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e5677ed3f0
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208c8cc2f9
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| Das „den Weg bahnen“ kann in diesem Sinne auch als „Weg vorzeichnen“ verstanden werden – geheimnisvoller Hinweis also darauf,
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| dass Johannes auch im Hinblick auf den gewaltsamen Tod durch die Mächtigen „Vorläufer Jesu“ ist.
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li Die zugrunde liegende Verb ist jedenfalls innerhalb des Neuen Testamentes „terminus technicus“ für den Tod Jesu am Kreuz (→ Mk 3,19; 1 Kor 11,23).
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| Die zugrunde liegende Verb ist jedenfalls innerhalb des Neuen Testamentes „terminus technicus“ für die Passion Jesu bis zum Tod am Kreuz (→ 1 Kor 11,23).
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| Zunächst bezieht sich der Begriff auf den Verrat des Judas und die damit zusammenhängende Verhaftung Jesu (→ Mk 3,19; 14,17-21.41).
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| Da diese dann aber in seinen Tod am Kreuz mündet, schwingt bei „ausgeliefert“ die ganze Passion Jesu bis zum Tod am Kreuz insgesamt mit.
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| Wie Mk 14,17-21 verdeutlicht, entspricht die „Auslieferung“ Jesu durch Judas dem Heilsplan Gottes.
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| Er bringt zum Ausdruck, dass Jesu Weg nicht einfach ein (dummes, zufälliges) „Schicksal“ ist, sondern dem (Heils-)Plan Gottes entspricht.
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| Dem entspricht, dass die Passivformulierung „ausgeliefert“/„überliefert“ nicht selten ohne Subjekt steht;
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| dies ist als „passivum divinum“ zu deuten: Gott ist als Subjekt zu ergänzen.
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| So bringt der Ausdruck „ausgeliefert“ zum Ausdruck, dass Jesu Weg nicht einfach ein (dummes, zufälliges) „Schicksal“ ist,
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| sondern dem (Heils-)Plan Gottes entspricht.
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| Dieser ist das ungenannte Subjekt hinter der Passivformulierung „ausgeliefert“/„überliefert“, die nicht selten ohne Täter steht.
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| Insofern es hier in gleicher Weise für Johannes den Täufer gebraucht wird, wird auch sein Wirken bis hin
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| zu seinem gewaltsamen Lebensende als Sendung durch Gott verstanden.
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| So legt die Konzentrik nahe, dass „Evangelium“ vor allem das christologisch-soteriologische
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| Doppelereignis von Jesu Tod und Auferstehung bezeichnet.
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p.small.card-text Und nur indirekt eine Erzählung des „Lebens Jesu“. Damit steht Markus dem paulinischen Verständnis von „Evangelium“ äußerst nahe.
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span.small Und nur indirekt eine Erzählung des „Lebens Jesu“. Damit steht Markus dem paulinischen Verständnis von „Evangelium“ äußerst nahe.
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| Von daher wird vom Blick auf das Schicksal des Vorläufers – „ausgeliefert“ – auch das Schicksal Jesu in der Erzählung Mk 1,14-15 präsent;
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| das „nachdem ... ausgeliefert“ ist dann auf die Auferstehung Jesu zu übertragen und den Neubeginn, den diese für ihn
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| und für die Verkündigung der Jünger bedeutet hat.
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| In der Erzählung vom Beginn des öffentlichen Wirkens am unteren Ende der konzentrischen Gliederung sind also
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| wie in der Tauferzählung in der Mitte der konzentrischen Gliederung Tod und Auferstehung Jesu präsent:
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| das „ausgeliefert“ bezieht sich analog dem Hineinsteigen in das Wasser auf den Tod Jesu,
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| das „nachdem ... ausgeliefert“ und die Verkündigungstätigkeit analog dem Heraussteigen aus dem Wasser auf die Auferstehung Jesu;
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| beides zusammen ist das „Evangelium Gottes“.
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h5.card-title
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
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h6.card-subtitle.text-muted In der Neuheit des Lebens wandeln: aus Toten zu Lebenden geworden tot sein für die Sünde und für Gott leben
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| Aufgerichtet aus Fieber
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h6.card-subtitle.text-muted Herausgerissen aus den Fängen der Hölle
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| In der Abfolge „Taufe → Wüstensendung mit Versuchung → Beginn der Evangelienverkündigung → Berufung der ersten Jünger“
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| wurde die Abfolge Röm 6,9-11 im Horizont der Tauftheologie von Röm 6 erkannt.
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| Jetzt stehen die beiden mittleren Erzählungen mit „tot für die Sünde“ (Wüstensendung mit Versuchung) und
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| „leben für Gott“ (Beginn der Evangelienverkündigung) in der Mitte der konzentrischen Gliederung.
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| Zweifelsohne ist Fieber eine bekannte Krankheit, mit der jeder sofort etwas anfangen kann.
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q.bibelstelle
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| 3 Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getaufen wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
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| 4 Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters
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| von den Toten auferweckt wurde, <i>in der Neuheit des Lebens wandeln</i>.
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| 6 Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde,
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| sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
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| 9 Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
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i 10 Denn durch sein Sterben ist er <i>ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.</i>
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i 11 <i>So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.</i>
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| 12 Daher soll die Sünde nicht mehr in eurem sterblichen Leib herrschen, sodass ihr seinen Begierden gehorcht.
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| 13 Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch Gott zur Verfügung
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| als Menschen, die <i>aus Toten zu Lebenden geworden</i> sind, und <i>stellt eure Glieder</i> als Waffen der Gerechtigkeit <i>in den Dienst Gottes</i>!
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span.bibelstelle Röm 6,3-4.6.9-13
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| Und traut man Jesus grundsätzlich Wunderheilungen zu, ist die Heilung eines fiebrigen Menschen durch Jesus sicher im Vorstellungsbereich,
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| weil auch „normale Ärzte“ Fieber oft heilen können.
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| Dieser durch die konzentrische Gliederung entdeckte Bezug zu Röm 6 hat unmittelbar Bedeutung für das
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| Verständnis der Erzählung der Heilung der Schwiegermutter des Petrus:
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i Effektiv wird die Schwiegermutter des Petrus getauft.
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| Dennoch kann man Fieber hier auch im übertragenen Sinne verstehen:
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ul.card-text
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li Indem die Heilung durch Jesus geschieht, bebildert die Erzählung, wie Jesus als Auferstandener „für Gott lebt“: Er richtet Menschen auf.
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| Die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus ist als Analogie zur Auferstehung Jesu zu begreifen:
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung liegen jene Erzählungen, die von Röm 6 her als „tot für die Sünde – für Gott leben“ verstanden werden können,
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| worauf noch mehrfach zurückzukommen sein wird.
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| Dem Bereich der Sünde anzugehören bedeutet, am Ende des Lebens in die Hölle geworfen zu werden, wo nach Mk 9,48
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| „das Feuer nie erlischt“.
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| Fieber kann tödlich sein.
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| die durch „Fieber“ daniederliegende Frau ist durch die Aufrichtung wie „aus Toten zu Lebenden geworden“.
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| Es bedeutet eine erhöhte Körpertemperatur bis hin zum „Glühen“.
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li Insofern kann die Krankheit „Fieber“ hier(!) als Bild verstanden werden: dafür, dass die Schwiegermutter des Petrus sich in den Fängen der Hölle befindet.
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| Das „Fieber“, aus dem sie aufgerichtet wird, muss daher im übertragenen Sinn verstanden werden:
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| als Verfallensein an die Sünde,
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| deren „Lohn“ der Tod ist (Röm 6,23) im Sinne der Hölle, in der nach Mk 9,48 „das Feuer nie erlischt“.
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p.small.card-text
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| „Fieber“ als Krankheit bot sich hier wohl deshalb zum übertragenen Gebrauch an, weil es eine erhöhte Körpertemperatur
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| bis hin zum „Glühen“ mit sich bringt und tödlich sein kann.
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| Das Aufgerichtetwerden der Schwiegermutter des Petrus von „Fieber“ muss daher – übertragen von Röm 6 her verstanden – als Herausreißen
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| Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus von Fieber kann dann – übertragen verstanden – als Herausreißen
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| aus den Fängen der Hölle und Ermöglichung eines neuen Lebens begriffen werden.
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| Damit ist sie dazu befreit – und dazu verpflichtet –, „tot zu sein für die Sünde“ und „für Gott zu leben“;
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| dies setzt sie in der Erzählung ganz plastisch um, indem sie Jesus und seinen Jünger dient,
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| wodurch sie den von Jesus geforderten „Sinneswandel“ (→ Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung) vollzieht.
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| Insofern ist der Ruf nach Umkehr – auch – an die „kranke“ Schwiegermutter des Petrus gerichtet:
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| die „Heilung“ bedeutet, dass die Schwiegermutter des Petrus umgekehrt und zum Glauben an das Evangelium gekommen ist.
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i So vergegenwärtigt die Erzählung das Ziel der Auferstehung Jesu und das Daran-Anteilhaben der Getauften nach Röm 6:
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i Aufgerichtetwerden zum Dienst für Gott, zum Dienst für die Menschen.
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| Insgesamt lassen sich Jesu Geschick und das Geschick der Schwiegermutter des Petrus parallelisieren,
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| wodurch Jesus als „Bote vor der Schwiegermutter des Petrus her“ erscheint, der ihr „ihr den Weg bahnt“:
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| Wie Jesus in seiner Auferweckung dem Reich des Todes entstiegen ist,
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| so holt Jesus die Schwiegermutter des Petrus aus den Fängen der Hölle, indem er sie aufrichtet.
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| Wie Jesus (als Auferstandener nach Röm 6) sein Leben für Gott lebt,
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| so dient die aufgerichtete Schwiegermutter des Petrus nun „Gott in Christus Jesus“, indem sie Jesus und den Jüngern dient.
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| Angeregt durch die Bildwelt der Erzählung vom Wüstenaufenthalt Jesu (→ Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung) lässt sich auch sagen:
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| Jesus rettet die Schwiegermutter des Petrus aus der „Wüste der Gottferne unter der Herrschaft Satans“
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| auf die „Insel des Lebens“ inmitten dieser Wüste;
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| ihr Dienst an Jesus und seinen Begleitern – analog zum Dienst der Engel an Jesus beim Wüstenaufenthalt Jesu – verdeutlicht,
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| dass sie Teil dieser „Neuen Schöpfung“ geworden ist.
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| Aufgerichtet aus „Fieber“
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h6.card-subtitle.text-muted Von der Mehrdeutigkeit der Krankheiten und deren Heilung im Markus-Evangelium
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
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h6.card-subtitle.text-muted Aufgerichtet zum Dienst
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| Wie deutlich geworden ist, kann und muss die Krankheit „Fieber“ der Schwiegermutter des Petrus im übertragenen Sinne verstanden werden.
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| Durch die übertragene Bedeutung von Fieber und den Rückgriff auf Röm 6 (s. o.) ergibt sich ein klarer Bezug zu Jesu Auferstehung.
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| Dies gilt auch für alle anderen „Heilungen“ im Markus-Evangelium, wie sich bei der Betrachtung der jeweiligen Erzählungen zeigen wird.
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| Wo Menschen aufgerichtet werden oder aufstehen geht es stets um eine Analogie zur Auferstehung Jesu,
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i Die Erzählung bebildert, wie Jesus als Auferstandener „für Gott lebt“: Er richtet Menschen auf,
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| aber meist nicht in einem körperlichen, sondern vor allem einem ethischen Sinne.
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| Beim Aufgerichterwerden darf aber auch eine Befreiung aus dem Niedergedrücktsein durch Schuld und andere Dinge mitschwingen.
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| Zu beachten ist, dass aufgrund dieser Zusammenhänge das Handeln der Jünger mehrdeutig ist und oft in den Erzählungen schillert;
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| befreit sie also aus dem Verfangensein in Sünde und Tod und ermöglicht ihnen ein neues Leben im Dienst Gottes;
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| verallgemeinert ist es aber stets ein Liebesdienst gegenüber einen kranken Person – darauf kommt es an.
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| Schwiegermutter!
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h6.card-subtitle.text-muted Die Begleiter Jesu: tot für die Sünde – für Gott lebend
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| so haben sie Anteil an der Auferstehungswirklichkeit Jesu.
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| Zwischen der „kranken“ Frau und Petrus wird eine familäre Beziehung angegeben: es ist die Schwiegermutter des Petrus.
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| Damit ist hier die Schwiegermutter des Petrus dazu befreit, „tot zu sein für die Sünde“ und „für Gott zu leben“ (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
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| Da die ganze Erzählung als konstruiert betrachtet werden muss (die Indizien liefert auch die weitere Betrachung zuhauf),
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| darf man wohl davon ausgehen, dass auch diese Beziehung konstruiert ist.
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| Letzteres setzt sie in der Erzählung ganz plastisch um, indem sie Jesus und seinen Jünger dient.
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| Dann aber wird man darüber spekulieren dürfen, warum es ausgerechnet die Schwiegermutter ist – und nicht die Ehefrau,
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| die eigene Mutter, der Vater, ein Kind etc.
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| Vielleicht darf man voraussetzen, dass es auch damals zwischen Schwiegermutter und Schwiegersohn nicht immer ganz so einfach war;
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i So vergegenwärtigt die Erzählung das Ziel der Auferstehung Jesu und das Daran-Anteilhaben der Getauften nach Röm 6:
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| es fällt gerade bei der Schwiegermutter leicht, bei „Fieber“ an ein Verfallensein an die Sünde und die Hölle zu denken ...
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i Aufgerichtetwerden zum Dienst für Gott, zum Dienst für die Menschen.
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| Angesichts dessen ist es eine naheliegende Versuchung, die Schwiegermutter für ihr (bisheriges) Verhalten in die Hölle zu wünschen
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| oder – wenn man „Fieber“ als möglicherweise zum Tod führende Krankheit versteht – sie sich eher tot als lebendig zu wünschen:
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| möge sie an ihrer Krankheit sterben ...
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| Petrus besteht die Versuchung, indem er – so ist es angedeutet – um Heilung seiner Schwiegermutter bittet:
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| er erweist sich als tot für die Sünde – weil er die Versuchung besteht – und lebend für Gott – weil sein Handeln zur Aufrichtung der Schwiegermutter führt.
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| Die Erhöhung Jesu, die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus und deren Dienst
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h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Heilung der Schwiegermutter des Petrus und der Philipperhymnus
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| Der Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern verbindet sich
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| mit dem Dienst der Engel an Jesus.
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| Als „Erdenwesen“ verbindet sich die Schwiegermutter des Petrus auch mit den (gezähmten wilden) Tieren.
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| Angesichts der Gegenwart des Philipperhymnus in der Erzählung von der Versuchung Jesu ist
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| dies mit Phil 2,10 zu verbinden, wo als Ziel der Erhöhung besungen wird, dass Himmel, Erde
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| und Unterwelt vor Jesus die Knie beugen, ihm also gehorsam sind.
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| Genau dies ist zu 2/3 in den Engeln und der Schwiegermutter des Petrus bebildert.
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| Im Dienst der Engel und im Dienst der Schwiegermutter des Petrus ist daher die Erhöhung Jesu
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| nach seinem Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz angedeutet.
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| An dieser Erhöhung Jesu hat die Schwiegermutter des Petrus in ihrer Aufrichtung durch Jesus Anteil.
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h5.card-title
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| Der Geist treibt Jesus in die Wüste und liefert ihn der Versuchung durch Satan aus, was in den Dienst der Engel im Himmel
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| und in die Evangelienverkündigung auf Erden mündet
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h6.card-subtitle.text-muted Der Weg Jesu wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung zweimal erzählt
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| Die „Auslieferung“ Johannes des Täufers ist durchsichtig auf die „Auslieferung“ Jesu; um Letztere geht es hier eigentlich.
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| Diese „Auslieferung“ Jesu verbindet daher damit, dass der Geist Jesus in die Wüste treibt, man könnte regelrecht sagen:
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| der Versuchung durch Satan „ausliefert“.
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| In beiden Teilen der Mitte der konzentrischen Gliederung ist der Tod Jesu im Rahmen seiner Sendung präsent.
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| Der Dienst der Engel in der Erzählung vom Wüstenaufenthalt ist
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| mit der Erhöhung Jesu nach dem Philipperhymnus zu verbinden und setzt daher die Auferstehung voraus;
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| auch das „nachdem ... ausgeliefert“ setzt in Verbindung mit dem Gang Jesu
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| nach Galiäa (von wo er zur Taufe gekommen war) und der Verkündigungstätigkeit Jesu die Auferstehung voraus;
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| das „Evangelium Gottes“ beinhaltet schließlich Tod <i>und</i> Auferstehung Jesu.
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| Damit ist in beiden Teilen der Mitte auch die Auferstehung Jesu gegenwärtig.
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| Während der Dienst der Engel den Himmel assoziiert, ist die Evangelienverkündigung klar auf der Erde anzusiedeln.
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| Das kann so interpretiert werden, dass die Erzählung von der Sendung Jesu in die Wüste abschließend darauf abhebt, wie es „im Himmel“ nach
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| Ausführung der Sendung in die Wüste weitergeht: nämlich mit dem Dienst der Engel gegenüber dem Erhöhten.
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| Die Erzählung vom Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu springt zunächst mittels des „(nachdem ...) ausgeliefert“ zur
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| Passion Jesu zurück. Deren Anfang kann man entweder (bzw. zugleich!) im Verrat des Judas und der Festnahme Jesu,
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| als auch in der Sendung Jesu durch Gott sehen. Dann wird – die ganze Passion im Sinne des Todes und der Auferstehung Jesu voraussetzend (→ „nachdem“) –
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| erzählt, wie es auf der Erde weitergeht:
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| nämlich mit der Evangelienverkündigung und dem damit verbundenen Ruf zu Umkehr und Glaube.
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.card-body
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h5.card-title
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| Jesus im Himmel von den Engeln bedient, und doch weiterwirkend auf der Erde
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h6.card-subtitle.text-muted Jesu Sendung geht in der nachösterlichen Evangelienverkündigung weiter – und er ist darin selber gegenwärtig
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ul.card-text
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| Dass Jesus nach „Auslieferung“ und Erhöhung selbst auf Erden weiterwirkt, ist anachronistisch, aber vom Fortgang der Evangelienerzählung her notwendig;
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br
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| daher auch Kunstgriff, von der Auslieferung Johannes des Täufers zu sprechen.
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li
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| Gleichzeitig verbirgt sich hinter diesem Anachronismus aber sicher eine intendierte theologische Aussage:
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br
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i
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| Die Sendung Jesu geht in der nachösterlichen Evangelienverkündigung weiter.
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br
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| In ihr ist </i>er selbst gegenwärtig<i> zur Aufrichtung der Menschen.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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||||
| Die Berufung der Jünger, die Austreibung des unreinen Geistes, die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus und der Philipperhymnus
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h6.card-subtitle.text-muted Weiteres zur Komposition der Markus-Evangeliums
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hr
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p.card-text
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| Alle drei genannten Erzählungen verbinden sich mit der Versuchung Jesu als Mitte der jeweiligen konzentrischen Gliederung,
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| die die ganze Sendung Jesu vergegenwärtigt,
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br
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| und schreiten nacheinander den Philipperhymnus mit seinem Weg Jesu aus der Gottgleichheit über die Entäußerung, Erniedrigung,
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| und Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz in die Erhöhung Jesu und den Dienst von Himmel, Erde und Unterwelt ab.
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p.card-text
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| Jesus erscheint dabei jeweils als göttlicher Bote, der vorausgeht, um den Jüngern, dem unreinen Geist bzw. der Schwiegermutter des Petrus
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| einen bestimmten Weg in Analogie zu seinem eigenen Weg zu bahnen.
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table.table.table-sm.mt-3
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thead
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tr
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th.card-text
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| Erzählung
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th.card-text
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| Jesu Weg gemäß des Philipperhymnus und ggf. der weiteren Erzählung in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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th.card-text
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| Gehorsam in Analogie zum Gehorsam Jesu bis zum Tod am Kreuz
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th.card-text
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| Nachfolge innerhalb der Erzählung
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th.card-text
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| Vor Jesus die Knie beugen durch
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tbody
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tr
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td.card-text
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||||
| Berufung der ersten Jünger
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td.card-text
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||||
| Verlassen der „Heimat“
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br
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||||
| Entäußerung und Erniedrigung, Gehorsam
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||||
td.card-text
|
||||
| Alle vier Erstberufenen treten gehorsam in die Nachfolge Jesu ein, lassen sich von ihm in Dienst nehmen
|
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td.card-text
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||||
| Verlassen der „Heimat“ im Sinne von Beruf und Familie
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br
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||||
| Verlassen auch der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb durch die Söhne des Zebedäus
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br
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||||
| → Entäußerung und Erniedrigung
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td.card-text
|
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| Himmel und Erde
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tr
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||||
td.card-text
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||||
| Die neue Lehre in der Synagoge
|
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td.card-text
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||||
| Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
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td.card-text
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||||
| Der unreine Geist ist Jesus gehorsam: er schweigt und fährt aus
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td.card-text
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||||
| Der unreine Geist folgt Jesus ins Verderben
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td.card-text
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| Himmel und Unterwelt
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tr
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td.card-text
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||||
| Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus
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||||
| Erhöhung aufgrund des Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
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br
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||||
| Evangelienverkündigung als „leben für Gott“
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td.card-text
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||||
| „Gehorsam“ Jesu gegenüber seinen Begleitern, die ihn um Heilung der Schwiegermutter des Petrus bitten
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||||
td.card-text
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||||
| Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
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||||
br
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||||
| Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern als „leben für Gott“
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||||
td.card-text
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||||
| Himmel und Erde
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p.card-text.mb-0
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||||
| Zusammen mit der Erzählung von der Wüstensendung Jesu ist im ersten Fall die Erzählung von der Taufe Jesu,
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||||
| im dritten der Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung.
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br
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||||
| In allein drei Erzählungen wird sowohl der Tod Jesu als auch seine Auferstehung erzählt:
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table.table.table-sm
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||||
thead
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tr
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th.card-text
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| Erzählung
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th.card-text
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| Tod Jesu
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| Auferstehung Jesu
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tr
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||||
| Taufe Jesu
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td.card-text
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||||
| Jesus lässt sich taufe im Sinne des Hineinsteigens in das Wasser
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td.card-text
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||||
| Jesus steigt – unter besonderen Begleiterscheinungen – aus dem Wasser heraus
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tr
|
||||
td.card-text
|
||||
| Wüstensendung Jesu
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td.card-text
|
||||
| Der Geist treibt Jesus in die „Wüste der Gottferne“ zur Versuchung durch Satan
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td.card-text
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||||
| Die Engel dienen Jesus
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tr
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td.card-text
|
||||
| Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu
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td.card-text
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| Erinnerung an die Auslieferung Johannes des Täufers, die auf Jesu eigene Auslieferung anspielt
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||||
td.card-text
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||||
| Jesus geht nach Galiläa und verkündet dort das Evangelium in Verbindung mit der nahgekommenen Königsherrschaft Gottes
|
||||
p.card-text
|
||||
| Wie Jesus zur Taufe durch Johannes aus Galiläa kommt, so geht er nach seiner Auslieferung – effektiv nach seiner Auferstehung – (wieder) nach Galiläa.
|
||||
br
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||||
| Damit bezeichnet „Galiläa“ einerseits eine Landschaft in Israel, gleichzeitig wird diese Ortsbezeichnung transparent auf den Himmel
|
||||
| als Jesu eigentliche Heimat.
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||||
br
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||||
| Im Nahekommensein der Königsherrschaft Gottes wird dieser Himmel ein Stück Gegenwart auf Erden, verschmelzen beide „Galiläas“,
|
||||
| wo dem Ruf nach Umkehr und dem Glauben an das Evangelium Raum gegeben wird.
|
||||
|
||||
p.card-text.mb-0
|
||||
| Im Hinblick auf die Komposition des Markus-Evangeliums lässt sich im Rückblick auf die bisher betrachteten Erzählungen sagen:
|
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ul.card-text
|
||||
li Bis einschließlich zur Erzählung von der Taufe Jesu folgt Markus Röm 1,1-4
|
||||
li Mit der Taufe Jesu beginnt Markus Röm 6 und die dortige Tauftheologie aufzunehmen und verfolgt dies bis einschließlich der Berufung der ersten Jünger.
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||||
li
|
||||
| Ab der Berufung der Jünger bis zur Heilung der Schwiegermutter des Petrus lässt sich Markus vom
|
||||
| Philipperhymnus und dessen Besingen des Geschickes des Gottgleichen in die Erniedrigung bis zum Tod am Kreuz und schließlich
|
||||
| die Erhöhung leiten.
|
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||||
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|
||||
.card-body
|
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h5.card-title
|
||||
| Der Gehorsam Jesu richtet die Schwiegermutter des Petrus auf
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Parallelen zwischen der Wüstensendung Jesu in der Mitte der konzentrischen Gliederung
|
||||
| und den Abläufen bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus
|
||||
hr
|
||||
table.table.table-sm
|
||||
tbody
|
||||
tr
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||||
td.card-text
|
||||
| Der Geist treibt Jesus
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td.card-text
|
||||
| Die Begleiter Jesu führen Jesus
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tr
|
||||
td.card-text
|
||||
| in die Wüste
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||||
td.card-text
|
||||
| im Haus zur Schwiegermutter des Petrus
|
||||
tr
|
||||
td.card-text
|
||||
| Versuchung durch Satan
|
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br
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||||
| → Anspielung auf den Tod Jesu am Kreuz
|
||||
| im Sinne des Gehorsams Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
|
||||
td.card-text
|
||||
| Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
|
||||
br
|
||||
| → Auch indirekte Anspielung auf die Auferstehung Jesu
|
||||
tr
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||||
td.card-text
|
||||
| Dienst der Engel an Jesus
|
||||
br
|
||||
| → Auswirkung der Auferstehung Jesu im Himmel
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td.card-text
|
||||
| Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus (und seinen Begleitern)
|
||||
br
|
||||
| → Auswirkung der Auferstehung Jesu auf Erden:
|
||||
| Aufgerichtet zum Dienst
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Wie sich Jesus vom Geist gehorsam in die Wüste treiben lässt,
|
||||
| folgt er auch gehorsam der Bitte der Jünger um die Heilung der Schwiegermutter des Petrus.
|
||||
li
|
||||
| Sehr plastisch erscheint die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus – mit der Jesus sie der Hand Satans entreißt –
|
||||
| als Kehrseite (des Bestehens) der Versuchung Jesu durch Satan im Sinne des Gehorsams bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
|
||||
li
|
||||
| So wird der Gehorsam Jesu – bebildert im Gehorsam gegenüber den Jüngern, vergegenwärtigend aber den Gehorsam bis zum Tod am Kreuz –
|
||||
| als Ursache für Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus herausgestellt.
|
||||
li
|
||||
| Dies ist vom „Darum“ des Philipperhymnus zwischen Entäußerung und Erniedrigung bis zum Tod am Kreuz einerseits
|
||||
| der Erhöhung andererseits zu verstehen:
|
||||
| Insgesamt lassen sich Jesu Geschick und das Geschick der Schwiegermutter des Petrus parallelisieren,
|
||||
| wodurch Jesus als „Bote vor der Schwiegermutter des Petrus her“ erscheint, der „ihr den Weg bahnt“:
|
||||
ul.card-text
|
||||
li Jesu Gehorsam bis zum Tod am Kreuz ist die Ursache für seine eigene Erhöhung (→ Auferweckung).
|
||||
li
|
||||
| Die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus ist Anteilhabe an der Auferweckung Jesu
|
||||
| und hat daher die gleiche Ursache.
|
||||
| Wie Jesus in seiner Auferweckung dem Reich des Todes entstiegen ist,
|
||||
br
|
||||
| so holt Jesus die Schwiegermutter des Petrus aus den Fängen der Hölle, indem er sie aufrichtet.
|
||||
li
|
||||
| Wie Jesus (als Auferstandener nach Röm 6) sein Leben für Gott lebt,
|
||||
br
|
||||
| so dient die aufgerichtete Schwiegermutter des Petrus nun „Gott in Christus Jesus“, indem sie Jesus und den Jüngern dient.
|
||||
li
|
||||
| Angeregt durch die Bildwelt der Erzählung vom Wüstenaufenthalt Jesu (→ Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung) lässt sich auch sagen:
|
||||
br
|
||||
| Jesus rettet die Schwiegermutter des Petrus aus der Wüste der Gottferne unter der Herrschaft Satans – deren „Lohn“ der Tod ist (Röm 6,23) –
|
||||
| auf die „Insel des Lebens“ inmitten dieser Wüste;
|
||||
br
|
||||
| ihr Dienst an Jesus und seinen Begleitern – analog zum Dienst der Engel an Jesus beim Wüstenaufenthalt Jesu – verdeutlicht,
|
||||
| dass sie Teil dieser „Neuen Schöpfung“ geworden ist.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q Bereitet den Weg des Herrn
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted Ergreift die Chance des Reiches Gottes!
|
||||
hr
|
||||
p.card-text.mb-0
|
||||
| Die Verkündigung des nahegekommenen Gottesreiches (→ Mitte konzentrische Gliederung)
|
||||
| verbindet sich mit dem Aufruf, den „Weg des Herrn zu bereiten“, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen zu stellen
|
||||
| (→ oberes Ende konzentrische Gliederung);
|
||||
| dies wird in der vorliegenden Erzählung beispielhaft bebildet:
|
||||
ul.card-text
|
||||
li Es sind die Jünger, die Jesus auf die kranke Schwiegermutter des Petrus aufmerksam machen und mit ihm über sie sprechen, also doch wohl um seine Zuwendung, seine Heilung bitten.
|
||||
li
|
||||
| Damit stellen sich die Jünger in den Dienst des heilvollen Kommens Gottes/Jesu zu den Menschen;
|
||||
br
|
||||
| sie „bereiten“ – ganz plastisch – „den Weg des Herrn“ zu einem kranken Menschen.
|
||||
li Auf diese Weise ergreifen die Jünger die Chance, die durch das zum Greifen nahegekommene Gottesreich gegeben ist.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q Evangelium Jesu Christi – Evangelium Gottes
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted Die Chance des Evangeliums erkennen, auf dass es seine Kraft entfalten kann
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted Das Evangelium entfaltet seine Kraft
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li Das Handeln der Jünger zeigt ihren Glauben an das Evangelium (→ Mitte konzentrische Gliederung).
|
||||
li
|
||||
| Im Rahmen seiner Evangelienverkündigung verkündet Jesus,
|
||||
| dass die Königsherrschaft Gottes nahegekommen ist.
|
||||
| Wahrscheinlich stellt sich der Evangelist die Jünger auch als Zeugen der Dämonenaustreibung in der Synagoge (→ „sie" in Mk 1,29) vor, auch wenn sie dort nicht eigens erwähnt werden.
|
||||
li
|
||||
| Als die Erzählung vom Beginn des öffentlichen Wirkens am unteren Ende einer konzentrischen Gliederung stand
|
||||
| und die Erzählung von der Taufe Jesu die Mitte bildete,
|
||||
ul.card-text
|
||||
li war deutlich geworden, dass das Evangelium Tod und Auferstehung Jesu zum Inhalt hat (→ Inklusion, Taufe als Erzählung von Jesu Tod und Auferstehung);
|
||||
li
|
||||
| war das Hereinbrechen der Herrlichkeit Gottes über Jesus selber – und nur über ihm –
|
||||
| in der Mitte jener konzentrischen Gliederung durch das Aufreißen des Himmels und
|
||||
| die sonstigen Geschehnisse bei der „Taufe“ bebildert worden.
|
||||
li
|
||||
| Indem aber Markus Jesus im Zuge der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums von seinem Tod und seiner Auferstehung
|
||||
| öffentlich den Anbruch der Königsherrschaft Gottes verkünden lässt,
|
||||
| wird dem Geschick Jesu eine Bedeutung für die Menschenheit insgesamt zugewiesen:
|
||||
br
|
||||
| in der Auferstehung Jesu ist die Königsherrschaft Gottes angebrochen und den Menschen nahegekommen.
|
||||
br
|
||||
| Dadurch ist die Auferweckung Jesu nicht nur für ihn selber eine „gute Nachricht“, sondern grundsätzlich für alle.
|
||||
li
|
||||
| Das Hereinbrechen der Königsherrschaft Gottes ist also mit der Auferweckung Jesu verknüpft und
|
||||
| hat daher den Tod Jesu als „Darum“ zur Grundlage.
|
||||
li
|
||||
| Mit dem Anbrechen der Königsherrschaft Gottes verbindet sich – als Analogie zur Auferweckung Jesu –
|
||||
| die Chance auf Aufrichtung für alles, was dem Tod verfallen ist.
|
||||
li
|
||||
| Dies wird in der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus bebildert.
|
||||
br
|
||||
| Die Erzählung legt Zeugnis ab, wie das Evangelium seine ganze erlösende und befreiende Kraft entfaltet:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext
|
||||
|
|
@ -643,392 +299,108 @@ block content
|
|||
br
|
||||
| die „Aufrichtung“ des Menschen im Sinne des Herausreißens aus dem Verfallensein an Sünde und Tod und das Hineinstellen in die „Neue Schöpfung“.
|
||||
|
||||
|
||||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
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.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q Bereitet den Weg des Herrn!
|
||||
br
|
||||
q Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Die Chance des Evangeliums ergreifen durch den Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt
|
||||
hr
|
||||
|
||||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Der Glaube an das Evangelium verpflichtet zur Umkehr
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Warum Glaube und Umkehr im Sinne des Markus letztlich identisch sind
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| An das Evangelium zu glauben, heißt zuerst: dessen Wahrheit annehmen;
|
||||
br
|
||||
| zu glauben, dass der am Kreuz Gestorbene auferstanden ist und dass sich darin
|
||||
| Gottes Heil ereignet:
|
||||
br
|
||||
| dass durch den Tod Jesu und in seiner Auferstehung tatsächlich die Königsherrschaft Gottes nahegekommen ist.
|
||||
li
|
||||
| Da der Inhalt des Evangeliums Tod und Auferweckung Jesu sind, erklärt sich,
|
||||
| warum der Ruf zum Glauben daran sich mit dem Ruf zur Umkehr verbindet:
|
||||
br
|
||||
| An dieses Evangelium zu glauben muss für das eigene Leben Konsequenzen haben.
|
||||
li
|
||||
| Paulus drückt dies mit den Aufrufen zur Nachahmung im Kontext des Philipperhymnus aus:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht
|
||||
span.bibelstelle Phil 1,27
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht
|
||||
span.bibelstelle Phil 2,5
|
||||
br
|
||||
| An dieses Evangelium zu glauben muss also bedeuten, dass man selber den darin enthaltenen Weg des Dienens geht – das ist die Umkehr, die Jesus fordert.
|
||||
li
|
||||
| So verbindet sich die Chance auf „Aufrichtung“ dessen, was dem Tod verfallen ist,
|
||||
| mit der Verpflichtung, selber – im Sinne der Nachfolge – gemäß des Evangeliums zu leben, umzukehren.
|
||||
li
|
||||
| Dies ist in den Begleitern Jesu bebildert, die die „Chance“ auf Aufrichtung der dem Tod verfallenen Schwiegermutter des Petrus
|
||||
| durch die Gegenwart Jesu erkennen und ergreifen, indem sie ihn
|
||||
| auf das „Fieber“ der Schwiegermutter des Petrus hinweisen, also doch wohl um ihre Heilung bitten, und so ihre Aufrichtung initiiren.
|
||||
br
|
||||
p.card-text.small.mb-0
|
||||
| Wahrscheinlich stellt sich der Evangelist die Jünger auch als Zeugen der Dämonenaustreibung in der Synagoge (→ „sie" in Mk 1,29) vor,
|
||||
| auch wenn sie dort nicht eigens erwähnt werden.
|
||||
li
|
||||
| Ihr Glaube an das Evangelium, zu dem Jesus aufruft (→ Mitte der konzentrischen Gliederung), lässt sie zur Tat schreiten;
|
||||
br
|
||||
| so zeigt sich – um es mit
|
||||
span.bibelstelle Gal 5,6
|
||||
| zu sagen – ein
|
||||
q.bibeltext Glaube, der durch die Liebe wirkt.
|
||||
br
|
||||
| Sie werden zu Dienern der Schwiegermutter des Petrus angesichts ihrer „Krankheit“ – das zeigt, dass sie bereits den geforderten Sinneswandel vollzogen haben.
|
||||
li
|
||||
| Die Jünger leben – wie Jesus – ihr Leben für Gott:
|
||||
br
|
||||
| sie stellen sich in den Dienst des heilvollen Kommens Gottes/Jesu zu den Menschen;
|
||||
br
|
||||
| sie „bereiten“ – ganz plastisch – angesichts des in Jesus nahegekommenen Gottesreiches (→ Mitte der konzentrishen Gliederung)
|
||||
| „den Weg des Herrn“ zu einem „kranken“ Menschen (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung);
|
||||
br
|
||||
| auf diese Weise handeln sie im Sinne der von Jesus geforderten Umkehr.
|
||||
li
|
||||
| Der Glaube ist bei Paulus wie bei Markus kein reiner Bekenntnis-Glaube, sondern ein Glaube,
|
||||
| der aus dem Weg Jesu praktische Konsequenzen für das eigene Leben zieht;
|
||||
br
|
||||
| so kann sich in der Mitte der konzentrischen Gliederung der Ruf zum Glauben an das Evangelium mit dem Ruf zur Umkehr verbinden:
|
||||
| Glaube in diesem Sinne ist letztlich mit der von Jesus geforderten Umkehr identisch.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Der Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz ruft nach dem Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Das Nebeneinander von Gehorsam und Ruf zum (tätigen) Glauben in der Mitte der konzentrischen Gliederung
|
||||
| lässt an
|
||||
span.bibelstelle Röm 1,5
|
||||
| denken:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext
|
||||
| ... um unter allen Völkern <i>Glaubensgehorsam</i> aufzurichten ...
|
||||
br
|
||||
| Der Gehorsam Jesu bis zum Tod am Kreuz ruft nach dem Gehorsam des (tätigen) Glaubens durch die Menschen.
|
||||
p.small.card-text.mb-0
|
||||
| Man erinnere sich daran, dass Markus bereits Röm 1,1-4 für sein Evangelium fruchtbar gemacht hat.
|
||||
li
|
||||
| So entspricht dem Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz,
|
||||
br
|
||||
| der Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt.
|
||||
br
|
||||
| Dies ist im Sinne der Nachfolge zu verstehen.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Der Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz und der Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt
|
||||
| bewirken im Zusammenwirken die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
|
||||
hr
|
||||
p.card-text
|
||||
| Auch wenn die Erzählung von der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus in Verbindung mit der Wüstensendung Jesu
|
||||
| den Gehorsam Jesu selbst als Ursache der Aufrichtung dessen, was dem Tod verfallen ist, hervorhebt:
|
||||
br
|
||||
| es ist der dazu parallele Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt, der der „kranken“ Frau
|
||||
| die durch den Gehorsam Jesu eröffnete Chance auf Aufrichtung zuteil werden lässt.
|
||||
br
|
||||
| Der Gehorsam Jesu bis zum Tod am Kreuz und der Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt, <i>zusammen</i>
|
||||
| sind es, was zur Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus führt.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Die eigenwillige Parallele vom Jesus in die Wüste treibenden Geist und den Begleitern Jesu bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Die Jünger im Dienst der Sendung Jesu
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| In der obigen Tabelle, die die Parallelen zwischen der Erzählung der Wüstensendung Jesu und der Erzählung der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
|
||||
| aufzeigt, findet sich eine eigenwillige Parallele zwischen dem Geist, der Jesus in die Wüste treibt,
|
||||
| und den Begleitern Jesu, die ihn auf die „kranke“ Schwiegermutter des Petrus aufmerksam machen;
|
||||
br
|
||||
| in beiden Fällen „gehorcht“ Jesus.
|
||||
li
|
||||
| Im Blick auf die Jünger ist zu bedenken, dass Jesus sie berufen und damit in Dienst genommen hatte für seine eigene Sendung:
|
||||
| sie erweisen sich nun in diesem Sinne als Wegbereiter des Herrn.
|
||||
br
|
||||
| Sie dienen also sowohl der Schwiegermutter des Petrus als auch Jesus und seiner Sendung.
|
||||
li
|
||||
| Die Parallele zwischen dem Geist und den Jüngern bindet also die Jünger in die Sendung Jesu ein;
|
||||
br
|
||||
| in ihrem nachösterlichen Wirken wirkt Jesus weiter: sie sind – als Wegbereiter – gleichsam eine Brücke zwischen Jesus und den Menschen.
|
||||
li
|
||||
| Wie die Evangelienverkündigung durch Jesus (→ Mitte der konzentrischen Gliederung)
|
||||
| den Fortgang der Sendung Jesu nach Ostern bebildert und in der Verkündigung Jesus selbst gegenwärtig sein lässt,
|
||||
br
|
||||
| so bebildert die Erzählung von der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung),
|
||||
| wie die Sendung Jesu im nachösterlichen Wirken der Jünger weitergeht, er dabei aber selber der eigentlich Handelnde ist.
|
||||
li
|
||||
| Auch die Schwiegermutter des Petrus mit ihrem Dienst an Jesus und seinen Begleitern bebildert den Fortgang der Sendung Jesu auf Erden
|
||||
| nach der Auferstehung Jesu, ist doch ihr Dienst auf Erden dem Dienst der Engel „im Himmel“ genauso parallel
|
||||
| wie die Evangelienverkündigung in der Mitte der konzentrischen Gliederung.
|
||||
br
|
||||
| Ihr Dienst steht – gerade in seiner Unspezifiziertheit – für den generellen Dienst aneinander
|
||||
| im Sinne der Nachfolge als Fortsetzung des Dienstes Jesu an den Menschen und ist Ausdruck
|
||||
| von Umkehr und Glaube an das Evangelium.
|
||||
|
||||
|
||||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Dienst als Antwort, Dienst als Nachfolge
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted Zur rechten Einordnung des Dienstes der Schwiegermutter des Petrus
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Die Erzählung der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus endet damit, dass diese als Geheilte Jesus und seinen Begleitern
|
||||
| dient.
|
||||
li
|
||||
| Dies ist zunächst von Röm 6 her zu verstehen (s. o.).
|
||||
li
|
||||
| Voraus geht dem Dienst der Schwiegermutter ihre „Aufrichtung“ durch Jesus, die – in Analogie zu seiner Auferstehung –
|
||||
| in seinem Gehorsam bis zum Tod am Kreuz ihren Grund hat.
|
||||
li
|
||||
| Dass Jesus „gedient wird“ hat also eine „Vorgeschichte“:
|
||||
br
|
||||
| er selbst ist – zuallererst! – zum Diener und Sklaven geworden im Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
|
||||
li
|
||||
| In diesem Sinne ist der Dienst der „Geheilten“ eine Antwort auf den Dienst Jesu im Sinne der Nachfolge.
|
||||
li
|
||||
| Auch im Hinblick auf den Dienst der „Geheilten“ gegenüber den Begleitern Jesu ist zu bedenken,
|
||||
| dass diese zunächst der „Kranken“ dadurch gedient haben, dass sie Jesus auf sie aufmerksam gemacht.
|
||||
br
|
||||
| Auch hier ist der Dienst Antwort auf den erfahrenen Dienst durch andere.
|
||||
li
|
||||
| Es fällt auf, wie in der Erzählung der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus alle allen dienen:
|
||||
br
|
||||
| die Begleiter Jesu der Schwiegermutter, indem sie Jesus auf sie aufmerksam machen, womit sie gleichzeitig Jesu Sendung – also Jesus – dienen;
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| Jesus dient seinen Begleitern und zugleich der Schwiegermutter, indem er auf die Bitte seiner Begleiter eingeht;
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| die Schwiegermutter dient abschließend Jesus und seinen Begleitern:
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br
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i
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| Die Aufrichtung im Sinne des Evangeliums schafft nicht neue Große und Mächtige, sondern zielt
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| auf eine Gemeinschaft des gegenseitigen Dienens;
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br
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| „Anfang“ im Sinne von Ursprung und Prinzip dafür ist der Dienst Jesu.
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li
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| Aus der unmittelbaren Einleitung des Philipperhymnus durch Paulus kann
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span.bibelstelle Phil 2,3b-4
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| präsent werden:
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br
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q.bibeltext
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| In Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst.
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| Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
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h5.card-title
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q Kehrt um und glaubt an das Evangelium
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span.bibelstelle Mk 1,15
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q Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht
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span.bibelstelle Phil 1,27
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q Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht
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span.bibelstelle Phil 2,5
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| → Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt
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h6.card-subtitle.text-muted Der Fokus für die folgenden Erzählungen im Markus-Evangelium
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hr
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ul.card-text
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| Schon die erste der drei Erzählungen, bei denen die Versuchungserzählung in der Mitte der konzentrischen Gliederung steht,
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| – die Jüngerberufung – war ganz dem Gedanken der Nachfolge gewidmet.
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li
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| Am Ende des Durchschreitens durch den Philipperhymnus mittels der Versuchungserzählung als (Teil der) Mitte der konzentrischen Gliederung
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| wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung zugleich der Kontext des Hymnus mit seinen Aufrufen zu
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| einem dem im Philipperhymnus besungenen Weg Jesu analogen Handeln präsent gemacht:
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br
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q.bibeltext Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
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br
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| Da stehen sicher Phil 1,27; 2,5 im Hintergrund.
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| In diesem letzten Schritt des durchschreitens des Philipperhymnus blitzt – als Analogie zum im Hymnus besungenen Gehorsam Jesu –
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| das erste Mal der „Glaubensgehorsam“ auf (Röm 1,5)
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||||
| und wird der geforderte Glaube durch das erzählte Handeln der Jünger als „Glaube, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6) näher spezifiziert.
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p.small.card-text.mb-0
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| Bei der Heilung des Gelähmten in Mk 2,1-12 wird beides in Einheit wieder begegnen;
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| diese Erählung ist der von der Heilung der Schwiegermutter des Petrus zumindest grob betrachtet sehr analog gestaltet.
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| Der Ruf zu Umkehr und Glaube im Sinne des Glaubens, der durch die Liebe wirkt,
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| schreitet als Inhalt der Mitte der konzentrischen Gliederung die nächsten Erzählungen ab;
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| dabei bleibt der Philipperhymnus im Horizont gegenwärtig.
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li
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| Es begegnet zunächst eine weitere Erzählung, bei der der Glaube, der durch die Liebe wirkt, sich zum Heil der Menschen auswirkt (→ Mk 1,32-34);
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br
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| danach aber eine Erzählung, bei der sich Jesus zunächst seltsam den Menschen entzieht, um dann neu in ein erweitertes Wirkungsgebiet aufzubrechen (→ Mk 1,45-39):
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br
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| der Glaube, der durch die Liebe wirkt, eröffnet – in Verbindung mit dem „zerrissenen Netz“ (→ Jüngeberufung) – ganz neue geographische Möglichkeiten.
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h5.card-title
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q Kommt her, mir nach!
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h6.card-subtitle.text-muted Taufe Jesu und Berufung der ersten Jünger als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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h6.card-subtitle.text-muted Taufe Jesu und Berufung der ersten Jünger als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung (Teil I)
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| Mit der Taufe Jesu und der Berufung der ersten Jünger stehen sich erste und letzte Erzählung jenes Zyklus gegenüber,
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| der von Röm 6 her geprägt ist.
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| Mit „tot für die Sünde – leben für Gott“ als Mitte der konzentrischen Gliederung wird das „Kommt her, mir nach!“
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||||
| ganz im Sinne von Röm 6 auf das bezogen, was die Taufe inhaltlich bedeutet,
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||||
| dass nämlich die Christen – als Getaufte auf Jesu Tod und Anteilhabende an der Auferstehung Jesu – dem Leben als Diener der Sünde gestorben sind und
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||||
| für Gott leben sollen, was sie zu einem entsprechenden Lebenswandel verpflichtet.
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li
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||||
| So in ein neues Leben im Dienste Gottes gestellt, sollen die Jünger selber als „Menschenfischer“
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| Menschen für Gott und Christus gewinnen
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| und sie – nicht zuletzt in der Taufe – der Macht Satans und des Todes entreißen.
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li
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| Dies ereignet sich auch in der Erzählung von der Heilung der Schwiegermutter des Petrus:
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br
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| Hier wirken die Jünger und Jesus zusammen,
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| um die Schwiegermutter des Petrus im beschriebenen Sinne zu retten.
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.card-body
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h5.card-title
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q ... damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
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| (Phil 2,10)
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h6.card-subtitle.text-muted
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| Taufe Jesu und Berufung der ersten Jünger als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung (Teil II)
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hr
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ul.card-text
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li
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| In jener (fortschreitenden) konzentrischen Gliederung, in der die Berufung der ersten Jünger das untere Ende der Gliederung bildet,
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| ist unter anderem die Taufe Jesu die Mitte der Gliederung.
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br
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||||
| Bei der Betrachtung wurde der Bezug zwischen den den Vater verlassenden Söhnen des Zebedäus und dem seine „Heimat“ verlassenden Jesus deutlich,
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||||
| wobei ein Bezug zum „Philipperhymnus“ in Phil 2,6-11 als wahrscheinlich erkannt wurde.
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li
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||||
| In der nun vorliegenden konzentrischen Gliederung gibt es einige weitere Aufflälligkeiten, die an den „Philipperhymnus“ denken lassen:
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ul.card-text
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li
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| Jesus hat die Jünger als „Menschenfischer“ berufen.
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung dienen die Engel Jesus.
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| Als „Menschenfischer“ leben sie – in der Nachfolge Jesu – für Gott.
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||||
| Nach der Heilung der Schwiegermutter des Petrus dient diese Jesus (und seinen Begleitern).
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br
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||||
| Im „Philipperhymnus“ begegnet die Aussage, dass „alle im Himmel, auf der Erde ... ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“,
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||||
| wobei dies als ein Element des Dienstes an Jesus im Sinne von „Hochachtung“/„Ehrerbietung“ verstanden werden kann.
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||||
li
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||||
| Dies ist auf die Taufe zu beziehen, die sie spenden und mit der sie Menschen
|
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| aus dem Verfallens an die Sünde und – als deren Folge – dem Tod entreißen
|
||||
| und auf die „Insel des Lebens“ inmitten der „Wüste der Gottferne“ retten
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||||
| (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) und damit für Gott und Christus gewinnen.
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||||
li
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||||
| Ermöglicht ist diese Taufe durch die „Taufe“ Jesu im Sinne seines Todes und seiner Auferstehung,
|
||||
| durch die die Königsherrschaft Gottes nahegekommen ist;
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||||
| Ferner ist der Kontext des „Philipperhymnus“ ein als „Christus nach!“ verstehbarer Aufruf,
|
||||
| so zu leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“
|
||||
| bzw. so gesinnt zu sein, „wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht“ (Phil 1,27; 2,5).
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br
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||||
| wie Jesus stehen die taufenden Jünger – im Sinne des „Mir nach!“ – im Dienst der anbrechenden Königsherrschaft Gottes.
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li
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||||
| Wie über Jesus die Herrlichkeit Jesu hereinbricht,
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| so öffnet sich auch für jeden Täufling der Himmel, wird er Kind Gottes und mit Gottes Geist ausgerüstet:
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br
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| er wird Teil der Königsherrschaft Gottes;
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br
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| Voraussetzung dafür ist der Glaube an das Evangelium,
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br
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| damit einher geht die Verpflichtung zum Sinneswandel im Sinne des Glaubens, der durch die Liebe wirkt.
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li
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| Wie Jesus ein für alle Mal der Sünde gestorben ist und für Gott lebt, sollen nun die Getauften – im Sinne des „Mir nach!“ –
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| tot sein für die Sünde und für Gott leben (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
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li
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||||
| All dies ist in der Heilung der Schwiegermutter des Petrus (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung) bebildert,
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||||
| die Jesus in Analogie zu seiner eigenen Auferstehung aufrichtet zum Wandeln in der Neuheut des Lebens im beschriebenen Sinne,
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||||
| wobei Jesus und seine Begleiter zusammenwirken.
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br
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||||
| Effektiv wird dort eine Taufe gefeiert.
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||||
| Dies lässt sich sowohl mit dem „Kommt her, mir nach!“ der Jüngerberufung verbinden,
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||||
| als auch mit dem Ruf zu Umkehr angesichts der Verkündigung des „Evangelium Gottes“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung,
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||||
| schließlich auch mit der Erzählung der Taufe (s. o.: mit Christus für die Sünde gestorben, mit ihm für Gott leben).
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||||
li
|
||||
| Die Berufung der ersten Jünger ist die erste Erzählung des mit ihr eröffneten Philipperhymnus-Zyklus.
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table.table.table-sm
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thead
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tr
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th.card-text
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| Erzählung von der Taufe Jesu:
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br
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| → Jesus
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th.card-text
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| Erzählung von der Berufung der ersten Jünger:
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br
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||||
| → Jünger
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tbody
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td.card-text
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| Verlässt Heimat, um sich taufen zu lassen
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td.card-text
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| Verlassen Netze, Vater, Tagelöhner, um Jesus nachzufolgen
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td.card-text
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| Am Ziel des Weges Jesu bricht
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| die himmlische Herrlichkeit über Jesus herein;
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| er wird als Sohn Gottes tituliert
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br
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| → Einsetzung „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“ (Röm 1,4)
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td.card-text
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||||
| Am Anfang ihres Weges in der Nachfolge Jesu verlassen
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||||
| die Söhne des Zebedäus ihren Vater und die Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb
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br
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||||
| → Entäußerung und Erniedrigung
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tr
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td.card-text(colspan=2)
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||||
| In diesem Gegenüber sind die beiden Hälften des Philipperhymnus verbildlicht;
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| was die Söhne des Zebedäus tun, ist – weil Nachfolge – auf Jesus zu übertragen
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tr
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td.card-text(colspan=2)
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||||
| Dazwischen wird der Weg Jesu in der Mitte der konzentrischen Gliederung zweimal knapp erzählt:
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br
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| das Getriebenwerden Jesu durch den Geist in die „Wüste der Gottferne“, sein Gehorsam bis zum Tod am Kreuz,
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| bzw. seine Auslieferung (durch Gott),
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br
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| jeweils mündend in die angedeutete Erhöhung/Auferweckung
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tr
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td.card-text
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| Das Wohlgefallen Gottes blickt auf diesen Weg Jesu der Entäußerung, der Erniedrigung und des Gehorsams bis zum Tod am Kreuz,
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||||
| zu dem Jesus (von Gott) ausgeliefert bzw. vom Geist getrieben wurde;
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br
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||||
| im Wohlgefallen steckt das „Darum“ des Philipperhymnus als Scharnier zwischen Erniedrigung und Erhöhung
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td.card-text
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||||
| Der Ruf zur Nachfolge setzt bei diesem Wohlgefallen Gottes an:
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br
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| ihn ihm steckt das „Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht“ (Phil 1,27)
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||||
| und „Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht“ (Phil 2,5)
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br
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||||
| dies verbindet sich mit dem Ruf zu Umkehr und Glaube an das Evangelium in der Mitte der konzentrischen Gliederung;
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br
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| die Söhne des Zebedäus betreten diesen Weg der Entäußerung und Erniedrigung,
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||||
| und alle Jünger treten gehorsam in die Nachfolge Jesu ein;
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br
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| auf diesem Weg werden (nicht nur) die Söhne des Zebedäus zu Söhnen Gottes (→ Taufe Jesu im Gegenüber)
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li
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| Wie die doppelte Mitte der konzentrischen Gliederung den Fortgang nach dem Tod Jesu „im Himmel“ mit dem Dienst der Engel und „auf Erden“
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| mit der Evangelienverkündigung zusammenbindet,
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| Dies macht es wahrscheinlich, dass der Leser in dieser Konstellation der konzentrischen Gliederung sich an jenen Hymnus erinnern soll:
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br
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||||
| ist im Gegenüber Taufe Jesu und Berufung der ersten Jünger auch der Fortgang nach dem Tod Jesu „im Himmel“ und „auf Erden“
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||||
| bebildert: einerseits die Erhöhung Jesu in der Auferstehung, andererseits die Nachfolge der Jünger in Entäußerung, Erniedrigung und Dienst,
|
||||
| nicht zuletzt als „Menschenfischer“.
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q.bibeltext
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||||
| 6 Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
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br
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| 7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
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br
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||||
| Sein Leben war das eines Menschen;
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br
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||||
| 8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
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br
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||||
| 9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
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br
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| 10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
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br
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| 11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
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span.bibelstelle Phil 2,6-11
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li
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i
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| Dass Jesus „gedient wird“ hat also eine „Vorgeschichte“:
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| er selbst ist – zuallererst! – zum Diener und Sklaven geworden und hat sein Leben hingegeben für die Vielen.
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br
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||||
| Jetzt, als „Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“ (→ „Taufe“), hat er den „Namen“, „der größer ist als alle Namen“.
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li
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||||
| In diesen Kontext ist besonders der Dienst der geheilten Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern einzuordnen:
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br
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| Christi erlösend-dienender Tod zieht als Analogie zur Auferstehung Jesu das Aufgerichtetwerden der Menschen nach sich;
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br
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||||
| darauf „antwortet“ die Schwiegermutter des Petrus – ganz im Sinne von Röm 6 –, indem sie nun selber zur Dienerin wird.
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.card.slide.border-primary
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.card-body
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h5.card-title
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||||
| Jesus, der Stärkere, ist gekommen, um die Dämonen ins Verderben zu stürzen
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h6.card-subtitle.text-muted
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||||
| Das Wirken Johannes des Täufers und die Dämonenaustreibung als gegenüberliegende Erzählungen in der konzentrischen Gliederung
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||||
| Wirken Johannes des Täufers und Dämonenaustreibung als gegenüberliegende Erzählungen in der konzentrischen Gliederung
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hr
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ul.card-text
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||||
li Schon das Wirken des Täufers mit seiner Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden war eine Sendung gegen die widergöttlichen Mächte wie den Dämon und Seinesgleichen.
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||||
li Diese ins Verderben stürzen aber kann (erst) Jesus, den Johannes als den Stärkeren verkündet hat.
|
||||
li Als Gegenüber erscheinen der Heilige Geist – der Jesus zum „Heiligen Gottes“ macht – und der unreine Geist, von dem der Mann besessen war.
|
||||
li
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||||
| Diese ins Verderben stürzen aber kann (erst) Jesus, den Johannes als den Stärkeren verkündet hat und den der Geist dazu in die „Wüste der Gottferne“
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||||
| getrieben hat (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
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||||
li
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||||
| Als Gegenüber erscheinen der Heilige Geist – der Jesus zum „Heiligen Gottes“ macht – und der unreine Geist, von dem der Mann besessen war:
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br
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| In der Taufe mit dem Heiligen Geist wird der unreine Geist ausgetrieben, aber dafür zieht der Geist Gottes ein;
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br
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||||
| dem in der Mitte der konzentrischen Gliederung geforderten Sinneswandel entspricht dieser Wechsel des einwohnenden Geistes.
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||||
| Die Jesu Tod und seine Auferstehung vergegenwärtigende Geisttaufe ist dann später das Werkzeug der Jünger,
|
||||
| die unreinen Geister auszutreiben.
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//-
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||||
BEZIEHT SICH AUF EINE GLIEDERUNG, BEI DER DIE BERUFUNG DER JÜNGER GETEILT WIRD UND DER ANFANG DES WIRKENS JESU ALLEIN IN DER MITTE STEHT
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|
|||
|
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@ -157,7 +157,8 @@ block content
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|||
| Auch spiegelt sich der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ im Imperativ „Kommt her, mir nach!“.
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||||
br
|
||||
| → Damit bekommt „Nachfolge“ eine inhaltliche Bestimmung, ein Ziel: den Weg des Herrn bereiten, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen stellen.
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||||
p.small.card-text In besonderer Weise verbindet sich daher der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ mit der Absicht Jesu, seine Jünger zu Menschenfischern zu machen (s. u.).
|
||||
br
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||||
span.small In besonderer Weise verbindet sich daher der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ mit der Absicht Jesu, seine Jünger zu Menschenfischern zu machen (s. u.).
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||||
li
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||||
| Schon hier ist klar, dass „Nachfolge“ mehr ist, als ein Jesus „Nachlaufen“ oder das physiche „Bei Jesus sein”.
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li
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@ -290,16 +291,11 @@ block content
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li
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||||
| Bestimmend für die neue Existenz ist der Geist Gottes, der in den beiden Erzählungen der konzentrischen Mitte begegnet:
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br
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| wie Jesus der Geist eingehaucht wird und wie Jesus sich vom Geist antreiben lässt,
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||||
br
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||||
| so lebt auch der Christ aus dem Geist und soll sich von ihm führen lassen.
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||||
| aus ihm lebt der Christ, lässt sich von ihm führen; und er hilft auch, Versuchung zu bestehen.
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br
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q.bibeltext
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||||
| Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!
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span.bibelstelle Gal 5,25
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br
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||||
| Der Geist hilft auch – so ist es angedeutet –, eigenen Versuchungen zu bestehen.
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||||
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||||
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||||
.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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@ -357,7 +353,8 @@ block content
|
|||
li In der Tauferzählung wird Jesus als Sohn Gottes angesprochen, und in der Versuchung erweist sich Jesus auch als Sohn Gottes (vgl. Mk 15,39!).
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||||
li
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||||
| In der ganzen christlichen Theologie ist mit der Taufe der Gedanke verbunden, dadurch selbst „Sohn Gottes“ zu werden.
|
||||
p.small.card-text Wobei „Sohn“ hier als christologisch-soteriologischer Begriff zu verstehen ist und die „Töchter“ einschließt.
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||||
br
|
||||
span.small Wobei „Sohn“ hier als christologisch-soteriologischer Begriff zu verstehen ist und die „Töchter“ einschließt.
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||||
li
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||||
| Darauf spielen sicher auch die Stichworte „Sohn“ und „Vater“ im Hinblick auf die Brüder Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, an.
|
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br
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||||
|
|
@ -383,7 +380,7 @@ block content
|
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br
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||||
| Der Leser kann nicht beim Blick auf den Auferstandenen verweilen, sondern muss mit ihm in die „Wüste“ gehen.
|
||||
li
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||||
| Doch ist dieses Treiben in die Wüste kein Verbannen, sondern vom Auftrag Jesu her zu verstehen,
|
||||
| Doch ist dieses Treiben in die Wüste nicht ein Verbannen, sondern vom Auftrag Jesu her zu verstehen,
|
||||
| mitten in der „Wüste der Gottferne“ eine „Insel des Lebens“ zu errichten, wie die Erzählung vom Wüstenaufenthalt
|
||||
| durch das Dienen der Engel und das Zusammenleben mit den wilden Tieren bebildert.
|
||||
br
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||||
|
|
@ -407,11 +404,12 @@ block content
|
|||
| Durch die Verbindung der Gedanken „Heimat verlassen“ und „Von der Herrlichkeit in die Wüste“ wird man im Hinblick auf Christus
|
||||
| auf den sog. „Philipperhymnus“
|
||||
| im Brief des Paulus an die Philipper gelenkt (Phil 2,6-11).
|
||||
p.small.card-text
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br
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span.small
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||||
| Die weitere Betrachtung des Markus-Evangeliums wird dann auch zeigen, dass Markus mit höchster
|
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| Wahrscheinlichkeit den Philipperbrief des Apostel Paulus kannte.
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li
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||||
| In diesem „Philipperhymnus“ wird besungen, dass Christus sein Gott-Gleich-Sein – wörtlich übersetzt – „nicht als Raub festgehalten hat“,
|
||||
| In diesem „Philipperhymnus“ wird besungen, dass Christus sein Gott-Gleich-Sein – wörtlich übersetzt – „nicht als Raub festgehalten hat“,
|
||||
| sondern seine himmlische Herrlichkeit – seine „persönliche Komfortzone“ – verlassen hat,
|
||||
| um Mensch zu werden: Diener bis zum Tod am Kreuz.
|
||||
br
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|
@ -435,7 +433,8 @@ block content
|
|||
| wie auch sie gesinnt sein sollen (→ Nachfolge!).
|
||||
li
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||||
| Von diesen Bezügen her fordert die Jesus-Nachfolge einen Sinneswandel, der dem Sinneswandel des ursprünglich Gottgleichen entspricht.
|
||||
p.small.card-text
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||||
br
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||||
span.small
|
||||
| Es ist sicher kein Zufall, dass in der vorliegenden konzentrischen Gliederung
|
||||
| die Verkündigung der Sinneswandel-Taufe durch Johannes den Täufer und der Ruf zum Sinneswandel durch Jesus selbst
|
||||
| gegenüberliegen.
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||||
|
|
@ -505,18 +504,22 @@ block content
|
|||
| menschlicher Gesellschaft,
|
||||
br
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||||
| um ein Ausbrechen aus menschlichen Herrschaftsstrukturen.
|
||||
p.small.card-text.mb-0 Siehe auch oben: „geschwisterlicher Geist“.
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p.small.card-text
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br
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span.small Siehe auch oben: „geschwisterlicher Geist“.
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br
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||||
span.small
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||||
| Wo im weiteren Verlauf „Familie Gottes“ zum Thema wird, ist auffälligerweise nie vom (menschlichen) Vater die Rede:
|
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br
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| es gibt nur einen Vater, den im Himmel.
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p.card-text.slide
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| Insgesamt wird deutlich, wie Nachfolge neben einem „soteriologischen Element“ (→ Menschenfischer)
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| auch ein „ethisches Element“ hat im Sinne des Ausbrechens aus einer Gesellschaft, die sich von materiellem Haben
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| und menschlichen Machtstrukturen her definiert, zu einer Gemeinschaft, die verzichtet und sich in Dienst nehmen lässt.
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h5.card-title
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@ -567,7 +570,7 @@ block content
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| die Teilhabe an der Auferstehung Jesu bedeutet nicht, schon selbst auferstanden zu sein,
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| sondern ist vielmehr ein Auftrag, als Teil der „Neuen Schöpfung“ den Alltag zu bestehen;
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br
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| sie ist als Auftrag zu verstehen, das eigene Leben auf dem Weg bis zum eigenen Tod und der dann erst
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||||
| sie ist als Auftrag zu verstehen, das eigene Leben auf dem Weg bis zum eigenen Tod und der dann erst
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| folgenden Auferstehung entsprechend zu gestalten: „tot für die Sünde – für Gott leben“.
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li
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| Paulus im Römerbrief und Markus hier in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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@ -586,33 +589,6 @@ block content
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| Markus verbindet beide Sichtweisen, indem in seinem Evangelium Jesus bereits (seit der Taufe) der Auferstandene ist,
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| er als Irdischer aber doch zugleich noch auf dem Weg zum Kreuz ist.
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.card-body
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h5.card-title
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| Die Erstberufenen: „tot für den Sünde – leben für Gott“
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h6.card-subtitle.text-muted Alles verlassen – Menschenfischer
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hr
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ul.card-text
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li
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| Das „Mir nach!“ ist im Kontext der unmittelbar vorausgehenden Erzählungen nach der Tauferzählung als
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| „So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus“ (→ Röm 6,11) zu verstehen.
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li
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| Exemplarisch wird dies an den vier Erstberufenen bebildert:
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ul.card-text
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li
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i Simon und Andreas
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br
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| Sie werden als Menschenfischer berufen.
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br
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| Als solche Leben sie ihr Leben für Gott.
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li
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i Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus
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br
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| Sie brechen aus einer Gesellschaft des Habens und menschlichen Machtstrukturen – selbst eigentlich habend und mächtig – aus.
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br
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| Dies gehört zum „tot sein für die Sünde“;
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br
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| das Verharren in beidem wird im Laufe des Evangeliums von Jesus angeprangert werden.
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@ -654,84 +630,6 @@ block content
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li
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| Als „Menschenfischer“ helfen die Jünger, Menschen auf diese „Insel des Lebens“ zu retten.
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h5.card-title
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||||
| Der Gehorsam bis zum Tod am Kreuz und der Gehorsam der Erstberufenen beim Eintritt in die Nachfolge
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h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Versuchung Jesu und der Philipperhymnus
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hr
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ul.card-text
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li
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||||
| Das unmittelbare Eintreten der Jünger in die Nachfolge Jesu – ihr Gehorsam angesichts des Rufes Jesu –
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||||
| spiegelt sich in der Mitte der konzentrischen Gliederung darin, dass sich Jesus ohne Umschweife vom Geist
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||||
| in die Wüste treiben lässt:
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br
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| so wie Jesus dem Geist gegenüber gehorsam ist,
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br
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| so sind es die Jünger Jesus gegenüber.
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li
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||||
| Gleichzeitig spiegelt sich das In-Dienst-nehmen-Lassen der Jünger in der Mitte der konzentrischen Gliederung darin, dass die Engel Jesus dienen:
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br
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| Erde und Himmel dienen Jesus.
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li
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||||
| Versteht man nun noch die Wüste – wie wir es getan haben – als Ort der Gottferne,
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||||
br
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||||
| verbindet diese als „Wüste der Gottferne“ mit dem Tod Jesu am Kreuz, der – wie bereits erwähnt – als Sterben in die Gottferne gezeichnet ist
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||||
| (→ „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Mk 15,34),
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br
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||||
| und ist auch – siehe oben – auf Bezüge zum
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||||
| Philipperhymnus aufmerksam geworden, drängt sich regelrecht auf, auch diese Erzählzüge mit dem Philipperhymnus zu verbinden:
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br
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q.bibeltext
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| 8 er erniedrigte sich und war <i>gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz</i>.
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br
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||||
| 9 <i>Darum hat ihn Gott über alle erhöht</i> und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
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||||
br
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||||
| 10 damit <i>alle im Himmel, auf der Erde</i> und unter der Erde <i>ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu</i>
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span.bibelstelle Phil 2,8-10
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br
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||||
| Die Versuchung Jesu besteht demgemäß darin, diesen Weg des Gehorsams bis zum Tod am Kreuz nicht zu gehen.
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li
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||||
| Das „Darum“ in Phil 2,9 ist ein betontes Scharnier zwischen Erniedrigung und Erhöhung des einst Gottgleichen;
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||||
| und mit dieser Erhöhung Jesu verbindet sich in Phil 2,10 das Ziel, dass Himmel, Erde und Unterwelt vor Jesus die Knie beugen;
|
||||
br
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||||
| das kann als Zeichen von Hochachtung und Ehrerbietung verstanden werden,
|
||||
br
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||||
| das kann im weiteren Sinne aber auch als Gehorsam bis hin zum Dienst verstanden werden.
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br
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||||
| Versteht man jedenfalls den Dienst der Engel und den gehorsamen Eintritt der Jünger in den Dienst Jesu
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| von Phil 2,10 her, ist das Kniebeugen durch Himmel, Erde und Unterwelt zu 2/3 in den Engeln und den Berufenen bebildert.
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||||
li
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||||
| Unterstützend ist die Beobachtung, dass in der Versuchungserzählung die Trias Engel, (gezähmte wilde) Tiere und Satan
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||||
| der Trias „im Himmel, auf der Erde und unter der Erde“ entspricht.
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||||
li
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||||
| Mithin schaut die Erzählung von der Versuchung Jesu beim Dienst der Engel also schon auf die Erhöhung Jesu,
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||||
br
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||||
| ist in einer einzigen Erzählung letztlich die ganze Sendung Jesu gegenwärtig.
|
||||
li
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||||
| So betrachtet wird in der doppelten Mitte der konzentrischen Gliederung <i>zweimal</i> der Weg Jesu erzählt:
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||||
br
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||||
| Zunächst das Kommen Jesu zur Taufe und seine Taufe durch Johannes (→ Hineinsteigen im Sinne des Todes)
|
||||
| sowie die Ereignisse beim Heraussteigen aus dem Wasser (→ Auferweckung);
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||||
br
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||||
| dann – wieder auf den Anfang zurücksetzend – den Weg Jesu in die „Wüste der Gottferne“ bis hin zum Tod am Kreuz,
|
||||
| den Jesus seiner Sendung gemäß gehorsam geht – worauf sich das bei der Taufe geäußerte Wohlgefallen Gottes bezieht –,
|
||||
| was in seine abschließend im Dienst der Engel angedeuteten Erhöhung mündet.
|
||||
li
|
||||
| Der Weg in die „Wüste der Gottferne“ nach dem Hereinbrechen der Herrlichkeit Gottes über Jesus
|
||||
| hat eine gewisse Analogie zur Entäußerung und Erniedrigung des Philipperhymnus, auch wenn der Ausgangspunkt dort die Präexistenz ist.
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||||
br
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||||
| Es leuchtet das „Darum“ der Erhöhung auf (→ Wohlgefallen, das Gott in der „Taufe“ Jesu äußert):
|
||||
br
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||||
| der Blick auf die bei der Taufe angedeutete Auferstehungsherrlichkeit wird umgebogen auf den Weg dorthin.
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||||
li
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||||
| In diesen Weg von der Erniedrigung zur Erhöhung ist die Berufung und damit die Sendung der Jünger eingeordnet als Weg der Nachfolge:
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||||
br
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||||
| der Gehorsam gegenüber dem Ruf Jesu und in diesem Zug die Entäußerung und Erniedrigung als Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb durch die Söhne des Zebedäus.
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||||
br
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||||
| Und wie Jesus die Jünger quasi auf seinem Weg mitnimmt, so sollen auch die Jünger – als Menschenfischer – andere mitnehmen
|
||||
| auf diesem Weg in der Nachfolge Jesu.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title
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@ -742,7 +640,8 @@ block content
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li
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||||
| In der Versuchungserzählung (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) drückt das „sogleich“, das keinen Raum zwischen Taufe und Gang in die Wüste lässt,
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||||
| die göttliche Sendung Jesu aus.
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||||
p.small.card-text
|
||||
br
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span.small
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||||
| In diesen Verstehenszusammenhang lässt sich auch das „sogleich“ bei der Taufe Jesu einordnen: Jesu wird – als Anfang gelesen – für seine Sendung
|
||||
| gerüstet; bzw. Jesu Sendung kommt in der Aufertehung zu ihrem Ziel.
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||||
li
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||||
|
|
@ -787,7 +686,8 @@ block content
|
|||
li Insgesamt wird man sagen dürfen, dass die Berufungserzählung des Elischa Pate gestanden hat für die Berufungserzählung der ersten Jünger bei Markus.
|
||||
li
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||||
| Auffällig muss aber sein, dass man wenig später im Haus der Schwiegermutter des Petrus einkehrt (Mk 1,29-31).
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||||
p.small.card-text
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||||
br
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||||
span.small
|
||||
| Paulus kann in 1 Kor 9,5 erwähnen, dass die übrigen Apostel, die Herrenbrüder und – eigens erwähnt – auch Petrus ihre (christlichen) Frauen
|
||||
| auf ihren Missionsreisen dabei haben.
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br
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|
@ -65,7 +65,7 @@ block content
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.card-body.gliederung
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h5.card-title
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||||
| Jesus heilt den Gelähmten
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||||
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-12
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||||
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 2,1-12
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||||
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||||
.slide.mb-3
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||||
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@ -362,7 +362,8 @@ block content
|
|||
| Die Verkündigung des „Wortes“ ist auch im Kontext des „Austausches“ mit dem „Aussätzigen“ zu lesen,
|
||||
br
|
||||
| denn die gleiche Tätigkeit wurde von diesem nach der Heilung durch Jesus erzählt, während sich Jesus aus der Öffentlichkeit zurückziehen musste.
|
||||
p.small.card-text
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||||
br
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||||
span.small
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||||
| Natürlich ist die Notiz nicht im Sinne eins „Rück-Austauches“ zu lesen, eher im Sinne einer konzentrischen Rahmung
|
||||
| des „Austausches“ mit dem „Aussätzigen“, da sowohl in Mk 1,39 als auch hier in Mk 2,1-2 von der Verkündigungstätigkeit Jesu die Rede ist,
|
||||
| während in Mk 1,40-45 dann der Geheilte die Verkündigungstätigkeit von Jesus übernimmt.
|
||||
|
|
@ -502,7 +503,7 @@ block content
|
|||
br
|
||||
| worauf der Evangelist in der Anrede Jesu an den Gelähmten – „Mein Sohn“ – anspielt
|
||||
br
|
||||
| und wie Paulus in Anspielung auf Jesu Tod und Auferstehung in
|
||||
| und wie Paulus in Anspielung auf Jesu Tod und Auferstehung
|
||||
span.bibelstelle 2 Kor 5,19
|
||||
| schreibt:
|
||||
br
|
||||
|
|
@ -535,7 +536,7 @@ block content
|
|||
| es geht in der Erzählung also nicht um einen Konflikt des irdischen Jesus mit Vertretern der Schriftgelehrten, sondern viel grundsätzlicher
|
||||
| um das spannungsreiche Verhältnis – bis hin zum sich ausschließenden Gegenüber – „Jesus ↔ Schrift/Tora“,
|
||||
| und damit um eine nachösterliche Thematik zunächst innerhalb des Christentums im Hinblick auf die Bedeutung
|
||||
| von Tod und Auferstehung Jesu, mit unmittelbaren Folgen für die Bedeutung der Taufe;
|
||||
| von Tod und Auferstehung Jesu – mit unmittelbaren Folgen für die Bedeutung der Taufe –;
|
||||
br
|
||||
| das Gegenüber des „markinischen Jesus“ sind also weniger Juden als vielmehr „judaisierende Christen“.
|
||||
li
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||||
|
|
@ -565,7 +566,7 @@ block content
|
|||
br
|
||||
| 25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dem Erzieher.
|
||||
br
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||||
| 26 Denn alle seid ihr <i>durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus</i>.
|
||||
| 26 Denn alle seid ihr durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus.
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||||
br
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||||
| 27 Denn ihr alle, <i>die ihr auf Christus getauft seid</i>, habt Christus angezogen.
|
||||
br
|
||||
|
|
@ -615,8 +616,7 @@ block content
|
|||
| ihren Widerspruch zur Sündenvergebung durch Jesus kontert er,
|
||||
| indem er erzählerisch bebildert, dass Jesus – im Gegensatz zur Tora – <i>die Kraft hat, lebendig zu machen</i>: der „Gelähmte“ steht auf.
|
||||
br
|
||||
| Markus will sagen: allein durch Gottes Wirken in und durch Christus – und dann vermittelt durch die Taufe auf Christus bzw. seinen Tod,
|
||||
| die den Glauben voraussetzt –
|
||||
| Markus will sagen: allein durch Gottes Wirken in und durch Christus – und dann vermittelt durch die Taufe auf Christus bzw. seinen Tod –
|
||||
| ist eine derartige Sündenvergebung möglich.
|
||||
|
||||
|
||||
|
|
@ -641,11 +641,9 @@ block content
|
|||
br
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||||
| Jesus ist der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzte Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten.
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||||
li
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||||
| Schon in der Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung ist Röm 1,4 gegenwärtig:
|
||||
| In diesen Kontext passt auch die Mitte der konzentrischen Gliederung:
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||||
br
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||||
| dort wird Jesus vom Dämon als „der Heilige Gottes“ angesprochen und die Vollmacht seiner Lehre hervorgehoben.
|
||||
br
|
||||
| Dies unterstreicht, dass die vorliegende Erzählung weiterführt, was in der Mitte der konzentrischen Gliederung thematisiert wird.
|
||||
| dort wird Jesus vom Dämon als „der Heilige Gottes“ angesprochen.
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||||
li
|
||||
| Durch den Bezug zu Röm 1,4 wird bestätigt, dass es hier nicht um die Verteidigung der Vollmacht des irdischen Jesus geht,
|
||||
| sondern um eine nachösterliche Perspektive und Fragestellung.
|
||||
|
|
@ -756,10 +754,8 @@ block content
|
|||
| wie die Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung in Verbindung mit der dominanten Thematik
|
||||
| Sündenvergebung nahelegt.
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||||
br
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||||
| Die komplementären Aussagen in Röm 6, die sich auf das Leben in Gemeinschaft mit Gott beziehen,
|
||||
| gehören – auch wenn der Akzent hier nicht darauf liegt – aber als zweite Seite derselben Medaille auch dazu,
|
||||
| wie auch in der Mitte der konzentrischen Gliederung über die „Vollmacht der Lehre“ und den Titel „Heiliger Gottes“
|
||||
| – als Anspielungen auf Röm 1,4 – die Auferstehung Jesu präsent ist.
|
||||
| Die komplementären Ausagen in Röm 6, die sich auf das Leben in Gemeinschaft mit Gott beziehen,
|
||||
| gehören – auch wenn der Akzent hier nicht darauf liegt – aber als zweite Seite derselben Medaille auch dazu.
|
||||
li
|
||||
| Damit werden hier vor allem folgende Sätze präsent:
|
||||
ul.card-text
|
||||
|
|
@ -777,10 +773,10 @@ block content
|
|||
| ... der Tod hat keine Macht mehr über ihn [= Christus Jesus].
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||||
br
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||||
| Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde,
|
||||
| sein Leben aber lebt er für Gott.
|
||||
span.small sein Leben aber lebt er für Gott.
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||||
br
|
||||
| So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind,
|
||||
| aber für Gott leben in Christus Jesus.
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span.small aber für Gott leben in Christus Jesus.
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||||
span.bibelstelle Röm 6,9b-12
|
||||
li
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||||
| Aus diesen Sätzen spricht eine Schicksalsgemeinschaft mit Jesus,
|
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@ -810,9 +806,7 @@ block content
|
|||
| in der Neuheit des Lebens wandeln.“ (Röm 6,4)
|
||||
li
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||||
| Dazu gehört zunächst das „tot für die Sünde“, aber auch das „für Gott leben in Christus Jesus“ – jedenfalls eine sichtbare, dauerhafte
|
||||
| Auswirkung auf das Leben;
|
||||
br
|
||||
| was hier wie ein punktuelles Ereignis scheint, ist eine auf Dauer angelegte Lebenswende.
|
||||
| Auswirkung auf das Leben; was hier wie ein punktuelles Ereignis scheint, ist eine auf Dauer angelegte Lebenswende.
|
||||
li
|
||||
| Beim Beleg für die Sündenvergebungsvollmacht Jesu bzw. der Gemeinde ist daher sicher daran gedacht,
|
||||
| dass – vor allem nach Ostern – Menschen durch die Begegnung mit Jesus – vermittelt durch seine Jünger – tatsächlich
|
||||
|
|
@ -862,7 +856,7 @@ block content
|
|||
br
|
||||
| sie verbinden sich unmittelbar mit den Vieren, die den Gelähmten auf der Liege zu Jesus bringen:
|
||||
br
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| Bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus sind es – so legen es die Bezüge in der Konzentrik nahe – diese vier Erstberufenen,
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||||
| Bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus sind es – so soll man interpretieren – diese vier Erstberufenen,
|
||||
| die Jesus zur fiebrigen Schiegermutter des Petrus führen.
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||||
li
|
||||
| Von der Schwiegermutter des Petrus wird erzählt, dass sie nach der Aufrichtung durch Jesus diesem und seinen Begleitern dient.
|
||||
|
|
@ -870,12 +864,8 @@ block content
|
|||
| Dies verbindet sich einerseits damit, dass sich die vier Erstberufenen von Jesus in Dienst nehmen lassen – wobei
|
||||
| sie diesen Dienst gerade auch gegenüber der Schwiegermutter des Petrus ausüben, indem sie Jesus zu ihr führen.
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||||
br
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||||
| Andererseits entspricht die Abfolge „Aufgerichtet → Dienst“ der Abfolge „Aufgerichtet → Weggehen und Liege mitnehmen”
|
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| in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten,
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br
|
||||
| wobei zu bedenken ist, dass das „Mitbegraben-Sein mit Christus“, das in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten der tragende Gedanke ist,
|
||||
| nach Röm 6,4 dazu geschieht, dass der so auf Christi Tod Getaufte „in der Neuheit des Lebens“ wandelt im Sinne des „tot für die Sünde – leben für Gott“,
|
||||
| was sich gut mit dem Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern nach deren Aufrichtung verbinden lässt:
|
||||
| Andererseits geschieht das „Mitbegraben-Sein mit Christus“, das in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten der tragende Gedanke ist,
|
||||
| nach Röm 6,4, damit der so auf Christi Tod getaufte „in der Neuheit des Lebens“ wandelt;
|
||||
br
|
||||
| der oben formulierte Gedanke, dass der Geheilte seine Liege mitnimmt als „Handwerkszeug“, um fortan anderen zu helfen, wird verstärkt.
|
||||
|
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|
|
@ -892,13 +882,11 @@ block content
|
|||
| das dort Gesagte sei erinnert.
|
||||
li
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||||
| Die Notiz der Auslieferung Johannes des Täufers – durchsichtig auf den Tod Jesu – verbindet sich mit dem Abend
|
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| bzw. der untergehenden Sonne: es ist – wie in Mk 14,17 angegeben wird – Abend, als Jesus sich mit den Jüngern zum
|
||||
| Mahl vor seinem Tod im vorbereiteten Raum einfindet; er thematisiert als erstes seine bevorstehende Auslieferung.
|
||||
| Als Jesus am Kreuz hängt, bricht eine Finsternis über das ganze Land herein.
|
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| bzw. der untergehenden Sonne: bei Jesu Tod bricht Finsternis herein.
|
||||
br
|
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| Stimmig zum Gang Jesu ins Verderben (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) und zur Taufe auf den Tod bzw. dem
|
||||
| Mitgebraben-Sein mit Jesus (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung) wird also insbesondere der Akzent
|
||||
| auf Jesu Tod als Ursache für das neue Heil in Christus gelegt.
|
||||
| Stimmig zum Gang Jesu ins Verderben – Mitte der konzentrischen Gliederung – und zur Taufe auf den Tod bzw. dem
|
||||
| Mitgebraben-Sein mit Jesus – unteres Ende der konzentrischen Gliederung – wird also insbesondere der Akzent
|
||||
| auf Jesu Tod als Ursache für das neue Heil in Christus gesetzt.
|
||||
li
|
||||
| Jesu Tod hat, da ihn Gott mit der Auferweckung beantwortet hat, das Reich Gottes nahegebracht.
|
||||
li
|
||||
|
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@ -1032,7 +1020,7 @@ block content
|
|||
h5.card-title
|
||||
| Nochmal: Das Gegenüber „Jesus“ ↔ Schrift(gelehrte)
|
||||
h6.card-text
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||||
| Ein kurzer Blick auf grundlegende theologische Streitigkeiten im frühen Christentum
|
||||
| Ein kurzer Blicker auf grundlegende theologische Streitigkeiten im frühen Christentum
|
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hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
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||||
|
|
@ -1154,21 +1142,10 @@ block content
|
|||
| Die Trennung zwischen Juden und Heiden wird überwunden, indem die Heiden zu (sich zu Christus bekennenden) Juden werden.
|
||||
tr
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td.card-text
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||||
| Jesus ist – von Paulus deutlich hervorgehoben, bei Markus klar präsent – nach dem jüdischen Gesetz (Dtn 21,23!) ein von Gott Verfluchter;
|
||||
| dies hat im Sinne des „Austauches“ Heilsbedeutung: Jesus hat den „Fluch des Gesetzes“ (→ Gal 3,10) stellvertretend
|
||||
| für alle Sünder getragen.
|
||||
| Weil nach dem jüdischen Gesetz (nach Dtn 21,23) Jesus ein von Gott Verfluchter ist – was im Sinne des
|
||||
| „Austauches“ Heilsbedeutung hat – bedeutet das Leben als Christ ein Leben jenseits des Gesetzes im Sinne eines „Weges zum Heil“;
|
||||
br
|
||||
| Durch Jesu stellvertretenden Tod und seine Auferstehung ist offenbar, dass sich das Gesetz nicht als „Weg zum Heil“ erwiesen hat,
|
||||
| sondern den Fluch im Sinne des Todesurteils für alle Menschen gebracht hat, von dem Jesus freigekauft hat.
|
||||
br
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||||
| Das Mitsterben mit Christus in der Taufe bedeutet, das Todesurteil des Gesetzes anzunehmen und an sich vollstrecken zu lassen,
|
||||
| das neue Leben in Christus ist demgemäß ein Leben jenseits des Gesetzes, wie Paulus sich in
|
||||
span.bibelstelle Gal 2,19
|
||||
| pointiert ausdrückt:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben.
|
||||
br
|
||||
| Die ethischen Vorschriften können aber weiterhin als Leitplanken verstanden werden, ihre Befolgung ist aber nicht Grund der Rechtfertigung.
|
||||
| die ethischen Vorschriften können aber weiterhin als Leitplanken verstanden werden, ihre Befolgung ist aber nicht Grund der Rechtfertigung.
|
||||
td.card-text
|
||||
| Zwischen Jesus und dem jüdischen Gesetz wird – trotz der Kreuzigung – keine größere Spannung wahrgenommen,
|
||||
| vielmehr wird Jesus eher als grundsätzlich gesetzestreuer Jude verstanden; vgl.
|
||||
|
|
|
|||
|
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@ -201,7 +201,8 @@ block content
|
|||
| ins Verderben mit sich bringt.
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||||
br
|
||||
| Dies wird in dieser Erzählung „bebildert“.
|
||||
p.small.card-text
|
||||
br
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||||
span.small
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||||
| Im weiteren Verlauf des Evangeliums wird deutlich werden, wie das Ausführen der Sendung Jesu auch zum ethischen Charakter
|
||||
| von „Bereitet den Weg des Herrn“ passt.
|
||||
li.small
|
||||
|
|
@ -309,7 +310,7 @@ block content
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h5.card-title
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| Jesus dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten
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| Jesus dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten
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hr
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li
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@ -381,7 +382,8 @@ block content
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| Für die verschwiegene <i>Lehre Jesu</i> gilt im Sinne der Analogie zum Schweigegebot,
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| dass sie als wesentlichen Inhalt den verschwiegenen Weg Jesu ans Kreuz,
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| mit dem er seine Sendung ausführt, enthält.
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p.small.card-text Die Teile „In Galilaä/Judäa auf dem Weg“ werden dies bestätigen.
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br
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span.small Die Teile „In Galilaä/Judäa auf dem Weg“ werden dies bestätigen.
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li
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| Gerade dadurch, dass der Weg Jesu nur indirekt in der Erzählung gegenwärtig ist,
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| liegt ein besonderer Akzent darauf;
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@ -413,7 +415,7 @@ block content
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| Mk 1,40-45 (Heilung des Aussätzigen); 5,35-43 (Auferweckung der Tochter des Jairus); 7,31-37 (Heilung des Taubstummen).
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li
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| In der vorliegenden Erzählung wird das „Bekenntnis“ des unreinen Geistes mit dem Schweigegebot belegt;
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| dass das Wunder als solches weitererzählt wird, ist dagegen völlig legitim (im Gegensatz zu anderen Wundern!).
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| dass das Wunder als solches weitererzählt wird, ist damit völlig legitim (im Gegensatz zu anderen Wundern!).
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li
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| Das Schweigegebot angesichts des „Bekenntnisses“ hier wurde ausgesprochen, weil der Weg Jesu in den Tod am Kreuz verschwiegen wurde.
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br
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| doch besteht stets die Gefahr, nur das „Ergebnis“ zu sehen und nicht den Weg dorthin.
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br
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| Gerade auf Letzteren legen aber Markus und Paulus besonderen Wert, weil dieser Weg sich bei jenen auswirken muss, die Jesus nachfolgen.
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p.small.card-text
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span.small
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| Bei beiden ist zu bemerken, wie sie den einseitgen Blick auf die Auferstehungsherrlichkeit Jesu kritisieren,
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| weil das Vergessen des Weges Jesu ans Kreuz ein Den-Mitmenschen-Vergessen mit sich bringen kann;
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| sowohl bei Markus als auch Paulus begegnen dazu konkrete Beispiele.
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br
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| Markus wird sich dieser Thematik vor allem im übergreifenden Teil „Auf dem Weg“ widmen.
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h5.card-title Jesu Lehre: Das Evangelium Jesu Christi
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h6.card-subtitle.text-muted Von der Kraft des Evangeliums
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li Wie durch die obigen Ausführungen deutlich wurde, kann die „Lehre Jesu“ inhaltlich besonders mit seinem Weg ans Kreuz gefüllt werden.
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li
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| Auch die Auferstehung Jesu im Sinne der Einsetzung als „Sohn Gottes in Macht“ ist in der Erzählung präsent und – wenn auch hier untergeordnet –
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| als Teil der Lehre Jesu zu verstehen.
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li
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||||
| Beides – Tod und Aufestehung – sind das „Evangelium Jesu Christi“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung),
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| wobei hier ein besonderer Akzent auf Jesu Tod liegt.
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||||
li So lassen sich „Evangelium Jesu Christi“ im oberen und „Lehre Jesu“ im unteren Ende der konzentrischen Gliederung aufeinander beziehen.
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li
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||||
| Als Bedeutung von Jesu Tod – als Inhalt von Jesu Sendung – gehört zu diesem „Evangelium“ wesentlich,
|
||||
| dass Jesus gekommen ist, die unreinen Geister ins Verderben zu stürzen.
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li
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||||
| Auffällig ist, dass das Thema „Lehre Jesu“ nicht nur die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes rahmt,
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br
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||||
| sondern die Leute nicht eigentlich über das Wunder, sondern über die Lehre Jesu staunen.
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br
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||||
i So erscheint die Austreibung geheimnisvoll als Auswirkung der Lehre Jesu.
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li
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||||
| Dies erklärt sich – die Identität von „Lehre Jesu“ und „Evangelium Jesus Christi“ bedenkend –
|
||||
| durch
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span.bibelstelle Röm 1,16
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br
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q.bibeltext
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||||
| ... ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist <i>eine Kraft Gottes</i> zur Rettung für jeden, der glaubt.
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h5.card-title
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@ -535,77 +570,18 @@ block content
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h5.card-title
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||||
| Jesu Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
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br
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||||
| Jesus, der Sohn Gottes, dem die Engel dienen und dem die unreinen Geister gehorchen
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h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes und der Philipperhymnus
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| Jesus, der Sohn Gottes, dem die Engel dienen
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hr
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ul.card-text
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li
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| Wie in der vorhergehenden konzentrischen Gliederung (Berufung der ersten Jünger) deutlich wurde,
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| ist in der Erzählung von der Versuchung Jesu der Philipperhymnus gegenwärtig:
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| Durch den Weg in den Tod am Kreuz ist Jesus zu dem geworden, dem die Hoheitstitel gebühren (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung):
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br
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| Jesu Gehorsam gegenüber dem ihn in die „Wüste der Gottferne“ treibenden Geist macht den Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz gegenwärtig;
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br
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| von diesem Weg will ihn Satan abbringen, darin besteht die Versuchung Jesu.
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li
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| Der dem Befehl Jesu folgende unreine Geist, der auf das Wort Jesu hin schweigt und ausfährt, verbindet sich zugleich einerseits mit diesem
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| Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz sowie andererseits mit den Engeln, die Jesus dienen.
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||||
li
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| Die Verbindung zum Dienst der Engel ist von Phil 2,10 her zu verstehen, wo als Ziel der Erhöhung besungen wird, dass Himmel, Erde
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||||
| und Unterwelt vor Jesus die Knie beugen, ihm also gehorsam sind.
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br
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||||
| Genau dies ist zu 2/3 in den Engeln und dem unreinen Geist, der der Unterwelt zuzuordnen ist, bebildert.
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li
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| So sind der Dienst der Engel und der Gehorsam des unreinen Geistes Zeugnis für die erfolgte Erhöhung Jesu,
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| für seine Einsetzung „dem Geist der Heiligkeit als Sohn Gottes in Macht aufgrund der Auferstehung von den Toten“ (Röm 1,4),
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||||
| im Sinne der Verleihung des „Namen, der größer ist als alle Namen“ (Phil 2,9),
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||||
| worauf auch mit dem Titel „Heiliger Gottes“ angespielt wird.
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li
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||||
| Auch hier ist das betonte „Darum“ in Phil 2,9 zu beachten:
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br
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| Durch den Weg in den Tod am Kreuz ist Jesus zu dem geworden, dem die Hoheitstitel gebühren (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung).
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i Der, dem die Engel dienen (→ Mitte der konzentrischen Gliederung), ist der, der selber als Diener in die „Wüste“ gegangen ist.
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li
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||||
| Allerdings ist dieser Weg genau das Gegenteil von dem, was man vom „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung)
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| erwarten würde:
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br
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| Nicht Hoheit, sondern Erniedrigung.
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li
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| Der Gehorsam des unreinen Geistes als Parallele zum Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz ist wie bei den Jüngern
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| im Sinne der Nachfolge zu verstehen:
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br
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||||
| Jesus ist der göttliche Bote, der den unreinen Geistern voraus den Weg ins Verderben geht, um ihnen den Weg ins Verderben zu bahnen.
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h5.card-title Jesu Lehre: Das Evangelium Jesu Christi
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h6.card-subtitle.text-muted Von der Kraft des Evangeliums
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ul.card-text
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li Wie durch die obigen Ausführungen deutlich wurde, kann die „Lehre Jesu“ inhaltlich besonders mit seinem Weg ans Kreuz gefüllt werden.
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li
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| Auch die Auferstehung Jesu im Sinne der Einsetzung als „Sohn Gottes in Macht aufgrund der Auferstehung von den Toten“ ist in der Erzählung präsent und
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||||
| als Teil der Lehre Jesu zu verstehen.
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li
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||||
| Beides – Tod und Aufestehung – sind das „Evangelium Jesu Christi“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung),
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||||
| wobei hier ein besonderer Akzent auf Jesu Tod liegt.
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||||
li So lassen sich „Evangelium Jesu Christi“ im oberen und „Lehre Jesu“ im unteren Ende der konzentrischen Gliederung aufeinander beziehen.
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li
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||||
| Als Bedeutung von Jesu Tod – als Inhalt von Jesu Sendung – gehört zu diesem „Evangelium“ wesentlich,
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||||
| dass Jesus gekommen ist, die unreinen Geister ins Verderben zu stürzen.
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li
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||||
| Auffällig ist, dass das Thema „Lehre Jesu“ nicht nur die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes rahmt,
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br
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||||
| sondern die Leute nicht eigentlich über das Wunder, sondern über die Lehre Jesu staunen.
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||||
br
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||||
i So erscheint die Austreibung geheimnisvoll als Auswirkung der Lehre Jesu.
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li
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||||
| Dies erklärt sich – die Identität von „Lehre Jesu“ und „Evangelium Jesus Christi“ bedenkend –
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| durch
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span.bibelstelle Röm 1,16
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br
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q.bibeltext
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||||
| ... ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist <i>eine Kraft Gottes</i> zur Rettung für jeden, der glaubt.
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@ -167,7 +167,7 @@ block content
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br
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| 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus.
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br
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| Und er verbot den Dämonen zu reden, weil sie ihn kannten.
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||||
| Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
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@ -179,198 +179,33 @@ block content
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|||
li Das erste Mal wird erzählt, dass die Massen zu Jesus kommen: „die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt“.
|
||||
li Das erste Mal werden Massenheilungen erzählt.
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.card-body
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h5.card-title
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| Die Präsenz von Tod und Auferstehung Jesu in Mitte und unterem Ende der konzentrischen Gliederung
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h6.card-subtitle.text-muted Indirekte Anspielungen auf das Schicksal Jesu
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hr
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ul.card-text
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li
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung wird das Schicksal des Vorläuferes Jesu erwähnt: „Nachdem Johannes <i>ausgeliefert</i> worden war ...“:
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br
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| Johannes wurde ein Opfer der Mächtigen, konkret des König Herodes, den Johannes kritisiert hatte und der Johannes dann umbringen ließ.
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br
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| Damit wird indirekt auf das Schicksal des gewaltsamen Todes Jesu selbst angespielt, ist doch „ausgeliefert“ terminus technicus für die Passion Jesu bis zum Tod am Kreuz.
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br
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| Die Notiz der Auslieferung Johannes des Täufers in der Mitte der konzentrischen Gliederung verbindet sich daher mit dem Abend
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||||
| bzw. der untergehenden Sonne am unteren Ende der konzentrischen Gliederung:
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br
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||||
| es ist – wie in Mk 14,17 angegeben wird – Abend, als Jesus sich mit den Jüngern zum
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||||
| Mahl vor seinem Tod im vorbereiteten Raum einfindet; er thematisiert als erstes seine bevorstehende Auslieferung,
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||||
| die sich dann – als Verrat des Judes – im weitern Verlauf des Abend ereignen wird.
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br
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| Als Jesus am Kreuz hängt, bricht eine Finsternis über das ganze Land herein.
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li
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| Im „<i>Nachdem</i> ... ausgeliefert“ und der Verkündigungstätigkeit Jesu einerseits sowie indirekt in den erzählten Heilungen andererseits
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| ist dagegen die Auferstehung Jesu gegenwärtig.
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li
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| Somit ist das „Evangelium Gottes“ im Sinne von Jesu Tod und Auferstehung in den Erzählzügen der Mitte wie des
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||||
| unteren Endes der konzentrischen Gliederung präsent.
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.card-body
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h5.card-title
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
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h6.card-subtitle.text-muted Johannes, der Vorläufer Jesu – Jesus, der göttliche Bote zum Heil der Menschen
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h6.card-subtitle.text-muted Jesus, der göttliche Bote zum Heil der Menschen
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hr
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ul.card-text
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li
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| Wie oben beschrieben, wird ist das Schicksal Jesu in der Mitte und am unteren Ende der konzentrischen Gliederung
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| präsent, und dies nicht zuletzt in Verbindung mit genannten Personen: Johannes dem Täufer (→ Auslieferung/Tod) und den Geheilten (→ Auferstehung).
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li
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| Hinzu kommen noch die Dämonen, die mit Jesus den Weg ins Vererben teilen, den er ihnen dazu vorausgegangen ist.
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li
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||||
| Es fällt auf, dass es in den beiden unmittelbar vorausgehenden Erzählungen auch um eine Dämonenaustreibung und eine Heilung ging;
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||||
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung wird der Tod des Vorläuferes Jesu erwähnt: „Nachdem Johannes <i>ausgeliefert</i> worden war ...“.
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||||
br
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||||
| was dort für <i>einen</i> Dämon und für <i>eine</i> Kranke erzählt wurde, das wird hier in den <i>Plural</i> gesetzt.
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li
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||||
| Vor Dämonenaustreibung und Heilung ging es um die <i>Nachfolge</i> und wurde dabei von der <i>Entäußerung und Erniedrigung der Zebedäussöhne</i> erzählt;
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||||
| Damit wird aber auf den Tod Jesu selbst angespielt, ist doch „ausgeliefert“ terminus technicus für den Tod Jesu am Kreuz.
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br
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||||
| jetzt ist – in der Mitte der konzentrischen Gliederung – Johannes der Täufer, der <i>Vorläufers</i> Jesu, erinnert,
|
||||
| mit dem sich nicht nur eindrücklich die Askese in der Wüste verbindet, sondern auch besonders die in der Mitte erwähnte <i>„Auslieferung“,
|
||||
| die auf seinen schmachvollen Tod der Erniedrigung als Opfer der Mächtigen</i> im Rahmen eines Festmahles anspielt, von dem Markus in Mk 6,14-29 erzählt.
|
||||
| Bezieht sich das „Evangelium Gottes“ zwar auf Jesu Tod <i>und</i> Auferstehung, liegt damit doch ein gewisser Akzent auf dem <i>Tod</i> Jesu.
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li
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||||
| Diese Beobachtungen legen nahe:
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ul.card-text
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li
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| Aktuelle Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung greifen mit Johannes dem Täufer, den Dämonen und den Kranken
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| die Jünger, den Dämon und die Schwiegermutter des Petrus auf und damit die drei vorausgehenden Erzählungen.
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li
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| Diese drei Erzählungen bildeten auch insofern eine Einheit als alle drei die Wüstensendung in der Mitte der konzentrischen
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| Gliederung hatten, als sie selbst unteres Ende jener Gliederung waren.
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br
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||||
| Mit ihnen am unteren Rand der konzentrischen Gliederung und der Wüstensendung in der Mitte
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| wurde der Weg Jesu von Entäußerung und Erniedrigung über den Tod am Kreuz bis hin zur Erhöhung
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||||
| nach dem Philipperhymnus abgeschritten
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||||
| im Sinne des „Boten vor dir her“, der mit Jesus zu identifizieren war und an dessen Geschickt die Jünger, der Dämon
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||||
| und die Schwiegermutter des Petrus je nach Abschnitt des Philipperhymnus „Anteil“ hatten.
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||||
li
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||||
| Insofern wird dieser Weg Jesu nach dem Philipperhymnus in der Konstellation Mitte und unteres Ende der aktuellen konzentrischen Gliederung
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||||
| wieder präsent, gleichsam als überschießender Abschluss.
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||||
| Die Austreibung der Dämonen erinnert an die Austreibung des ersten Dämon in der Synagoge (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die gegenüberliegnde Erzählung!);
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||||
br
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||||
| Jesus ist der göttliche Bote, der den Dämonen voraus ins Verderben geht, um sie ins Verderben zu stürzen.
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||||
br
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span.small → Negative Schicksalsgemeinschaft
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li
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| Somit ergeben sich folgende Bezüge im Sinne einer (positiven wie negativen) Schicksalsgemeinschaft:
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ul.card-text
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li
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| Die Auslieferung Johannes des Täufers macht die Auslieferung Jesu selbst präsent:
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br
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i
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| Johannes ist der göttliche Bote, der Jesus voraus nicht nur Entäußerung und Erniedrigung praktizierte, sondern
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||||
| auch das Schicksal des gewaltsamen, erniedrigenden Todes erleben musste; insofern hat er den Weg Jesu vorgezeichnet:
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br
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i → Schicksalsgemeinschaft der Sendung durch Gott in die Erniedrigung, die ihren Höhepunkt im gewaltsamen Tod hat („ausgeliefert“).
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li
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| Die Austreibung der Dämonen erinnert an die Austreibung des ersten Dämon in der Synagoge (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die gegenüberliegnde Erzählung!):
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br
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||||
i Jesus ist der göttliche Bote, der den Dämonen voraus ins Verderben geht, um sie ins Verderben zu stürzen.
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||||
br
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i → Negative Schicksalsgemeinschaft
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li
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||||
| Die Heilung „aller möglichen Krankheiten“ erinnert an die Heilung der Schwiegermutter des Petrus (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die Mitte),
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||||
| wodurch sich nahelegt, diese „Krankheiten“ – wie das „Fieber“ der Schwiegermutter des Petrus – im übertragenen Sinne zu verstehen,
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||||
| zumindest, was das Handeln Jesu betrifft (auf Seiten der Menschen ist es so oder so ein Liebesdienst gegenüber kranken Personen):
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br
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i
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| Jesus ist der göttlichen Bote, der nach seinem Tod am Kreuz von Gott auferweckt wurde:
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| „ihm nach“ folgen – im Sinne einer Analogie – die „Kranken“ den Weg in die „Gesundheit“.
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||||
br
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i → Positive Schicksalsgemeinschaft
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.card-body
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h5.card-title
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||||
q.bibeltext Mein Knecht, der Gerechte, macht die Vielen gerecht
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span.bibelstelle Jes 53,11
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||||
h6.card-subtitle.text-muted
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||||
| Die Veränderung des Numerus gegenüber den drei vorausgehenden Erzählungen, das Vierte Lied vom Gottesknecht des Jesaja
|
||||
| und der Philipperhymnus
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||||
hr
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||||
ul.card-text
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||||
| Die Heilung „aller möglichen Krankheiten“ erinnert an die Heilung der Schwiegermutter des Petrus (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die Mitte);
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br
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||||
| Jesus ist der göttlichen Bote, der durch seinen Tod am Kreuz den Weg ins Leben eröffnet hat: „ihm nach“ folgen die „Kranken“ den Weg in die Gesundheit.
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||||
br
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||||
span.small → Positive Schicksalsgemeinschaft
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li
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||||
| Sicher kein Zufall sind die Veränderungen im Numerus:
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ul.card-text
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li
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| Von den Nachfolgenden wird auf den Vorläufer gewechselt und damit in den Singular.
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li
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||||
| Bei Dämon und Schwiegermutter ist das Gegenteil der Fall: es wird in den Plural gewechselt.
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||||
| Damit wird – die Auslieferung Johannes des Täufers auf Jesus übertragen – das Motiv „der Eine für die Vielen“ präsent.
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||||
br
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||||
| Man beachte in diesem Zusammenhang auch, dass zwar erzählt wird, dass „man alle Kranken und Besessenen zu Jesus“ brachte,
|
||||
| dieser aber „viele“ heilte und „viele Dämonen“ austrieb: das ist keine Einschränkung – als ob einige Kranke ungeheilt geblieben
|
||||
| oder einige Dämonen nicht ausgetrieben worden wären – sondern diesem Motiv geschuldet.
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||||
li
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||||
| „Der Eine für die Vielen“ ist ein zentrales Motiv im Vierten Lied vom Gottesknecht des (Deutero-)Jesaja,
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||||
| das den Tod des Einen zugunsten der Vielen besingt;
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||||
br
|
||||
| dabei gibt es einige Analogien zum Philipperhymnus:
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||||
br
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||||
q.bibeltext
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| 7 Er wurde bedrängt und misshandelt, aber er tat seinen Mund nicht auf.
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||||
br
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||||
| Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf vor seinen Scherern verstummt, so tat auch er seinen Mund nicht.
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||||
br
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||||
| 8 Durch Haft und Gericht wurde er dahingerafft, doch wen kümmert sein Geschick?
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||||
br
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||||
| Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Vergehen meines Volkes zu Tode getroffen. ...
|
||||
br
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||||
| 10 Doch der HERR hat Gefallen an dem ... Zermalmten.
|
||||
br
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||||
| Wenn du, Gott, sein Leben als Schuldopfer einsetzt, wird er Nachkommen sehen und lange leben.
|
||||
br
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||||
| Was Gott gefällt, wird durch seine Hand gelingen.
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||||
br
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||||
| 11 Nachdem er vieles ertrug, erblickt er das Licht. Er sättigt sich mit Erkenntnis.
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br
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i Mein Knecht, der Gerechte, macht die Vielen Gerecht;
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||||
br
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||||
| er lädt ihre Schuld auf sich.
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br
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||||
| 12 Deshalb gebe ich ihm Anteil unter den Großen und mit dem Mächtigen teilt er die Beute,
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br
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||||
| weil er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
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br
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||||
span.bibelstelle Jes 53,7-9.10-12
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ul.card-text
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li
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||||
| Unzweifelhaft lässt sich Jes 53,7 mit Erniedrigung und Gehorsam bis zum Tod am Kreuz verbinden.
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li
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| Jes 53,8a nennt die Haft, die Jesus und Johannes gemeinsam ist; das Gerichtsverfahren Jesu wird Markus entfalten
|
||||
| mit erzählerischer Aufnahme von Jes 53,7.
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li
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||||
| Jes 53,8b erzählt vom Tod des Gottesknechts, mit dem sich sowohl der Tod Johannes des Täufers als auch der Tod Jesu parallelisieren lässt.
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||||
li
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||||
| Jes 53,11 besingt, dass Gott den Gottesknecht aus der Tiefe heraufgeführt hat
|
||||
| und Jes 53,12 von der hoheitlichten Stellung des einst Erniedrigten – beies in Analogie zu Auferstehung und Erhöhung Jesu (→ Taufe).
|
||||
li
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||||
| Jes 53,10 spricht – im Horizont von Jes 53,8b, das den Tod des Gottesknechts mit der Schuld des Volkes begründet –
|
||||
| vom doppelten Schicksal des Gottesknechts: er wird selber lange leben, und er wird Nachkommen sehen.
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||||
br
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||||
| Das „lange leben“ kann man – wenn man Jesus mit dem Gottesknecht identifizert – auf die Auferstehung beziehen.
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br
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||||
| Bei den „Nachkommen“ wird man mit Blick auf Jes 53,11b und vor allem vom Gedanken der Nachfolge im Evangelium her
|
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| an die Vielen denken dürfen, die der mit Jesus identifizierte Gottesknecht durch seinen Tod „gerecht macht“ und die ihm nachfolgen.
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br
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| Jedenfalls ist die Aufrichtung und Erhöhung des Gottesknechts parallel der Gerechtmachung der Vielen;
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||||
| und beides ist im Tod des Gottesknechts begründet.
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li
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| Bedingung für diesen positiven Ausgang für den Gottesknecht und mit ihm die Vielen ist, dass sich Erniedrigung und Tod des
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| Gottesknechts im Rahmen einer göttlichen Sendung ereignet.
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| Insgesamt wird hier im Vierten Lied vom Gottesknecht ein Weg besungen, zu dem einerseits Erniedrigung bis zum Tod gehört,
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| weil dieser Tod aber dem Heilsplan Gottes entspricht andererseites zugleich die Erhöhung des Gottesknechts,
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| ferner auch parallel dazu die Gerechtmachung der Vielen durch den stellvertretenden Tod.
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| Der vom Vierten Lied des Gottesknechts besungene Weg ist daher dem im Philipperhymnus besungenen Weg Jesu analog,
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| das „Darum“ des Philipperhymnus mit dem „Deshalb“ in Jes 53,32 identisch.
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br
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| Hinzu kommt eine soteriologische Deutung des Weges in Erniedrigung und Tod, die der Philipperhymnus aber voraussetzt
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| (wie sich auch in den nächsten Erzählungen des Markus-Evangeliums noch zeigen wird).
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| Die Erzählung von der Heilung der Vielen, die sich an das Abschreiten des Weges Jesu anhand von Jüngern (→ Erniedrigung),
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| Dämon (→ Gang ins Verderben) und Schwiegermutter des Petrus (→ Erhöhung/Auferstehung) gemäß des Philipperhymnus anschließt,
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| erzählt von der Bedeutung diese Weges Jesu für „die Vielen“ ganz im Sinne des Vierten Liedes vom Gottesknecht,
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| das den Weg des Einen zur Rettung für „die Vielen“ erklärt.
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| Da legt sich nahe, diese „Krankheiten“ – in Analogie zum Fieber der Schwiegermutter des Petrus – im übertragenen Sinne zu verstehen.
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h6.card-subtitle.text-muted Ergreift die Chance des Reiches Gottes!
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| Die Verkündigung des nahegekommenen Gottesreiches und des Rufes nach Umkehr und Glaube an das Evangelium (→ Mitte konzentrische Gliederung)
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| Die Verkündigung des nahegekommenen Gottesreiches (→ Mitte konzentrische Gliederung)
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| verbindet sich mit dem Aufruf, den „Weg des Herrn zu bereiten“, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen zu stellen
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| (→ oberes Ende konzentrische Gliederung);
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| dies wird in der vorliegenden Erzählung beispielhaft bebildet:
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| sie „bereiten“ – ganz plastisch – „den Weg des Herrn“ zu den kranken und besessenen Menschen,
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| diesmal nicht, indem sie Jesus zu Kranken führen, sondern indem sie Menschen zu Jesus bringen.
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| Das Handeln der Menschen zeigt ihren Glauben an das Evangelium
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| im Sinne eines Glaubens, der durch die Liebe wirkt (→ Gal 5,6).
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h6.card-subtitle.text-muted Das Evangelium entfaltet seine Kraft
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li Das Handeln der Menschen zeigt ihren Glauben an das Evangelium (→ Mitte konzentrische Gliederung).
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| Neben Umkehr und Glaube an das Evangleium wirkt sich auch aus, was am Ende der Heilung des Dämon in der Synagoge (→ gegenüberliegende Erzählung der Gliederung „Galiläa I/A“) notiert wird:
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| Es wirkt sich auch aus, was am Ende der Heilung des Dämon in der Synagoge (→ gegenüberliegende Erzählung der Gliederung „Galiläa I/A“) notiert wird:
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| Jesu
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q.bibeltext Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa
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| Damit wird auch das Ziel des Evangeliums – bzw. des darin verkündeten christologisch-soteriologischen Doppelereignisses von Jesu Tod und Auferstehung – deutlich:
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| die „Heilung“ der „Kranken“.
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| Dies aber ist – zusammen mit dem Handeln der Menschen – mit dem Ruf Jesu zu Glaube und Umkehr zu verbinden:
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br
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| die „Heilung“ bedeutet demgemäß, dass die nun Geheilten umgekehrt und zum Glauben an das Evangelium gekommen sind.
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q ... sein Leben lebt er für Gott
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h6.card-subtitle.text-muted – und das tun alle anderen Menschen hier auch
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| Jene Erzähung, die jetzt die Mitte der konzentrischen Gliederung bildet,
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| war im Kontext Taufe → Wüstensendung → Beginn des öffentlichen Wirkens → Ruf in die Nachfolge
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| von Röm 6 her mit „leben für Gott“ verbunden worden.
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| Die Erzählung von der Heilung der vielen bebildet, wie Jesus „für Gott lebt“: er heilt und treibt Dämonen aus,
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| was – im Hinblick auf die übertragenen Bedeutung von „Krankheit“ identisch ist.
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| Gleichzeitig folgen die Menschen, die die Kranken bringen, dem Ruf zu Umkehr und Glaube und leben
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| auch sie ganz handgreiflich für Gott, indem sie für ihre Kranken sorgen.
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| Da das „Kranksein“ aber letztlich „Sündersein“ ist, die Heilung „gerecht macht“ nicht nur im Sinne eines freispechenden Urteils
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| sondern einer Dämonenaustreibung, „leben“ – als Konsequenz – nun auch die Geheilten „für Gott“.
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h5.card-title
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q Und er verbot den Dämonen zu reden, weil sie ihn kannten
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q Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war
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h6.card-subtitle.text-muted Ein zweiter Blick auf die Schweigegebote im Markus-Evangelium
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| In beiden geht es um Dämonenaustreibung(en), in beiden findet sich ein Schweigegebot; beide Male bezieht es sich auf das Wissen um die Person Jesu.
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| Während das Schweigegebot dort einem den Weg Jesu in den Tod am Kreuz vergessenden Bekenntnis den Riegel vorschiebt,
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| kann es sich in diesem Sinne hier einerseits mit der Notiz verbinden,
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| dass Johannes der Täufer „ausgeliefert“ wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung), andererseits mit dem Abend und der untergegangenen Sonne (s. o.),
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| was beides indirekt den Tod Jesu präsent macht.
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| kann es sich in diesem Sinne hier mit der Notiz verbinden,
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| dass Johannes der Täufer „ausgeliefert“ wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung),
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| was indirekt den Tod Jesu präsent macht.
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| Beiden Schweigegeboten gemeinsam ist also, dass sie sich verbinden lassen mit dem in der
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| jeweiligen Mitte der konzentrischen Gliederung bzw. in der Erzählung selbst nur angedeuteten
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| Weg Jesu in den Tod am Kreuz,
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| der im Hintergrund der Austreibung der unreinen Geister steht:
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| Beiden Schweigegeboten gemeinsam ist also, dass sie sich verbinden lassen mit dem in der jeweiligen Erzählung selbst verschwiegenen
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| Weg Jesu in den Tod am Kreuz, der aber in der Mitte der jeweiligen konzentrischen Gliederung angedeutet ist
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| und der im Hintergrund der Austreibung der unreinen Geister steht:
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| Jesus ist gleichsam den unreinen Geistern voraus ins Verderben gegangen, um ihnen den Weg ins Verderben zu bahnen, sie also ins Verderben zu stürzen.
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| Das wird aber von den Dämonen verschwiegen; sie wollen – wohl (wie der Dämon in Mk 1,21-28) mittels Titeln – verkünden, wer Jesus ist:
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| das greift zu kurz, daher das Schweigegebot.
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| Das Schweigegebot an die Dämonen ist geschickt am Ende der Erzählung platziert:
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| nachdem der Leser in Gedanken ganz bei Auferstehung, Erhöhung und Heilung ist,
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| wird er – zusammen mit den Dämonen – gehindert, Jesus mit (einseitigen) Titeln, die (nur) seine hoheitliche Stellung verdeutlichen, zu überhäufen;
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| er wird – gerade mittels des Schweigebotes – auf das gelenkt, was nur indirekt angedeutet, aber in der direkten Aussage verschwiegen wird:
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| den Tiefpunkt des Weges Jesu, den Tod am Kreuz, der aber gerade das „Darum“ der Erhöhung Jesu und des Heils der Menschen ist.
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| Die Schweigegebote an die Dämonen sind von der Eigenart des Markus-Evangeliums her zu erklären:
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| Jesus ist im ganzen Evangelium bereits der Auferstandene, der „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht
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| seit der Auferstehung von den Toten“ (→ Taufe). Daher hat er Vollmacht auch und gerade über die unreinen Geister.
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| Allerdings liegen der Tod Jesu und seine Auferstehung in der Erzählabfolge noch in der Zukunft und ist auch noch keine Leidensankündigung gesprochen,
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| kann an dieser Stelle des Evangeliums nur indirekt von Jesu Tod und seiner Auferstehung durch Anspielungen erzählt werden.
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| Daher setzt Markus Schweigegebote ein, die mit dem Verschweigen der Herkunft von Vollmacht und Hoheit Jesu einhergehen,
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| zugleich aber – zumindest für den „sehenden Leser“ – die Ursache für Vollmacht und Hoheit Jesu – nämlich seinen Tod am Kreuz
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| und die darin begründete Auferweckung – indirekt präsent machen:
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| Die Schweigegebote sind gesprochen, weil die Ursache für Jesu Vollmacht und Hoheit verschwiegen wird;
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| in der Umkehrung erzählen die Schweigegebote aber genau davon.
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| Insofern die Schweigegebote an die Dämonen gerichtet werden, mit denen Jesus den Weg ins Verderben „teilt“,
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| ist ein besonderer Aktzent auf den Tod Jesu gelegt.
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| Wie es in Mk 1,21-28 die Lehre Jesu in Vollmacht ist, die den unreinen Geist austreibt und die effektiv mit dem „Evangelium Gottes/Jesu Christi“
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| im Sinne des Todes und der Auferstehung Jesu identisch ist,
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| im Sinne des Todes und der Auferstehung Jesu – mit einem Akzent auf dem Tod Jesu – identisch ist,
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| so ist es hier das Evangelium vom nahegekommenen Gottesreich, das Jesu Tod und Auferstehung zur Grundlage hat,
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| so ist es hier das Evangelium vom nahegekommenen Gottesreich, das Jesu Tod und Auferstehung zur Grundlage hat – wieder mit einem Akzent auf dem Tod Jesu (→ „ausgeliefert“) – ,
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| das die unreinen Geister austreibt und den Kranken Heilung bringt.
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| Das Schweigegebot will verhindern, den „Preis“ dieses Heiles – nämlich Jesu Tod am Kreuz – zu vergessen.
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.card-body
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h5.card-title
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q Am Abend, als die Sonne untergegangen war ...
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q Und er verbot den Dämonen zu reden, weil sie ihn kannten
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h6.card-subtitle.text-muted Die Rahmung der Erzählung und die Ursache für die Heilung der Kranken
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ul.card-text
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| Wie deutlich geworden ist, beziehen sich sowohl die Zeitangabe am Anfang der Erzählung als auch
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| das Schweigegebot am Ende der Erzählung auf die Passion Jesu, zugespitzt den Tod Jesu.
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| Damit rahmen die Anspielungen auf Jesu Tod die ganze Erzählung, in deren Mitte von Heilungen und Dämonenaustreibungen erzählt wird:
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| Der Tod Jesu erscheint als „Rahmen“, als Ursache des in Jesus geschenkten Heils.
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| Im Hinblick auf die Dämonen verbindet sich damit das Mit-ins-Verdergen-gerissen-Werden beim Tod Jesu.
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| Im Hinblick auf die Heilungen ist die
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| Analogie zur Heilung der Schwiegermutter des Petrus zu beachten:
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| die Parallele im Ablauf der Wüstensendung Jesu und der Heilung der Schwiegermutter des Petrus verortet gerade da,
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| wo bei der Wüstensendung der Tod Jesu steht, bei der Heilung der Schwiegermutter deren Aufrichtung:
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| der Tod Jesu ist der „Wendepunkt“ für Jesus wie für die Schwiegermutter, und auch für die „Kranken“ hier,
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| deren Heilung einerseits Folge des im soteriologischen Sinne gedeuteten Todes Jesu ist
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| und andererseits Anteilhabe an der Auferstehung und Erhöhung Jesu.
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p.card-text.small
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||||
| Beide Dimensionen des soteriologisch gedeuteten Todes finden sich im Vierten Gottesknecht des Jesaja vorgezeichnet (s. o.).
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| In Mk 1,21-28 war es die Lehre Jesu in Vollmacht, die die Erzählung rahmte und die – neben der Auferstehung als Quelle der Vollmacht –
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| Jesu Gang ins Verderben enthält – als Ursache für die hoheitliche Einsetzung, als Ursache der verliehenen Vollmacht –;
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| ganz analog dazu ist Mk 1,32-34 durch indirekte Anspielungen auf Jesu Tod gerahmt
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| als Ursache für das dazwischen erzählte Heil.
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