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Peter Fischer 1ec79fb3a9 Bearbeitung Mk/Familie 2022-09-09 14:29:31 +02:00
Peter Fischer 9d1bf43ab5 Neue Schriftart Libertinus Sans 2022-09-09 12:22:19 +02:00
Peter Fischer 145c81c6c1 Bearbeitung Mk/Verteidigung 2022-09-09 12:22:00 +02:00
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@ -1,3 +1,36 @@
/**
* Libertinus Sans
* ---------------
*/
@font-face /* Libertinus Sans Regular Upright */
{
font-family: Libertinus Sans/*, Biolinum*/;
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font-weight: 400;
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url("fonts/WOFF2/LibertinusSans-Regular.woff2") format("woff2");
}
@font-face /* Libertinus Sans Regular Italic */
{
font-family: Libertinus Sans/*, Biolinum*/;
font-style: italic;
font-weight: 400;
src: local(Libertinus Sans Italic),
url("fonts/OTF/LibertinusSans-Italic.otf") format("opentype"),
url("fonts/WOFF2/LibertinusSans-Italic.woff2") format("woff2");
}
@font-face /* Libertinus Sans Bold Upright */
{
font-family: Libertinus Sans/*, Biolinum*/;
font-style: normal;
font-weight: 700;
src: local(Libertinus Sans Bold),
url("fonts/OTF/LibertinusSans-Bold.otf") format("opentype"),
url("fonts/WOFF2/LibertinusSans-Bold.woff2") format("woff2");
}
/* Libertinus Sans End */
.card.slide > .card-text, .card.slide > .card-body > h6.card-subtitle, :not(.card-title) > q.bibeltext, td, th {
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}
@ -340,6 +373,7 @@ hr {
.card-text, h1, h2, h3, h4, h5, h6, .table, blockquote > footer {
font-family:
"Libertinus Sans",
"Alegreya Sans",
"Noto Sans",
-apple-system,
@ -357,6 +391,7 @@ hr {
.serif, .card-text {
font-family:
"Libertinus Sans"
"Alegreya",
"Noto Serif",
serif
@ -407,7 +442,7 @@ blockquote > p {
.pill-sub-1 {
padding-left: 1rem;
padding-right: 1rem;"
padding-right: 1rem;
}
/* not active */

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@ -225,3 +225,88 @@ block content
| Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
br
| 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q Wer den Willen <i>Gottes</i> tut!
hr
p.card-text
| Die vorliegende Erzählung führt die vorausgehende weiter mit der Fragestellung, in wessen Diensten Jesu steht;
br
| dabei bildet die Heilung des Gelähmten im engeren Sinn (Mk 2,3-12) die Mitte der konzentrischen Gliederung.
p.card-text
| Mit dem klaren Bezug auf den Willen Gottes setzt sich Jesus nochmal deutlich vom Vorwurf ab, im Dienste Beelzebuls bzw. der Sünde zu stehen.
br
| Gleichzeitig macht er deutlich, dass es nicht nur darum geht, Sünde nicht zu tun, sondern aktiv den Willen Gottes umzusetzen.
br
| Dies ist in einem engen Sinn zu verstehen, wie bei der Betrachtung der vorausgehenden Erzählung aufgezeigt: man ist entweder
| Diener der Sünde oder Diener Gottes, und ist aufgefordert, hier auch konsequent zu sein ganz im Sinne von Röm 6.
p.card-text.mb-0
| Was es heißt, den Willen Gottes zu tun, das zeigt die Mitte der konzentrischen Gliederung:
ul.card-text
li
| Die Vier, die den Gelähmten tragen, scheuen keinen Aufwand, um ihm Heilung zuteil werden zu lassen;
| sie stellen sich in den Dienst einer Existenz am Rande (Gelähmter) bzw. eines Menschen, der der Umkehr(hilfe) bedürftig ist.
li
| Jesus selbst ist auch zu nennen: er ermöglicht mit seinem Gekreuzigtwerden, Sterben, Begrabenwerden und Auferstehen
| die heilvolle Schicksalsgemeinschaft mit ihm (Mit-Gekreuzigtwerden, Mit-Sterben, Mit-Begrabenwerden, in der Neuheit des Lebens wandeln),
| die von einem der Sünde verfallenen Leben zu einem Leben
| im Dienste Gottes befreit (und dazu auch verpflichtet);
br
| gleichzeitig wird der Weg Jesu selbst als dem Willen Gottes entsprechend dargestellt.
li
| Schließlich ist auf den Gelähmten selbst zu blicken, der sich erhebt, um in der Neuheit des Lebens zu wandeln;
| dazu nimmt er seine Bahre mit, um künftig selber Menschen in einem ganz existentiellen (doppelten) Sinne aufzuhelfen.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q ... der ist für mich Familie!
h6.card-subtitle.text-muted Eine neue, ethische Definition von Familie
hr
p.card-text
| Die vorliegende Erzählung führt auch die vorvorausgehende Erzählung weiter, bei der sich die biologische Familie
| Jesu auf den Weg zu ihm gemacht hatte;
br
| nun erhält sie eine klare Abfuhr von ihm, und wir eine neue Definition von Familie:
p.card-text
i
| Wer zur Familie Jesu der Familie Gottes, der Gemeinde gehören will,
| der muss den Willen Gottes aktiv tun.
br
| Damit wird die übliche, biologische, über das Blut laufende Definition von Familie aufgebrochen, ja zurückgewiesen,
| und eine ethische Definition an deren Stelle gesetzt:
br
| Die christliche Familie im Sinne von Gemeinde definiert sich nicht durch biologische Abstammung,
| sondern durch das Tun des Willens Gottes, wozu sie durch Christus befreit wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung)
| und um den sie sich versammelt,
| wie hier die Gemeinschaft, auf die Jesus verweist, um ihn sitzt.
p.card-text
| Insofern in der Mitte der konzentrischen Gliederung neben der Gesetzes- auch die Völkerthematik eine tragende Rolle spielt
| (doppelte Dachöffnung!), bringt die hier vorgenommene ethische Umdefinition von Familie gleichzeitig eine Weitung
| in die Völkerwelt mit sich; die biologische Familie Jesu, die hier anklopft, wird damit durchsichtig auf das jüdische Volk.
br
| Nicht nur eine biologisch-blutlinienmäßige, sondern auch eine völkisch-nationalistische Definition von Familie wird hier
| zurückgewiesen mit der neuen, ethischen Definition von Familie, und damit gleichzeitig Platz geschaffen für eine
| völkerverbindende Gemeinschaft als „Familie Gottes/Jesu“, die den Willen Gottes in der Nachfolge Jesu tut.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q ...der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter
h6.card-subtitle.text-muted Vater!?
hr
p.card-text
| In der Aufzählung der Familienangehörigen fehlt der Vater;
br
| sicher ganz bewusst.
p.card-text
| Denn der <i>eine</i> Vater ist Gott selbst!
p.card-text
| Dies Vorstellung begegnet auch im Verlassen des (eigenen, biologischen) Vaters durch die Söhne des Zebedäus
| sowie dann später bei weiteren Aufzählungen von Familien-Gliedern ist.
p.card-text
| Darin liegt auch ein anti-hierarchischer Impuls (wie das Aufgreifen der Macht-Frage im Evangelium an anderen Stellen zeigt).

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@ -234,3 +234,214 @@ block content
| 30 Sie hatten nämlich gesagt:
q Er hat einen unreinen Geist.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title Jesus von Beelzebul besessen? Nein: er ist der „Stärkere“!
hr
p.card-text
| Nicht verrückt, sondern mit dem Herrscher der Dämonen im Bunde das denkt man
| in Jerusalem über Jesus. Jesus widerlegt das mit seiner Argumentation, aus der man seine
| Überzeugung heraushören kann:
br
| Satan („der Starke“) ist bereits besiegt; Jesus ist „der Stärkere“ (Mk 1,7);
| dass Jesus Wunder und Dämonenaustreibungen wirken kann, das ist für
| ihn ein eindeutiges Zeichen dafür. Wenn man dem Satan nicht selbstzerstörerische Schizophrenie vorwerfen will.
p.card-text
| Fast nebenbei schiebt Markus Jesus eine Selbstinterpretation unter:
br
| Die „Kraft“, die hinter Jesus steht, ist Gottes Heiliger Geist, der in ihm und durch ihn wirkt.
p.card-text
| Diese Erzählung ist mit 1,2-13, also dem ersten Teil des Evangeliums, verknüpft durch die
| Trias „Starker/Stärkerer + Satan [Versuchung/Dämonenaustreibung] + Heiliger Geist“.
br
| Der Ausgang der Versuchungserzählung blieb auf Ebene des Textes offen;
| hier wird sozusagen das das Resultat der Begegnung
| zwischen Satan und Jesus (im Tod am Kreuz!) nachgeschoben: Jesus hat Satan gefesselt!
br
| Die Erzählung hier in 3,22-30 legt das nahe.
p.card-text
| Die Aussage vom Einbrechen ins Haus und Hausrat rauben wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung
| schön bebildert:
br
| durch seinen Tod ist Jesus in das Totenreich das Haus hier quasi als Grab eingebrochen
| und ermöglicht dort den Toten (→ Gelähmter) eines neues Leben, das sie nach Hause (→ in den Himmel) gehen lässt.
.card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title Wo der Vorwurf an Jesus herkommt Und warum Jesus hier wieder durchsichtig auf Paulus wird
h6.card-subtitle.text-muted Erweiterte Bezüge durch die Mitte der konzentrischen Gliederung
hr
p.card-text
| Der Vorwurf an Jesus ist einerseits allerhand, hat er sich doch eigentlich mit Dämonenaustreibungen und Heilungen
| frontal gegen Satan positioniert.
br
| Andererseits hat sich Jesus auch verdächtig gemacht durch seine Gemeinschaft mit den „Zöllnern und Sündern“ (Mk 2,13-17)
| und seinem Eintreten für „die Sünder“ (in Mk 2,18-22: Fastenfrage, sowie Mk 2,23-28: Sabbat);
| ferner vertritt er eine „eigenwillige“ Auslegung des Sabbat-Gebotes (Mk 2,23-28, auch Mk 3,1-6),
| steht mithin also nicht zu 100 % in der (sonst üblichen) Tradition des jüdischen Gesetzes.
p.card-text
| Schon in Mk 2,1-12 (Heilung des Gelähmten) war das Verhältnis zwischen Jesus und dem jüdischen Gesetz subtil
| Thema gewesen, allein schon durch die Präsenz der Schriftgelehrten
| und konkret in der Frage nach wirksamer Sündenvergebung;
br
| es ging dabei neben anderem und wie schon in 1,21-28 (erste Dämonenaustreibung, Schriftgelehrte im Horizont genannt) um die Insuffizienz des Gesetzes, lebendig zu machen.
br
| Ferner war auch in Mk 2,1-12 wie hier die Frage, wer durch Jesus eigentlich wirkt, präsent, nämlich
| in der Anrede Jesu an den Gelähmten: „Mein Sohn“, womit angedeutet ist, dass durch Jesus Gott selbst wirkt,
| was die Schriftgelehrten nicht realisieren und weswegen sie die Sündenvergebung durch Jesus ablehnen.
br
| Mk 2,1-12 bildet nun die Mitte der konzentrischen Gliederung.
p.card-text
| Mit Mk 2,1-12 steht aber in besonderer Weise auch Röm 6 im Mittelpunkt; und genau dort setzt sich Paulus mit ganz ähnlichen
| Vorwürfen wie hier Jesus auseinander, wozu er von Kritikern seiner Rechtfertigungslehre offenbar genötigt wird:
br
q.bibeltext Was sollen wir nun sagen? Sollen wir an der Sünde festhalten, damit die Gnade umso mächtiger werde? Keineswegs!
span.bibelstelle Röm 6,1
br
q.bibeltext Was heißt das nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht mehr unter dem Gesetz stehen, sondern unter der Gnade?
span.bibelstelle Röm 6,15
p.card-text
| Mit seiner Lehre von der Rechtfertigung allein aus Gnade, ohne der Notwendigkeit, sich auf das jüdische Gesetz zu verpflichten,
| setzte sich Paulus dem Vorwurf aus, er würde effektiv der Sünde dienen, weil sie ohne Verpflichtung auf das jüdische Gesetz
| doch frei und schadlos praktiziert werden könne; und wenn sich Gott doch in besonderer Weise den Sündern zuwendet,
| ist es dann nicht gut, Sünder zu sein? Steht also hinter allem nicht doch eher die Sünde und nicht Gott?
p.card-text
| Vom Blick auf Paulus und einer Verdrehung seiner Rechtfertigungslehre her macht der Vorwurf an Jesus Sinn!
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title Abwehr des Vorwurfs bei Paulus und Markus (bzw. dem markinischen Jesus)
hr
p.card-text
| Paulus weist in Röm 6 auf die grundlegende Lebenswende in der Taufe hin, auf das Mitgekreuzigtsein,
| Mitgestorbensein, Mitbegrabensein mit Jesus Letzteres bildet nun die Mitte der konzentrischen Gliederung!
br
| Ein Teil der Abwehr des Vorwurfes muss also auch bei Markus nicht in der eigentlichen Erzählung selbst,
| sondern in der Mitte der konzentrischen Gliederung gesucht werden.
p.card-text
| Die hier relevanten Aussagen seine nochmal kurz aufgeführt:
br
q.bibeltext Wie können wir, die wir für die Sünde tot sind, noch in ihr leben?
span.bibelstelle Röm 6,2
br
q.bibeltext
| Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib
| vernichtet werde, sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
br
| Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
span.bibelstelle Röm 6,6-7
br
q.bibeltext
| ... begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
br
| Daher soll die Sünde nicht mehr in eurem sterblichen Leib herrschen, sodass ihr seinen Begierden gehorcht.
span.bibelstelle Röm 6,11
p.card-text
| Hier wird jeweils eine klare Trennlinie zwischen Gott und der Sünde (bzw. Satan) gezogen, zwischen neuer und alter Existenz, sowie
| Geradlinigkeit gefordert, weil es eine Unvereinbarkeit der beiden Existenzen gibt.
br
| Analog dazu argumentiert der markinische Jesus angesichts des Vorwurfes, mit dem Anführer der Dämonen im Bunde zu stehen,
| dass es kein Dienst an Satan ist, wenn er in Dämonenaustreibungen von Satan bzw. den Dämonen befreit,
| geht es dabei doch siehe die Mitte der konzentrischen Gliederung um eine Befreiung, die wirklich eine Lebenswende weg von der Sünde ist,
| wie dies anhand des Gelähmten bebildert ist, der sich in Analogie zur Auferstehung Jesu
| zu einem neuen Leben erhebt. Einem neuen Leben, zu dem ihm die Schriftgelehrten bzw. das jüdische Gesetz
| aufgrund der eigenen Insuffizienz gerade nicht verhelfen konnten und können.
p.card-text
| Man muss den Spies vielmehr umdrehen: Nicht Jesus steht im Dienst der Sünde, sondern das jüdische Gesetz,
| wie in der Mitte der konzentrischen Gliederung subtil angedeutet:
br
q.bibeltext
| Jetzt also gibt es keine Verurteilung mehr, für die, welche in Christus Jesus sind.
br
| Denn das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes.
br
| Denn weil das Gesetz, ohnmächtig durch das Fleisch, nichts vermochte, sandte Gott seinen Sohn in der Gestalt des Fleisches,
| das unter der Macht der Sünde steht, wegen der Sünde, um die Sünde im Fleische zu verurteilen;
br
| dies tat er, damit die Forderung des Gesetzes durch uns erfüllt werde, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist leben.
span.bibelstelle Röm 8,1-4
br
| Hinzuzunehmen ist sind hier folgende Ausführungen:
br
q.bibeltext
| Warum gibt es dann das Gesetz?
br
| Wegen der Übertretungen wurde es hinzugefügt ...
br
| Wäre ein Gesetz gegeben worden, das die Kraft hat, lebendig zu machen, dann käme in der Tat die Gerechtigkeit aus dem Gesetz;
br
| aber die Schrift hat <i>alles unter der Sünde eingeschlossen</i>, damit die Verheißung aus dem Glauben an Christus Jesus
| denen gegeben wird, die glauben.
span.bibelstelle Gal 3,19.21-22
br
| Paulus kann das jüdische Gesetz als „Gesetz der Sünde und des Todes“ bezeichnen, weil es wie in Gal 3 (wie auch in Röm 5 und 7) dargelegt
| eine unheilige Allianz mit der Sünde eingegangen ist, insofern es dem Sünder nur das Todesurteil zusprechen kann, weil ihm selber
| die Kraft fehlt, lebendig zu machen (→ Gal 3,21!).
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title „Er ist von Beelzebul besessen“ und „Er hat einen unreinen Geist“ ↔ Heiliger Geist
hr
p.card-text
| Mit dem Heiligen Geist, der fast beiläufig erwähnt wird, wird das in und durch Jesus wirkende
| Gegenüber zu Beelzebul bzw. den unreinen Geistern genannt.
br
| Er ist es, der siehe die Taufe Jesu als „Prototyp“ der christlichen Taufe in der Taufe im Menschen Wohnung nimmt,
| <i>anstatt</i> der Sünde bzw. Beelzebul bzw. den unreinen Dämonen (→ „zur Vergebung der Sünden“ in einem wirklich befreienden Sinn).
p.card-text
| Die Anspielung auf das Wirken des Geistes Gottes in und durch Jesus im Gegenüber zu Beelzubul bzw. den unreinen Geistern
| bei Markus deckt sich mit dem,
| dass Paulus immer wieder das Gegenüber zwischen Sünde (bzw. dem von der Sünde beherrschten Fleisch) und dem Geist Gottes herausstellt,
| z. B. indem er wie oben zitiert das „Gesetz des Geistes (und des Lebens)“ dem „Gesetz der Sünde (und des Todes)“
| gegenüberstellt.
p.card-text
| Wie Röm 6,15-23 darlegt, geht es bei der Christwerdung um einen Herrschaftswechsel;
br
| diesen kann man verschiedene Stellen bei Paulus aufgreifend auch so formulieren:
br
i Satan bzw. die Sünde zieht aus Gottes Geist zieht ein.
p.card-text
| In
span.bibelstelle Röm 6,18
| kann Paulus schreiben:
br
q.bibeltext
| Ihr wurdet aus der Macht der Sünde befreit und seit <i>zu Sklaven der Gerechtigkeit geworden</i>.
br
| Und in
span.bibelstelle Röm 6,22
| kann er formulieren:
br
q.bibeltext
| Jetzt aber, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und <i>zu Sklaven Gottes geworden</i> seid,
| habt ihr eine Frucht, die zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt.
br
| Freilich, hier fehlt jeweils der Geist Gottes als Begriff; das liegt aber daran, dass Paulus erst in Röm 8 den Geist Gottes
| in seine Argumentation einfügt, eben mit jenen oben aus
span.bibelstelle Röm 8,1-2
| zitierten Aussagen:
br
q.bibeltext das Gesetz des Geistes ... hat dich befreit aus dem Gesetz der Sünde
br
| Dies ist in Röm 6 quasi nachzutragen.
p.card-text
| Festzuhalten ist nicht zuletzt auch als Antwort auf das Gegenüber Jesu in der aktuellen Erzählung bei Markus , dass es
| in der christlichen Theologie in der Schule des Paulus kein absolutes Freisein gibt und geben kann,
| das die Sünde erlauben und damit im Dienst der Sünde stehen würde, dann man ist
br
| entweder Diener der Sünde oder Diener Gottes,
br
| entweder der einen oder dem anderen sich selbst verpflichtet,
br
| entweder von der Sünde beherrscht („besessen“) oder vom Heiligen Geist.
br
| „Frei sein“, „Befreitsein“ ist daher ausschließlich als Befreitwordensein von Sünde und Tod
| zu verstehen; ihm korrespondiert <i>notwendig</i> ein „Sklave sein“ gegenüber Gott bzw. dem einwohnenden Heiligen Geist.
br
| Insofern sind die Dämonenaustreibungen Jesu wirklich <i>gegen</i> Beelzebul gerichtet und geschehen nicht
| in seinem Dienst oder Auftrag, obwohl aufgrund der oben erinnerten Zusammenhänge das Befreitwerden von Beelzebul
| bzw. von der Sünde mit dem Befreitwerden vom jüdischen Gesetz (als göttlich verordnetem Weg zum (Un-)Heil) in eins geht.