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1ec79fb3a9
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1ec79fb3a9 | |
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@ -1,3 +1,36 @@
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/**
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* Libertinus Sans
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* ---------------
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*/
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@font-face /* Libertinus Sans Bold Upright */
|
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{
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font-family: Libertinus Sans/*, Biolinum*/;
|
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font-style: normal;
|
||||
font-weight: 700;
|
||||
src: local(Libertinus Sans Bold),
|
||||
url("fonts/OTF/LibertinusSans-Bold.otf") format("opentype"),
|
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url("fonts/WOFF2/LibertinusSans-Bold.woff2") format("woff2");
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/* Libertinus Sans End */
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-apple-system,
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@ -357,6 +391,7 @@ hr {
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font-family:
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"Libertinus Sans"
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"Alegreya",
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"Noto Serif",
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serif
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@ -407,7 +442,7 @@ blockquote > p {
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padding-right: 1rem;
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/* not active */
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@ -225,3 +225,88 @@ block content
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| Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
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br
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| 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q Wer den Willen <i>Gottes</i> tut!
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hr
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p.card-text
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| Die vorliegende Erzählung führt die vorausgehende weiter mit der Fragestellung, in wessen Diensten Jesu steht;
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br
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| dabei bildet die Heilung des Gelähmten im engeren Sinn (Mk 2,3-12) die Mitte der konzentrischen Gliederung.
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p.card-text
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| Mit dem klaren Bezug auf den Willen Gottes setzt sich Jesus nochmal deutlich vom Vorwurf ab, im Dienste Beelzebuls bzw. der Sünde zu stehen.
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br
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| Gleichzeitig macht er deutlich, dass es nicht nur darum geht, Sünde nicht zu tun, sondern aktiv den Willen Gottes umzusetzen.
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br
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| Dies ist in einem engen Sinn zu verstehen, wie bei der Betrachtung der vorausgehenden Erzählung aufgezeigt: man ist entweder
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| Diener der Sünde oder Diener Gottes, und ist aufgefordert, hier auch konsequent zu sein – ganz im Sinne von Röm 6.
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p.card-text.mb-0
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| Was es heißt, den Willen Gottes zu tun, das zeigt die Mitte der konzentrischen Gliederung:
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ul.card-text
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li
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| Die Vier, die den Gelähmten tragen, scheuen keinen Aufwand, um ihm Heilung zuteil werden zu lassen;
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| sie stellen sich in den Dienst einer Existenz am Rande (Gelähmter) bzw. eines Menschen, der der Umkehr(hilfe) bedürftig ist.
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li
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| Jesus selbst ist auch zu nennen: er ermöglicht mit seinem Gekreuzigtwerden, Sterben, Begrabenwerden und Auferstehen
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| die heilvolle Schicksalsgemeinschaft mit ihm (Mit-Gekreuzigtwerden, Mit-Sterben, Mit-Begrabenwerden, in der Neuheit des Lebens wandeln),
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| die von einem der Sünde verfallenen Leben zu einem Leben
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| im Dienste Gottes befreit (und dazu auch verpflichtet);
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br
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| gleichzeitig wird der Weg Jesu selbst als dem Willen Gottes entsprechend dargestellt.
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li
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| Schließlich ist auf den Gelähmten selbst zu blicken, der sich erhebt, um in der Neuheit des Lebens zu wandeln;
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| dazu nimmt er seine Bahre mit, um künftig selber Menschen in einem ganz existentiellen (doppelten) Sinne aufzuhelfen.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q ... der ist für mich ‚Familie‘!
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h6.card-subtitle.text-muted Eine neue, ethische Definition von Familie
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hr
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p.card-text
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| Die vorliegende Erzählung führt auch die vorvorausgehende Erzählung weiter, bei der sich die biologische Familie
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| Jesu auf den Weg zu ihm gemacht hatte;
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br
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| nun erhält sie eine klare Abfuhr von ihm, und wir eine neue Definition von Familie:
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p.card-text
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i
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| Wer zur Familie Jesu – der Familie Gottes, der Gemeinde – gehören will,
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| der muss den Willen Gottes aktiv tun.
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br
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| Damit wird die übliche, biologische, über das Blut laufende Definition von Familie aufgebrochen, ja zurückgewiesen,
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| und eine ethische Definition an deren Stelle gesetzt:
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br
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| Die christliche Familie – im Sinne von Gemeinde – definiert sich nicht durch biologische Abstammung,
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| sondern durch das Tun des Willens Gottes, wozu sie durch Christus befreit wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung)
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| und um den sie sich versammelt,
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| wie hier die Gemeinschaft, auf die Jesus verweist, um ihn sitzt.
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p.card-text
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| Insofern in der Mitte der konzentrischen Gliederung neben der Gesetzes- auch die Völkerthematik eine tragende Rolle spielt
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| (doppelte Dachöffnung!), bringt die hier vorgenommene ethische Umdefinition von Familie gleichzeitig eine Weitung
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| in die Völkerwelt mit sich; die biologische Familie Jesu, die hier anklopft, wird damit durchsichtig auf das jüdische Volk.
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br
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| Nicht nur eine biologisch-blutlinienmäßige, sondern auch eine völkisch-nationalistische Definition von Familie wird hier
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| zurückgewiesen mit der neuen, ethischen Definition von Familie, und damit gleichzeitig Platz geschaffen für eine
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| völkerverbindende Gemeinschaft als „Familie Gottes/Jesu“, die den Willen Gottes in der Nachfolge Jesu tut.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q ...der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter
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h6.card-subtitle.text-muted Vater!?
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hr
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p.card-text
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| In der Aufzählung der Familienangehörigen fehlt der Vater;
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br
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| sicher ganz bewusst.
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p.card-text
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| Denn der <i>eine</i> Vater ist Gott selbst!
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p.card-text
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| Dies Vorstellung begegnet auch im Verlassen des (eigenen, biologischen) Vaters durch die Söhne des Zebedäus
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| sowie dann später bei weiteren Aufzählungen von Familien-Gliedern ist.
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p.card-text
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| Darin liegt auch ein anti-hierarchischer Impuls (wie das Aufgreifen der Macht-Frage im Evangelium an anderen Stellen zeigt).
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@ -225,7 +225,7 @@ block content
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br
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| 26 Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen.
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br
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| 27 Es kann aber auch keiner in das Haus des Starken eindringen und ihm den Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.
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| 27 Es kann aber auch keiner in das Haus des Starken eindringen und ihm den Hausratrauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.
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br
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| 28 Amen, ich sage euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen;
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br
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@ -234,3 +234,214 @@ block content
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| 30 Sie hatten nämlich gesagt:
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q Er hat einen unreinen Geist.
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.card-body
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h5.card-title Jesus von Beelzebul besessen? – Nein: er ist der „Stärkere“!
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hr
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p.card-text
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| Nicht verrückt, sondern mit dem Herrscher der Dämonen im Bunde – das denkt man
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| in Jerusalem über Jesus. Jesus widerlegt das mit seiner Argumentation, aus der man seine
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| Überzeugung heraushören kann:
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br
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| Satan („der Starke“) ist bereits besiegt; Jesus ist „der Stärkere“ (Mk 1,7);
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| dass Jesus Wunder und Dämonenaustreibungen wirken kann, das ist für
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| ihn ein eindeutiges Zeichen dafür. – Wenn man dem Satan nicht selbstzerstörerische Schizophrenie vorwerfen will.
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p.card-text
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| Fast nebenbei schiebt Markus Jesus eine Selbstinterpretation unter:
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br
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| Die „Kraft“, die hinter Jesus steht, ist Gottes Heiliger Geist, der in ihm und durch ihn wirkt.
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p.card-text
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| Diese Erzählung ist mit 1,2-13, also dem ersten Teil des Evangeliums, verknüpft durch die
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| Trias „‚Starker‘/‚Stärkerer‘ + Satan [Versuchung/Dämonenaustreibung] + Heiliger Geist“.
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br
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| Der Ausgang der Versuchungserzählung blieb auf Ebene des Textes offen;
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| hier wird sozusagen das das Resultat der Begegnung
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| zwischen Satan und Jesus (im Tod am Kreuz!) nachgeschoben: Jesus hat Satan ‚gefesselt‘!
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br
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| Die Erzählung hier in 3,22-30 legt das nahe.
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p.card-text
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| Die Aussage vom Einbrechen ins Haus und Hausrat rauben wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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| schön bebildert:
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br
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| durch seinen Tod ist Jesus in das Totenreich – das Haus hier quasi als Grab – eingebrochen
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| und ermöglicht dort den Toten (→ Gelähmter) eines neues Leben, das sie nach Hause (→ in den Himmel) gehen lässt.
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.card-body
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h5.card-title Wo der Vorwurf an Jesus herkommt – Und warum Jesus hier wieder durchsichtig auf Paulus wird
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h6.card-subtitle.text-muted Erweiterte Bezüge durch die Mitte der konzentrischen Gliederung
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hr
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p.card-text
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| Der Vorwurf an Jesus ist einerseits allerhand, hat er sich doch eigentlich mit Dämonenaustreibungen und Heilungen
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| frontal gegen Satan positioniert.
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br
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| Andererseits hat sich Jesus auch verdächtig gemacht durch seine Gemeinschaft mit den „Zöllnern und Sündern“ (Mk 2,13-17)
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| und seinem Eintreten für „die Sünder“ (in Mk 2,18-22: Fastenfrage, sowie Mk 2,23-28: Sabbat);
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||||
| ferner vertritt er eine „eigenwillige“ Auslegung des Sabbat-Gebotes (Mk 2,23-28, auch Mk 3,1-6),
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| steht mithin also nicht zu 100 % in der (sonst üblichen) Tradition des jüdischen Gesetzes.
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p.card-text
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| Schon in Mk 2,1-12 (Heilung des Gelähmten) war das Verhältnis zwischen Jesus und dem jüdischen Gesetz subtil
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| Thema gewesen, allein schon durch die Präsenz der Schriftgelehrten
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| und konkret in der Frage nach wirksamer Sündenvergebung;
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br
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| es ging dabei – neben anderem und wie schon in 1,21-28 (erste Dämonenaustreibung, Schriftgelehrte im Horizont genannt) – um die Insuffizienz des Gesetzes, lebendig zu machen.
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br
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||||
| Ferner war auch in Mk 2,1-12 – wie hier – die Frage, wer durch Jesus eigentlich wirkt, präsent, nämlich
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| in der Anrede Jesu an den Gelähmten: „Mein Sohn“, womit angedeutet ist, dass durch Jesus Gott selbst wirkt,
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| was die Schriftgelehrten nicht realisieren und weswegen sie die Sündenvergebung durch Jesus ablehnen.
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br
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| Mk 2,1-12 bildet nun die Mitte der konzentrischen Gliederung.
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p.card-text
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| Mit Mk 2,1-12 steht aber in besonderer Weise auch Röm 6 im Mittelpunkt; und genau dort setzt sich Paulus mit ganz ähnlichen
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| Vorwürfen wie hier Jesus auseinander, wozu er von Kritikern seiner Rechtfertigungslehre offenbar genötigt wird:
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br
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q.bibeltext Was sollen wir nun sagen? Sollen wir an der Sünde festhalten, damit die Gnade umso mächtiger werde? Keineswegs!
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span.bibelstelle Röm 6,1
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br
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||||
q.bibeltext Was heißt das nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht mehr unter dem Gesetz stehen, sondern unter der Gnade?
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span.bibelstelle Röm 6,15
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p.card-text
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||||
| Mit seiner Lehre von der Rechtfertigung allein aus Gnade, ohne der Notwendigkeit, sich auf das jüdische Gesetz zu verpflichten,
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||||
| setzte sich Paulus dem Vorwurf aus, er würde effektiv der Sünde dienen, weil sie – ohne Verpflichtung auf das jüdische Gesetz –
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| doch frei und schadlos praktiziert werden könne; und wenn sich Gott doch in besonderer Weise den Sündern zuwendet,
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| ist es dann nicht gut, Sünder zu sein? Steht also hinter allem nicht doch eher die Sünde und nicht Gott?
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p.card-text
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| Vom Blick auf Paulus und einer Verdrehung seiner Rechtfertigungslehre her macht der Vorwurf an Jesus Sinn!
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title Abwehr des Vorwurfs bei Paulus und Markus (bzw. dem markinischen Jesus)
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hr
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p.card-text
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| Paulus weist in Röm 6 auf die grundlegende Lebenswende in der Taufe hin, auf das Mitgekreuzigtsein,
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| Mitgestorbensein, Mitbegrabensein mit Jesus – Letzteres bildet nun die Mitte der konzentrischen Gliederung!
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br
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| Ein Teil der Abwehr des Vorwurfes muss also auch bei Markus nicht in der eigentlichen Erzählung selbst,
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| sondern in der Mitte der konzentrischen Gliederung gesucht werden.
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p.card-text
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| Die hier relevanten Aussagen seine nochmal kurz aufgeführt:
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br
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q.bibeltext Wie können wir, die wir für die Sünde tot sind, noch in ihr leben?
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span.bibelstelle Röm 6,2
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br
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||||
q.bibeltext
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||||
| Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib
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||||
| vernichtet werde, sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
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br
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| Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
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span.bibelstelle Röm 6,6-7
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||||
br
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||||
q.bibeltext
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||||
| ... begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
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||||
br
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||||
| Daher soll die Sünde nicht mehr in eurem sterblichen Leib herrschen, sodass ihr seinen Begierden gehorcht.
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||||
span.bibelstelle Röm 6,11
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||||
p.card-text
|
||||
| Hier wird jeweils eine klare Trennlinie zwischen Gott und der Sünde (bzw. Satan) gezogen, zwischen neuer und alter Existenz, sowie
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||||
| Geradlinigkeit gefordert, weil es eine Unvereinbarkeit der beiden Existenzen gibt.
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br
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||||
| Analog dazu argumentiert der markinische Jesus angesichts des Vorwurfes, mit dem Anführer der Dämonen im Bunde zu stehen,
|
||||
| dass es kein Dienst an Satan ist, wenn er in Dämonenaustreibungen von Satan bzw. den Dämonen befreit,
|
||||
| geht es dabei doch – siehe die Mitte der konzentrischen Gliederung – um eine Befreiung, die wirklich eine Lebenswende weg von der Sünde ist,
|
||||
| wie dies anhand des Gelähmten bebildert ist, der sich – in Analogie zur Auferstehung Jesu –
|
||||
| zu einem neuen Leben erhebt. – Einem neuen Leben, zu dem ihm die Schriftgelehrten bzw. das jüdische Gesetz
|
||||
| aufgrund der eigenen Insuffizienz gerade nicht verhelfen konnten und können.
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||||
p.card-text
|
||||
| Man muss den Spies vielmehr umdrehen: Nicht Jesus steht im Dienst der Sünde, sondern das jüdische Gesetz,
|
||||
| wie in der Mitte der konzentrischen Gliederung subtil angedeutet:
|
||||
br
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||||
q.bibeltext
|
||||
| Jetzt also gibt es keine Verurteilung mehr, für die, welche in Christus Jesus sind.
|
||||
br
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||||
| Denn das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes.
|
||||
br
|
||||
| Denn weil das Gesetz, ohnmächtig durch das Fleisch, nichts vermochte, sandte Gott seinen Sohn in der Gestalt des Fleisches,
|
||||
| das unter der Macht der Sünde steht, wegen der Sünde, um die Sünde im Fleische zu verurteilen;
|
||||
br
|
||||
| dies tat er, damit die Forderung des Gesetzes durch uns erfüllt werde, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist leben.
|
||||
span.bibelstelle Röm 8,1-4
|
||||
br
|
||||
| Hinzuzunehmen ist sind hier folgende Ausführungen:
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||||
br
|
||||
q.bibeltext
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||||
| Warum gibt es dann das Gesetz?
|
||||
br
|
||||
| Wegen der Übertretungen wurde es hinzugefügt ...
|
||||
br
|
||||
| Wäre ein Gesetz gegeben worden, das die Kraft hat, lebendig zu machen, dann käme in der Tat die Gerechtigkeit aus dem Gesetz;
|
||||
br
|
||||
| aber die Schrift hat <i>alles unter der Sünde eingeschlossen</i>, damit die Verheißung aus dem Glauben an Christus Jesus
|
||||
| denen gegeben wird, die glauben.
|
||||
span.bibelstelle Gal 3,19.21-22
|
||||
br
|
||||
| Paulus kann das jüdische Gesetz als „Gesetz der Sünde und des Todes“ bezeichnen, weil es – wie in Gal 3 (wie auch in Röm 5 und 7) dargelegt –
|
||||
| eine unheilige Allianz mit der Sünde eingegangen ist, insofern es dem Sünder nur das Todesurteil zusprechen kann, weil ihm selber
|
||||
| die Kraft fehlt, lebendig zu machen (→ Gal 3,21!).
|
||||
|
||||
|
||||
|
||||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title „Er ist von Beelzebul besessen“ und „Er hat einen unreinen Geist“ ↔ Heiliger Geist
|
||||
hr
|
||||
p.card-text
|
||||
| Mit dem Heiligen Geist, der fast beiläufig erwähnt wird, wird das in und durch Jesus wirkende
|
||||
| Gegenüber zu Beelzebul bzw. den unreinen Geistern genannt.
|
||||
br
|
||||
| Er ist es, der – siehe die Taufe Jesu als „Prototyp“ der christlichen Taufe – in der Taufe im Menschen Wohnung nimmt,
|
||||
| <i>anstatt</i> der Sünde bzw. Beelzebul bzw. den unreinen Dämonen (→ „zur Vergebung der Sünden“ in einem wirklich befreienden Sinn).
|
||||
p.card-text
|
||||
| Die Anspielung auf das Wirken des Geistes Gottes in und durch Jesus im Gegenüber zu Beelzubul bzw. den unreinen Geistern
|
||||
| bei Markus deckt sich mit dem,
|
||||
| dass Paulus immer wieder das Gegenüber zwischen Sünde (bzw. dem von der Sünde beherrschten Fleisch) und dem Geist Gottes herausstellt,
|
||||
| z. B. indem er – wie oben zitiert – das „Gesetz des Geistes (und des Lebens)“ dem „Gesetz der Sünde (und des Todes)“
|
||||
| gegenüberstellt.
|
||||
p.card-text
|
||||
| Wie Röm 6,15-23 darlegt, geht es bei der Christwerdung um einen Herrschaftswechsel;
|
||||
br
|
||||
| diesen kann man – verschiedene Stellen bei Paulus aufgreifend – auch so formulieren:
|
||||
br
|
||||
i Satan bzw. die Sünde zieht aus – Gottes Geist zieht ein.
|
||||
p.card-text
|
||||
| In
|
||||
span.bibelstelle Röm 6,18
|
||||
| kann Paulus schreiben:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext
|
||||
| Ihr wurdet aus der Macht der Sünde befreit und seit <i>zu Sklaven der Gerechtigkeit geworden</i>.
|
||||
br
|
||||
| Und in
|
||||
span.bibelstelle Röm 6,22
|
||||
| kann er formulieren:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext
|
||||
| Jetzt aber, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und <i>zu Sklaven Gottes geworden</i> seid,
|
||||
| habt ihr eine Frucht, die zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt.
|
||||
br
|
||||
| Freilich, hier fehlt jeweils der Geist Gottes als Begriff; das liegt aber daran, dass Paulus erst in Röm 8 den Geist Gottes
|
||||
| in seine Argumentation einfügt, eben mit jenen oben aus
|
||||
span.bibelstelle Röm 8,1-2
|
||||
| zitierten Aussagen:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext das Gesetz des Geistes ... hat dich befreit aus dem Gesetz der Sünde
|
||||
br
|
||||
| Dies ist in Röm 6 quasi nachzutragen.
|
||||
p.card-text
|
||||
| Festzuhalten ist – nicht zuletzt auch als Antwort auf das Gegenüber Jesu in der aktuellen Erzählung bei Markus –, dass es
|
||||
| in der christlichen Theologie – in der Schule des Paulus – kein absolutes Freisein gibt und geben kann,
|
||||
| das die Sünde erlauben und damit im Dienst der Sünde stehen würde, dann man ist
|
||||
br
|
||||
| entweder Diener der Sünde oder Diener Gottes,
|
||||
br
|
||||
| entweder der einen oder dem anderen sich selbst verpflichtet,
|
||||
br
|
||||
| entweder von der Sünde beherrscht („besessen“) oder vom Heiligen Geist.
|
||||
br
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| „Frei sein“, „Befreitsein“ ist daher ausschließlich als Befreitwordensein von Sünde und Tod
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| zu verstehen; ihm korrespondiert <i>notwendig</i> ein „Sklave sein“ gegenüber Gott bzw. dem einwohnenden Heiligen Geist.
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br
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| Insofern sind die Dämonenaustreibungen Jesu wirklich <i>gegen</i> Beelzebul gerichtet und geschehen nicht
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| in seinem Dienst oder Auftrag, obwohl – aufgrund der oben erinnerten Zusammenhänge – das Befreitwerden von Beelzebul
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| bzw. von der Sünde mit dem Befreitwerden vom jüdischen Gesetz (als göttlich verordnetem Weg zum (Un-)Heil) in eins geht.
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