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Peter Fischer
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span Die Antrittspredigt Jesu
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h5.card-title Das Zeitalter des Geistes das <q>Gnadenjahr des Herrn</q>
.card-text
p
| Seit der Verheißung der Geburt Johannes des Täufers war immer wieder vom Geist Gottes die Rede gewesen:
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| ... schon von Mutterleib an wird er [= Johannes] vom Heiligen Geist erfüllt sein.
footer.blockquote-footer
cite Lk 1,15 Verheißung; ab LK 1,39-59 vorausgesetzte Erfüllung
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
b Der Heilige Geist wird über dich [= Maria] kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten.
footer.blockquote-footer
cite Lk 1,35 Verheißung; ab LK 1,39-59 vorausgesetzte Erfüllung
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Und es geschah, als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.
| Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt.
footer.blockquote-footer
cite Lk 1,41 Erfüllung von Lk 1,15 und Lk 1,35!
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt und begann prophetisch zu reden.
footer.blockquote-footer
cite Lk 1,67
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Simeon. Dieser Mann war gerecht und fromm
| und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm..
br
| Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden ...
br
| Er wurde vom Geist in den Tempel geführt ...
footer.blockquote-footer
cite Lk 2,25.26.27
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
| Johannes über Jesus:
br
q
| Er wird euch mit Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
br
| Bei der Taufe:
br
q
b ... und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube aufh ihn [= Jesus] herab.
footer.blockquote-footer
cite Lk 3,16.22
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Erfüllt vom Heiligen Geist, kehrte Jesus vom Jorden zurück. Er wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt.
footer.blockquote-footer
cite Lk 4,1
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. ...
br
| Jesus liest:
br
q
b Der Geist des Herrn ruht auf mir.
footer.blockquote-footer
cite Lk 4,14.18
.card.slide.mb-1
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h6.card-title Zeiten-Wende
.card-text
p
| Die Häufung der Erwähnung bzw. des Aktivwerdens des Heiligen Geistes ist sicher kein Zufall, sondern bewusste erzählerische
| Umsetzung eines wichtigen Glaubensinhaltes.
br
| Alle diese Erwähnungen hängen ja direkt oder indirekt mit Jesus zusammen.
br
| Im Hinblick auf Jesus selbst sind die Umstände seiner Empfängnis, dann die Taufe (<q>Messiassalbung</q>)
| und schließlich die Antrittspredigt, bei der Jesus quasi sein <q>Amt</q> als Messias übernimmt, zentrale Ereignisse.
p
| Lukas will deutlich machen:
br
i
| Das neue, in Jesus sich ereignende
| Heilshandeln Gottes wird wesentlich durch den Heiligen Geist geleitet und begleitet.
br
i
| Jesus ist der <q>Christus</q>, der (mit Gottes Geist) Gesalbte, mit dem eine Zeitenwende stattgefunden hat,
| und zwar die entscheidende (<q>eschatologische</q>) Wende zum Heil:
br
b In und mit Jesus hat das <q>Zeitalter des Heiligen Geistes</q> begonnen!
p.mb-0
| Mit Jesus hat die messianische Heilszeit begonnen, die die Propheten verkündet hatten; besonders deutlich hier
| durch das Aufgreifen des Jesaja-Zitates (übrigens ein Mischzitat aus Jes 61,1-2; 58,6 G) mit den Spitzen
| <q>Der Geist des Herrn ruht auf mir</q> und <q>Gnadenjahr des Herrn ausrufen</q>.
br
span.small Dabei ist <q>Jahr</q> nicht wörtlich zu nehmen, sondern auf den Beginn der neuen Zeit bezogen.
.card.slide
.card-body
h6.card-title <q>Seine Herrschaft wird kein Ende haben</q> (Lk 1,33)
.card-text
p
| Das Wirken des Geists wird seine Fortführung in der Apostelgeschichte finden:
br
| Wie am Anfang des Evangeliums der Geist besonders häufig
| erwähnt wird, Jesus durch Zeugung und Taufe <q>der Gesalbte</q> schlecht hin ist,
| dessen ganzen Wirken als Messias durch die Kraft des Geistes Gottes
| geschieht,
br
| so erhalten die Jünger am Anfang der Apostelgeschichte (Apg 2) die Gabe des Geites: es ereignet
| sich die durch Johannes angekündigte Feuertaufe.
br
| Und der Antrittspredigt Jesu im Evangelium entspricht formal die Pfingstpredigt des Petrus!
p.mb-0
| Dort in der Pfingstpredigt wird dann auch die Taufe als Sakrament des Christwerdens installiert:
| jeder erhält in der Taufe den gleichen Geist wie die Apostel an Pfingsten, den Geist, der schon Jesus erfüllte.
br
| So ist <q>das von damals</q> nicht abgeschlossen und vorbei, sondern im <q>Zeitalter des Geistes</q> bleibend gegenwärtig;
| auch wenn die Vollendung noch aussteht sie geschieht am Ende der Tage , zielt dieses neue Zeitalter doch darauf,
| im Heute seine Spuren zu hinterlassen.
br
| Es bleibt wie zur Zeit Jesu die Spannung zwischen Schon-Jetzt und Noch-Nicht, aber klar muss doch auch sein:
| <q>Das damals</q> war ein Beginn, der eine Zeit eröffnet hat, die andauert und gerade jene in Pflicht
| nimmt, die durch Taufe (und Firmung) in besonderer Weise zum <q>Zeitalter des Geistes</q> gehören.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Erfüllung: Heute!
.card-text
p
| Das Wort <q>Heute</q> ist im Evangelium an Schlüsselstellen zu finden.
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren.
footer.blockquote-footer
cite Lk 2,11
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.
footer.blockquote-footer
cite Lk 4,21
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
| Nach der Heilung eines Gelähmten:
br
q
| Heute haben wir Unglaubliches gesehen
footer.blockquote-footer
cite Lk 5,26
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Als Jesus an die Stelle kam, [wo Zachäus auf dem Baum saß,] schaute er hinauf und sagte zu ihm:
| <q>Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben.</q>
br
| ...
br
q
| Da sagte Jesus zu ihm: <q>Heute ist diesem Haus Heil geschenkt worden ...</q>
footer.blockquote-footer
cite Lk 19,5.9 [in 19,5 auch das wichtige Wort <q>muss</q>]
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Jesus antwortete ihm [= dem reuigen Verbrecher am Kreuz]:
| <q>Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.
footer.blockquote-footer
cite Lk 23,43
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h6.card-title Heute Begegnung mit Jesus schenkt Rettung und Heil, Zukunft und Leben
.card-text
p
| An diesen Stellen findet jeweils eine heilvolle Begegnung statt (oder wie in 4,14-30 zumindest die Einladung dazu),
| wobei jeweils klar ist, dass das Heil durch Jesus vermittelt ist:
br
| Das <q>Heute</q> ist in Absetzung von anderen <q>Heilsbringern</q> (wie dem Kaiser) zu lesen:
| <i>heute</i> = hier, nicht wo anders!
br
b
| Das <q>Heute</q> bindet Rettung und Heil, Zukunft und Leben an die Begegnung mit <i>Jesus</i>:
br
| <i>Jesus</i> und er allein ist Retter, Heil, Zukunft, Leben etc.
p
| In diesem <q>Heute</q> der Begegnung mit Jesus geschieht das von den Propheten angekündigte Heil Gottes,
| erfüllt sich die Heilsverheißung der Heiligen Schrift.
p.mb-0
| Dazu muss man Jesus <i>gläubig</i> begegnen (und nicht wie in Lk 4,14-30 ablehnend).
.card.slide.mb-1
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h6.card-title Heute Begegnung mit Jesus will verändern
.card-text
p.mb-0
| Diese heilende und rettende Begegnung mit Jesus zielt auch auf adäquate Veränderung im eigenen Leben;
br
| bestes Beispiel dafür: Zachäus,
br
| aber auch der reuige Verbrecher, der am Kreuz quasi noch <q>die Kurve kriegt</q>.
.card.slide
.card-body
h6.card-title Heute für uns?!
.card-text
p
| Es bleibt für uns nach Ostern und Himmelfahrt die Frage, wie wir Jesus begegnen können,
| wie es <q>Heute</q> für uns werden kann.
p.mb-0
| Lukas <q>beantwortet</q> diese Frage in der Emmauserzählung; für uns ist <q>Heute</q>
ul.mb-0
li in der Beschäftigung mit der Heiligen Schrift (<q>Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete ...</q> [Lk 24,32]);
li in der Feier der Eucharistie (<q>Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn</q> [Lk 24,31]);
li
| in der Gemeinschaft der Glaubenden (als alle wieder in Jerusalem sind und den Glauben teilen, erscheint Jesus
| und schenkt den österlich-weihnachtlichen Frieden [Lk 24,36]).
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Heil für Israel vs. Heil für die Völker
.card.slide.mb-1
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h6.card-title <q>Heimat</q> vs. <q>Ferne</q>
.card-text
p
q Ist das nicht der Sohn Josefs!?
p In diesem Satz steckt zunächst echtes Staunen, gewiss auch Stolz: <i>einer von uns</i> ist das, der so große Dinge tut!
p
| Die Antwort Jesu darauf kann man aber nur verstehen, wenn man in diesem Satz auch eine Erwartung hört,
| die Jesus ins Wort bringt:
br
q Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat!
br
| So ist auch das Sprichwort, das Jesus den Menschen (für die Zukunft) in den Mund legt, zu verstehen:
br
q Arzt, heile dich selbst!
br
| Jesus soll sich mit seiner Vaterstadt indentifizieren und auch und vor allem! <i>hier</i> <q>große Dinge</q> tun!
p
| Damit spricht sich als Erwartung aus:
br
i
| Wenn Jesus ein <q>Gnadenjahr des Herrn</q> ausruft, dann doch bitteschön ganz konkret,
| nicht nur im Wort, sondern besonders in der Tat vor allem für seine Heimat!
br
| Und nicht nur für die Menschen in Kafarnaum und anderswo!
p
| So aber, wie Jesus die Erwartung der Menschen in Nazareth aufgreift, kommt es einer Ablehnung gleich:
| er weist von vorne herein ihr Ansinnen zurück.
p
| Damit ist die Spannung <q>Ferne: heilvolles Wirken</q> <q>Heimat: unerfüllte Erwartung</q> aufgebaut,
| die auch den weiteren Fortgang der Erzählung prägt.
p.small
| Wunder in Kafarnaum, auf die hier Bezug genommen wird, waren eigentlich noch gar nicht erzählt;
| die folgen erst in Lk 4,31-41!
br
| Man kann sie im Summarium Lk 4,14-15 enthalten sehen. Aber auffällig ist auch die Formulierung
| <q>Sicher <q>werdet</q> ihr mir ... vorhalten.</q>. Die Sätze schillern hier zwischen Blick in die Vergangenheit
| (<q>so große Dinge <i>getan hast</i>, wie wir <i>gehört haben</i></q>) und dem Blick in die Zukunft
| (<q>ihr <i>werdet</i> mir <i>vorhalten</i></q> offenbar noch nicht geschehen; Wunder in Kafarnaum noch nicht erzählt);
| damit ist vorbereitet, dass <q>Jesus</q> in den nächsten Sätzen (weit) in die Zukunft blicken wird.
p.small.mb-0
| In dieser Episode spiegelt sich die wohl historische Erinnerung,
| dass Jesu Wirkkreis sich jenseits seiner Heimatstadt entfaltete:
| Kafarnaum, nicht Nazareth.
.card.slide.mb-1
.card-body
h6.card-title Ablehnung Jesu in seiner <q>Heimat</q>
.card-text
p
q Amen ich sage euch: <q>Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt!</q>
p
| Dieser Ausspruch Jesu ist auf der Ebene der Erzählung sehr unmotiviert: eine echte Ablehnung Jesu hat es bis
| jetzt noch nicht gegeben, und auch von Unglauben ist nicht wie in der Vorlage Mk 6,1-6 die Rede!
br
| Die Ablehnung scheint fast eher von Jesus provoziert zu werden.
p
| Die Lösung:
br
| Das, wovon hier gesprochen wird, ist Prophetie und blickt einerseits vom Anfang des Wirkens Jesu in Nazareth
| auf das Ende seines Wirkens in Jerusalem: Karfreitag.
br
| Das Wort <q>Heimat</q> weitet sich von Nazareth und Galiläa auf das jüdische Volk insgesamt;
| die Ablehnung Jesu in <q>seinem</q> Volk ist angesprochen, die in den Karfreitag mündet,
| und die Lukas schon bei der Geburt Jesu andeutet: <q>weil im Wohnraum kein Platz für sie war</q> (Lk 2,7).
p
| Über den Karfreitag (und Ostern) hinaus ist andererseits auch schon die Ablehnung der nachösterlichen Verkündigung
| durch die Mehrheit der Juden im Blick.
p.mb-0
| So willkommen seine Botschaft zunächst war, so unwillkommen war Jesus schließlich als Messias.
br
| Im Griechischen liegt ein Wortspiel vor: <q>Gnadenjahr = <u>willkommen</u>es Jahr</q>; <q>Kein Prophet anerkannt = Kein Prophet <u>willkommen</u></q>.
.card.slide.mb-1
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h6.card-title Die Öffnung für die Heiden
.card-text
p
| Mit der Erwähnung der Propheten Elija und Elischa sowie der Witwe von Sarepta bei Sidon und des Syrers Na'aman
| schauen wir zunächst in die Vergangenheit:
br
| Schon früher konnten Heiden, die für den Gott Israels offen waren, dessen Heil erleben gerade in Zeiten,
| in denen Israel selbst sich von seinem Gott abgewandt hatte.
p
| Für Lukas haben diese Begebenheiten offenbar prophetischen Charakter.
p
| Ihre Erfüllung hat diese Prophetie nach Lukas weniger im irdischen Leben Jesu
| als vielmehr in der nachösterlichen Verkündigung: Heiden sind offen für das Evangelium und stoßen in relativ großer Zahl
| zur Gemeinschaft der Glaubenden dazu.
br
| Lukas schaut also schon weit über den Anfang des Wirkens Jesu hinaus.
p
| Die Apostelgeschichte wird entfalten, wie Jesus als Messias und das Evangelium auf Ablehnung durch die Mehrheit der Juden stößt,
| andererseits aber Heiden zur Heilsgemeinde dazustoßen und die Kirche immer mehr zu einer heiden-/völkerchristlichen
| Kirche wird.
p
| Diesen Prozess legt Lukas <q>seinem</q> Jesus als prophetische Worte schon am Anfang seines Wirkens in den Mund.
p.mb-0
i
| Aus <u>nachösterlicher, heidenchristlicher Perspektive</u> ist Jesu Sendung
| eine Sendung besonders zugunsten der Heiden, auch wenn der historische Jesus selbst sich (wohl ausschließlich)
| zu seinem eigenen Volk, den Juden, gesandt verstand.
br
| Nicht zuletzt deswegen wurde der Umstand, dass der historische Jesus wohl nicht in seiner unmittlbaren Heimat Nazareth,
| sondern in Kafarnaum wirkte, festgehalten und für den größeren Kontext (Israel Völker) fruchtbar gemacht
| als quasi prophetisches Zeichen.
br
span.small
| Schon im Evangelium nach Markus werden diese Gedanken durch die Gliederung durchdacht
| ins Bild gebracht: erster Aufbruch zu den Heiden (im weiteren, konzentrisch angeordneten Kontext) gerahmt durch
| die Ablehnung Jesu in seiner Familie und seiner Heimat Nazareth.
.card.slide
.card-body
h6.card-title Indirekt: Jesus lehnt ab, Messias (nur) Israels zu sein
.card-text
p
| Das Jesaja-Zitat ist ursprünglich in die Situation des Endes des Exils in Babylon und des durch Gott ermöglichten Neuanfangs
| im Lande Juda gesprochen (6. Jhdt. v. Chr.).
br
| Schon damals gab es den Traum,
| dass Israel als Nationalstaat unter dem Segen Gottes aufblüht. Viel Hoffnung
| wurde (zunächst) auf einen Herrscher aus dem Hause Davids gesetzt.
p
| Solche Erwartungen konnte bei der Zitation aus Jesaja durch Jesus aufleben.
br
| Es gab ja vor allem die Sehnsucht, dass der Messias Gottes Gesalbter von der Herrschaft durch die (heidnischen!) Römer
| befreien und das Volk Israel wieder zu einer Blüte führen würde (Stichwort <q>königlicher Messias</q>).
p
| Die Menschen in der Antrittsszene in Nazareth so malt uns Lukas hintergründig vor Augen sind genau darauf angesprungen:
| Hinter dem Verlangen, Jesus solle besonders in Nazareth <q>große Dinge</q> tun, kann man ein
| auf die Ebene der Stadt heruntergebrochenes nationalistisches Denken erkennen:
br
| <q>Nazareth first</q>, dem dann im globalen Kontet ein <q>Israel first</q> entspricht;
| erst wir, dann wenn überhaupt die anderen.
p
| Doch die Sendung Jesu sah schlicht anders aus: Es ging nicht darum, <q>das Reich für Israel wieder herzustellen</q> (Apg 1,6).
hr
p
| Schon mit seiner Hinwendung zu <q>Zöllnern und Sündern</q> durchbricht Jesus
| die gängigen Erwartungen an den Messias was ihm deutliche Kritik einbringt ,
| auch an anderen Zügen von Jesu Verhalten stört man sich;
| Kreuz und Auferstehung schließlich passen überhaupt nicht ins Bild:
| ein <i>leidender</i>, ja gar <i>gekreuzigter</i> Messias, der auferstanden sein soll
| das stand und steht zu allen Vorstellungen
| vom Messias im Judentum im Wiederspruch (
+symbol("arrow-right")
| Emmaus-Erzählung: Jesus ist genötigt, den beiden Jüngern zu erkären: <q>Musste nicht der Christus das
| erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen?</q> [Lk 24,26]!).
hr
p
| Im Rahmen der Entwicklung der frühchristlichen Mission wurde dann mehr und mehr erkannt,
| dass das, was sich in und mit Jesus ereignet hatte das <q>Heilsereignis</q> seines Lebens und Wirkens,
| seines Kreuzes und seiner Auferstehung ,
| der ganzen Menschheit seit <q>Adam</q> gilt (
+symbol("arrow-right")
| Stammbaum!).
hr
p
i
| In diesem Sinne verweigert der lukanische Jesus von Anfang an,
| nationalistisch-königlicher Messias in seiner <q>Heimat</q> zu sein,
| spricht von der zukünftigen Ablehnung seines den Erwartungen und Vorstellungen nicht entsprechenden Messias-Seins,
| verweist auf eine Sendung zu den Völkern und löst mit dieser dreifachen <q>Klatsche</q>
| die Ablehnung durch seine Zuhörer aus, wobei die Zuhöhrer ihrerseits den situativen
| Kontext der Erzählung räumlich und zeitlich übersteigen
| hin zu allen, die sich an Jesu Selbstverständnis und Verhalten sowie an der nachösterlich Entwicklung stören.
hr
p
| Gerade Karfreitag und Ostern vorauf am Ende der Episode in Nazareth schon geblickt wird
| machen deutlich, dass Jesu Sendung viel tiefgreifender und umfassender
| ist als alle irdisch-nationalistischen Vorstellungen vom Messias:
br
b
| Jesus ist als endzeitlicher Repräsentant Gottes der Heilsbringer schlechthin,
| und zwar in einem umfassenden, nationalistisches Denken und überhaupt
| diese irdisch-begrenzte Welt übersteigenden Sinn!
br
i
| In ihm steht das Paradies (wieder) offen (
+symbol("arrow-right")
| Kreuzigungsszene: <q><u>Heute</u> noch, wirst du mit mir im Paradies sein.</q>)!
p
| Bei Jesus als Messias geht es nicht um äußere wenn auch bedrängende Dinge wie hier die Herrschaft der Römer,
| es geht um eine innere Wandlung des Menschen, es geht um geheilte Beziehungen zwischen Gott und Mensch und der Menschen
| untereinander. Die <q>großen Dinge</q> sprich: die Wunder , die Jesus tut, sind Zeichen <i>dieser</i> neuen Wirklichkeit
| und nicht eines (irdisch-nationalistisch) aufblühenden (Staates) Israel:
p
i
| Das <q>Gnadenjahr des Herrn</q> ist keine irdisch-nationalistische Größe, sondern eine himmlische;
br
| aber auch keine rein jenseitige Wirklichkeit,
| sondern eine in diese Welt schon hereinbrechende und die Menschen ergreifen wollende.
br
| Das Evangelium spricht davon dann auch in den Gleichnissen (vom Verlorenen)
| und erzählt davon in den heilvollen Umkehr-Begegnungen mit Jesus;
| die Apostelgeschichte wird das Hereinbrechen des <q>Zeitalter des Heiligen Geists</q> dann am Leben der
| Urgemeinde in Jerusalem beispielhaft und idealisiert illustrieren
| (z. B. Solidarität, Barmherzigkeit, Eintracht).
p.small.mb-0
| Aus historischer Perspektive ist wichtig und spielt her eine Rolle,
| dass Jesus sich nicht als militärischer Aufrührer verstand
| wie es sie damals auch gab , sondern ähnlich wie Johannes der Täufer das Volk durch innere Umkehr erneuern wollte.
.card.slide.mb-5
.card-body
h5.card-title <q>... damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt</q> (Lk 4,11)
.card-text
p
| Im Vorgriff auf den Karfreitag Golgota liegt außerhalb von Jerusalem! , aber auch im Vorgriff auf das Schicksal
| der Boten Jesu nach Ostern Stephanus: nach Apg 7,58 zur Steinigung zur Stadt hinaus getrieben wird Jesus aus der Stadt getrieben
| und sollte hinabgestürzt werden: die Ablehnung Jesu durch seine <q>Heimat</q> materialisiert sich (schon).
br
| <q>Geheimnisvoll</q> entgeht er diesem Lynchversuch und geht weg.
p
| Man wird hier analog zum Karfreitag an Ostern denken dürfen, das sich hier andeutet (nicht nur im Hinblick auf Jesus,
| sondern ebenso für seine Boten).
p.mb-0
| Es gibt auch einen Bezug zur abschließenden Versuchung durch Satan in Lk 4,1-13: Jesus soll sich vom Tempel
| hinabstürzen, weil er doch Gottes Sohn ist und erwarten darf, dass Gott nach Ps 91,11-12
| rettend eingreifen wird.
br
| Die mutwillige Herausforderung dieses Schutzes ist zwar nach Lk 4,9-12 nicht statthafte Provokation Gottes und Versuchung durch Satan,
| doch ist die Verheißung des Psalmes für Jesus (und seine Jünger) tatsächlich gültig, wie hier im Vorgriff auf Ostern deutlich wird.
.alert.alert-success.slide
h4.alert-heading
| Programmatische Antrittsrede Jesu:
br
| Kurzzusammenfassung der Heilsgeschichte aus nachösterlicher, völkerchristlicher Perspektive
br
span.small bewusst am Anfang des Wirkens Jesu
hr
p.mb-0
| Die Propheten haben das Heil angekündigt und auch bei ihnen gab es schon erste Momente der Öffnung für Heiden.
br
| Dieses Heil ist in Jesus umfassend und die Erwartung der Propheten übersteigend und modifizierend Wirklichkeit geworden
| im <q>Gnadenjahr des Herrn</q>, das das <q>Zeitalter des Heiligen Geistes</q> mit sich gebracht hat im Sinne
| der entscheidenden (<q>eschatologischen</q>) Zeitenwende zum Heil;
| dieses Zeitalter dauert seit dem an und zielt auf alle Menschen.
br
| Doch Jesus stößt auf Ablehnung, wird am Karfreitag gekreuzigt; Gott aber erweckt ihn von den Toten.
br
| Jesu Botschaft und er selbst werden (trotzdem) von den meisten Juden auch nach Ostern abgelehnt;
br
| dafür stoßen Heiden in relativ großer Zahl zur Gemeinschaft der Glaubenden dazu.
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span Reicher Fischfang/<q>Berufung</q> des Petrus
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blockquote.blockquote.mb-3.ml-5
p.mb-0
| Es geschah aber: Als die Volksmenge Jesus bedrängte und das Wort Gottes hören wollte,
| da stand er am See Gennesaret und sah zwei Boote am See liegen. Die Fischer waren aus ihnen ausgestiegen
| und wunschen ihre Netze.
| Jesus stieg in eines der Boote, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren.
| Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus.
p.mb-0(style="margin-left: 1.5rem;")
| Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon:
| <q>Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!</q>
p.mb-0(style="margin-left: 3rem;")
| Simon antwortete ihm:
| <q>Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.
| Doch auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen.</q>
p.mb-0(style="margin-left: 4.5rem;")
| Das taten sie und sie fingen eine große Menge Fische; ihre Netze aber drohten zu reißen.
| Und sie gaben ihren Gefährten im anderen Boot ein Zeichen, sie sollten kommen und ihnen helfen.
| Sie kamen und füllten beide Boote, sodass sie fast versanken.
p.mb-0(style="margin-left: 3rem;")
| Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte:
| <q>Geh weg von mir; denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr!</q>
| Denn Schrecken hatte ihn und alle seine Begleiter ergriffen über den Fang der Fische, den sie gemacht hatten;
| ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten.
p.mb-0(style="margin-left: 1.5rem;")
| Da sagte Jesus zu Simon: <q>Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen.</q>
p.mb-0
| Und sie zogen die Boote an Land, verließen alles und folgte ihm nach.
footer.blockquote-footer
cite Lk 5,1-11
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Jesus, der Menschenfischer
.card-text
p
| Lukas gestaltet die Szenerie im Vergleich zur Mk 1,16-20 um und greift einen Gedanken auf,
| der sich bei Markus erst in 4,1-2 findet: Weil die Menge Jesus bedrängt, <q>flüchtet</q> dieser in ein Boot.
p
| Von diesem Fischer-Boot aus verkündet Jesus nun das Wort Gottes.
p
| Lukas illustriert damit, was Menschenfischer sein zunächst und zuerst bedeutet:
br
i
| Den Menschen das Wort Gottes verkünden und sie gerade so zusammensammeln.
p
| Gleichzeitig erscheint durch die Gestaltung der Szene Jesus selbst sehr augenfällig als
| <i>erster</i>, prototypartiger Menschenfischer.
p
| Indem die Erzähung abschließend festhalten kann, dass Petrus und die Söhne des Zebedäus Jesus folgen,
| hat sich Jesus tatsächlich als Menschen<i>fischer</i> erwiesen,
| der Menschen durch sein Wirken hier sein doppeltes Wort an Petrus und das dieses bekräftigende Wunder <q>eingefangen</q> hat.
p.mb-0
| Während der erste Teil der Erzählung Jesus als Menschenfischer zeichnet, der das <q>Wort Gottes</q> verkündet,
| illustriert der letzte, kurze Teil also, was als <i>Folge rechten Hörens</i> erwartet ist
| (im Sinne eines <i>erfolgreichen <q>Menschen<b>fischen</b>s</q></i>):
p.mb-0.ml-3
i die alte Existenz hinter sich lassen
span.small (hier: <q>sie zogen die Boote an Land, verließen alles</q>),
br
i aufbrechen und Jesus nachfolgen
span.small (hier: <q>folgten ihm [= Jesus] nach</q>)
br
i in der Gemeinschaft der Glaubenden
span.small (hier: Petrus nicht allein, sondern mit den Söhnen des Zebedäus)
br
i was auch immer das im eigenen Leben bedeuten mag.
p.small.mb-0
| Dass und wie dies im Spannungsfeld von <q>Auf dein Wort hin!</q> und <q>Ich bin ein sündiger Mensch!</q> geschieht,
| bebildert diese Erzählung an Petrus dazu später mehr.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title
q Menschen fangen
.card-text
p
| Der Begriff <q>Menschenfischer</q> hat in der damaligen Zeit einen negativen Klang,
| vergleichbar unserem <q>Nepper, Schlepper, Bauernfänger</q>;
br
| das kommt ja wohl auch davon, dass das im Fischernetz Gefangene zu Tod und Verzehr bestimmt ist ...
p
| Vom Kontext im Evangelium her ist zwar klar, dass es sich bei <q>Menschen fangen</q> im Munde Jesu um etwas Positives handelt,
| aber Lukas will das auch durch seine Wortwahl unterstreichen:
br
| Er ersetzt den Ausdruck <q>Menschenfischer</q> (Mk/Mt) durch <i><q>Menschen (lebendig) fangen</q></i>.
br
| Das gleiche Wort bedeutet auch <q>beleben</q>, <q>wiederbeleben</q>!
p.mb-0
i
| So wird das Fischerboot zum Rettungsschiff, das Netz zum Rettungsring, das verkündete Wort
| zur rettenden Botschaft!
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title
q Auf dein Wort hin
.card-text
p
| Die Antwort des Petrus auf den Auftrag Jesu, die Netze zum Fischfang auszuwerfen, klingt
| in der ersten Hälfte ernüchternd:
br
| In der günstigen Nachtzeit wurde nichts gefangen. Und jetzt ist man am hellen Tag,
| der ohnehin eher Misserfolg verspricht.
p
| Die zweite Hälfte der Antwort drückt dann schon den Glauben des Jüngers aus: <q>Auf <i>dein Wort</i> hin ...</q>.
p
| Interessant ist, dass Petrus zwar den eigenwilligen Auftrag Jesu, <i>jetzt</i> die Netze auszuwerfen,
| kommentiert, aber anders als Maria bei der Verkündigung der Geburt Jesu
| nicht auf eine weitere Bekräftigung oder ein Zeichen wartet:
| er handelt voll Vertrauen auf Jesu Wort hin.
p
| Das Wort Jesu gibt Petrus nicht nur gegen alle Wahrscheinlichkeit gerichtete Zuversicht,
| sondern bewirkt auch das Wunder des großen Fischfangs, welches wiederum die Wirkmächtigkeit des Wortes Jesu unterstreicht.
br
| Aber es brauchte auch das <q>Auf dein Wort hin!</q> des Petrus;
| es braucht die vertrauende Bereitschaft, Jesus zu folgen.
p.mb-0.small
| Anzumerken ist hier, dass Lukas in Lk 4,31-41 einige Wunderheilungen erzählt,
| in denen insbesondere Jesus wirkmächtiges Wort unterstrichen wird.
br
| In 4,36 fragen sich die Zeugen des Wunders:
| <q>Was ist das für ein <i>Wort</i>? Mit <i>Vollmacht und Kraft befiehlt</i> er den unreinen Geistern und sie fliehen.</q>
br
| Bei der Heilung des Schwiegermutter des Petrus in Lk 4,38-39 schreibt Lukas <q>Er beugte sich über sie und <i>gebot</i>
| dem Fieber.</q> In Mk 1,31 heißt es dagegen: <q>und er ging zu ihr,
| fasste sie an der Hand und richtete sie auf.</q> Lukas betont das wirkmächtige Wort Jesu und bereitet durch diese Erzählungen
| das <q>Auf dein Wort hin</q> des Petrus vor.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title
q Ich bin ein sündiger Mensch
.card-text
p
| Die spontane Reaktion des Petrus auf den überwältigenden, durch Jesu Wort gewirkten Fischfang
| entspricht der (alttestamentlichen) Reaktion des Menschen, wenn er dem Göttlichen begegnet:
br
| er erkennt seine Niedrigkeit, Unwürdigkeit, Sündhaftigkeit, hier durch die Geste verstärkt: Petrus geht auf die Knie.
p
| Die Antwort Jesu entspricht ihrerseits diesem Schema: <q>Fürchte dich nicht!</q> in
| Verbindung mit einer göttlichen Intervention bzw. einem göttlichen Auftrag.
br
| Die Szenerie malt also aus, wie Petrus dem Göttlichen in Jesus begegnet, der ihn in Dienst nimmt.
p
| Dass Petrus aber nicht nur erschrickt und/oder sich fürchtet (wie vor ihm Zacharias, Maria, die Hirten),
| sondern sagt <q>Ich bin ein sündiger Mensch!</q>, das ist sicher bedacht von Lukas so erzählt.
p
| Der Leser weiß ja wohl doch schon um das Versagen des Petrus während der Passion Jesu.
br
| Er weiß aber auch, dass Petrus am Anfang dessen steht, was Kirche wurde vor Ostern wie nach Ostern.
br
| Beide Aspekte kommen bereits hier zusammen.
p.mb-0
| So unterstreicht Lukas gerade an Petrus den Sünde überwindenden
| Neuanfang in Jesus, der wenig später sagen wird: <q>Ich bin nicht gekommen, um Gerechte, sondern Sünder
| zur Umkehr zu rufen.</q> (Lk 5,32).
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Petrus, der Menschenfischer auf Jesu Wort hin
.card-text
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
| Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!
footer.blockquote-footer
cite Lk 5,10
.card.slide.mb-1
.card-body
h6.card-title Das <q>Einfangen</q> des Petrus
.card-text
p
| Nach diesem Wort Jesu geht die Erzählung sehr schnell zu Ende; es wird <q>nur</q> noch erzählt,
| dass Petrus und die Söhne des Zebedäus ihre Boote an Land ziehen, alles verlassen und Jesus nachfolgen,
| ihm also <q>ins Netz gegangen</q> sind.
p
| Das <q>Auf dein Wort hin!</q> des Petrus ist schon gesprochen; es behält auch hier seine Gültigkeit
| und wird vollzogen.
p
| Der überreiche Fischfang ist jener Moment, der auch und gerade für Petrus alles verändert:
br
| Als das Wunder geschieht, als Petrus dem Göttlichen in Jesus, wirklich dem Wort Gottes begegnet,
| da geht es nicht mehr um das Fangen von Fischen, sondern um das <q>Einfangen</q> des Petrus für seine künftige Aufgabe.
p
| Das ist der Dreiklang dieser Erzählung:
br
| <u><i>Auf Jesu Wort hin</i></u> <i><b>Fische</b> fangen</i>, um <i><b>Petrus</b></i> zu <i>fangen</i> zum <i><b>Menschen</b> fangen</i>
| <u><i>auf Jesu Wort hin</i></u>.
p.mb-0
| Wie das Wort <q>Fahr hinaus und werft eure Netze aus!</q> den überreichen Fischfang bewirkt,
| so fängt das Wort <q>Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!</q> in Verbindung
| mit dem reichen Fischfang den Petrus ein: er verlässt alles und folgt Jesus nach.
.card.slide.mb-1
.card-body
h6.card-title Die Zukunft des Petrus: getragen von Jesu Wort
.card-text
p
| Formal bilden die Worte Jesu (<q>Fahr hinaus und werft eure Netze aus!</q>, <q>Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!</q>)
| den Rahmen um die Worte des Petrus (<q>Auf dein Wort hin!</q>, <q>Ich bin ein sündiger Mensch!</q>).
br
| So ist die Existenz des Petrus mit seinen Höhen und Tiefen von Jesu Wort zusammengebunden, umfangen und getragen,
| ja wie in einem Netz gehalten.
br
| Der überreiche Fischfang die Mitte der Erzählung ist Bestätigung der Wirkmächtigkeit des Wortes Jesu und dadurch zugleich
| Verheißung für die von Jesu Wort getragene Zukunft, die hier aufleuchtet.
br
| Sie wird aber nicht mehr im <q>Fangen</q> von Fischen, sondern von Menschen bestehen.
p
| Formal ist anzumerken, dass <q>Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!</q> weder Auftrag
| noch Befehl ist, vielmehr Prophetie und Verheißung für die <i>jetzt</i> beginnende Zukunft des Petrus.
| Man wird Auftrag und Befehl aus dem Wort <q>Fahr hinaus und werft eure Netze aus!</q>
| mithören sollen.
br
| Die beiden gesprochenen Worte Jesu vor und nach dem Fischfang und das durch Jesu Wort
| gewirkte Wunder wollen als Einheit verstanden werden:
br
i
| Petrus begegnet dem <i>wirkmächtigen Wort des Herrn</i>,
br
| das ihn in seiner ganzen Existenz anspricht und ihn in Dienst nimmt,
br
| das ihn in eine Zukunft getragen von Jesu Wort stellt, ihn hält und halten wird,
br
| das ihn ergreift und alles verlassen lässt.
p.mb-0
| Die Existenz des Petrus ist <q>von jetzt an</q> durch
| Auftrag und Verheißung Jesu bestimmt, <q>Netze auszuwerfen</q> und <q>Menschen (lebend) zu fangen</q>.
| Auch wenn dieses Wort Jesu jetzt schon beginnt, sich zu erfüllen:
| Petrus geht doch einer größeren Erfüllung erst noch entgegen.
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h6.card-title Ausblick in die Apostelgeschichte: Petrus, der Menschenfischer
.card-text
p
| An bzw. seit Pfingsten wird auch das Wort des Petrus in der Kraft des Geistes wirkmächtig sein:
| seine Pfingstpredigt trifft die Hörer <q>mitten ins Herz</q> (Apg 2,37) und bringt viele Menschen dazu,
| sich taufen zu lassen
| (<q>Die nun, die <i>sein Wort</i> annahmen, ließen sich taufen.
| An diesem Tag [= Pfingsten] wurden ihrer Gemeinschaft etwa dreitausend Menschen hinzugefügt.</q> [Apg 2,41]).
br
i Petrus ist zum Menschenfischer geworden.
br
| Der überreiche Fischfang auf das Wort Jesu hin, der zusammen mit dem Wort <q>Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!</q>
| den Petrus und die Söhne des Zebedäus <q>eingefangen</q> hat,
| wird zum Bild der erfolgreichen, wirkmächtigen Verkündigungstätigkeit des Petrus
| und der Apostel ja der Kirche überhaupt in der Kraft des Geistes Gottes.
br
span.small
| Und von Pfingsten her wird auch klar, warum Petrus ein zweites Boot herbeiwinken musste:
| es wird Rettungsboot <q>all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird</q> (Apg 2,39),
| womit nur die Heiden gemeint sein können.
hr
.small
p
| Petrus erscheint in der Erzählung vom reichen Fischfang - wie es synoptischer Tradition (Mk, Mt, Lk) entspricht
| als erstberufener Apostel. Er wird dann im Verlauf des Evangeliums seine <q>übliche</q> Rolle
| als Erster und Sprecher der Apostel ausüben.
p
| Dahinter mag die Erinnerung stecken, dass Petrus tatsächlich der Erstberufene war.
p
| Wichtiger ist aber, dass nach Ostern Petrus am Anfang der Sammlungsbewegung stand, die dann zur Kirche
| wurde: Petrus gilt als der Erste, dem der Auferstandene erschienen ist (vgl. Lk 24,34).
p.mb-0
| Da dies ausgerechnet auch Paulus überliefert (1 Kor 15,3b-5), ist daran nicht zu zweifeln.
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h6.card-title Grundlegend: Auf Jesu Wort hin und aus der Kraft des Geistes
.card-text
p.mb-0
| Während wir in der Erzählung vom reichen Fischfang auf <i>die ersten Worte</i> stoßen, die Jesus <i>an Jünger</i> richtet,
| finden wir <i>die letzten Worte</i>, die Jesus dann als Auferstandener, vor der Himmelfahrt <i>zu</i> den <i>Jüngern</i> spricht
| am Anfang der Apostelgeschichte:
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
| Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen:
| <q>Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters,
| die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft,
| ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.</q>
| ...
br
| <q>... ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt;
| und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa
| und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.</q>
footer.blockquote-footer
cite Apg 1,4-5.8
p
| Die Weisung Jesu an seine Jünger, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern auf die Gabe des Geistes zu <i>warten</i>,
| kann im Kontext nur so verstanden werden, dass die Jünger nicht auf eigene Faust
| verkündigen sollen die Forderung Jesu unterstreicht nicht nur die Bedeutung Jerusalems
| sondern impliziert doch wohl auch, dass eine Verkündigung ohne Geistgabe ohne Erfolg sein würde.
br
| Denn der Warnung davor, jetzt (schon) Jerusalem zu verlassen
| und damit eine eigenmächtige Verkündigungstätigkeit zu starten , auf der einen Seite korrespondiert auf der anderen Seite
| die Gabe des Heiligen Geistes <i>als Kraft</i> zu einem die Grenzen Israels überschreitenden Verkündigungsgeschehen.
//- dass Lukas es so verstanden hat, zeigt sich darin, dass die Jünger nicht nur in Jerusalem bleiben,
//- sondern auch dort nicht verkündigen!!!
br
span.small
| <q>Ihr werdet Kraft empfangen!</q> und <q>Ihr werdet meine Zeugen sein!</q> sind in Apg 1,9
| zwar nebeneinandergstellt, aber es sind nicht Aussagen auf der gleichen Ebene,
| vielmehr ist Ersteres Bedingung der Möglichkeit für Letzteres.
br
| Es heißt aber nicht <q>... dann <i>könnt</i> ihr</q>,
| sondern <q>... und ihr <i>werdet</i> meine Zeugen sein</q>!
br
| Das Wort Jesu ist Verheißung und Prophetie; durch den Heiligen Geist wird es Wirklichkeit werden.
p
| Jesus warnt also am Anfang der Apostelgeschichte seine Jünger:
br
| wartet auf den Heiligen Geist, er ist die Kraft zur Verkündigung, ohne die nichts läuft!
p
| Auch in der Erzählung vom reichen Fischfang ist der Kontrast aufgebaut
| zwischen einerseits dem eigenen eigentlich den Regeln entsprechenden Handeln der Fischer
| um Petrus, das aber ohne Erfolg bleibt, und andererseits dem fast widersinnigen Folgen des Auftrages Jesu,
| was aber tatsächlich von (übergroßem) Erfolg gekrönt ist.
br
| Ferner hat das Wort Jesu an seine Jünger in Apostelgeschichte: <q><u>Ihr werdet meine Zeugen sein!</u></q>
| das letzte Wort Jesu überhaupt vor der Himmelfahrt doch eine gewisse Ähnlichkeit zu
| <q>Von jetzt an <u>wirst du Menschen (lebendig) fangen!</u></q>:
| Beide haben prophetischen Charakter, sind Verheißung.
p
| Während bei der Erzählung vom reichen Fischfang der Akzent auf dem wirkmächtigen Wort Jesu ruht,
| ist in der Apostelgeschichte gerade am Anfang, aber letztlich durchgängig der Akzent
| auf den Heiligen Geist gelegt, ohne den nichts läuft.
p
| In der Zusammenschau kommt etwas für Lukas sehr wichtiges zum Ausdruck:
br
i
| Die Verkündigung durch die Apostel
| erhält einerseits ihre Kraft und Wirkung aus dem Wort Jesu, <q>die Netze auszuwerfen</q>:
| <q>Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!</q>.
br
| Andererseits ist es der Heilige Geist, der nicht nur Jesus während seines irdischen Wirkens erfüllte,
| sondern nach Ostern Jesu verheißendes Wort bleibend und kraftvoll wirksam sein lässt.
br
| Was aber für die Verkündigung gilt, gilt für die Kirche insgesamt.
p
| Ohne dies das Wort Jesu und den Geist sind Verkündigung und Kirche nichts und zum Scheitern verurteilt.
br
| Umgekehrt ist der Beistand gerade auch für widrige Verhältnisse verheißen; es braucht den Glauben des Petrus:
| <q>Auf dein Wort hin ...</q>
p
| Kirche ist als Geschöpf des Wortes Gottes in Jesus und als Geschöpf des Geistes Gottes vorgestellt;
| sie verkündet wie Jesus in der Kraft des Geistes das Wort Gottes als ihre erste und eigentliche Aufgabe
| und ist dabei Zeuge des Heils in Christus.
br
| Mit genau diesen Zügen wird Lukas die Verkündigungstätigkeit in der Apostelgeschichte zeichnen:
| die Apostel verkünden gegen alle Wiederstände <q>das Wort Gottes</q>; sie sind tatsächlich <q>Menschenfischer</q> geworden.
p
| Hinter der Verkündigung der Kirche steht Gott selbst, der durch sie sein Wirken entfaltet,
| das Menschen zusammensammelt in der Gemeinde Jesus Christi.
p.mb-0
| Wo Kirche aus Eigensinn, Kleingläubigkeit etc. dem nicht entspricht (wie auch einst Petrus auf die Seite der Sünde rutschte),
| muss sie sich neu das <q>Auf <i>dein Wort</i> hin!</q> des Petrus zu eigen machen.
.card.slide
.card-body
h5.card-title Ver-<i>Netz</i>-ung
.card-text
p.small
| Natürlich darf man einzelne Elemente der Erzählung nicht überfrachten.
br
| Aber das Symbol des Netzes, das sich mit dem Fischfang verbindet, welcher in der Erzählung
| zum Symbol der Sammlungsbewegung durch die Verkündigung des Gotteswortes wird, ist es doch wert,
| genauer <q>beleuchtet</q> zu werden.
p
| Als erste und wichtigste Bedeutung weil schon in der Erzählung selbst angelegt ist zu nennen:
br
i
| Ein Netz trägt und hält: so sollen die Menschen durch das Wirken der Kirche Halt erleben
| (wie Petrus mit seinen Höhen und Tiefen im Wort Jesu).
br
| Gerade weil sich Kirche im <q>Netz</q> Gottes getragen wissen darf, kann und darf, muss und soll sie selbst
| <q>Netz</q> sein für die verschiedenen Menschen, die bei ihr Halt und Zukunft suchen.
p
| Unabhängig davon, ob die Fische als Einzeltiere oder als Schwarm vorzustellen sind,
| werden sie durch das Netz <q>zusammengeschweißt</q>, und zwar zu einer Schicksalsgemeinschaft:
br
| man teilt das gleiche Los normalerweise zu Tod und Verzehr, hier aber : Anteil am in Christus eröffneten Heil.
p
| Ein Netz besteht selber aus miteinader verbundenen Knoten.
br
| Das Netz ist Symbol für Verbindung (
+symbol("arrow-right")
| Internet).
br
| Das passt sehr gut zum im Evangelium erzählten Anliegen Jesu, Menschen neu mit Gott und untereinander zu verbinden,
| Sünde, Ausgrenzung und Stigmatisierung zu überwinden.
p
| Da fügt sich auch gut ins Bild, dass ein Fischernetz Fische ganz unterschiedlicher Art <q>einfangen</q> kann,
| eine bunte Sammlung, wie auch Jesus Jüngerschar und schon der Zwölferkreis bunt war.
p
| Weiter gedacht steht das Netz auch für die Verbindung von Gruppen und Gemeinden untereinander, eine Vernetzung auf
| verschiedenen Ebenen (Pfarrei, Seelsorgebereich, Dekanat, Bistum, Weltkirche).
p.mb-0
| Grundlegend bleibt aber, dass Jesus nicht einzelne unverbunden berufen hat, sondern von Anfang an
| auf eine Gemeinschaft abgezielt hat, die durch die Verkündigung des Wortes Gottes und seine gläubige Aufnahme entsteht.
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span Reicher Fischfang/<q>Berufung</q> des Petrus
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h5.card-title Jesus, der Menschenfischer
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p
| Lukas gestaltet die Szenerie im Vergleich zur Mk 1,16-20 um und greift einen Gedanken auf,
| der sich bei Markus erst in 4,1-2 findet: Weil die Menge Jesus bedrängt, <q>flüchtet</q> dieser in ein Boot.
p
| Von diesem Fischer-Boot aus verkündet Jesus nun das Wort Gottes.
p
| Lukas illustriert damit, was Menschenfischer zunächst und zuerst bedeutet:
br
i
| Den Menschen das Wort Gottes verkünden und sie gerade so zusammensammeln.
p.mb-0
| Gleichzeitig erscheint durch die Gestaltung der Szene Jesus selbst sehr augenfällig als
| <i>erster</i>, prototypartiger Menschenfischer.
.card.slide.mb-1
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h5.card-title
q Menschen fangen
.card-text
p
| Der Begriff <q>Menschenfischer</q> hat in der damaligen Zeit einen negativen Klang,
| vergleichbar unserem <q>Nepper, Schlepper, Bauernfänger</q>;
br
| das kommt ja wohl auch davon, dass das im Fischernetz Gefangene zu Tod und Verzehr bestimmt ist ...
p
| Vom Kontext im Evangelium her ist zwar klar, dass es sich um etwas Positives handelt,
| aber Lukas will das auch durch seine Wortwahl unterstreichen:
br
| Er ersetzt den Ausdruck <q>Menschenfischer</q> (Mk/Mt) durch <i><q>Menschen (lebendig) fangen</q></i>.
br
| Das gleiche Wort bedeutet auch <q>beleben</q>, <q>wiederbeleben</q>!
p.mb-0
i
| So wird das Fischerboot zum Rettungsschiff, das Netz zum Rettungsring, das verkündete Wort
| zur rettenden Botschaft!
.card.slide.mb-1
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h5.card-title
q Auf dein Wort hin
.card-text
p
| Die Antwort des Petrus auf den Auftrag Jesu, die Netze zum Fischfang auszuwerfen, klingt
| in der ersten Hälfte ernüchternd:
br
| In der günstigen Nachtzeit wurde nichts gefangen. Und jetzt ist man am hellen Tag,
| der ohnehin eher Misserfolg verspricht.
p
| Die zweite Hälfte der Antwort drückt dann schon den Glauben des Jüngers aus: <q>Auf <i>dein Wort</i> hin ...</q>.
p
| Interessant ist, dass Petrus zwar den eigenwilligen Auftrag Jesu, <i>jetzt</i> die Netze auszuwerfen,
| kommentiert, aber anders als Maria bei der Verkündigung der Geburt Jesu
| nicht auf eine weitere Bekräftigung oder ein Zeichen wartet:
| er handelt voll Vertrauen auf Jesu Wort hin.
p
| Das Wort Jesu gibt Petrus nicht nur gegen alle Wahrscheinlichkeit gerichtete Zuversicht,
| sondern bewirkt auch das Wunder des großen Fischfangs, welches wiederum die Wirkmächtigkeit des Wortes Jesu unterstreicht.
p
| So wird ein Kontrast aufgebaut zwischen einerseits dem eigenen eigentlich den Regeln entsprechenden Handeln der Fischer
| um Petrus, das aber ohne Erfolg bleibt, und andererseits dem fast widersinnigen Folgen des Auftrages Jesu,
| was aber tatsächlich von (übergroßem) Erfolg gekrönt ist.
hr
p.mb-0
| Während wir in der Erzählung vom reichen Fischfang auf <i>die ersten Worte</i> stoßen, die Jesus <i>an Jünger</i> richtet,
| finden wir <i>die letzten Worte</i>, die Jesus dann als Auferstandener, vor der Himmelfahrt <i>zu</i> den <i>Jüngern</i> spricht
| am Anfang der Apostelgeschichte:
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
| Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen:
| <q>Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters,
| die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft,
| ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.</q>
| ...
br
| <q>... ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt;
| und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa
| und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.</q>
footer.blockquote-footer
cite Apg 1,4-5.8
p
| Die Weisung Jesu an seine Jünger, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern auf die Gabe des Geistes zu <i>warten</i>,
| kann im Kontext nur so verstanden werden, dass die Jünger nicht auf eigene Faust
| verkündigen sollen die Forderung Jesu unterstreicht nicht nur die Bedeutung Jerusalems
| sondern impliziert doch wohl auch, dass eine Verkündigung ohne Geistgabe ohne Erfolg sein würde.
br
| Denn der Warnung davor, jetzt (schon) Jerusalem zu verlassen
| und damit eine eigenmächtige Verkündigungstätigkeit zu starten , auf der einen Seite korrespondiert auf der anderen Seite
| die Gabe des Heiligen Geistes <i>als Kraft</i> zu einem die Grenzen Israels überschreitenden Verkündigungsgeschehen:
| wartet auf den Heiligen Geist, er ist die Kraft zur Verkündigung, ohne die nichts läuft!;
//- dass Lukas es so verstanden hat, zeigt sich darin, dass die Jünger nicht nur in Jerusalem bleiben,
//- sondern auch dort nicht verkündigen!!!
br
| das hat eine Analogie im erfolglosen Fischfang des Petrus und dann der Überfülle auf Jesu Wort hin,
br
| und dem Wort an Petrus <q>von jetzt an <u>wirst du Menschen (lebendig) fangen</u></q>
| entspricht das <q><u>ihr werdet meine Zeugen sein</u></q>; letzteres ist das letzte Wort Jesu überhaupt vor der Himmelfahrt.
p
| Wie in Lk 5,1-11 das Wort Jesu auf Petrus <q>wirkt</q>,
//- | der durch das Wunder des Fischfangs für derartiges sensibilisiert war (vgl. seine Reaktion!),
| so wird in Apg 1,9 das <q>ihr werdet meine Zeugen sein</i> durch <q>ihr werdet Kraft empfangen</q> ermöglicht;
| diese beiden Aussagen sind zwar in Apg 1,9 nebeneinandergstellt, aber es sind nicht Aussagen auf der gleichen Ebene,
| vielmehr ist Ersteres Bedingung der Möglichkeit für Letzteres.
br
| Es heißt aber nicht <q>... dann <i>könnt</i> ihr</q>,
| sondern <q>... und ihr <i>werdet</i> meine Zeugen sein</q>! Dass sie es sein werden, ist eine Setzung Jesu,
| ein Werk des Wortes Jesu und der Gabe des Geistes, der Jesu Wort schöpferisch sein lässt
| (wenn auch mit zeitlicher Verzögerung).
p
| Bei <q>von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen</q> und <q>ihr werdet meine Zeugen sein</q>
| ist das Wort Jesu also nicht einfach Auftrag (<q>Berufung</q>), auch nicht Befehl,
| auch nicht nur Prophetie und Verheißung, sondern <i>schöpferische Setzung</i>: es bewirkt, was es sagt.
p
| Zunächst sind es die Jünger selbst, an denen sich Jesu schöpferisches Wort auswirkt:
br
| Die Erzählung vom reichen Fischfang <q>endet</q> nach dem Wort Jesu <q>von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen</q>
| mit der simplen, nicht weiter kommentierten Notiz, dass Petrus und die Söhne des Zebedäus Jesus folgen (Lk 5,11!).
br
| Später in der Apostelgeschichte werden die Jünger dann das Wort Gottes kraftvoll verkünden
| und damit die Wirkmächtigkeit der schöpferischen Worte Jesu <q>von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen</q>
| und <q>ihr werdet meine Zeugen sein</q> belegen.
hr
p
| Mit alledem ist kommt etwas für Lukas sehr wichtiges zum Ausdruck:
br
i
| Die Verkündigung durch die Apostel und das Wirken der Kirche insgesamt
| erhält seine Kraft und Wirkung aus dem <i>schöpferischen</i> Wort Jesu, <q>die Netz auszuwerfen</q>:
| <q>von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen</q>.
br
| In der Gabe des Geistes, der auch Jesus erfüllte, ist dann nach Ostern diese schöpferische Setzung
| kraftvoll wirksam.
p
| Ohne dies das Wort Jesu und den Geist sind Verkündigung und Kirche nichts und zum Scheitern verurteilt.
br
| Umgekehrt ist der Beistand gerade auch für widrige Verhältnisse gegeben; es braucht den Glauben des Petrus:
| <q>Auf dein Wort hin ...</q>
p
| Kirche ist als Geschöpf des Wortes Gottes in Jesus und als Geschöpf des Geistes Gottes vorgestellt;
| sie verkündet wie Jesus in der Kraft des Geistes das Wort Gottes als ihre erste und eigentliche Aufgabe
| und ist dabei Zeuge des Heils in Christus.
br
| Mit genau diesen Zügen wird Lukas die Verkündigungstätigkeit in der Apostelgeschichte gegen alle Wiederstände zeichnen.
p
| Hinter der Verkündigung der Kirche steht Gott selbst, der durch sie sein neu-schöpferisches Wirken entfaltet,
| das Menschen zusammensammelt in der Gemeinde Jesus Christi.
p.mb-0
| Wo Kirche aus Eigensinn, Kleingläubigkeit etc. dem nicht entspricht, ist sie aus der Ordnung der <q>Neuen Schöpfung</q>
| herausgefallen wie Adam aus der Ordnung der <q>ersten Schöpfung</q> herausgefallen ist.
br
| Der schöpferischen Setzung durch Jesus entspricht als Modus der Annahme das <q>Auf dein Wort hin</q>:
| der Glaube, der auch Widrigkeiten übersteigt, wie in der ersten Schöpfungserzählung dem <q>Er sprach ...</q>
| das <q>so geschah es</q> entspricht.
//-- p
//-- | Kirche existiert nicht aus sich selbst heraus, und ist nicht ihr eigener Herr.
//-- | Sie ist ganz und gar von Christus und dem Heiligen Geist abhängig.
//-- br
//-- | Daher ist Kirche auch nicht Demokratie und gilt nicht einfach das Wort einer Mehrheit,
//-- | sondern Kirche ist zuerst auf Gott Hörende und gebunden an das Wort Gottes.
.card.slide.mb-1
.card-body
h5.card-title
q Ich bin ein sündiger Mensch
.card-text
p
| Die spontane Reaktion des Petrus auf den überwältigenden, durch Jesu Wort gewirkten Fischfang
| entspricht der (alttestamentlichen) Reaktion des Menschen, wenn er dem Göttlichen begegnet:
| er erkennt seine Niedrigkeit, Unwürdigkeit, Sündhaftigkeit, hier durch die Geste verstärkt: Petrus geht auf die Knie.
br
| Die Antwort Jesu entspricht ihrerseits diesem Schema: <q>Früchte dich nicht!</q> in
| Verbindung mit einer göttlichen Intervention bzw. einem göttlichen Auftrag.
br
| Die Szenerie malt also aus, wie gerade Petrus dem Göttlichen in Jesus begegnet
| und mündet in das schöpferische Wort des Christus, das über Petrus hinaus der Kirche und
| ihrer Verkündigung gilt.
p
| Dass Petrus aber nicht nur erschrickt und/oder sich fürchtet (wie vor ihm Zacharias, Maria, die Hirten),
| sondern sagt <q>Ich bin ein sündiger Mensch!</q>, das ist sicher bedacht von Lukas so erzählt.
p
| Der Leser weiß ja wohl doch schon um das Versagen des Petrus während der Passion Jesu.
br
| Er weiß aber auch, dass Petrus am Anfang dessen steht, was Kirche wurde vor Ostern wie nach Ostern.
br
| Beide Aspekte kommen bereits hier zusammen.
p.mb-0
| So unterstreicht Lukas gerade an Petrus den Sünde überwindenden, schöpferischen
| Neuanfang in Jesus, der wenig später sagen wird: <q>Ich bin nicht gekommen, um Gerechte, sondern Sünder
| zur Umkehr zu rufen.</q> (Lk 5,32).
.card.slide.mb-1
.card-body
h5.card-title Petrus, der Menschenfischer
.card-text
p
| Petrus erscheint hier - wie es synoptischer Tradition (Mk, Mt, Lk) entspricht
| als erstberufener Apostel. Er wird dann im Verlauf des Evangeliums seine <q>übliche</q> Rolle
| als Erster und Sprecher der Apostel ausüben.
p
| Dahinter mag die Erinnerung stecken, dass Petrus tatsächlich der Erstberufene war.
p
| Wichtiger ist aber, dass nach Ostern Petrus am Anfang der Sammlungsbewegung stand, die dann zur Kirche
| wurde: Petrus gilt als der Erste, dem der Auferstandene erschienen ist (vgl. Lk 24,34).
p.mb-0
| Da dies ausgerechnet auch Paulus überliefert (1 Kor 15,3b-5), ist daran nicht zu zweifeln.
.card.slide
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h5.card-title Ver-<i>Netz</i>-ung
.card-text
p.small
| Natürlich darf man einzelne Elemente der Erzählung nicht überfrachten.
br
| Aber das Symbol des Netzes, das sich mit dem Fischfang verbindet, welcher in der Erzählung
| zum Symbol der Sammlungsbewegung durch die Verkündigung des Gotteswortes wird, ist es doch wert,
| genauer <q>beleuchtet</q> zu werden.
p
| Unabhängig davon, ob die Fische als Einzeltiere oder als Schwarm vorzustellen sind,
| werden sie durch das Netz <q>zusammengeschweißt</q>, und zwar zu einer Schicksalsgemeinschaft:
br
| man teilt das gleiche Los normalerweise zu Tod und Verzehr, hier aber : Anteil am in Christus eröffneten Heil.
p
| Ein Netz besteht selber aus miteinader verbundenen Knoten.
br
| Das Netz ist Symbol für Verbindung (
+symbol("arrow-right")
| Internet).
br
| Das passt sehr gut zum im Evangelium erzählten Anliegen Jesu, Menschen neu mit Gott und untereinander zu verbinden,
| Sünde, Ausgrenzung und Stigmatisierung zu überwinden.
p
| Da fügt sich auch gut ins Bild, dass ein Fischernetz Fische ganz unterschiedlicher Art <q>einfangen</q> kann,
| eine bunte Sammlung, wie auch Jesus Jüngerschar und schon der Zwölferkreis bunt war.
p
| Weiter gedacht steht das Netz auch für die Verbindung von Gruppen und Gemeinden untereinander, eine Vernetzung auf
| verschiedenen Ebenen (Pfarrei, Seelsorgebereich, Dekanat, Bistum, Weltkirche).
p.mb-0
| Grundlegend bleibt aber, dass Jesus nicht einzelne unverbunden berufen hat, sondern von Anfang an
| auf eine Gemeinschaft abgezielt hat, die durch die Verkündigung des Wortes Gottes und die gläubige Aufnahme entsteht.
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span Gliederung
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.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
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h5.card-title Prolog
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 1,1-4
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| 3. Sonntag im Jahreskreis
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h5.card-title Vorgeschichte
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
| Lk 1,5-4,13
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.card-body
h5.card-title Kindheitserzählungen
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
| Lk 1,5-2,52
.row.mb-2
.col-6
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h5.card-title.text-primary Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 1,5-25
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| Geburt Johanns des Täufers (VAM) [Lk 1,5-17]
.col-6
.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
.card-body
h5.card-title.text-success Ankündigung der Geburt Jesu, des Messias
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 1,26-38
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| Verkündigung des Herrn
.row.mb-2
.col-3
.col-6
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h5.card-title Die Begegnung zwischen
span.text-success Maria
| und
span.text-primary Elisabeth
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 1,39-56
.card-text
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| Vierter Advent [Lk 1,39-45 (ohne Magnifikat)]
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| Mariä Aufnahme [Lk 1,39-56: Magnifikat]
.col-3
.row.mb-2
.col-6
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h5.card-title.text-primary Geburt Johannes des Täufers
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Lk 1,57-80
.card.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
.card-body.p-2
h6.card-title Geburt
h6.small.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 1,57-66
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| Geburt Johannes des Täufers (Lk 1,57-66.80)
.card.bg-light.border-info
.card-body.p-2
h6.card-title Begrüßung (<i>Benedictus</i>)
h6.small.card-subtitle.text-muted
| Lk 1,67-80
.col-6
.card.slide.bg-light.border-info
.card-body
h5.card-title.text-success Geburt Jesu, des Messias
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Lk 2,1-40
.card.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
.card-body.p-2
h6.card-title Geburt
h6.small.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 2,1-21
.card-text
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| Christmette [Lk 2,1-14]
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| <q>Hirtenmesse</q> [Lk 2,15-20]
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| Oktavtag von Weihnachten [Lk 2,16-21]
.card.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
.card-body.p-2
h6.card-title Begrüßung (Begegnung mit Simeon und Hanna im Tempel, dabei <i>Nunc dimittis</i>)
h6.small.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 2,22-40
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| Darstellung des Herrn
.row
.col-6
.col-6
.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
.card-body
h5.card-title.text-success 12jähriger Jesus im Tempel
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 2,41-52
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| Fest der heiligen Familie
.card.slide.bg-light.border-info.mb-3
.card-body
h5.card-title Das Wirken des Täufers und die Taufe Jesu
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
| Lk 3,1-22
.row
.col-2
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-2(style="border-width: .25rem")
.card-body
h5.card-title Das Auftreten des Johannes
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 3,1-6
p.card-text.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| Zweiter Advent
.col-2
.card.slide.bg-light.border-info.mb-2
.card-body
h5.card-title Die Bußpredigt des Täufers
h6.card-subtitle.text-muted
| Lk 3,7-9
.col-2
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-2(style="border-width: .25rem")
.card-body
h5.card-title Die Standespredigt des Täufers
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 3,10-14
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| Dritter Advent
.col-3
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h5.card-title Die Ankündigung des Messias
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 3,15-18
.card-text
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| Dritter Advent
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| Taufe Jesu [Lk 3,15-16]
.col-3
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-2(style="border-width: .25rem")
.card-body
h5.card-title Die Taufe Jesu
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 3,21-22
.card-text
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| Taufe Jesu
.row
.col-6
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.card-body
h5.card-title Der Stammbaum Jesu
h6.card-subtitle.text-muted
| Lk 3,23-38
.col-6
.card.slide.bg-light.border-info.mb-3
.card-body
h5.card-title Die Versuchungen Jesu
h6.card-subtitle.text-muted
| Lk 4,1-13
.card.slide.mt-3.bg-light.border-info
.card-body
h5.card-title Wirken Jesu in Galiläa und Judäa
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
| Lk 4,14-9,50
.row
.col-4
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-3(style="border-width: .25rem")
.card-body
h5.card-title Die Antrittspredigt Jesu in Nazareth
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Lk 4,14-30
.card-text
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| 3. Sonntag im Jahreskreis [Lk 4,14-21]
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| 4. Sonntag im Jahreskreis [Lk 4,21-30]
.col-4
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.card-body
h5.card-title Erstes Wirken in Galiläa
h6.card-subtitle.text-muted
| Lk 4,31-44
.col-4
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-3(style="border-width: .25rem")
.card-body
h5.card-title Reicher Fischfang/<q>Berufung</q> des Petrus
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Lk 5,1-11
.card-text
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| 5. Sonntag im Jahreskreis
p.text-center
| ...
.card.slide.bg-light.border-info.mb-3
.card-body
h5.card-title Die Feldrede
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
| Lk 6,20-49
.row
.col-4
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.card-body
h5.card-title Seligpreisungen und Weherufe
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 6,20-26
p.card-text.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| 6. Sonntag im Jahreskreis [Lk 6,17.20-26]
.col-4
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h5.card-title Feindesliebe und anderes
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 6,27-38
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| 7. Sonntag im Jahreskreis
.col-4
.card.slide.bg-light.border-info.mb-2
.card-body
h5.card-title Gleichnisrede
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 6,39-49
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| 8. Sonntag im Jahreskreis
p
| ...
.card.slide.mt-3.bg-light.border-info
.card-body
h5.card-title Die letzten Tage Jesu in Jerusalem und die Passion
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
| Lk 19,28-23,56
.row
.col-1
p.text-center
| ...
.col-4
.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
.card-body
h5.card-title Wiederkunft des Menschensohnes
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 21,25-28
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| Erster Advent
.col-1
p.text-center
| ...
.col-4
.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
.card-body
h5.card-title Mahnung zur Wachsamkeit
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 21,34-36
p.card-text.small
i
+symbol("arrow-right")
| Erster Advent
.col-2
p.text-center
| ...
p
| ...
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span Überblick
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blockquote.blockquote.mb-5
p.mb-0
i
b
q
| Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt.
br
| Er hat mich gesandt ...
footer.blockquote-footer
cite Lk 4,18
table.table
+ueberblick_thead
tbody
tr
th(scrope="row") Erster Advent
td 02.12.18
td Lk 21,25-28.34-36
td Ermutigung und Ermahnung im Hinblick auf <q>das Ende</q>
tr
th(scrope="row") Zweiter Advent
td 09.12.18
td Lk 3,1-6
td Das Auftreten des Johannes
tr
th(scrope="row") Dritter Advent
td 16.12.18
td Lk 3,10-18
td Die Standespredigt des Täufers; Die Ankündigung des Messias
+ueberblick_tag("Vierter Advent", "23.12.18", "Lk 1,39-45", "Maria bei Elisabeth")
+ueberblick_tag("Christmette", "24.12.18", "Lk 2,1-14", "Geburt Jesu")
+ueberblick_tag("<q>Hirtenmesse</q>", "25.12.18", "Lk 2,15-20", "Hirten an der Krippe")
+ueberblick_tag("Fest der heiligen Familie", "30.12.18", "Lk 2,41-52", "12jähriger Jesus im Tempel")
+ueberblick_tag("Oktavtag von Weihnachten", "01.01.19", "Lk 2,16-21", "Maria bewahrte alles und dachte darüber nach")
+ueberblick_tag("Taufe des Herrn", "13.01.19", "Lk 3,15-16.21-22", "Taufe Jesu")
+ueberblick_tag("3. Sonntag im Jahreskreis", "27.01.19", "Lk 1,1-4; 4-14-21", "Der Herr hat mich gesandt")
+ueberblick_tag("Darstellung des Herrn", "02.02.19", "Lk 2,22-40", "Simeon und Hanna")
+ueberblick_tag("4. Sonntag im Jahreskreis", "03.02.19", "Lk 4,21-30", "Jesus am Abgrund (in der Heimat)")
+ueberblick_tag("5. Sonntag im Jahreskreis", "10.02.19", "Lk 5,1-11", "Reicher Fischfang; Jüngerberufungen")
+ueberblick_tag("6. Sonntag im Jahreskreis", "17.02.19", "Lk 6,17.20-26", "Feldrede: Seligpreisungen und Wehklagen")
+ueberblick_tag("7. Sonntag im Jahreskreis", "24.02.19", "Lk 6,27-38", "Feldrede: Feindesliebe etc.")
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+bottom_adv_weihn_jkr3-7("ueberblick")
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+headline
+headline_item_start
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+headline_item_active
span Johannes der Täufer
block content
.row
.col-6.pr-5
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
p.mb-0
q
| Seht, ich sende meinen Boten; er soll den Weg für mich bahnen.
br
| Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes,
| den ihr herbeiwünscht. Seht, er kommt!, spricht der HERR der Heerscharen.
br
| Doch wer erträgt den Tag, an dem er kommt? Wer kann bestehen, wenn er erscheint?
br
| ...
br
| Bevor aber der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare Tag, seht da sende ich zu euch den Propheten Elija.
br
| Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern,
| damit ich nicht komme und das Land schlage mit Bann
footer.blockquote-footer
cite Mal 3,1-2.23-24
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
p.mb-0
q
| Siehe: Ich werde einen Engel schicken, der dir [= Mose/Volk Israel] vorausgeht.
footer.blockquote-footer
cite Ex 23,20
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
p.mb-0
q
| Eine Stimme ruft [in der Wüste]:
q
br
| []In der Wüste bahnt den Weg des HERRN,
br
| ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott!
footer.blockquote-footer
cite Jes 40,3
.col-6.pl-5
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
p.mb-0
| Zacharias im Benedictus im Hinblick auf seinen Sohn:
br
q
| Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen;
i denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten.
footer.blockquote-footer
cite Lk 1,76 [mit Anspielung auf Mal 3,1]
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
p.mb-0
| Der Engel zu Zacharias bei der Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers:
br
q
| Viele Kinder Israels wird er zum Herrn, ihrem Gott, hinwenden.
br
| Er wird ihm mit dem Geist und mit der Kraft des Elija vorangehen,
| um
i die Herzen der Väter den Kindern zuzuwenden
br
| und die Ungehorsamen zu gerechter Gesinnung zu führen und so das Volk
i für den den Herrn bereit zu machen.
footer.blockquote-footer
cite Lk 1,16-17 [mit Anspielung auf Mal 3,23]
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
p.mb-0
| <q>Jesus</q> über Johannes den Täufer:
br
q
| Dieser ist es, von dem geschrieben steht:
br
i
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bahnen wird.
footer.blockquote-footer
cite Lk 7,27 [mit Mischzitat aus Mal 3,1 und Ex 23,20]
hr.mt-3.mb-5
h1.slide Johannes der Täufer in historisch-kritischer Perspektive
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Zeit der Bedrängnis Zeit der Erwartung
.card-text
p Johannes der Täufer startete in den 20er Jahren des 1. Jhdt. n. Chr. eine jüdische Umkehrbewegung.
p
| Es war eine Zeit großer Erwartungen.
| Viele Juden fühlten sich politisch und religiös bedrängt einerseits durch die Römer,
| die die Herren im Land waren und an die Steuern zu zahlen waren, andererseits durch die damalige
| griechisch-hellenistische Kultur.
p
| Es war daher eine Zeit, in der man sich das göttliche Eingreifen ersehnte
| durch Gott selbst oder einen von ihm gesandten Retter (<q>Messias</q>).
p.mb-0
| Vor diesem Hintergrund ist das Wirken Johannes des Täufers wie auch das Jesu zu verstehen:
| Johannes glaubte an das unmittelbar bevorstehende Ende dieser Weltzeit und das Kommen Gottes
| zu Gericht und Rettung.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Zeit der Umkehr Zeit der Taufe
.card-text
p
| Johannes erinnerte mit seiner Predigt die Juden daran,
| dass auch sie oft nicht dem Willen Gottes gemäß leben.
p
| Er rief daher zur Umkehr, zur Erneuerung des ganzen Menschen auf.
p.mb-0
| Weil aber die Zeit knapp und also keine Zeit für viele gute Taten mehr war,
| die Umkehr und Reue zeigen und damit Vergebung von Gott erbitten sollten, bot er eine Taufe an,
| die die Umkehr besiegelte, Sündenvergebung zusprach und zu einem erneuerten Lebenswandel nach den Geboten Gottes verpflichtete.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Gegenveranstaltung zum Tempel
.card-text
p
| Gleichzeitig war die Taufe, die Johannes angeboten hat, eine Gegenveranstaltung zum Tempel in Jerusalem,
| denn das war eigentlich der Ort für die Sündenvergebung.
| Doch der Tempel war offenbar in den Augen des Johannes und seiner Anhänger nicht mehr in der Lage,
| seinen Zweck zu erfüllen: die Begegnung mit Gott ermöglichen, Gottes Segen vermitteln, das gläubige Volk stetig
| durch die Begegnung mit Gott erneuern und stärken.
p
| Der Character der Gegenveranstaltung wird noch deutlicher, wenn man sich die priesterliche Herkunft des Johannes bewusst macht,
| wie sie Lukas erzählt: eigentlich wäre es sein Weg gewesen, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten
| und also selbst Priester am Tempel zu werden.
p.mb-0
| Mit seiner Kritik am Tempel war Johannes damals nicht allein; sie wurde nicht nur nach ihm
| von Jesus übernommen (Tempelreinigung), sondern findet sich auch schon vor ihm in den Schriften von Qumran.
| Ähnlich wie für Johannes spielte auch für die Gemeinde hinter diesen Schriften wohl Jes 40,3 eine Rolle (<q>Wüste</q>).
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Johannes <i>der Täufer</i>
.card-text
p.mb-0
| Der Beiname <q>der Täufer</q> weist darauf hin, dass das, was Johannes tat, etwas Neues war:
br
| es gab zwar Reinigungsbäder und -riten, aber dort <q>taufte</q> man sich selbst; dass man von jemand anderem
| <q><i>ge</i>tauft <i>wird</i></q>, das war neu und zeigt wohl ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein des Täufers (und
| auch einen gravierenden Unterschied zu den Reinigungsbädern in Qumran).
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Johannes der <q>wiedergekommene Elija</q>
.card-text
p.mb-0
| Sicher nicht erst die Christen haben Johannes den Täufer mit Elija in Verbindung gebracht, und wohl auch nicht
| erst die Jünger des Johannes; vielmehr verstand er sich wohl schon selbst so, worauf auch seine Kleidung
| gemäß 2 Kön 1,8 schließen lässt (dort ist <q>Mantel aus Ziegenhaaren</q> und <q>lederner Gürtel um die Hüften</q>
| quasi Erkennungszeichen für Elija; vgl. Mk 1,6).
.card.slide.mb-5
.card-body
h5.card-title Johannes Opfer der Mächtigen
.card-text
p.mb-0
| Johannes fand ein gewaltsames Ende; Grund dafür war seine Kritik an den Mächtigen.
.slide
h1 Lk 3,1-22
h2 Das Auftreten Johannes des Täufers
blockquote.blockquote.mb-3.ml-5
p
| Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius;
br
| Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa,
br
| Herodes [Antipas] Tetrarch von Galiläa,
br
| sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und der Trachonitis,
br
| Lysanias Tetrarch von Abilene;
br
| Hohepriester waren Hannas und Kajaphas.
p.mb-0
| Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias.
br
| Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündete dort überall die Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden,
| wie im Buch der Reden des Propheten Jesaja geschrieben steht:
q
| Stimme eines Rufers in der Wüste:
q
| Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
br
| Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden.
br
| Was krumm ist, soll gerade, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.
br
| Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.
footer.blockquote-footer
cite Lk 3,1-6
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Verankerung der Heilsgeschichte in der Weltgeschichte
.card-text
p
| Es werden keine Märchen oder zeitlose Mythen erzählt.
| Auch wenn manches dunkel bleibt: Johannes der Täufer mit seiner Taufe und Jesus von Nazareth mit seinem Kreuz
| sind historische Personen.
br
| Sie haben zu einer bestimmten Zeit und an einem konkreten Ort gelebt und gewirkt.
p.mb-0
| Diese Personen haben <q>Weltgeschichte</q> geschrieben was sich mit ihnen ereignet hat,
| das ist nicht nur Sache eines kleinen Volkes am Rande der Welt oder kleinen Gruppen darin,
| das geht die ganze Menschheit an.
br
| Und um dies deutlich zu machen, hebt Lukas auch formal wie hier durch den <q>Synchronismus</q> (= zeitliche Eindordnung)
| oder den Prolog am Anfang des Evangeliums die christliche Verkündigung auf ein höher stehendes literarisches Niveau.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Verankerung der Heilsgeschichte im Wort der Propheten
.card-text
p
| Lukas knüpft an die prophetische Literatur des Alten Testamentes an, wenn er einerseits das Auftreten
| des Johannes mit der sog. <q>Wortereignisformel</q> einführt und so von einer Prophetenberufung erzählt; andererseits
| finden sich auch am Anfang von Prophetenbüchern zeitgeschichtliche Eindordungen (<q>Synchronismen</q>).
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Die Worte Jeremias ...
br
| An ihn erging das Wort des HERRN in den Tagen des Königs Joschija von Juda, des Sohnes Amos,
| im dreißigsten Jahr seiner Regierung, ebenso in den Tagen des Königs Jojakim von Juda, des Sohnes
| Joschijas, bis das elfte Jahr des Königs Zidkija von Juda, des Sohnes Joschijas, zu Ende ging,
| als im fünften Monat Jerusalem in die Verbannung ziehen musste.
footer.blockquote-footer
cite Jer 1,1-3
p
i Gottes Wort wirkt sich geschichtlich aus in den Menschen, die sich von ihm rufen lassen.
p
| Das Zitat aus Jesaja, mit dem Lukas die Sendung des Johannes beschreibt, ist als <q>Schriftbeweis</q> zu verstehen:
br
| Was Johannes jetzt tut, das entspricht dem, was Jesaja <q>angekündigt</q> hat;
br
| so ist das Wirken des Johannes göttlich legitimiert.
p.mb-0
| Mehr aber noch: dass nach Ostern das Evangelium auch Nicht-Juden verkündet wird und diese gläubig werden,
| das hat schon Jesaja <q>vorausgesehen</q>: <q>Und <i>alle</i> Menschen werden das Heil Gottes schauen.</q>
br
span.small <q>Schauen</q> bedeutet nicht nur <q>Sehen</q> sondern <q>Teilhaben</q>!
.card.slide.mb-5
.card-body
h5.card-title
q Weg des Herrn
.card-text
p Schon Jes 40,3-5 denkt nicht an einen real-physischen Weg Gottes (oder an den Heimkehrweg der nach Babylon Exilierten).
p <q>Weg des Herrn</q> ist ethisch-religiös zu verstehen: Lebenswandel nach Gottes Weisung; den rechten Weg gehen.
p
i (Deutero-)Jesaja
br
| Angesichts des Endes des Exils in Babylon ruft der Prophet eine neue Heilszeit aus,
| nimmt dazu aber seine Adressaten in die Pflicht:
br
| Sich neu unter Zuspruch und Anspruch des Wortes Gottes und seiner Weisung stellen:
| weg von einem <q>hügeligen</q> sprich: unsteten Leben, hin zu einem geradlinigen,
| an der Weisung Gottes orientiertem Leben.
br
i
| Auf dem Weg eines rechten, an Gottes Weisung orientiertem Leben kommt Gott zu den Menschen;
| wer auf seinen Wegen geht, wird seine segenspendende Nähe erfahren.
p
i Johannes der Täufer
br
| <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> entspricht dem Ruf zu Umkehr und Taufe:
br
i
| Angesichts des Kommens Gottes bzw. des Messias zu Gericht (und Rettung) dem Ruf zur Umkehr folgen,
| diese in der Taufe besiegeln und dann entsprechend leben.
p.mb-0
| Im Kontext des Lukas-Evangeliums kann
q Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden.
|
| auch zum Magnifikat in Beziehung gesetzt werden:
br
q Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
|
| (Lk 1,52)
|
+symbol("arrow-right")
| Umwertung im eigenen Leben angesichts des Handelns Gottes.
.slide
h2
.small Die Bußpredigt
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").mb-5.ml-5
p.small.mb-0
| Da sagte er zu den Volksscharen, die hinauszogen, um sich von ihm taufen zu lassen:
q
| Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt?
| Bringt Früchte hervor, die eure Umkehr zeigen, und fangt nicht an, bei euch zu sagen:
q Wir haben Abraham zum Vater!
|
| Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken.
br
| Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt,
| wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
footer.blockquote-footer
cite Lk 3,7-9
.slide
h2 Die Standespredigt des Täufers
blockquote.blockquote.mb-3.ml-5
p
| Da fragten ihn <b>die Scharen</b>:
q Was sollen wir also tun?
br
| Er antwortete ihnen:
q Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso!
p
| Es kamen auch <b>Zöllner</b>, um sich taufen zu lassen, und fragten ihn:
q Meister, was sollen wir tun?
br
| Er sagte zu ihnen:
q Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist!
p.mb-0
| Auch <b>Soldaten</b> fragten ihn:
q Was sollen denn wir tun?
br
| Und er sagte zu ihnen:
q Misshandelt niemanden, erpresst niemanden, begnügt euch mit eurem Sold!
footer.blockquote-footer
cite Lk 3,10-14
.card.slide.mb-3
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h5.card-title
| Umkehr allgemein und konkret
.card-text
p Johannes wird als Weisheitslehrer gezeichnet; er verkündet zeitlos gültige Verhaltensrichtlinien.
p.mb-0
| Die <q>Scharen</q> werden mit dem <i>Gebot der Nächstenliebe</i> konkrontiert von einem Armutsideal ist hier nichts zu spüren -;
| die Menge wird dann aber beispielhaft geteilt und die Forderung konkretisiert.
br
| Alle stehen unter dem grundsätzlich gleichen Anspruch, aber die Forderungen können je nach eigener
| Lebenssituation unterschiedlich konkret werden.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title
| Gegen Missbrauch von Macht
.card-text
p.mb-0 Was Zöllner und Soldaten verbindet, ist ihre (relative) Mächtigkeit, die jeweils missbraucht werden kann:
ul.mb-0
li Die <i>Zöllner</i> stehen in der Versuchung, mehr zu verlangen, als festgesetzt ist; das geschah tatsächlich
| und brachte die Zöllner neben dem Umstand, dass sie für die Römer arbeiteten in Verruf.
| (
+symbol("arrow-right")
| Zachäus).
li Die <i>Soldaten</i> stehen vor der Versuchung, ihre Waffengewalt dazu zu nutzen,
| ihren Sold aufzubessern und dabei Misshandlung und Erpressung anzuwenden.
br
.small
| Auffällig ist, dass weder Plündern noch Blutgewalt genannt sind: Lukas spricht in eine Zeit des
| (relativen) Friedens, wie sie damals tatsächlich geherrscht hat.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Gegen die Habsucht
.card-text
p
i Habsucht ist bei Lukas quasi die Ursünde.
p.mb-0 Ihr stellt er zwei beispielhafte positive Verhaltensweisen gegenüber:
ul.mb-0
li
| Teilen (ohne selbst arm zu werden)
| (
+symbol("arrow-right")
| Forderung an <q>die Scharen</q>)
li
| Sich mit dem begnügen, was einem zusteht
| (
+symbol("arrow-right")
| Forderung an Zöllner und Soldaten).
p.mb-0 Schon hier zeigt sich auch, dass Lukas im Hinblick auf Vermögen der rechte Erwerb und Gebrauch wichtig ist.
.card.slide.mb-5
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h5.card-title
| Ethik nicht allein
.card-text
p
| Die Lehre des Johannes ist nicht spezifisch; sie ist schon vor ihm in mannigfacher Ausfaltung formuliert,
| besonders bei den Propheten, aber auch das jüdische Gesetz ist voll von tiefsinniger Sozialgesetzgebung.
p Und auch Gläubige anderer Religionen dürften die Forderungen des Johannes unterschreiben.
p
| Zum Glauben gehört nicht nur die Ethik, sondern auch das Bekenntnis;
| von dort kann wie im Judentum und Christentum die Ethik ein spezifisches Fundament erhalten,
| gerade durch das, was ich von Gott bzw. Jesus Christus
| glaube, nicht zuletzt im Hinblick auf ihr konkretes Handeln in der <q>Heilsgeschichte</q>.
p.mb-0 In diesem Sinne schließt sich an die ethische Unterweisung eine <q>christologische Unterweisung</q> an.
br
span.small Ahnlich verhält es sich in Apg 2,37-47.
.slide
h2 Die Ankündigung des Messias
blockquote.blockquote.mb-3.ml-5
p
| Das Volk war voll Erwartung und alle überlegten im Herzen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Christus sei.
br
| Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort:
q
| Ich taufe euch mit Wasser.
br
| Es kommt aber einer, der stärker ist als ich,
| und ich bin es nicht wert, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
br
| Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
br
| Schon hält er die Schaufel in der Hand, um seine Tenne zu reinigen und den Weizen in seine Scheune zu sammeln;
| die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.
p.mb-0
| Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk und verkündete die frohe Botschaft.
footer.blockquote-footer
cite Lk 3,15-18
.card.slide.mb-3
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h5.card-title
| Keine <q>Gefühlsduselei</q>
.card-text
p.mb-0 <b>Herz</b> ist im damaligen Sprachgebrauch auch und gerade <i>Sitz von Wille und Denken</i>!
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Polemik gegen die Jünger des Johannes
.card-text
p
| Aus späterer christlicher Perspektive sind die Rollen zwischen Johannes dem Täufer und Jesus klar verteilt:
| der eine ist der Vorläufer des anderen, der allein der Messias ist.
p
| Doch es gab wohl recht lange eine gewisse Rivalität zwischen Anhängern des Johannes und den <q>Christen</q>,
| gerade dann, wenn man dem Tod Jesu keine Heilsbedeutung beigemessen hat (wie etwa in Q der Fall; anderes Paulus
| und das, was an Schriften im Neuen Testament gesammelt ist).
p
| Man muss sich auch vor Augen führen, dass die Johannes-Bewegung nicht nur ein <q>kleiner Haufen</q> war;
| Lukas kann in Apg 19,1-7 davon erzählen, dass Paulus in Ephesus auf Johannesjünger getroffen ist!
p
| Ferner ist zu bedenken, dass Johannes wohl als <q>Stärkeren</q> Gott selbst erwartet hat, nicht einen Menschen.
br
| (Der <q>Starke Israels</q> ist im Alten Testament Bezeichnung für Gott!)
p.mb-0
| Von daher waren <i>Klarstellungen</i> in der Beziehung Johannes Jesus etwas sehr wichtiges!
br
| Im Wort vom Lösen der Sandalenriemen wird eine deutliche Hierarchie gezeichnet.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Taufe mit Geist und Feuer
.card-text
p
| <i>Feuer</i> ist im Alten Testament ein Bild für das Gericht Gottes; in diesen Denkhorizont
| ist auch der nächste Vers gesprochen (<q>in Feuer verbrennen</q>).
br
| So passt dieser Begriff auch zur ursprünglichen Predigt des Johannes ganz gut, der ein Gericht Gottes ankündigte
| und dafür vielleicht selber das Bildwort des Feuers gebrauchte.
p.mb-0
| Lukas dürfte bei <i>Feuer</i> aber an Pfingsten und den Heiligen Geist denken: in Apg 2 wird er erzählen
| dass der Heilge Geist in <q>Zungen wie von Feuer</q> auf die Jünger herabkommt.
p.small
| Lukas hat <q>Feuer</q> wohl aus Q übernommen (und behalten, weil er es für den nächsten Vers brauchte),
| <q>Geist</q> dagegen als wichtigen Begriff aus Markus (bzw. der sontigen christlichen Tradition).
p
| Indem die christliche Taufe stets auch mit dem Geistempfang verbunden ist,
| dürfte sie von Anfang an mit einer Doppelhandlung praktiziert worden sein:
| Wassertaufe (Sündenvergebung) und Handauflegung (Geistempfang).
p.small.mb-0
| Das ist durch den heutigen Kindertaufritus <q>zerstört</q>; dort gibt es zwar eine Handauflegung,
| aber ohne Bezug zum Geist, und es gibt eine Salbung, aber ohne Handauflegung.
br
| Bei Erwachsenentaufen schließt sich gleich die Firmung an; bei Kindern wird die Taufe erst durch
| die spätere Firmung <q>komplett</q>!
.card.slide.mb-5
.card-body
h5.card-title
| Johannes <q>verkündete die frohe Botschaft</q> [= Evangelium]
.card-text
p
| Für Lukas steht Johannes der Täufer auf der Schwelle zur neuen, mit dem Messias Jesus eröffneten Ära.
br
| Auf diese Ära hat er zumindest aus nachösterlicher, christlicher Perspektive hingewiesen;
| und damit kann man sagen, dass er <q>die frohe Botschaft</q> verkündete.
p.mb-0
| Die Bußpredigt des Johannes mit dem Zeichen der Taufe sowie seine aus christlicher Perspektive auf Jesus hinweisenden -
| Predigt vom kommenden <q>Stärkeren</q> sind für die Christen aus rückblickender Perspektive zur Schwelle
| zur neuen Ära Jesu und der Kirche geworden.
br
| Analog wurde dann die (christliche) Taufe als Besiegelung der Annahme des christlichen Glaubens die Schwelle zum Christsein.
.slide
h2
.small Die Gefangennahme des Johannes
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").mb-5.ml-5
p.small.mb-0
| Johannes tadelte auch den Tetrarchen Herodes [Antipas] wegen Herodias, der Frau seines Bruders,
| und wgen aller Schandtaten, die er verübt hatte.
br
| Herodes fügte zu allem noch dies hinzu, dass er Johannes ins Gefängnis werfen ließ.
footer.blockquote-footer
cite Lk 3,19-20
.slide
h2 Die Taufe Jesu (Lk 3,21-22)
blockquote.blockquote.mb-3.ml-5
p.mb-0
| Es geschah aber, dass sich zusammen mit dem ganzen Volk auch Jesus taufen ließ.
| Und während er betete, öffnete sich der Himmel und der Heilige Geist kam sichtbar
| in Gestalt einer Taube auf ihn herab und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
footer.blockquote-footer
cite Lk 3,21-22
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Seltsam <q>zwischendrin</q>
.card-text
p.mb-0
| Während die Erzählung der Taufe Jesu im Evangelium nach Markus der Höhepunkt der auf 13 Verse komprimierten
| <q>Vorgeschichte</q> ist, ist sie im Evangelium nach Lukas seltsam zwischenreingepresst:
ul
li
| Die Erzählung über den Täufer ist bereits abgeschlossen, das Ende seines öffentlichen Wirkens
| mit seiner Gefangennahme schon erzählt.
li
| Es schließt sich der Stammbaum an, erst danach die Erzählung von der Versuchung Jesu, die
| bei Markus unmittelbar auf die Taufe folgt (und mit <q>sofort</q> ganz eng mit ihr verbunden ist),
| sowie dann das erste Auftreten in Galiläa.
p
| Es ist zu vermuten, dass dies mit der erwähnten Polemik gegen die Johannes-Jünger zusammenhängt,
| bzw. allgemein mit der Frage, warum sich Jesus überhaupt taufen ließ, wenn er doch der
| sündlose Messias Gottes ist; eine Frage, die auch die Tauferzählung des Matthäus prägt.
p.mb-0
| Lukas kann die Erzählung von der Taufe nicht verschweigen; sie ist doch zu wichtig. Doch er setzt Akzente:
ul.mb-0
li
| Die erzählte (offenbar für alle gültige) Sichtbarkeit der Taube korrespondiert dem Umstand,
| dass der Täufer bei Lukas bereits mit seiner Gefangennahme <q>unsichtbar</q> geworden ist.
br
span.small Bei Markus sieht die ganzen besonderen Vorgänge und hört die Stimme ausschließlich Jesus allein.
li
| Nicht gleich nach der Wassertaufe, sondern während des Gebetes Jesu geschehen die besonderen Dinge.
p
| Man kann also sagen:
i
| Die Taufe ist auf ein Ereignis zwischen Gott und Jesus reduziert; Johannes spielt effektiv keine Rolle.
p.small.mb-0
| Auch literarische Gründe könnten eine Rolle gespielt haben:
br
| Wie Lukas in Lk 1-2 das Leben des Johannes und das Leben Jesu schrittweise parallel erzählt hat,
| so erzählt er auch bei Johannes zunächst bis zum <q>Ende</q> (was bei ihm die Gefangennahme ist; den Tod erzählt er nicht),
| und dann erst von Jesu Wirken, an dessen Anfang die Taufe steht.
br
| Klar ist jedenfalls:
| Für Lukas gehört die Taufe Jesu als Ereignis nicht in die Lebensbeschreibung Johannes des Täufers, sondern das Leben Jesu.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Salbung zum Messias
.card-text
p
| Die Himmelsstimme ist ein Mischzitat aus Ps 2,7 und Jes 42,1.
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5.mb-1
p.mb-0
b
q
| Den Beschluss des HERRN will ich kundtun. Er sprach zu mir:
q <i>Mein Sohn bist du.</i> Ich selber habe dich heute gezeugt.
footer.blockquote-footer
cite Ps 2,7
p.ml-5
| Dieser Psalm zielt ursprünglich auf den amtierenden König Israels/Judas ab;
| Ps 2,7 erfuhr später aber eine Verschiebung in Richtung Erwartung eines endzeitlichen Messias.
br
span.small Auch 2 Sam 7,14 (Natansverheißung) gehört in diesen Kontext.
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5.mb-1
p.mb-0
b
q
| Siehe, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter,
i an ihm finde ich Gefallen.
br
| <i>Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt</i>, er bringt den Nationen das Recht.
footer.blockquote-footer
cite Jes 42,1
p.ml-5
| Hier wird der Gottesknecht eingeführt, der mit Gottes Geist ausgestattet ist
| und im Buch Deuterojesaja eine besondere Rolle als göttlicher Gesandter spielt.
p
| Dass Jesus der Sohn Gottes ist, das ist seit der Verkündigung klar; hier wird er erstmals so angesprochen,
| und zwar von Gott selbst.
p.mb-0
| Mit der Taufe wird er quasi in sein Amt als mit Gottes Geist ausgestattetem Messias eingesetzt,
| das er dann in Lk 4,14-30 übernehmen wird.
br
| Der Rückgriff auf die Ps 2,7 und Jes 42,1 erkennt darin die Erfüllung messianischer Verheißung.
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q Weihnachten
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.card.slide.mb-3
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h5.card-title Augustus und das <q>Goldene Zeitalter</q>
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 <q>Friedensbringer</q>, <q>Retter</q>, <q>göttliches Kind</q>
.card.slide.mb-1
.card-body
h6.card-title <q>Friedensbringer</q>
.card-text
p
i 44. v. Chr. Ermordung Caesars
br
| Folge: römische Bürgerkriege: politische Instabilität, existentielle Bedrohung
|
+symbol("arrow-right")
| Sehnsucht nach Frieden und Stabilität und <q>den guten alten Zeiten</q> (der Republik).
p
i Seit 31 bzw. 27. v Chr.: Prinzipat des Octavian Augustus
br
| Folge: <q>Zeitenwende</q> zum Besseren, sowohl in politischer, gesellschaftlicher als auch wirtschaftlicher Hinsicht:
br
| Frieden, Wohlstand, innere und äußere Sicherheit, Stabilität.
p.mb-0
i Rückgriff der Augustus-Propaganda auf die Vorstellung vom <q>Goldenen Zeitalter</q>
br
| Darunter versteht man eine heilvolle, praktisch paradiesische Zeit; diese längst <q>untergegangene</q> Zeit sei mit Augustus wiedergekehrt.
br
| Angesichts der realen positiven Umstände im Reich, die nun mit Augustus eingekehrt waren, dürfte diese Vorstellung viel Zuspruch gefunden haben.
.card.slide.mb-1
.card-body
h6.card-title <q>Retter</q>
.card-text
p.mb-0
| In der positiven Wendung mit Augustus erkannte man das heilvolle Wirken der römischen Götter;
| das rechtfertigte einerseits die (Welt-)Herrschaft des Augustus, andererseits band es den Segen der Götter an diese Herrschaft.
br
| So kam es, dass Augustus <q>Retter</q> genannt wurde; hinter ihm und seiner Herrschaft steht der heilvolle Wille der Götter!
.card.slide.mb-3
.card-body
h6.card-title <q>göttliches Kind</q>
.card-text
p.mb-0
| Dass Augustus zu seiner besonderen Bedeutung <q>von Anfang an</q> ausersehen war, das versuchte man auch durch <q>Kindheitsgeschichten</q> herauszustellen:
ul
li Der Augustus-Biograph Sueton verbindet mit der Geburt des Augustus besondere Vorzeichen, Orakel und Träume.
li
| Vergil dichtet 40 v. Chr. seine Vierte Ekloge: Er spricht vom Beginn eines neuen Zeitalters und verbindet dies mit der Geburt eines Jungen.
br
| Das Kind ist <q>Juppiters Spross</q> und daher ein <q>göttliches Kindlein</q>: es besitzt göttliche Kraft und soll der Welt den Frieden bringen;
| es brechen paradiesische Zeiten an selbst die Natur ist überreicht gesegnet.
br
| Zumindest in späterer Zeit ist dieses Kind mit Augustus indentifiziert worden.
p.mb-0 Auch anderweitig wurde die Wende zum Guten mit der Geburt des Augustus verknüpft:
ul.mb-0
li
| Im Jahr 9 v. Chr. wurde in der Provinz Asia eine Kalenderreform durchgeführt. Dabei wurde der Jahresbeginn auf den Geburtstag des
| Augustus (23. September) gelegt: der an Augustus geknüpfte Beginn der neuen Zeit wurde auf diese Weise jährlich mit dem Jahreswechsel erinnert.
li
| Der Zeiger einer riesigen Sonnenuhr in Rom wirft seinen Schatten genau am Geburtstag des Augustus, der auf den Tag
| der Tag-/Nacht-Gleiche im Herbst fällt, durch die Mitte des <q>Altars der augusteischen Friedenskönigin</q> (9 v. Chr. errichtet):
| In der Geburt des Augustus ist nach göttlicher Weltordnung der Beginn einer neuen Friedenszeit gegeben.
.card-text.slide
p
| Zu diesem ganzen Gedankengut rund um das <q>Goldene Zeitalter</q>, das man mit der Herrschaft/Geburt des Augustus angebrochen sah,
| entstand eine ausgefeilte <q>Propaganda-Maschinerie</q>, die alle Menschen im römischen Reich damit vertraut machen wollte:
| Dichtung und Literatur, Inschriften, entsprechend inszenierte Groß-Feiern, Abbildungen auf Münzen mit entsprechender Symbolik (Füllhorn).
p.mb-3
| In diesem Kontext nicht unerwähnt bleiben darf, dass man Nachrichten aus dem Kaiserhaus Geburt, militärische Siege, Regierungsantritt etc.
| als <q>Evangelien</q> (Mehrzahl) bezeichnete. Lukas nennt die Geburt Jesu <q>Evangelium</q>.
.alert.alert-danger.slide.mb-0
h4.alert-heading Augustus vs. Jesus
hr
p.mb-0
| Dem göttlichen Weltenherrscher und <q>Retter</q> Augustus mit seinem <q>Goldenen Zeitalter</q> stellt Lukas den
| in der Davidsstadt geborenen Jesus als
| messianischen <q>Retter</q> gegenüber, mit dem das Reich Gottes seinen Anfang nahm.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Quirinius, der Zensus und der Futtertrog (die <q>Krippe</q>)
.card-text
p.small.mb-0
| <b>Problem 1:</b> Lukas und auch Matthäus setzen voraus, dass Jesus zur Zeit von König Herodes (dem Großen) geboren wurde;
| der starb 4 v. Chr. Quirinius trat sein Amt aber erst 6 n. Chr. an und führte da tatsächlich einen Zensus durch.
| Hat sich Lukas getäuscht? Gibt es andere Erklärungen
| für diese Unstimmigkeit?
br
| Oder hat Lukas bewusst konstruiert?
p.small.mb-0
| <b>Problem 2:</b> Wie der Futtertrog zu deuten ist, das ist nicht wirklich klar!
ul.small
li Ist es einfach ein Kuriosum? wie Mose im Binsenkörbchen.
li
| Soll er Armut oder Armseligkeit symbolisieren? aber es heißt nicht <q>..., weil sie sich keine Herberge leisten konnten.</q>,
| sondern <q>..., weil in der Herberge kein Platz für sie war.</q>
p
| Gehören vielleicht Zensus und Futtertrog als Gegensätze zusammen?
br
| Der <i>Zensus</i> steht für den Anspruch der Weltmacht Rom, die von ihren Provinzen Tribut fordert.
| Der Kaiser erhebt einen finanziell-materiellen Anspruch gegenüber seinen Untertanen; sie haben ihm etwas zu geben.
| Der Kaiser lässt sein Volk zählen, damit er weiß, was er <q>hat</q> und was er an Steuern erwarten kann.
br
| Was man in einen <i>Futtertrog</i> legt, ist dagegen Gabe, Gabe zum Leben, Nahrung!
.alert.alert-danger.slide
h4.alert-heading Zensus vs. Futtertrog
hr
p
| Der Kaiser fordert von seinen Untertan finanziell-materielle Abgaben.
br
| Das Kind in der Krippe ist (tatsächlich-reale) Gabe Gottes an sein Volk, Geschenk der unverdienten Gnade (= <q>seines Wohlgefallens</q>).
p.mb-0
| Diese Gegenüberstellung und konkret der Futtertrog zeigen an, dass Jesus <i>anders</i> <q>Herrscher</q> ist
| als die Mächtigen es sonst so sind; er gibt statt zu nehmen, ja er ist selbst Gabe Gottes.
.slide
p.small.mb-0 Dazu noch ein paar kleine Anmerkungen:
ul.mb-0.small
li
| Lukas <q>verteufelt</q> weder Steuern noch die Staatsmacht Rom; seine weiteren Ausführungen im Evangelium und in der Apostelgeschichte
| zeigen Jesus und die Jünger als treue Staatsbürger (schon aus Eigeninteresse).
| Auch folgen Josef und Maria kommentarlos dem Erlass. Wenn man bedenkt, dass
| z. B. die jüdische Gruppe der Zeloten es strikt abgelehnt hat,
| an den Kaiser in Rom steuern zu zahlen, ist dies ein sehr bemerkenswerter Erzählzug.
br
| Worum es hier also geht, ist der Gegensatz <q>Abgaben fordern</q> <q>Gabe geben</q>.
li
| Eigenwillig ist auch, dass für Lukas der Zensus Anlass ist, vom Wohnort in den Geburtsort zu ziehen; normalerweise
| trägt man sich bei einem solchen Zensus am <i>Wohnort</i> ein.
li
| Die <q>Gabe</q> Jesus darf nicht gleich auf die Eucharistie enggeführt werden. Jesus als Person mit seiner Heilsbedeutung steht im Mittelpunkt,
| sein ganzes Wirken, Reden und Tun, Leiden, Sterben und Auferstehn.
li
| Während wir den Futtertrog uns meist aus Holz vorstellen, dürfte das bei den ersten Lesern des Lukas anders gewesen sein:
| speziell in Palästina war Holz zu teuer; eher Stein und Lehm kommen hier infrage.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Der <q>Erstgeborene</q>
.card-text
p
| Diese Wendung ist ein Vorausverweis auf die Episode der <q>Darstellung im Tempel</q> (Lk 2,22-40).
br
| Jede männliche Erstgeburt ob Mensch oder Tier gehört nach jüdischer Tradition Gott (Ex 13,2.12-13).
| Erstgeborene Tiere wurden geopfert, erstgeborene Menschen ausgelöst.
p.mb-0
| In Lk 2,22-40 fällt auf, dass Jesus gar nicht ausgelöst wird; er gehört während seines ganzen irdischen Lebens Gott,
| in dessen Sendung und Auftrag er wirkt und dann am Kreuz stirbt.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Windeln und Leinentuch Futtertrog und Felsengrab: Retter, Messias und Herr
//- .card.slide.mb-1
//- .card-body
//- h5.card-title Die Weisheit der Windeln
//- .card-text
//- blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
//- p.mb-0
//- q
//- | Auch ich bin ein sterblicher Mensch wie alle anderen, Nachkomme des ersten, aus Erde gebildeten Menschen. ...
//- br
//- | Geboren atmete auch ich die gemeinsame Luft, ich fiel auf die Erde, die Gleiches von allen erduldet,
//- | und Weinen war mein erster Laut wie bei allen.
//- br
//- | <i>In Windeln und mit Sorgen wurde ich aufgezogen, kein König trat anders ins Dasein.</i>
//- footer.blockquote-footer
//- cite Weish 7,1-5
//- p
//- | Das Buch der Weisheit schreibt sich selbst König Salomo zu, dessen Weisheit sprichwörtlich geworden ist.
//- | Entstanden ist dieses Buch aber als jüngstes des Alten Testamentes vielleicht erst im ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende.
//- p
//- | Schon Johannes der Täufer wurde von Lukas als Weisheitslehrer gezeichnet mit Jesus wird er es dann in Aufnahme von Traditionen aus Q genauso machen.
//- p
//- | Über das Stichwort Windeln hat Lukas vielleicht eine bewusste Beziehung zwischen Jesus und König Salomo und dessen Weisheit herstellen wollen;
//- | jedenfalls wird die Weisheit Jesu (bzw. sein <q>Verständnis</q>) in der Erzählung vom zwölfjährigen Jesus im Tempel (Lk 2,41-52)
//- | eigens hervorgehoben.
//- p.mb-0
//- | Gleichzeitig wird wenn mit dem Stichwort <q>Windeln</q> Weish 7,1-5 vergegenwärtigt wird die Kritik an der Überheblichkeit von so manchem
//- | menschlichen <q>Königtum</q> deutlich:
//- | Selbst ein König ist <q>nur</q> ein Mensch, wie Salomo in seiner Weisheit pointiert sagt und
//- | damit beispielhaft für jeden König ist.
//- br
//- | Was ein Mensch darüber hinaus ist und bedeutet, das hängt an der Sendung und Berufung durch Gott;
//- | und damit ist der Gott Israels gemeint und nicht einer der heidnischen Götter, auf die sich die Kaiser stützen.
.card-text
p
| Wie Jesus nach seiner Geburt in Windeln gewickelt und in einen (aus Stein oder Lehm bestehende) Futtertrog gelegt wird,
br
| so wird Jesus nach seinem Tod am Kreuz in ein Leinentuch gehüllt und in ein Felsengrab gelegt (Lk 23,53).
p
| Nach der Geburt verkünden Engel den Hirten die Frohbotschaft; sie sprechen von <q>großer Freude</q> (Lk 2,10) und
| vom <q>Frieden auf Erden</q> (Lk 2,14).
br
| Am Ostermorgen verkünden <q>zwei Männer in leuchtenden Gewändern</q> also doch wohl Engel die Auferstehungsbotschaft.
| Später erscheint der Auferstandene selbst seinen Jüngern mit dem Gruß: <q>Friede sei mit euch!</q> (Lk 24,36)
| und es ist von der Freude die Rede (Lk 24,41), ja von <q>großer Freude</q> (Lk 24,52).
br
span.small Die Apostelgeschichte wir dann erzählen, dass und wie diese Freude <q>dem ganzen Volk zuteilwerden soll</q> (Lk 2,10).
p
| Formal hat Lukas damit eine Inclusio geschaffen: eine Rahmung um das irdische Leben Jesu; doch noch wichtiger sind
| die Inhalte, die beide Erzählungen verbindet, wobei die Grablegung nicht nur als solche von Belang ist, sondern der weitere Kontext
| von Tod und Auferstehung Jesu, ist doch das Grab quasi der Berührungspunkt von Tod am Kreuz (ins Grab wird der Tote gebracht)
| und Auferstehung (dort wird der Tote <q>vermisst</q>; dort wird die Auferstehungsbotschaft verkündet).
.card.slide.mb-1
.card-body
h6.card-title Jesus echter Mensch
p.card-text
| Die Windeln unterstreichen, dass Jesus ein echter, als Kleinkind in die Windeln machender Menschen ist.
br
| Die Leinentücher und die Grablegung unterstreichen seinen echten Tod am Kreuz.
.card.slide.mb-1
.card-body
h6.card-title
q Weil im Wohnraum kein Platz für sie war
.card-text
p.small
| Was gerne mit <q>Herberge</q> übersetzt wird, meint eigentlich einen Wohnraum, vielleicht einen
| extra Gästeraum. Herbergen gab es damals in Israel nicht, statt dessen die Verpflichtung zur Aufnahme von
| Durchreisenden (<q>heilige Pflicht der Gastfreundschaft</q>).
p
| Ist der Bezug vom Futtertrog zum Grab klar, ist auch deutlich, dass der nicht vorhandene Platz in einem Wohnraum
| übertragen zu deuten ist:
br
| Jesus hat mit seinem Wirken keinen Platz in seinem Volk gefunden; er wurde verurteilt und gekreuzigt.
p.small.mb-0
| Der Evangelist Johannes wird einen analogen Gedanken in seinem Prolog schreiben: <q>Er kam in sein Eigentum,
| aber die seinen nahmen ihn nicht auf.</q> (Joh 1,11)
.card.slide.mb-1
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h6.card-title Tod und Auferstehung lösen ein, was bei der Geburt verheißen wurde
.card-text
p
| Im Evangelium selbst zwischen dem In-Windeln-Wickeln und dem In-Leinentücher-Hüllen erleben
| Menschen durch Jesus schon anfanghaft Freude und Friede.
p
| In seinem Tod wird Jesus dann tatsächlich Gabe Gottes zum Heil der Welt (
+symbol("arrow-right")
| Futtertrog, <q>Retter</q>), seine Auferstehung bringt Friede und Freude in einem diese Welt übersteigenden Horizont,
| der dem Horizont der Engel bei der Geburt entspricht.
p.mb-0
| Jesus ist damit anders Messias, als das erwartet wurde;
br
| und er ist anders <q>Retter</q> und <q>Herr</q> wie der Kaiser und sonstige Fürsten:
br
| seine Rettung zielt nicht auf die Befreiung von <q>äußeren Feinden</q> (wie die Römer) ab,
| sondern auf eine Erneuerung des zwischenmenschlichen Lebens: auf Solidarität und Barmherzigkeit
| (wie der weitere Verlauf des Evangeliums noch verdeutlichen wird).
.card.slide
.card-body
h6.card-title Geheimnis des Glaubens
.card-text
p Ein Tod am Kreuz; ein Kind in Windeln in einem Futtertrog.
p Da jeweils ein Heilsgeschehen zu sehen, dazu braucht es einen äußeren Hinweis.
p
| Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Herrlichkeit des Herrn nicht vom Futtertrog her mit dem Kind in Windeln
| darin aufleuchtet, sondern erst mit dem Auftreten des Engels erscheint.
| Und erst von dessen Botschaft her fällt ein Licht auf die Bedeutung des Kindes in Windeln im Futtertrog.
p
| Weder kann man sagen <q>Glanz strahlt von der Krippe auf</q> (GL 227), noch leuchtet das Grab an sich;
| vielmehr sind es die Engel bzw. die Begegnung mit dem Auferstandenen, die Licht in die Sache bringen.
p.mb-0
| Erst das deutende Wort ermöglicht, hinter diesen unscheinbaren, eigenwilligen bis abstoßenden Ereignissen
| ein Heilsereignis zu erkennen
| und angesichts des Inhaltes braucht es einiges an Glauben, dass man nicht an einen <q>schlechten Witz</q> denkt.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Hirten, Betlehem, David und der Messias
.card-text
p.small
| Teils werden die Hirten als besonders einfache Menschen betrachtet, ja sogar eher ärmliche
| und dann sieht man in der Erstverkündigung an die Hirten die Zuwendung Jesu zu den Menschen am Rande der Gesellschaft vorab dargestellt.
br
| Doch diese Sichtweise ist problematisch.
.card.slide.mb-1
.card-body
h6.card-title Hirte Bild für Gott, Idealbild jeder Herrschaft
.card-text
p
| Der Hirte ist im Alten Testament ein Bild für Gott selbst bzw. seine Sorge für sein Volk (
+symbol("arrow-right")
| Ps 23).
br
| Auch der König bzw. die Führer des Volkes können als Hirten bezeichnet werden; teils auch mit kritischem
| Unterton, wenn sie ihrer Hirtensorge nicht nachkommen.
p.mb-0
| Nicht zu vergessen ist, dass der große König David Hirte war, bevor er zum König gesalbt wurde.
| Er stammte der Überlieferung nach aus Betlehem und wurde quasi vom Hirtenfeld weg zum König gesalbt.
.card.slide.mb-1
.card-body
h6.card-title Erwartung eines (idealen, messianischen) Hirten (wie) David
.card-text
p.mb-0
| Der Prophet Ezechiel erwartet Gottes Eingreifen als Hirte und einen an den <q>idealen</q> König David anknüpfenden Hirten
| als Werkzeug Gottes. Hintergrund ist, dass die <q>Hirten</q> des Gottesvolkes zur Zeit des Ezechiel ihrer Hirtensorge nicht
| bzw. nicht im Sinne Gottes nachkommen:
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0 So spricht GOTT, der Herr:
p.mb-0
q
| Siehe, ich selbst bin es, ich sorge für Recht zwischen fettem Schaf und magerem Schaf.
| Weil ihr all diese Schwachen mit Seite und Schulter zur Seite drängt und mit euren Hörnern wegstoßt,
| bis ihr sie nach draußen zerstreut habt, werde ich meinen Schafen zu Hilfe kommen.
| Sie sollen nicht länger zum Raub werden und ich werde für Recht sorgen zwischen Schaf und Schaf.
br
| Ich werde über sie einen einzigen Hirten einsetzen, der sie weiden wird, meinen Knecht David.
| Er ist es, der sie weiden wird. Er ist es, der für sie Hirt sein wird.
| Ich selbst, der HERR, werde für sie Gott sein und mein Knecht David wird Fürst sein in ihrer Mitte.
| Ich, der HERR, ich habe gesprochen. Ich werde mit ihnen einen Friedensbund schließen ...
footer.blockquote-footer
cite Ez 34,20-25
p
| Es schließt sich eine Beschreibung der messianischen Zeit an.
p.mb-0
| Der Prophet Micha erwartet die Geburt eines Messias in Betlehem und nennt ihn dabei Hirten:
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
p.mb-0
q
| Aber du, <i>Betlehem</i>-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aber aus dir wird mit einer hervorgehen,
| der über Israel herrschen soll.
br
| Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen. ...
br
| Er wird auftreten und ihr <i>Hirt</i> sein in der Kraft des HERRN, in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes.
br
| Sie werden in Sicherheit wohnen; denn nun wird er groß sein bis an die Grenzen der Erde. Und er wird der Friede sein.
footer.blockquote-footer
cite Mi 5,1.3-4a
p.mb-0
| Auch wenn David hier nicht ausdrücklich genannt wird, steht die Figur des David, des Königs, der aus Betlehem stammt und dort Hirte war,
| im Hintergrund.
.card.slide.mb-1
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h6.card-title
q Zu Betlehem geboren ...
.card-text
p.mb-0
| Vor dem beschriebenen Hintergrund,
| der sich noch weiter bebildern ließe, wird verständlich, warum betont wird, dass Josef aus dem <q>Haus und Geschlecht Davids</q> (Lk 2,4) stammt.
br
| Und warum Jesus in Betlehem geboren sein <i>muss</i>, auch wenn er wahrscheinlich in Nazaret das Licht der Welt erblickte.
.card.slide.mb-1
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h6.card-title Jesus, der <q>Gute Hirte</q> Erfüllung der Verheißung
.card-text
p
| Mit der Einspielung der positiv geschilderten Hirten sie wachen in der Nacht zur Sicherheit ihrer Herde!
| wird schon etwas vom <q>Guten Hirten</q> deutlich, wie er dann in den Gleichnissen vom Verlorenen (Lk&nbsp;15)
| vor Augen treten wird.
p.mb-0
| So also wird Jesus <q>den Thron seines Vaters David</q> (Lk 1,32) besteigen: indem er der <q>Gute Hirte</q> sein wird.
.card.slide
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h6.card-title Jesus, der <q>Gute Hirte</q> Vorbild und Kontrastbild
.card-text
p.mb-0
| Das Bild des fürsorglichen, behütenden und schützenden Hirten, das Jesus selbst verkörpert,
| ist das Idealbild von <q>Herrschaft</q> im Alten wie im Neuen Testament,
| durchaus im Kontrast zu sonstigen Herrschervorstellungen, etwa der des Kaisers mit seiner militärischen Macht.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title
q <i>Heute</i> ist <i>euch</i> in der Stadt Davids der Retter geboren!
.card-text
p
| Dieses <q>Heute</q> setzt den Retter Jesus von den sonst verkündeten <q>Rettern</q> und ihren Geburtstagen ab;
| vor allem vom Kaiser (s. o.).
br
| Dabei werden die große Stadt Rom als Sitz des Kaisers und das beschaulich-unscheinbare Betlehem,
| aus dem doch der große König David hervorgegangen ist, einander gegenübergestellt,
| heidnische Religion mit ihren <q>Göttern</q> und <q>Rettern</q> einerseits und der Gott Israels mit
| seinem Wirken andererseits.
p.mb-0
| Im <q>Euch</q> ist das Dasein dieses Retters für die Seinen angedeutet, das <q>für euch</q>, das Heilsbedeutung hat
| (<q>für euch hingegeben</q>, <q>für euch vergossen</q> [Lk 22,19-20]; [
+symbol("arrow-right")
| Futtertrog]).
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title
q Maria bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.
.card-text
p
| Maria erscheint hier als Vorbild für alle Glaubenden.
p.mb-0
| Wie sie sollen wir die Ereignisse von damals nicht nur als Vergangenheit in Erinnerung behalten,
| sondern für die Gegenwart bewahren und in uns wirken lassen.
.card.slide
.card-body
h5.card-title
q So wie es ihnen gesagt worden war.
.card-text
p In diesem Nebensatz steckt sehr viel: die Hirten erlebten die Treue Gottes zu seinen Verheißungen.
p
| Und doch ist das, was sie erlebt haben, nur eine <i>erste</i> Erfüllung; dass und wie Jesus <q>der Retter</q> ist,
| das muss erst noch erzählt werden.
p.mb-0 So lädt diese Notiz auch zum Weiterlesen ein.
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span Aufbau
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h5.card-title Prolog
h6.card-subtitle.text-muted.mb-0
| Lk 1,1-4
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h5.card-title Vorgeschichte
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Lk 1,5-4,13
p.card-text.mb-0
| Kindheitserzählungen, Vorbereitung des öffentlichen Wirkens
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h5.card-title Wirken Jesu in Galiläa und Judäa
h6.card-subtitle.text-muted.mb-0
| Lk 4,14-9,50
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h5.card-title
q Reisebericht
| : Wallfahrt Jesu nach Jerusalem
h6.card-subtitle.text-muted.mb-0
| Lk 9,51-19,27
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h5.card-title Die letzten Tage Jesu in Jerusalem und die Passion
h6.card-subtitle.text-muted.mb-0
| Lk 19,28-23,56
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h5.card-title Schluss
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Lk 24,1-53
p.card-text.mb-0
| Auferweckung, Erscheinungen und Himmelfahrt jesu
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span Der Verfasser über sein Werk
block content
p
| Als einziger der vier Evangelisten eröffnet Lukas sein Werk mit einem Prolog, wie man ihn von
| literarischen Werken der Antike kennt, geschichtlichen wie wissenschaftlichen.
br
| Diese Prologe folgen alle einem bestimmten Schema, das auch bei Lukas bis in die Wortwahl hinein zu finden ist
| (einschließlich der gewissen Abwertung derer, der bereits ein Werk zum gleichen Thema geschrieben haben, der Widmung an eine konkrete Person
| und der Angabe des Zieles des Werkes).
p.mb
| Dieser Prolog seht offenbar im Dienst von zwei zusammenhängenden Zielen, die Lukas mit seinem Werk verfolgt:
.card.slide
.card-body
h5.card-title <i>Formal:</i> Anschluss der christlichen Verkündigung und Überlieferung an höhere Bildungsebenen.
.card-text
p
| Der volkstümliche Charakter, den die christliche Verkündigung einschließlich Mk und Q haben
| ist in höher stehenden Kreisen nicht wirklich salonfähig.
br
| Lukas will die christliche Verkündigung und Überlieferung aufwerten; sie ist nicht (nur) etwas
| für die <q>einfachen und dummen Massen</q>, sondern auch für die höheren, gebildeten Gesellschaftskreise.
.small
| Dazu passt, dass Lukas <i>seinen</i> Paulus in der Apostelgeschichte in Athen vor den Philosophen sprechen lässt auch wenn
| seine Verkünding dort nicht wirklich ankommt.
.card.slide.mt-3
.card-body
h5.card-title <i>Inhaltlich:</i> Klarheit über Jesus, seine Botschaft etc. und die christliche Verkündigung schaffen.
.card-text
p
| Schon seine eigenen schriftlichen Quellen Mk und Q weichen in ihrem Bild von Jesus voneinander ab und werten
| seinen Tod am Kreuz unterschiedlich. Solchen <q>Unstimmigkeiten</q> in der christlichen Verkündigung will Lukas offenbar
| genauso begegnen wie diversen Gerüchten, Halbwahrheiten und Falschinformationen, die zur jungen nachösterlichen Jesus-Bewegung die Runde machen.
| Beides kann jemanden verunsichern, der am Christentum interessiert ist.
br
| Darauf zielt die von Lukas im Prolog zugesicherte Zuverlässigkeit ab.
p.mb-0
| Lukas will sich dabei von den <q>vielen</q>, die vor ihm über die Ereignisse rund um Jesus und die nachösterliche Verkündigung geschrieben haben,
| abheben; dies ist in der deutschen Übersetzung leider kaschiert. Er will <i>alles</i> erzählen
| (inclusive der Vor/Kindheitsgeschichte und der Zeit nach Ostern; beides fehlt in Q und Mk) und er
| will zuverlässig(er) sein; denn er ist so schreibt er -
| allem sorgfältig (<i>akribisch</i>) <i>nachgegangen</i>. Ferner unterstreicht er seine Seriosität nicht zuletzt mit dem Vorwort selbst.
.slide.mt-5
h5 Einzelbeobachtungen am Prolog
.card.slide
.card-body
h6.card-title
q Erzählung über die Ereignisse ..., die sich unter uns erfüllt haben
.card-text
p
| Lukas versteht sich als Geschichtsschreiber, der einerseits in der Tradition der griechisch-hellenistischen
| Geschichtsschreibung steht, andererseits in der Tradition der Septuaginta, der griechischen Übersetzung
| des Alten Testamentes, besonders deren Geschichtsbücher; ihren Erzählstil ahmt er nach.
br
| Und er qualifiziert den Inhalt seines Werkes, mit dem er sich von anderen <q>Geschichtsbüchern</q> seiner Zeit abhebt:
| Es geht nicht nur um (geschichtliche) Ereignisse,
| sondern um die
i
| Erfüllung von Gottes Verheißungen
| (aus dem Alten Testament) im Leben, Wirken, Sterben und Auferstehen Jesu
| und im Leben der Kirche nach Ostern (
+symbol("arrow-right")
| Apostelgeschichte).
br
| Es geht um
i Heils-
| Geschichte.
p.mb-0
| Man könnte gleichsam sagen: Lukas schreibt die Geschichtsbücher der Septuaginta weiter
| und erzählt dabei die Erfüllung der Verheißungen des Alten Testamentes.
.card.slide.mt-2
.card-body
h6.card-title
q von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren
.card-text
p
| Lukas gesteht ein, dass er selbst kein Augenzeuge war und dass er von Informationen anderer abhängig ist;
| er gehört der zweiten oder dritten christlichen Generation an. Er ist sich auch der zeitlichen Distanz
| zu den Ereignissen, über die er schreibt, bewusst.
br
| Doch über Augenzeugen die Apostel und andere ist Lukas am Ursprung der Überlieferung dran;
| damit unterstreicht er die Zuverlässigkeit der von ihm verarbeiten Traditionen.
p
| Dabei geht es ihm nicht nur um Augenzeigen der Auferstehung, sondern gerade auch des Wirkens des irdischen Jesus
| (<q>von Anfang an</q>; aus diesem Grund versagt Lukas dem Paulus den Aposteltitel).
p.mb-0
| Mit der Wendung <q>Diener des Wortes</q> zeigt Lukas sein (ideales) Bild von Tradition (= <q>Überlieferung</q>),
| aber auch sein eigenes Selbstverständnis an:
br
| Gerade als Verkündiger sind sie dem Wort dem Wort Gottes wie auch der erzählten Heilsgeschichte untertan;
| sie sind gebunden an den Ursprung, der nicht einfach nach Gutdünken verändert werden kann.
.card.slide.mt-2
.card-body
h6.card-title Theophilus
p.card-text
| Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine reale Person (wie in anderen Vorworten der damaligen Zeit auch).
| Theophilus ist ein bekannter Eigenname, der zwar aus dem griechischen Bereich stammt, aber auch von Juden übernommen wurde.
.alert.alert-success.slide.mt-5
h4.alert-heading Impulse zum Weiterdenken (und für die Predigt) ...
ul.mb-0
li
| Mit welchem Blick schauen wir auf biblische Erzählungen: sind sie einfach <q>fromme Erzählungen</q>?,
| was für Kinder etc.?
| oder erachte ich sie für mein Leben als relevant? gerade als Erwachsener und mündiges Glied der Gesellschaft!
li
| Glaube ich wirklich, dass sich mit Jesus und der Kirche <i>Heilsgeschicht</i> ereignet hat und ereignet? Was bedeutet das für mein Leben?
li
| Wie <i>akribisch</i> beschäfige ich mich mit der eigenen Glaubenstradition, vor allem der Heiligen Schrift?
li
| Wie stehe ich zum <q>Alten Testament</q>, das für Lukas und das gesamte <q>Neue Testament</q> die Basis ist,
| der Bezugspunkt der christlichen Botschaft (
+symbol("arrow-right")
| Emmaus: <q>was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht</q>; damit ist das AT gemeint!).
li
| Wie <i>akribisch</i> beschäftige ich mit meiner eigenen, persönlichen Glaubensgeschichte? Warum ich was glaube? oder was ich warum nicht glaube?
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+bottom_einfuehrung("prolog")
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View File

@@ -0,0 +1,116 @@
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+headline
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span Quellen
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p
| Gemäß der sog.
|
q Zwei-Quellen-Theorie
|
| konnte Lukas auf das Markus-Evangelum, die Spruchquelle (
q Q
| ) sowie auf umfangreiches schriftliches und mündliches Sondergut zurückgreifen.
.card.slide
.card-body
h5.card-title Markus-Evangelium
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Entstanden kurz nach 70 n. Chr. (
+symbol("arrow-right")
| Tempelzerstörung in Jerusalem)
br
| Bildet ein gutes Drittel des Lukasevangeliums.
.card-text
ul.mb-0
li Erzählt vom Wirken Johannes des Täufers bzw. der Taufe Jesu bis hin zur Auferstehung.
li
| In Jesu Tod (und Auferstehung) schließt Gott einen (neuen) Bund mit den Menschen (
+symbol("arrow-right")
q Blut des Bundes
|
| in der Erzählung vom Letzten Abendmahl).
li
| Jesus ist Messias durch seinen Tod Kreuz, den er als <q>Lösegeld für viele</q> stirbt:
br
| Er tauscht mit den Ausgestoßenen den Sündern, den Toten, den Heiden den Platz;
| er macht sich zum <q>Letzten der Letzten</q> und wird gerade dadurch zum <q>Ersten von allen</q>.
li Dieser Weg Jesu, der Weg des Dienens gerade gegenüber gesellschaftlichen Randexistenzen, muss auch der Weg aller sein, die ihm nachfolgen.
blockquote.blockquote.mb-0
.small
p.mb-0
i
q
| Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
footer.blockquote-footer
cite Mk 9,35
blockquote.blockquote.mb-0
.small
p.mb-0
i
q
| Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen,
| sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
footer.blockquote-footer
cite Mk 10,45
.card.slide.mt-3
.card-body
h5.card-title Spruchquelle (<q>Q</q>)
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Entstanden in mehreren Schüben bis kurz vor 70 n. Chr.
br
| Bildet ein knappes Drittel des Lukasevangeliums.
.card-text
ul
li Erzählt von der Gerichtspredigt Johannes des Täufers über das Wirken Jesu bis hin zu dessen Ankündigung des Weltgerichts.
li Jesus ist prophetischer Weisheitslehrer, der als Richter wiederkommen wird: deswegen soll man sich an <i>seiner</i> Ethik orientieren.
li Passion und Auferstehung Jesu fehlen!
li
| Jesus hat vielmehr wie schon Johannes der Täufer das Schicksal der Propheten und Gerechten getroffen (
+symbol("arrow-right")
| Altes Testament); dem Tod Jesu wird keine Heilsbedeutung zugemessen.
p.mb-0 Beispiel: <q>Rede am Fuße des Berges</q>/Bergpredigt
.card.slide.mt-3
.card-body
h5.card-title Sondergut
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Bildet ein knappes Drittel des Lukasevangeliums.
.card-text
p.mb-0 Beispiel: Gleichnis vom Barmherzigen Vater/von den zwei Söhnen.
.slide.mt-5
h5 Wie Lukas seine Quellen verarbeitet
ul
li
| Er übernimmt den Aufbau des Markus-Evangelium, baut aber die sog. Kindheitserzählungen davor und hängt explizite Ostererzählungen an (
+symbol("arrow-right")
| Erscheinungen, Emmaus, Himmelfahrt).
li Etwa ein Drittel des Markus-Evangeliums übernimmt Lukas nicht (Mk 6,45-8,26), manches stellt und gestaltet er etwas um.
li Lukas bildet in den Aufriss des Markus-Evangeliums zwei Einschübe, in denen er Stoffe aus Q und aus seinem Sondergut verarbeitet:
ul.mb-0
li Kleine Einschaltung 6,20-8,3
li Große Einschaltung 9,51-18,14
li
| Lukas <q>kopiert</q> aber nicht einfach Stücke aus seinen Quellen in sein Werk;
| einerseits kürzt und erweitert er bzw. passt die Tradition seiner theologischen Intention ein,
| andererseits verbessert er den sprachlichen Stil.
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+headline
+headline_item_start
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span Verfasser
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p
| Der <i>wirkliche</i> Name des Verfassers ist unbekannt.
br
| Seit dem 2. Jahrhundert wird er <i>Lukas</i> genannt.
br
span.small
| Die Verbindung zu einem Begleiter des Paulus mit gleichem Namen ist aus historisch-kritischer Perspektive nicht haltbar.
br
| Diese <q>Konstrukion</q> sollte aber die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit des Autors und seines Werkes untermauern.
p
| Die Muttersprache des Verfassers war sicher Griechisch, und er verfügte offenbar über eine recht gute Bildung.
p
| Er ist geprägt einerseits durch die griechisch-hellenistische Kultur des antiken Mittelmeerraumes,
br
| andererseits durch die jüdische Tradition: er ist mit dem Alten Testament vertraut sowie mit dem Frühjudentum in Jerusalem, Palästina und der hellenistischen Welt.
p
| Ob Lukas ein gebürtiger Jude war oder nicht, das ist nicht sicher zu ermitteln.
br
| Sollte letzteres stimmen, dann gehörte er mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den sogenannten <i>Gottesfürchtigen</i>; das waren Nicht-Juden (<q>Heiden</q>),
| die sich zum Judentum hingezogen fühlten, die aber den Übertritt zum Judentum scheuten.
p
| Entstanden ist das Evangelum 80 - 90 n. Chr.; sicher nach dem Markus-Evangelium (
+symbol("arrow-right")
| Quellen).
br
| Wo bzw. für welche konkrete Gemeinde Lukas sein Werk verfasste, ist unklar.
p
| Vom gleichen Autor stammt auch die Apostelgeschichte, wie die beiden Vorworte sowie Sprache, Stil und Theologie verraten.
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+headline_item_fz_oz_jkr12-17
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span Gliederung
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h5.card-title Vorgeschichte
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
| Lk 1,5-4,13
p
| ...
.row
.col-12
.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
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h5.card-title Die Versuchungen Jesu
h6.card-subtitle.text-muted
| Lk 4,1-13
.card-text
p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| Erster Fastensonntag
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h5.card-title Wirken Jesu in Galiläa und Judäa
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
| Lk 4,14-9,50
p
| ...
.row
.col-4
.card.slide.bg-light.border-info.mb-3
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h5.card-title Die Aussendung der zwölf Jünger
h6.card-subtitle.text-muted
| Lk 9,1-6
.col-4
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h5.card-title Das Urteil des Herodes über Jesus
h6.card-subtitle.text-muted
| Lk 9,7-9
.col-4
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h5.card-title Die Rückkehr der Jünger und die Speisung der Fünftausend
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Lk 9,10-17
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p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| Fronleichnam [Lk 4,11b-17]
.row
.col-4
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-3(style="border-width: .25rem")
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h5.card-title Das Christusbekenntnis des Petrus und die erste Ankündigung von Leiden und Auferstehung Jesu
h6.card-subtitle.text-muted
| Lk 9,18-22
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p.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| 12. Sonntag im Jahreskreis [9,18-24]
.col-4
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h5.card-title Nachfolge und Selbstverleugnung
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
| Lk 9,23-27
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p.small.mb-0
i
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| 12. Sonntag im Jahreskreis [9,18-24]
.col-4
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h5.card-title Die Verklärung Jesu
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 9,28-32
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i
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| Zweiter Fastensonntag [9,28b-32]
p
| ...
.card.slide.mt-3.bg-light.border-info
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h5.card-title
q Reisebericht
| : Wallfahrt Jesu nach Jerusalem
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
| Lk 9,51-19,27
.row
.col-4
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-2(style="border-width: .25rem")
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h5.card-title Ablehnung und Konsequenz der Nachfolge
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 9,51-62
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| 13. Sonntag im Jahreskreis
.col-4
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h5.card-title Die Aussendung der zweiundsiebzig Jünger
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| Lk 10,1-16
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i
+symbol("arrow-right")
| 14. Sonntag im Jahreskreis [10,1-12.17-20]
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h5.card-title Die Rückkehr der zweiundsiebzig Jünger und der Lobpreis Jesu
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 10,17-24
p.card-text.small
i
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| 14. Sonntag im Jahreskreis [10,1-12.17-20]
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h5.card-title Wichtigstes Gebot I: Der barmherzige Samariter als Beispiel
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| Lk 10,25-37
p.card-text.small.mb-0
i
+symbol("arrow-right")
| 15. Sonntag im Jahreskreis
.col-4
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h5.card-title Wichtigstes Gebot II: Jesus bei Marta und Maria
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 10,38-42
p.card-text.small
i
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| 16. Sonntag im Jahreskreis
.col-4
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h5.card-title Wichtigstes Gebot III: Das Herrengebet und der Aufruf zum beharrlichen Bitten
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 11,1-13
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i
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| 17. Sonntag im Jahreskreis
p
| ...
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h5.card-title Mahnung zur Umkehr
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| Lk 13,1-9
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i
+symbol("arrow-right")
| Dritter Fastensonntag
p
| ...
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h5.card-title Barmherziger Vater/Zwei Söhne
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
| Lk 15,11-32
p.card-text.small
i
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| Vierter Fastensonntag [15,1-3(!).11-32]
p
| ...
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h5.card-title Die letzten Tage Jesu in Jerusalem und die Passion
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
| Lk 19,28-23,56
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h5.card-title Der Einzug in Jerusalem
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| Lk 19,28-40
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i
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| Palmsonntag
p
| ...
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h5.card-title Passion
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| Lk 22,14-23,56
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i
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| Palmsonntag
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h5.card-title Die Frauen und Petrus am leeren Grab
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| Lk 24,1-12
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i
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| Osternacht
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h5.card-title Die Erscheinung Jesu auf dem Weg nach Emmaus
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| Lk 24,13-35
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| Ostermontag
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h5.card-title Die Erscheinung Jesu in Jerusalem
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| Lk 24,36-49
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h5.card-title Die Entrückung Jesu in den Himmel
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| Lk 24,50-53
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+symbol("arrow-right")
| Christi Himmelfahrt [24,46-54]
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b
q
| Er öffnete ihren Sinn für das Verständnis der Schriften ...
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cite Lk 24,45
table.table
+ueberblick_thead
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+ueberblick_tag("Erster Fastensonntag", "10.03.19", "Lk 4,1-13", "Versuchung Jesu")
+ueberblick_tag("Zweiter Fastensonntag", "17.03.19", "Lk 9,28b-36", "Verklärung Jesu")
+ueberblick_tag("Dritter Fastensonntag", "24.03.19", "Lk 13,1-9", "Mahnung zur Umkehr")
+ueberblick_tag("Verkündigung des Herrn", "25.03.19", "Lk 1,26-38", "Ankündigung der Geburt Jesu")
+ueberblick_tag("Vierter Fastensonntag", "31.03.19", "Lk 15,1-3.11-32", "Barmherziger Vater/Zwei Söhne")
+ueberblick_tag("Palmsonntag", "14.04.19", "Lk 19,28-40; 22,14-23,56", "Einzug in Jerusalem; Passion")
+ueberblick_tag("Osternacht", "20./21.04.19", "Lk 24,1-12", "Frauen und Petrus am leeren Grab")
+ueberblick_tag("Ostermontag", "22.04.19", "Lk 24,13-35", "Emmaus")
+ueberblick_tag("Christi Himmelfahrt", "30.05.19", "Lk 24,46-53", "Himmelfahrt Jesu")
+ueberblick_tag("Fronleichnam", "20.06.19", "Lk 9,11b-17", "Brotvermehrung")
+ueberblick_tag("12. Sonntag im Jahreskreis", "23.06.19", "Lk 9,18-24", "Messiasbekenntnis, Leidensankündigung, Selbstverleugnung")
+ueberblick_tag("Geburt Johannes des Täufers", "24.06.19", "Lk 1,5-17 bzw. Lk 1,57-66.80", "Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers bzw. tatsächliche Geburt Johannes des Täufers")
+ueberblick_tag("13. Sonntag im Jahreskreis", "30.06.19", "Lk 9,51-62", "Nachfolge")
+ueberblick_tag("14. Sonntag im Jahreskreis", "07.07.19", "Lk 10,1-12.17-20", "Aussendung und Rückkehr der 72")
+ueberblick_tag("15. Sonntag im Jahreskreis", "14.07.19", "Lk 10,25-37", "Wichtigstes Gebot I: Barmherziger Samariter")
+ueberblick_tag("16. Sonntag im Jahreskreis", "21.07.19", "Lk 10,38-42", "Wichtigstes Gebot II: Jesus bei Marta und Maria")
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22
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View File

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p
| Das Evangelium nach Lukas ist ein Werk der dritten christlichen Generation.
p
| Weil die Wiederkunft Jesu nicht mehr unmittelbar bevorstehend erwartet wurde, stand
| sie vor der Herausforderung, sich dauerhaft in dieser Welt <q>einzurichten</q>, dabei
| aber die Erwartung des Wiederkommens Jesu aufrecht zu erhalten.
p
| Besonders das
| soziale Zusammenleben und der Umgang mit den Sündern werden im Licht der
| Barmherzigkeit Gottes beleuchtet.
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View File

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span Überblick
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blockquote.blockquote.mb-5
p.mb-0
i
b
q
| Heute ist diesem Haus Heil geschenkt worden ...
footer.blockquote-footer
cite Lk 19,9
table.table
+ueberblick_thead
tbody
+ueberblick_tag("18. Sonntag im Jahreskreis", "04.08.19", "Lk 12,13-21", "Reicher Egoist")
+ueberblick_tag("Verklärung des Herrn", "06.08.19", "Lk 9,28b-36", "Verklärung Jesu")
+ueberblick_tag("19. Sonntag im Jahreskreis", "11.08.19", "Lk 12,32-48", "Schatz im Himmel")
+ueberblick_tag("Mariä Aufnahme", "15.08.19", "Lk 11,27-28 bzw. Lk 1,39-56", "Wahr Familie Jesu (Hören und Befolgen von Gottes Wort) bzw. Magnifikat")
+ueberblick_tag("20. Sonntag im Jahreskreis", "18.08.19", "Lk 12,49-53", "Feuer auf die Erde")
+ueberblick_tag("21. Sonntag im Jahreskreis", "25.08.19", "Lk 13,22-30", "Mühen um den Eintritt in das Reich Gottes")
+ueberblick_tag("22. Sonntag im Jahreskreis", "01.09.19", "Lk 14,1.7-14", "Erhöht und erniedrigt werden")
+ueberblick_tag("23. Sonntag im Jahreskreis", "08.09.19", "Lk 14,25-33", "Entschiedenheit der Nachfolge")
+ueberblick_tag("24. Sonntag im Jahreskreis", "15.09.19", "Lk 15,1-32", "Gleichnisse vom Verlorenen")
+ueberblick_tag("25. Sonntag im Jahreskreis", "22.09.19", "Lk 16,1-13", "Gleichnis vom ungerechten Verwalter")
+ueberblick_tag("26. Sonntag im Jahreskreis", "29.09.19", "Lk 16,19-31", "Reicher Mann und armer Lazarus")
+ueberblick_tag("27. Sonntag im Jahreskreis", "06.10.19", "Lk 17,5-10", "Sich als Diener/Sklave begreifen")
+ueberblick_tag("28. Sonntag im Jahreskreis", "13.10.19", "Lk 17,11-19", "Zehn Aussätzige")
+ueberblick_tag("29. Sonntag im Jahreskreis", "20.10.19", "Lk 18,1-8", "Beharrliche Witwe")
+ueberblick_tag("30. Sonntag im Jahreskreis", "27.10.19", "Lk 18,9-14", "Pharisäer und Zöllner im Tempel")
+ueberblick_tag("31. Sonntag im Jahreskreis", "03.11.19", "Lk 19,1-10", "Zachäus")
+ueberblick_tag("32. Sonntag im Jahreskreis", "10.11.19", "Lk 20,27-38", "Frage nach der Auferstehung der Toten")
+ueberblick_tag("33. Sonntag im Jahreskreis", "17.11.19", "Lk 21,5-19", "Von falschen Zeichen für das Ende der Welt; Mahnung zum Standhaftbleiben")
+ueberblick_tag("34. Sonntag im Jahreskreis<br>Christkönig", "24.11.19", "Lk 23,35-43", "Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein")
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+bottom_jkr18-34("ueberblick")
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32
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title="Mit dem Evangelium nach Lukas durch das Kirchenjahr"
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130
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span.oi(class="oi-"+s)
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mixin headline
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td(style="padding: 0px;")
b
a(href="/") BibelWissen.Halieus.DE
td(style="padding: 0px; text-align: right;")
a(href="http://www.halieus.de/impressum_datenschutz.html" target="_blank") Impressum &amp; Datenschutzerklärung
p(style="font-size: 130%; font-variant: small-caps; margin-bottom: 0px;")
b Mit dem Evangelium nach Lukas durch das Kirchenjahr
ol.breadcrumb(onclick="show_all_slides();", style="margin-top: .5rem; border-radius: 0;")
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//- li.breadcrumb-item !{section}
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a(href=pathoffset+"/adv_weihn_jkr3-7") Advent, Weihnachten, Jahreskreis 3 - 7
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a(href=pathoffset+"/fz_oz_jkr12-17") Fastenzeit, Osterzeit, Jahreskreis 12 - 17
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