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h5.card-title
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| Inhaltsangabe/Überschrift
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br
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes der Täufer in der Wüste I: Johannes und seine Umkehrpredigt und Taufe; die Scharen kommen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-5
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h5.card-title Johannes der Täufer in der Wüste II: Johannes, der wiedergekommene Elija, der auf den Kommenden und dessen Geisttaufe hinweist
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,6-8
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h5.card-title Die Taufe Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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hr
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p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
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br
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| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
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br
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q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zu Vergebung der Sünden.
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br
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| 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
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br
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| sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
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| 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
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br
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| und er lebte von wildem Honig.
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br
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| 7 Er verkündete:
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q
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| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
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br
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| ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
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br
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| 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
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br
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| 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
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br
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| dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.
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br
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| 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
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q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
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p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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| 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste.
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br
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| 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Saten in Versuchung geführt.
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br
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| Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
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h5.card-title
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| Am Anfang, und doch schon „danach“
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h6.card-subtitle.text-muted Von der eigenenwilligen Stellung der Versuchungs-Erzählung
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hr
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ul.card-text
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li
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| Die Erzählung von der Versuchung Jesu folgt gleich auf die Taufe und ist in sich vom Ergebnis her offen;
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| und der ganze Weg, den Jesus nun gehen wird und der noch Versuchung mit sich bringen wird, liegt noch vor ihm.
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li
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| Da aber die Erzählung von der Taufe Jesu auch als Erzählung von Tod und Auferstehung Jesu zu lesen ist,
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br
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| ist die Versuchung doch auch schon bestanden (→ Wohlgefallen Gottes in der Tauferzählung).
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li
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| So ist das Bestehen der Versuchung unausgesprochen vorausgesetzt, gerade wenn diese Erzählung sich in der „fortschreitenden Konzentrik“
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| mit anderen Erzählungen verbindet.
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.card-body
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h5.card-title
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q Anfang
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h6.card-subtitle.text-muted Anspielungen auf die Schöpfungserzählungen Gen 1.2
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hr
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p.card-text.mb-0
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| Die Erzählung von der Versuchung Jesu ist reich an Anspielung an die Schöpfungserzählungen – incl. „Sündenfall“ – im Buch Genesis:
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ul.card-text
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li
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i Gottes Geist
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br
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| Der Geist Gottes, der über dem Wasser schwebte (Gen 1,2 [Mk 1,10]), treibt Jesus in die Wüste (Mk 1,12).
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li
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i Wüste
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br
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| Urzustand der Erde nach Gen 1,1 [„wüst und wirr“].
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li
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i Satan, Versuchung
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br
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| Versuchung des ersten Menschenpaares in Gen 3.
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li
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i Wilde Tiere, mit denen Jesus zusammenlebt
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br
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| Zusammenleben von Mensch und Tier nach Gen 1,24-31, wobei jede Konkurrenz-Situation ausgeschlossen ist,
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| da Mensch wie Tier als Vegetarier vorgestellt sind und beide unterschiedliche Pflanzen als Nahrung zugewiesen bekommen.
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li
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i Engel dienen Jesus
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br
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| Nach der Vertreibung aus dem Paradies bewachen Kerubim – also Engel im weiteren Sinne – das Paradies, damit der Mensch nicht zurück kann (Gen 3,24).
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p.card-text
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i Diese Anspielungen auf die Thematik „Schöpfung“ verbindet die beiden Erzählungen „Taufe“ und „Versuchung“ miteinander.
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br
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| Setzt man voraus, dass Jesus die Versuchung besteht, führt Markus sein Thema „Neue Schöpfung“ bzw. „neuer Mensch“ fort.
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p.card-text
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| Dieser Gedanke wird dadurch unterstrichen, dass sich in dieser Gliederung der „fortschreitenden Konzentrik“ das „Es geschah“ in Mk 1,4 und das „Und es geschah“ in Mk 1,9
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| – womit an das Schema der ersten Schöpfungserzählung angespielt wird – genau gegenüberstehen am Anfang des jeweiligen Abschnittes.
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h5.card-title
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q Versuchung
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hr
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ul.card-text
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li Worin die Versuchung Jesu bestand, wird nicht erwähnt!
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li
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| Auch wie Jesus mit der Versuchung umgeht und ob er sie besteht, ist noch nicht erzählt.
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br
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| Letzteres ist freilich Voraussetzung, letztlich Inhalt und Grund des Evangeliums.
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li.small
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| Insgesamt ist die Erzählung deutlich kürzer als die Fassungen bei Matthäus und Lukas, die beide vor allem aus der „Logienquelle“ schöpfen.
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br
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| Auffällig im „synoptischen Vergleich“ auch: Jesus fastet bei Markus ist; dies ist aber für Matthäus und Lukas (bzw. die „Logienquelle“) ein fester Bestandteil der 40 Tage.
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li
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| Durch die Offenheit, was Versuchung ist, kann sich die Versuchungserzählung mit vielen Erzählungen innerhalb des Markus-Evangeliums verbinden
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| (→ „fortschreitende Konzentrik“), die Versuchung Jesu also verschiedene Facetten haben und Jesus auch Hinweise zum Thema Versuchung bzw. deren Verstehen geben.
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li
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| Mithin ist „Versuchung“ also nicht etwas Singuläres am Anfang des bzw. vor dem Wirken Jesu, sondern etwas, das seinen Weg bis zum Ende begleitet.
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li
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| Insgesamt wird deutlich werden, dass es um den Weg Jesu (Dienen, Kreuz) geht – der mehr ist als eine Herausforderung und auf dem deswegen die Versuchung lauert, diesen Weg zu verlassen.
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h5.card-title
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q Wüste
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hr
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ul.card-text
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li Sicher ließe es sich plausibel machen, dass sich Jesus in einer Wüstenregion Israels auf sein Wirken vorbereitete.
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li Der Bezug zu Gen 1,1 ist aber sicher nicht irrelevant: Urzustand der Welt <i>vor</i> der Schöpfung.
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li In Jes 40,3 ist „Wüste“ übertragen gemeint und bezeichnet die Situation der Gottferne in Jerusalem (Zeit des Exils in Babylon).
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li
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| Daher ist „Wüste“ hier sicher auch übertragen zu verstehen:
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br
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i Wüste symobiliert die Welt unter der Herrschaft der Sünde, die den Menschen verführt hatte (Gen 3!) (und es nun auch bei Jesus versucht).
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li Dies ist der „Urzustand“ der Welt, auf den Jesus mit seinem Wirken, auf den das Evangelium trifft.
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h5.card-title Vierzig
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hr
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p.card-text
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| Die Zahl Vierzig ist – wie letztlich die ganze Erzählung – symbolisch zu verstehen;
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br
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| sie erinnert an die 40 Jahre der Wüstenwanderung des Volkes Israel (Ägypten → Land Israel);
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| wieder wird dieses grundlegende Ereignis in der Geschichte Gottes mit seinem Volk erinnert.
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p.card-text
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| Während dieser Wüstenwanderung – so erzählen die Bücher Exodus bis Deuteronomium –
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| hat das Volk immer wieder gegen Gott gemurrt und gegen ihn aufbegehrt, ist also schuldig geworden und hat dem Satan Raum gegeben.
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h5.card-title
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q Er lebte bei den wilden Tieren
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hr
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p.card-text.mb-0
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| Im Nachgang zur Taufe (Geistsendung in Jesus hinein) kann die Notiz mit den wilden Tieren anleiten, Jes 11,1-9 zu vergegenwärtigen,
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br
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| zumal dort vom „Geist der Stärke“ die Rede ist und in der konzentrischen Mitte Johannes den „Stärkeren“ verheißen hat:
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q.bibeltext.card-text
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| 1 Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bricht Frucht!
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br
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| 2 <i>Der Geist des Herrn ruht auf ihm</i>;
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br
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| der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke,
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br
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| der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.
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br
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| 3 Und er hat Wohlgefallen an der Furcht des Herrn.
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br
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| Er richtet nicht nach dem Augenschein, und nach dem Hörensagen entscheidet er nihct,
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br
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| 4 sondern er richtet die Geringen in Gerechtigkeit und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist.
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br
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| Er schlägt das Land mit dem Stock seines Mundes
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br
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| und tötet den Frevler mit dem Hauch seiner Lippen.
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br
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| 5 Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften und die Treue der Gürtel um seine Lenden.
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br
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| 6 Der Wolf findet Schutz beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein.
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br
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| Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie.
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br
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| 7 Kuh und Bärin nähren sich zusammen, ihre Jugen liegen beieinander.
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br
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| Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
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br
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| 8 Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter und zur Höhle der Schlage streckt das Kind seine Hand aus.
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br
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| 9 Man tut nichts Böses und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg;
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br
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| denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie die Wasser das Meer bedecken.
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ul.card-text.mt-3
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li
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| Deutlich wird hier auf den guten Zustand der Schöpfung nach Gen 1 abgehoben, wo auch alle Tiere als Vegetarier vorgestellt werden
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| und insgesamt ein gutes Miteinander in Gottes guter Schöpfung vorgestellt ist.
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br
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| Dieser Zustand ist „verloren“ gegangen – doch es gibt die Hoffnung, diesen guten Urzustand wieder zu erlangen durch das Wirken eines Gesalbten Gottes.
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li
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| Von daher assoziiert das Sein Jesu mit den wilden Tieren in Verbund mit der dienenen statt das Paradies versperrenden Rolle der Engel,
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| dass durch Jesus eine neue Zeit eröffnet werden wird, in der die „Wunden der Schöpfung“ geheilt sein werden, ein Zustand
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| quasi wie „vor“ dem Sündenfall des ersten Menschenpaares.
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br
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| Eine Zeit, in der umfassender Friede herrscht und in der es keine Gewalt (mehr) geben wird.
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br
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| Eine Zeit, in der versöhntes Zusammenleben auch einstiger scharfer Gegensätze möglich und real ist.
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li
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| Auch (Trito-)Jesaja träumte von einer solchen Zeit, verbunden mit der Hoffnung auf eine „Neue Schöpfung“ durch Gott:
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br
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q.bibeltext
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| Ja, siehe, ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde.
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br
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| Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn. ...
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br
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| Wolf und Lamm weiden zusammen und der Löwe frisst Stroh wie das Rind ...
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br
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| Man tut nichts Böses und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg, spircht der Herr.
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span.bibelstelle Jes 65,17.25
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
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hr
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ul.card-text
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li
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| Nach Mk 1,12 ist es der Geist (Gottes), der Jesus in die Wüste treibt, und damit an den Ort der Versuchung.
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br
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| In gewisser Weise kann also der Geist Gottes als „Bote“ Gottes verstanden werden, der Jesu weg bahnt.
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br
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| Wie Mk 3,22-30 zeigen wird, steckt hinter dem Wirken Jesu insgesamt der Heilige Geist;
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br
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| vgl. auch Röm 1,4 („dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“).
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||
li
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| Die Anspielungen auf die Schöpfungserzählungen bzw. den Sündenfall des ersten Menschenpaares legen aber auch eine andere Interpretationsmöglichkeit nahe:
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br
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| Der „Vorläufer“ Jesu ist Adam, der „erste“ Mensch, der durch seinen Sündenfall nicht nur das Geschick der Menschheit
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||
| bestimmt hat, sondern auch zur Sendung Jesu geführt hat.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q Bereitet den Weg des Herrn
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h6.card-subtitle.text-muted im Spannungsfeld Gott – Satan/Sünde
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hr
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ul.card-text
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li Diesem Aufruf, sich in den Dienst des Kommens Gottes zu stellen, steht die Versuchung durch Satan gegenüber.
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||
li In der Erzählung selbst entspricht dies dem Gegenüber Geist (Gottes) – Satan.
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li
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||
i Es wird zur Entscheidung gerufen, in wessen Dienst man treten will.
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li
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||
| Derartige Gegenüberstellungen begegnen immer wieder in den Briefes des Apostes Paulus mit wechselnden Bezeichnungen der sich Gegenüberstehenden;
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br
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| inhaltlich läuft es immer auf das Gegenüber Gott – Satan/Sünde hinaus:
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ul.card-text
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||
li
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i Gott – Sünde
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||
br
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||
q.bibeltext
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||
| So begrift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus. ...
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||
br
|
||
| Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit,
|
||
br
|
||
| sondern stellt euch Gott zur Verfügung als Menschen, die aus Toten zu Lebenden geworden sind,
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||
br
|
||
| und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes!
|
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span.bibelstelle Röm 6,11.13
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||
li
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||
i Geist – (von der Sünde okkupiertes) Fleisch
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||
br
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span.small Hier geht es nicht um sexuelle Begierden, sondern um das Begehren nach Gen 3!
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||
br
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||
q.bibeltext
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||
| Ich sage aber: Wandelt im Geist, dann werde ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen!
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||
br
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||
| Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist, der Geist gegen das Fleisch,
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||
br
|
||
| denn dieses sind einander entgegengesetzt,
|
||
| damit ihr nicht tut, was ihr wollt. ...
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||
br
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||
| Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!
|
||
span.bibelstelle Gal 5,16-17.25
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||
li
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||
| Letztlich ist hier das große Gegenüber zwischen Gott und Satan/Sünde eröffnet, das den Weg Jesu bestimmt
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||
| und in das auch jeder Christ gestellt ist (vgl. Röm 6!).
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||
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.card.slide.border-primary.mb-3
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||
.card-body
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||
h5.card-title Jesus, „der Stärkere“
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h6.card-subtitle.text-muted Die Verheißung des Stärkeren und der Geisttaufe durch Johannes als konzentrische Mitte
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hr
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||
ul.card-text
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||
li Johannes verkündet zunächst jemanden, der stärker als er selber ist.
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||
li
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||
| Im Hinblick auf die Versuchung, deren Inhalt und Ergebnis hier noch nicht genannt sind, stellt sich implizit die Frage,
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||
| ob Jesus auch gegenüber dem Satan „der Stärkere“ ist –
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||
br
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||
| die aus dem christlichen Glauben natürlich mit Ja beantwortet werden kann.
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||
li
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||
| Der Bezug wird im weiteren Verlauf noch deutlicher werden:
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||
br
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||
| In Mk 3,22-30 bezeichnet Jesus Satan als „den Starken“,
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| dessen Haus er plündert (→ Dämonenaustreibungen);
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||
br
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||
| dabei erweist Jesus sich als „der Stärkere“ gegenüber Satan.
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||
li
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||
| Die Verheißung der Geisttaufe lässt darauf blicken, dass es der Geist Gottes – als „Gegenspieler“ des Satan – ist, der Jesus in die Wüste treibt
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||
| und ihn – unausgesprochen – die Versuchung bestehen lässt.
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||
br
|
||
| Derselbe Geist wird in der von Johannes verheißenen Geisttaufe ausgeschüttet werden – und so auch alle die Geisttaufe empfangenden in der Versuchung gestärkt werden.
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||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title Das Gegenüber von Taufe der Vielen und der Taufe Jesu in der konzentrischen Gliederung
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Schicksalsgemeinschaft und Adam-Christus-Parallele – Der Eine für die Vielen
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hr
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p.card-text
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| Die vorliegende Gliederung setzt klar die Taufe der zu Johannes strömenden Massen („<i>ganz</i> Judäa und <i>alle</i> Einwohner Jerusalems“),
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| und die Taufe des Einen, Jesus, zueinander in Beziehung.
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||
p.card-text
|
||
| Dies kann in zwei sich ergänzende Richtungen ausgelegt werden:
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||
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.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||
.card-body
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||
h5.card-title Schicksalsgemeinschaft der Glaubenden mit Jesus
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||
hr
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||
p.card-text
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||
| Dies ist ein großes Thema bei Paulus.
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q.bibeltext.card-text
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||
| Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben.
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||
br
|
||
| Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.
|
||
span.bibelstelle.card-text 2 Kor 5,14b.15
|
||
br.mb-3
|
||
q.bibeltext.card-text
|
||
| Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
|
||
br
|
||
| Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod,
|
||
br
|
||
| damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Neuheit des Lebens wandeln.
|
||
br
|
||
| Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden, dann werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.
|
||
span.bibelstelle.card-text Röm 6,3-5
|
||
br.mb-3
|
||
p.card-text.mb-0
|
||
| Diese Lehre von der Schicksalsgemeinschaft ist besonders verbunden mit der Tauftheologie;
|
||
br
|
||
| in der Taufe wird das Schicksal des Täuflings an das Schicksal Jesu gebunden:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Einerseits den Tod (→ „mit ihm gestorben, begraben“, „auf den Tod Jesu getauft“, „mit der Gestalt seines Todes verbunden“; „einer ist gestorben, also sind alle gestorben“),
|
||
br
|
||
| als Absterben gegenüber dem früheren (von der Sünde bestimmten) Leben.
|
||
li
|
||
| Andererseits mit der Auferstehung im Sinne eines neuen Lebenswandels („... nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie ...“, „in der Neuheit des Lebens wandeln“).
|
||
br
|
||
| Dies bedeutet – wie Röm 6 insgesamt deutlich macht –, wie Jesus für Gott und nicht für die Sünde zu leben:
|
||
br
|
||
| also wie Jesus in den Dienst des Kommens Gottes zu stellen („den Weg des Herrn zu bereiten“) und nicht (mehr) Sklave der Sünde zu sein.
|
||
li
|
||
| Schließlich – mit Blick auf die Zukunft – auf das sein bei Gott bzw. die eigene Auferstehung („... werden wir es auch mit der [Gestalt] seiner Auferstehung sein“, vgl. auch 1 Thess 4,13-18).
|
||
|
||
.card.slide.border-secondary
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title Adam-Christus-Parallele
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||
hr
|
||
p.card-text
|
||
| Auch dies ist ein wichtiges Thema bei Paulus.
|
||
q.bibeltext.card-text
|
||
| 12 Wie durch einen einzigen Menschen die Sünde in die Welt kam und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise der Tod zu allen Menschen gelangte, weil alle sündigten
|
||
br
|
||
| 14 ... gesündigt hatten wie Adam, der ein Urbild des Kommenden ist.
|
||
br
|
||
| 15 Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade;
|
||
br
|
||
| sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheimgefallen,
|
||
br
|
||
| so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteilgeworden.
|
||
br
|
||
| 16 Und anders als mit dem, was durch den einen Sünder verursacht wurde, verhält es sich mit dieser Gabe:
|
||
br
|
||
| Denn das Gericht führt wegen eines Einzigen zur Verurteilung, die Gnade führt aus vielen Übertretungen zur Gerechtsprechung.
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| 17 Denn ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen,
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| so werden erst recht diejenigen, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteilwurde, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.
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| 18 Wie es also durch die Übertretung eines Einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam,
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| so kommt es auch durch die gerechte Tat eines Einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung, die Leben schenkt.
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| 19 Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind,
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| so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
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span.bibelstelle.card-text Röm 5,12-21*
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| Der Bezug zu Adam (bzw. dem ersten Menschenpaar) legt sich hier in Mk 1,12-13 besonders durch die Anspielungen auf die Schöpfungserzählungen und das Thema Versuchung nahe.
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li Adam und Christus sind jeweils <i>der Eine</i>, der das Schicksal der zu ihm Gehörenden bestimmt (→ „Urbild“).
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| Durch Adam wurden alle zu Sündern, die dem Tod anheimgefallen sind
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| (→ Erbsünde im Sinne einer schicksalhaften Verstrickung, aus der sich niemand selber freien kann, sondern jeder selber zum Sünder wird).
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li Durch Christus werden alle zu Gerechten, das heißt neu in die Gemeinschaft mit Gott aufgenommen.
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| Jesus ist der „neue Adam“, der der Versuchung standgehalten hat und so – als neues „Urbild“ – für alle zu ihm Gehörenden (→ Taufe)
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| eine Existenz jenseits der Verstrickung in Sünde und Tod eröffnet hat, einen Weg ins Leben gebahnt hat.
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h5.card-title Der Eine, der die Vielen gerecht macht
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h6.card-subtitle.text-muted Das Vierte Gottesknechtslied des Deuterojesaja
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| Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg.
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| Doch der Herr ließ auf ihn treffen die Schuld von uns allen. ...
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| Doch der Herr hat Gefallen an dem von Krankheit Zermalmten.
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| Wenn du, Gott, sein Leben als Schuldopfer einsetzt, wird er Nachkommen sehen und lange leben. ...
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| Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.
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span.bibelstelle.card-text Jes 53,6.10-11*
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li Das vierte Gottesknechtslied des (Deutero-)Jesaja spielt eine ganz zentrale Rolle zur Deutung des Schicksals Jesu; darauf sind wir schon gestoßen und werden es noch öfter tun.
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| Zentral wichtig ist unserem Kontext die Lebenshingabe des Einen für das Leben der Vielen im Sinne eines stellvertretenden Todes.
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| Diese Vielen macht er dadurch „gerecht“, eröffnet ihnen also eine geheilte Beziehung zu Gott jenseits der eigenen Strafe für die Sünde, die durch den Tod des „Einen“ abgegolten ist.
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h6 Unwahrscheinliche Gliederungsvariante
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| Diese Variante ist nur möglich, wenn man die Taufe Jesu aufteilt; das ist möglich (siehe andere konzentrische Gliederungen).
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| Allerdings ist es nicht unbedingt naheliegend, weil das Auftrennen des Wirkens Johannes des Täufers sich eher anbietet.
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h5.card-title
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| Inhaltsangabe/Überschrift
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes der Täufer: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
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h5.card-title Die Taufe Jesu I: Jesus lässt sich taufen = Tod
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9
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h5.card-title Die Taufe Jesu II: <q>Als er aus dem Wasser stieg, da ...</q> = Auferstehung
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,10-11
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.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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| Als Gegenüber zur Johannes-Taufe erscheint die Auferstehung Jesu: die zweite Hälfte der Taufe.
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| Die angekündigte Geisttaufe spiegelt sich im Geistempfang Jesu, der nun also mit Geist taufen kann.
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