Überarbeitung Mk Eingesetzt

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Peter Fischer 2021-09-27 21:54:09 +02:00
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h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
@ -11,12 +11,12 @@ block content
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes in der Wüste: Johannes, der wiedergekommene Elija mit seiner Taufe: Hinweis auf den Kommenden und dessen Geisttaufe; die Scharen kommen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-5
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h5.card-title Die Taufe Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
@ -66,11 +66,11 @@ block content
q Anfang
|
| I
h6.card-subtitle.text-muted Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu
h6.card-subtitle.text-muted Im Vorfeld des öffentlichen Wirkens Jesu
hr
p.card-text
| Alle Evangelien sind sich darin einig, dass das öffentliche Wirken Jesu <i>nach</i> seiner Taufe durch Johannes den Täufer begann,
| die Taufe für Jesus also einen Einschnitt in seinem Leben bedeutete
| die Taufe für Jesus also einen Einschnitt also einen neuen Anfang in seinem Leben bedeutete
br
| (und dann später nach Mk 1,14 auch der Tod des Täufers,
| nach welchem Jesus dann eigenständig in der Öffentlichkeit auftrat).
@ -83,7 +83,7 @@ block content
| II
h6.card-subtitle.text-muted Beginn einer neuen Schöfung
hr
p.card-text.mb-0 Die Wüste als äußerer Rahmen für die Taufe (nach Mk 1,4) steht generell für Neuanfänge:
p.card-text.mb-0 Die Wüste als äußerer Rahmen für die Taufe (nach Mk 1,4) assoziiert wichtige Neuanfänge in der Bibel:
ul.card-text
li
i Schöpfung
@ -96,7 +96,7 @@ block content
li
i Neuanfang nach dem Exil in Babylon
br
| Wüste als Beschreibung für den Zustand Jerusalems zur Zeit des Exils (Mk 1,3 → Jes 40,3).
| Wüste als Beschreibung für den Zustand Jerusalems zur Zeit des Exils (Mk 1,3 → Jes 40,3!).
br
| „Wüstenwanderung“ von Babylon nach Israel.
br
@ -140,7 +140,7 @@ block content
span.bibelstelle Gen 2,7
br
| Ein Blick in den griechischen Text des Markus-Evangeliums offenbart,
| dass es in Mk 1,10 nicht heißt, dass der Geist Gottes wie eine Taube <i>auf</i> Jesus herabkam,
| dass es in Mk 1,10 nicht heißt, dass der Geist Gottes wie eine Taube <i>auf</i> Jesus <i>herab</i>kam,
br
| sondern <i>in</i> ihn <i>hinein</i>! Wohl ein bewusster, leider durch die deutschen Übersetzungen verdeckter Bezug zu Gen 2,7!
br
@ -154,12 +154,6 @@ block content
| Die Art und Weise, wie Markus von der Taufe Jesu erzählt, macht deutlich:
br
b Markus erzählt mit der Taufe Jesu von einem „neuen Anfang“, von einer „neuen Schöpfung“: Jesus ist der Urtyp eines „neuen Menschen“.
p.card-text.small
| Hier kann uns bewusst werden:
br
| In der christlichen Tradition ist das Doppelereignis von Jesu Tod und Auferstehung der Beginn einer neuen Schöpfung,
| in die der einzelne Christ durch die Taufe hineingestellt wird (vgl. z. B. Röm 6,4).
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@ -170,18 +164,16 @@ block content
| Mk 1,9 erwähnt den Täufer als Vorläufer Jesu nach Mk 1,4-8 explizit;
br
| mit dem „Ereignis“ Taufe, das äußerlich Johannes der Täufer an Jesus vollzieht,
| ist Jesus für sein öffentliches Wirken gerüstet (→ Geistempfang), also sein „Weg gebahnt“.
| ist Jesus für sein öffentliches Wirken gerüstet (→ Geistempfang), in gewisser Weise sein „Weg gebahnt“.
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h5.card-title
q Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg ...
br
| Taufe und Tod Jesu und ihre „Beziehung“ zueinander
h6.card-subtitle.text-muted Die Taufe als Gegenpart zum Tod Jesu
h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Taufe Jesu als Erzählung von Tod und Auferstehung Jesu
hr
p.card-text.mb-0 Die Erzählungen von Tod und Taufe Jesu sind im Markus-Evangelium klar als Kontrapunkte zueinander in Beziehung gesetzt:
ul.card-text
ul.card-text.mb-0
li
i Elija, bzw. Beginn ↔ Ende
br
@ -210,33 +202,57 @@ block content
br
| im Zuge des Todes Jesu spricht der heidnische Hauptmann das Bekenntnis: „Wahrhaftig, dieser Mensch war Sohn (eines) Gottes“.
p.card-text
| Insgesamt also Hereinbrechen der Wirklichkeit Gottes bei der Taufe Jesu, Gottferne bei der Kreuzigung Jesu.
i Insgesamt also Hereinbrechen der Wirklichkeit Gottes bei der Taufe Jesu, Gottferne bei der Kreuzigung Jesu.
p.card-text.mb-0 Zwei Interpretationen sind möglich:
ol.card-text
li
| Der Tod Jesu am Kreuz ist die Umkehrung der Taufe.
br
| Dann aber ist das Ende des Markus-Evangeliums trotz Auferstehungsbotschaft eigentlich nicht auszuhalten.
li
| Die Taufe Jesu ist in ihrer positiven Hälfte des Heraussteigens aus dem Wasser die Umkehrung des Kreuzestodes.
| Dann aber ist das Ende des Markus-Evangeliums trotz Auferstehungsbotschaft eigentlich nicht auszuhalten:
br
| Dafür sprechen:
ul.card-text
li Das Gegenüber zum Tod Jesu ist generell die Auferstehung.
li In Mk 10,35-40 wird mit dem Chiffre „Taufe“ eindeutig der Tod Jesu bezeichnet.
br
span.small Das ist zu beziehen auf die negative Hälfte der Taufe, nämlich das Hinabsteigen ins Wasser.
li
| Paulus spricht in Röm 6 von der „Taufe auf den Tod Jesu“ bei gleichzeitigem Aufruf zum „Wandel in der Neuheit des Lebens“.
li
| Wasser ist auch in der christlichen Taufsymbolik Symbol für das Urchaos („Urflut“ → siehe oben, „Anfang“ II);
br
| auch im Markus-Evangelium ist das Wasser teils Ort der Gefahr und des Todes, vgl. Mk 4,35-41; 6,45-52.
br
span.small
| Wenn Jesus in Mk 6,45-52 auf dem Wasser gehen kann, dann zeigt dies, dass er als Auferstandener über den Tod erhaben ist;
br
| denn er ist ein für alle Mal „aus dem Wasser gestiegen“ = auferstanden.
q.bibeltext
| Da verließen sie [= die Frauen] das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt.
br
| Und sie sagten niemand etwas davon [= von der Auferstehung Jesu]; denn sie fürchteten sich.
span.bibelstelle Mk 16,8
li
| Die Taufe Jesu sein Heraussteigen aus dem Wasser mit den Begleiterscheinungen ist die Umkehrung des Kreuzestodes.
p.card-text.mb-0 Folgende Beobachtungen im Markus-Evangelium sind in diesem Zusammenhang wichtig:
ul.card-text
li In Mk 10,35-40 wird mit dem Chiffre „Taufe“ eindeutig der Tod Jesu bezeichnet und dabei in die Zukunft geblickt: auf den Weg, der noch vor Jesus liegt.
li
| In Mk 6,45-52 kann Jesus auf dem Wasser gehen.
br
| Das Wasser ist in jener Erzählung (wie auch in Mk 4,35-41) Ort der Gefahr und des Todes,
| Symbol für das Urchaos („Urflut“ → „Anfang“ II).
br
| Bezieht man die Notiz, dass Jesus bei der Taufe „aus dem Wasser gestiegen“ ist, auf seine Auferstehung, klärt sich seine übernatürliche Fähigkeit:
br
| Jesus ist in seiner Auferstehung ein für alle Mal „aus dem Wasser gestiegen“; daher kann er auf dem Wasser gehen.
p.card-text
| Unterstützend kommt hinzu, dass Paulus in Röm 6 die Taufe der Christen in Röm 6,1-14 in Analogie zu Tod und Auferstehung Jesu setzt:
br
| er spricht dort einerseits von der „Taufe auf den Tod Jesu“, von Mitbegraben- und Mitgekreuzigtsein,
br
| andererseits in Analogie zur Auferstehung Jesu vom „Wandel in der <i>Neuheit des Lebens</i>“.
br
| Durch die Taufe wird der einzelne Christ in die in Tod und Auferstehung Jesu grundgelegte und begonnene Neue Schöpfung hineingestellt (vgl. z. B. Röm 6,4);
br
| dabei ist in Röm 6,1-14 Jesus gerade als Auferstandener Urtyp des „neuen Menschen“, wie auch bei Markus die Erzählung von der Taufe Jesu
| ganz vom Gedanken einer „Neuen Schöpfung“ geprägt ist (→ „Anfang“ II) und Jesus auch hier (und im weitern Verlauf → Versuchungserzählung) als Urtyp des „neuen Menschen“ erscheint.
p.card-text
| Die Verknüpfung von Tod Jesu und Taufe Jesu in Mk 10,35-40, die Bedeutung des Wassers in Mk 6,45-52 (und Mk 4,35-41) und Jesu Gehen darauf sowie das
| bei der Taufe Jesu überpräsente Thema „Neue Schöpfung“ mit Gottes Handeln an Jesus (Geisthineinkunft) machen es sehr wahrscheinlich,
| dass die Erzählung von der Taufe Jesu am Anfang des Evangeliums als Erzählung von Tod und Auferstehung Jesu zu begreifen ist:
br
| Wie die christliche Tauftheologie die Taufe der Christen mit Tod und Auferstehung Jesu verbindet,
br
| so erzählt Markus die Taufe Jesu selbst als Ereignis seines Todes und seiner Auferstehung.
p.card-text
i Ergebnis
br
@ -245,17 +261,24 @@ block content
| (Taufe im Sinne des Hinabsteigens in Wasser = Tod)
b und von der Auferstehung Jesu
| („Als er aus dem Wasser stieg ...“).
p.card-text
| Gerade als Auferstandener ist Jesus Urtyp des „neuen Menschen“, vgl. Röm 6,1-14!
p.card-text
| Mithin ist also im ganzen Evangelium, vor allem bei den Wundern Jesu, zu bedenken:
br
i Jesus ist wo er nicht klar als Vorösterlicher zu erkennen ist (Leiden, Tod) schon auch der Auferstandene.
p.card-text
| Die Ansage „Evangelium Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes“ spiegelt sich hier in der Tauferzählung;
p.card-text.mb-0
| Die Taufe ist als zweiteiliges Ereignis zu sehen
br
| das ist ein wichtiges Indiz, dass auch Markus wie Paulus mit „Evangelium“ vor allem Jesu Tod und Auferstehung meint
| (und nur indirekt eine Erzählung vom Leben Jesu; siehe <a href="/nt/ev/mk/00_einleitung/gattung">Gattung</a>)
| und das Wasser wenn auch bei Paulus als Element nicht eigens erwähnt als Symbol für Urchaos bzw. den Tod zu verstehen:
ol.card-text
li
i <i>Hinein</i>steigen in das Wasser
br
| Gleichsam Eintauchen/Hineingehen in das Reich des Todes.
li
i <i>Heraus</i>steigen aus dem Wasser
br
| Gleichsam neugeboren dem Reich des Todes entsteigen.
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@ -289,6 +312,30 @@ block content
br
| dies unterstreicht den obigen Befund.
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h5.card-title
q Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes
h6.card-subtitle.text-muted Tod und Auferstehung Jesu als „Anfang des Evangeliums“
hr
ul.card-text
li
| Ohne Zweifel verbinden sich das „Sohn (eines) Gottes“ in der Überschrift des Evangeliums und das „Du bist mein geliebter Sohn“
| der „Stimme vom Himmel“ [= Stimme Gotes].
li
| „Evangelium Jesu Christi“ bezieht sich auf das Geschehen der Taufe,
br
| also auf das christologische Doppelereignis von Tod und Auferstehung Jesu;
br
| dies ganz im paulinischen Sinne von „Evangelium“.
br
span.small
| Das ist ein wichtiges Indiz, dass auch Markus wie Paulus mit „Evangelium“ vor allem Jesu Tod und Auferstehung meint
br
| (und nur indirekt eine Erzählung vom Leben Jesu; siehe <a href="/nt/ev/mk/00_einleitung/gattung">Gattung</a>).
li
| Tod und Auferstehung Jesu sind Grund und Inhalt des Evangeliums, in diesem Sinne „Anfang“ des Evangeliums.
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h5.card-title
@ -387,7 +434,7 @@ block content
| → Viertes Lied vom Gottesknecht;
br
| versteht man die Erzählung der Taufe von Tod und Auferstehung Jesu her,
| dann ist dieser Bezug sehr nahe liegend; vgl. auch das „Sehen“ in Jes 53,11 und Mk 1,10!
| dann ist dieser Bezug sehr naheliegend; vgl. auch das „Sehen“ in Jes 53,11 und Mk 1,10!
br
span.small Die Gerechtsprechung der Vielen in Bezug auf Taufe bzw. Tod und Auferstehung Jesu wird immer wieder Thema bei Markus sein.
@ -396,7 +443,7 @@ block content
.small
| Weitere konzentrische Beziehungen
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h5.card-title Jesus wird von Johannes getauft
h6.card-subtitle.text-muted Selbstverleugnung Jesu
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br
| So kann Jesus die Geisttaufe vollziehen.
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h5.card-title Die Konzentrik von Mk 1,1-3 in Mk 1,1-11
hr
p.card-text.mt-0 Die konzentrische Gliederung von Mk 1,1-3 im Kleinen entspricht der konzentrischen Gliederung von Mk 1,1-11 im Großen:
p.card-text.mb-0 Die konzentrische Gliederung von Mk 1,1-3 im Kleinen entspricht der konzentrischen Gliederung von Mk 1,1-11 im Großen:
ul.card-text
li Mk 1,1-2a: Jesus, Gottes Sohn; Ankündigung Jesaja-Zitat
br