Mk/Verderben

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Peter Fischer 2021-09-25 18:17:57 +02:00
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
p
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her!
br
| Das ist zum Dämon gesprochen:
br
| Um diesen ins Verderben zu stürzen, geht Jesus selber ins Verderben, d. h. den Tod am Kreuz;
| so geht er dem Dämon <q>voraus</q>.
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hr
p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
br
| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
br
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
br
q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
| 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zu Vergebung der Sünden.
br
| 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
br
| sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
| 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
br
| und er lebte von wildem Honig.
br
| 7 Er verkündete:
q
| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
br
| ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
br
| 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
| 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
br
| 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
br
| dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.
br
| 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
| 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste.
br
| 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Saten in Versuchung geführt.
br
| Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
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| 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa;
br
| er verkündete das Evangelium Gottes
br
| 15 und sprach:
q
| Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
br
| Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
| 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er simon und Andreas, den Bruder des Simon,
| die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
br
| 17 Da sagte er zu ihnen:
q
| Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
br
| 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
br
| 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes;
| sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
br
| 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
p.card-text.konzentr-4.bibeltextkonzentr
| 21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
br
| 22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
br
| 23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war.
br
| Der begann zu schreien:
br
q
| 24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
br
| Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
br
| Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
| 25 Da drohte ihm Jesus:
br
q
| Schweig und verlass ihn!
br
| 26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
br
| 27 Da erschraken alle und einer fragte den anderen:
br
q
| Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
br
| 28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
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h5.card-title
q Anfang
h6.card-subtitle.text-muted Anfang vom Ende der „unreinen Geister“
hr
ul.card-text
li Markus erzählt die erste Austreibung eines Dämons, eines unreinen Geistes.
li Sehr passend dazu findet sich in der Mitte der konzentrischen Gliederung die Erzählung von der Versuchung Jesu, also seine Auseinandersetzung mit dem Satan.
li
| Die Frage des Dämon an Jesus: „Bist du gekommen, um uns uns Verderben zu stürzen?“ beantwortet der Fortgang der Erzählung indirekt mit Ja.
li
| Mit Jesus hat das Ende des Dämonischen begonnen, letztlich nimmt man die Mitte der Konzentrik dazu das Ende der Herrschaft Satans insgesamt.
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h5.card-title
q Bereitet den Weg des Herrn
h6.card-subtitle.text-muted Im Kampf gegen die Herrschaft des Satan bzw. das Besessensein durch einen <i>unreinen</i> Geist
hr
ul.card-text
li
| Die Versuchungserzählung als Mitte der konzentrischen Gliederung macht deutlich:
br
| Der unreine Geist bzw. der Mensch, der von ihm besessen ist ist dem Bereich Satans zuzuordnen.
li
| Dem gegenüber steht als Einwirkung des oberen Endes der konzentrischen Gliederung der Ruf, sich in den Dienst Gottes zu stellen.
li
| Wieder wird also letzlich das Gegenüber Gott Satan inszeniert und darin die Dämonenaustreibung verortet.
li
| Insofern der Aufruf „Bereitet den Weg des Herrn“ bei (Deutero-)Jesaja wie bei Markus eine klare ethische Ausrichtung hat,
br
| das Gegenüber Gott Sünde in Röm 6, auf das wir in den vorhergehenden Erzählungen gestoßen sind, schon aus sich eine ethische Konnotation hat („nicht mehr Diener der Sünde“)
br
| und Markus selbst dann in Mk 7,14-23 „unrein“ in einem ethischen Sinne definieren wird,
br
| wird man so interpretieren müssen:
br
i
| Der mit einem unreinen Geist Besessene ist ein Mensch, dessen ethisches Verhalten ihn als „Diener Satans/der Sünde“ erweist
| (und nicht als „Diener Gottes“).
li
| „Besessensein“ meint in diesem Kontext, dass der Mensch in seinem Verhalten „gefangen“ ist:
br
| jemand, der ganz vernarrt ist in eine Sache; jemand, der ganz versessen ist nach Macht, Geld und Ruhm;
| jemand, der rationalen Argumenten gegenüber verschlossen ist etc;
br
| jemand, der auch „über Leichen geht“, das Leiden anderer blind oder willig in Kauf nimmt, und sich vielleicht auch selber zugrunde richtet.
li
| Es braucht daher ein rettendes Ereignis, eine rettende Begegnung, die so mächtig ist, dass der Mensch aus seinem Besessensein befreit wird.
br
| Dieses Ereignis ist hier die Begegnung mit Jesus bzw. mit seiner Lehre.
li.small
| Diese Interpretation von „Besessensein mit einem unreinen Geist“ klingt fast aufgeklärt und passt auch ins 21. Jahrhundert.
br
| Doch muss man aufpassen, dass man das christologisch-soteriologische Element nicht übersieht und die Realität der gefangennehmenden Sünde nicht banalisiert.
| Sonst ist man schnell bei der Nicht-Notwendkeit der Erlösung durch Christus und hat den christlichen Glauben entleert.
li.small
| Es bleibt auch festzuhalten, dass man damals bestimmte Krankheiten als Besessenheit durch Dämonen deutete.
| Zum Teil können anhand von Beschreibungen dieser Krankheiten heutige Ärzte genau sagen, um welche Krankheiten es sich
| handelte (z. B. Epilepsie). Diese Krankheiten, denen man anders als z. B. Brüchen
| oder Erkältungen nicht Herr werden konnte, deutete man als Besessensein durch
| einen mächtigen Dämon, der einen Menschen gefangen hält und an einem normalen
| Leben hindert.
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h5.card-title
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
hr
ul.card-text
li.small
| Man könnte geneigt sein, hier an jene zu denken, die den Ruf Jesu im ganzen Gebiet von Galiläa verbreiten;
| das wäre in gewisser Weise auch eine Analogie zu Johannes dem Täufer, der auf den kommenden Stärkeren hinweist.
br
| Doch bleiben die Träger des Rufes Jesu ohne direktes Subjekt; dies fällt auf und stellt sich gegen die genannte Deutung.
li
| Das einzige Gegenüber im Dialog mit Jesus ist der unreine Geist (mit dem Geheilten wechselt Jesus kein Wort!).
li
| Dieser fragt Jesus auch, ob er gekommen sei, Seinesgleichen ins Verderben zu stürzen womit auf die Sendung Jesu Bezug genommen wird,
| die sich mit dem Mischzitat Mal 3,1; Ex 23,20 in Mk 1,2b verbinden lässt.
li
| Wissend, dass Jesus tatsächlich selber ins „Verderben“ (→ Kreuz) gegangen ist, um Sünde und Satan zu vernichten, lässt sich sagen:
br
i
| Das Mischzitat Mal 3,1; Ex 23,20 ist hier auf den unreinen Geist zu beziehen:
br
| Jesus geht als göttlicher Bote dem unreinen Geist ins Verderben voraus, um diesen und Seinesgleichen um ihnen den Weg ins Verderben zu bahnen,
| sie also ins Verderben zu stürzen.
br
| Das ist seine göttliche Sendung.
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h5.card-title
q Du bist der Heilige Gottes uns ins Verderben zu stürzen
br
q Evangelium von Jesus Christus, Sohn eines Gottes
hr
ul.card-text
li Die Wendung „Sohn (eines) Gottes“ spiegelt sich im „Bekenntis“ des unreinen Geistes: „Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes“.
li Analog wird „Evangelium“ damit gefüllt, dass Jesus offensichtlich gekommen ist, die unreinen Geister ins Verderben zu stürzen.
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h5.card-title
q Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht ...
hr
ul.card-text
li Markus unterstreicht Neuheit und Vollmacht der Lehre Jesu.
li Bewusst hebt Markus den Unterschied zu den Schriftgelehrten hervor Jesu Lehre ist <i>anders<i/>.
li
| Auffällig ist, dass das Thema „Lehre Jesu“ nicht nur die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes rahmt,
| sondern die Leute nicht eigentlich über das Wunder, sondern über die Lehre Jesu staunen.
li
| So erscheint die Austreibung geheimnisvoll als Auswirkung der Lehre Jesu.
li
| Die gelungene Dämonenaustreibung bestätigt jedenfalls die Vollmacht Jesu und die
| Gültigkeit seiner Lehre.
li Inhaltlich bleibt die Lehre Jesu unbestimmt eine Lücke!
li.small
| Aus dem bisherigen Geschehen und der konzentrischen Gliederung mag man hier einges ergänzen, nicht zu letzt „Evangelium“
| aus dem oberen Ende der konzentrischen Gliederung, oder worauf es sich ja bezieht Tod und Auferstehung Jesu.
br
| Ohne den Blick für die konzentrische Gliederung bzw. ohne das Wissen, das was im Evangelium noch kommen wird,
| bleibt die Lücke aber bestehen. Das will beachtet sein.
li.small
| Hier muss uns bewusst werden, was der „unbedarfte Leser“ bisher erzählt bekommen hat:
ul.card-text
li Er hat von einem himmlischen Sendungsbefehl gehört, der ihn an die großen Ereignisse zum Heil Israels erinnert das lässt Großes erahnen.
li Ihm wird von Johannes dem Täufer uns einer Taufe erhählt, sowie von der Erwartungshaltung, die Johannes prägt und die er verkündet.
li
| Er wird Zeuge der Taufe Jesu. Als einziger außer Jesus selbst wird er Zeuge phantastischer Ereignisse rund um die Taufe Jesu;
| die „Überschrift“ wird bestätigt: Jesus ist Gottes Sohn, mit ihm verbindet sich eine frohe Botschaft, deren Inhalt der Leser noch nicht erfahren hat.
li
| Gleich nach der Taufe wird Jesus im Versuchung geführt; über Inhalt und Ergebnis der Versuchung erführt der Leser nichts;
| er kann sich zwar manches denken, doch wird er geheimnisvoll in der Luft hängen gelassen.
li
| Jesus ruft zu Umkehr auf wie schon Johannes der Täufer und verkündet das Evangelium Gottes, das mit dem Nahegekommensein des Gottesreiches zusammenhängt.
br
| Inhaltlich bleibt das Evangelium aber ansonsten unbestimmt.
li
| Der Leser wird Zeuge der Berufung der ersten Jünger, die Jesus um sich schart und denen er einen doch etwas zwielichtigen Auftrag geben wird (→ „Menschenfischer“);
| er wundert sich vielleicht auch über die Radikalität der Reaktion der in die Nachfolge Gerufenen.
li
| Schließlich erfärt er von der ersten Austreibung eines unreinen Geistes und vom Staunen der Menge, weniger über das Wunder als vielmehr über die Lehre Jesu,
| die für ihn inhaltlich unbestimmt bleibt.
br
| Dass Jesus das Wunder wirken kann, hängt für ihn wohl eher damit zusammen, dass Jesus „der Heilige Gottes“ ist;
| er weiß ja schon, dass Jesus „Sohn Gottes“ ist.
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h5.card-title
q Schweig!
h6.card-subtitle.text-muted Ein erster Blick auf die Schweigegebote im Evangelium nach Markus
hr
ul.card-text
li Im allen Galiläa-Teilen des Evangeliums (und nur dort!) begegnen Schweigegebote, die Jesus in bestimmten Situationen ausspricht:
ul.card-text
li
i Im Hinblick auf seine Person („Bekenntnisse“) bzw. das Wissen, wer er ist
br
| Mk 1,21-28; Mk 1,32-34; Mk 3,7-12; 8,27-30 („Messiasbekenntnis des Petrus“); 9,2-13 (Verklärung Jesu)
li
i Im Hinblick auf Wunder, die nicht weitererzählt werden dürfen
br
| Mk 1,40-45 (Heilung des Aussätzigen); 5,35-43 (Auferweckung der Tochter des Jairus); 7,31-37 (Heilung des Taubstummen)
li
| Die Aufforderung Jesu an den Dämon, zu schweigen, ist hier unmittelbar nach dessen Bekenntnis gesprochen und bezieht sich also darauf.
br
span.small Das Wunder selbst wird nicht mit einem Schweigegebot belegt das es weitererzählt wird, ist damit völlig legitim (im Gegensatz zu anderen Wundern!).
li Dem korrespondiert geheimnisvoll, dass die Lehre Jesu durch den Evangelisten verschwiegen wird.
li
| Dies legt nahe, dass beides zusammengesehen werden muss:
br
i
| Jesu hier noch verschwiegene Lehre enthält offenbar
| Aussagen, die das Wissen darum, wer er ist, notwendig ergänzen; daher wird dieses Wissen bzw. die diesbezüglichen Bekenntnisse
| mit einem Schweigegebot versehen.
li
| Gerade angesichts dessen, dass man sich gerade als „unbedarfter Leser“ sich einiges zusammenreimen kann nicht zuletzt aus dem Stichwort „Heiliger Gottes“,
| ist dieses Schweigegobt ein wichtiges „Achtung“-Schild, ja ein „Stopp“-Schild.
br
| Aus den Hoheitstiteln allein könnte man jedenfalls ein völlig falsches Bild von Jesus bekommen!
li
| Man wird also sagen können:
br
i
| Wo Schweigegebote sich auf Jesu Person beziehen („wer er ist“, Bekenntnisse), signalisieren sie,
| dass diese Aussagen in den größeren Kontext der Lehre Jesu einzubinden sind.
br
| Dabei geht es inhaltlich um Jesu Weg ans Kreuz, durch den er zu dem geworden ist, dem die Hoheitstitel gebühren.
li
| Was der Dämon bekennt, ist wahr; und doch ist es wenn man den Weg Jesu und seine damit zusammen hängende Lehre kennt
| für sich allein genommen verführerisch und irreführend, verzerrend unvollständig.
li
| Für den „sehenden“ Leser war dieser Weg Jesu bisher schon omnipräsent;
br
| doch besteht stets die Gefahr, nur das „Ergebnis“ zu sehen und nicht den Weg dorthin.
br
| Gerade auf Letzteren legen aber Markus und Paulus besonderen Wert, weil dieser Weg sich bei jenen auswirken muss, die Jesus nachfolgen.
br
span.small
| Bei beiden ist zu bemerken, wie sie den einseitgen Blick auf die Auferstehungsherrlichkeit Jesu kritisieren,
| weil das Vergessen des Weges Jesu ans Kreuz und ein Den-Mitmenschen-Vergessen mit sich bringen kann;
| sowohl bei Markus als auch Paulus begegnen dazu konkrete Beispiele.
br
| Markus wird sich dieser Thematik vor allem im übergreifenden Teil „Auf dem Weg“ widmen.
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.card-body
h5.card-title Taufe Jesu und Beginn des öffentlichen Auftretens Jesu im konzentrischen Gegenüber
h6.card-subtitle.text-muted Das Evangelium von Tod und Auferstehung Jesu will um sich greifen
hr
ul.card-text
li Beide Erzählungen waren schon als Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung verbunden.
li
| Inhalt des „Evangelium Gottes“ und Anbruch des Gottesreiches ist das christologisch-soterialogische Grundereignis von Tod und Auferstehung Jesu;
| darauf bezieht sich der Glaube.
li
| Mit der Auferweckung des Gekreuzigten durch Gott verbindet sich auch die Forderung, das eigene Leben am Weg Jesu ans Kreuz auszurichten (→ Ruf zur Umkehr),
| um das künftige Sein bei Jesus zu erlangen.
li
| Mit diesen beiden Punkten ist auch die nicht spezifizierte Lehre am unteren Ende der konzentrischen Gliederung zu füllen.
br
i
| Die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes legt Zeugnis ab, wie das Evangelium von Tod und Auferstehung Jesu seine Kraft entfaltet
| zur Befreiung des Menschen aus der Hand des Satan/der Sünde.
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h5.card-title Der Vorläufer und die Nachfolger Jesu im konzentrischen Gegenüber
h6.card-subtitle.text-muted Beide im Dienste des Stärkeren
hr
ul.card-text
li Wie Johannes der Täufer Jesus vorausging, so folgen die Jünger Jesus nach.
li
| Wie die Gewandung des Johannes eine Radikalität ausdrückt in Analogie zu Elija,
br
| so spricht auch eine Radikalität aus der Berufung der ersten Jünger, die nach der Berufung des Elischa des Schülers Elijas gestaltet ist.
li
| Johannes wies auf den nach ihm kommenden Stärkeren und seine Geisttaufe hin;
br
| die Jünger werden diese Taufe praktizieren (→ „Menschenfischer“).
br
| Beide stehen damit im Dienste des Stärkeren und der Umkehr und Erneuerung des Gottesvolkes bzw. der Menschheit.