Gesunde – Jesus – wird „krank“, damit der Kranke gesund wird.
i Der Gesunde – Jesus – wird „krank“, damit der Kranke gesund wird.
| – Dies führen die Söhne des Zebedäus weiter, indem sie künftig Menschen „reinigen“ und dabei diesen „Austausch“ Jesu vergegenwärtigen.
br
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| Diese Reihung ist auf das zu übertragen,
| Dazu kommt aber, dass diese Reihung auf das zu übertragen ist,
| was von den Söhnen des Zebedäus neben dem Netzreinigen (→ Ausgangspunkt für ihr späteres soteriologisches Handeln) noch erzählt wird;
| was von den Söhnen des Zebedäus neben dem Netzreinigen (→ Ausgangspunkt für ihr späteres soteriologisches Handeln) noch erzählt wird;
| dabei ist vom „Austausch“ Jesu her ein „Austausch“ zu ergänzen:
| dabei ist vom „Austausch“ Jesu her auch dort ein „Austausch“ zu ergänzen auf der ethischen Ebene:
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i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, etwas haben.
i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, etwas haben.
br
br
@ -954,6 +940,12 @@ block content
| in Verbindung mit den Dämonenaustreibungen
| in Verbindung mit den Dämonenaustreibungen
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li
| Wie die Versuchung Jesu seinen Tod zum Heil der Menschen gegenwärtig macht,
br
| so die Heilung der Schwiegermutter des Petrus seine Auferstehung und die Auswirkung der Anteilhabe an Jesu Tod und Auferstehung für den Menschen:
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| Aufgerichtet zum Dienst.
li
li
| Beide Erzählungen waren schon (Teil der) Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung:
| Beide Erzählungen waren schon (Teil der) Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung:
br
br
@ -969,6 +961,7 @@ block content
br
br
| Auch sie – die „unter der Erde“ – „beugen ihre Knie vor dem Namen Jesu“, indem sie aus den Menschen weichen und sich an das Schweigegebot halten.
| Auch sie – die „unter der Erde“ – „beugen ihre Knie vor dem Namen Jesu“, indem sie aus den Menschen weichen und sich an das Schweigegebot halten.
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h5.card-title
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@ -1025,7 +1018,7 @@ block content
| so sucht Jesus – dessen überragende Stellung bewusst gemacht wurde – auch die „Wüste“ auf:
| so sucht Jesus – dessen überragende Stellung bewusst gemacht wurde – auch die „Wüste“ auf:
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br
| der Blick auf die hoheitliche Stellung des Auferstandenen wird umgelenkt auf seine Sendung in die – als Gegensatz mit Erniedrigungscharakter zu verstehende – „Wüste der Gottferne“,
| der Blick auf die hoheitliche Stellung des Auferstandenen wird umgelenkt auf seine Sendung in die – als Gegensatz mit Erniedrigungscharakter zu verstehende – „Wüste der Gottferne“,
| die der Ort seines irdischen Wirkens war und die ihn als Beistand seiner Jünger auch weiterhin erfüllt.
| die der Ort seines irdischen Wirkens war; diese Sendung in die Wüste erfüllt ihn als Beistand seiner Jünger auch weiterhin.
li
li
| Tiefsinnig sind die Orte und die Aktionsrichtungen in den beiden Erzählungen aufeinander zu beziehen:
| Tiefsinnig sind die Orte und die Aktionsrichtungen in den beiden Erzählungen aufeinander zu beziehen:
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@ -1038,10 +1031,7 @@ block content
br
br
| So ist auch der Gang Jesu „aus der Wüste“ in die Dörfer eigentlich kein Verlassen der „Wüste“, sondern ein weiteres Vordringen in sie hinein.
| So ist auch der Gang Jesu „aus der Wüste“ in die Dörfer eigentlich kein Verlassen der „Wüste“, sondern ein weiteres Vordringen in sie hinein.
li
li
| Diese „Wüste“ ist der Ort, an den die Begleiter Jesu ihm „nacheilen“ müssen, weil das auch Ort ihrer Sendung als „Menschenfischer“ ist;
| Diese „Wüste“ ist der Ort, an den die Begleiter Jesu ihm „nacheilen“ müssen, weil das auch Ort ihrer Sendung ist.
br
| es sei daran erinnert, dass das Reinigen der Fischernetze durch die Söhne des Zebedäus sich mit dem Reinmachen des „Aussätzigen“
| durch einen sprachlichen Anklang verbindet.
li
li
| Da die Umlenkung von der Auferstehungsherrlichkeit auf die Sendung Jesu den Blick auf den Weg der Erniedrigung lenkt, den Jesus im Rahmen seiner Sendung
| Da die Umlenkung von der Auferstehungsherrlichkeit auf die Sendung Jesu den Blick auf den Weg der Erniedrigung lenkt, den Jesus im Rahmen seiner Sendung
| auf sich genommen hat,
| auf sich genommen hat,
@ -1070,7 +1060,7 @@ block content
| verlassen und sich von Jesus in Dienst nehmen lassen, womit sie das „Darum“ ernst nehmen und den geforderten Sinneswandel vollziehen.
| verlassen und sich von Jesus in Dienst nehmen lassen, womit sie das „Darum“ ernst nehmen und den geforderten Sinneswandel vollziehen.
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h5.card-title
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q
q
@ -1128,3 +1118,23 @@ block content
| selber zum Diener der „Letzten“ zu werden und so selber „Letzter“, um diese „Letzten“ in
| selber zum Diener der „Letzten“ zu werden und so selber „Letzter“, um diese „Letzten“ in
| die geheilte – von allen trennenden und belastenden Dingen befreite – Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen zu heben,
| die geheilte – von allen trennenden und belastenden Dingen befreite – Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen zu heben,
| letztlich „den Weg des Herrn“ zu diesen „Letzten“ zu bereiten.
| letztlich „den Weg des Herrn“ zu diesen „Letzten“ zu bereiten.
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h5.card-title
| Anfang des Evangeliums!
h6.card-subtitle.text-muted Grund und Prinzip des Evangeliums
hr
ul.card-text
li
| Das griechische Wort, das wir mit „Anfang“ übersetzen, meint nicht nur den zeitlichen Anfang,
| sondern auch „Grund“, „Ursprung“, „Prinzip“.
li
| Wenn daher hier – in einem zeitlichen Sinn – eher von einem Ende als von einem Anfang erzählt wird,
| kann das an Anreiz sein, weiterzudenken.
li
| Tatsächlich erzählt die Heilung des „Aussätzigen“, mit dem Jesus – im Tod am Kreuz – den „Austausch“ vollzieht,
| den Grund und den Ursprung des Evangeliums,
br
| zugleich aber auch das Prinzip des Evangeliums, das die Jünger – gemäß Phil 2,6-11 – aufgeruft, das Handeln Jesu im eigenen
li Markus unterstreicht Neuheit und Vollmacht der Lehre Jesu.
li Markus unterstreicht Neuheit und Vollmacht der Lehre Jesu.
li Deutlich hebt Markus den Unterschied zu den Schriftgelehrten hervor – Jesu Lehre ist <i>anders</i> in Inhalt und Mächtigkeit.
li
li
| Auffällig ist, dass das Thema „Lehre Jesu“ nicht nur die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes rahmt,
| Auffällig ist, dass das Thema „Lehre Jesu“ nicht nur die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes rahmt,
br
br
@ -336,6 +337,22 @@ block content
br
br
| wie aber das Evangelium vom nahegekommenen Gottesreich und die „Lehre Jesu“ inhaltlich zu füllen sind – das ist bisher offen!
| wie aber das Evangelium vom nahegekommenen Gottesreich und die „Lehre Jesu“ inhaltlich zu füllen sind – das ist bisher offen!
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h5.card-title
q ... wie einer der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten
hr
ul.card-text
li Deutlich hebt Markus den Unterschied zu den Schriftgelehrten hervor – Jesu Lehre ist <i>anders</i> in Inhalt und Mächtigkeit.
li
| Dabei darf man nicht an ein Unvermögen einiger oder damaliger Schriftgelehrter denken.
br
| Vielmehr sind die <i>Schrift</i>gelehrten durchsichtig auf die Heiligen Schriften Israels, insbesondere die Tora, die traditionell Mose zugeschrieben wird
| und die der jüdische „Weg zum Heil“ ist.
li
| Durch die Betonung der offensichtlichen Vollmacht Jesu gerade auch gegenüber den Dämonen und das diesbezügliche Abheben Jesu von den Schriftgelehrten bzw. den Heiligen Schriften Israels
| wird eine Insuffizienz der Tora genau in diesem Punkt angedeutet.