Umarbeitung Mk/Aufbruch
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e43e9da917
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4bacb4402c
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| 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus.
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| Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
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| Und er verbot den Dämonen zu reden, weil sie ihn kannten.
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p.card-text.konzentr-5.bibeltextkonzentr
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| 35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
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| Inhaltlich wird in der zweiten Hälfte der Episode von einem neuen Aufbruch erzählt,
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| der sich vom bisherigen Umfeld Kafarnaum löst und nun „ganz Galiläa“ in Blick nimmt.
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
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q Simon und seine Begleiter eilten ihm [= Jesus] nach ...
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hr
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li
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| Dem Ruf „Kommt her, mir nach!“ bei der Berufung (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) folgend,
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| eilen Petrus und seine Begleiter Jesus nach.
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li
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| Damit wird klar Jesus als der vorausgehende göttliche Bote, der den Nachfolgenden den Weg bahnt (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung), inszeniert.
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| Sein Gang in die „Einsamkeit“, sein Aufbruch zu Verkündigung und Dämonenaustreibung mit Weitung des Wirkkreises will und wird auch ihren weiteren Weg bestimmen (s. u.).
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q Bereitet den Weg des Herrn
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h6.card-subtitle.text-muted Jesu neuer Aufbruch im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen – „dazu bin ich gekommen“
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| Die Erzählung endet damit, dass Jesus neu aufbricht und dabei seinen Wirkkreis erweitert;
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| nicht mehr nur Kafarnaum ist nun sein Wirkort, sondern „ganz Galiläa“.
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li
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| Dabei führt Jesus fort, was er begonnen hat: Verkündigung und Dämonenaustreibungen.
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| Mit diesem Wirken steht er klar im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen;
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| indem Jesus durch Galiläa zieht, kommt Gott zu den Menschen und befreit sie von der Herrschaft Satans.
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li
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| Damit erfüllt Jesus seine Sendung („dazu bin ich gekommen“), wie auch
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| in der Jüngerberufung die Sendung Jesu und die Sendung der Jünger Thema war
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| und beim ersten Auftreten Jesu auch auf die Sendung Johannes des Täufers geblickt wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
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li Dem sich entwickelnden Geschehen zufolge spielt Mk 1,21-34 am Sabbat; es wird kein Tageswechsel erzählt.
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li Damit ist Mk 1,35-39 auf den ersten Tag der Woche, den Sonntag, zu datieren.
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li
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| Dies lässt die Notiz, dass Jesus frühmorgens, noch in der Nacht, „aufsteht“ und effektiv verschwindet, den „sehenden Leser“ an den Ostersonntag denken (Mk 16,1-8),
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| Daher lässt die Notiz, dass Jesus frühmorgens, als es noch dunkel war, „aufsteht“ und effektiv verschwindet, den „sehenden Leser“ an den Ostersonntag denken (Mk 16,1-8),
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| an dem Jesus in aller Frühe, als gerade die Sonne aufgeht – also ein Stück später als sein Sichzurückziehen hier – und die Frauen
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| das Grab aufsuchen, auch „verschwunden“ ist, weil er „auferstanden“ ist.
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li
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| Damit wird Ostern in der Erzählung präsent.
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| Damit wird einleitend Ostern in der Erzählung präsent.
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li.small
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| Dies bestätigt, dass der Abend der in der Erzählfolge vorausgehenden Erzählung mit dem Tod Jesu zu verbinden ist und dieser
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| dort der Hauptfokus ist:
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br
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| weil der Tod Jesu dem Heilsplan Gottes entspricht (→ „Evangelium Gottes“, „Königsherrschaft Gottes nahegekommen“; Viertes Lied vom Gottesknecht des Jesaja),
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| reißt er die Dämonen mit ins Verderben und eröffnet für ihn selbst und für die Menschen
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| eine Zukunft von Gott her: er bringt ihm die Auferstehung und
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| den „Kranken“ als Anteilhabe daran die „Heilung“;
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br
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| der Morgen der aktuellen Erzählung vergegenwärtigt (zumindest zunächst) die Auferstehung und lässt die ganze Erzählung unter dem Fokus
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| der Auferstehung erscheinen (dazu passt dann auch der Neuaufbruch am Ende der Erzählung; s. u.).
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h5.card-title
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q ... und ging an einen einsamen Ort
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h6.card-subtitle.text-muted Wüste!
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q ... und ging an einen einsamen Ort, um zu beten
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h6.card-subtitle.text-muted „Wüste der Gottferne“ → Tod am Kreuz
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hr
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ul.card-text
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li
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| Im Griechischen schwingt bei „einsamer Ort“ die „Wüste“ mit;
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| die deutsche Übersetzung verdeckt dies.
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| Der Erzählzug, dass Jesus an einen einsame Ort geht und dort betet, erinnert den „sehenden Leser“ an den Tod Jesu am Kreuz am Kreuz:
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br
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| er stirbt dort von allen verlassen, auch von Gott.
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li
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| Versteht man die „Einsamkeit“ als „Wüste“ – wie in der Versuchungserzählung – im übertragenen Sinne,
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| ergibt sich eine doppelte Widersprüchlichkeit der Szene – analog zur Versuchungserzählung –:
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| Die Einsamkeit der Gottferne am Kreuz bringt Jesus betend
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| mit Rückgriff auf
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span.bibelstelle Ps 22,2
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| zum Ausdruck:
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br
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| „Wüste“ als Ort nicht nur der menschlichen Einsamkeit, sondern auch der Gottferne,
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br
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| doch gleichzeitig Gebet als Verbindung zu Gott und zugleich Aufgesuchtwerden von Petrus und seinen Begleitern, indirekt von „allen“.
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q.bibeltext
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| Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
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li
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| Angesichts der Präsenz von Ostern in der Erzählung ist Jesu Weg in die Einsamkeit bzw. in die „Wüste“ unerwartet;
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| man würde ihn eher in einer der Auferstehung entsprechenden Umgebung erwarten.
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| Diese Parallelen verdeutlichen:
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br
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| Doch kommt gerade in dieser Umbiegung der Erwartung zum Vorschein, worauf Markus Wert legt,
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| wie die weitere Betrachung noch zeigen wird.
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i Der Gang Jesu in die Einsamkeit und sein Gebet dort vergegenwärtigen den Tod Jesu am Kreuz!
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li
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| Die Erzählung führt den Leser also von der einleitend angespielten Auferstehung „zurück“ zum Tod am Kreuz.
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p.small.card-text
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| Dass hinter dieser „Verdrehung“ ein wichtiger Gedanke steht, wird die weitere Betrachtung zeigen.
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li.small
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| Am Rande sei vermerkt:
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ul.card-text
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li
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| Im Griechischen schwingt bei „einsamer Ort“ die „Wüste“ mit;
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| die deutsche Übersetzung verdeckt dies.
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li
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| Die „Einsamkeit“ vergegenwärtigt daher die „Wüste“, die analog zur Versuchungserzählung als „Wüste der Gottferne“ verstanden werden kann,
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| wohin seine Sendung (durch den Geist) Jesus treibt.
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h5.card-title
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| Ostern/Präexistenz → Tod am Kreuz → Auferstehung
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h6.card-subtitle.text-muted Die Abfolge der Erzählung und die Sendung Jesu
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hr
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ul.card-text
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li
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| Die Berufung der erste Jünger – Petrus und seiner Begleiter – bildet einen Teil der Mitte der aktuellen konzentrischen Gliederung.
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li
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| Als diese Erzählung das untere Ende der konzentrischen Gliederung bildete, standen die Taufe Jesu und seine
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| unmittelbar folgende Wüstensendung durch den Geist in der Mitte jener konzentrischen Gliederung.
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li
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| Die Abfolge „Heraussteigen aus dem Wasser mit Begleiterscheinungen als Anspielung auf Auferstehung und Erhöhung“ → „Wüstensendung
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| als Erniedirgung (bis zum Tod am Kreuz)“ wurde als Anspielung auf Entäußerung und Erniedrigung des einst Gottgleichen,
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| wie sie der Philipperhymnus besingt, verstanden (und mit der Entäußerung
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| und Erniedrigung der Söhne des Zebedäus im Sinne der Nachfolge verbunden).
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br
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span.small
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| Sicher „hinkt“ hier manches; doch ist dies dem Umstand geschuldet, dass Markus einerseits Jesu Auferstehung
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| durch klare Anspielungen gegenwärtig macht, andererseits Jesus aber noch auf dem Weg zu Tod und Auferstehung ist.
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br
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| Mithin ist also das „Weiter“ auf zwei Ebenen zu verorten:
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ul.card-text.small
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li Jesu Wirken als Auferstandener – vom Himmel her in Unterstützung seiner Jünger.
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li Jesu Weg ans Kreuz.
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| Dabei wurde die in der Tauferzählung bebilderte Auferstehung und Erhöhung Jesu mit der Präexistenz des einst Gottgleichen
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| als eigentlichem „Startort“ der Sendung Jesu in eins gesetzt.
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li
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| In der aktuellen Erzählung begegnet die gleiche Abfolge „Auferstehung“ → „Tod am Kreuz“;
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| auch hier kann die „Auferstehung“ transparent auf die „Präexistenz“ des einst Gottgleichen werden.
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li
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| Die Erzählung endet – nach dem Dialog am „Ort des Kreuzes“ zwischen Petrus und Jesus – mit einem Neuaufbruch Jesu,
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| der die Auferstehung (erneut) andeutet.
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li
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| Damit ergibt sich die in der Überschrift genannte Abfolge, die der Sendung Jesu nach dem Philipperhymnus entspricht:
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br
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| Dies ist das „Evangelium Gottes“, das „Jesus“ verkündet, mit dem das Nahekommen des Gottesreihes einhergeht
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| und das zu Umkehr und Glaube aufruft (→ Teil Mitte der konzentrischen Gliederung).
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p.small.card-text.mb-0
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| Der Bezug zum Philipperhymnus wird noch dadurch verstärkt, dass sowohl dieser als auch das Ende der vorliegenden Erzählung
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| in eine universalistische Perspektive mündet (s. u.).
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li
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| Ferner zeigt sich, dass die vorliegende Erzählung den Aufbau der genau
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| vorausgehenden Erzählung umdreht:
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table.table.table-sm
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thead
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tr
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th.card-text
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| Am Abend ...
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th.card-text
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| Am Morgen ...
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tbody
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tr
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td.card-text
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| Tod
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p.card-text.small (Abend, Sonne untergegangen)
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td.card-text
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| Auferstehung bzw. Präexistenz
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p.card-text.small (Morgen, Aufstehen)
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tr
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td.card-text
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||||
| Auferstehung
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p.card-text.small (Heilung der Menschen, Dämonenaustreibungen)
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td.card-text
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| Tod
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p.card-text.small (Einsamkeit, Gebet)
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tr
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td.card-text
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| Tod
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p.card-text.small (Schweigegebot)
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td.card-text
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| Auferstehung
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p.card-text.small (Neuaufbruch)
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li.small
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| Es bestätigt sich, dass die Schweigegebote an die Dämonen mit dem Tod Jesu zu verbinden sind.
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.card-body
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h5.card-title
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| „Simon und seine Begleiter eilten ihm nach“? – Sie verfolgten ihn!
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h6.card-subtitle.text-muted Petrus (sowie seine Begleiter und „alle“): „Jesusfischer“
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hr
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ul.card-text
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li
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| Dass Jesus von Petrus und seinen Begleitern in der Einsamkeit aufgesucht wird,
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| übersetzt die Einheitsübersetzung mit „sie eilten ihm nach“.
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ul.card-text
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li Beim „Nacheilen“ schwingt eine positive Bewertung des Handelns von Petrus und seinen Begleitern mit.
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li
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| Ein Anklang an „Nachfolge“ ist herauszuhören – passend auch zu dem Umstand, dass in der aktuellen konzentrischen Gliederung
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| die Berufung der ersten Jünger – also „Petrus und seiner Begleiter“ – Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung ist.
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li
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| Wieder könnte Entäußerung und Erniedrigung der Söhne des Zebedäus bei ihrer Berufung mit dem von Jesus erzählten
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| Handeln – Entäußerung und Erniedrigung als Gang „nach“ der Auferstehung bzw. aus der Präexistenz in die „Wüste“ –
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| im Sinne gelingender Nachfolge verbunden werden.
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li
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| Was aber die Einheitsübersetzung mit „eilten ihm nach“ übersetzt, heißt eigentlich „verfolgten ihn“,
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| und das entsprechende griechische Wort ist negativ besetzt.
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br
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| Damit einher geht eine Vertauschung dessen, was bei der Jüngerberufung erzählt wird:
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ul.card-text
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li
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| Petrus und Andreas wurden zu Menschenfischern berufen,
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br
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| hier sind es Petrus, seine Begleiter und schließlich alle, die Jesus suchen, die Jesus verfolgen,
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| die ihn, der am Morgen weggegangen war, – so ist es zu verstehen – zurückholen wollen, gleichsam wieder einfangen wollen:
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br
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| Petrus, seine Begleiter und „alle“ betätigen sich als „Jesusfischer“ (im negativen Sinn).
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li
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| Jakobus und Johannes haben ihren Vater und die Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb verlassen,
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br
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| hier wird ein Festhalten, ein Zurückhabenwollen assoziiert.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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| Vertauschung als Grundmoment der aktuellen Erzählung
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h6.card-subtitle.text-muted Verkehrte Welt
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hr
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ul.card-text
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li
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| Es war aufgefallen, dass die vorliegende Erzählung gegenüber der vorausgehenden Erzählung einen genau entgegengesetzen Ablauf hat.
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li
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| Auferstehung und Tod Jesu am Kreuz werden in der vertauschten Reihenfolge erzählt.
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li
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| Die Jünger sind nicht als Menschenfischer, sondern als Jesusfischer aktiv.
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li
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| Statt Verlassen und Loslassen sind Festhalten und Zurückhabenwollen in der Erzählung assoziiert.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q.bibeltext
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| Ihr lieft gut. Wer hat euch gehindert, weiter der Wahrheit zu folgen?
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span.bibelstelle Gal 5,7
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h6.card-subtitle.text-muted Sinneswandel – im negativen Sinn
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hr
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ul.card-text
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li
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| Bei ihrer Berufung, die zusammen mit dem Ruf zu Umkehr und Glaube an das Evangelium die Mitte der konzentrischen Gliederung bildet,
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| haben sich die Jünger von Jesus in Dienst nehmen lassen und haben deswegen alles verlassen;
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br
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||||
| so haben sie richtig auf den Ruf zu Glauben und Umkehr reagiert.
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li
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| Am unteren Ende der konzentrischen Gliederung wird nun ein Sinneswandel der Berufenen im negativen Sinn erzählt (s. o.).
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br
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| So müssen sie sich erneut den Ruf zu Umkehr und zum Glauben an das Evangelium anhören.
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li
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| Dies lässt an Gal 5,7 denken: dort kritisiert Paulus die Galater, dass sie sich von dem von ihm vermittelten christlichen Weg
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| haben abbringen lassen. Er versucht durch eindringliche, beschwörende Worte, sie wieder auf den rechten Weg zurückzubringen.
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li
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| Der Bezug zu einigen zentralen Stellen des Galaterbriefes ist ein Schlüssel zum Verständis der vorliegenden Erzählung,
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| wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen werden.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q ... um zu beten
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h6.card-subtitle.text-muted Jesus im Gebet finden!
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q.bibeltext
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| Warum werde ich verfolgt?
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span.bibelstelle Gal 5,11
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h6.card-subtitle.text-muted Vom Ärgernis des Kreuzes
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hr
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ul.card-text
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li
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| Jesus hat sich zum Gebet zurückgezogen.
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li
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| Als die ihm nachgelaufenen Jünger ihn finden, erzählt er ihnen etwas über seine Sendung.
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li
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| Die Jünger lernen, dass das Gebet für Jesus und seine Sendung bzw. seinen Weg eine wichtige
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| Rolle spielt.
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li
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| So ist die Erzählung auch an alle Jesus Nachfolgenden eine Einladung zum Gebet:
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| Wie Jesus in der aktuellen Erzählung verfolgt wird, so beklagt sich Paulus über Verfolgung:
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br
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| um Orientierung zu finden, um sich der eigenen Sendung immer neu bewusst zu werden,
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br
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||||
| um sich in „Wüstenzeiten“ zurechtzufinden und sie zu durchstehen.
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q.bibeltext
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| Ich aber, Brüder und Schwestern, wenn ich noch Beschneidung verkündete – warum werde ich dann verfolgt?
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br
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| Damit wäre ja das Ärgernis des Kreuzes beseitigt.
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span.bibelstelle Gal 5,11
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li
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| Im Hinblick auf Ostern, seit dem Jesus nicht mehr leibhaftig unter den Menschen wandelt,
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| ist die Erzählung auch eine Einladung, die Gemeinschaft mit dem Auferstandenen im Gebet zu suchen:
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| eine Zusage, dass Jesus im Gebet gefunden werden kann.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q alle suchen dich
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h6.card-subtitle.text-muted Petrus, der Menschenfischer, mit „allen“ im Fischernetz
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hr
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ul.card-text
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li
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| Petrus war als Menschenfischer berufen worden (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
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li
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| Hier nun eilen nicht nur die Begleiter mit Petrus Jesus hinterher,
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br
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| vielmehr sind es „alle“, die Jesus suchen, also zu ihm wollen.
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li
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| Sicher soll dieses Bild im Kopf entstehen:
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br
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| Petrus, der Menschenfischer, hat „alle“ in seinem „Fischernetz“ im Schlepptau,
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| als er Jesus sucht und schließlich findet.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q alle suchen dich – lasst uns anderswohin gehen: dazu bin ich gekommen
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h6.card-subtitle.text-muted Warum Jesus die Flucht ergreift
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hr
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ul.card-text
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||||
li Die Notiz, dass Jesus von allen gesucht wird, muss als ambivalent eingestuft werden:
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ul.card-text
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li Sie ist einerseits positiv zu verstehen, insofern Petrus in seinem „Menschenfischernetz“ „alle“ dabei hat.
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||||
li
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||||
| Andererseits wirft der Umstand, dass in der vorhergehenden Erzählung bereits alle Kranken geheilt worden waren,
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||||
| die Frage auf, was nun „alle“ von Jesus wollen, warum sie ihn suchen.
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li
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||||
| Festzuhalten ist jedenfalls, dass bevor diese „alle“ überhaupt nachkommen können, Jesus aufbricht zu einer erweiterten Wirksamkeit,
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||||
| die er mit seiner Sendung begründet.
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||||
li
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||||
| Vom Gesamt des Evangeliums her legt es sich nahe, dass Markus Jesus sich hier einer Verehrung durch die Menschen
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||||
| aufgrund der Heilungen und Dämonenaustreibungen entziehen lässt (– das wäre in gewisser Weise eine Analogie zu den Schweigegeboten –)
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||||
| und mittels dem „dazu bin ich gekommen“ auf die aktive Umsetzung seiner Sendung verweist: Wirken zum Heil der Menschen.
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li
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| Ein Signal für die Zeit nach Ostern:
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br
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| das Ziel des Wirkens Jesu ist nicht seine eigene Verehrung (als Auferstandener in der Herrlichkeit des Himmels),
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||||
| sondern die Umkehr und die Nachfolge der Jünger im Dienst des Evangeliums zum Heil der Menschen (→ Mitte der konzentrischen Gliederung);
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||||
br
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||||
| es geht Jesus um die Menschen, nicht um seine eigene Verehrung!
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li
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| So biegt gerade das ambivalente Stichwort „Einsamkeit“/„Wüste“ eine Anbetungs- und Verherrlichungschristologie um
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| zu einer Sendungschristologie:
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||||
| Um die Aussage des Paulus – und damit auch Mk 1,35-39 – zu verstehen, ist ein Blick in die früheste Kirchengeschichte nötig:
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ul.card-text
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li
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||||
| Der Vorstoß in die „Wüste“, um darin eine „Insel des Lebens“ zu erschaffen, war der Weg Jesu während seines irdischen Wirkens.
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br
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||||
| Der Blick auf den Auferstandenen, der in der Herrlichkeit des Himmels thront,
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| wird von der Erzählung umgebogen auf die „Wüste“ als Wirkort Jesu vor Tod und Auferstehung;
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br
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||||
| diese Umlenkung führt damit von der höchsten Höhe des Himmels herab auf die Erde.
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||||
| Paulus hatte besonders deutlich eine Mission untern den Völkern betrieben, ohne die gläubig gewordenen Heiden auf das jüdische Gesetz
|
||||
| mit seinen Speise- und Reinheitsvorschriften zu verpflichten.
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li
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| Aus der Berufung der Söhne des Zebedäus (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) wird der Philipperhymnus präsent:
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||||
| Hintergrund ist die (vor allem von Paulus wahrgenommene)
|
||||
| Spannung zwischen Jesus und dem jüdischen Gesetz, bzw. zwischen der Kreuzigung Jesu
|
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| und den Vorschriften des jüdischen Gesetzes, die in
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||||
span.bibelstelle Dtn 21,23
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||||
| begründet ist:
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br
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q.bibeltext Verflucht ist, wer am Holze hängt.
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br
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||||
| Diese Aussage hat zunächst jene im Blick, die <i>nach</i> ihrer Hinrichtung zur zusätzlichen postmortalen
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| Bestrafung und Schmähung an einem Holzpfahl aufgehängt wurden,
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br
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| dieser Vers wurde aber zur Zeit Jesu nachweislich auch auf die Kreuzigung bezogen.
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li
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| Nimmt man diese Aussage im Hinblick auf Jesu Tod am Kreuz ernst, erklärt sich,
|
||||
| warum Paulus vom „Ärgernis des Kreuzes“ sprechen kann:
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br
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| der Glaube an das Evangelium vom <i>Kreuzes</i>tod Jesu und seiner Auferstehung sprengt,
|
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| was im jüdischen Kontext eigentlich vorstellbar ist.
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br
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||||
| Jüdisches Gesetz als Grundlage des Lebens mit Gott und der Glaube an Jesu Kreuzestod und seine Auferstehung
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| zu Gott schließen sich – genau genommen – aus.
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br
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||||
| Daher sieht sich Paulus nicht mehr im Stande, „Beschneidung“ zu verkünden;
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| gemeint ist – wie er in Gal 5,3-4 ausführt –, die Verpflichtung auf das jüdische Gesetz,
|
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| und zwar als „Weg zum Heil“.
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br
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||||
| Paulus konstatiert eine scharfe Trennung zwischen (dem Glauben an) Jesus und dem jüdischen Gesetz als „Weg zum Heil“:
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br
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q.bibeltext
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| 6 Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
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| Ihr, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, seid von Christus getrennt;
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br
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| 7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
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| ihr seid aus der Gnade herausgefallen.
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br
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| Sein Leben war das eines Menschen;
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br
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| 8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
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br
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||||
| 9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
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br
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| 10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
|
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br
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| 11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
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span.bibelstelle Phil 2,6-11
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| Denn wir erwarten im Geist aus dem Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit.
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span.bibelstelle Gal 5,4-5
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br
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||||
| Besonders in der Zeit nach Ostern ist <i>diese</i> Erinnerung an den Gottessohn wichtig,
|
||||
| Dies bedeutet nicht nur, dass jemand nicht auf das jüdische Gesetz verpflichtet werden muss – Jude werden muss –,
|
||||
| um Christ werden zu können. Eine Verpflichtung von Nichtjuden auf das jüdische Gesetz widerspricht vielmehr sogar dem
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||||
| Evangelium; daher lehnt Paulus dies entschieden ab.
|
||||
br
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||||
| der gerade nicht in der himmlischen Herrlichkeit geblieben ist, sondern sich erniedrigte und den Weg des Dienens bis an Kreuz gegangen ist:
|
||||
| Analog hat dies auch Folgen für zum Glauben an Jesus gekommene Juden,
|
||||
| die nicht mehr an die jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften gebunden sind.
|
||||
br
|
||||
| der Blick auf den Auferstanden in seiner Herrlichkeit muss immer wieder auf seinen Weg dorthin führen – um Sendung und Weg des nun Auferstandenen nicht zu vergessen
|
||||
| und sich auch der eigenen Sendung immer neu bewusst zu werden.
|
||||
| Das paulinische Christentum bildet daher eine (spannungsreiche) Gemeinschaft von zum Glauben an Jesus
|
||||
| gekommenen Juden und zum Glauben an Jesus gekommenen ehemaligen Heiden, die der Glaube an Gottes
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| Heilshandeln in Jesus Christus – der Glaube an das Evangelium – eint, und nicht die Verpflichtung auf das jüdische Gesetz
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| (das die Juden als Religionsgemeinschaft eint).
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li
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||||
| In der Erzählung folgen Petrus und seine Begleiter in die „Wüste“ nach;
|
||||
| dies ist der Ort, an den auch die Jünger (besonderes nach Ostern) gesandt sind:
|
||||
| Die scharfe Trennung zwischen Jesus und jüdischem Gesetz teilen jene, die Paulus verfolgen, nicht;
|
||||
| sie harmonisieren beides und beseitigen dadurch – wie Paulus kritisiert – das „Ärgernis des Kreuzes“.
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||||
br
|
||||
| Als „Menschenfischer“ in der Nachfolge Jesu sollen sie Menschen auf die „Insel des Lebens mitten in der Wüste der Gottferne“ hinüberretten
|
||||
| (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
|
||||
li
|
||||
| Dass Jesus – wie es diese Erzählung bebildert – nach seiner Auferstehung den Jüngern gerade in die „Wüste“ vorausgeht,
|
||||
| um sie hinter sich herzuziehen, ist Auftrag und Verheißung zugleich:
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Jesu Sendung in die „Wüste“ muss in den Jüngern weitergehen.
|
||||
br
|
||||
| Dazu gehört in der Nachfolge Jesu – wie bei den vier Erstberufenen – Verzicht und Dienst (→ Phil 2,6-11),
|
||||
| ein „geistiges“ (Auferstehungsherrlichkeit → Sendung auf die Erde) wie materielles „Herabsteigen“.
|
||||
li
|
||||
| Jesus trägt das „Menschenfischersein“ der Jünger – sie sind nicht auf sich allein gestellt, sondern bekommen „himmlischen Beistand“.
|
||||
br
|
||||
| So geht auch für Jesus als Auferstandenen – als der er „tot ist für die Sünde“ und „für Gott lebt“ (→ Röm 6) – die
|
||||
| Auseinandersetzung mit Satan – auch wenn dieser letztlich schon besiegt ist – weiter,
|
||||
| bleibt die „Wüste“ weiterhin sein Wirkort.
|
||||
li
|
||||
| Zusammenfassend lässt sich sagen:
|
||||
| Für sie gilt: das jüdische Gesetz hat weiter seine Geltung als „Weg zum Heil“;
|
||||
| wer gerettet werden will, muss sich an das jüdische Gesetz inklusive der Speise- und Reinheitsvorschriften halten;
|
||||
br
|
||||
| Den Blick zum Auferstandenen lenkt Markus in die „Wüste“ als Ort der Sendung Jesu und der Sendung der Jünger um –
|
||||
| dorthin müssen die Jünger Jesus immer neu nachfolgen, und nicht zuletzt im Gebet werden sie seinen Beistand erfahren.
|
||||
| er muss effektiv „<i>Jude</i> jesuanischer Prägung“ werden.
|
||||
li
|
||||
| Jene heidenchristlichen Gemeinden, die Paulus gegründet hatte, wurden
|
||||
| – davon legt der Galaterbrief und legen auch andere Briefe des Paulus Zeugnis ab –
|
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| zumindest zum Teil von solchen Jesus-Gesetz-Harmonisierern
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||||
| – wir sprechen von „judaisierenden Christen“ – aufgesucht und es wurde versucht, die Jesus-Gesetz-Harmonisierung
|
||||
| auch dort zu implementieren.
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||||
li
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||||
| Offenbar wurde damit argumentiert, dass auch Paulus ein Verkünder des jüdischen Gesetzes (gewesen) sei.
|
||||
br
|
||||
| Da mag eine der christlichen Zeit vorausgehende jüdische Missionstätigkeit des Paulus eine Rolle spielen,
|
||||
| die man jetzt gegen die tatsächliche aktuelle Botschaft des Paulus ausspielt.
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br
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||||
| Daher distanziert sich Paulus um so deutlicher davon.
|
||||
li
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||||
| Paulus spricht auch vom „anderen Evangelium“, das es aber nicht gibt:
|
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br
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||||
q.bibeltext
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| Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat,
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||||
| und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet.
|
||||
br
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||||
| Es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium
|
||||
| Christi verfälschen wollen.
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||||
span.bibelstelle Gal 1,6-7
|
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li
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||||
| Die „Wüste“ ist auch ein Kontrast zu all den „schönen Orten“ von Verehrung.
|
||||
| Hinter dem verfolgten „Jesus“ scheint also der verfolgte Paulus hervor.
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li
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||||
| Es wird auch klar, warum die Erzählung mit Einsamkeit und Gebet Jesu den Tod Jesu am Kreuz, wie in Markus erzählt,
|
||||
| besonders deutlich präsent macht.
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||||
li
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||||
| Indem Petrus und seine Begleiter Jesus bis in die Einsamkeit mit Gebet – also bis zum Tod am Kreuz –
|
||||
| verfolgen und von dort zurückholen wollen, wird angedeutet, dass sie das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen wollen.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
|
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h5.card-title
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||||
q Nachdem Johannes ausgeliefert worden war
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h6.card-subtitle.text-muted Johannes und das Kreuz Jesu: beides ein „Ärgernis“
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hr
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ul.card-text
|
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li Im ersten Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung wird die Auslieferung Johannes des Täufers erinnert.
|
||||
li
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||||
| Vergegenwärtigt ist, dass Johannes zu einem „Ärgernis“ für König Herodes geworden war, der ihn deshalb einsperren
|
||||
| und später umbringen hat lassen.
|
||||
li
|
||||
| Die Auslieferung des zum „Ärgernis“ gewordenen Johannes des Täufers verbindet sich somit
|
||||
| unmittelbar mit dem „Ärgernis“ des Todes Jesu <i>am Kreuz</i>.
|
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li
|
||||
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung sind der zum „Ärgernis“ gewordene Vorläufer Johannes und der Ruf in die Nachfolge Jesu
|
||||
| zusammengebunden:
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||||
br
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||||
| auf dem Weg ihrer Nachfolge müssen sich die Jünger dem „Ärgernis des Kreuzes“ stellen mit den entsprechenden
|
||||
| Konsequenzen für ihr eignes Leben (→ Entäußerung und Erniedrigung) und ihrer Verkündigungstätigkeit
|
||||
| als Menschenfischer, in der es besonders um das „Ärgernis des Kreuzes“ gehen muss;
|
||||
br
|
||||
| insofern müssen sie ggf. selber zum „Ärgernis“ werden,
|
||||
| wie es bereits Johannes war und wie es Paulus im frühen Christentum wurde.
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||||
br
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||||
| Nur so sind sie Künder des <i>einen</i> gültigen Evangeliums Gottes, der durch das „Ärgernis des Kreuzes“
|
||||
| <i>allen</i> Völkern durch den Glauben an Jesus den Weg zum Heil eröffnet hat; <i>allen</i> Völkern ist die Königsherrschaft Gottes nahegekommen
|
||||
| und ruft sie zu Glaube und Umkehr.
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|
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q Kehrt um!
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h6.card-subtitle.text-muted Wie man es dreht und wendet: das Kreuz bleibt!
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hr
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ul.card-text
|
||||
li
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||||
| Mit den Vertauschungen in der Erzählung verbindet sich der Ruf zur Umkehr in der Mitte der konzentrischen Gliederung:
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ul.card-text
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||||
li
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||||
| Wie Jesus am Ende der Erzählung sollen die Jünger durch (weltweite) Verkündigung und Dämonenaustreibung Menschenfischer
|
||||
| sein und nicht „Jesusfischer“.
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li
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||||
| Wie Jesus sollen die Jünger Verlassen und Zurücklassen (im Sinne von Entäußerung und Erniedrigung) statt
|
||||
| zurück haben zu wollen.
|
||||
li
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||||
| Nimmt man auch bei der Abfolge Auferstehung → Kreuz die Vertauschung zur Reihenfolge Kreuz → Auferstehung vor,
|
||||
| ist zwar die richtige Reihenfolge wiederhergestellt, aber das Kreuz bleibt; es lässt sich nicht eliminieren.
|
||||
br
|
||||
| Es ist und muss sein zentrales Element der christlichen Verkündigung, wie es auch hier die Mitte der Erzählung bildet:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext Ist euch Jesus Christus nicht deutlich als der Gekreuzigte vor Augen gestellt worden?
|
||||
span.bibelstelle Gal 3,1b
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||||
br
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||||
| Dies muss dann aber Konsequenzen haben, auch für die Stellung zum jüdischen Gesetz.
|
||||
li
|
||||
| Abzuwehren ist eine Haltung, wie sie Paulus in
|
||||
span.bibelstelle Phil 3,18-19
|
||||
| beschreibt:
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||||
br
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||||
q.bibeltext
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||||
| Denn viele – von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche –
|
||||
| leben als <i>Feinde des Kreuzes Christi</i>.
|
||||
br
|
||||
| Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, ihre Ehre besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn.
|
||||
br
|
||||
| Die Aussage „Irdisches haben sie im Sinn.“ lässt sich gut mit dem angedeuteten Zurückhabenwollen der Söhne des Zebedäus verbinden,
|
||||
| die sich nun neu unter den Ruf zur Umkehr stellen und entsprechend handeln müssen, wie sie es schon getan haben;
|
||||
| auch von ihnen konnte man einst gut sprechen, muss es nun aber gleichsam „unter Tränen“ tun.
|
||||
|
||||
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.card.slide.border-primary.mb-3
|
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.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q anderswohin
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||||
q Lasst uns <i>anderswohin</i> gehen
|
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h6.card-subtitle.text-muted Der Wirkradius „Jesu“ weitet sich – vor allem nach Ostern
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
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||||
| Auf das Suchen des Petrus antwortet Jesus mit dem Aufruf zu einem neuen Aufbruch, der das Territorium seines Wirkens vergrößert.
|
||||
br
|
||||
| Jesus lässt sich nicht zurückholen, er bricht vielmehr neu <i>anderswohin</i> auf.
|
||||
li
|
||||
| Nach dem Blick auf die Auferstehung bzw. die Präexistenz Jesu am Anfang und den Tod Jesu am Kreuz in der Mitte der Erzählung
|
||||
| vergegenwärtigt der am Ende erzählte Neuaufbruch die Auferstehung und die nachösterliche Verkündigung.
|
||||
li Das „anderswohin“ bezieht sich in der Erzählung selber auf die „benachbarten Dörfer“ sowie „ganz Galiläa“.
|
||||
li
|
||||
| Von Ostern her, das in der Erzählung präsent ist, ist aber auf eine noch deutlich größere Ausweitung der Tätigkeit „Jesu“ angespielt:
|
||||
| Von Ostern her ist aber auf eine noch deutlich größere Ausweitung der Tätigkeit „Jesu“ angespielt:
|
||||
br
|
||||
| nach Ostern beschränkten sich die Verkünder des Evangeliums nicht mehr nur auf das Volks Israel,
|
||||
| sondern es fand seinen Weg zu den Völkern – einer „erweiterten“ Nachbarschaft im Sinne der „ganzen Welt“ (→ „Heidenmission“).
|
||||
|
|
@ -450,6 +627,231 @@ block content
|
|||
li
|
||||
| Man beachte in diesem Zusammenhang auch das distanzierende „in <i>ihren</i> Synagogen“.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q.bibeltext Das Netz ist zerrissen und wir sind frei
|
||||
span.bibelstelle Ps 127,7
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
q.bibeltext
|
||||
| Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht daher fest und lasst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen!
|
||||
span.bibelstelle Gal 5,1
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Beim Ruf in die Nachfolge sind die Söhne des Zebedäus gerade dabei, das Fischernetz herzurichten;
|
||||
br
|
||||
| das entsprechende griechische Wort ist etwas dehnbar, man kann auch an ein zerrissenes Netz denken, das gerade geflick wird.
|
||||
li
|
||||
| Indem Jesus sie in die Nachfolge ruft und sie folgen, lassen sie das Netz zerrissen zurück.
|
||||
li
|
||||
| Mit dem oben zitierten Psalmvers als Brücke und unter Beachtung der bereits angeführten Aussagen zum jüdischen Gesetz und seiner
|
||||
| Stellung im Evangelium Jesu nach Paulus kann der Aufruf von Gal 5,1 gegenwärtig werden, den die Söhne des Zebedäus – ins Bild übertragen –
|
||||
| umsetzen.
|
||||
li
|
||||
| Die Freiheit meint hier die Freiheit vom jüdischen Gesetz – dem „Joch der Knechtschaft“ –,
|
||||
| die Freiheit zur gesetzesfreien Völkermission, wie sie vor allem Paulus betreibt.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q Glaubt an das Evangelium!
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Dazu bin ich gekommen:
|
||||
q.bibeltext um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten
|
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span.bibelstelle Röm 1,5
|
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hr
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||||
ul.card-text
|
||||
li
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||||
| Im ersten Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung ruft Jesus zu Umkehr und Glaube an das Evangelium auf,
|
||||
| im zweiten Teil der Mitte folgen die vier Erstberufenen gehorsam.
|
||||
li
|
||||
| Das erinnert stark an die Wendung „Gehorsam des Glaubens“, die sich in
|
||||
span.bibelstelle Röm 1,5-6
|
||||
| findet (vgl. auch die Heilung der Schwiegermutter des Petrus):
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext
|
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| Durch ihn [= Jesus Christus] haben wir Gnade und Apostelamt empfangen,
|
||||
br
|
||||
i um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten um seines Namens willen;
|
||||
br
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||||
| unter ihnen lebt auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid.
|
||||
br
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||||
| Hier spricht Paulus von seiner eigenen Sendung als Völkermissionar.
|
||||
br
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||||
| Das Aufrichten des Gehorsams des Glaubens ist dabei als Gegenbegriff zur Aufrichtung des Gehorsams gegenüber dem jüdischen Gesetz zu verstehen.
|
||||
li
|
||||
| Damit lässt sich das „dazu bin ich gekommen“, das Markus Jesus in Verbindung mit dem angezielten erweiterten Wirkkreis
|
||||
| – effektiv der Völkermission –
|
||||
| in den Mund legt, verbinden.
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||||
li
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||||
| Vom „Ärgernis des Kreuzes“ aus, das das jüdische Gesetz sprengt („Das Netz ist zerrissen“), geschieht der Neuaufbruch;
|
||||
| es ist ein Neuaufbruch in die von der Verpflichtung auf das jüdische Gesetz freie Völkermission („... und wir sind frei“).
|
||||
li
|
||||
| Der markinische Jesus wird so durchsichtig auf Paulus und seine Sendung:
|
||||
br
|
||||
| was Paulus tut – den Gehorsam des Glaubens unter den Völker aufzurichten und nicht den Gehorsam gegenüber dem jüdischen Gesetzt –,
|
||||
| wird schon Jesus – verdeckt – als dessen eigene Sendung „untergeschoben“;
|
||||
br
|
||||
| in diesem Sinn wird „Jesus“ im Markus-Evangelium immer wieder ins Heidenland aufbrechen (→ Überfahrten).
|
||||
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
|
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h5.card-title
|
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q Kehrt um und glaubt an das Evangelium
|
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h6.card-subtitle.text-muted
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| Vom Gesetz ist da keine Rede ...
|
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hr
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ul.card-text
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li
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||||
| In der aufgezeigten Frontstellung zwischen Jesus bzw. dem Glauben an das Evangelium einerseits
|
||||
| und dem jüdischen Gesetz andererseits kann auffallen, dass in der Mitte der konzentrischen Gliederung
|
||||
| der Ruf zur Umkehr und der Ruf zum Glauben an das Evangelium parallel sind,
|
||||
br
|
||||
| die Umkehr also vom Glauben an das (inhaltlich mit Entäußerung, Erniedrigung, Gehorsam bis zum Tod am Kreuz,
|
||||
| Auferstehung und Erhöhung gefüllte) Evangelium her bestimmt wird und nicht vom jüdischen Gesetz her.
|
||||
br
|
||||
| Jedenfalls ist der Ruf Jesu zur Umkehr kein Ruf zu einer verbesserten („vollkommenen“) Befolgung des jüdischen Gesetzes.
|
||||
li
|
||||
| Im ganzen Evangelium wird immer wieder der Glaube der Menschen hervorgehoben werden und sie werden durch
|
||||
| ihn des mit Jesus geschenkten Heils teilhaftig.
|
||||
li
|
||||
| Das jüdische Gesetz dagegen wird im Hinblick auf das Eröffnen des Heils als unzulänglich gebrandmarkt.
|
||||
p.card-text.small.mb-0
|
||||
| Siehe dazu auch bereits die in die Schriftgelehrten verschlüsselte Inzuffizienz des jüdischen Gesetzes in Mk 1,21-28.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q ... damit <i>alle</i> ... auf der Erde ... ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Die universalistische Perspektive des Philipperhymnus und der Neuaufbruch zur Völkermission
|
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hr
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||||
ul.card-text
|
||||
li
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||||
| Wie oben bemerkt, entspricht die Erzählfolge in der vorliegenden Erzählung dem Weg Jesu nach dem Philipperhymnus.
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||||
li
|
||||
| Im Zuge der dort besungenen Erhöhung des bis zum Tod am Kreuz sich erniedrigt habenden
|
||||
| ist davon die Rede, dass „alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“.
|
||||
br
|
||||
| Damit ist eine universalistische Perspektive ausgedrückt.
|
||||
li
|
||||
| Diese universalistische Perspektive im Hinblick auf „alle ... auf der Erde“ findet sich auch am Ende der vorliegenden Erzählung,
|
||||
| wenn vom Wirken Jesu in „<i>ganz</i> Galiläa“ gesprochen wird, was letztlich die Völkermission auf der ganzen Erde meint.
|
||||
|
||||
|
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.card.slide.border-primary.mb-3
|
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.card-body
|
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h5.card-title
|
||||
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
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| Jesu Neuaufbruch als Ruf zur Völkermission
|
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hr
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ul.card-text
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||||
li
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||||
| Wie oben gezeigt, muss hier im Hinblick auf Petrus und seine Begleiter von „verfolgen“ die Rede sein
|
||||
| und kann nicht mit „nacheilen“ übersetzt werden; ein „Nachfolgen“ des Petrus und seiner Begleitung im positiven Sinne ist also gerade nicht im Blick.
|
||||
li
|
||||
| Umso mehr liegt der Akzent auf Jesus als dem vorausgehenden göttlichen Boten, der sich nicht zurückholen lässt, sondern neu aufbricht
|
||||
| und dazu die Jünger zu Umkehr, Glaube und Nachfolge aufruft.
|
||||
li
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||||
| Das schließt Entäußerung und Erniedrigung ein, wie es von Jesus am unteren Ende der konzentrischen Gliederung erzählt wird
|
||||
| und wie es auch von den Söhne des Zebedäus bereits einmal erzählt werden konnte.
|
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li
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||||
| Das schließt Verkündigung und Dämonenaustreibung im Sinne des „Menschenfischerseins“ ein.
|
||||
li
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||||
| Das schließt hier aber besonders die Weitung der Verkündigung in die Völkermission ein, die im „anderswohin“ und in diversen anderen
|
||||
| Anspielungen angedeutet ist:
|
||||
br
|
||||
| das Kreuz Jesu – die Mitte des Glaubens und der Verkündigung – hat den Weg dorthin geöffnet.
|
||||
|
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.card.slide.border-primary.mb-3
|
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.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q Bereitet den Weg des Herrn
|
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h6.card-subtitle.text-muted Jesu neuer Aufbruch im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen
|
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hr
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||||
ul.card-text
|
||||
li
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||||
| Das „Bereitet den Weg des Herrn“ am oberen Ende der konzentrischen Gliederung
|
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| spiegelt sich in der Verkündigungs- und Heilungstätigkeit Jesu:
|
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br
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||||
| Indem Jesus verkündigend und Dämonen austreibend durch die Lande zieht,
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| kommt Gott zu den Menschen und befreit sie von der Herrschaft Satans;
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br
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| so steht Jesus im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen.
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li
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| Dabei ist das „dazu bin ich gekommen“, das die Sendung Jesu aufgreift,
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| in Verbindung mit dem „lasst uns <i>anderswohin</i> gehen“ als Weitung des Wirkkreises Jesu zu beachten:
|
||||
br
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||||
| Der Auftrag „Bereitet den Weg des Herrn“ – also der Auftrag, sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen zu stellen –
|
||||
| ist vom einengenden jüdischen Gesetz befreit
|
||||
| und richtet sich nun auf die Völkermission.
|
||||
li
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| Indem die Jünger Jesus verfolgen und ihn zurückholen wollen, stellen sie sich der territorialen Weitung
|
||||
| der Tätigkeit Jesu entgegen.
|
||||
li
|
||||
| Sie bereiten den Weg des Herrn nicht, sie wollen den Weg Jesu, des Herrn, eingrenzen,
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| und zwar territorial wie auch von der Bedeutung des Kreuzes her, dessen „Ärgernis“ sie beseitigen wollen,
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| indem Jesus mit dem jüdischen Gesetz harmonisiert wird.
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q Und <i>er</i> zog durch ganz Galiläa
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| Angesichts der in der Erzählung angedeuteten Kontroverse rund um das „Ärgernis des Kreuzes“ und seine Bedeutung für die Völkermission
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| muss auffallen, dass es heißt „Und <i>er</i> zog durch ganz Galiläa“. Das Mitziehen der Jünger wird nicht erzählt!
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| Umsomehr muss bewusst werden, wie die Präsenz der Erstberufenen bisher erzählt war und weitergehend erzählt wird:
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| Nach der Berufung in Mk 1,16-20 hießt es in Mk 1,21 „<i>Sie</i> kamen nach Kafarnaum.“; das schließt die Jünger ein.
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| Auch wenn dann erzählt wird, dass (vielleicht nur) <i>er</i> in die Synagoge geht, heißt es doch in Mk 1,29
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| „<i>Sie</i> verließen sogleich die Synagoge“ – offenbar waren die Jünger also doch in der Synagoge dabei und gehen nun mit Jesus
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| in das Haus des Simon und Andreas.
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| In der Szene Mk 1,32-34 sind die Jünger zwar nicht erwähnt, aber doch lokal anwesend, weil alles vor dem Haus des Simon und Andreas speilt.
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| In Mk 1,35-39 dann die Kontroverse.
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| In Mk 1,40-45 ist Jesus jedenfalls allein unterwegs (ehe er dann am Ende von Leute von überallher zu ihm kommen).
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| In Mk 2,1 kehr Jesus offenbar alleine wieder nach Kafarnaum zurück: „Als <i>er</i> nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging ...“;
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| sicher ist ein dortiges Zusammentreffen mit Petrus und seinen Begleitern vorauszusetzen – das Haus ist wohl auch als das Haus des Simon und Andreas vorzustellen –,
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| aber direkt erzählt wird das nicht.
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| In Mk 2,13-17 wird nicht von Petrus und seinen Begleitern erzählt; und wer im weiteren Verlauf „die Jünger“ sind ist nicht eindeutig – es können
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| auch die Vielen sein, die Jesus seit Mk 2,13-17 nachfolgen.
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| Erst in Mk 3,13-19 ist dann explizit auch wieder von Petrus und seinen Begleitern die Rede, insofern sie in der Apostelliste auftauchen.
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| Vielleicht darf man als Folge, dass sich Jesus nicht zurückholen hat lassen, also eine gewisse Scheidung zwischen Jesus einerseits
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| und Petrus und dessen Begleitern andererseits angedeutet sehen; sie würde der kirchengeschichtlichen Spannung zwischen den „judaisierenden Christen“
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| und Paulus entsprechen, wobei Petrus nach Gal 2,11-21 eine gewisse schwankende Zwischenposition einnimmt.
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| Gebet und Sendung
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| Auch wenn der einsame Ort, an den Jesus zum Gebet geht, mit dem Tod am Kreuz zu verbinden ist,
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| an dem Jesus Ps 22,2 zitiert, ist es doch ein nicht unwichtiger Erzählzug,
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| dass die Jünger Jesus beim Gebet finden und er dann von seiner Sendung spricht.
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| Es ist erzählerisch nahegelegt, dass sich Jesus im Gebet seiner Sendung (neu) bewusst wurde.
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| Das kann eine Aufforderung sein, sich im Gebet der eigenen immer neu Sendung bewusst zu werden
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| und auch die eigene Not in der Nachfolge („Wüstenerfahrungen“) vor Gott zu bringen.
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| Das kann eine Zusage sein, dass Jesus im Gebet gefunden werden kann – gerade nach Ostern,
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| wenn Jesus nicht mehr leibhaftig auf Erden weilt.
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| Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung als gegenüberliegende Erzählungen in der Gliederung „Galiläa I/A“
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li In der Gliederung „Galiläa I/A“ stehen sich Jüngerberufung und Suche der Jünger nach Jesus einander gegenüber:
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| In der Gliederung „Galiläa I/A“ stehen sich Jüngerberufung und Suche der Jünger nach Jesus einander gegenüber:
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| Dies unterstreicht den Blick auf die Sendung Jesu („dazu bin ich gekommen“) und der Jünger („Menschenfischer“),
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| wobei die Verkündigungstätigkeit als konstitutives Element des Menschenfischerseins herausgestellt wird;
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| gerade durch die Verkündigung der Lehre Jesu geschehen ja auch die Wunder (→ Mk 1,21-28: Dämonenaustreibung durch die Lehre!).
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| Das „Ärgernis des Kreuzes“ muss die Nachfolge prägen (s. o.); jeder Einhegung Jesu,
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| jeder Verharmlosung des Kreuzes muss gewehrt werden.
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| Die Jünger müssen sich – wie Jesus – immer neu bewusst werden, was ihre Sendung ist.
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li Petrus erscheint in Mk 1,35-38 deutlich als „Menschenfischer“, mit „allen“ im „Fischernetz“.
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| Wie Jesus mit dem „dazu bin ich gekommen“ eine bestimmte Ausrichtung seiner Sendung betont,
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| müssen auch die Jünger ihre Sendung, ihre Nachfolge im Blick haben:
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| dem „dazu bin ich gekommen“ muss ein „dazu sind wir berufen“ entsprechen.
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| Die Menschenfischer sind selber stehts darauf angewiesen, Jesu (im Gebet) zu suchen;
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| Jesus ist ihnen im Beten ein Lehrmeister.
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| Jesus nach führt ihre Sendung die Jünger in die Völkermission.
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| Das „anderswohin“ Jesu nimmt besonders die nachösterliche Heidenmission in den Fokus.
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| Wie Jesus nach dem Gebet am einsamen Ort von seiner Sendung spricht,
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| so sind die Jünger gerufen, sich im Gebet ihrer eigenen Sendung stets neu bewusst zu werden
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| und „Wüstenerfahrungen“ vor Gott zu bringen.
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| Es ist eine Zusage, dass sich Jesus, der Auferstandene, im Gebet finden lässt.
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li In der Gliederung „Galiläa I/A“ stehen sich der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und sein Neuaufbruch einander gegenüber:
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li Formal wird hier wie dort von der Verkündigungstätigkeit Jesu erzählt.
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| In Mk 1,14-15 kommt Jesus – nach der Taufe am Jordan – wieder nach Galiläa; zunächst an den See bzw. Kafarnaum;
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| In Mk 1,14-15 kommt Jesus – nach der Taufe am Jordan – wieder nach Galiläa, zunächst an den See bzw. nach Kafarnaum;
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| in Mk 1,39 zieht er schließlich durch „ganz Galiläa“.
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| in Mk 1,39 zieht er schließlich durch „ganz Galiläa“ – eine Weitung seines Wirkkreises, letztlich in die Völkermission.
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| Als Ort der Verkündigung werden in Mk 1,39 speziell die Synagogen genannt;
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| in Mk 1,32-34 ist „die ganze Stadt“ (Kafarnaum) vor der Haustür versammelt.
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| Johannes der Täuer verkündet das Kommen des Stärkeren mit der Geisttaufe;
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| Johannes der Täufer verkündet das Kommen des Stärkeren mit der Geisttaufe;
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| in Mk 1,32-34 sieht man ihn in Aktion: Kranke werden gesund, die Dämonen müssen weichen – Jesus erweist sich als „der Stärkere“.
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| in Mk 1,32-34 sieht man ihn in Aktion: Kranke werden gesund, die Dämonen müssen weichen: Jesus erweist sich als „der Stärkere“;
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| die Dämonen wissen darum, dass Jesus dieser Stärkere ist.
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| Von der Umkehrpredigt Johannes des Täufers her erscheinen die „Heilungen“ in einem ethischen Kontext:
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| Die Menschen, die die Kranken zu Jesus bringen, haben den von Johannes geforderten Sinneswandel vollzogen:
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| „krank“ ist im übertragenen Sinne zu verstehen.
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| sie machen sich zu Dienern der Kranken.
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| Auch erscheinen von der Umkehrpredigt Johannes des Täufers her die „Heilungen“ in einem ethischen Licht:
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| „krank“ ist im übertragenen Sinne zu verstehen, mit der „Heilung“ verbindet sich die Sündenvergebung.
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| Die Taufe erscheint als „Ort“ dieser Gesundung.
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| Die angekündigte Geisttaufe und die Austreibung der unreinen Geister sind – im Sinne einer Vertauschung –
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| aufeinander zu beziehen: die unreinen Geister ziehen aus, der Geist Gottes/Jesu zieht ein.
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p.small.card-text
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| Bezüglich des einwohnenden Geistes gibt es im ganzen neuen Testament, schon in der zeitgenössischen jüdischen Literatur,
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| keine „geistfreien“ Menschen: es wohnt entweder ein schlechter/unreiner/widergöttlicher Geist ein,
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| oder der gute/reine/göttliche Geist.
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| Hier gibt es einen (mehr oder weniger) scharfen Dualismus,
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| der besonders in Qumran mit der Zweigeisterlehre besonders ausgefaltet ist.
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| Die Taufe Jesu und die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen
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| Das Evangelium von Jesu Tod und Auferstehung richtet Menschen auf zum Dienst (→Röm 6)
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| Das Evangelium von Jesu Tod und Auferstehung richtet Menschen auf zum Dienst (→ Röm 6)
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| Die Parallele zwischen der Auferstehung Jesu – „als er aus dem Wasser stieg“ – und der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus wird deutlich:
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| wie Jesus in der Auferweckung durch Gott „aufgerichtet“ wurde, so „richtet“ Jesus nun die Schwiegermutter des Petrus „auf“;
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| wie Jesus in der Auferweckung durch Gott „aufgerichtet“ wurde, so „richtet“ nun Jesus,
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| der ein für alle Mal für die Sünde gestorben ist und als Auferstandener sein Leben für Gott lebt, die Schwiegermutter des Petrus „auf“;
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| beide entsteigen dem Tod: Jesus im realen, die Schwiegermutter des Petrus im übertragenen Sinn.
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| Die Taufe erscheint als Ort der rettenden <i>Schicksalsgemeinschaft</i> mit Jesus.
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| Wie Jesus sich in Mk 1,35-39 der Verehrung entzieht (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung),
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| Die Taufe verpflichtet, „tot zu sein für die Sünde“ und „für Gott zu leben in Christus Jesus“ im Sinne eines <i>Handlungsgemeinschaft</i> mit Jesus;
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| so endet die Heilung der Schwiegermutter des Petrus nicht in Lobeshymnen auf Jesus, sondern im ganz
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| handgreiflichen Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern:
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| dies ist die adäquate Umsetzung der Teilhabe an Tod und Auferstehung Jesu.
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| dies setzen sowohl die Jünger, indem sie Jesus bezüglich der kranken Frau (Schwiegermutter hat Versuchungscharakter!) ansprechen, als auch
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| die Schwiegermutter des Petrus nach ihrer Heilung, indem sie Jesus und seinen Begleitern dient, um.
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li
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| Dieser Dienst aneinander – im Sinne des „tot für die Sünde – leben für Gott“ – in der Nachfolge Jesu
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| ist <i>Handlungsgemeinschaft</i> mit Jesus: wie Jesus Menschen aufrichtet, so richtet dieser Dienst einander auf.
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| Insgesamt wird durch das vorliegende Gegenüber
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span.bibelstelle Röm 6,4
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| vergegenwärtigt:
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q.bibeltext
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| Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit
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i auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Neuheit des Lebens wandeln.
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| Das aufrichtende Handeln Jesu, bei dem Jesus gehorsam (hier gegenüber seinen Begleitern) seiner Sendung folgt,
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| steht unter dem Wohlgefallen Gottes.
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| Auch in diesem Gegenüber finden sich Vertauschungen:
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ul.card-text
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li Bei der Taufe wird Jesus aufgerichtet, bei der Heilung der Schwiegermutter ist er selber aufrichtend aktiv.
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li Bei der Taufe wird Jesus (von Gott) in eine hoheitliche Position eingesetzt, bei der Heilung der Schwiegermutter ist er (seinen Begleitern) „gehorsam“.
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br
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| dazu geht Jesus ihnen ins Verderben „voraus“.
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| „Wüste“ im Sinne der Gottferne und „Verderben“ verbinden sich inhaltlich – beides sind „Orte“, an die Jesus geht:
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| „Wüste“ im Sinne der Gottferne und „Verderben“ verbinden sich inhaltlich; und beides sind formal „Orte“, an die Jesus geht:
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| gemeint ist in beiden Fällen der Tod Jesu am Kreuz.
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| Durch Jesu Gang ins Verderben entsteht die „Insel des Lebens“ mitten in der „Wüste der Gottferne“,
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| Durch diesen Gang Jesu ins Verderben entsteht die „Insel des Lebens“ mitten in der „Wüste der Gottferne“,
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| ist die Gottferne auf der Erde aufgebrochen.
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| Auch in diesem Gegenüber finden sich Vertauschungen:
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ul.card-text
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| In der Versuchungserzählung ist Jesus dem Geist Gottes gehorsam,
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| in der Synagoge der unreine Geist gegenüber Jesus;
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| dies ist vom Philipperhymnus her zu verstehen, der auch am unteren Ende der konzentrischen Gliederung präsent ist.
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| In der <i>Wüste</i> wird Jesus von <i>Engeln</i> bedient, in der <i>Synagoge</i> begegnet Jesus einem <i>unreinen Geist</i>.
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