Ergänzungen zu Taufe und Bezug zum Galaterbrief

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Peter Fischer 2020-01-25 10:47:35 +01:00
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| Jakobus und Johannes wollen neben Jesus thronen.
br
| Taufe und Eucharistie als Sakramente der Schicksalsgemeinschaft mit Jesus.
br
| Die Mächtigen missbrauchen ihre Macht.
br
| Statt dessen soll man dienen!
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| Die Jünger und <q>viele</q> <q>bereiten den Weg des Herrn</q>.
br
| Anzustreben sind nicht die Plätze (einmal) <q>links und rechts</q> neben Jesus,
| sondern (jetzt) <q>vor</q> und <q>hinter</q> Jesus: als Wegbereiter des Herrn, als Nachfolgende!
br
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| Auch durch diese Verknüpfung wird der Blick auf die (Auferstehungs-)Herrlichkeit umgebogen auf
| echte Nachfolge im Hier und Heute.
br
| Erinnerung an die Taufe des Johannes, des Wegbereiters Jesu.
| Taufe und Eucharistie als Sakramente im Dienste echter Jüngerschaft (im Sinne von Wegbereitung und Nachfolge;
| analog Bartimäus: <q>und er folgte Jesus auf seinem Weg</q>).
br
| Jesus zieht auf einem Esel in Jerusalem ein.
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| <q>Was wollt ihr, dass ich euch tue?</q>: Johannes und Jakobus wollen (einmal) neben Jesus thronen
br
| Teilhabe der Jünger am Schicksal Jesu Chifren <q>Taufe</q> und <q>Bechertrinken</q> (→&nbsp;Eucharistie)
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,35-40
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| Taufe und Eucharistie als Sakramente der <q>Familie Gottes</q>.
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| Wem die Plätze links und rechts neben Jesu in der Herrlichkeit gehören,
| das macht der Bezug zu 10,13-16 klar:
| Jesus sagt im Hinblick auf die Kinder: <q>Solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
| Amen, ich sage auch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie in Kind, der wird nicht hineinkommen.</q>
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| Blickt man von der Anspielung auf die Taufe her auf die gegenüberliegende
| Formulierung 10,6-8 <q>Am Anfang der Schöpfung hat Gott sie männlich und weiblich erschaffen.
| ... und sie werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.</q>,
| kann einem Gal 3,27-28 in den Sinn kommen:
| <q>Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Es gibt nicht mehr Juden
| und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid <q>einer</q> in Christus Jesus.</q>
| Angeregt durch die Gegenüberstellung von 10,2-12 und 10,35-40 ergänzt der Paulusbriefkundige von 10,6-8 her in 10,35-40
| fast automatisch den Tauftext aus dem Galaterbrief.
br
| In 10,(2-)10-12 fällt auf, dass Markus Jesus sowohl den Fall <q>Mann entlässt Frau</q> als auch den Fall
| <q>Frau entlässt Mann</q> ansprechen lässt. Das wird allgemein daher verstanden, dass ein solcher
| Vorgang im griechisch-römischen Kulturkontext durchaus möglich war und Markus beide Fälle bedacht wissen wollte. Es könnte aber auch sein,
| dass hinter diesem Gedanken auch der Bezug zu Gal 3,27-28 steht, zumindest könnte die Taufstelle
| im Galaterbrief (auch) Impuls dafür gewesen sein.
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,45
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| Begründet gerade auch 10,21!
hr
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| Oben sind wir auf den (wahrscheinlichen) Bezug zu Gal 3,27-28 gestoßen.
br
| In 10,18 war die Rede vom <i>einen</i> Gott und in 10,19 wurden die Gebote erwähnt, vielleicht
| auch als Anspielung auf das jüdische Gesetz insgesamt.
br
| Hier nun wird die
| (vermeintliche) Erfüllung der Gebote als nicht ausreichend für den Eintritt in das ewige Leben bezeichnet.
br
| In Gal 3,19-29 findet sich nun nicht nur die Feststellung <q>Gott aber ist der Eine</q> (3,20),
| sondern heißt es auch: <q>Wäre ein Gesetz gegeben worden, das die Kraft hat, lebendig zu machen,
| dann käme in der Tat die Gerechtigkeit aus dem Gesetz</q> (3,21); sprich: Das Gesetz ist angesichts des
| sündigen Menschen! defizitär. Ausweg nach Gal 3,19-29: Christus, Glaube, Taufe.
br
| Dieser Bezug nicht nur von 10,35-40 zu Gal 3,27-28 sondern von 10,2-31 zu Gal 3,19-29 insgesamt
| macht es sehr wahrscheinlich, dass Markus nicht nur eine Gal 3,27-28 entsprechende Tradition
| aufgenommen hat (die Paulus schon vor ihm verwendet hätte), sondern den Galaterbrief und hier
| speziell Gal 3,19-29 als Grundlage benutzt hat.
br
| Wenn man von Gal 5,6 noch den <q>Glauben, der durch die Liebe wirkt</q> ergänzt, haben wir auch die
| von Markus geforderte soziale Komponente im Hinblick auf die Armen.
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h6.card-title b2) Status der Jünger
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,28-31
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| <q>Lohn</q> für die Nachfolge:
| Leben in der <q>Familie Gottes</q>, schließlich ewiges Leben.
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h5.card-header c) Leidensankündigung
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h6.card-title b2') Status der Jünger
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| Absage an besondere Rollen (in der zukünftigen Welt
| sicher auch im Hinblick auf deren Auswirkungen in dieser Welt).
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| Taufe und Eucharistie als Sakramente der <q>Familie Gottes</q>.
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