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@ -322,6 +322,17 @@ block content
h6.card-title
| Vom Dienen und Herrschen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,35-45
p.card-text.small
| Oben: Jakobus und Johannes wollen die <q>besten/ersten Plätze</q>
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| Unten: Jesus dagegen deutet seine Erniedrigung an und signalisiert Gehorsam
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| Mitte: Taufe und Eucharistie als Sakramente der Gemeinschaft mit Christus und untereinander
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| Während Jakobus und Johannes dei Plätze (fast) ganz oben haben wollen, spricht Jesus
| von einer Ordnung, der er untergeordnet ist und unter die er sich beugt.
br
| → Erniedrigung, Gehorsam, nicht zuletzt im Zusammenhang mit seiner Selbstverleugnug/Entäußerung <q>Niemand ist gut außer der eine Gott!.</q>
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| Jünger wollen Plätze links und rechts neben Jesus,
br
@ -359,6 +370,12 @@ block content
| Stichwort <q>Erben</q>; Thema <q>Furcht</q>; Sich vom Geist leiten lassen ist Gegenteil (im Kontext) von sich vom Fleisch leiten lassen,
| entspricht also im Sinne des Markus dem Dienen.
br
| Vgl. auch Phil 3,10:
br
q
| Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden,
| indem ich seinem Tod gleich gestaltet werde.
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| Das Reich Gottes so annehmen wie ein Kind → Zum <i>Gottes</i>-Kind werden, indem man
| sich (taufen und) vom Geist Gottes leiten lässt, d. h. bei Markus konkret: dienen
br
@ -378,10 +395,50 @@ block content
i Jesus gibt sein Leben als Lösegeld für viele
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| <q>Für den Menschen unmöglich, aber nicht für Gott ...</q>: Taufe als Ausweg; Gotteskindschaft
br
| Gott eröffnet in Tod und Auferstehung Jesu die Möglichkeit, durch die Taufe Kind Gottes zu werden
| allerdings mit der Verpflichtung, nach Gottes Weisung zu handeln (im Sinne des dauerhaften <q>Mitgekreuzigtseins</q> → Röm 6!),
| aber auch mit der Möglichkeit dazu
| (vgl. die Geistgabe bei der Taufe [Jesu], die die Versuchung bestehen lässt).
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| <q>Nicht ich habe die Plätze zu vergeben ...</q>: Anspielung auf Erniedrigung und Gehorsam Jesu!
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| Das Reich Gottes annehmen wie ein Kind: Dienen; Gotteskindschaft
p.card-text.small.mb-0
| Es fällt die Theozentrik auf:
ul.small
li Er allein ist gut.
li Nur für Gott ist die Rettung der Menschen möglich.
li Er so ist implizit zu ergänzen bestimmt, wer die Plätze links und rechts bekommt.
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| Wer das Reich Gottes nciht so annimmt wie ein Kind:
br
| Taufe → Gotteskindschaft, aber nicht statisch, sondern im Sinne des dauerhaften Mitgekreuzigtseins,
| der neuen Schöpfung (man beachte auch die Wahl des Begriffes für <q>Kind</q> bei der Kindersegnung;
| vgl. Röm 8: <q>alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen</q>; vgl. das <q>Wohlgefallen</q> bei der Taufe Jesu).
p.card-text.small.mb-0
| Markus denkt in Mk 10,35-40 an zwei Dinge:
ul.small
li Teilhabe am Leiden Jesu im eigenen Martyrium (daher auch der Bezug zu Johannes und Jakobus).
li Teilhabe am Leiden Jesu in Taufe und Eucharistie und einem darauf aufbauenden Lebensstil (s. o.)
.small
| Daher führt er den <q>Anachronismus</q> des Mitgekreuzigtseins von zwei Personen bei der Kreuzigung Jesu ein,
| der an diese Stelle hier denken lässt, und
| setzt durch die Gliederung das Mitgekreuzigtsein zum Bechertrinkens im Abendmahlssaal in Beziehung.
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| Plätze links und rechts von Jesus:
br
| Letzte, die Erste sind das ist aber nicht im Sinne einer exclusiven Heilsteilhabe zu verstehen,
| als ob nur die <q>Letzten der Letzen</q> gerettet werden würden und nicht alle, die diesen Lebensstil gepflegt hätten.
br
span.small
| Das <q>Wer kann dann überhaupt noch gerettet werden? Nur durch Gott!</q> und
| das <q>Die Plätze habe nicht ich zu vergeben sondern (implizit) Gott</q> sind Aussagen auf unterschiedlichen
| Ebenen! Das darf nicht vermengt werden; bei Jakobus und Johannes geht es um beste Plätze innerhalb
| der Heilsgemeinde, nicht um Ausschluss der anderen!
br
| Ergo: Je mehr man <q>Letzter der Letzten</q> ist, deste näher ist man Christus; dennoch gilt das
| <q>ihr seid einer in Christus Jesus</q>, also kein <q>oben und unten</q>, das Jakobus und Johannes vorgeschwebt war.
hr
@ -448,6 +505,12 @@ block content
h6.card-title
| Vom Dienen und Herrschen I
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,35-40
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| Oben: Jakobus und Johannes wollen die <q>besten/ersten Plätze</q>
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| Unten: Jesus dagegen deutet seine Erniedrigung an und signalisiert Gehorsam
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| Mitte: Taufe und Eucharistie als Sakramente der Gemeinschaft mit Christus und untereinander
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| Jünger wollen die Plätze links und rechts denen <q>rauben</q>, denen sie gehören
br
@ -460,7 +523,12 @@ block content
q
| Sind wir aber Kinder, dann auch <i>Erben; Erben Gottes und Miterben Christi,
| wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.</i>
br
| Vgl. auch Phil 3,10:
br
q
| Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden,
| indem ich seinem Tod gleich gestaltet werde.
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h6.card-title
@ -470,6 +538,8 @@ block content
| Machtmissbrauch der Mächtigen, Aufruf zum Dienen
br
| Jesus gibt sein Leben als Lösegeld für viele
p.card-text.small
| <q>Wurde wie ein Sklave</q> → paidion in Kindersegnung; <q>Diener aller</q>, <q>Letzer</q>
hr
@ -583,6 +653,13 @@ block content
h6.card-title
| Vom Dienen und Herrschen I
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,35-40
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| Oben: Jakobus und Johannes wollen die <q>besten/ersten Plätze</q>
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| Unten: Jesus dagegen deutet seine Erniedrigung an und signalisiert Gehorsam
p.card-text.small
| Mitte: Taufe und Eucharistie als Sakramente der Gemeinschaft mit Christus und untereinander
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| <q>Für den Menschen unmöglich, aber nicht für Gott ...</q>: Taufe als Ausweg: Gott setzt uns als seine Erben und Miterben Christi ein
@ -594,12 +671,19 @@ block content
| Gericht Gottes im Mitsterben mit Christus über sich ergeben lassen, um dann mit Christus zu leben.
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| Vgl. besonders Röm 8,15.17
br
q
| Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen,
| sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt
| den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!
br
| Erben Gottes und Miterben Christi sind wir, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.
br
| Vgl. auch Phil 3,10:
br
q
| Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden,
| indem ich seinem Tod gleich gestaltet werde.
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.card-body.gliederung

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@ -223,6 +223,9 @@ block content
| Gleich darauf jedoch spricht er davon, dass er aufgrund der Erkenntnis Christi Jesu (→ Blindenheilung?),
| die alles überrage, <i>alles aufgegeben</i> habe, um Christus zu gewinnen.
br
span.small
| Vgl. Weish 9,5-6: <q>Wäre einer auch vollkommen unter den Menschen, er würde kein Ansehen genießen, wenn ihm deine Weisheit fehlt.</q>
br
| Das ist ein deutliches Zeugnis dafür, dass Paulus vor seiner Berufung keinerlei Konflikt zwischen sich und dem jüdischen
| Gesetz gesehen hat genauso wie der Mann hier.
| Wäre nicht Christus gekommen bzw. seine Erkenntnis Christi Jesu, er hätte nichts

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@ -230,6 +230,8 @@ block content
| aber von Gott zum Eckstein gemacht worden ist.
br
| (unter Verwendung Ps 113)
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| → Dass Jesus von den Bauleuten verworfen wurde, ist kein Argument gegen ihn, sondern für ihn!
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@ -290,78 +290,105 @@ block content
q Bereitet den Weg des Herrn, macht eben seine Pfade!
ul
li
| Von 1,4 als Erfüllung von 1,3 her [und auch von der Verbindung 1,3 und 1,15 her, s. o.] ist klar: Der Ruf <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> hat etwas mit Umkehr, mit Sinneswandel zu tun.
br
span.small
| So versteht es schon Jesaja (Jes 40,3(-4)): Es geht um eine Neuorientierung am Heilswillen Gottes,
| nicht zuletzt in einem ethischen Sinne; als Folge wird die Offenbarung der göttlichen Herrlichkeit für
| alle Menschen verheißen: die ethische Neuausrichtung auf den Willen Gottes hin ist also tatsächlich der <q>Weg des Herrn</q>,
| der quasi darauf mit seinem Heil kommt.
br
| Dient also die Dämonenaustreibung diesem Sinneswandel?
br
span.small
| In 8,32b-33 wird Petrus, der sich dem <q>Weg</q> Jesu entgegen stellt, behandelt wie ein Dämon
| und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, auf die Seite Satans gerutscht zu sein.
br
| Diese Stelle dürfte auch mit der Erzählung von der Versuchung Jesu zusammen hängen,
| ist es doch seine Versuchung, Messias nach Erwartung der Menschen und nicht nach der Sendung
| Gottes zu sein.
li.small
| In Zusammenschau mit dem oberen Punkt zu <q>vor dir her</q> wird man sagen können:
| In Jesu Lehre, als deren Auswirkung die Dämonenaustreibung hier zu begreifen ist,
| ist Jesu Tod gegenwärtig, der als <q>Lösegeld für viele</q> (Mk 10,45)
| von der Herrschaft Satans bzw. der Dämonen befreit und in Aufgriff der entsprechende Stelle
| bei Jesaja <q>die vielen gerecht macht</q>;
br
| man beachte auch die Definition von <q>unrein</q> in Mk 7!
br
| Auffällig bei Markus wie aber auch bei Paulus und im gesamten urchristlichen Schrifttum ist,
| dass es einerseits um eine objektive Heilssetzung von Gott her geht, andererseits
| aber <q>Blindenheilung</q> bzw. <q>Dämonenaustreibung</q> nötig sind, um das zu begreifen
| und wirklich dann auch zum Glauben zu kommen und die Konsequenzen im eigenen Leben(sstil) zu ziehen.
| In dieser Dämonenaustreibung hier begegnet ein Mann, der von einem unreinen Geist bessessen,
| d. h. <i>im Besitz Satans</i> ist: ein Diener Satans mit einem entsprechenden
| (ethischen) Lebensstil; man beachte die Definition von <q>unrein</q> in Mk 7!
li
| Also: Dort der Ruf zur Umkehr, hier ein von einem unreinen Geist Besessener:
br
b
i Jesus heilt einen der Umkehr Bedürftigen, indem er ihn mit seiner Lehre konfrontiert!
br
| So verstanden entspricht die Dämonenaustreibung hier den Blindenheilungen, die den Meta-Teil <q>Auf dem Weg</q> rahmen:
| jeweils ein Heilungswunder im Zusammenhang mit dem Weg Jesu und dem Nachfolgeweg der Jünger, die ein Umdenken
| erfordern.
| In der Gliederung gegenüber der Ruf, den Weg des Herrn zu bereiten,
| also sich <i>in den Dienst des Herrn und seines Kommens</i> zu <i>stellen</i>.
li
| Jedenfalls ist die Verbindung von 1,1-3 mit 1,21-28 eine klare Andeutung:
| In der Mitte die Versuchung Jesu, die in Mk 8,32b-33 mit dem Gegenüber Gott Satan wieder aufgegriffen wird;
br
b
| Bei der Lehre Jesu geht es (auch) um eine ganz spezifische Umkehr,
| die im Dienste des heilvollen Kommens des Herrn steht;
br
| oder anders herum: das Kommen des Herrn hat offensichtlich etwas mit dem Ende der unreinen Dämonen zu tun (1,21-28),
| was von 1,1-3 her einen Sinneswandel zu
| einem Leben, das den Weg des Herrn bereitet, mit sich bringt.
| und die nicht nur von der Versuchung Jesu spricht, sondern besonders auch von der Versuchung des Christen,
| wie eben Petrus.
li
| Die Dämonenaustreibung steht somit im Dienst eines <q>Umswitchens</q>: vom Diener Satans zum
| Wegbereiter des Herrn (vgl. Röm 6: Herrschaftswechsel).
br
span.small Vgl. das Weg-Motiv in 1,1-3 und der Sinn des Gekommenseins Jesu in 1,21-28.
| Gleichzeitig deutet die Dämonenaustreibung an, dass dieses <q>Umswitchen</q> nicht einfach
| im Bereich der Möglichkeiten der Menschen liegt, sind diese doch Sklaven der Sünde;
| es braucht vielmehr ein <q>Wunder</q>, ein Handeln Gottes: Tod (und Auferstehung) Jesu.
br
span.small
| Bei der <q>Lehre auf dem Weg</q> wird dann deutlich werden: Es gilt, auf dem Weg der Nachfolge Jesu
| den (ggf. auch eigenen) Dämon, groß sein zu wollen
| im Sinne menschlicher Macht- und Reichtumgsgelüste, zu überwinden und den Menschen zu dienen,
| so wie Jesus mit seinem Tod der Menschheit gedient hat (Mk 10,45).
br
| Auf diese Weise wird <q>der Weg des Herrn</q> beschritten; es ist gleichzeitig der Weg, auf dem Jesus (mit seiner rettenden Nähe) bei den Menschen ankommt;
| in diesem Sinne ist <q>der Weg des Herrn bereitet</q>.
br
| Die Analogie zum Verständnis des Rufes bei Jesaja ist frappierend!
br
| Für Markus wird man sagen können: Es geht um eine Umkehr, die die Zuwendung und Rettung Gottes
| bei den Menschen ankommen lässt und den so handelnden gleichzeitig mit der Gegenwart Gottes/Jesu beschenkt.
br
| So kann man den Aufruf <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> am Anfang des Evangeliums mit der Mitte
| des Meta-Teiles <q>Weg Jesu</q> verbinden, wo es in Mk 9,36-37 heißt: <q>Und er stellte ein Kind in ihre Mitte,
| nahm es in die Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf;
| wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich genannt hat.</q>
| man könnte auch sagen: hat in doppelter Weise den <q>Weg des Herrn gebahnt</q>: zum hilfsbedürftigen Menschen
| und auch zu sich selber.
| Genau dies ist der Inhalt der Lehre Jesu, wie sich später noch zeigen wird:
| Jesus gibt sein Leben als Lösegeld für viele so ist er der Verderber der Dämonen.
li
q Bereitet den Weg des Herrn, macht eben seine Pfade!
|
| Ein Umkehrruf
ul
li
| Von 1,4 als Erfüllung von 1,3 her [und auch von der Verbindung 1,3 und 1,15 her, s. o.] ist klar: Der Ruf <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> hat etwas mit Umkehr, mit Sinneswandel zu tun.
br
span.small
| So versteht es schon Jesaja (Jes 40,3(-4)): Es geht um eine Neuorientierung am Heilswillen Gottes,
| nicht zuletzt in einem ethischen Sinne; als Folge wird die Offenbarung der göttlichen Herrlichkeit für
| alle Menschen verheißen: die ethische Neuausrichtung auf den Willen Gottes hin ist also tatsächlich der <q>Weg des Herrn</q>,
| der quasi darauf mit seinem Heil kommt.
br
| Die Dämonenaustreibung dient genau diesem Sinneswandel!
br
span.small
| In 8,32b-33 wird Petrus, der sich dem <q>Weg</q> Jesu entgegen stellt, behandelt wie ein Dämon
| und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, auf die Seite Satans gerutscht zu sein.
br
| Diese Stelle dürfte auch mit der Erzählung von der Versuchung Jesu zusammen hängen,
| ist es doch seine Versuchung, Messias nach Erwartung der Menschen und nicht nach der Sendung
| Gottes zu sein.
li.small
| In Zusammenschau mit dem oberen Punkt zu <q>vor dir her</q> wird man sagen können:
| In Jesu Lehre, als deren Auswirkung die Dämonenaustreibung hier zu begreifen ist,
| ist Jesu Tod gegenwärtig, der als <q>Lösegeld für viele</q> (Mk 10,45)
| von der Herrschaft Satans bzw. der Dämonen befreit und in Aufgriff der entsprechende Stelle
| bei Jesaja <q>die vielen gerecht macht</q>;
br
| man beachte auch die Definition von <q>unrein</q> in Mk 7!
br
| Auffällig bei Markus wie aber auch bei Paulus und im gesamten urchristlichen Schrifttum ist,
| dass es einerseits um eine objektive Heilssetzung von Gott her geht, andererseits
| aber <q>Blindenheilung</q> bzw. <q>Dämonenaustreibung</q> nötig sind, um das zu begreifen
| und wirklich dann auch zum Glauben zu kommen und die Konsequenzen im eigenen Leben(sstil) zu ziehen.
li
| Also: Dort der Ruf zur Umkehr, hier ein von einem unreinen Geist Besessener:
br
b
i Jesus heilt einen der Umkehr Bedürftigen, indem er ihn mit seiner Lehre konfrontiert!
br
| So verstanden entspricht die Dämonenaustreibung hier den Blindenheilungen, die den Meta-Teil <q>Auf dem Weg</q> rahmen:
| jeweils ein Heilungswunder im Zusammenhang mit dem Weg Jesu und dem Nachfolgeweg der Jünger, die ein Umdenken
| erfordern.
li
| Jedenfalls ist die Verbindung von 1,1-3 mit 1,21-28 eine klare Andeutung:
br
b
| Bei der Lehre Jesu geht es (auch) um eine ganz spezifische Umkehr,
| die im Dienste des heilvollen Kommens des Herrn steht;
br
| oder anders herum: das Kommen des Herrn hat offensichtlich etwas mit dem Ende der unreinen Dämonen zu tun (1,21-28),
| was von 1,1-3 her einen Sinneswandel zu
| einem Leben, das den Weg des Herrn bereitet, mit sich bringt.
br
span.small Vgl. das Weg-Motiv in 1,1-3 und der Sinn des Gekommenseins Jesu in 1,21-28.
br
span.small
| Bei der <q>Lehre auf dem Weg</q> wird dann deutlich werden: Es gilt, auf dem Weg der Nachfolge Jesu
| den (ggf. auch eigenen) Dämon, groß sein zu wollen
| im Sinne menschlicher Macht- und Reichtumgsgelüste, zu überwinden und den Menschen zu dienen,
| so wie Jesus mit seinem Tod der Menschheit gedient hat (Mk 10,45).
br
| Auf diese Weise wird <q>der Weg des Herrn</q> beschritten; es ist gleichzeitig der Weg, auf dem Jesus (mit seiner rettenden Nähe) bei den Menschen ankommt;
| in diesem Sinne ist <q>der Weg des Herrn bereitet</q>.
br
| Die Analogie zum Verständnis des Rufes bei Jesaja ist frappierend!
br
| Für Markus wird man sagen können: Es geht um eine Umkehr, die die Zuwendung und Rettung Gottes
| bei den Menschen ankommen lässt und den so handelnden gleichzeitig mit der Gegenwart Gottes/Jesu beschenkt.
br
| So kann man den Aufruf <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> am Anfang des Evangeliums mit der Mitte
| des Meta-Teiles <q>Weg Jesu</q> verbinden, wo es in Mk 9,36-37 heißt: <q>Und er stellte ein Kind in ihre Mitte,
| nahm es in die Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf;
| wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich genannt hat.</q>
| man könnte auch sagen: hat in doppelter Weise den <q>Weg des Herrn gebahnt</q>: zum hilfsbedürftigen Menschen
| und auch zu sich selber.
li
| Die Erzählung schließt mit dem Hinweis, dass sich der Ruf Jesu im ganzen Gebiet von Galiläa verbreitet hätte;

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@ -76,7 +76,7 @@ block content
h6.card-title Die Segnung der Kinder
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,13-16
p.card-text.small
| Machtmissbrauch durch Jünger: weisen die Leute schroff zurück.
| Machtmissbrauch durch Jünger: weisen die Leute schroff zurück.
br
| Jesus aber nimmt sich der Kinder an.
@ -86,6 +86,8 @@ block content
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,17-27
p.card-text.small
| Man beachte, wie Mk 10,24 verallgemeinert und <i>alle</i> meint, nicht nur Reiche!
p.card-text.small
| Anspielung auf die <q>Kenosis</q>/Entäußerung Christi: <q>Verkaufe, was du hast ...</q>
.card.konzentr-3.mb-2
.card-body.gliederung
@ -227,6 +229,32 @@ block content
span.small In diese (aufgehobenen) Gegenüberstellungen fügt sich gut auch <q>arm reich</q> ein!
br
| <q>Wenn ihr aber Christus gehört, dann seid ihr Abrahams Nachkommen, <i>Erben</i> gemäß der Verheißung.</q> (Gal 3,29)
h3 Reichtum und Nachfolge
p.small
| Der <i>eine</i> Gott, der <i>allein</i> gut ist und in dessen macht <i>allein</i> das Heil steht [Rahmen dieser Erzählung!].
h3 Plätze links und rechts neben Jesus
p.small
| Die Gemeinde, die durch Taufe und in der/durch die Eucharistie <i>eine</i> ist in Christus.
h3 Denn auch der Menschensohn ...
p.small
| Der <i>eine</i> Menschensohn, der sein Leben als Lösegeld für für <i>viele</i> hingibt und so Gottes Heil wirkt.
h3 Alle drei zusammen
p.small.mb-0
| In allen drei Erzählungen begegnet die Selbstverleugnung Christi, die stets Vorbild ist in jeder Erzählung!
| für das neue Handeln der Menschen (<q>Neuschöpfung</q>).
ul.small
li Nicht auf dem Reichtum sitzen, sondern sich entleeren zum Heil der Mitmeschen wie Jesus sich selbst entleer hat und Mensch/Knecht/Diener wurde.
li
| Sich unterordnen, erniedrigen, statt die obersten Plätze anzustreiben wie Jesus sich erniedigt hat.
br
| Ziel: Gemeinschaft, die wirklich <i>eins</i> ist mit Christus und untereinander.
li
| Wie Christus, der Menschensohn, dienen: <q>Denn auch der Menschensohn ...</q>
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+bottom_gliederung("auf_dem_weg_konzentr2")