Verbesserung Mk/Mitbegraben

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Peter Fischer 2021-11-27 19:46:31 +01:00
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.card-body.gliederung
h5.card-title
| Jesus heilt den Gelähmten
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 2,1-12
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-12
.slide.mb-3
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| Die Verkündigung des „Wortes“ ist auch im Kontext des „Austausches“ mit dem „Aussätzigen“ zu lesen,
br
| denn die gleiche Tätigkeit wurde von diesem nach der Heilung durch Jesus erzählt, während sich Jesus aus der Öffentlichkeit zurückziehen musste.
br
span.small
p.small.card-text
| Natürlich ist die Notiz nicht im Sinne eins „Rück-Austauches“ zu lesen, eher im Sinne einer konzentrischen Rahmung
| des „Austausches“ mit dem „Aussätzigen“, da sowohl in Mk 1,39 als auch hier in Mk 2,1-2 von der Verkündigungstätigkeit Jesu die Rede ist,
| während in Mk 1,40-45 dann der Geheilte die Verkündigungstätigkeit von Jesus übernimmt.
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br
| worauf der Evangelist in der Anrede Jesu an den Gelähmten „Mein Sohn“ anspielt
br
| und wie Paulus in Anspielung auf Jesu Tod und Auferstehung
| und wie Paulus in Anspielung auf Jesu Tod und Auferstehung in
span.bibelstelle 2 Kor 5,19
| schreibt:
br
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| es geht in der Erzählung also nicht um einen Konflikt des irdischen Jesus mit Vertretern der Schriftgelehrten, sondern viel grundsätzlicher
| um das spannungsreiche Verhältnis bis hin zum sich ausschließenden Gegenüber „Jesus ↔ Schrift/Tora“,
| und damit um eine nachösterliche Thematik zunächst innerhalb des Christentums im Hinblick auf die Bedeutung
| von Tod und Auferstehung Jesu mit unmittelbaren Folgen für die Bedeutung der Taufe ;
| von Tod und Auferstehung Jesu, mit unmittelbaren Folgen für die Bedeutung der Taufe;
br
| das Gegenüber des „markinischen Jesus“ sind also weniger Juden als vielmehr „judaisierende Christen“.
li
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br
| 25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dem Erzieher.
br
| 26 Denn alle seid ihr durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus.
| 26 Denn alle seid ihr <i>durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus</i>.
br
| 27 Denn ihr alle, <i>die ihr auf Christus getauft seid</i>, habt Christus angezogen.
br
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| ihren Widerspruch zur Sündenvergebung durch Jesus kontert er,
| indem er erzählerisch bebildert, dass Jesus im Gegensatz zur Tora <i>die Kraft hat, lebendig zu machen</i>: der „Gelähmte“ steht auf.
br
| Markus will sagen: allein durch Gottes Wirken in und durch Christus und dann vermittelt durch die Taufe auf Christus bzw. seinen Tod
| Markus will sagen: allein durch Gottes Wirken in und durch Christus und dann vermittelt durch die Taufe auf Christus bzw. seinen Tod,
| die den Glauben voraussetzt
| ist eine derartige Sündenvergebung möglich.
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br
| Jesus ist der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzte Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten.
li
| In diesen Kontext passt auch die Mitte der konzentrischen Gliederung:
| Schon in der Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung ist Röm 1,4 gegenwärtig:
br
| dort wird Jesus vom Dämon als „der Heilige Gottes“ angesprochen.
| dort wird Jesus vom Dämon als „der Heilige Gottes“ angesprochen und die Vollmacht seiner Lehre hervorgehoben.
br
| Dies unterstreicht, dass die vorliegende Erzählung weiterführt, was in der Mitte der konzentrischen Gliederung thematisiert wird.
li
| Durch den Bezug zu Röm 1,4 wird bestätigt, dass es hier nicht um die Verteidigung der Vollmacht des irdischen Jesus geht,
| sondern um eine nachösterliche Perspektive und Fragestellung.
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| wie die Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung in Verbindung mit der dominanten Thematik
| Sündenvergebung nahelegt.
br
| Die komplementären Ausagen in Röm 6, die sich auf das Leben in Gemeinschaft mit Gott beziehen,
| gehören auch wenn der Akzent hier nicht darauf liegt aber als zweite Seite derselben Medaille auch dazu.
| Die komplementären Aussagen in Röm 6, die sich auf das Leben in Gemeinschaft mit Gott beziehen,
| gehören auch wenn der Akzent hier nicht darauf liegt aber als zweite Seite derselben Medaille auch dazu,
| wie auch in der Mitte der konzentrischen Gliederung über die „Vollmacht der Lehre“ und den Titel „Heiliger Gottes“
| als Anspielungen auf Röm 1,4 die Auferstehung Jesu präsent ist.
li
| Damit werden hier vor allem folgende Sätze präsent:
ul.card-text
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| ... der Tod hat keine Macht mehr über ihn [= Christus Jesus].
br
| Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde,
span.small sein Leben aber lebt er für Gott.
| sein Leben aber lebt er für Gott.
br
| So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind,
span.small aber für Gott leben in Christus Jesus.
| aber für Gott leben in Christus Jesus.
span.bibelstelle Röm 6,9b-12
li
| Aus diesen Sätzen spricht eine Schicksalsgemeinschaft mit Jesus,
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| in der Neuheit des Lebens wandeln.“ (Röm 6,4)
li
| Dazu gehört zunächst das „tot für die Sünde“, aber auch das „für Gott leben in Christus Jesus“ jedenfalls eine sichtbare, dauerhafte
| Auswirkung auf das Leben; was hier wie ein punktuelles Ereignis scheint, ist eine auf Dauer angelegte Lebenswende.
| Auswirkung auf das Leben;
br
| was hier wie ein punktuelles Ereignis scheint, ist eine auf Dauer angelegte Lebenswende.
li
| Beim Beleg für die Sündenvergebungsvollmacht Jesu bzw. der Gemeinde ist daher sicher daran gedacht,
| dass vor allem nach Ostern Menschen durch die Begegnung mit Jesus vermittelt durch seine Jünger tatsächlich
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br
| sie verbinden sich unmittelbar mit den Vieren, die den Gelähmten auf der Liege zu Jesus bringen:
br
| Bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus sind es so soll man interpretieren diese vier Erstberufenen,
| Bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus sind es so legen es die Bezüge in der Konzentrik nahe diese vier Erstberufenen,
| die Jesus zur fiebrigen Schiegermutter des Petrus führen.
li
| Von der Schwiegermutter des Petrus wird erzählt, dass sie nach der Aufrichtung durch Jesus diesem und seinen Begleitern dient.
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| Dies verbindet sich einerseits damit, dass sich die vier Erstberufenen von Jesus in Dienst nehmen lassen wobei
| sie diesen Dienst gerade auch gegenüber der Schwiegermutter des Petrus ausüben, indem sie Jesus zu ihr führen.
br
| Andererseits geschieht das „Mitbegraben-Sein mit Christus“, das in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten der tragende Gedanke ist,
| nach Röm 6,4, damit der so auf Christi Tod getaufte „in der Neuheit des Lebens“ wandelt;
| Andererseits entspricht die Abfolge „Aufgerichtet → Dienst“ der Abfolge „Aufgerichtet → Weggehen und Liege mitnehmen”
| in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten,
br
| wobei zu bedenken ist, dass das „Mitbegraben-Sein mit Christus“, das in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten der tragende Gedanke ist,
| nach Röm 6,4 dazu geschieht, dass der so auf Christi Tod Getaufte „in der Neuheit des Lebens“ wandelt im Sinne des „tot für die Sünde leben für Gott“,
| was sich gut mit dem Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern nach deren Aufrichtung verbinden lässt:
br
| der oben formulierte Gedanke, dass der Geheilte seine Liege mitnimmt als „Handwerkszeug“, um fortan anderen zu helfen, wird verstärkt.
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| das dort Gesagte sei erinnert.
li
| Die Notiz der Auslieferung Johannes des Täufers durchsichtig auf den Tod Jesu verbindet sich mit dem Abend
| bzw. der untergehenden Sonne: bei Jesu Tod bricht Finsternis herein.
| bzw. der untergehenden Sonne: es ist wie in Mk 14,17 angegeben wird Abend, als Jesus sich mit den Jüngern zum
| Mahl vor seinem Tod im vorbereiteten Raum einfindet; er thematisiert als erstes seine bevorstehende Auslieferung.
| Als Jesus am Kreuz hängt, bricht eine Finsternis über das ganze Land herein.
br
| Stimmig zum Gang Jesu ins Verderben Mitte der konzentrischen Gliederung und zur Taufe auf den Tod bzw. dem
| Mitgebraben-Sein mit Jesus unteres Ende der konzentrischen Gliederung wird also insbesondere der Akzent
| auf Jesu Tod als Ursache für das neue Heil in Christus gesetzt.
| Stimmig zum Gang Jesu ins Verderben (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) und zur Taufe auf den Tod bzw. dem
| Mitgebraben-Sein mit Jesus (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung) wird also insbesondere der Akzent
| auf Jesu Tod als Ursache für das neue Heil in Christus gelegt.
li
| Jesu Tod hat, da ihn Gott mit der Auferweckung beantwortet hat, das Reich Gottes nahegebracht.
li
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h5.card-title
| Nochmal: Das Gegenüber „Jesus“ ↔ Schrift(gelehrte)
h6.card-text
| Ein kurzer Blicker auf grundlegende theologische Streitigkeiten im frühen Christentum
| Ein kurzer Blick auf grundlegende theologische Streitigkeiten im frühen Christentum
hr
ul.card-text
li
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| Die Trennung zwischen Juden und Heiden wird überwunden, indem die Heiden zu (sich zu Christus bekennenden) Juden werden.
tr
td.card-text
| Weil nach dem jüdischen Gesetz (nach Dtn 21,23) Jesus ein von Gott Verfluchter ist was im Sinne des
| „Austauches“ Heilsbedeutung hat bedeutet das Leben als Christ ein Leben jenseits des Gesetzes im Sinne eines „Weges zum Heil“;
| Jesus ist von Paulus deutlich hervorgehoben, bei Markus klar präsent nach dem jüdischen Gesetz (Dtn 21,23!) ein von Gott Verfluchter;
| dies hat im Sinne des „Austauches“ Heilsbedeutung: Jesus hat den „Fluch des Gesetzes“ (→ Gal 3,10) stellvertretend
| für alle Sünder getragen.
br
| die ethischen Vorschriften können aber weiterhin als Leitplanken verstanden werden, ihre Befolgung ist aber nicht Grund der Rechtfertigung.
| Durch Jesu stellvertretenden Tod und seine Auferstehung ist offenbar, dass sich das Gesetz nicht als „Weg zum Heil“ erwiesen hat,
| sondern den Fluch im Sinne des Todesurteils für alle Menschen gebracht hat, von dem Jesus freigekauft hat.
br
| Das Mitsterben mit Christus in der Taufe bedeutet, das Todesurteil des Gesetzes anzunehmen und an sich vollstrecken zu lassen,
| das neue Leben in Christus ist demgemäß ein Leben jenseits des Gesetzes, wie Paulus sich in
span.bibelstelle Gal 2,19
| pointiert ausdrückt:
br
q.bibeltext Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben.
br
| Die ethischen Vorschriften können aber weiterhin als Leitplanken verstanden werden, ihre Befolgung ist aber nicht Grund der Rechtfertigung.
td.card-text
| Zwischen Jesus und dem jüdischen Gesetz wird trotz der Kreuzigung keine größere Spannung wahrgenommen,
| vielmehr wird Jesus eher als grundsätzlich gesetzestreuer Jude verstanden; vgl.