Mk/Reinigen Überarbeitet – unfertig

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Peter Fischer 2021-12-18 22:25:38 +01:00
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br
| Jesus übernimmt das Schicksal des Aussätzigen, der nicht unter die Menschen gehen durfte, damit er niemanden anstecken konnte.
li
| Dieses „Umgedrehtsein das sei hier gleich angemerkt ist konstitutiv für diese Erzählung.
| Diese „Vertauschung das sei hier gleich angemerkt ist konstitutiv für diese Erzählung, wie sie auch in der vorausgehenden Erzählung konstitutiv war.
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br
| wir schätzten ihn nicht.
br
| aber er hat <i>unsere</i> Krankheit getragen und <i>unsere</i> Schmerzen auf sich geladen.
| aber <b>er hat <i>unsere</i> Krankheit getragen und <i>unsere</i> Schmerzen auf sich geladen</b>.
br
| Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.
br
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br
| <i>Zu unserem Heil lag die Züchtigung auf ihm,</i>
br
| <i><b>durch seine Wunden sind wir geheilt.</b></i>
| <i>durch seine Wunden sind wir geheilt.</i>
br
| 6 Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg.
br
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hr
ul.card-text
li
| Es ist daran zu erinnern, dass bei den „einsamen Orten“, an denen sich Jesus nun nur noch aufhält, die „Wüste“ mitschwingt,
| Im Griechischen schwingt vom entsprechenden Wort her bei den „einsamen Orten“, an denen sich Jesus nun nur noch aufhält, die „Wüste“ mit,
| die als Ort der Gottferne schon mehrfach im übertragenen Sinne verstanden werden konnte und musste.
li
| Bei der Auslegung der Taufe Jesu (→ Tod und Auferstehung Jesu) wurde darauf hingewiesen,
| Bei der Auslegung der Erzählung von der Taufe Jesu (→ Tod und Auferstehung Jesu) und auch der vorausgehenden Erzählung wurde darauf hingewiesen,
| dass Markus den Tod Jesu am Kreuz als Sterben in der und in die Gottferne inszeniert:
br
| kein himmlischer Helfer, Finsternis im Land, Aushauchen des Geistes; schließlich der Ruf Jesu: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
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br
| er übernimmt ihre Krankheit, sie werden geheilt;
br
| er stirbt in die Gottferne, sie werden aus der Gottferne befreit und in geheilte Gemeinschaft mit den Mitmenschen gestellt.
| er stirbt in die Gottferne, sie werden aus der Gottferne befreit und zugleich in geheilte Gemeinschaft mit den Mitmenschen gestellt.
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@ -507,6 +507,55 @@ block content
br
| Das Wunderbare, das über Jesus erzählt wird, zieht die Menschen an, weil sie daran teilhaben wollen.
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h5.card-title
| Der Gang in die „Einsamkeit“ Das Ziehen durch ganz Galiläa bzw. das Kommen von überallher
h6.card-subtitle.text-muted „Vertauschungen“ im Vergleich zur vorausgehenden Erzählung
hr
ul.card-text
li
| Im direkten Vergleich zur vorausgehenden Erzählung fallen Vertauschungen auf:
table.table.table-sm.mt-3
thead
tr
th.card-text(style="width: 50%;")
| Rückzug und Aufbruch
th.card-text
| Heilung des „Aussätzigen“
tbody
tr
td.card-text
| Jesus „steht auf“ und geht in die „Einsamkeit“
br
| Petrus verfolgt Jesus, um diesen aus der „Einsamkeit“ (= Tod am Kreuz [„Ärgernis des Kreuzes“]) zurückzuholen
td.card-text
| Ein Aussätziger kommt zu Jesus, und bittet um Heilung
br
| Es findet ein „Austausch“ statt (im Tod am Kreuz)
tr
td.card-text
| Jesus verlässt den „einsamen Ort“ und zieht verkündigend durch „ganz Galiläa“
td.card-text
| Der Geheilte verkündet, was Jesus an „einsame Orte“ treibt;
br
| die Leute kommen „von überallher“ zu Jesus
li
| Während Mk 1,35-39 damit beginnt, dass Jesus in die Einsamkeit geht,
| endet Mk 1,40-45 damit.
li
| Gerade im Blick auf die Enden der Erzählung wird die „Vertauschung“ deutlich:
br
| einmal geht Jesus aus der Einsamkeit in die Öffentlichkeit, einmal zieht er sich aus der Öffentlichkeit in die Einsamkeit zurück;
br
| einmal ist Jesus der Verkünder, einmal ist es der Geheilte;
br
| einmal geht Jesus zu den Menschen in weitem Umfeld („ganz Galiläa“), einmal kommen die Menschen aus weitem Umfeld („von überallher“) zu ihm.
li
| Während in Mk 1,35-39 Petrus Jesus in die Einsamkeit verfolgt, weil er ihn von dort „zurückholen“ will das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen will ,
| kommen die Menschen in Mk 1,40-45 „von überallher“ (→ Juden und Völkerwelt!) zu Jesus in die „Einsamkeit“, weil sie das „Ärgernis des Kreuzes“
| positiv anzieht: im Tod Jesu am Kreuz sehen sie ihre Chance auf Heil, wie es der „Aussätzige“ erlebt hat.
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h5.card-title
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br
| auffällig auch: schon den Dämon in der Synagoge hatte Jesus <i>angefahren</i>, dass er schweigt.
li
| Während aber gegenüber den Dämonen das Wissen darum, wer Jesus ist, mit dem Schweigegebot belegt wurde,
| Während aber gegenüber den Dämonen das Aussprechen des Bekenntnisses, wer Jesus ist, mit dem Schweigegebot belegt wurde,
br
| wird hier das Wunder selbst mit dem Schweigegebot belegt.
br
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br
| Jesus geht in die Gottferne („Verderben“), um die Menschen daraus zu retten.
li
i „Austausch“ (nicht „Schicksalsgemeinschaft“) Auswirkung des Todes Jesu (nicht der Auferstehung)
i „Austausch“ (nicht „Schicksalsgemeinschaft“) Auswirkung des Todes Jesu (nicht Teilhabe an der Auferstehung)
ul.card-text
li
| Anders als bei den bisherigen Wundern geht es hier bei der Heilung des „Aussätzigen“
| nicht um eine (positive) Schicksalsgemeinschaft des/der Geheilten mit Jesus
| im Sinne einer Analogie zur Auferstehung Jesu wie etwa bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus ,
| im Sinne einer Teilhabe an der Auferstehung Jesu wie etwa bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus ,
| die alle ohne ein sich auf das Wunder beziehendes Schweigegebot erzählt werden,
br
| sondern um den „Austausch“ Jesu, den er mit dem Kranken vollzieht und der anschaulich bebildert wird.
@ -609,7 +658,8 @@ block content
hr
ul.card-text
li
| Während sich die Dämonen an das Schweigegebot gehalten haben und sich künftig auch alle anderen an das Schweigegebot halten werden,
| Während sich die Dämonen an das Schweigegebot gehalten haben und sich künftig auch alle anderen mit Ausnahme von Mk 7,31-37
| an das Schweigegebot halten werden,
| wird das Schweigegebot durch den vom „Aussatz“ Geheilten gebrochen.
li
| Formal entspricht die Verkündigungstätigkeit des Geheilten dem „Austausch“ mit Jesus: von dessen Verkündigungstätigkeit
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| Die inhaltliche Bestimmung der Wendung „das Wort“ ist zwar nicht eindeutig gegeben, sie ist wohl aber mit der
| Botschaft, dass Jesus ihn, den einst „Aussätzigen“, geheilt hat und ihn dazu berührt hat, zu füllen
| nur so ist zu begründen, warum Jesus nun die Folgen des übernommenen „Aussatzes“ in der Erzählung zu tragen hat.
br
span.small Es kann also nicht nur um die Heilung selbst gehen, sondern die Berührung durch Jesus muss mit enthalten sein.
p.small.card-text Es kann also nicht nur um die Heilung selbst gehen, sondern die Berührung durch Jesus muss mit enthalten sein.
li
| Die eigenwillige Wendung „das Wort“ kann man in Analogie zu der nicht direkt bestimmten „Lehre“ Jesu in der Erzählung
| von der Austreibung des unreinen Geistes in der Synagoge setzen;
@ -639,33 +688,11 @@ block content
li
| Den einen bringt der Tod Jesu am Kreuz den Untergang, den anderen als Kehrseite derselben Medaille ein neues Leben.
li
| Insofern das Schweigegebot hier das einzige ist, das im ganzen Evangelium gebrochen wird,
| Insofern das Schweigegebot hier eines von nur zweien ist, das im ganzen Evangelium gebrochen wird,
| könnte dies ein Signal sein:
br
i Diese Botschaft vom „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ ist unbedingt zu verkünden!
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h5.card-title
q geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat ihnen zum Zeugnis
h6.card-subtitle.text-muted Der Tempel in Jerusalem kommt in Blick
hr
ul.card-text
li
| Es ist Aufgabe der Priester die auch die Funktion eines Arztes hatten , die Gesundung von Aussätzigen zu bestätigen.
br
| Wenn der Priester die Heilung bestätigt die wiederhergestellte „Reinheit“ feststellt , darf der Geheilte wieder am normalen Leben teilnehmen.
li
| Da der „Aussatz“ hier theologisch-ethisch zu verstehen ist, muss weiter bedacht werden,
| dass der Tempel eigentlich der Ort der Sündenvergebung und der Wiederherstellung der „Reinheit“ ist.
br
| Jesu Wirken „ersetzt“ in diesem Falle den Tempel dort kann man nur bestätigen.
li
| Mit der Notiz kommt jedenfalls indirekt der Tempel und mit ihm Jerusalem in den Blick;
| dorthin wird Jesus sein weiterer Weg führen der Konflikt dort deutet sich hier schon an,
| wird doch quasi das Zeugnis vorausgeschickt, dass Jesus (sein Tod und seine Auferstehung) „Reinheit“ jenseits des Tempels ermöglicht.
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h5.card-title
@ -691,7 +718,8 @@ block content
li
| So ist Gott (neu) im Leben dieses Menschen angekommen.
li
| Mit dem vollzogenen „Austausch“ hat sich also Jesus ganz in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen gestellt.
| Mit dem vollzogenen „Austausch“ hat sich Jesus ganz in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen gestellt,
| hat er „den Weg des Herrn“ zu diesem Menschen „bereitet“.
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@ -724,6 +752,152 @@ block content
| fehlt dort eine solche unmittelbare Übertragung der Tätigkeit der Zebedäussöhne auf die spätere Tätigkeit im Dienste Jesu und des Evangeliums;
br
| hier wird sie nachgeholt.
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h5.card-title
q geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat ihnen zum Zeugnis
h6.card-subtitle.text-muted Der Tempel in Jerusalem kommt in Blick
hr
ul.card-text
li
| Es ist Aufgabe der Priester die auch die Funktion eines Arztes hatten , die Gesundung von Aussätzigen zu bestätigen.
br
| Wenn der Priester die Heilung bestätigt die wiederhergestellte „Reinheit“ feststellt , darf der Geheilte wieder am normalen Leben teilnehmen.
li
| Da der „Aussatz“ hier theologisch-ethisch zu verstehen ist, muss weiter bedacht werden,
| dass der Tempel eigentlich der Ort der Sündenvergebung und der Wiederherstellung der „Reinheit“ ist.
br
| Jesu Wirken „ersetzt“ in diesem Falle den Tempel dort kann man nur bestätigen.
li
| Mit der Notiz kommt jedenfalls indirekt der Tempel und mit ihm Jerusalem in den Blick;
| dorthin wird Jesus sein weiterer Weg führen der Konflikt dort deutet sich hier schon an,
| wird doch quasi das Zeugnis vorausgeschickt, dass Jesus (sein Tod und seine Auferstehung) „Reinheit“ jenseits des Tempels ermöglicht.
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h5.card-title
q.bibeltext
| Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, ... dem Gesetz unterstellt ...
span.bibelstelle Gal 4,4
h6.card-subtitle.text-muted
q.bibeltext Das Netz ist zerrissen, und wir sind frei
span.bibelstelle Ps 127,7
hr
ul.card-text
li
| Die Aufforderung Jesu an den Geheilten, sich dem Priester zu zeigen und das Reinigungsopfer darzubringen also dass jüdische Gesetz zu erfüllen ,
| passt eigentlich nicht zum markinischen Jesus;
br
| sie wirft in der Markus-Exegese aufgrund der sonst sehr deutlich festzustellenden Distanz
| zum jüdischen Gesetz Fragen auf.
li
| Bereits in der vorausgehenden Erzählung war das Reparieren des Netzes, wovon Jesus die Söhne des Zebedäus durch den Ruf
| in die Nachfolge erfolgreich abhält, mit Ps 127,7 als Brücke auf
span.bibelstelle Gal 5,1
| bezogen worden:
br
q.bibeltext Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht daher fest und lasst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen!
br
| Markus beschäftigt sich also mit dem im Bild des Netzes gegenwärtigen jüdischen Gesetz und nutzt dazu den Brief des Paulus an die Galater.
li
| Das auffällige Halten Jesu an das jüdische Gesetz ist dann von
span.bibelstelle Gal 4,4-5
| her verständlich:
br
q.bibeltext
| Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn,
br
| geboren von einer Frau und
i dem Gesetz unterstellt,
br
| damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen,
br
| und damit wir die Sohnschaft erlangen.
li
| Das Freikaufen derer, die unter dem Gesetz stehen, lässt sich sehr gut mit der Heilung des „Aussätzigen“ verbinden,
| da
span.bibelstelle Gal 3,10.13-14
| zu ergänzen ist:
br
q.bibeltext
| 10 Diejenigen aber, die aus den Werken des Gesetzes leben, stehen unter einem Fluch.
br
| Denn geschrieben steht: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was das Buch des Gesetzes zu tun vorschreibt. [Dtn 27,26]
br
| 13 Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist;
br
| denn es steht geschrieben: Verflucht ist, wer am Holz hängt. [Dtn 21,23]
br
| 14 Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird
br
| und wir so durch den Glauben den verheißenen Geist empfangen.
li
| Der „Segen für die Völker“ (→ Gen 12,3) in Verbindung mit dem Freikauf vom (Fluch des) Gesetz(es) war in der vorhergehenden Erzählung Thema;
br
| jetzt geht es um den Freikauf als solchen das stellvertretende Tragen des Fluches und es kommen daher
| als jene, „die unter dem Gesetz stehen“ (→ Gal 4,5) besonders die Juden in den Blick.
li
| Insofern Gal 4,4-5 das Thema „Sohn Gottes“ bzw. „Sohnschaft“ in die Heilung des „Aussätzigen“ einträgt,
br
| begegnet dieses sowohl in der Mitte der konzentrischen Gliederung (→ Söhne des Zebedäus), als auch am oberen und unteren Rand
| der konzentrischen Gliederung:
br
| der „Aussätzige“ wird durch den „Austausch“ mit Jesus zu einem Sohn Gottes, wie die Söhne des Zebedäus durch ihre Nachfolge zu Söhnen Gottes werden.
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h5.card-title
q.bibeltext
| Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht daher fest und lasst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen!
span.bibelstelle Gal 5,1
h6.card-subtitle.text-muted Das Gesetz wiederaufrichten <i>oder</i> Menschen vom Fluch des Gesetzes „reinigen“
hr
ul.card-text
li
| Ist erkannt, dass sich das Flicken des Netzes durch die Söhne des Zebedäus in einem übertragenen Sinn auf den Versuch des
| Wiedereinführens des jüdischen Gesetzes im (paulinisch-markinischen) Christentum beziehen lässt, ist
| die durch den Wortanklang hergestellte Verbindung zwischen dem Herrichten der Netzte (gr. katartizo) und dem Reinmachen
| des „Aussätzigen“ (gr. katarizo) vor diesem Hintergrund nochmal zu bedenken.
li
| Indem die Söhne des Zebedäus das Herrichten der Netzte also das Wiederaufrichten des jüdischen Gesetzes sein lassen müssen,
| um in die Nachfolge Jesu einzutreten,
br
| wird zwischen dem Wiederaufrichten des jüdischen Gesetzes und dem Wiederherstellen („rein machen“)
| der Menschen ein scharfes „entweder oder“ konstituiert.
li
| Ganz im Sinne des Paulus ist nicht beides zugleich zu haben, wie dieser in
span.bibelstelle Gal 5,4
| verdeutlicht:
br
q.bibeltext
| Ihr, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, seid von Christus getrennt;
br
i ihr seid aus der Gnade herausgefallen.
li
| Die Umkehrprobe in Bezug auf das Handeln der Söhne des Zebedäus funktioniert:
br
| Würden die Jünger wieder zum Herrichten der Netzte also zur Wiederaufrichtung des Gesetzes zurückkehren,
| müssten sie die Jesus-Nachfolge verlassen; sei wären von Jesus getrennt.
li
| Für Paulus wie für Markus ist klar, dass christliche Existenz für Judenchristen wie für Völkerchristen
| eine Existenz <i>jenseits</i> des jüdischen Gesetzes sein muss, weil nur so der Fluch, den das Gesetz spricht und den Jesus stellvertretend getragen hat,
| in die Vergangenheit rutscht und eine befreite Gegenwart ermöglicht ist:
br
| Der gläubige Christ hat sich vom Gesetz das Todesurteil zusprechen lassen und ist diesem durch das Mitsterben/Mitgekreuzigtsein mit Christus (→ Taufe) entkommen,
| was aber in eine Existenz führt, die das jüdische Gesetz hinter sich lässt.
br
| Paulus drückt es in
span.bibelstelle Gal 2,19
| so aus:
br
q.bibeltext
| Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe.
br
| Ich bin mit Christus gekreuzigt worden.
br
| Paulus und Markus nehmen gerade dadurch jüdisches Gesetz einerseits und Kreuz Jesu andererseits radikal ernst!
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