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span Die Antrittspredigt Jesu
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h5.card-title Das Zeitalter des Geistes – das <q>Gnadenjahr des Herrn</q>
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| Seit der Verheißung der Geburt Johannes des Täufers war immer wieder vom Geist Gottes die Rede gewesen:
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q
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| ... schon von Mutterleib an wird er [= Johannes] vom Heiligen Geist erfüllt sein.
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cite Lk 1,15 – Verheißung; ab LK 1,39-59 vorausgesetzte Erfüllung
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q
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b Der Heilige Geist wird über dich [= Maria] kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten.
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cite Lk 1,35 – Verheißung; ab LK 1,39-59 vorausgesetzte Erfüllung
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p.mb-0
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q
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| Und es geschah, als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.
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| Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt.
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cite Lk 1,41 – Erfüllung von Lk 1,15 und Lk 1,35!
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q
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| Sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt und begann prophetisch zu reden.
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cite Lk 1,67
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q
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| Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Simeon. Dieser Mann war gerecht und fromm
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| und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm..
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br
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| Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden ...
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br
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| Er wurde vom Geist in den Tempel geführt ...
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cite Lk 2,25.26.27
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| Johannes über Jesus:
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br
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q
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| Er wird euch mit Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
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br
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| Bei der Taufe:
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br
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q
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b ... und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube aufh ihn [= Jesus] herab.
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cite Lk 3,16.22
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blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
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q
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| Erfüllt vom Heiligen Geist, kehrte Jesus vom Jorden zurück. Er wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt.
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cite Lk 4,1
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blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
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p.mb-0
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q
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| Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. ...
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br
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| Jesus liest:
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br
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q
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b Der Geist des Herrn ruht auf mir.
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cite Lk 4,14.18
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h6.card-title Zeiten-Wende
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| Die Häufung der Erwähnung bzw. des Aktivwerdens des Heiligen Geistes ist sicher kein Zufall, sondern bewusste erzählerische
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| Umsetzung eines wichtigen Glaubensinhaltes.
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br
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| Alle diese Erwähnungen hängen ja direkt oder indirekt mit Jesus zusammen.
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br
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| Im Hinblick auf Jesus selbst sind die Umstände seiner Empfängnis, dann die Taufe (<q>Messiassalbung</q>)
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| und schließlich die Antrittspredigt, bei der Jesus quasi sein <q>Amt</q> als Messias übernimmt, zentrale Ereignisse.
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p
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| Lukas will deutlich machen:
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br
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i
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| Das neue, in Jesus sich ereignende
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| Heilshandeln Gottes wird wesentlich durch den Heiligen Geist geleitet und begleitet.
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br
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i
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| Jesus ist der <q>Christus</q>, der (mit Gottes Geist) Gesalbte, mit dem eine Zeitenwende stattgefunden hat,
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| und zwar die entscheidende (<q>eschatologische</q>) Wende zum Heil:
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br
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b In und mit Jesus hat das <q>Zeitalter des Heiligen Geistes</q> begonnen!
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| Mit Jesus hat die messianische Heilszeit begonnen, die die Propheten verkündet hatten; besonders deutlich hier
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| durch das Aufgreifen des Jesaja-Zitates (übrigens ein Mischzitat aus Jes 61,1-2; 58,6 G) mit den Spitzen
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| <q>Der Geist des Herrn ruht auf mir</q> und <q>Gnadenjahr des Herrn ausrufen</q>.
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br
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span.small Dabei ist <q>Jahr</q> nicht wörtlich zu nehmen, sondern auf den Beginn der neuen Zeit bezogen.
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h6.card-title <q>Seine Herrschaft wird kein Ende haben</q> (Lk 1,33)
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| Das Wirken des Geists wird seine Fortführung in der Apostelgeschichte finden:
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br
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| Wie am Anfang des Evangeliums der Geist besonders häufig
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| erwähnt wird, Jesus durch Zeugung und Taufe <q>der Gesalbte</q> schlecht hin ist,
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| dessen ganzen Wirken als Messias durch die Kraft des Geistes Gottes
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| geschieht,
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br
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| so erhalten die Jünger am Anfang der Apostelgeschichte (Apg 2) die Gabe des Geites: es ereignet
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| sich die durch Johannes angekündigte Feuertaufe.
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br
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| Und der Antrittspredigt Jesu im Evangelium entspricht formal die Pfingstpredigt des Petrus!
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p.mb-0
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| Dort – in der Pfingstpredigt – wird dann auch die Taufe als Sakrament des Christwerdens installiert:
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| jeder erhält in der Taufe den gleichen Geist wie die Apostel an Pfingsten, den Geist, der schon Jesus erfüllte.
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br
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| So ist <q>das von damals</q> nicht abgeschlossen und vorbei, sondern im <q>Zeitalter des Geistes</q> bleibend gegenwärtig;
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| auch wenn die Vollendung noch aussteht – sie geschieht am Ende der Tage –, zielt dieses neue Zeitalter doch darauf,
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| im Heute seine Spuren zu hinterlassen.
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br
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| Es bleibt – wie zur Zeit Jesu – die Spannung zwischen Schon-Jetzt und Noch-Nicht, aber klar muss doch auch sein:
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| <q>Das damals</q> war ein Beginn, der eine Zeit eröffnet hat, die andauert und gerade jene in Pflicht
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| nimmt, die durch Taufe (und Firmung) in besonderer Weise zum <q>Zeitalter des Geistes</q> gehören.
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h5.card-title Erfüllung: Heute!
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| Das Wort <q>Heute</q> ist im Evangelium an Schlüsselstellen zu finden.
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blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
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q
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| Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren.
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cite Lk 2,11
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blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
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q
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| Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.
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cite Lk 4,21
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blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
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p.mb-0
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| Nach der Heilung eines Gelähmten:
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br
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q
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| Heute haben wir Unglaubliches gesehen
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cite Lk 5,26
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blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
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q
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| Als Jesus an die Stelle kam, [wo Zachäus auf dem Baum saß,] schaute er hinauf und sagte zu ihm:
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| <q>Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben.</q>
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br
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| ...
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br
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q
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| Da sagte Jesus zu ihm: <q>Heute ist diesem Haus Heil geschenkt worden ...</q>
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cite Lk 19,5.9 [in 19,5 auch das wichtige Wort <q>muss</q>]
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blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
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p.mb-0
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q
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| Jesus antwortete ihm [= dem reuigen Verbrecher am Kreuz]:
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| <q>Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.
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cite Lk 23,43
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h6.card-title Heute – Begegnung mit Jesus schenkt Rettung und Heil, Zukunft und Leben
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p
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| An diesen Stellen findet jeweils eine heilvolle Begegnung statt (oder wie in 4,14-30 zumindest die Einladung dazu),
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| wobei jeweils klar ist, dass das Heil durch Jesus vermittelt ist:
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br
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| Das <q>Heute</q> ist in Absetzung von anderen <q>Heilsbringern</q> (wie dem Kaiser) zu lesen:
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| <i>heute</i> = hier, nicht wo anders!
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br
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b
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| Das <q>Heute</q> bindet Rettung und Heil, Zukunft und Leben an die Begegnung mit <i>Jesus</i>:
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br
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| <i>Jesus</i> und er allein ist Retter, Heil, Zukunft, Leben etc.
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p
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| In diesem <q>Heute</q> der Begegnung mit Jesus geschieht das von den Propheten angekündigte Heil Gottes,
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| erfüllt sich die Heilsverheißung der Heiligen Schrift.
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p.mb-0
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| Dazu muss man Jesus <i>gläubig</i> begegnen (und nicht wie in Lk 4,14-30 ablehnend).
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h6.card-title Heute – Begegnung mit Jesus will verändern
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p.mb-0
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| Diese heilende und rettende Begegnung mit Jesus zielt auch auf adäquate Veränderung im eigenen Leben;
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br
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| bestes Beispiel dafür: Zachäus,
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br
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| aber auch der reuige Verbrecher, der am Kreuz quasi noch <q>die Kurve kriegt</q>.
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h6.card-title Heute – für uns?!
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p
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| Es bleibt für uns nach Ostern und Himmelfahrt die Frage, wie wir Jesus begegnen können,
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| wie es <q>Heute</q> für uns werden kann.
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p.mb-0
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| Lukas <q>beantwortet</q> diese Frage in der Emmauserzählung; für uns ist <q>Heute</q>
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ul.mb-0
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li in der Beschäftigung mit der Heiligen Schrift (<q>Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete ...</q> [Lk 24,32]);
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li in der Feier der Eucharistie (<q>Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn</q> [Lk 24,31]);
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li
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| in der Gemeinschaft der Glaubenden (als alle wieder in Jerusalem sind und den Glauben teilen, erscheint Jesus
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| und schenkt den österlich-weihnachtlichen Frieden [Lk 24,36]).
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h5.card-title Heil für Israel vs. Heil für die Völker
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h6.card-title <q>Heimat</q> vs. <q>Ferne</q>
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p
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q Ist das nicht der Sohn Josefs!?
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p In diesem Satz steckt zunächst echtes Staunen, gewiss auch Stolz: <i>einer von uns</i> ist das, der so große Dinge tut!
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p
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| Die Antwort Jesu darauf kann man aber nur verstehen, wenn man in diesem Satz auch eine Erwartung hört,
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| die Jesus ins Wort bringt:
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br
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q Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat!
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br
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| So ist auch das Sprichwort, das Jesus den Menschen (für die Zukunft) in den Mund legt, zu verstehen:
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br
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q Arzt, heile dich selbst!
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br
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| Jesus soll sich mit seiner Vaterstadt indentifizieren und auch – und vor allem! – <i>hier</i> <q>große Dinge</q> tun!
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p
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| Damit spricht sich als Erwartung aus:
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br
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i
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| Wenn Jesus ein <q>Gnadenjahr des Herrn</q> ausruft, dann doch bitteschön ganz konkret,
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| nicht nur im Wort, sondern besonders in der Tat vor allem für seine Heimat!
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br
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| Und nicht nur für die Menschen in Kafarnaum und anderswo!
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p
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| So aber, wie Jesus die Erwartung der Menschen in Nazareth aufgreift, kommt es einer Ablehnung gleich:
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| er weist von vorne herein ihr Ansinnen zurück.
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p
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| Damit ist die Spannung <q>Ferne: heilvolles Wirken</q> – <q>Heimat: unerfüllte Erwartung</q> aufgebaut,
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| die auch den weiteren Fortgang der Erzählung prägt.
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p.small
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| Wunder in Kafarnaum, auf die hier Bezug genommen wird, waren eigentlich noch gar nicht erzählt;
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| die folgen erst in Lk 4,31-41!
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br
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| Man kann sie im Summarium Lk 4,14-15 enthalten sehen. Aber auffällig ist auch die Formulierung
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| <q>Sicher <q>werdet</q> ihr mir ... vorhalten.</q>. Die Sätze schillern hier zwischen Blick in die Vergangenheit
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| (<q>so große Dinge <i>getan hast</i>, wie wir <i>gehört haben</i></q>) und dem Blick in die Zukunft
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| (<q>ihr <i>werdet</i> mir <i>vorhalten</i></q> – offenbar noch nicht geschehen; Wunder in Kafarnaum noch nicht erzählt);
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||||
| damit ist vorbereitet, dass <q>Jesus</q> in den nächsten Sätzen (weit) in die Zukunft blicken wird.
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p.small.mb-0
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| In dieser Episode spiegelt sich die wohl historische Erinnerung,
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| dass Jesu Wirkkreis sich jenseits seiner Heimatstadt entfaltete:
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| Kafarnaum, nicht Nazareth.
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h6.card-title Ablehnung Jesu in seiner <q>Heimat</q>
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p
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q Amen ich sage euch: <q>Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt!</q>
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p
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| Dieser Ausspruch Jesu ist auf der Ebene der Erzählung sehr unmotiviert: eine echte Ablehnung Jesu hat es bis
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| jetzt noch nicht gegeben, und auch von Unglauben ist nicht – wie in der Vorlage Mk 6,1-6 – die Rede!
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br
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| Die Ablehnung scheint fast eher von Jesus provoziert zu werden.
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p
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||||
| Die Lösung:
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br
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| Das, wovon hier gesprochen wird, ist Prophetie und blickt einerseits vom Anfang des Wirkens Jesu in Nazareth
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| auf das Ende seines Wirkens in Jerusalem: Karfreitag.
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br
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||||
| Das Wort <q>Heimat</q> weitet sich von Nazareth und Galiläa auf das jüdische Volk insgesamt;
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| die Ablehnung Jesu in <q>seinem</q> Volk ist angesprochen, die in den Karfreitag mündet,
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||||
| und die Lukas schon bei der Geburt Jesu andeutet: <q>weil im Wohnraum kein Platz für sie war</q> (Lk 2,7).
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p
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||||
| Über den Karfreitag (und Ostern) hinaus ist andererseits auch schon die Ablehnung der nachösterlichen Verkündigung
|
||||
| durch die Mehrheit der Juden im Blick.
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p.mb-0
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||||
| So willkommen seine Botschaft zunächst war, so unwillkommen war Jesus schließlich als Messias.
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br
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||||
| Im Griechischen liegt ein Wortspiel vor: <q>Gnadenjahr = <u>willkommen</u>es Jahr</q>; <q>Kein Prophet anerkannt = Kein Prophet <u>willkommen</u></q>.
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h6.card-title Die Öffnung für die Heiden
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.card-text
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p
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| Mit der Erwähnung der Propheten Elija und Elischa sowie der Witwe von Sarepta bei Sidon und des Syrers Na'aman
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| schauen wir zunächst in die Vergangenheit:
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br
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| Schon früher konnten Heiden, die für den Gott Israels offen waren, dessen Heil erleben – gerade in Zeiten,
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| in denen Israel selbst sich von seinem Gott abgewandt hatte.
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p
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| Für Lukas haben diese Begebenheiten offenbar prophetischen Charakter.
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p
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| Ihre Erfüllung hat diese Prophetie nach Lukas weniger im irdischen Leben Jesu
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| als vielmehr in der nachösterlichen Verkündigung: Heiden sind offen für das Evangelium und stoßen in relativ großer Zahl
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| zur Gemeinschaft der Glaubenden dazu.
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br
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| Lukas schaut also schon weit über den Anfang des Wirkens Jesu hinaus.
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p
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| Die Apostelgeschichte wird entfalten, wie Jesus als Messias und das Evangelium auf Ablehnung durch die Mehrheit der Juden stößt,
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||||
| andererseits aber Heiden zur Heilsgemeinde dazustoßen und die Kirche immer mehr zu einer heiden-/völkerchristlichen
|
||||
| Kirche wird.
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p
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||||
| Diesen Prozess legt Lukas <q>seinem</q> Jesus als prophetische Worte schon am Anfang seines Wirkens in den Mund.
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p.mb-0
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i
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||||
| Aus <u>nachösterlicher, heidenchristlicher Perspektive</u> ist Jesu Sendung
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| eine Sendung besonders zugunsten der Heiden, auch wenn der historische Jesus selbst sich (wohl ausschließlich)
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| zu seinem eigenen Volk, den Juden, gesandt verstand.
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br
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||||
| Nicht zuletzt deswegen wurde der Umstand, dass der historische Jesus wohl nicht in seiner unmittlbaren Heimat Nazareth,
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||||
| sondern in Kafarnaum wirkte, festgehalten und für den größeren Kontext (Israel – Völker) fruchtbar gemacht
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||||
| als quasi prophetisches Zeichen.
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||||
br
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||||
span.small
|
||||
| Schon im Evangelium nach Markus werden diese Gedanken durch die Gliederung durchdacht
|
||||
| ins Bild gebracht: erster Aufbruch zu den Heiden (im weiteren, konzentrisch angeordneten Kontext) gerahmt durch
|
||||
| die Ablehnung Jesu in seiner Familie und seiner Heimat Nazareth.
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||||
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.card.slide
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||||
.card-body
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||||
h6.card-title Indirekt: Jesus lehnt ab, Messias (nur) Israels zu sein
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||||
.card-text
|
||||
p
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||||
| Das Jesaja-Zitat ist ursprünglich in die Situation des Endes des Exils in Babylon und des durch Gott ermöglichten Neuanfangs
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| im Lande Juda gesprochen (6. Jhdt. v. Chr.).
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br
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||||
| Schon damals gab es den Traum,
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| dass Israel als Nationalstaat unter dem Segen Gottes aufblüht. Viel Hoffnung
|
||||
| wurde (zunächst) auf einen Herrscher aus dem Hause Davids gesetzt.
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||||
p
|
||||
| Solche Erwartungen konnte bei der Zitation aus Jesaja durch Jesus aufleben.
|
||||
br
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||||
| Es gab ja vor allem die Sehnsucht, dass der Messias – Gottes Gesalbter – von der Herrschaft durch die (heidnischen!) Römer
|
||||
| befreien und das Volk Israel wieder zu einer Blüte führen würde (Stichwort <q>königlicher Messias</q>).
|
||||
p
|
||||
| Die Menschen in der Antrittsszene in Nazareth – so malt uns Lukas hintergründig vor Augen – sind genau darauf angesprungen:
|
||||
| Hinter dem Verlangen, Jesus solle besonders in Nazareth <q>große Dinge</q> tun, kann man ein –
|
||||
| auf die Ebene der Stadt heruntergebrochenes – nationalistisches Denken erkennen:
|
||||
br
|
||||
| <q>Nazareth first</q>, dem dann im globalen Kontet ein <q>Israel first</q> entspricht;
|
||||
| erst wir, dann – wenn überhaupt – die anderen.
|
||||
p
|
||||
| Doch die Sendung Jesu sah schlicht anders aus: Es ging nicht darum, <q>das Reich für Israel wieder herzustellen</q> (Apg 1,6).
|
||||
hr
|
||||
p
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||||
| Schon mit seiner Hinwendung zu <q>Zöllnern und Sündern</q> durchbricht Jesus
|
||||
| die gängigen Erwartungen an den Messias – was ihm deutliche Kritik einbringt –,
|
||||
| auch an anderen Zügen von Jesu Verhalten stört man sich;
|
||||
| Kreuz und Auferstehung schließlich passen überhaupt nicht ins Bild:
|
||||
| ein <i>leidender</i>, ja gar <i>gekreuzigter</i> Messias, der auferstanden sein soll –
|
||||
| das stand und steht zu allen Vorstellungen
|
||||
| vom Messias im Judentum im Wiederspruch (
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Emmaus-Erzählung: Jesus ist genötigt, den beiden Jüngern zu erkären: <q>Musste nicht der Christus das
|
||||
| erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen?</q> [Lk 24,26]!).
|
||||
hr
|
||||
p
|
||||
| Im Rahmen der Entwicklung der frühchristlichen Mission wurde dann mehr und mehr erkannt,
|
||||
| dass das, was sich in und mit Jesus ereignet hatte – das <q>Heilsereignis</q> seines Lebens und Wirkens,
|
||||
| seines Kreuzes und seiner Auferstehung –,
|
||||
| der ganzen Menschheit seit <q>Adam</q> gilt (
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Stammbaum!).
|
||||
hr
|
||||
p
|
||||
i
|
||||
| In diesem Sinne verweigert der lukanische Jesus von Anfang an,
|
||||
| nationalistisch-königlicher Messias in seiner <q>Heimat</q> zu sein,
|
||||
| spricht von der zukünftigen Ablehnung seines – den Erwartungen und Vorstellungen nicht entsprechenden – Messias-Seins,
|
||||
| verweist auf eine Sendung zu den Völkern – und löst mit dieser dreifachen <q>Klatsche</q>
|
||||
| die Ablehnung durch seine Zuhörer aus, wobei die Zuhöhrer ihrerseits den situativen
|
||||
| Kontext der Erzählung räumlich und zeitlich übersteigen
|
||||
| hin zu allen, die sich an Jesu Selbstverständnis und Verhalten sowie an der nachösterlich Entwicklung stören.
|
||||
hr
|
||||
p
|
||||
| Gerade Karfreitag und Ostern – vorauf am Ende der Episode in Nazareth schon geblickt wird –
|
||||
| machen deutlich, dass Jesu Sendung viel tiefgreifender und umfassender
|
||||
| ist als alle irdisch-nationalistischen Vorstellungen vom Messias:
|
||||
br
|
||||
b
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||||
| Jesus ist als endzeitlicher Repräsentant Gottes der Heilsbringer schlechthin,
|
||||
| und zwar in einem umfassenden, nationalistisches Denken und überhaupt
|
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| diese irdisch-begrenzte Welt übersteigenden Sinn!
|
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br
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i
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||||
| In ihm steht das Paradies (wieder) offen (
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+symbol("arrow-right")
|
||||
| Kreuzigungsszene: <q><u>Heute</u> noch, wirst du mit mir im Paradies sein.</q>)!
|
||||
p
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||||
| Bei Jesus als Messias geht es nicht um äußere – wenn auch bedrängende – Dinge wie hier die Herrschaft der Römer,
|
||||
| es geht um eine innere Wandlung des Menschen, es geht um geheilte Beziehungen zwischen Gott und Mensch und der Menschen
|
||||
| untereinander. Die <q>großen Dinge</q> – sprich: die Wunder –, die Jesus tut, sind Zeichen <i>dieser</i> neuen Wirklichkeit
|
||||
| und nicht eines (irdisch-nationalistisch) aufblühenden (Staates) Israel:
|
||||
p
|
||||
i
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||||
| Das <q>Gnadenjahr des Herrn</q> ist keine irdisch-nationalistische Größe, sondern eine himmlische;
|
||||
br
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||||
| aber auch keine rein jenseitige Wirklichkeit,
|
||||
| sondern eine in diese Welt schon hereinbrechende und die Menschen ergreifen wollende.
|
||||
br
|
||||
| Das Evangelium spricht davon dann auch in den Gleichnissen (vom Verlorenen)
|
||||
| und erzählt davon in den heilvollen Umkehr-Begegnungen mit Jesus;
|
||||
| die Apostelgeschichte wird das Hereinbrechen des <q>Zeitalter des Heiligen Geists</q> dann am Leben der
|
||||
| Urgemeinde in Jerusalem beispielhaft und idealisiert illustrieren
|
||||
| (z. B. Solidarität, Barmherzigkeit, Eintracht).
|
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p.small.mb-0
|
||||
| Aus historischer Perspektive ist wichtig und spielt her eine Rolle,
|
||||
| dass Jesus sich nicht als militärischer Aufrührer verstand –
|
||||
| wie es sie damals auch gab –, sondern – ähnlich wie Johannes der Täufer – das Volk durch innere Umkehr erneuern wollte.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-5
|
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.card-body
|
||||
h5.card-title <q>... damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt</q> (Lk 4,11)
|
||||
.card-text
|
||||
p
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||||
| Im Vorgriff auf den Karfreitag – Golgota liegt außerhalb von Jerusalem! –, aber auch im Vorgriff auf das Schicksal
|
||||
| der Boten Jesu nach Ostern – Stephanus: nach Apg 7,58 zur Steinigung zur Stadt hinaus getrieben – wird Jesus aus der Stadt getrieben
|
||||
| und sollte hinabgestürzt werden: die Ablehnung Jesu durch seine <q>Heimat</q> materialisiert sich (schon).
|
||||
br
|
||||
| <q>Geheimnisvoll</q> entgeht er diesem Lynchversuch und geht weg.
|
||||
p
|
||||
| Man wird hier – analog zum Karfreitag – an Ostern denken dürfen, das sich hier andeutet (nicht nur im Hinblick auf Jesus,
|
||||
| sondern ebenso für seine Boten).
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Es gibt auch einen Bezug zur abschließenden Versuchung durch Satan in Lk 4,1-13: Jesus soll sich vom Tempel
|
||||
| hinabstürzen, weil er doch Gottes Sohn ist und erwarten darf, dass Gott – nach Ps 91,11-12 –
|
||||
| rettend eingreifen wird.
|
||||
br
|
||||
| Die mutwillige Herausforderung dieses Schutzes ist zwar nach Lk 4,9-12 nicht statthafte Provokation Gottes und Versuchung durch Satan,
|
||||
| doch ist die Verheißung des Psalmes für Jesus (und seine Jünger) tatsächlich gültig, wie hier im Vorgriff auf Ostern deutlich wird.
|
||||
|
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.alert.alert-success.slide
|
||||
h4.alert-heading
|
||||
| Programmatische Antrittsrede Jesu:
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||||
br
|
||||
| Kurzzusammenfassung der Heilsgeschichte aus nachösterlicher, völkerchristlicher Perspektive
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br
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||||
span.small bewusst am Anfang des Wirkens Jesu
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hr
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||||
p.mb-0
|
||||
| Die Propheten haben das Heil angekündigt und auch bei ihnen gab es schon erste Momente der Öffnung für Heiden.
|
||||
br
|
||||
| Dieses Heil ist in Jesus umfassend – und die Erwartung der Propheten übersteigend und modifizierend – Wirklichkeit geworden
|
||||
| im <q>Gnadenjahr des Herrn</q>, das das <q>Zeitalter des Heiligen Geistes</q> mit sich gebracht hat im Sinne
|
||||
| der entscheidenden (<q>eschatologischen</q>) Zeitenwende zum Heil;
|
||||
| dieses Zeitalter dauert seit dem an und zielt auf alle Menschen.
|
||||
br
|
||||
| Doch Jesus stößt auf Ablehnung, wird am Karfreitag gekreuzigt; Gott aber erweckt ihn von den Toten.
|
||||
br
|
||||
| Jesu Botschaft und er selbst werden (trotzdem) von den meisten Juden auch nach Ostern abgelehnt;
|
||||
br
|
||||
| dafür stoßen Heiden in relativ großer Zahl zur Gemeinschaft der Glaubenden dazu.
|
||||
|
||||
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||||
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||||
span Reicher Fischfang/<q>Berufung</q> des Petrus
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block content
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||||
|
||||
blockquote.blockquote.mb-3.ml-5
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||||
p.mb-0
|
||||
| Es geschah aber: Als die Volksmenge Jesus bedrängte und das Wort Gottes hören wollte,
|
||||
| da stand er am See Gennesaret und sah zwei Boote am See liegen. Die Fischer waren aus ihnen ausgestiegen
|
||||
| und wunschen ihre Netze.
|
||||
| Jesus stieg in eines der Boote, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren.
|
||||
| Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus.
|
||||
p.mb-0(style="margin-left: 1.5rem;")
|
||||
| Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon:
|
||||
| <q>Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!</q>
|
||||
p.mb-0(style="margin-left: 3rem;")
|
||||
| Simon antwortete ihm:
|
||||
| <q>Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.
|
||||
| Doch auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen.</q>
|
||||
p.mb-0(style="margin-left: 4.5rem;")
|
||||
| Das taten sie und sie fingen eine große Menge Fische; ihre Netze aber drohten zu reißen.
|
||||
| Und sie gaben ihren Gefährten im anderen Boot ein Zeichen, sie sollten kommen und ihnen helfen.
|
||||
| Sie kamen und füllten beide Boote, sodass sie fast versanken.
|
||||
p.mb-0(style="margin-left: 3rem;")
|
||||
| Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte:
|
||||
| <q>Geh weg von mir; denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr!</q>
|
||||
| Denn Schrecken hatte ihn und alle seine Begleiter ergriffen über den Fang der Fische, den sie gemacht hatten;
|
||||
| ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten.
|
||||
p.mb-0(style="margin-left: 1.5rem;")
|
||||
| Da sagte Jesus zu Simon: <q>Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen.</q>
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Und sie zogen die Boote an Land, verließen alles und folgte ihm nach.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 5,1-11
|
||||
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Jesus, der Menschenfischer
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Lukas gestaltet die Szenerie im Vergleich zur Mk 1,16-20 um und greift einen Gedanken auf,
|
||||
| der sich bei Markus erst in 4,1-2 findet: Weil die Menge Jesus bedrängt, <q>flüchtet</q> dieser in ein Boot.
|
||||
p
|
||||
| Von diesem Fischer-Boot aus verkündet Jesus nun das Wort Gottes.
|
||||
p
|
||||
| Lukas illustriert damit, was Menschenfischer sein zunächst und zuerst bedeutet:
|
||||
br
|
||||
i
|
||||
| Den Menschen das Wort Gottes verkünden und sie gerade so zusammensammeln.
|
||||
p
|
||||
| Gleichzeitig erscheint durch die Gestaltung der Szene Jesus selbst sehr augenfällig als
|
||||
| <i>erster</i>, prototypartiger Menschenfischer.
|
||||
p
|
||||
| Indem die Erzähung abschließend festhalten kann, dass Petrus und die Söhne des Zebedäus Jesus folgen,
|
||||
| hat sich Jesus tatsächlich als Menschen<i>fischer</i> erwiesen,
|
||||
| der Menschen durch sein Wirken – hier sein doppeltes Wort an Petrus und das dieses bekräftigende Wunder – <q>eingefangen</q> hat.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Während der erste Teil der Erzählung Jesus als Menschenfischer zeichnet, der das <q>Wort Gottes</q> verkündet,
|
||||
| illustriert der letzte, kurze Teil also, was als <i>Folge rechten Hörens</i> erwartet ist
|
||||
| (im Sinne eines <i>erfolgreichen <q>Menschen<b>fischen</b>s</q></i>):
|
||||
p.mb-0.ml-3
|
||||
i die alte Existenz hinter sich lassen
|
||||
span.small (hier: <q>sie zogen die Boote an Land, verließen alles</q>),
|
||||
br
|
||||
i aufbrechen und Jesus nachfolgen
|
||||
span.small (hier: <q>folgten ihm [= Jesus] nach</q>)
|
||||
br
|
||||
i in der Gemeinschaft der Glaubenden
|
||||
span.small (hier: Petrus nicht allein, sondern mit den Söhnen des Zebedäus)
|
||||
br
|
||||
i – was auch immer das im eigenen Leben bedeuten mag.
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
| Dass und wie dies im Spannungsfeld von <q>Auf dein Wort hin!</q> und <q>Ich bin ein sündiger Mensch!</q> geschieht,
|
||||
| bebildert diese Erzählung an Petrus – dazu später mehr.
|
||||
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q Menschen fangen
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Der Begriff <q>Menschenfischer</q> hat in der damaligen Zeit einen negativen Klang,
|
||||
| vergleichbar unserem <q>Nepper, Schlepper, Bauernfänger</q>;
|
||||
br
|
||||
| das kommt ja wohl auch davon, dass das im Fischernetz Gefangene zu Tod und Verzehr bestimmt ist ...
|
||||
p
|
||||
| Vom Kontext im Evangelium her ist zwar klar, dass es sich bei <q>Menschen fangen</q> im Munde Jesu um etwas Positives handelt,
|
||||
| aber Lukas will das auch durch seine Wortwahl unterstreichen:
|
||||
br
|
||||
| Er ersetzt den Ausdruck <q>Menschenfischer</q> (Mk/Mt) durch <i><q>Menschen (lebendig) fangen</q></i>.
|
||||
br
|
||||
| Das gleiche Wort bedeutet auch <q>beleben</q>, <q>wiederbeleben</q>!
|
||||
p.mb-0
|
||||
i
|
||||
| So wird das Fischerboot zum Rettungsschiff, das Netz zum Rettungsring, das verkündete Wort
|
||||
| zur rettenden Botschaft!
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q Auf dein Wort hin
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Die Antwort des Petrus auf den Auftrag Jesu, die Netze zum Fischfang auszuwerfen, klingt
|
||||
| in der ersten Hälfte ernüchternd:
|
||||
br
|
||||
| In der günstigen Nachtzeit wurde nichts gefangen. Und jetzt ist man am hellen Tag,
|
||||
| der ohnehin eher Misserfolg verspricht.
|
||||
p
|
||||
| Die zweite Hälfte der Antwort drückt dann schon den Glauben des Jüngers aus: <q>Auf <i>dein Wort</i> hin ...</q>.
|
||||
p
|
||||
| Interessant ist, dass Petrus zwar den eigenwilligen Auftrag Jesu, <i>jetzt</i> die Netze auszuwerfen,
|
||||
| kommentiert, aber – anders als Maria bei der Verkündigung der Geburt Jesu –
|
||||
| nicht auf eine weitere Bekräftigung oder ein Zeichen wartet:
|
||||
| er handelt voll Vertrauen auf Jesu Wort hin.
|
||||
p
|
||||
| Das Wort Jesu gibt Petrus nicht nur – gegen alle Wahrscheinlichkeit gerichtete – Zuversicht,
|
||||
| sondern bewirkt auch das Wunder des großen Fischfangs, welches wiederum die Wirkmächtigkeit des Wortes Jesu unterstreicht.
|
||||
br
|
||||
| Aber es brauchte auch das <q>Auf dein Wort hin!</q> des Petrus;
|
||||
| es braucht die vertrauende Bereitschaft, Jesus zu folgen.
|
||||
p.mb-0.small
|
||||
| Anzumerken ist hier, dass Lukas in Lk 4,31-41 einige Wunderheilungen erzählt,
|
||||
| in denen insbesondere Jesus wirkmächtiges Wort unterstrichen wird.
|
||||
br
|
||||
| In 4,36 fragen sich die Zeugen des Wunders:
|
||||
| <q>Was ist das für ein <i>Wort</i>? Mit <i>Vollmacht und Kraft befiehlt</i> er den unreinen Geistern und sie fliehen.</q>
|
||||
br
|
||||
| Bei der Heilung des Schwiegermutter des Petrus in Lk 4,38-39 schreibt Lukas <q>Er beugte sich über sie und <i>gebot</i>
|
||||
| dem Fieber.</q> In Mk 1,31 heißt es dagegen: <q>und er ging zu ihr,
|
||||
| fasste sie an der Hand und richtete sie auf.</q> Lukas betont das wirkmächtige Wort Jesu und bereitet durch diese Erzählungen
|
||||
| das <q>Auf dein Wort hin</q> des Petrus vor.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q Ich bin ein sündiger Mensch
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Die spontane Reaktion des Petrus auf den überwältigenden, durch Jesu Wort gewirkten Fischfang
|
||||
| entspricht der (alttestamentlichen) Reaktion des Menschen, wenn er dem Göttlichen begegnet:
|
||||
br
|
||||
| er erkennt seine Niedrigkeit, Unwürdigkeit, Sündhaftigkeit, hier durch die Geste verstärkt: Petrus geht auf die Knie.
|
||||
p
|
||||
| Die Antwort Jesu entspricht ihrerseits diesem Schema: <q>Fürchte dich nicht!</q> in
|
||||
| Verbindung mit einer göttlichen Intervention bzw. einem göttlichen Auftrag.
|
||||
br
|
||||
| Die Szenerie malt also aus, wie Petrus dem Göttlichen in Jesus begegnet, der ihn in Dienst nimmt.
|
||||
p
|
||||
| Dass Petrus aber nicht nur erschrickt und/oder sich fürchtet (wie vor ihm Zacharias, Maria, die Hirten),
|
||||
| sondern sagt <q>Ich bin ein sündiger Mensch!</q>, das ist sicher bedacht von Lukas so erzählt.
|
||||
p
|
||||
| Der Leser weiß ja wohl doch schon um das Versagen des Petrus während der Passion Jesu.
|
||||
br
|
||||
| Er weiß aber auch, dass Petrus am Anfang dessen steht, was Kirche wurde – vor Ostern wie nach Ostern.
|
||||
br
|
||||
| Beide Aspekte kommen bereits hier zusammen.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| So unterstreicht Lukas gerade an Petrus den Sünde überwindenden
|
||||
| Neuanfang in Jesus, der wenig später sagen wird: <q>Ich bin nicht gekommen, um Gerechte, sondern Sünder
|
||||
| zur Umkehr zu rufen.</q> (Lk 5,32).
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Petrus, der Menschenfischer – auf Jesu Wort hin
|
||||
.card-text
|
||||
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 5,10
|
||||
.card.slide.mb-1
|
||||
.card-body
|
||||
h6.card-title Das <q>Einfangen</q> des Petrus
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Nach diesem Wort Jesu geht die Erzählung sehr schnell zu Ende; es wird <q>nur</q> noch erzählt,
|
||||
| dass Petrus und die Söhne des Zebedäus ihre Boote an Land ziehen, alles verlassen und Jesus nachfolgen,
|
||||
| ihm also <q>ins Netz gegangen</q> sind.
|
||||
p
|
||||
| Das <q>Auf dein Wort hin!</q> des Petrus ist schon gesprochen; es behält auch hier seine Gültigkeit
|
||||
| und wird vollzogen.
|
||||
p
|
||||
| Der überreiche Fischfang ist jener Moment, der auch und gerade für Petrus alles verändert:
|
||||
br
|
||||
| Als das Wunder geschieht, als Petrus dem Göttlichen in Jesus, wirklich dem Wort Gottes begegnet,
|
||||
| da geht es nicht mehr um das Fangen von Fischen, sondern um das <q>Einfangen</q> des Petrus für seine künftige Aufgabe.
|
||||
p
|
||||
| Das ist der Dreiklang dieser Erzählung:
|
||||
br
|
||||
| <u><i>Auf Jesu Wort hin</i></u> <i><b>Fische</b> fangen</i>, um <i><b>Petrus</b></i> zu <i>fangen</i> zum <i><b>Menschen</b> fangen</i>
|
||||
| <u><i>auf Jesu Wort hin</i></u>.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Wie das Wort <q>Fahr hinaus und werft eure Netze aus!</q> den überreichen Fischfang bewirkt,
|
||||
| so fängt das Wort <q>Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!</q> in Verbindung
|
||||
| mit dem reichen Fischfang den Petrus ein: er verlässt alles und folgt Jesus nach.
|
||||
.card.slide.mb-1
|
||||
.card-body
|
||||
h6.card-title Die Zukunft des Petrus: getragen von Jesu Wort
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Formal bilden die Worte Jesu (<q>Fahr hinaus und werft eure Netze aus!</q>, <q>Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!</q>)
|
||||
| den Rahmen um die Worte des Petrus (<q>Auf dein Wort hin!</q>, <q>Ich bin ein sündiger Mensch!</q>).
|
||||
br
|
||||
| So ist die Existenz des Petrus mit seinen Höhen und Tiefen von Jesu Wort zusammengebunden, umfangen und getragen,
|
||||
| ja wie in einem Netz gehalten.
|
||||
br
|
||||
| Der überreiche Fischfang – die Mitte der Erzählung – ist Bestätigung der Wirkmächtigkeit des Wortes Jesu und dadurch zugleich
|
||||
| Verheißung für die von Jesu Wort getragene Zukunft, die hier aufleuchtet.
|
||||
br
|
||||
| Sie wird aber nicht mehr im <q>Fangen</q> von Fischen, sondern von Menschen bestehen.
|
||||
p
|
||||
| Formal ist anzumerken, dass <q>Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!</q> weder Auftrag
|
||||
| noch Befehl ist, vielmehr Prophetie und Verheißung für die <i>jetzt</i> beginnende Zukunft des Petrus.
|
||||
| Man wird Auftrag und Befehl aus dem Wort <q>Fahr hinaus und werft eure Netze aus!</q>
|
||||
| mithören sollen.
|
||||
br
|
||||
| Die beiden gesprochenen Worte Jesu vor und nach dem Fischfang und das durch Jesu Wort
|
||||
| gewirkte Wunder wollen als Einheit verstanden werden:
|
||||
br
|
||||
i
|
||||
| Petrus begegnet dem <i>wirkmächtigen Wort des Herrn</i>,
|
||||
br
|
||||
| das ihn in seiner ganzen Existenz anspricht und ihn in Dienst nimmt,
|
||||
br
|
||||
| das ihn in eine Zukunft getragen von Jesu Wort stellt, ihn hält und halten wird,
|
||||
br
|
||||
| das ihn ergreift und alles verlassen lässt.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Die Existenz des Petrus ist <q>von jetzt an</q> durch
|
||||
| Auftrag und Verheißung Jesu bestimmt, <q>Netze auszuwerfen</q> und <q>Menschen (lebend) zu fangen</q>.
|
||||
| Auch wenn dieses Wort Jesu jetzt schon beginnt, sich zu erfüllen:
|
||||
| Petrus geht doch einer größeren Erfüllung erst noch entgegen.
|
||||
.card.slide.mb-1
|
||||
.card-body
|
||||
h6.card-title Ausblick in die Apostelgeschichte: Petrus, der Menschenfischer
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| An bzw. seit Pfingsten wird auch das Wort des Petrus – in der Kraft des Geistes – wirkmächtig sein:
|
||||
| seine Pfingstpredigt trifft die Hörer <q>mitten ins Herz</q> (Apg 2,37) und bringt viele Menschen dazu,
|
||||
| sich taufen zu lassen
|
||||
| (<q>Die nun, die <i>sein Wort</i> annahmen, ließen sich taufen.
|
||||
| An diesem Tag [= Pfingsten] wurden ihrer Gemeinschaft etwa dreitausend Menschen hinzugefügt.</q> [Apg 2,41]).
|
||||
br
|
||||
i Petrus ist zum Menschenfischer geworden.
|
||||
br
|
||||
| Der überreiche Fischfang auf das Wort Jesu hin, der zusammen mit dem Wort <q>Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!</q>
|
||||
| den Petrus und die Söhne des Zebedäus <q>eingefangen</q> hat,
|
||||
| wird zum Bild der erfolgreichen, wirkmächtigen Verkündigungstätigkeit des Petrus
|
||||
| und der Apostel – ja der Kirche überhaupt – in der Kraft des Geistes Gottes.
|
||||
br
|
||||
span.small
|
||||
| Und von Pfingsten her wird auch klar, warum Petrus ein zweites Boot herbeiwinken musste:
|
||||
| es wird Rettungsboot <q>all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird</q> (Apg 2,39),
|
||||
| womit nur die Heiden gemeint sein können.
|
||||
hr
|
||||
.small
|
||||
p
|
||||
| Petrus erscheint in der Erzählung vom reichen Fischfang - wie es synoptischer Tradition (Mk, Mt, Lk) entspricht –
|
||||
| als erstberufener Apostel. Er wird dann im Verlauf des Evangeliums seine <q>übliche</q> Rolle
|
||||
| als Erster und Sprecher der Apostel ausüben.
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p
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| Dahinter mag die Erinnerung stecken, dass Petrus tatsächlich der Erstberufene war.
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p
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| Wichtiger ist aber, dass nach Ostern Petrus am Anfang der Sammlungsbewegung stand, die dann zur Kirche
|
||||
| wurde: Petrus gilt als der Erste, dem der Auferstandene erschienen ist (vgl. Lk 24,34).
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p.mb-0
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| Da dies ausgerechnet auch Paulus überliefert (1 Kor 15,3b-5), ist daran nicht zu zweifeln.
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.card.slide.mb-1
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h6.card-title Grundlegend: Auf Jesu Wort hin und aus der Kraft des Geistes
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.card-text
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p.mb-0
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| Während wir in der Erzählung vom reichen Fischfang auf <i>die ersten Worte</i> stoßen, die Jesus <i>an Jünger</i> richtet,
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||||
| finden wir <i>die letzten Worte</i>, die Jesus – dann als Auferstandener, vor der Himmelfahrt – <i>zu</i> den <i>Jüngern</i> spricht
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| am Anfang der Apostelgeschichte:
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blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
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p.mb-0
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||||
| Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen:
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| <q>Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters,
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| die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft,
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| ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.</q>
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| ...
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br
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||||
| <q>... ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt;
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||||
| und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa
|
||||
| und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.</q>
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footer.blockquote-footer
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cite Apg 1,4-5.8
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p
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||||
| Die Weisung Jesu an seine Jünger, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern auf die Gabe des Geistes zu <i>warten</i>,
|
||||
| kann im Kontext nur so verstanden werden, dass die Jünger nicht auf eigene Faust
|
||||
| verkündigen sollen – die Forderung Jesu unterstreicht nicht nur die Bedeutung Jerusalems
|
||||
| sondern impliziert doch wohl auch, dass eine Verkündigung ohne Geistgabe ohne Erfolg sein würde.
|
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br
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||||
| Denn der Warnung davor, jetzt (schon) Jerusalem zu verlassen –
|
||||
| und damit eine eigenmächtige Verkündigungstätigkeit zu starten –, auf der einen Seite korrespondiert auf der anderen Seite
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||||
| die Gabe des Heiligen Geistes <i>als Kraft</i> zu einem die Grenzen Israels überschreitenden Verkündigungsgeschehen.
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//- dass Lukas es so verstanden hat, zeigt sich darin, dass die Jünger nicht nur in Jerusalem bleiben,
|
||||
//- sondern auch dort nicht verkündigen!!!
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br
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span.small
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| <q>Ihr werdet Kraft empfangen!</q> und <q>Ihr werdet meine Zeugen sein!</q> sind in Apg 1,9
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| zwar nebeneinandergstellt, aber es sind nicht Aussagen auf der gleichen Ebene,
|
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| vielmehr ist Ersteres Bedingung der Möglichkeit für Letzteres.
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br
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| Es heißt aber nicht <q>... dann <i>könnt</i> ihr</q>,
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| sondern <q>... und ihr <i>werdet</i> meine Zeugen sein</q>!
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br
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| Das Wort Jesu ist Verheißung und Prophetie; durch den Heiligen Geist wird es Wirklichkeit werden.
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p
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| Jesus warnt also am Anfang der Apostelgeschichte seine Jünger:
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br
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| wartet auf den Heiligen Geist, er ist die Kraft zur Verkündigung, ohne die nichts läuft!
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p
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| Auch in der Erzählung vom reichen Fischfang ist der Kontrast aufgebaut
|
||||
| zwischen einerseits dem eigenen – eigentlich den Regeln entsprechenden – Handeln der Fischer
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||||
| um Petrus, das aber ohne Erfolg bleibt, und andererseits dem – fast widersinnigen – Folgen des Auftrages Jesu,
|
||||
| was aber tatsächlich von (übergroßem) Erfolg gekrönt ist.
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br
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||||
| Ferner hat das Wort Jesu an seine Jünger in Apostelgeschichte: <q><u>Ihr werdet meine Zeugen sein!</u></q> –
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| das letzte Wort Jesu überhaupt vor der Himmelfahrt – doch eine gewisse Ähnlichkeit zu
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||||
| <q>Von jetzt an <u>wirst du Menschen (lebendig) fangen!</u></q>:
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| Beide haben prophetischen Charakter, sind Verheißung.
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p
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||||
| Während bei der Erzählung vom reichen Fischfang der Akzent auf dem wirkmächtigen Wort Jesu ruht,
|
||||
| ist in der Apostelgeschichte – gerade am Anfang, aber letztlich durchgängig – der Akzent
|
||||
| auf den Heiligen Geist gelegt, ohne den nichts läuft.
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p
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| In der Zusammenschau kommt etwas für Lukas sehr wichtiges zum Ausdruck:
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br
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i
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||||
| Die Verkündigung durch die Apostel
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| erhält einerseits ihre Kraft und Wirkung aus dem Wort Jesu, <q>die Netze auszuwerfen</q>:
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| <q>Von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen!</q>.
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||||
br
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||||
| Andererseits ist es der Heilige Geist, der nicht nur Jesus während seines irdischen Wirkens erfüllte,
|
||||
| sondern nach Ostern Jesu verheißendes Wort bleibend und kraftvoll wirksam sein lässt.
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br
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||||
| Was aber für die Verkündigung gilt, gilt für die Kirche insgesamt.
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p
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||||
| Ohne dies – das Wort Jesu und den Geist – sind Verkündigung und Kirche nichts und zum Scheitern verurteilt.
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||||
br
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| Umgekehrt ist der Beistand gerade auch für widrige Verhältnisse verheißen; es braucht den Glauben des Petrus:
|
||||
| <q>Auf dein Wort hin ...</q>
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||||
p
|
||||
| Kirche ist als Geschöpf des Wortes Gottes in Jesus und als Geschöpf des Geistes Gottes vorgestellt;
|
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| sie verkündet – wie Jesus – in der Kraft des Geistes das Wort Gottes als ihre erste und eigentliche Aufgabe
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||||
| und ist dabei Zeuge des Heils in Christus.
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br
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||||
| Mit genau diesen Zügen wird Lukas die Verkündigungstätigkeit in der Apostelgeschichte zeichnen:
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| die Apostel verkünden – gegen alle Wiederstände – <q>das Wort Gottes</q>; sie sind tatsächlich <q>Menschenfischer</q> geworden.
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p
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| Hinter der Verkündigung der Kirche steht Gott selbst, der durch sie sein Wirken entfaltet,
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||||
| das Menschen zusammensammelt in der Gemeinde Jesus Christi.
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p.mb-0
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||||
| Wo Kirche – aus Eigensinn, Kleingläubigkeit etc. – dem nicht entspricht (wie auch einst Petrus auf die Seite der Sünde rutschte),
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| muss sie sich neu das <q>Auf <i>dein Wort</i> hin!</q> des Petrus zu eigen machen.
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.card.slide
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.card-body
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h5.card-title Ver-<i>Netz</i>-ung
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.card-text
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p.small
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| Natürlich darf man einzelne Elemente der Erzählung nicht überfrachten.
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br
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| Aber das Symbol des Netzes, das sich mit dem Fischfang verbindet, welcher in der Erzählung
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| zum Symbol der Sammlungsbewegung durch die Verkündigung des Gotteswortes wird, ist es doch wert,
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| genauer <q>beleuchtet</q> zu werden.
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p
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| Als erste und wichtigste Bedeutung – weil schon in der Erzählung selbst angelegt – ist zu nennen:
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br
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i
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| Ein Netz trägt und hält: so sollen die Menschen durch das Wirken der Kirche Halt erleben
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| (wie Petrus mit seinen Höhen und Tiefen im Wort Jesu).
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br
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| Gerade weil sich Kirche im <q>Netz</q> Gottes getragen wissen darf, kann und darf, muss und soll sie selbst
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| <q>Netz</q> sein für die verschiedenen Menschen, die bei ihr Halt und Zukunft suchen.
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p
|
||||
| Unabhängig davon, ob die Fische als Einzeltiere oder als Schwarm vorzustellen sind,
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| werden sie durch das Netz <q>zusammengeschweißt</q>, und zwar zu einer Schicksalsgemeinschaft:
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br
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| man teilt das gleiche Los – normalerweise zu Tod und Verzehr, hier aber –: Anteil am in Christus eröffneten Heil.
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p
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| Ein Netz besteht selber aus miteinader verbundenen Knoten.
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br
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| Das Netz ist Symbol für Verbindung (
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+symbol("arrow-right")
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| Internet).
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br
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| Das passt sehr gut zum im Evangelium erzählten Anliegen Jesu, Menschen neu mit Gott und untereinander zu verbinden,
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| Sünde, Ausgrenzung und Stigmatisierung zu überwinden.
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p
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| Da fügt sich auch gut ins Bild, dass ein Fischernetz Fische ganz unterschiedlicher Art <q>einfangen</q> kann,
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| eine bunte Sammlung, wie auch Jesus Jüngerschar – und schon der Zwölferkreis – bunt war.
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p
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| Weiter gedacht steht das Netz auch für die Verbindung von Gruppen und Gemeinden untereinander, eine Vernetzung auf
|
||||
| verschiedenen Ebenen (Pfarrei, Seelsorgebereich, Dekanat, Bistum, Weltkirche).
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p.mb-0
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||||
| Grundlegend bleibt aber, dass Jesus nicht einzelne unverbunden berufen hat, sondern von Anfang an
|
||||
| auf eine Gemeinschaft abgezielt hat, die durch die Verkündigung des Wortes Gottes und seine gläubige Aufnahme entsteht.
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+bottom_adv_weihn_jkr3-7("fischfang")
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script.
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push_slide_stack('.slide')
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$(function () {
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$('[data-toggle="tooltip"]').tooltip()
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265
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265
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@@ -0,0 +1,265 @@
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|
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+headline_item_active
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span Reicher Fischfang/<q>Berufung</q> des Petrus
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block content
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h5.card-title Jesus, der Menschenfischer
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.card-text
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| Lukas gestaltet die Szenerie im Vergleich zur Mk 1,16-20 um und greift einen Gedanken auf,
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| der sich bei Markus erst in 4,1-2 findet: Weil die Menge Jesus bedrängt, <q>flüchtet</q> dieser in ein Boot.
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p
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| Von diesem Fischer-Boot aus verkündet Jesus nun das Wort Gottes.
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p
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| Lukas illustriert damit, was Menschenfischer zunächst und zuerst bedeutet:
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br
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i
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| Den Menschen das Wort Gottes verkünden und sie gerade so zusammensammeln.
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p.mb-0
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| Gleichzeitig erscheint durch die Gestaltung der Szene Jesus selbst sehr augenfällig als
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| <i>erster</i>, prototypartiger Menschenfischer.
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.card-body
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h5.card-title
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||||
q Menschen fangen
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.card-text
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p
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| Der Begriff <q>Menschenfischer</q> hat in der damaligen Zeit einen negativen Klang,
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||||
| vergleichbar unserem <q>Nepper, Schlepper, Bauernfänger</q>;
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br
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||||
| das kommt ja wohl auch davon, dass das im Fischernetz Gefangene zu Tod und Verzehr bestimmt ist ...
|
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p
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||||
| Vom Kontext im Evangelium her ist zwar klar, dass es sich um etwas Positives handelt,
|
||||
| aber Lukas will das auch durch seine Wortwahl unterstreichen:
|
||||
br
|
||||
| Er ersetzt den Ausdruck <q>Menschenfischer</q> (Mk/Mt) durch <i><q>Menschen (lebendig) fangen</q></i>.
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br
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||||
| Das gleiche Wort bedeutet auch <q>beleben</q>, <q>wiederbeleben</q>!
|
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p.mb-0
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i
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||||
| So wird das Fischerboot zum Rettungsschiff, das Netz zum Rettungsring, das verkündete Wort
|
||||
| zur rettenden Botschaft!
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.card-body
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h5.card-title
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q Auf dein Wort hin
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.card-text
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p
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| Die Antwort des Petrus auf den Auftrag Jesu, die Netze zum Fischfang auszuwerfen, klingt
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| in der ersten Hälfte ernüchternd:
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br
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| In der günstigen Nachtzeit wurde nichts gefangen. Und jetzt ist man am hellen Tag,
|
||||
| der ohnehin eher Misserfolg verspricht.
|
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p
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||||
| Die zweite Hälfte der Antwort drückt dann schon den Glauben des Jüngers aus: <q>Auf <i>dein Wort</i> hin ...</q>.
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||||
p
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||||
| Interessant ist, dass Petrus zwar den eigenwilligen Auftrag Jesu, <i>jetzt</i> die Netze auszuwerfen,
|
||||
| kommentiert, aber – anders als Maria bei der Verkündigung der Geburt Jesu –
|
||||
| nicht auf eine weitere Bekräftigung oder ein Zeichen wartet:
|
||||
| er handelt voll Vertrauen auf Jesu Wort hin.
|
||||
p
|
||||
| Das Wort Jesu gibt Petrus nicht nur – gegen alle Wahrscheinlichkeit gerichtete – Zuversicht,
|
||||
| sondern bewirkt auch das Wunder des großen Fischfangs, welches wiederum die Wirkmächtigkeit des Wortes Jesu unterstreicht.
|
||||
p
|
||||
| So wird ein Kontrast aufgebaut zwischen einerseits dem eigenen – eigentlich den Regeln entsprechenden – Handeln der Fischer
|
||||
| um Petrus, das aber ohne Erfolg bleibt, und andererseits dem fast widersinnigen Folgen des Auftrages Jesu,
|
||||
| was aber tatsächlich von (übergroßem) Erfolg gekrönt ist.
|
||||
hr
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Während wir in der Erzählung vom reichen Fischfang auf <i>die ersten Worte</i> stoßen, die Jesus <i>an Jünger</i> richtet,
|
||||
| finden wir <i>die letzten Worte</i>, die Jesus – dann als Auferstandener, vor der Himmelfahrt – <i>zu</i> den <i>Jüngern</i> spricht
|
||||
| am Anfang der Apostelgeschichte:
|
||||
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen:
|
||||
| <q>Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters,
|
||||
| die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft,
|
||||
| ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.</q>
|
||||
| ...
|
||||
br
|
||||
| <q>... ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt;
|
||||
| und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa
|
||||
| und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.</q>
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Apg 1,4-5.8
|
||||
p
|
||||
| Die Weisung Jesu an seine Jünger, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern auf die Gabe des Geistes zu <i>warten</i>,
|
||||
| kann im Kontext nur so verstanden werden, dass die Jünger nicht auf eigene Faust
|
||||
| verkündigen sollen – die Forderung Jesu unterstreicht nicht nur die Bedeutung Jerusalems
|
||||
| sondern impliziert doch wohl auch, dass eine Verkündigung ohne Geistgabe ohne Erfolg sein würde.
|
||||
br
|
||||
| Denn der Warnung davor, jetzt (schon) Jerusalem zu verlassen –
|
||||
| und damit eine eigenmächtige Verkündigungstätigkeit zu starten –, auf der einen Seite korrespondiert auf der anderen Seite
|
||||
| die Gabe des Heiligen Geistes <i>als Kraft</i> zu einem die Grenzen Israels überschreitenden Verkündigungsgeschehen:
|
||||
| wartet auf den Heiligen Geist, er ist die Kraft zur Verkündigung, ohne die nichts läuft!;
|
||||
//- dass Lukas es so verstanden hat, zeigt sich darin, dass die Jünger nicht nur in Jerusalem bleiben,
|
||||
//- sondern auch dort nicht verkündigen!!!
|
||||
br
|
||||
| das hat eine Analogie im erfolglosen Fischfang des Petrus und dann der Überfülle auf Jesu Wort hin,
|
||||
br
|
||||
| und dem Wort an Petrus <q>von jetzt an <u>wirst du Menschen (lebendig) fangen</u></q>
|
||||
| entspricht das <q><u>ihr werdet meine Zeugen sein</u></q>; letzteres ist das letzte Wort Jesu überhaupt vor der Himmelfahrt.
|
||||
p
|
||||
| Wie in Lk 5,1-11 das Wort Jesu auf Petrus <q>wirkt</q>,
|
||||
//- | der durch das Wunder des Fischfangs für derartiges sensibilisiert war (vgl. seine Reaktion!),
|
||||
| so wird in Apg 1,9 das <q>ihr werdet meine Zeugen sein</i> durch <q>ihr werdet Kraft empfangen</q> ermöglicht;
|
||||
| diese beiden Aussagen sind zwar in Apg 1,9 nebeneinandergstellt, aber es sind nicht Aussagen auf der gleichen Ebene,
|
||||
| vielmehr ist Ersteres Bedingung der Möglichkeit für Letzteres.
|
||||
br
|
||||
| Es heißt aber nicht <q>... dann <i>könnt</i> ihr</q>,
|
||||
| sondern <q>... und ihr <i>werdet</i> meine Zeugen sein</q>! Dass sie es sein werden, ist eine Setzung Jesu,
|
||||
| ein Werk des Wortes Jesu und der Gabe des Geistes, der Jesu Wort schöpferisch sein lässt
|
||||
| (wenn auch mit zeitlicher Verzögerung).
|
||||
p
|
||||
| Bei <q>von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen</q> und <q>ihr werdet meine Zeugen sein</q>
|
||||
| ist das Wort Jesu also nicht einfach Auftrag (<q>Berufung</q>), auch nicht Befehl,
|
||||
| auch nicht nur Prophetie und Verheißung, sondern <i>schöpferische Setzung</i>: es bewirkt, was es sagt.
|
||||
p
|
||||
| Zunächst sind es die Jünger selbst, an denen sich Jesu schöpferisches Wort auswirkt:
|
||||
br
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||||
| Die Erzählung vom reichen Fischfang <q>endet</q> nach dem Wort Jesu <q>von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen</q>
|
||||
| mit der simplen, nicht weiter kommentierten Notiz, dass Petrus und die Söhne des Zebedäus Jesus folgen (Lk 5,11!).
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||||
br
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||||
| Später – in der Apostelgeschichte – werden die Jünger dann das Wort Gottes kraftvoll verkünden
|
||||
| und damit die Wirkmächtigkeit der schöpferischen Worte Jesu <q>von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen</q>
|
||||
| und <q>ihr werdet meine Zeugen sein</q> belegen.
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hr
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p
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| Mit alledem ist kommt etwas für Lukas sehr wichtiges zum Ausdruck:
|
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br
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i
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| Die Verkündigung durch die Apostel – und das Wirken der Kirche insgesamt –
|
||||
| erhält seine Kraft und Wirkung aus dem <i>schöpferischen</i> Wort Jesu, <q>die Netz auszuwerfen</q>:
|
||||
| <q>von jetzt an wirst du Menschen (lebendig) fangen</q>.
|
||||
br
|
||||
| In der Gabe des Geistes, der auch Jesus erfüllte, ist dann nach Ostern diese schöpferische Setzung
|
||||
| kraftvoll wirksam.
|
||||
p
|
||||
| Ohne dies – das Wort Jesu und den Geist – sind Verkündigung und Kirche nichts und zum Scheitern verurteilt.
|
||||
br
|
||||
| Umgekehrt ist der Beistand gerade auch für widrige Verhältnisse gegeben; es braucht den Glauben des Petrus:
|
||||
| <q>Auf dein Wort hin ...</q>
|
||||
p
|
||||
| Kirche ist als Geschöpf des Wortes Gottes in Jesus und als Geschöpf des Geistes Gottes vorgestellt;
|
||||
| sie verkündet – wie Jesus – in der Kraft des Geistes das Wort Gottes als ihre erste und eigentliche Aufgabe
|
||||
| und ist dabei Zeuge des Heils in Christus.
|
||||
br
|
||||
| Mit genau diesen Zügen wird Lukas die Verkündigungstätigkeit in der Apostelgeschichte – gegen alle Wiederstände – zeichnen.
|
||||
p
|
||||
| Hinter der Verkündigung der Kirche steht Gott selbst, der durch sie sein neu-schöpferisches Wirken entfaltet,
|
||||
| das Menschen zusammensammelt in der Gemeinde Jesus Christi.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Wo Kirche – aus Eigensinn, Kleingläubigkeit etc. – dem nicht entspricht, ist sie aus der Ordnung der <q>Neuen Schöpfung</q>
|
||||
| herausgefallen – wie Adam aus der Ordnung der <q>ersten Schöpfung</q> herausgefallen ist.
|
||||
br
|
||||
| Der schöpferischen Setzung durch Jesus entspricht – als Modus der Annahme – das <q>Auf dein Wort hin</q>:
|
||||
| der Glaube, der auch Widrigkeiten übersteigt, wie in der ersten Schöpfungserzählung dem <q>Er sprach ...</q>
|
||||
| das <q>so geschah es</q> entspricht.
|
||||
//-- p
|
||||
//-- | Kirche existiert nicht aus sich selbst heraus, und ist nicht ihr eigener Herr.
|
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//-- | Sie ist ganz und gar von Christus und dem Heiligen Geist abhängig.
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//-- br
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//-- | Daher ist Kirche auch nicht Demokratie und gilt nicht einfach das Wort einer Mehrheit,
|
||||
//-- | sondern Kirche ist zuerst auf Gott Hörende und gebunden an das Wort Gottes.
|
||||
|
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.card.slide.mb-1
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.card-body
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h5.card-title
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q Ich bin ein sündiger Mensch
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.card-text
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p
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| Die spontane Reaktion des Petrus auf den überwältigenden, durch Jesu Wort gewirkten Fischfang
|
||||
| entspricht der (alttestamentlichen) Reaktion des Menschen, wenn er dem Göttlichen begegnet:
|
||||
| er erkennt seine Niedrigkeit, Unwürdigkeit, Sündhaftigkeit, hier durch die Geste verstärkt: Petrus geht auf die Knie.
|
||||
br
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||||
| Die Antwort Jesu entspricht ihrerseits diesem Schema: <q>Früchte dich nicht!</q> in
|
||||
| Verbindung mit einer göttlichen Intervention bzw. einem göttlichen Auftrag.
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||||
br
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||||
| Die Szenerie malt also aus, wie gerade Petrus dem Göttlichen in Jesus begegnet –
|
||||
| und mündet in das schöpferische Wort des Christus, das über Petrus hinaus der Kirche und
|
||||
| ihrer Verkündigung gilt.
|
||||
p
|
||||
| Dass Petrus aber nicht nur erschrickt und/oder sich fürchtet (wie vor ihm Zacharias, Maria, die Hirten),
|
||||
| sondern sagt <q>Ich bin ein sündiger Mensch!</q>, das ist sicher bedacht von Lukas so erzählt.
|
||||
p
|
||||
| Der Leser weiß ja wohl doch schon um das Versagen des Petrus während der Passion Jesu.
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br
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| Er weiß aber auch, dass Petrus am Anfang dessen steht, was Kirche wurde – vor Ostern wie nach Ostern.
|
||||
br
|
||||
| Beide Aspekte kommen bereits hier zusammen.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| So unterstreicht Lukas gerade an Petrus den Sünde überwindenden, schöpferischen
|
||||
| Neuanfang in Jesus, der wenig später sagen wird: <q>Ich bin nicht gekommen, um Gerechte, sondern Sünder
|
||||
| zur Umkehr zu rufen.</q> (Lk 5,32).
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-1
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Petrus, der Menschenfischer
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||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Petrus erscheint hier - wie es synoptischer Tradition (Mk, Mt, Lk) entspricht –
|
||||
| als erstberufener Apostel. Er wird dann im Verlauf des Evangeliums seine <q>übliche</q> Rolle
|
||||
| als Erster und Sprecher der Apostel ausüben.
|
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|
||||
| Dahinter mag die Erinnerung stecken, dass Petrus tatsächlich der Erstberufene war.
|
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p
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||||
| Wichtiger ist aber, dass nach Ostern Petrus am Anfang der Sammlungsbewegung stand, die dann zur Kirche
|
||||
| wurde: Petrus gilt als der Erste, dem der Auferstandene erschienen ist (vgl. Lk 24,34).
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Da dies ausgerechnet auch Paulus überliefert (1 Kor 15,3b-5), ist daran nicht zu zweifeln.
|
||||
|
||||
.card.slide
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Ver-<i>Netz</i>-ung
|
||||
.card-text
|
||||
p.small
|
||||
| Natürlich darf man einzelne Elemente der Erzählung nicht überfrachten.
|
||||
br
|
||||
| Aber das Symbol des Netzes, das sich mit dem Fischfang verbindet, welcher in der Erzählung
|
||||
| zum Symbol der Sammlungsbewegung durch die Verkündigung des Gotteswortes wird, ist es doch wert,
|
||||
| genauer <q>beleuchtet</q> zu werden.
|
||||
p
|
||||
| Unabhängig davon, ob die Fische als Einzeltiere oder als Schwarm vorzustellen sind,
|
||||
| werden sie durch das Netz <q>zusammengeschweißt</q>, und zwar zu einer Schicksalsgemeinschaft:
|
||||
br
|
||||
| man teilt das gleiche Los – normalerweise zu Tod und Verzehr, hier aber –: Anteil am in Christus eröffneten Heil.
|
||||
p
|
||||
| Ein Netz besteht selber aus miteinader verbundenen Knoten.
|
||||
br
|
||||
| Das Netz ist Symbol für Verbindung (
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Internet).
|
||||
br
|
||||
| Das passt sehr gut zum im Evangelium erzählten Anliegen Jesu, Menschen neu mit Gott und untereinander zu verbinden,
|
||||
| Sünde, Ausgrenzung und Stigmatisierung zu überwinden.
|
||||
p
|
||||
| Da fügt sich auch gut ins Bild, dass ein Fischernetz Fische ganz unterschiedlicher Art <q>einfangen</q> kann,
|
||||
| eine bunte Sammlung, wie auch Jesus Jüngerschar – und schon der Zwölferkreis – bunt war.
|
||||
p
|
||||
| Weiter gedacht steht das Netz auch für die Verbindung von Gruppen und Gemeinden untereinander, eine Vernetzung auf
|
||||
| verschiedenen Ebenen (Pfarrei, Seelsorgebereich, Dekanat, Bistum, Weltkirche).
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Grundlegend bleibt aber, dass Jesus nicht einzelne unverbunden berufen hat, sondern von Anfang an
|
||||
| auf eine Gemeinschaft abgezielt hat, die durch die Verkündigung des Wortes Gottes und die gläubige Aufnahme entsteht.
|
||||
|
||||
block bottomnav
|
||||
+bottom_adv_weihn_jkr3-7("fischfang")
|
||||
|
||||
script.
|
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|
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|
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|
||||
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|
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355
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span Gliederung
|
||||
|
||||
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|
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|
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|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Prolog
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 1,1-4
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| 3. Sonntag im Jahreskreis
|
||||
|
||||
.card.slide.mt-3.bg-light.border-info
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Vorgeschichte
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
|
||||
| Lk 1,5-4,13
|
||||
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Kindheitserzählungen
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
|
||||
| Lk 1,5-2,52
|
||||
|
||||
.row.mb-2
|
||||
.col-6
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info.border-warning(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title.text-primary Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 1,5-25
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Geburt Johanns des Täufers (VAM) [Lk 1,5-17]
|
||||
.col-6
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title.text-success Ankündigung der Geburt Jesu, des Messias
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 1,26-38
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Verkündigung des Herrn
|
||||
.row.mb-2
|
||||
.col-3
|
||||
.col-6
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Die Begegnung zwischen
|
||||
span.text-success Maria
|
||||
| und
|
||||
span.text-primary Elisabeth
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 1,39-56
|
||||
.card-text
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Vierter Advent [Lk 1,39-45 (ohne Magnifikat)]
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Mariä Aufnahme [Lk 1,39-56: Magnifikat]
|
||||
.col-3
|
||||
.row.mb-2
|
||||
.col-6
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title.text-primary Geburt Johannes des Täufers
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
|
||||
| Lk 1,57-80
|
||||
.card.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body.p-2
|
||||
h6.card-title Geburt
|
||||
h6.small.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 1,57-66
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Geburt Johannes des Täufers (Lk 1,57-66.80)
|
||||
.card.bg-light.border-info
|
||||
.card-body.p-2
|
||||
h6.card-title Begrüßung (<i>Benedictus</i>)
|
||||
h6.small.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Lk 1,67-80
|
||||
|
||||
.col-6
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title.text-success Geburt Jesu, des Messias
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
|
||||
| Lk 2,1-40
|
||||
.card.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body.p-2
|
||||
h6.card-title Geburt
|
||||
h6.small.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 2,1-21
|
||||
.card-text
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Christmette [Lk 2,1-14]
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| <q>Hirtenmesse</q> [Lk 2,15-20]
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Oktavtag von Weihnachten [Lk 2,16-21]
|
||||
|
||||
.card.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body.p-2
|
||||
h6.card-title Begrüßung (Begegnung mit Simeon und Hanna im Tempel, dabei <i>Nunc dimittis</i>)
|
||||
h6.small.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 2,22-40
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Darstellung des Herrn
|
||||
.row
|
||||
.col-6
|
||||
.col-6
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title.text-success 12jähriger Jesus im Tempel
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 2,41-52
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Fest der heiligen Familie
|
||||
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Das Wirken des Täufers und die Taufe Jesu
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
|
||||
| Lk 3,1-22
|
||||
|
||||
.row
|
||||
.col-2
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-2(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Das Auftreten des Johannes
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 3,1-6
|
||||
p.card-text.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Zweiter Advent
|
||||
.col-2
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info.mb-2
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Die Bußpredigt des Täufers
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Lk 3,7-9
|
||||
.col-2
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-2(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Die Standespredigt des Täufers
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 3,10-14
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Dritter Advent
|
||||
.col-3
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-2(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Die Ankündigung des Messias
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 3,15-18
|
||||
.card-text
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Dritter Advent
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Taufe Jesu [Lk 3,15-16]
|
||||
.col-3
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-2(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Die Taufe Jesu
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 3,21-22
|
||||
.card-text
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Taufe Jesu
|
||||
|
||||
.row
|
||||
.col-6
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Der Stammbaum Jesu
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Lk 3,23-38
|
||||
|
||||
.col-6
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Die Versuchungen Jesu
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Lk 4,1-13
|
||||
|
||||
.card.slide.mt-3.bg-light.border-info
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Wirken Jesu in Galiläa und Judäa
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
|
||||
| Lk 4,14-9,50
|
||||
.row
|
||||
.col-4
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-3(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Die Antrittspredigt Jesu in Nazareth
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
|
||||
| Lk 4,14-30
|
||||
|
||||
.card-text
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| 3. Sonntag im Jahreskreis [Lk 4,14-21]
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| 4. Sonntag im Jahreskreis [Lk 4,21-30]
|
||||
.col-4
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Erstes Wirken in Galiläa
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Lk 4,31-44
|
||||
.col-4
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-3(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Reicher Fischfang/<q>Berufung</q> des Petrus
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2
|
||||
| Lk 5,1-11
|
||||
|
||||
.card-text
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| 5. Sonntag im Jahreskreis
|
||||
|
||||
p.text-center
|
||||
| ...
|
||||
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Die Feldrede
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
|
||||
| Lk 6,20-49
|
||||
.row
|
||||
.col-4
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-2(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Seligpreisungen und Weherufe
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 6,20-26
|
||||
p.card-text.small.mb-0
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| 6. Sonntag im Jahreskreis [Lk 6,17.20-26]
|
||||
.col-4
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning.mb-2(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Feindesliebe und anderes
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 6,27-38
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| 7. Sonntag im Jahreskreis
|
||||
.col-4
|
||||
.card.slide.bg-light.border-info.mb-2
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Gleichnisrede
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 6,39-49
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| 8. Sonntag im Jahreskreis
|
||||
|
||||
p
|
||||
| ...
|
||||
|
||||
.card.slide.mt-3.bg-light.border-info
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Die letzten Tage Jesu in Jerusalem und die Passion
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
|
||||
| Lk 19,28-23,56
|
||||
.row
|
||||
.col-1
|
||||
p.text-center
|
||||
| ...
|
||||
.col-4
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Wiederkunft des Menschensohnes
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 21,25-28
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Erster Advent
|
||||
|
||||
.col-1
|
||||
p.text-center
|
||||
| ...
|
||||
.col-4
|
||||
.card.slide.bg-light.border-warning(style="border-width: .25rem")
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Mahnung zur Wachsamkeit
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-1
|
||||
| Lk 21,34-36
|
||||
p.card-text.small
|
||||
i
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Erster Advent
|
||||
.col-2
|
||||
p.text-center
|
||||
| ...
|
||||
|
||||
|
||||
p
|
||||
| ...
|
||||
|
||||
|
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|
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|
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||||
p.mb-0
|
||||
i
|
||||
b
|
||||
q
|
||||
| Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt.
|
||||
br
|
||||
| Er hat mich gesandt ...
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 4,18
|
||||
|
||||
table.table
|
||||
+ueberblick_thead
|
||||
tbody
|
||||
tr
|
||||
th(scrope="row") Erster Advent
|
||||
td 02.12.18
|
||||
td Lk 21,25-28.34-36
|
||||
td Ermutigung und Ermahnung im Hinblick auf <q>das Ende</q>
|
||||
tr
|
||||
th(scrope="row") Zweiter Advent
|
||||
td 09.12.18
|
||||
td Lk 3,1-6
|
||||
td Das Auftreten des Johannes
|
||||
tr
|
||||
th(scrope="row") Dritter Advent
|
||||
td 16.12.18
|
||||
td Lk 3,10-18
|
||||
td Die Standespredigt des Täufers; Die Ankündigung des Messias
|
||||
+ueberblick_tag("Vierter Advent", "23.12.18", "Lk 1,39-45", "Maria bei Elisabeth")
|
||||
+ueberblick_tag("Christmette", "24.12.18", "Lk 2,1-14", "Geburt Jesu")
|
||||
+ueberblick_tag("<q>Hirtenmesse</q>", "25.12.18", "Lk 2,15-20", "Hirten an der Krippe")
|
||||
+ueberblick_tag("Fest der heiligen Familie", "30.12.18", "Lk 2,41-52", "12jähriger Jesus im Tempel")
|
||||
+ueberblick_tag("Oktavtag von Weihnachten", "01.01.19", "Lk 2,16-21", "Maria bewahrte alles und dachte darüber nach")
|
||||
+ueberblick_tag("Taufe des Herrn", "13.01.19", "Lk 3,15-16.21-22", "Taufe Jesu")
|
||||
+ueberblick_tag("3. Sonntag im Jahreskreis", "27.01.19", "Lk 1,1-4; 4-14-21", "Der Herr hat mich gesandt")
|
||||
+ueberblick_tag("Darstellung des Herrn", "02.02.19", "Lk 2,22-40", "Simeon und Hanna")
|
||||
+ueberblick_tag("4. Sonntag im Jahreskreis", "03.02.19", "Lk 4,21-30", "Jesus am Abgrund (in der Heimat)")
|
||||
+ueberblick_tag("5. Sonntag im Jahreskreis", "10.02.19", "Lk 5,1-11", "Reicher Fischfang; Jüngerberufungen")
|
||||
+ueberblick_tag("6. Sonntag im Jahreskreis", "17.02.19", "Lk 6,17.20-26", "Feldrede: Seligpreisungen und Wehklagen")
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+ueberblick_tag("7. Sonntag im Jahreskreis", "24.02.19", "Lk 6,27-38", "Feldrede: Feindesliebe etc.")
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+bottom_adv_weihn_jkr3-7("ueberblick")
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span Johannes der Täufer
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.col-6.pr-5
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blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
|
||||
p.mb-0
|
||||
q
|
||||
| Seht, ich sende meinen Boten; er soll den Weg für mich bahnen.
|
||||
br
|
||||
| Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes,
|
||||
| den ihr herbeiwünscht. Seht, er kommt!, spricht der HERR der Heerscharen.
|
||||
br
|
||||
| Doch wer erträgt den Tag, an dem er kommt? Wer kann bestehen, wenn er erscheint?
|
||||
br
|
||||
| ...
|
||||
br
|
||||
| Bevor aber der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare Tag, seht da sende ich zu euch den Propheten Elija.
|
||||
br
|
||||
| Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern,
|
||||
| damit ich nicht komme und das Land schlage mit Bann
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footer.blockquote-footer
|
||||
cite Mal 3,1-2.23-24
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|
||||
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
|
||||
p.mb-0
|
||||
q
|
||||
| Siehe: Ich werde einen Engel schicken, der dir [= Mose/Volk Israel] vorausgeht.
|
||||
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|
||||
cite Ex 23,20
|
||||
|
||||
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
|
||||
p.mb-0
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||||
q
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||||
| Eine Stimme ruft [in der Wüste]:
|
||||
q
|
||||
br
|
||||
| []In der Wüste bahnt den Weg des HERRN,
|
||||
br
|
||||
| ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott!
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Jes 40,3
|
||||
|
||||
.col-6.pl-5
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||||
|
||||
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Zacharias im Benedictus im Hinblick auf seinen Sohn:
|
||||
br
|
||||
q
|
||||
| Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen;
|
||||
i denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 1,76 [mit Anspielung auf Mal 3,1]
|
||||
|
||||
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Der Engel zu Zacharias bei der Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers:
|
||||
br
|
||||
q
|
||||
| Viele Kinder Israels wird er zum Herrn, ihrem Gott, hinwenden.
|
||||
br
|
||||
| Er wird ihm mit dem Geist und mit der Kraft des Elija vorangehen,
|
||||
| um
|
||||
i die Herzen der Väter den Kindern zuzuwenden
|
||||
br
|
||||
| und die Ungehorsamen zu gerechter Gesinnung zu führen und so das Volk
|
||||
i für den den Herrn bereit zu machen.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 1,16-17 [mit Anspielung auf Mal 3,23]
|
||||
|
||||
blockquote.blockquote.mb-5(style="font-size: 100%;")
|
||||
p.mb-0
|
||||
| <q>Jesus</q> über Johannes den Täufer:
|
||||
br
|
||||
q
|
||||
| Dieser ist es, von dem geschrieben steht:
|
||||
br
|
||||
i
|
||||
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bahnen wird.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 7,27 [mit Mischzitat aus Mal 3,1 und Ex 23,20]
|
||||
|
||||
|
||||
hr.mt-3.mb-5
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||||
|
||||
h1.slide Johannes der Täufer in historisch-kritischer Perspektive
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Zeit der Bedrängnis – Zeit der Erwartung
|
||||
.card-text
|
||||
p Johannes der Täufer startete in den 20er Jahren des 1. Jhdt. n. Chr. eine jüdische Umkehrbewegung.
|
||||
p
|
||||
| Es war eine Zeit großer Erwartungen.
|
||||
| Viele Juden fühlten sich politisch und religiös bedrängt – einerseits durch die Römer,
|
||||
| die die Herren im Land waren und an die Steuern zu zahlen waren, andererseits durch die damalige
|
||||
| griechisch-hellenistische Kultur.
|
||||
p
|
||||
| Es war daher eine Zeit, in der man sich das göttliche Eingreifen ersehnte –
|
||||
| durch Gott selbst oder einen von ihm gesandten Retter (<q>Messias</q>).
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Vor diesem Hintergrund ist das Wirken Johannes des Täufers – wie auch das Jesu – zu verstehen:
|
||||
| Johannes glaubte an das unmittelbar bevorstehende Ende dieser Weltzeit und das Kommen Gottes
|
||||
| zu Gericht und Rettung.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Zeit der Umkehr – Zeit der Taufe
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Johannes erinnerte mit seiner Predigt die Juden daran,
|
||||
| dass auch sie oft nicht dem Willen Gottes gemäß leben.
|
||||
p
|
||||
| Er rief daher zur Umkehr, zur Erneuerung des ganzen Menschen auf.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Weil aber die Zeit knapp und also keine Zeit für viele gute Taten mehr war,
|
||||
| die Umkehr und Reue zeigen und damit Vergebung von Gott erbitten sollten, bot er eine Taufe an,
|
||||
| die die Umkehr besiegelte, Sündenvergebung zusprach und zu einem erneuerten Lebenswandel nach den Geboten Gottes verpflichtete.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title ‚Gegenveranstaltung‘ zum Tempel
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Gleichzeitig war die Taufe, die Johannes angeboten hat, eine ‚Gegenveranstaltung‘ zum Tempel in Jerusalem,
|
||||
| denn das war eigentlich der Ort für die Sündenvergebung.
|
||||
| Doch der Tempel war offenbar in den Augen des Johannes und seiner Anhänger nicht mehr in der Lage,
|
||||
| seinen Zweck zu erfüllen: die Begegnung mit Gott ermöglichen, Gottes Segen vermitteln, das gläubige Volk stetig
|
||||
| durch die Begegnung mit Gott erneuern und stärken.
|
||||
p
|
||||
| Der Character der ‚Gegenveranstaltung‘ wird noch deutlicher, wenn man sich die priesterliche Herkunft des Johannes bewusst macht,
|
||||
| wie sie Lukas erzählt: eigentlich wäre es sein Weg gewesen, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten
|
||||
| und also selbst Priester am Tempel zu werden.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Mit seiner Kritik am Tempel war Johannes damals nicht allein; sie wurde nicht nur nach ihm
|
||||
| von Jesus übernommen (Tempelreinigung), sondern findet sich auch schon vor ihm in den Schriften von Qumran.
|
||||
| Ähnlich wie für Johannes spielte auch für die Gemeinde hinter diesen Schriften wohl Jes 40,3 eine Rolle (<q>Wüste</q>).
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Johannes <i>der Täufer</i>
|
||||
.card-text
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Der Beiname <q>der Täufer</q> weist darauf hin, dass das, was Johannes tat, etwas Neues war:
|
||||
br
|
||||
| es gab zwar Reinigungsbäder und -riten, aber dort <q>taufte</q> man sich selbst; dass man von jemand anderem
|
||||
| <q><i>ge</i>tauft <i>wird</i></q>, das war neu und zeigt wohl ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein des Täufers (und
|
||||
| auch einen gravierenden Unterschied zu den Reinigungsbädern in Qumran).
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Johannes – der <q>wiedergekommene Elija</q>
|
||||
.card-text
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Sicher nicht erst die Christen haben Johannes den Täufer mit Elija in Verbindung gebracht, und wohl auch nicht
|
||||
| erst die Jünger des Johannes; vielmehr verstand er sich wohl schon selbst so, worauf auch seine Kleidung
|
||||
| gemäß 2 Kön 1,8 schließen lässt (dort ist <q>Mantel aus Ziegenhaaren</q> und <q>lederner Gürtel um die Hüften</q>
|
||||
| quasi Erkennungszeichen für Elija; vgl. Mk 1,6).
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-5
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Johannes – Opfer der Mächtigen
|
||||
.card-text
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Johannes fand ein gewaltsames Ende; Grund dafür war seine Kritik an den Mächtigen.
|
||||
|
||||
.slide
|
||||
h1 Lk 3,1-22
|
||||
h2 Das Auftreten Johannes des Täufers
|
||||
|
||||
blockquote.blockquote.mb-3.ml-5
|
||||
p
|
||||
| Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius;
|
||||
br
|
||||
| Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa,
|
||||
br
|
||||
| Herodes [Antipas] Tetrarch von Galiläa,
|
||||
br
|
||||
| sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und der Trachonitis,
|
||||
br
|
||||
| Lysanias Tetrarch von Abilene;
|
||||
br
|
||||
| Hohepriester waren Hannas und Kajaphas.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias.
|
||||
br
|
||||
| Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündete dort überall die Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden,
|
||||
| wie im Buch der Reden des Propheten Jesaja geschrieben steht:
|
||||
q
|
||||
| Stimme eines Rufers in der Wüste:
|
||||
q
|
||||
| Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
|
||||
br
|
||||
| Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden.
|
||||
br
|
||||
| Was krumm ist, soll gerade, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden.
|
||||
br
|
||||
| Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 3,1-6
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Verankerung der Heilsgeschichte in der Weltgeschichte
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Es werden keine Märchen oder zeitlose Mythen erzählt.
|
||||
| Auch wenn manches dunkel bleibt: Johannes der Täufer mit seiner Taufe und Jesus von Nazareth mit seinem Kreuz
|
||||
| sind historische Personen.
|
||||
br
|
||||
| Sie haben zu einer bestimmten Zeit und an einem konkreten Ort gelebt und gewirkt.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Diese Personen haben <q>Weltgeschichte</q> geschrieben – was sich mit ihnen ereignet hat,
|
||||
| das ist nicht nur Sache eines kleinen Volkes am Rande der Welt oder kleinen Gruppen darin,
|
||||
| das geht die ganze Menschheit an.
|
||||
br
|
||||
| Und um dies deutlich zu machen, hebt Lukas auch formal – wie hier durch den <q>Synchronismus</q> (= zeitliche Eindordnung)
|
||||
| oder den Prolog am Anfang des Evangeliums – die christliche Verkündigung auf ein höher stehendes literarisches Niveau.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Verankerung der Heilsgeschichte im Wort der Propheten
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Lukas knüpft an die prophetische Literatur des Alten Testamentes an, wenn er einerseits das Auftreten
|
||||
| des Johannes mit der sog. <q>Wortereignisformel</q> einführt und so von einer Prophetenberufung erzählt; andererseits
|
||||
| finden sich auch am Anfang von Prophetenbüchern zeitgeschichtliche Eindordungen (<q>Synchronismen</q>).
|
||||
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
|
||||
p.mb-0
|
||||
q
|
||||
| Die Worte Jeremias ...
|
||||
br
|
||||
| An ihn erging das Wort des HERRN in den Tagen des Königs Joschija von Juda, des Sohnes Amos,
|
||||
| im dreißigsten Jahr seiner Regierung, ebenso in den Tagen des Königs Jojakim von Juda, des Sohnes
|
||||
| Joschijas, bis das elfte Jahr des Königs Zidkija von Juda, des Sohnes Joschijas, zu Ende ging,
|
||||
| als im fünften Monat Jerusalem in die Verbannung ziehen musste.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Jer 1,1-3
|
||||
p
|
||||
i Gottes Wort wirkt sich geschichtlich aus – in den Menschen, die sich von ihm rufen lassen.
|
||||
p
|
||||
| Das Zitat aus Jesaja, mit dem Lukas die Sendung des Johannes beschreibt, ist als <q>Schriftbeweis</q> zu verstehen:
|
||||
br
|
||||
| Was Johannes jetzt tut, das entspricht dem, was Jesaja <q>angekündigt</q> hat;
|
||||
br
|
||||
| so ist das Wirken des Johannes göttlich legitimiert.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Mehr aber noch: dass – nach Ostern – das Evangelium auch Nicht-Juden verkündet wird und diese gläubig werden,
|
||||
| das hat schon Jesaja <q>vorausgesehen</q>: <q>Und <i>alle</i> Menschen werden das Heil Gottes schauen.</q>
|
||||
br
|
||||
span.small <q>Schauen</q> bedeutet nicht nur <q>Sehen</q> sondern <q>Teilhaben</q>!
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-5
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q Weg des Herrn
|
||||
.card-text
|
||||
p Schon Jes 40,3-5 denkt nicht an einen real-physischen Weg Gottes (oder an den Heimkehrweg der nach Babylon Exilierten).
|
||||
p <q>Weg des Herrn</q> ist ethisch-religiös zu verstehen: Lebenswandel nach Gottes Weisung; den rechten Weg gehen.
|
||||
p
|
||||
i (Deutero-)Jesaja
|
||||
br
|
||||
| Angesichts des Endes des Exils in Babylon ruft der Prophet eine neue Heilszeit aus,
|
||||
| nimmt dazu aber seine Adressaten in die Pflicht:
|
||||
br
|
||||
| Sich neu unter Zuspruch und Anspruch des Wortes Gottes und seiner Weisung stellen:
|
||||
| weg von einem <q>hügeligen</q> – sprich: unsteten – Leben, hin zu einem geradlinigen,
|
||||
| an der Weisung Gottes orientiertem Leben.
|
||||
br
|
||||
i
|
||||
| Auf dem Weg eines rechten, an Gottes Weisung orientiertem Leben kommt Gott zu den Menschen;
|
||||
| wer auf seinen Wegen geht, wird seine segenspendende Nähe erfahren.
|
||||
p
|
||||
i Johannes der Täufer
|
||||
br
|
||||
| <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> entspricht dem Ruf zu Umkehr und Taufe:
|
||||
br
|
||||
i
|
||||
| Angesichts des Kommens Gottes bzw. des Messias zu Gericht (und Rettung) dem Ruf zur Umkehr folgen,
|
||||
| diese in der Taufe besiegeln und dann entsprechend leben.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Im Kontext des Lukas-Evangeliums kann
|
||||
q Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden.
|
||||
|
|
||||
| auch zum Magnifikat in Beziehung gesetzt werden:
|
||||
br
|
||||
q Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
|
||||
|
|
||||
| (Lk 1,52)
|
||||
|
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Umwertung im eigenen Leben angesichts des Handelns Gottes.
|
||||
|
||||
|
||||
.slide
|
||||
h2
|
||||
.small Die Bußpredigt
|
||||
|
||||
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").mb-5.ml-5
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
| Da sagte er zu den Volksscharen, die hinauszogen, um sich von ihm taufen zu lassen:
|
||||
q
|
||||
| Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt?
|
||||
| Bringt Früchte hervor, die eure Umkehr zeigen, und fangt nicht an, bei euch zu sagen:
|
||||
q Wir haben Abraham zum Vater!
|
||||
|
|
||||
| Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken.
|
||||
br
|
||||
| Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt,
|
||||
| wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 3,7-9
|
||||
|
||||
.slide
|
||||
h2 Die Standespredigt des Täufers
|
||||
|
||||
blockquote.blockquote.mb-3.ml-5
|
||||
p
|
||||
| Da fragten ihn <b>die Scharen</b>:
|
||||
q Was sollen wir also tun?
|
||||
br
|
||||
| Er antwortete ihnen:
|
||||
q Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso!
|
||||
p
|
||||
| Es kamen auch <b>Zöllner</b>, um sich taufen zu lassen, und fragten ihn:
|
||||
q Meister, was sollen wir tun?
|
||||
br
|
||||
| Er sagte zu ihnen:
|
||||
q Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist!
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Auch <b>Soldaten</b> fragten ihn:
|
||||
q Was sollen denn wir tun?
|
||||
br
|
||||
| Und er sagte zu ihnen:
|
||||
q Misshandelt niemanden, erpresst niemanden, begnügt euch mit eurem Sold!
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 3,10-14
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Umkehr – allgemein und konkret
|
||||
.card-text
|
||||
p Johannes wird als Weisheitslehrer gezeichnet; er verkündet zeitlos gültige Verhaltensrichtlinien.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Die <q>Scharen</q> werden mit dem <i>Gebot der Nächstenliebe</i> konkrontiert – von einem Armutsideal ist hier nichts zu spüren -;
|
||||
| die Menge wird dann aber beispielhaft geteilt und die Forderung konkretisiert.
|
||||
br
|
||||
| Alle stehen unter dem grundsätzlich gleichen Anspruch, aber die Forderungen können je nach eigener
|
||||
| Lebenssituation unterschiedlich konkret werden.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Gegen Missbrauch von Macht
|
||||
.card-text
|
||||
p.mb-0 Was Zöllner und Soldaten verbindet, ist ihre (relative) Mächtigkeit, die jeweils missbraucht werden kann:
|
||||
ul.mb-0
|
||||
li Die <i>Zöllner</i> stehen in der Versuchung, mehr zu verlangen, als festgesetzt ist; das geschah tatsächlich
|
||||
| und brachte die Zöllner – neben dem Umstand, dass sie für die Römer arbeiteten – in Verruf.
|
||||
| (
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Zachäus).
|
||||
li Die <i>Soldaten</i> stehen vor der Versuchung, ihre Waffengewalt dazu zu nutzen,
|
||||
| ihren Sold aufzubessern und dabei Misshandlung und Erpressung anzuwenden.
|
||||
br
|
||||
.small
|
||||
| Auffällig ist, dass weder Plündern noch Blutgewalt genannt sind: Lukas spricht in eine Zeit des
|
||||
| (relativen) Friedens, wie sie damals tatsächlich geherrscht hat.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Gegen die Habsucht
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
i Habsucht ist bei Lukas quasi die Ursünde.
|
||||
p.mb-0 Ihr stellt er zwei beispielhafte positive Verhaltensweisen gegenüber:
|
||||
ul.mb-0
|
||||
li
|
||||
| Teilen (ohne selbst arm zu werden)
|
||||
| (
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Forderung an <q>die Scharen</q>)
|
||||
li
|
||||
| Sich mit dem begnügen, was einem zusteht
|
||||
| (
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Forderung an Zöllner und Soldaten).
|
||||
p.mb-0 Schon hier zeigt sich auch, dass Lukas im Hinblick auf Vermögen der rechte Erwerb und Gebrauch wichtig ist.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-5
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Ethik nicht allein
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Die Lehre des Johannes ist nicht spezifisch; sie ist schon vor ihm in mannigfacher Ausfaltung formuliert,
|
||||
| besonders bei den Propheten, aber auch das jüdische Gesetz ist voll von tiefsinniger Sozialgesetzgebung.
|
||||
p Und auch Gläubige anderer Religionen dürften die Forderungen des Johannes unterschreiben.
|
||||
p
|
||||
| Zum Glauben gehört nicht nur die Ethik, sondern auch das Bekenntnis;
|
||||
| von dort kann – wie im Judentum und Christentum – die Ethik ein spezifisches Fundament erhalten,
|
||||
| gerade durch das, was ich von Gott bzw. Jesus Christus
|
||||
| glaube, nicht zuletzt im Hinblick auf ihr konkretes Handeln in der <q>Heilsgeschichte</q>.
|
||||
p.mb-0 In diesem Sinne schließt sich an die ethische Unterweisung eine <q>christologische Unterweisung</q> an.
|
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br
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span.small Ahnlich verhält es sich in Apg 2,37-47.
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.slide
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h2 Die Ankündigung des Messias
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blockquote.blockquote.mb-3.ml-5
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p
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| Das Volk war voll Erwartung und alle überlegten im Herzen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Christus sei.
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br
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||||
| Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort:
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||||
q
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||||
| Ich taufe euch mit Wasser.
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br
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||||
| Es kommt aber einer, der stärker ist als ich,
|
||||
| und ich bin es nicht wert, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
|
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br
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||||
| Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
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||||
br
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||||
| Schon hält er die Schaufel in der Hand, um seine Tenne zu reinigen und den Weizen in seine Scheune zu sammeln;
|
||||
| die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.
|
||||
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk und verkündete die frohe Botschaft.
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footer.blockquote-footer
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cite Lk 3,15-18
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.card.slide.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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| Keine <q>Gefühlsduselei</q>
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.card-text
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p.mb-0 <b>Herz</b> ist im damaligen Sprachgebrauch auch und gerade <i>Sitz von Wille und Denken</i>!
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.card.slide.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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||||
| Polemik gegen die Jünger des Johannes
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.card-text
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p
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| Aus späterer christlicher Perspektive sind die Rollen zwischen Johannes dem Täufer und Jesus klar verteilt:
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||||
| der eine ist der Vorläufer des anderen, der allein der Messias ist.
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||||
p
|
||||
| Doch es gab wohl recht lange eine gewisse Rivalität zwischen Anhängern des Johannes und den <q>Christen</q>,
|
||||
| gerade dann, wenn man dem Tod Jesu keine Heilsbedeutung beigemessen hat (wie etwa in Q der Fall; anderes Paulus
|
||||
| und das, was an Schriften im Neuen Testament gesammelt ist).
|
||||
p
|
||||
| Man muss sich auch vor Augen führen, dass die Johannes-Bewegung nicht nur ein <q>kleiner Haufen</q> war;
|
||||
| Lukas kann in Apg 19,1-7 davon erzählen, dass Paulus in Ephesus auf Johannesjünger getroffen ist!
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||||
p
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||||
| Ferner ist zu bedenken, dass Johannes wohl als <q>Stärkeren</q> Gott selbst erwartet hat, nicht einen Menschen.
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||||
br
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||||
| (Der <q>Starke Israels</q> ist im Alten Testament Bezeichnung für Gott!)
|
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p.mb-0
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||||
| Von daher waren <i>Klarstellungen</i> in der Beziehung Johannes – Jesus etwas sehr wichtiges!
|
||||
br
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||||
| Im Wort vom Lösen der Sandalenriemen wird eine deutliche Hierarchie gezeichnet.
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|
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.card.slide.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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||||
| Taufe mit Geist und Feuer
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.card-text
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||||
p
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||||
| <i>Feuer</i> ist im Alten Testament ein Bild für das Gericht Gottes; in diesen Denkhorizont
|
||||
| ist auch der nächste Vers gesprochen (<q>in Feuer verbrennen</q>).
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||||
br
|
||||
| So passt dieser Begriff auch zur ursprünglichen Predigt des Johannes ganz gut, der ein Gericht Gottes ankündigte
|
||||
| und dafür vielleicht selber das Bildwort des Feuers gebrauchte.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Lukas dürfte bei <i>Feuer</i> aber an Pfingsten und den Heiligen Geist denken: in Apg 2 wird er erzählen
|
||||
| dass der Heilge Geist in <q>Zungen wie von Feuer</q> auf die Jünger herabkommt.
|
||||
p.small
|
||||
| Lukas hat <q>Feuer</q> wohl aus Q übernommen (und behalten, weil er es für den nächsten Vers brauchte),
|
||||
| <q>Geist</q> dagegen als wichtigen Begriff aus Markus (bzw. der sontigen christlichen Tradition).
|
||||
p
|
||||
| Indem die christliche Taufe stets auch mit dem Geistempfang verbunden ist,
|
||||
| dürfte sie von Anfang an mit einer Doppelhandlung praktiziert worden sein:
|
||||
| Wassertaufe (Sündenvergebung) und Handauflegung (Geistempfang).
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
| Das ist durch den heutigen Kindertaufritus <q>zerstört</q>; dort gibt es zwar eine Handauflegung,
|
||||
| aber ohne Bezug zum Geist, und es gibt eine Salbung, aber ohne Handauflegung.
|
||||
br
|
||||
| Bei Erwachsenentaufen schließt sich gleich die Firmung an; bei Kindern wird die Taufe erst durch
|
||||
| die spätere Firmung <q>komplett</q>!
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||||
|
||||
.card.slide.mb-5
|
||||
.card-body
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||||
h5.card-title
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||||
| Johannes <q>verkündete die frohe Botschaft</q> [= Evangelium]
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||||
.card-text
|
||||
p
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||||
| Für Lukas steht Johannes der Täufer auf der Schwelle zur neuen, mit dem Messias Jesus eröffneten Ära.
|
||||
br
|
||||
| Auf diese Ära hat er – zumindest aus nachösterlicher, christlicher Perspektive – hingewiesen;
|
||||
| und damit kann man sagen, dass er <q>die frohe Botschaft</q> verkündete.
|
||||
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Die Bußpredigt des Johannes mit dem Zeichen der Taufe sowie seine – aus christlicher Perspektive auf Jesus hinweisenden -
|
||||
| Predigt vom kommenden <q>Stärkeren</q> sind für die Christen aus rückblickender Perspektive zur Schwelle
|
||||
| zur neuen Ära Jesu und der Kirche geworden.
|
||||
br
|
||||
| Analog wurde dann die (christliche) Taufe als Besiegelung der Annahme des christlichen Glaubens die Schwelle zum Christsein.
|
||||
.slide
|
||||
h2
|
||||
.small Die Gefangennahme des Johannes
|
||||
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").mb-5.ml-5
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
| Johannes tadelte auch den Tetrarchen Herodes [Antipas] wegen Herodias, der Frau seines Bruders,
|
||||
| und wgen aller Schandtaten, die er verübt hatte.
|
||||
br
|
||||
| Herodes fügte zu allem noch dies hinzu, dass er Johannes ins Gefängnis werfen ließ.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 3,19-20
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||||
|
||||
.slide
|
||||
|
||||
h2 Die Taufe Jesu (Lk 3,21-22)
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||||
blockquote.blockquote.mb-3.ml-5
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Es geschah aber, dass sich zusammen mit dem ganzen Volk auch Jesus taufen ließ.
|
||||
| Und während er betete, öffnete sich der Himmel und der Heilige Geist kam sichtbar
|
||||
| in Gestalt einer Taube auf ihn herab und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
|
||||
q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Lk 3,21-22
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Seltsam <q>zwischendrin</q>
|
||||
.card-text
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Während die Erzählung der Taufe Jesu im Evangelium nach Markus der Höhepunkt der auf 13 Verse komprimierten
|
||||
| <q>Vorgeschichte</q> ist, ist sie im Evangelium nach Lukas seltsam zwischenreingepresst:
|
||||
ul
|
||||
li
|
||||
| Die Erzählung über den Täufer ist bereits abgeschlossen, das Ende seines öffentlichen Wirkens
|
||||
| mit seiner Gefangennahme schon erzählt.
|
||||
li
|
||||
| Es schließt sich der Stammbaum an, erst danach die Erzählung von der Versuchung Jesu, die
|
||||
| bei Markus unmittelbar auf die Taufe folgt (und mit <q>sofort</q> ganz eng mit ihr verbunden ist),
|
||||
| sowie dann das erste Auftreten in Galiläa.
|
||||
p
|
||||
| Es ist zu vermuten, dass dies mit der erwähnten Polemik gegen die Johannes-Jünger zusammenhängt,
|
||||
| bzw. allgemein mit der Frage, warum sich Jesus überhaupt taufen ließ, wenn er doch der
|
||||
| sündlose Messias Gottes ist; eine Frage, die auch die Tauferzählung des Matthäus prägt.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Lukas kann die Erzählung von der Taufe nicht verschweigen; sie ist doch zu wichtig. Doch er setzt Akzente:
|
||||
ul.mb-0
|
||||
li
|
||||
| Die erzählte (offenbar für alle gültige) Sichtbarkeit der Taube korrespondiert dem Umstand,
|
||||
| dass der Täufer bei Lukas bereits mit seiner Gefangennahme <q>unsichtbar</q> geworden ist.
|
||||
br
|
||||
span.small Bei Markus sieht die ganzen besonderen Vorgänge und hört die Stimme ausschließlich Jesus allein.
|
||||
li
|
||||
| Nicht gleich nach der Wassertaufe, sondern während des Gebetes Jesu geschehen die besonderen Dinge.
|
||||
p
|
||||
| Man kann also sagen:
|
||||
i
|
||||
| Die Taufe ist auf ein Ereignis zwischen Gott und Jesus reduziert; Johannes spielt effektiv keine Rolle.
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
| Auch literarische Gründe könnten eine Rolle gespielt haben:
|
||||
br
|
||||
| Wie Lukas in Lk 1-2 das Leben des Johannes und das Leben Jesu schrittweise parallel erzählt hat,
|
||||
| so erzählt er auch bei Johannes zunächst bis zum <q>Ende</q> (was bei ihm die Gefangennahme ist; den Tod erzählt er nicht),
|
||||
| und dann erst von Jesu Wirken, an dessen Anfang die Taufe steht.
|
||||
br
|
||||
| Klar ist jedenfalls:
|
||||
| Für Lukas gehört die Taufe Jesu als Ereignis nicht in die Lebensbeschreibung Johannes des Täufers, sondern das Leben Jesu.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
| Salbung zum Messias
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.card-text
|
||||
p
|
||||
| Die Himmelsstimme ist ein Mischzitat aus Ps 2,7 und Jes 42,1.
|
||||
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5.mb-1
|
||||
p.mb-0
|
||||
b
|
||||
q
|
||||
| Den Beschluss des HERRN will ich kundtun. Er sprach zu mir:
|
||||
q <i>Mein Sohn bist du.</i> Ich selber habe dich heute gezeugt.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Ps 2,7
|
||||
p.ml-5
|
||||
| Dieser Psalm zielt ursprünglich auf den amtierenden König Israels/Judas ab;
|
||||
| Ps 2,7 erfuhr später aber eine Verschiebung in Richtung Erwartung eines endzeitlichen Messias.
|
||||
br
|
||||
span.small Auch 2 Sam 7,14 (Natansverheißung) gehört in diesen Kontext.
|
||||
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5.mb-1
|
||||
p.mb-0
|
||||
b
|
||||
q
|
||||
| Siehe, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter,
|
||||
i an ihm finde ich Gefallen.
|
||||
br
|
||||
| <i>Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt</i>, er bringt den Nationen das Recht.
|
||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Jes 42,1
|
||||
p.ml-5
|
||||
| Hier wird der Gottesknecht eingeführt, der mit Gottes Geist ausgestattet ist
|
||||
| und im Buch Deuterojesaja eine besondere Rolle als göttlicher Gesandter spielt.
|
||||
|
||||
p
|
||||
| Dass Jesus der Sohn Gottes ist, das ist seit der Verkündigung klar; hier wird er erstmals so angesprochen,
|
||||
| und zwar von Gott selbst.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Mit der Taufe wird er quasi in sein Amt als mit Gottes Geist ausgestattetem Messias eingesetzt,
|
||||
| das er dann in Lk 4,14-30 übernehmen wird.
|
||||
br
|
||||
| Der Rückgriff auf die Ps 2,7 und Jes 42,1 erkennt darin die Erfüllung messianischer Verheißung.
|
||||
|
||||
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|
||||
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|
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|
||||
q Weihnachten
|
||||
|
||||
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|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Augustus und das <q>Goldene Zeitalter</q>
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 <q>Friedensbringer</q>, <q>Retter</q>, <q>göttliches Kind</q>
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-1
|
||||
.card-body
|
||||
h6.card-title <q>Friedensbringer</q>
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
i 44. v. Chr. Ermordung Caesars
|
||||
br
|
||||
| Folge: römische Bürgerkriege: politische Instabilität, existentielle Bedrohung
|
||||
|
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Sehnsucht nach Frieden und Stabilität und <q>den guten alten Zeiten</q> (der Republik).
|
||||
p
|
||||
i Seit 31 bzw. 27. v Chr.: Prinzipat des Octavian Augustus
|
||||
br
|
||||
| Folge: <q>Zeitenwende</q> zum Besseren, sowohl in politischer, gesellschaftlicher als auch wirtschaftlicher Hinsicht:
|
||||
br
|
||||
| Frieden, Wohlstand, innere und äußere Sicherheit, Stabilität.
|
||||
p.mb-0
|
||||
i Rückgriff der Augustus-Propaganda auf die Vorstellung vom <q>Goldenen Zeitalter</q>
|
||||
br
|
||||
| Darunter versteht man eine heilvolle, praktisch paradiesische Zeit; diese längst <q>untergegangene</q> Zeit sei mit Augustus wiedergekehrt.
|
||||
br
|
||||
| Angesichts der realen positiven Umstände im Reich, die nun mit Augustus eingekehrt waren, dürfte diese Vorstellung viel Zuspruch gefunden haben.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-1
|
||||
.card-body
|
||||
h6.card-title <q>Retter</q>
|
||||
.card-text
|
||||
p.mb-0
|
||||
| In der positiven Wendung mit Augustus erkannte man das heilvolle Wirken der römischen Götter;
|
||||
| das rechtfertigte einerseits die (Welt-)Herrschaft des Augustus, andererseits band es den Segen der Götter an diese Herrschaft.
|
||||
br
|
||||
| So kam es, dass Augustus <q>Retter</q> genannt wurde; hinter ihm und seiner Herrschaft steht der heilvolle Wille der Götter!
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h6.card-title <q>göttliches Kind</q>
|
||||
.card-text
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Dass Augustus zu seiner besonderen Bedeutung <q>von Anfang an</q> ausersehen war, das versuchte man auch durch <q>Kindheitsgeschichten</q> herauszustellen:
|
||||
ul
|
||||
li Der Augustus-Biograph Sueton verbindet mit der Geburt des Augustus besondere Vorzeichen, Orakel und Träume.
|
||||
li
|
||||
| Vergil dichtet 40 v. Chr. seine Vierte Ekloge: Er spricht vom Beginn eines neuen Zeitalters und verbindet dies mit der Geburt eines Jungen.
|
||||
br
|
||||
| Das Kind ist <q>Juppiters Spross</q> und daher ein <q>göttliches Kindlein</q>: es besitzt göttliche Kraft und soll der Welt den Frieden bringen;
|
||||
| es brechen paradiesische Zeiten an – selbst die Natur ist überreicht gesegnet.
|
||||
br
|
||||
| Zumindest in späterer Zeit ist dieses Kind mit Augustus indentifiziert worden.
|
||||
p.mb-0 Auch anderweitig wurde die Wende zum Guten mit der Geburt des Augustus verknüpft:
|
||||
ul.mb-0
|
||||
li
|
||||
| Im Jahr 9 v. Chr. wurde in der Provinz Asia eine Kalenderreform durchgeführt. Dabei wurde der Jahresbeginn auf den Geburtstag des
|
||||
| Augustus (23. September) gelegt: der an Augustus geknüpfte Beginn der neuen Zeit wurde auf diese Weise jährlich mit dem Jahreswechsel erinnert.
|
||||
li
|
||||
| Der Zeiger einer riesigen Sonnenuhr in Rom wirft seinen Schatten genau am Geburtstag des Augustus, der auf den Tag
|
||||
| der Tag-/Nacht-Gleiche im Herbst fällt, durch die Mitte des <q>Altars der augusteischen Friedenskönigin</q> (9 v. Chr. errichtet):
|
||||
| In der Geburt des Augustus ist nach göttlicher Weltordnung der Beginn einer neuen Friedenszeit gegeben.
|
||||
.card-text.slide
|
||||
p
|
||||
| Zu diesem ganzen Gedankengut rund um das <q>Goldene Zeitalter</q>, das man mit der Herrschaft/Geburt des Augustus angebrochen sah,
|
||||
| entstand eine ausgefeilte <q>Propaganda-Maschinerie</q>, die alle Menschen im römischen Reich damit vertraut machen wollte:
|
||||
| Dichtung und Literatur, Inschriften, entsprechend inszenierte Groß-Feiern, Abbildungen auf Münzen mit entsprechender Symbolik (Füllhorn).
|
||||
|
||||
p.mb-3
|
||||
| In diesem Kontext nicht unerwähnt bleiben darf, dass man Nachrichten aus dem Kaiserhaus – Geburt, militärische Siege, Regierungsantritt etc. –
|
||||
| als <q>Evangelien</q> (Mehrzahl) bezeichnete. Lukas nennt die Geburt Jesu <q>Evangelium</q>.
|
||||
|
||||
.alert.alert-danger.slide.mb-0
|
||||
h4.alert-heading Augustus vs. Jesus
|
||||
hr
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Dem göttlichen Weltenherrscher und <q>Retter</q> Augustus mit seinem <q>Goldenen Zeitalter</q> stellt Lukas den
|
||||
| in der Davidsstadt geborenen Jesus als
|
||||
| messianischen <q>Retter</q> gegenüber, mit dem das Reich Gottes seinen Anfang nahm.
|
||||
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Quirinius, der Zensus und der Futtertrog (die <q>Krippe</q>)
|
||||
.card-text
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
| <b>Problem 1:</b> Lukas und auch Matthäus setzen voraus, dass Jesus zur Zeit von König Herodes (dem Großen) geboren wurde;
|
||||
| der starb 4 v. Chr. Quirinius trat sein Amt aber erst 6 n. Chr. an und führte da tatsächlich einen Zensus durch.
|
||||
| Hat sich Lukas getäuscht? Gibt es andere Erklärungen
|
||||
| für diese Unstimmigkeit?
|
||||
br
|
||||
| Oder hat Lukas bewusst konstruiert?
|
||||
p.small.mb-0
|
||||
| <b>Problem 2:</b> Wie der Futtertrog zu deuten ist, das ist nicht wirklich klar!
|
||||
ul.small
|
||||
li Ist es einfach ein Kuriosum? – wie Mose im Binsenkörbchen.
|
||||
li
|
||||
| Soll er Armut oder Armseligkeit symbolisieren? – aber es heißt nicht <q>..., weil sie sich keine Herberge leisten konnten.</q>,
|
||||
| sondern <q>..., weil in der Herberge kein Platz für sie war.</q>
|
||||
p
|
||||
| Gehören vielleicht Zensus und Futtertrog als Gegensätze zusammen?
|
||||
br
|
||||
| Der <i>Zensus</i> steht für den Anspruch der Weltmacht Rom, die von ihren Provinzen Tribut fordert.
|
||||
| Der Kaiser erhebt einen finanziell-materiellen Anspruch gegenüber seinen Untertanen; sie haben ihm etwas zu geben.
|
||||
| Der Kaiser lässt sein Volk zählen, damit er weiß, was er <q>hat</q> und was er an Steuern erwarten kann.
|
||||
br
|
||||
| Was man in einen <i>Futtertrog</i> legt, ist dagegen Gabe, Gabe zum Leben, Nahrung!
|
||||
.alert.alert-danger.slide
|
||||
h4.alert-heading Zensus vs. Futtertrog
|
||||
hr
|
||||
p
|
||||
| Der Kaiser fordert von seinen Untertan finanziell-materielle Abgaben.
|
||||
br
|
||||
| Das Kind in der Krippe ist (tatsächlich-reale) Gabe Gottes an sein Volk, Geschenk der unverdienten Gnade (= <q>seines Wohlgefallens</q>).
|
||||
p.mb-0
|
||||
| Diese Gegenüberstellung und konkret der Futtertrog zeigen an, dass Jesus <i>anders</i> <q>Herrscher</q> ist
|
||||
| als die Mächtigen es sonst so sind; er gibt statt zu nehmen, ja er ist selbst Gabe Gottes.
|
||||
.slide
|
||||
p.small.mb-0 Dazu noch ein paar kleine Anmerkungen:
|
||||
ul.mb-0.small
|
||||
li
|
||||
| Lukas <q>verteufelt</q> weder Steuern noch die Staatsmacht Rom; seine weiteren Ausführungen im Evangelium und in der Apostelgeschichte
|
||||
| zeigen Jesus und die Jünger als treue Staatsbürger (schon aus Eigeninteresse).
|
||||
| Auch folgen Josef und Maria kommentarlos dem Erlass. Wenn man bedenkt, dass
|
||||
| z. B. die jüdische Gruppe der Zeloten es strikt abgelehnt hat,
|
||||
| an den Kaiser in Rom steuern zu zahlen, ist dies ein sehr bemerkenswerter Erzählzug.
|
||||
br
|
||||
| Worum es hier also geht, ist der Gegensatz <q>Abgaben fordern</q> – <q>Gabe geben</q>.
|
||||
li
|
||||
| Eigenwillig ist auch, dass für Lukas der Zensus Anlass ist, vom Wohnort in den Geburtsort zu ziehen; normalerweise
|
||||
| trägt man sich bei einem solchen Zensus am <i>Wohnort</i> ein.
|
||||
li
|
||||
| Die <q>Gabe</q> Jesus darf nicht gleich auf die Eucharistie enggeführt werden. Jesus als Person mit seiner Heilsbedeutung steht im Mittelpunkt,
|
||||
| sein ganzes Wirken, Reden und Tun, Leiden, Sterben und Auferstehn.
|
||||
li
|
||||
| Während wir den Futtertrog uns meist aus Holz vorstellen, dürfte das bei den ersten Lesern des Lukas anders gewesen sein:
|
||||
| speziell in Palästina war Holz zu teuer; eher Stein und Lehm kommen hier infrage.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Der <q>Erstgeborene</q>
|
||||
.card-text
|
||||
p
|
||||
| Diese Wendung ist ein Vorausverweis auf die Episode der <q>Darstellung im Tempel</q> (Lk 2,22-40).
|
||||
br
|
||||
| Jede männliche Erstgeburt – ob Mensch oder Tier – gehört nach jüdischer Tradition Gott (Ex 13,2.12-13).
|
||||
| Erstgeborene Tiere wurden geopfert, erstgeborene Menschen ausgelöst.
|
||||
p.mb-0
|
||||
| In Lk 2,22-40 fällt auf, dass Jesus gar nicht ausgelöst wird; er gehört während seines ganzen irdischen Lebens Gott,
|
||||
| in dessen Sendung und Auftrag er wirkt und dann am Kreuz stirbt.
|
||||
|
||||
.card.slide.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Windeln und Leinentuch – Futtertrog und Felsengrab: Retter, Messias und Herr
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//- .card.slide.mb-1
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//- h5.card-title Die Weisheit der Windeln
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//- .card-text
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//- blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
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//- p.mb-0
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//- q
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//- | Auch ich bin ein sterblicher Mensch wie alle anderen, Nachkomme des ersten, aus Erde gebildeten Menschen. ...
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//- br
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//- | Geboren atmete auch ich die gemeinsame Luft, ich fiel auf die Erde, die Gleiches von allen erduldet,
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//- | und Weinen war mein erster Laut wie bei allen.
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//- br
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//- | <i>In Windeln und mit Sorgen wurde ich aufgezogen, kein König trat anders ins Dasein.</i>
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//- footer.blockquote-footer
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//- cite Weish 7,1-5
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//- p
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||||
//- | Das Buch der Weisheit schreibt sich selbst König Salomo zu, dessen Weisheit sprichwörtlich geworden ist.
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//- | Entstanden ist dieses Buch aber als jüngstes des Alten Testamentes vielleicht erst im ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende.
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//- p
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//- | Schon Johannes der Täufer wurde von Lukas als Weisheitslehrer gezeichnet – mit Jesus wird er es dann in Aufnahme von Traditionen aus Q genauso machen.
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//- p
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||||
//- | Über das Stichwort Windeln hat Lukas vielleicht eine bewusste Beziehung zwischen Jesus und König Salomo und dessen Weisheit herstellen wollen;
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//- | jedenfalls wird die Weisheit Jesu (bzw. sein <q>Verständnis</q>) in der Erzählung vom zwölfjährigen Jesus im Tempel (Lk 2,41-52)
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//- | eigens hervorgehoben.
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//- p.mb-0
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||||
//- | Gleichzeitig wird – wenn mit dem Stichwort <q>Windeln</q> Weish 7,1-5 vergegenwärtigt wird – die Kritik an der Überheblichkeit von so manchem
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//- | menschlichen <q>Königtum</q> deutlich:
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//- | Selbst ein König ist <q>nur</q> ein Mensch, wie Salomo in seiner Weisheit pointiert sagt und
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//- | damit beispielhaft für jeden König ist.
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//- br
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//- | Was ein Mensch darüber hinaus ist und bedeutet, das hängt an der Sendung und Berufung durch Gott;
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//- | und damit ist der Gott Israels gemeint und nicht einer der heidnischen Götter, auf die sich die Kaiser stützen.
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p
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| Wie Jesus nach seiner Geburt in Windeln gewickelt und in einen (aus Stein oder Lehm bestehende) Futtertrog gelegt wird,
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br
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| so wird Jesus nach seinem Tod am Kreuz in ein Leinentuch gehüllt und in ein Felsengrab gelegt (Lk 23,53).
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p
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| Nach der Geburt verkünden Engel den Hirten die Frohbotschaft; sie sprechen von <q>großer Freude</q> (Lk 2,10) und
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| vom <q>Frieden auf Erden</q> (Lk 2,14).
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br
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| Am Ostermorgen verkünden <q>zwei Männer in leuchtenden Gewändern</q> – also doch wohl Engel – die Auferstehungsbotschaft.
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| Später erscheint der Auferstandene selbst seinen Jüngern mit dem Gruß: <q>Friede sei mit euch!</q> (Lk 24,36)
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| und es ist von der Freude die Rede (Lk 24,41), ja von <q>großer Freude</q> (Lk 24,52).
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br
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span.small Die Apostelgeschichte wir dann erzählen, dass und wie diese Freude <q>dem ganzen Volk zuteilwerden soll</q> (Lk 2,10).
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p
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| Formal hat Lukas damit eine Inclusio geschaffen: eine Rahmung um das irdische Leben Jesu; doch noch wichtiger sind
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| die Inhalte, die beide Erzählungen verbindet, wobei die Grablegung nicht nur als solche von Belang ist, sondern der weitere Kontext
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| von Tod und Auferstehung Jesu, ist doch das Grab quasi der Berührungspunkt von Tod am Kreuz (ins Grab wird der Tote gebracht)
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| und Auferstehung (dort wird der Tote <q>vermisst</q>; dort wird die Auferstehungsbotschaft verkündet).
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h6.card-title Jesus – echter Mensch
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p.card-text
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| Die Windeln unterstreichen, dass Jesus ein echter, als Kleinkind in die Windeln machender Menschen ist.
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br
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| Die Leinentücher und die Grablegung unterstreichen seinen echten Tod am Kreuz.
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.card-body
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h6.card-title
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q Weil im Wohnraum kein Platz für sie war
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.card-text
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p.small
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| Was gerne mit <q>Herberge</q> übersetzt wird, meint eigentlich einen Wohnraum, vielleicht einen
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| extra Gästeraum. Herbergen gab es damals in Israel nicht, statt dessen die Verpflichtung zur Aufnahme von
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| Durchreisenden (<q>heilige Pflicht der Gastfreundschaft</q>).
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p
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| Ist der Bezug vom Futtertrog zum Grab klar, ist auch deutlich, dass der nicht vorhandene Platz in einem Wohnraum
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| übertragen zu deuten ist:
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br
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| Jesus hat mit seinem Wirken keinen Platz in seinem Volk gefunden; er wurde verurteilt und gekreuzigt.
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p.small.mb-0
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| Der Evangelist Johannes wird einen analogen Gedanken in seinem Prolog schreiben: <q>Er kam in sein Eigentum,
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| aber die seinen nahmen ihn nicht auf.</q> (Joh 1,11)
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h6.card-title Tod und Auferstehung lösen ein, was bei der Geburt verheißen wurde
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.card-text
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p
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| Im Evangelium selbst – zwischen dem In-Windeln-Wickeln und dem In-Leinentücher-Hüllen – erleben
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| Menschen durch Jesus schon anfanghaft Freude und Friede.
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p
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| In seinem Tod wird Jesus dann tatsächlich Gabe Gottes zum Heil der Welt (
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+symbol("arrow-right")
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| Futtertrog, <q>Retter</q>), seine Auferstehung bringt Friede und Freude in einem diese Welt übersteigenden Horizont,
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| der dem Horizont der Engel bei der Geburt entspricht.
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p.mb-0
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| Jesus ist damit anders Messias, als das erwartet wurde;
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br
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| und er ist anders <q>Retter</q> und <q>Herr</q> wie der Kaiser und sonstige Fürsten:
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br
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||||
| seine Rettung zielt nicht auf die Befreiung von <q>äußeren Feinden</q> (wie die Römer) ab,
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| sondern auf eine Erneuerung des zwischenmenschlichen Lebens: auf Solidarität und Barmherzigkeit
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| (wie der weitere Verlauf des Evangeliums noch verdeutlichen wird).
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h6.card-title Geheimnis des Glaubens
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.card-text
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p Ein Tod am Kreuz; ein Kind in Windeln in einem Futtertrog.
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p Da jeweils ein Heilsgeschehen zu sehen, dazu braucht es einen äußeren Hinweis.
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p
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| Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Herrlichkeit des Herrn nicht vom Futtertrog her mit dem Kind in Windeln
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||||
| darin aufleuchtet, sondern erst mit dem Auftreten des Engels erscheint.
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| Und erst von dessen Botschaft her fällt ein Licht auf die Bedeutung des Kindes in Windeln im Futtertrog.
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p
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| Weder kann man sagen <q>Glanz strahlt von der Krippe auf</q> (GL 227), noch leuchtet das Grab an sich;
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| vielmehr sind es die Engel bzw. die Begegnung mit dem Auferstandenen, die Licht in die Sache bringen.
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p.mb-0
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||||
| Erst das deutende Wort ermöglicht, hinter diesen unscheinbaren, eigenwilligen bis abstoßenden Ereignissen
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| ein Heilsereignis zu erkennen –
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| und angesichts des Inhaltes braucht es einiges an Glauben, dass man nicht an einen <q>schlechten Witz</q> denkt.
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.card.slide.mb-3
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h5.card-title Hirten, Betlehem, David und der Messias
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.card-text
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p.small
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| Teils werden die Hirten als besonders einfache Menschen betrachtet, ja sogar eher ärmliche –
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| und dann sieht man in der Erstverkündigung an die Hirten die Zuwendung Jesu zu den Menschen am Rande der Gesellschaft vorab dargestellt.
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br
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| Doch diese Sichtweise ist problematisch.
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.card.slide.mb-1
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.card-body
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h6.card-title Hirte – Bild für Gott, Idealbild jeder Herrschaft
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.card-text
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p
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| Der Hirte ist im Alten Testament ein Bild für Gott selbst bzw. seine Sorge für sein Volk (
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+symbol("arrow-right")
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||||
| Ps 23).
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br
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||||
| Auch der König bzw. die Führer des Volkes können als Hirten bezeichnet werden; teils auch mit kritischem
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| Unterton, wenn sie ihrer Hirtensorge nicht nachkommen.
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p.mb-0
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||||
| Nicht zu vergessen ist, dass der große König David Hirte war, bevor er zum König gesalbt wurde.
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||||
| Er stammte der Überlieferung nach aus Betlehem und wurde quasi vom Hirtenfeld weg zum König gesalbt.
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.card.slide.mb-1
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.card-body
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h6.card-title Erwartung eines (idealen, messianischen) Hirten (wie) David
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.card-text
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p.mb-0
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| Der Prophet Ezechiel erwartet Gottes Eingreifen als Hirte und einen an den <q>idealen</q> König David anknüpfenden Hirten
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||||
| als Werkzeug Gottes. Hintergrund ist, dass die <q>Hirten</q> des Gottesvolkes zur Zeit des Ezechiel ihrer Hirtensorge nicht
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||||
| bzw. nicht im Sinne Gottes nachkommen:
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blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
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p.mb-0 So spricht GOTT, der Herr:
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p.mb-0
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||||
q
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||||
| Siehe, ich selbst bin es, ich sorge für Recht zwischen fettem Schaf und magerem Schaf.
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||||
| Weil ihr all diese Schwachen mit Seite und Schulter zur Seite drängt und mit euren Hörnern wegstoßt,
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||||
| bis ihr sie nach draußen zerstreut habt, werde ich meinen Schafen zu Hilfe kommen.
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||||
| Sie sollen nicht länger zum Raub werden und ich werde für Recht sorgen zwischen Schaf und Schaf.
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br
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||||
| Ich werde über sie einen einzigen Hirten einsetzen, der sie weiden wird, meinen Knecht David.
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||||
| Er ist es, der sie weiden wird. Er ist es, der für sie Hirt sein wird.
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||||
| Ich selbst, der HERR, werde für sie Gott sein und mein Knecht David wird Fürst sein in ihrer Mitte.
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||||
| Ich, der HERR, ich habe gesprochen. Ich werde mit ihnen einen Friedensbund schließen ...
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footer.blockquote-footer
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||||
cite Ez 34,20-25
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||||
p
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||||
| Es schließt sich eine Beschreibung der messianischen Zeit an.
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p.mb-0
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||||
| Der Prophet Micha erwartet die Geburt eines Messias in Betlehem und nennt ihn dabei Hirten:
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blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5
|
||||
p.mb-0
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||||
q
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||||
| Aber du, <i>Betlehem</i>-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aber aus dir wird mit einer hervorgehen,
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||||
| der über Israel herrschen soll.
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br
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||||
| Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen. ...
|
||||
br
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||||
| Er wird auftreten und ihr <i>Hirt</i> sein in der Kraft des HERRN, in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes.
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||||
br
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||||
| Sie werden in Sicherheit wohnen; denn nun wird er groß sein bis an die Grenzen der Erde. Und er wird der Friede sein.
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||||
footer.blockquote-footer
|
||||
cite Mi 5,1.3-4a
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p.mb-0
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||||
| Auch wenn David hier nicht ausdrücklich genannt wird, steht die Figur des David, des Königs, der aus Betlehem stammt und dort Hirte war,
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||||
| im Hintergrund.
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.card.slide.mb-1
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.card-body
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h6.card-title
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q Zu Betlehem geboren ...
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.card-text
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p.mb-0
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| Vor dem beschriebenen Hintergrund,
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| der sich noch weiter bebildern ließe, wird verständlich, warum betont wird, dass Josef aus dem <q>Haus und Geschlecht Davids</q> (Lk 2,4) stammt.
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||||
br
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||||
| Und warum Jesus in Betlehem geboren sein <i>muss</i>, auch wenn er wahrscheinlich in Nazaret das Licht der Welt erblickte.
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.card.slide.mb-1
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.card-body
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h6.card-title Jesus, der <q>Gute Hirte</q> – Erfüllung der Verheißung
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.card-text
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p
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| Mit der Einspielung der positiv geschilderten Hirten – sie wachen in der Nacht zur Sicherheit ihrer Herde! –
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| wird schon etwas vom <q>Guten Hirten</q> deutlich, wie er dann in den Gleichnissen vom Verlorenen (Lk 15)
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||||
| vor Augen treten wird.
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p.mb-0
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||||
| So also wird Jesus <q>den Thron seines Vaters David</q> (Lk 1,32) besteigen: indem er der <q>Gute Hirte</q> sein wird.
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.card.slide
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.card-body
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h6.card-title Jesus, der <q>Gute Hirte</q> – Vorbild und Kontrastbild
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.card-text
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p.mb-0
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| Das Bild des fürsorglichen, behütenden und schützenden Hirten, das Jesus selbst verkörpert,
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| ist das Idealbild von <q>Herrschaft</q> im Alten wie im Neuen Testament,
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||||
| durchaus im Kontrast zu sonstigen Herrschervorstellungen, etwa der des Kaisers mit seiner militärischen Macht.
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||||
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.card.slide.mb-3
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.card-body
|
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h5.card-title
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||||
q <i>Heute</i> ist <i>euch</i> in der Stadt Davids der Retter geboren!
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.card-text
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||||
p
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| Dieses <q>Heute</q> setzt den Retter Jesus von den sonst verkündeten <q>Rettern</q> und ihren Geburtstagen ab;
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||||
| vor allem vom Kaiser (s. o.).
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br
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| Dabei werden die große Stadt Rom als Sitz des Kaisers und das beschaulich-unscheinbare Betlehem,
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||||
| aus dem doch der große König David hervorgegangen ist, einander gegenübergestellt,
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||||
| heidnische Religion mit ihren <q>Göttern</q> und <q>Rettern</q> einerseits und der Gott Israels mit
|
||||
| seinem Wirken andererseits.
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p.mb-0
|
||||
| Im <q>Euch</q> ist das Dasein dieses Retters für die Seinen angedeutet, das <q>für euch</q>, das Heilsbedeutung hat
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||||
| (<q>für euch hingegeben</q>, <q>für euch vergossen</q> [Lk 22,19-20]; [
|
||||
+symbol("arrow-right")
|
||||
| Futtertrog]).
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||||
|
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.card.slide.mb-3
|
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.card-body
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h5.card-title
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||||
q Maria bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.
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.card-text
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p
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| Maria erscheint hier als Vorbild für alle Glaubenden.
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p.mb-0
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| Wie sie sollen wir die Ereignisse von damals nicht nur als Vergangenheit in Erinnerung behalten,
|
||||
| sondern für die Gegenwart bewahren und in uns wirken lassen.
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.card.slide
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||||
.card-body
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||||
h5.card-title
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||||
q So wie es ihnen gesagt worden war.
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||||
.card-text
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||||
p In diesem Nebensatz steckt sehr viel: die Hirten erlebten die Treue Gottes zu seinen Verheißungen.
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||||
p
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||||
| Und doch ist das, was sie erlebt haben, nur eine <i>erste</i> Erfüllung; dass und wie Jesus <q>der Retter</q> ist,
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||||
| das muss erst noch erzählt werden.
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||||
p.mb-0 So lädt diese Notiz auch zum Weiterlesen ein.
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|
||||
+bottom_adv_weihn_jkr3-7("weihnachten")
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