Verbesserung Mk/Leben
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| Das „den Weg bahnen“ kann in diesem Sinne auch als „Weg vorzeichnen“ verstanden werden – geheimnisvoller Hinweis also darauf,
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| dass Johannes auch im Hinblick auf den gewaltsamen Tod durch die Mächtigen „Vorläufer Jesu“ ist.
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li Die zugrunde liegende Verb ist jedenfalls innerhalb des Neuen Testamentes „terminus technicus“ für den Tod Jesu am Kreuz (→ Mk 3,19; 1 Kor 11,23).
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| Er bringt zum Ausdruck, dass Jesu Weg nicht einfach ein (dummes, zufälliges) „Schicksal“ ist, sondern dem (Heils-)Plan Gottes entspricht.
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| Die zugrunde liegende Verb ist jedenfalls innerhalb des Neuen Testamentes „terminus technicus“ für die Passion Jesu bis zum Tod am Kreuz (→ 1 Kor 11,23).
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| Zunächst bezieht sich der Begriff auf den Verrat des Judas und die damit zusammenhängende Verhaftung Jesu (→ Mk 3,19; 14,17-21.41).
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| Da diese dann aber in seinen Tod am Kreuz mündet, schwingt bei „ausgeliefert“ die ganze Passion Jesu bis zum Tod am Kreuz insgesamt mit.
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| Wie Mk 14,17-21 verdeutlicht, entspricht die „Auslieferung“ Jesu durch Judas dem Heilsplan Gottes.
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| Dieser ist das ungenannte Subjekt hinter der Passivformulierung „ausgeliefert“/„überliefert“, die nicht selten ohne Täter steht.
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| Dem entspricht, dass die Passivformulierung „ausgeliefert“/„überliefert“ nicht selten ohne Subjekt steht;
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| dies ist als „passivum divinum“ zu deuten: Gott ist als Subjekt zu ergänzen.
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| So bringt der Ausdruck „ausgeliefert“ zum Ausdruck, dass Jesu Weg nicht einfach ein (dummes, zufälliges) „Schicksal“ ist,
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| sondern dem (Heils-)Plan Gottes entspricht.
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| Insofern es hier in gleicher Weise für Johannes den Täufer gebraucht wird, wird auch sein Wirken bis hin
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| zu seinem gewaltsamen Lebensende als Sendung durch Gott verstanden.
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| So legt die Konzentrik nahe, dass „Evangelium“ vor allem das christologisch-soteriologische
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| Doppelereignis von Jesu Tod und Auferstehung bezeichnet.
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span.small Und nur indirekt eine Erzählung des „Lebens Jesu“. Damit steht Markus dem paulinischen Verständnis von „Evangelium“ äußerst nahe.
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p.small.card-text Und nur indirekt eine Erzählung des „Lebens Jesu“. Damit steht Markus dem paulinischen Verständnis von „Evangelium“ äußerst nahe.
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| Von daher wird vom Blick auf das Schicksal des Vorläufers – „ausgeliefert“ – auch das Schicksal Jesu in der Erzählung Mk 1,14-15 präsent;
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| das „nachdem ... ausgeliefert“ ist dann auf die Auferstehung Jesu zu übertragen und den Neubeginn, den diese für ihn
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| und für die Verkündigung der Jünger bedeutet hat.
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| In der Erzählung vom Beginn des öffentlichen Wirkens am unteren Ende der konzentrischen Gliederung sind also
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| wie in der Tauferzählung in der Mitte der konzentrischen Gliederung Tod und Auferstehung Jesu präsent:
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| das „ausgeliefert“ bezieht sich analog dem Hineinsteigen in das Wasser auf den Tod Jesu,
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| das „nachdem ... ausgeliefert“ und die Verkündigungstätigkeit analog dem Heraussteigen aus dem Wasser auf die Auferstehung Jesu;
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| beides zusammen ist das „Evangelium Gottes“.
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