Bearbeitung Mk/Familie
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| Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
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| Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
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| 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
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| 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
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q Wer den Willen <i>Gottes</i> tut!
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| Die vorliegende Erzählung führt die vorausgehende weiter mit der Fragestellung, in wessen Diensten Jesu steht;
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| dabei bildet die Heilung des Gelähmten im engeren Sinn (Mk 2,3-12) die Mitte der konzentrischen Gliederung.
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| Mit dem klaren Bezug auf den Willen Gottes setzt sich Jesus nochmal deutlich vom Vorwurf ab, im Dienste Beelzebuls bzw. der Sünde zu stehen.
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| Gleichzeitig macht er deutlich, dass es nicht nur darum geht, Sünde nicht zu tun, sondern aktiv den Willen Gottes umzusetzen.
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| Dies ist in einem engen Sinn zu verstehen, wie bei der Betrachtung der vorausgehenden Erzählung aufgezeigt: man ist entweder
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| Diener der Sünde oder Diener Gottes, und ist aufgefordert, hier auch konsequent zu sein – ganz im Sinne von Röm 6.
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| Was es heißt, den Willen Gottes zu tun, das zeigt die Mitte der konzentrischen Gliederung:
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| Die Vier, die den Gelähmten tragen, scheuen keinen Aufwand, um ihm Heilung zuteil werden zu lassen;
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| sie stellen sich in den Dienst einer Existenz am Rande (Gelähmter) bzw. eines Menschen, der der Umkehr(hilfe) bedürftig ist.
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| Jesus selbst ist auch zu nennen: er ermöglicht mit seinem Gekreuzigtwerden, Sterben, Begrabenwerden und Auferstehen
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| die heilvolle Schicksalsgemeinschaft mit ihm (Mit-Gekreuzigtwerden, Mit-Sterben, Mit-Begrabenwerden, in der Neuheit des Lebens wandeln),
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| die von einem der Sünde verfallenen Leben zu einem Leben
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| im Dienste Gottes befreit (und dazu auch verpflichtet);
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| gleichzeitig wird der Weg Jesu selbst als dem Willen Gottes entsprechend dargestellt.
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| Schließlich ist auf den Gelähmten selbst zu blicken, der sich erhebt, um in der Neuheit des Lebens zu wandeln;
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| dazu nimmt er seine Bahre mit, um künftig selber Menschen in einem ganz existentiellen (doppelten) Sinne aufzuhelfen.
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q ... der ist für mich ‚Familie‘!
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h6.card-subtitle.text-muted Eine neue, ethische Definition von Familie
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| Die vorliegende Erzählung führt auch die vorvorausgehende Erzählung weiter, bei der sich die biologische Familie
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| Jesu auf den Weg zu ihm gemacht hatte;
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| nun erhält sie eine klare Abfuhr von ihm, und wir eine neue Definition von Familie:
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| Wer zur Familie Jesu – der Familie Gottes, der Gemeinde – gehören will,
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| der muss den Willen Gottes aktiv tun.
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| Damit wird die übliche, biologische, über das Blut laufende Definition von Familie aufgebrochen, ja zurückgewiesen,
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| und eine ethische Definition an deren Stelle gesetzt:
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| Die christliche Familie – im Sinne von Gemeinde – definiert sich nicht durch biologische Abstammung,
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| sondern durch das Tun des Willens Gottes, wozu sie durch Christus befreit wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung)
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| und um den sie sich versammelt,
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| wie hier die Gemeinschaft, auf die Jesus verweist, um ihn sitzt.
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| Insofern in der Mitte der konzentrischen Gliederung neben der Gesetzes- auch die Völkerthematik eine tragende Rolle spielt
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| (doppelte Dachöffnung!), bringt die hier vorgenommene ethische Umdefinition von Familie gleichzeitig eine Weitung
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| in die Völkerwelt mit sich; die biologische Familie Jesu, die hier anklopft, wird damit durchsichtig auf das jüdische Volk.
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| Nicht nur eine biologisch-blutlinienmäßige, sondern auch eine völkisch-nationalistische Definition von Familie wird hier
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| zurückgewiesen mit der neuen, ethischen Definition von Familie, und damit gleichzeitig Platz geschaffen für eine
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| völkerverbindende Gemeinschaft als „Familie Gottes/Jesu“, die den Willen Gottes in der Nachfolge Jesu tut.
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q ...der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter
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h6.card-subtitle.text-muted Vater!?
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| In der Aufzählung der Familienangehörigen fehlt der Vater;
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| sicher ganz bewusst.
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| Denn der <i>eine</i> Vater ist Gott selbst!
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| Dies Vorstellung begegnet auch im Verlassen des (eigenen, biologischen) Vaters durch die Söhne des Zebedäus
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| sowie dann später bei weiteren Aufzählungen von Familien-Gliedern ist.
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| Darin liegt auch ein anti-hierarchischer Impuls (wie das Aufgreifen der Macht-Frage im Evangelium an anderen Stellen zeigt).
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