Überarbeitung Mk/Zwölf
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h5.card-title Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand: <q>wiederhergstellt</q>
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h5.card-title Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand: <q>wiederhergestellt</q>
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 3,1-6
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| 19 und Judas Iskariot, der ihn dann ausgeliefert hat.
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h5.card-title
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q Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er selbst wollte, und sie kamen zu ihm.
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h6.card-subtitle.text-muted Ein nur scheinbar abrupter Szenenwechsel – vom Boot zum Berg
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hr
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li
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| Die Szenerie wechselt scheinbar abrupt:
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li Statt dass Jesus das in der vorausgehenden Erzählung bereitgestellte Boot besteigt, steigt er auf einen Berg.
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li Auch sind die herbei geströmten Massen „verschwunden“, einfach nicht mehr da, ohne dass die Szene aufgelöst worden wäre.
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li
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| Das Steigen Jesu auf den Berg und die anschließende Versammlung der Zwölf dort greift allerdings den versuchten aber misslungenen
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| Rückzug Jesu mit den Jüngern an den See auf.
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li
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| Dass Jesus nicht – wie wohl erwartet – das Boot besteigt, sondern einen Berg, bindet Boot und Berg „irgendwie“ zusammen.
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br
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| Dabei sind einige Dinge zu bedenken:
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ul.card-text
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li
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| Auch zur Verklärung (Mk 9,2-13) steigt Jesus auf einen Berg; jene Erzählung ist klar von der Auferstehung her zu betrachten,
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| wie auch das Gespräch beim Abstieg verdeutlicht.
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li
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| In Mk 6,45-52 steigt Jesus auch auf einen Berg.
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br
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| Und von diesem Berg her ist er anschließend Retter für seine Jünger in Seenot, wobei der Gottesname „Ich-bin-da“ anklingt.
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li
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| Die Funktion des Bootes sollte es sein, ein Überleben im Angesichts des Todes – des bedrohlichen Herandrängens der Massen – sein.
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| Das alles legt nahe, das Besteigen des Berges durch Jesus – zunächst ja alleine! – mit der Auferstehung Jesu zu verbinden:
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br
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| Wie das Boot ein Überleben Angesichts des Todes ermöglicht,
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br
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| so bezeichnet der Berg hier – für Jesus – das Neue Leben bei Gott nach dem Tod:
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br
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i Das von Jesus nicht genutzte Boot begegnet hier auf anderer Ebene im Berg.
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li
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| Von Bedeutung ist auch, dass Jesus nicht <i>einen</i> Berg, sondern <i>den</i> Berg besteigt, was wohl eine Anspielung auf den Gottesberg sein soll.
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br
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| Im Buch Exodus sind es Mose und auch andere, die von Gott hinaufgerufen werden auf den Sinai und den Berg besteigen:
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q.bibeltext
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| 20 Der Herr war auf den Sinai, auf den Gipfel des Berges, herabgestiegen.
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br
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| Er hatte Mose zu sich auf den Gipfel des Berges gerufen und Mose war hinaufgestiegen.
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br
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| 21 Da sprach der HERR zu Mose: Geh hinunter und schärfe dem Volk ein, sich nicht an den HERRN heranzudrängen,
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| um zu schauen, sonst müssen viele von ihnen umkommen.
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span.bibelstelle Ex 19,20-21
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br
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| Auffällig in Verbindung mit der Erzählung bei Markus ist:
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li
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| Mose wird von Gott auf den Berg hinaufgerufen, wie Jesus jene hinaufruft, die er will.
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li
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| Die Szene in Ex 19,20 ist sehr analog zu jener in Mk 3,13:
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ul.card-text
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li Gott/Jesus ist auf dem Berg.
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li Er ruft jemanden zu sich hinauf.
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li Der Gerufenen bzw. die Gerufenen steigen zu ihm empor.
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| Dabei ist Jesus – und das ist auffällig und wichtig – nicht an der Stelle des Mose, sondern an der Stelle Gottes.
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br
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| Dies unterstreicht, dass Jesus hier als Auferstandener wirkt.
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br
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| Sachlogisch ist dabei, dass Gott vom Himmel auf den Berg „herabsteigt“, wie Jesus als Anspielung auf seine Auferstehung auf den Berg „hinaufsteigt“,
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| wobei er – wie in anderen Erzählungen – für seine Jünger „erreichbar“ ist, weil das Evangelium insgesamt noch auf dem Weg zu Tod und Auferstehung Jesu ist.
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p.small.mb-0 (Und weil Jesus auch nach seinem Tod als Auferstandener für seine Jünger „erreichbar“ ist.)
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li
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| Mose soll das Volk davon abhalten, sich „an den HERRN heranzudrängen“, da dies Todesfolge für jene Herandränger aus dem Volk haben würde.
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br
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| In der Vorausgehenden Erzählung sollten die Jünger ein Boot angesichts des Herandrängens an Jesus bereithalten, weil dieser
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| seinen Tod durch die Massen befürchtete.
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br
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| Auch wenn die „Todesfolge“ einmal für das Volk, einmal für Jesus gilt, so ist es doch auffällig,
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| dass in einer sehr analogen Erzählung zu Mk 3,13 in Ex 19,20-21 genau wie in der Mk 3,13 vorausgehenden Erzählung
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| von einem Herandrängen der Massen die Rede ist, welches – je auf seine Weise – problematisiert wird; dies unterstreicht
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| die Verbindung von Mk 3,13 mit Ex 19,20.
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| Eine weitere zu Mk 3,13 analoge Erzählung bilden
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span.bibelstelle Ex 24,1.9
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| mit dem Bundesschluss am Sinai dazwischen:
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br
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q.bibeltext
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| 1 Zu Mose sprach er [= Gott]: Steig zum HERRN hinauf zusammen mit Aaron, Nadab, Abihu und mit siebzig
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| von den Ältesten Israels
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br
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| 9 ... stiegen Mose, Aaron, Nadab, Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf
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br
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| Auffällig in Verbindung mit der Erzählung bei Markus ist:
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ul.card-text
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li
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| Mose und andere werden mit Namen genannt, wie in Mk 3,13-19 die Apostel.
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li
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| Wie es bei Mose die 70 Ältesten sind, so sind es in Mk 3,13-19 die Zwölf, die auf den Berg gerufen werden.
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li
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| Der zwischen Ex 24,1.9 erzählte Bundesschluss und das dann in Ex 24,10 erzählte Schauen Gottes auf dem Gottesberg
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| mit dem gemeinsamen Essen und Trinken lassen sich – als „getriggert“ durch Mk 3,13-19 – in anderen konzentrischen Gliederungen sehr gut
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| mit der Verklärung Jesu auf einem Berg und mit dem Letzten Abendmahl („Blut des Bundes“ in Mk 14,24 wie Ex 24,8!) verbinden.
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li
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| Auch hier erscheint Jesus an der Stelle Gottes (beim Bundesschluss/Abendmahl dann allerdings an der Stelle des Mose).
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li
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| Zusammenfassend lässt sich sagen:
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ul.card-text
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li
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| Markus formuliert die Erzählung in Anlehnung an Vorbilder aus dem Buch Exodus, bei dem es um das Hinaufsteigen
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| des Mose und anderer – wie etwa der 70 Ältesten – zu Gott geht.
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li
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| Dabei erscheint Jesus an der Stelle Gottes (nicht der des Mose).
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li
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| Es ist also sehr wahrscheinlich, dass das Besteigen des Berges durch Jesus allein einleitend seine Auferstehung vergegenwärtigen soll,
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| Jesus hier also als Auferstandener handelt.
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li
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| Dies fügt sich auch mit der vorausgehenden Erzählung gut zusammen, auch im Hinblick auf die Mitte der konzentrischen Gliederung:
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ul.card-text
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li
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| In Mk 3,7-12 stand Jesus an der Schwelle des Todes, in den Berührungen zur Heilung war diese gleichsam aber –
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| in Analogie zur Heilung des „Aussätzigen“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung – bereits überschritten;
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br
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| das Steigen auf den Berg impliziert den vorausgehenden Tod Jesu am Kreuz zum Heil, an dem die Vielen Anteil haben.
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li
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| Das Hinaufsteigen zunächst von Jesus allein auf den Berg verbindet sich mit dem Rückzug Jesu an einsame Orte,
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| nachdem er vom ehedem „Aussätzigen“ nun als „Aussätziger“ aufgrund der Berührung mit diesem geoutet wurde,
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| was bereits auch auf die Zeit nach Tod und Auferstehung Jesu vorausgeblickt hat.
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li
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| Das Kommen der Vielen in Mk 3,7-12 band das vorösterliche Verkündigungswirken Jesu (Mk 1,39) und
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| das „nachösterliche“ des Geheilten (Mk 1,45) wie auch das Heilungswirken Jesu beim „Aussätzigen“
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| in der erweiterten Mitte der konzentrischen Gliederung zusammen,
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br
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| jetzt ist der Fokus – mit veränderter Mitte der konzentrischer Gliederung – ganz auf die nachösterliche Zeit
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| gelegt, das Verkündigungs- und Heilungs-Wirken der Apostel, die im weiteren Fortgang in Mk 3,14-19 eingesetzt werden
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| und die sich mit dem (nachösterlichen) Verkündigungswirken des ehedem „Aussätzigen“ wie mit seiner Heilung verbinden lassen.
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h5.card-title
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q
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| ... und rief die zu sich,
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i die er selbst wollte
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h6.card-subtitle.text-muted Abgrenzung zum Ansturm der Massen – bewusste Einsetzung Weniger zum Dienst an den Vielen
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hr
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ul.card-text
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li
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| Während in der vorausgehenden Erzählung wie in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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| die Menschen offenbar von sich aus kommen – aufgrund der Verkündigung von nicht namentlich genannten
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| Zeugen des Wirkens Jesu bzw. selber Geheilter, nicht zuletzt von Mk 1,28 und Mk 1,45 her –,
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br
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| wird nun der Wille Jesu in der Auswahl einiger weniger explizit betont.
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li
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| Beides erscheint zunächst im Kontrast zueinander zu stehen.
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li
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| Wie der weitere Fortgang aber verdeutlicht, wird hier nicht ein abgeschlossener elitärer Kreis geschaffen,
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| sondern ein Kreis von besonderen Nachfolgern, die bei Jesus in die Schule gehen sollen,
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br
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i damit dieser sie später aussenden kann zum Dienst an den Vielen,
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br
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| quasi – in Aufnahme des „überallher“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung – „nach überallhin“.
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li
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| Schon bei der Betrachtung der vorausgehenden Erzählung wurde erwähnt, dass der Rückzug Jesus <i>mit den Jüngern</i>
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| demnächst öfter begegnet, damit Jesus sie in besonderer Weise belehren kann,
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| aber nicht mit „Geheimwissen“, sondern mit der spezifischen Lehre Jesu,
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| mit dem Ziel, dass diese sie später öffentlich verkündigen.
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br
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| Das besondere Sein Jesu mit dem kleinen berufenen Kreis besonderer Nachfolger steht im Dienst der Vielen,
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| denen sie als „Multiplikatoren“ des Wirkens Jesu dienen sollen.
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li
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| Dennoch ist die Betonung des Willens Jesu auffallend:
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br
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| diese Multiplikatoren werden als direkt von Jesus berufen herausgestellt, aufgrund von Jesu direktem Willen
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br
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| und ihre Berufung ist doch in Kontrast gesetzt zum Kommen der Vielen aufgrund der Verkündigung anderer Menschen.
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li
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| Dabei werden einerseits die Souveränität Jesu bzw. die Souveränität der Berufung durch Jesus herausgestellt,
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br
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| dies hat aber andererseits Folgen für das Selbstverständnis der so Berufenen.
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li
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| Bei allen vorausgehenden und auch kommenden Anspielungen auf Briefe des Apostel Paulus könnte auch hier
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| der Blick auf Paulus, näherhin der Brief des Paulus an die Galater, verdeutlichen, was Markus hier sagen will:
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br
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q.bibeltext
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| Paulus,
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br
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i zum Apostel berufen,
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br
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| nicht von Menschen oder durch einen Menschen,
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br
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i sondern durch Jesus Christus und durch Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat,
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br
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| und alle Brüder, die bei mir sind, an die Gemeinden in Galatien
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span.bibelstelle Gal 1,1-2
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p.small
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| Man beachte, dass die Wendung „die bei mir sind“ in Gal 1,1 mit Bezug auf Paulus sich ganz ähnlich in Mk 3,14 findet
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| mit Bezug auf Jesus: „... dass sie mit ihm seien“.
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q.bibeltext
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| Als es aber Gott gefiel, der mich schon im Mutterleib auserwählt und durch seine Gnade berufen hat,
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| in mir seinen Sohn zu offenbaren, damit ich ihn unter den Völkern verkünde, da zog ich nicht Fleisch und Blut zu Rate;
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| ich ging auch nicht sogleich nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog nach Arabien und kehrte dann wieder nach Damaskus zurück.
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span.bibelstelle Gal 2,15-17
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li.small
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| Man beachte eine interessante Parallele zwischen den Aussagen des Paulus zu seiner Berufung und Mk 3,13-19:
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br
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| Wie Paulus seine Berufung auf den Auferstandenen zurückführt, werden auch hier die Zwölf vom „Auferstandenen“ auf dem Berg berufen.
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li
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| Paulus ist es sehr wichtig, seine eigene Berufung auf Jesus direkt zurückzuführen;
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| dies gegen den Vorwurf, „Apostel zweiter Klasse“ zu sein, da er ja erst nach Ostern zum Glauben kam,
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| und dass daher sein Wissen über Jesus ein vermitteltes, nicht direkt erlebtes sei,
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| das der Korrektur durch die „echten Apostel“ offen stehen würde.
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li
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| Auf die direkte Berufung durch Jesus stützt Paulus seine Autorität;
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br
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| sie geht auf Jesus zurück, ist Resultat des göttlichen Heilsplans und nicht einer Wahl oder Beauftragung durch Menschen.
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br
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| Analoges wird hier – in Absetzung von den Vielen – von den Zwölf ausgesagt.
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br
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| Die Zwölf sind zwar für die Vielen da, aber nicht von diesen auserwählt, sondern von Jesus;
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br
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| sie sind allein dem Willen Jesu – in Lehre und Tätigkeit – verpflichtet, der sie ausgewählt hat
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| und zu dem gemacht hat, was sie sind.
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li
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| Nachdem der Kreis der Zwölf zur Zeit der Abfassung des Markus-Evangeliums nicht mehr existierte
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br
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| und ferner die Berufung der Zwölf aufgrund des direkten Willens Jesu auf die Berufung des Paulus, wie er sie im Galaterbrief verdeutlicht,
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| durchsichtig wird,
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br
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| wird Markus hier etwas generell zum kirchlichen „Amt“ sagen wollen:
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br
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| ganz im Dienst der Vielen, aber ganz von Jesus her und ihm verpflichtet.
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li
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| Hier darf bewusst werden, dass auch bei der Heilung des „Aussätzigen“ der Wille Jesu herausgestellt wird,
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| eine klare Verbindung der Erzählung am unteren Rand und mit jener in der Mitte der konzentrischen Gliederung.
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br
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| Allerdings kommt der „Aussätzige“ zunächst von sich aus auf Jesus zu – wie die Vielen in der vorausgehenden Erzählung –,
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| seine Bitte um Hilfe ist aber eher umständlich
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| und fragt nach dem Willen Jesu:
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ul.card-text
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li Dass beim „Aussätzigen“ einerseits das Kommen von sich aus zu Jesus erzählt wird, verbindet ihn mit den Vielen in Mk 3,7-12 (→ vorherige konzentrische Gliederung);
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li dass andererseits der Wille Jesu zur Heilung fragend herausgestellt wird, verbindet ihn mit der Berufung der Zwölf (→ aktuelle konzentrische Gliederung).
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| Dass der Wille Jesu zur Heilung des „Aussätzigen“ explizit herausgestellt wird und die Berufung der Zwölf
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| gemäß explizitem Willen Jesu geschieht,
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| ist wohl von der perspektivischen Beauftragung der Zwölf zur Dämonenaustreibung her zu verstehen.
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br
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i → Die durch den ausdrücklichen Willen Jesu (besonders) Berufenen werden zu den Ausführenden des Heilswillens Jesu an den Vielen.
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br
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| Das Schweigegebot, das dem Geheilten auferlegt wird und das dieser bricht, verbindet sich damit,
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| dass zwar die perspektivische Absicht Jesu, dass die Zwölf verkündigen sollen, genannt ist, diese aber erst zu einem
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| späteren Zeitpunkt damit beauftragt werden.
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br
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| Alles steht unter dem Vorbehalt des erzählerisch noch ausstehenden Todes und der Auferstehung Jesu.
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q ... und er machte zwölf
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hr
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ul.card-text
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li
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| Es heißt nicht eigentlich, dass Jesus die Zwölf „einsetzte“, sondern dass er sie „machte“,
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br
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| wie er Petrus und Andreas schon in Mk 1,17 in Aussicht stellte, dass er sie zu Menschenfischer „machen“ würde.
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li
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| Dieses „Machen“ ist im Sinne von „Einsetzen“ zu verstehen, wie auch alttestamentliche (griechische) Texte verdeutlichen.
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li
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| In der Exegese ist umstritten, inwieweit dieses „Machen“ eine Anspielung auf die Schöpfungserzählung sein soll,
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| die von einem Machen Gottes spricht.
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br
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| Jedenfalls gibt es einige interessante Bezüge:
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ul.card-text
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li
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| Die Schöpfung ist ein „Machen“ Gottes gegen das Chaos, das zurückgedrängt wird, damit Leben möglich ist.
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li
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| Jesus „macht“ die Zwölf quasi als Antwort auf den ungeordneten Andrang der Vielen, das Chaos, das bei Jesus Todes-Angst hervorruft.
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li
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| An anderen Stellen des Evangeliums wird deutlich, dass Gott selbst durch Jesus hindurch wirkt;
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br
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| Jesus wirkt (neu-)schöpferisch etwa am Taubstummen in Mk 7,31-17 und sein Wort weckt das tote Mädchen in Mk 5,35-43 auf,
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| wie das Wort Gottes die Schöpfung bewirkt.
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li
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| Wichtig ist allemal der Aspekt, dass die Zwölf – und damit das Amt insgesamt – eine Antwort auf den unbändigen Andrang der Vielen ist.
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br
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| Das Amt hat damit nicht nur – wie unten ausgeführt – verkündigende und heilsvermittelnde Funktion, sondern auch ordnende Funktion:
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br
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i Jesus <i>erschafft</i> das Amt, um des Andrangs der Vielen Herr zu werden.
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li
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| Dies bestätigt etwa die Erzählung von der Brotvermehrung in Mk 6,35-44;
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br
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| dort lässt Jesus die Menschen <i>durch die Anweisung der Jünger</i> „in Mahlgemeinschaften im grünen Gras lagern“,
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| was als ordnender Umgang mit den vielen hungrigen Menschen verstanden werden kann.
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li
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| Das „Machen“ der Zwölf durch Jesus, um den unbändigen Massen Herr werden zu können,
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br
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| vergegenwärtigt eine Erzählung aus dem Buch Exodus, wo Mose Hauptleute „macht“, um dem ganzen Volk gerecht werden zu können:
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br
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q.bibeltext
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| 13 Am folgenden Morgen setzte sich Mose, um für das Volk Recht zu sprechen.
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br
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| Die Leute mussten vor Mose vom Morgen bis zum Abend anstehen.
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| 14 Als der Schwiegervater des Mose sah, was er alles für das Volk zu tun hatte, sagte er:
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br
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q Was soll das, was du da für das Volk tust? Warum sitzt du hier allein und die vielen Leute müssen vom Morgen bis zum Abend vor dir anstehen?
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br
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| 15 Mose antwortete seinem Schwiegervater:
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br
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q
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| Weil das Volk zu mir kommt, um Gott zu befragen.
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br
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| 16 Wenn sie einen Streitfall haben, kommt er zu mir.
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br
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| Ich entscheide zwischen ihnen und teile ihnen die Gesetze und Weisungen Gottes mit.
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br
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| 17 Da sagte der Schwiegervater zu Mose:
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br
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q
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| Es ist nicht gut, wie du das machst.
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br
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| 18 So richtest du dich selbst zugrunde und auch das Volk, das bei dir ist.
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br
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| Das ist zu schwer für dich; allein kannst du es nicht bewältigen.
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br
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| 19 Nun hör zu, ich will dir einen Rat geben und Gott wird mit dir sein.
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br
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| Vertritt du das Volk vor Gott! Bring ihre Angelegenheiten vor ihn,
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| 20 unterrichte sie in den Gesetzen und Weisungen und mach sie mit dem Weg bekannt, auf dem sie gehen, und mit dem Tun, nach dem sie handeln sollen!
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br
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| 21 Du aber sieh dich im ganzen Volk nach tüchtigen, gottesfürchtigen und zuverlässigen Männern um, die Bestechung ablehnen.
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br
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| Gib dem Volk Vorsteher für je tausend, hundert, fünfzig und zehn!
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br
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| 22 Sie sollen dem Volk jederzeit als Richter zur Verfügung stehen.
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br
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| Alle wichtigen Fälle sollen sie vor dich bringen, die leichteren sollen sie selber entscheiden.
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br
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| Entlaste dich und lass sie mittragen!
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br
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| 23 Wenn du das tust, sofern Gott zustimmt, bleibst du der Aufgabe gewachsen und dieses ganze Volk kann in Frieden heimkehren.
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br
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| 24 Mose hörte auf seinen Schwiegervater und tat alles, was er vorschlug.
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br
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| 25 Mose wählte sich tüchtige Männer in ganz Israel aus und setzte sie als Hauptleute über das Volk ein,
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br
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| als Vorsteher für je tausend, hundert, fünfzig und zehn.
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br
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| 26 Sie standen dem Volk jederzeit als Richter zur Verfügung.
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br
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| Die schwierigen Fälle brachten sie vor Mose, alle leichteren entschieden sie selber.
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br
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| 27 Mose verabschiedete seinen Schwiegervater und dieser kehrte in sein Land zurück.
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span.bibelstelle Ex 18,13-27
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li
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| Dass hier die Zahlen Hundert und Fünfzig – neben anderen – begegnen,
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| die auch in der Brotvermehrungserzählung als Größen der Mahlgemeinschaften auf Wirken der Jünger hin genannt sind (s. o.)
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| mag ein weiteres deutliches Indiz sein, dass Markus jene Erzählung aus dem Buch Exodus vergegenwärtigen und auf Jesus adaptieren will.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q ... damit er sie aussende
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hr
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ul.card-text
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li
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| Jesus ruft die Zwölf zu ihm hin, um sie von sich her auszusenden;
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| eine Bewegung auf ihn hin und von ihm her.
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li
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| Die Zwölf – bzw. insgesamt die „besonders Gerufenen“ – sind nicht als abgeschlossener elitärer Kreis geschaffen,
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| sondern als eine Gruppe von besonderen Nachfolgern, die – nachdem sie bei Jesus in die Schule gegangen sind –,
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| ausgesandt werden
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i zum Dienst an den Vielen.
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li
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| Die Szenerie lässt Jesus oben auf dem Berg sein, die Jünger steigen – wie Mose zu Gott – zu Jesus hinauf;
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| von der Begegnung mit ihm, dem „Auferstandenen“ her, werden sie dann ausgesandt.
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li
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| Sie sind Multiplikatoren für den Auferstandenen, sie wirken von ihm her und somit er durch sie.
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li
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| Der Bewegung der Vielen auf Jesus zu – in der Mitte der konzentrischen Gliederung („von überallher“) wie in der vorausgehenden Erzählung –
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| entspricht – als Gegenüber – die Aussendung der Zwölf durch Jesus quasi „überallhin“.
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h5.card-title Die Zwölf – Anteil an Jesu eigener Sendung
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hr
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p.card-text
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| Jesus beruft die Zwölf als Teilhaber an seiner eigenen Verkündigung und seiner eigenen
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| Vollmacht über die Dämonen, um sie später auszusenden.
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br
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||||
| Ihre Aufgabe ist es, mit Jesus mitzuwirken bzw. nach Ostern sein Werk fortzusetzen.
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||||
p.card-text
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| Die Heilung des Aussätzigen in der Mitte der konzentrischen Gliederung zeigt Jesus (Heilung) bzw. den Aussätzigen (Verkündigung)
|
||||
| als Vorbild.
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p.card-text
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||||
| Die Heilung ist dabei als Dämonenaustreibung zu interpretieren – machbar aufgrund der Bezüge in vorausgehenden Erzählungen und Verbindungen –;
|
||||
| gemeint ist mit den Dämonenaustreibungen also das „Reinmachen“ der Menschen in der Taufe, bei der sie den „Austausch“ Jesu mit den „Aussätzigen“ am Kreuz applizieren
|
||||
| und zur Anwendung kommen lassen.
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||||
p.card-text
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||||
| Die Verkündigungstätigkeit des Aussätzigen geschieht nach seinem „Austausch“ mit Jesus
|
||||
| – übertragen also nach dessen in der Erzählung angespielten Tod am Kreuz –;
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br
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||||
| genauso werden die von Jesus Gesendeten dann vor allem nach Ostern ihre Aufgabe haben, während vorher alles auf Jesus fokusiert bleibt.
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br
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| Aber auch nach Ostern ist und bleibt Jesus die zentrale Figur, von der alles ausgeht und bei dem alles zusammenläuft,
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| worauf die Menschen, die am Ende der Aussätzigenerzählung „von überallher“ <i>zu Jesus</i> kommen, hinweisen.
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| Jesus beruft die Zwölf als Teilhaber an seiner eigenen Verkündigung und seiner eigenen
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| Vollmacht über die Dämonen, um sie später auszusenden.
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| Ihre Aufgabe ist es, mit Jesus mitzuwirken bzw. nach Ostern sein Werk fortzusetzen.
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| Die Heilung des Aussätzigen in der Mitte der konzentrischen Gliederung zeigt Jesus (Heilung) bzw. den Aussätzigen (Verkündigung)
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| als Vorbild.
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| Die Heilung ist dabei als Dämonenaustreibung zu interpretieren – machbar aufgrund der Bezüge in vorausgehenden Erzählungen und Verbindungen –;
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| gemeint ist mit den Dämonenaustreibungen also das „Reinmachen“ der Menschen in der Taufe, bei der sie den „Austausch“ Jesu mit den „Aussätzigen“ am Kreuz applizieren
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| und zur Anwendung kommen lassen.
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| Doch vor dem Aussenden steht das „mit ihm sein“, das Bei-Jesus-in-die-Lehre gehen, als Befähigung, wirklich dem Willen Jesu zu entsprechen
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| im eigenen Tätigwerden.
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| Die Verkündigungstätigkeit des Aussätzigen geschieht nach seinem „Austausch“ mit Jesus
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| – übertragen also nach dessen in der Erzählung angespielten Tod am Kreuz –;
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| genauso werden die von Jesus Gesendeten dann vor allem nach Ostern ihre Aufgabe haben, während vorher alles auf Jesus fokusiert bleibt.
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| Aber auch nach Ostern ist und bleibt Jesus die zentrale Figur, von der alles ausgeht und bei dem alles zusammenläuft,
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| worauf die Menschen, die am Ende der Aussätzigenerzählung „von überallher“ <i>zu Jesus</i> kommen, hinweisen.
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h5.card-title Die Zwölf – „Stammväter“ des erneuerten Gottesvolkes
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| Da zum Zwölferkreis auch der spätere Verräter Judas zählt und dieser Kreis sehr bald nach Ostern
|
||||
| keine Rolle mehr spielt (man hat zwar noch Matthias für Judas nachgewählt, doch die Spur der Apostel verliert sich dann in der Apostelgeschichte),
|
||||
| wird man davon ausgehen können, dass Idee und Bestellung des Zwölferkreises auf Jesus selbst zurückgeht.
|
||||
p.card-text
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||||
| In der Zwölfzahl wird deutlich, dass Jesus das Zwölfstämmevolk Israel durch sein Wirken erneuern wollte;
|
||||
| seine Zwölf sollten die neuen ‚Stammväter‘ des erneuerten Gottesvolkes sein.
|
||||
p.card-text
|
||||
| Deutlich wird damit aber auch, dass der historische Jesus sehr wahrscheinlich eine rein innerisraelitische Perspektive
|
||||
| bzw. ein innerjüdisches Sendungsbewusstsein hatte – die Heiden kamen dann erst nach Ostern und erst „durch den Lauf der frühen Gemeinden-Geschichten“
|
||||
| dazu, wiewohl Verhaltensweisen Jesu hier Andockmöglichkeiten boten, besonders dann aber der Tod Jesu am Kreuz in paulinisch(-markinischer) Interpretation.
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| Da zum Zwölferkreis auch der spätere Verräter Judas zählt und dieser Kreis sehr bald nach Ostern
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| keine Rolle mehr spielt (man hat zwar noch Matthias für Judas nachgewählt, doch die Spur der Apostel verliert sich dann in der Apostelgeschichte),
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| wird man davon ausgehen können, dass Idee und Bestellung des Zwölferkreises auf Jesus selbst zurückgeht.
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| In der Zwölfzahl wird deutlich, dass Jesus das Zwölfstämmevolk Israel durch sein Wirken erneuern wollte;
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| seine Zwölf sollten die neuen ‚Stammväter‘ des erneuerten Gottesvolkes sein.
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| Deutlich wird damit aber auch, dass der historische Jesus sehr wahrscheinlich eine rein innerisraelitische Perspektive
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| bzw. ein innerjüdisches Sendungsbewusstsein hatte – die Heiden kamen dann erst nach Ostern und erst „durch den Lauf der frühen Gemeinden-Geschichten“
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| dazu, wiewohl Verhaltensweisen Jesu hier Andockmöglichkeiten boten, besonders dann aber der Tod Jesu am Kreuz in paulinisch(-markinischer) Interpretation.
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h5.card-title Die Zwölf – eine bunte Mischung
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| Die wenigsten Apostel spielen im Evangelium eine Rolle;
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||||
| als Markus sein Evangelium schreibt, ist der Kreis als solcher und sind die meisten seiner Glieder längst nur noch Erinnerung.
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p.card-text
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| Petrus und Andreas sowie Jakubus und Johannes sind uns als Fischer mittlerweile bekannt;
|
||||
br
|
||||
| auch die restlichen Apostel dürften eher aus dem „normalen“ bis „einfachen“ Volk stammen – zu bedenken ist allerdings das
|
||||
| zur Herkunft von Jakobus und Johannes Gesagte (→ Philipperhymnus).
|
||||
p.card-text
|
||||
| Auffällig ist, dass etwa auch eine „Simon Kanaanäus“ (=„Simon, der Zelot“) zum Apostelkreis,
|
||||
| also zum engsten Kreis um Jesus zählte.
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br
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||||
| Er gehörte damit offensichtlich der Gruppe der Zeloten an, einer militanten Gruppe,
|
||||
| die durchaus mit Gewalt einen Umsturz in Israel wollte.
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||||
br
|
||||
| Inwieweit er seine Ansichten durch sein Jüngersein angepasst hat oder seine Hoffnungen als Angehöriger der militanten Zeloten auf
|
||||
| den (in der Überlieferung eher friedliebenden) Jesus gesetzt hat (und dann vielleicht von ihm enttäsucht wurde),
|
||||
| wissen wir nicht und gehört in den Bereich der Spekulation. – Bemerkenswert ist seine Zugehörigkeit zu den Aposteln aber allemal.
|
||||
p.card-text
|
||||
| Ob der Beiname „Iskario“ des Judas als Herkunftsbezeichnung zu interpretieren ist (→ „Isch Qerijot“ = Mann aus Kariot)
|
||||
| oder doch Judas als „Sikarier“ (= „Dolchträger“ im Sinne von „Meuchelmörder“) ausweist, einer Untergruppe
|
||||
| der Zeloten, kann auch ncht abschließend geklärt werden, beides erscheint möglich.
|
||||
br
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||||
| Im Hinblich auf „Simon Kanaanäus“ ist aber gerade die letztere Interpretation nicht die unwahrscheinlichste,
|
||||
| weil sie auch eine gewisse Erklärung geben könnte, warum ausgerechnet Judas zum Verräter wurde.
|
||||
p.card-text
|
||||
| Festzuhalten bleibt, dass Jesus offenbar ganz unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Hoffnungen anziehen konnte;
|
||||
br
|
||||
| sicher hat er – gerade als Messias <i>durch seinen Tod am Kreuz</i> – nicht alle Hoffnungen erfüllen können,
|
||||
| wie das Kreuz unter einigen Jesus-Jüngern ja auch nachösterlich zum „Ärgernis“ geworden ist (→ Mk 1,34-49).
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li
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| Die wenigsten Apostel spielen im Evangelium eine Rolle;
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| als Markus sein Evangelium schreibt, ist der Kreis als solcher und sind die meisten seiner Glieder längst nur noch Erinnerung.
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| Petrus und Andreas sowie Jakobus und Johannes sind uns als Fischer mittlerweile bekannt;
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| auch die restlichen Apostel dürften eher aus dem „normalen“ bis „einfachen“ Volk stammen – zu bedenken ist allerdings das
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| zur Herkunft von Jakobus und Johannes Gesagte (→ Philipperhymnus).
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| Auffällig ist, dass etwa auch eine „Simon Kananäus“ (=„Simon, der Zelot“) zum Apostelkreis,
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| also zum engsten Kreis um Jesus zählte.
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| Er gehörte – so legt es sein Beiname nahe – offensichtlich der Gruppe der Zeloten an, einer militanten Gruppe,
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| die durchaus mit Gewalt einen Umsturz in Israel wollte.
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| Inwieweit er seine Ansichten durch sein Jüngersein angepasst hat oder seine Hoffnungen als Angehöriger der militanten Zeloten auf
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| den (in der Überlieferung eher friedliebenden) Jesus gesetzt hat (und dann vielleicht von ihm enttäuscht wurde),
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| wissen wir nicht und dies gehört in den Bereich der Spekulation. – Bemerkenswert ist seine Zugehörigkeit zu den Aposteln aber allemal.
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| Ob der Beiname „Iskariot“ des Judas als Herkunftsbezeichnung zu interpretieren ist (→ „Isch Qerijot“ = Mann aus Kariot)
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||||
| oder doch Judas als „Sikarier“ (= „Dolchträger“ im Sinne von „Meuchelmörder“) ausweist, einer Untergruppe
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||||
| der Zeloten, kann auch nicht abschließend geklärt werden, beides erscheint möglich.
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||||
| Im Hinblick auf „Simon Kananäus“ ist aber gerade die letztere Interpretation nicht die unwahrscheinlichste,
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| weil sie auch eine gewisse Erklärung geben könnte, warum ausgerechnet Judas zum Verräter wurde.
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| Festzuhalten bleibt, dass Jesus offenbar ganz unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Hoffnungen anziehen konnte;
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| sicher hat er – gerade als Messias <i>durch seinen Tod am Kreuz</i> – nicht alle Hoffnungen erfüllen können,
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| wie das Kreuz unter einigen Jesus-Jüngern ja auch nachösterlich zum „Ärgernis“ geworden ist (→ Mk 1,34-49).
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@ -265,23 +647,96 @@ block content
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h6.card-subtitle.text-muted
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||||
| Judas und der ehedem Aussätzige – ähnlich und doch ganz anders
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hr
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||||
p.card-text
|
||||
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist es der Aussätzige, der trotz Verbot verkündet – allerdings
|
||||
| mit dem positiven Aspekt, dass Jesus, wiewohl mittlerweile durch die Berührung des „Aussätzigen“ selbst „Aussätziger“,
|
||||
| von Leuten „von überallher“ aufgesucht wird.
|
||||
br
|
||||
| Man bedenke: als der ehedem Aussätzige seine Verkündigung beginnt, hat der „Austausch“ schon stattgefunden, ist Jesus „schon tot“.
|
||||
p.card-text
|
||||
| Judas dagegen wird – wiewohl autorisierter Apostel – zum Verräter, der zu Jesu Tod aktiv beiträgt.
|
||||
p.card-text
|
||||
| Der eine wird zum Verkünder der Frohen Botschaft von Jesu Tod zum Heil der Menschen („Austausch“),
|
||||
br
|
||||
| der andere hat das (die Menschen erlösende) Unheil, das über Jesus hereinbricht, mit verursacht
|
||||
| und dabei eine ganz eigenwillige Rolle gespielt (vgl. Mk 14,17-22);
|
||||
br
|
||||
| in diesem Sinne ist auch das „ausgeliefert“ zu verstehen, zwar terminus technicus für die Passion Jesu – letztlich die erlösende Preisgabe des Sohnes durch Gott –,
|
||||
| diesmal aber gerade nicht passivum divinum.
|
||||
| (Lukas verändert vielleicht an dieser Stelle bewusst zum „Verräter“, s. u.)
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist es der Aussätzige, der trotz Verbot verkündet – allerdings
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| mit dem positiven Aspekt, dass Jesus, wiewohl mittlerweile durch die Berührung des „Aussätzigen“ selbst „Aussätziger“,
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| von Leuten „von überallher“ aufgesucht wird.
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| Man bedenke: als der ehedem Aussätzige seine Verkündigung beginnt, hat der „Austausch“ schon stattgefunden, ist Jesus „schon tot“.
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| Judas dagegen wird – wiewohl autorisierter Apostel – zum Verräter, der zu Jesu Tod aktiv beiträgt.
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| Der eine wird zum Verkünder der Frohen Botschaft von Jesu Tod zum Heil der Menschen („Austausch“),
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| der andere hat das (die Menschen erlösende) Unheil, das über Jesus hereinbricht, mit verursacht
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| und dabei eine ganz eigenwillige Rolle gespielt (vgl. Mk 14,17-22);
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| in diesem Sinne ist auch das „ausgeliefert“ zu verstehen, zwar terminus technicus für die Passion Jesu – letztlich die erlösende Preisgabe des Sohnes durch Gott selbst –,
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| diesmal aber gerade nicht passivum divinum.
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| (Lukas verändert vielleicht an dieser Stelle bewusst zum „Verräter“, s. u.)
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h5.card-title Die Zwölf als wirkmächtige Multiplikatoren Jesu ↔ „zeig dich dem Priester“
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ul.card-text
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| Den Zwölf wird perspektivisch eine aktive Rolle zugewiesen,
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| nicht zuletzt auch die Vollmacht, Dämonen auszutreiben.
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li
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| Im Gegensatz dazu erhält der Priester in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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| nur eine bestätigende Funktion; beim eigentlichen Heilsgeschehen ist er zum Zuschauer degradiert.
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li
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| Mk 1,44 spielt auf Gal 4,4-6 an: die Heilung des „Aussätzigen“ „erzählt“ den Freikauf vom Fluch des jüdischen Gesetzes,
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| das ohnmächtig darin war, Heil zu vermitteln, vielmehr alle mit einem tödlichen Fluch belegt hatte;
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br
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| der Freikauf vom Fluch des Gesetzes aber impliziert – so die paulinisch(-markinische) Interpretation – das Ende des Zeitalters des jüdischen Gesetzes insgesamt.
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li
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| Diese Ohnmacht des jüdischen Gesetzes ist – so liegt es im Gegenüber zur durch Jesus an die Zwölf verliehenen Vollmacht nahe – auszudehnen
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| auf die anderen jüdischen Institutionen der Heilsvermittlung: die Priester, die Opfer, den Tempel.
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br
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| Auch sie sind an ihr Ende gekommen.
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li
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| Heilsvermittlung geschieht vollmächtig von Jesus – seinem Tod und seiner Auferstehung – her künftig (allein) durch die von
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| Jesus beauftragten Apostel (in einem weiteren Sinn, s. o.), die aufgrund dieser Vollmacht im Gegensatz zum jüdischen Gesetz
|
||||
| und den anderen jüdischen „Heils“-Institutionen tatsächlich Dämonen austreiben können,
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||||
| weil Christus in seinem Fluchtod am Kreuz vom tödlichen Fluch des jüdischen Gesetzes befreit hat.
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li
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| Perspektivisch ist mit der Aussendung der Jünger – als Gegenüber zum Kommen der Leute „von überallher“ –
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||||
| die Aussendung „nach überallhin“ im Blick, gerade auch zu den Heiden im Sinne einer gesetzesfreien Heidenmission.
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.card-body
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h5.card-title „Austausch“
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hr
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ul.card-text
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li In der Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ ist der „Austausch“ zwischen Jesus und dem „Aussätzigen“ ein zentrales Element.
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li
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||||
| Damit verbindet sich zum einen die Beinamensgebung vor allem bei Petrus, wird dieser doch ab „jetzt“ so genannt statt dem bisherigen Simon.
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li
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||||
| Damit verbindet sich zum anderen auch der „Austausch“ des „Kommens“ der Zwölf zu Jesus auf den Berg und des Mit-Jesus-Seins
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| mit dem perspektivischen Ausgesendetwerden der Zwölf.
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br
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| In Verbindung mit der Mitte der konzentrischen Gliederung wird dies ergänzt um den „Austausch“ des Kommens der Leute „von überallher“
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| zu Jesus mit dem perspektivischen Ausgesendetwerden der Zwölf nach „überallhin“.
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li
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| Ferner ist ein perspektivischer personeller „Austausch“ zu nennen: nach Tod und Auferstehung Jesu führen die Zwölf sein Wirken fort.
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br
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| Dieser ist hier in Verbindung mit der Mitte der konzentrischen Gliederung abgebildet,
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br
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||||
| insofern dort Jesus heilt, während künftig die Apostel Dämonen austreiben sollen,
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br
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||||
| und ferner dort der Geheilte – der mit Jesus den „Platz getauscht“ hat – verkündet, was künftig auch die Zwölf tun sollen.
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br
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||||
| Diesem perspektivischen personellen „Austausch“ entspricht, dass sich der Wille Jesu in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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||||
| auf die Heilung des „Aussätzigen“ bezieht – sein eigenes Tätigwerden zum Heil der Menschen –,
|
||||
| am unteren Ende der konzentrischen Gliederung dagegen auf jene, die er zu sich ruft,
|
||||
| um sie dann perspektivisch u. a. zur Dämonenaustreibung auszusenden.
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li
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||||
| Schließlich ist – in der Verbindung Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung –
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| noch zu nennen, dass der Geheilte mit seiner eigentlich untersagten Verkündigung
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| (nach dem im Tod am Kreuz vollzogenen „Austausch“) dafür sorgt, dass Menschen
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||||
| im positiven Sinne zu Jesus kommen,
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br
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||||
| während der eigentlich direkt von Jesus ausgewählte Judas Iskariot dafür sorgen wird,
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||||
| dass Menschen zu Jesus kommen, die ihn verhaften (→ „der ihn dann ausgeliefert hat“) und dann dessen Tötung am Kreuz betreiben.
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||||
br
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||||
| Dabei gibt es einen weiteren „Austausch“: Während in der Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ der Wille Jesu
|
||||
| hervorgehoben wird, den „Aussätzigen“ zu heilen – effektiv also am Kreuz für ihn zu sterben –,
|
||||
| wird bei der Erwählung des Judas Iskariot dessen Schuld am Tod Jesu herausgestellt.
|
||||
|
||||
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|
@ -439,3 +894,179 @@ block content
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|||
| als „gemischtes Doppel“, wie auch die anderen Namen in neuen Paarungen erscheinen.
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li
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||||
| Im Matthäusevangelium werden weiters die Positionen von Matthäus und Thomas vertauscht.
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p.card-text.mb-0
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||||
b Zur Namensliste bei Markus
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ul.card-text
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li
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| Die Umstellung der Söhne des Zebedäus zwischen Petrus und Andreas – die als Brüder unschön getrennt werden –
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| geht wohl auf Markus zurück,
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| da Petrus, Jakobus und Johannes auch an anderen Stellen im Evangelium eine besondere Rolle spielen:
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br
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| sie und nur sie von den Aposteln nämlich sind dabei bei der Auferweckung der Tochter des Jairus, bei der Verklärung und in Getsemani.
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li
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| Der Betonung dieser Dreiergruppe dient auch die Erwähnung der besonderen (Bei-)Namensgebung nur bei diesen dreien.
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li
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| Sehr wahrscheinlich liegt hier eine Reminiszenz an die „Säulen der Gemeinde“ in Gal 2,9 vor,
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||||
| zu denen Kephas = Petrus, Johannes und Jakobus zählen, wobei allerdings jener Jakobus nicht der Bruder des Johannes ist,
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||||
| sondern der Herrenbruder. Aber die Namensgleichheit ist sehr auffällig, zumal Markus ja unter anderem den Galaterbrief für sein
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||||
| Evangelium benutzt.
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li
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||||
| Ab Mk 3,16 wird Petrus konsequent bei diesem Namen genannt, bis dahin konsequent mit dem Namen Simon.
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||||
| Vielleicht ein Hinweis darauf, dass auch Petrus erst von Ostern her seine wirkliche Funktion hat;
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| dafür sprechen auch das Versagen Petri bei der Passion und der Neuansatz mit Mk 16,7, der auf die Berufung in Mk 1,16-20 verweist.
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||||
h5.card-title Paulus, der „Aussätzige“
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h6.card-subtitle.text-muted Eine besondere Deutung des „Aussätzigen“ in der aktuellen konzentrischen Gliederung
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| Schon bei der Betrachtung der Betonung des ausdrücklichen Willens Jesu bei der Berufung der Zwölf kam Paulus
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| und kamen seine Ausführungen hinsichtlich seiner Berufung in seinem Brief an die Galater in den Blick.
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li
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| Dabei betont er auch – siehe das Zitat oben –, dass er „nicht sogleich nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren“, ging (Gal 1,17).
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| Der „Aussätzige“ geht nach seiner Heilung entgegen der Weisung Jesu nicht zum Priester, sondern beginnt eine eigene Verkündigungstätigkeit.
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| Insofern der Priester den Tempel und der Tempel wiederum Jerusalem assoziiert, könnte das – wieder einmal sehr subtil – eine Anspielung
|
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| auf jene Aussage des Paulus sein – gerade auch vor dem Hintergrund, dass in der Liste der Zwölf die drei „Säulen“ in Jerusalem nach Gal 2,9
|
||||
| (wenn auch mit dem „falschen“ Jakobus) prominent am Anfang genannt und durch die Beinamensgebung besonders hervorgehoben sind.
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br
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||||
| Indem Paulus betont, dass er nicht nach Jerusalem gegangen sei, wehrt er sich offenbar dagegen,
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| dass seine Verkündigungstätigkeit als abhängig von den „Säulen“ in Jerusalem hingestellt wird und diese
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| den Inhalt seiner Verkündigung bestätigen müssten:
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| er weist ihre „Bestätigungsfunktion“ genauso zurück, wie der geheilte „Aussätzige“ die „Bestätigungsfunktion“
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| des Priesters ignoriert.
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| Dies alles bemerkt, kann in der Gegenüberstellung der Zwölf mit dem „Aussätzigen“ recht gut der „Aussätzige“ auf Paulus durchsichtig werden,
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| wenn man das erweiterte Ur-Bekenntnis des Christentums nach 1 Kor 15 heranzieht:
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br
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q.bibeltext
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| 3 ... vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe:
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||||
br
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||||
| Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, 4 und ist begraben worden. /
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||||
br
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| Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, 5 und <i>erschien dem Kephas [= Petrus], dann den Zwölf.</i>
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br
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| 6 Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen.
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br
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||||
| 7 Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln.
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br
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| 8 <i>Zuletzt erschien er auch mir, gleichsam der Missgeburt.</i>
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| 9 Denn ich bin der Geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe.
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| 10 Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben.
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| Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht – nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir.
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| 11 Ob nun ich verkünde oder die anderen: Das ist unsere Botschaft und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt.
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span.bibelstelle 1 Kor 15,3-11
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| Paulus bezeichnet sich hier selbst „gleichsam“ als „Missgeburt“ – das lässt sich sehr gut mit dem „Aussätzigen“ verbinden.
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| Ferner ist der Berg, der bei Markus die Kulisse bietet, klassischer Ort für Erscheinungen: Mk 3,13-19 kann sehr gut mit 1 Kor 15,5 verbunden werden.
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| Störend in dieser Deutung des „Aussätzigen“ auf Paulus wirkt allerdings zunächst das Schweigegebot Jesu, das ganz im Sinne der Gegner des Paulus
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| im Brief an die Galater wäre.
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| Doch dies ist auch ein Schlüssel zum Verständnis:
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| Denn es spricht hier der „Sohn Gottes, ... dem Gesetz unterstellt“, daher ist das Schweigegebot hier zu relativieren.
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| Hier spricht nicht eigentlich Jesus, sondern sprechen die „Säulen“ in Jerusalem, auf die die Namen Petrus, Jakobus und Johannes
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| zu Beginn der Zwölferliste hinweisen (siehe oben) – ein „Austausch“ ganz eigener Art, der perfekt in das Motiv „Austausch“
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| rund um den „Aussätzigen“ passt.
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| Diese „Säulen“ in Jerusalem wollen Paulus – angeblich, teils auch realiter –
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| an der gesetzesfreien Heidenmission hindern, an das Gesetz binden, wie der „Aussätzige“ hier an das Gesetz gebunden wird.
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| Wie Paulus sich dem widersetzt und – erfolgreich! – gesetzesfreie Heidenmission betreibt, so geschieht auch
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| das erfolgreiche Verkündigungshandeln des ehedem „Aussätzigen“ im Widerspruch zur Bindung an das Gesetz.
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| Zu bedenken ist ja auch, dass es sich hier um das <i>einzige</i> Schweigegebot im ganzen Evangelium handelt, das gebrochen wird,
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| und der Bruch auf das Ganze gesehen eher positiv als negativ zu sehen ist;
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| die hier beschriebenen Zusammenhänge geben eine sehr plausible Erklärung dafür.
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| Mit dem „Aussätzigen“ auf Paulus gedeutet bekommt auch die jeweilige Hervorhebung des Willens Jesu
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| eine eigene Bedeutung: so, wie er die 12 ausdrücklich will, will er auch ausdrücklich die Heilung des „Aussätzigen“;
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| damit wird dieser – ganz im Sinne des Paulus im Galaterbrief – jenen gleichgestellt.
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| Ein weiteres Element passt gut in diese Deutung:
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| Es ist ja in besonderer Weise Paulus, der das Kreuz Christi betont, das ein „Ärgernis“ ist für judaisierende Christen,
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| die Kreuzestod und jüdisches Gesetz harmonisieren wollen, was nach Paulus nicht geht.
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| So verkündet er in besonderer Weise, dass Jesus ein „Aussätziger“ geworden ist, um der Menschheit das Heil zu bringen.
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| Ja mehr noch, während Paulus in seiner vorchristlichen Zeit ein glühender Anhänger des jüdischen Gesetzes war – „rein“ aus
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| der Sicht des Gesetzes –, ist er zu einem Feind des jüdischen Gesetzes geworden, was dessen Heilsbedeutung anbelangt;
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| damit ist er – aus Sicht der judaisierenden Christen – selber zu einem „Aussätzigen“ geworden, während er es vorher
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| nicht war. – Wieder ein „Austausch“ ganz eigener Art, analog zu Jesus.
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| In der eigenen rückblickenden Einschätzung des Paulus ist es aber so, dass er im Blick auf Gott von einem „Aussätzigen“
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| zu einem „Reinen“ wurde, wie der „Aussätzige“ in der Erzählung.
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| Als Hintergrund mag hier aus
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span.bibelstelle Phil 3,5-14
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| zitiert sein, in Ergänzung zu 1 Kor 15, 9 (siehe oben):
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q.bibeltext
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| 5 Ich wurde am achten Tag beschnitten, bin aus Israels Geschlecht, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer;
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| 6 ich verfolgte voll Eifer die Kirche
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| und war untadelig gemessen an der Gerechtigkeit, die im Gesetz gefordert ist.
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| 7 Doch was mir ein Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten.
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| 8 Ja noch mehr: Ich halte dafür, dass alles Verlust ist, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles überragt.
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| Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen 9 und in ihm erfunden zu werden.
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| Nicht meine Gerechtigkeit will ich haben, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott schenkt aufgrund des Glaubens.
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| 10 Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden, indem ich seinem Tod gleich gestaltet werde.
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| 11 So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen.
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| 12 Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre.
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| Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.
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| 13 Brüder und Schwestern, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte.
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| Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.
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| 14 Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
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| Ein weiterer Erzählzug beginnt neu zu schillern, wenn man den „Aussätzigen“ mit Paulus identifiziert,
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| und zwar die Beinamensgebung an Simon, der den Beinamen Petrus erhält.
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| Denn „Paulus“ ist der griechische Beiname jenes Mannes, der im jüdischen Kontext – mit eigentlichem Namen – „Saul“ heißt.
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| Damals war es üblich, dass Juden – vor allem jene, die im Auslands-Kontext tätig waren, neben einem typisch jüdischen Namen
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| auch einen griechischen tragen, der recht ähnlich klingt.
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| In seinen Briefen verwendet Paulus nur diesen Namen; aus der Apostelgeschichte wissen wir aber, dass Paulus als jüdischen Namen
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| Saul(us) trägt; sicher ist dies „allgemeine Tradition“ im frühen Christentum.
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| Nur hat Paulus offenbar seinen jüdischen Namen im Kontext seines Wirkens als christlicher Verkünder „zurückgelassen“,
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| in diesem Sinne ist aus Saulus Paulus geworden, wie hier aus Simon Petrus wird.
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| Bemerkenswert ist dabei, dass die Anfangsbuchstaben jeweils übereinstimmen:
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ul.card-text
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li <b>S</b>imon → <b>P</b>etrus
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li <b>S</b>aul(us) → <b>P</b>aulus
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| Wahrscheinlich will Markus diesen Namenswechsel des Petrus im „Aussätzigen“ als Saulus/Paulus eingetragen wissen,
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| bzw. unterstreicht dies die Deutung des „Aussätzigen“ auf Paulus.
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| Wieder wird deutlich, dass die Erzählungen im Markus-Evangelium schillern und subtile Anspielungen bieten,
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| je auch nach aktueller konzentrischer Gliederung,
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| wie etwa das Netz bei der Berufung der ersten vier Apostel klar das Fischernetz ist, durch andere Verbindungen aber
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| das jüdische Gesetz meint.
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