Verbesserung Mk/Verderben

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2021-10-17 22:19:58 +02:00
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| wie insgesamt diese Erzählung auf das Gekommensein Jesu einen klaren Schwerpunkt legt („Bist du gekommen ...“ als Frage des Dämon an Jesus):
br
i
| Jesu Sendung steht ganz im Dienste des Kommens Gottes zu den Menschen, das also notwendige Kehrseite das Stürzen der Dämonen – und letztlich Satan selbst –
| Jesu Sendung steht ganz im Dienste des Kommens Gottes zu den Menschen, das als notwendige Kehrseite das Stürzen der Dämonen – und letztlich Satan selbst –
| ins Verderben mit sich bringt.
br
| Dies wird in dieser Erzählung „bebildert“.
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| Im weiteren Verlauf des Evangeliums wird deutlich werden, wie das Ausführen der Sendung Jesu auch zum ethischen Charakter
| von „Bereitet den Weg des Herrn“ passt.
li.small
| Diese Interpretation von „Besessensein mit einem unreinen Geist“ klingt fast aufgeklärt und passt auch ins 21. Jahrhundert.
| Die hier gebotene Interpretation von „Besessensein mit einem unreinen Geist“ klingt fast aufgeklärt und passt auch ins 21. Jahrhundert.
br
| Doch muss man aufpassen, dass man das christologisch-soteriologische Element nicht übersieht und die Realität der gefangennehmenden Sünde nicht banalisiert.
| Sonst ist man schnell bei der Nicht-Notwendkeit der Erlösung durch Christus – und hat den christlichen Glauben entleert.
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h5.card-title
q Du bist der Heilige Gottes – uns ins Verderben zu stürzen
br
q Evangelium von Jesus Christus, Sohn eines Gottes
q Evangelium von Jesus Christus, Sohn (eines) Gottes
hr
ul.card-text
li Die Wendung „Sohn (eines) Gottes“ spiegelt sich im „Bekenntis“ des unreinen Geistes: „Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes“.
li Die Wendung „Sohn (eines) Gottes“ spiegelt sich im „Bekenntnis“ des unreinen Geistes: „Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes“.
li Analog wird „Evangelium“ damit gefüllt, dass Jesus offensichtlich gekommen ist, die unreinen Geister ins Verderben zu stürzen.
.card.slide.border-primary.mb-3
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hr
ul.card-text
li Markus unterstreicht Neuheit und Vollmacht der Lehre Jesu.
li Bewusst hebt Markus den Unterschied zu den Schriftgelehrten hervor – Jesu Lehre ist <i>anders</i> in Inhalt und Mächtigkeit.
li Deutlich hebt Markus den Unterschied zu den Schriftgelehrten hervor – Jesu Lehre ist <i>anders</i> in Inhalt und Mächtigkeit.
li
| Auffällig ist, dass das Thema „Lehre Jesu“ nicht nur die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes rahmt,
br
| sondern die Leute nicht eigentlich über das Wunder, sondern über die Lehre Jesu staunen.
li
| So erscheint die Austreibung geheimnisvoll als Auswirkung der Lehre Jesu.
br
i So erscheint die Austreibung geheimnisvoll als Auswirkung der Lehre Jesu.
li
| Die gelungene Dämonenaustreibung bestätigt jedenfalls die Vollmacht Jesu und die
| Gültigkeit seiner Lehre.
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li
| Gleich nach der Taufe wird Jesus in Versuchung geführt.
br
| Über Inhalt und Ergebnis der Versuchung erführt der Leser aber nichts;
| Über Inhalt und Ergebnis der Versuchung erfährt der Leser aber nichts;
| er kann sich zwar manches denken, doch wird er geheimnisvoll in der Luft hängen gelassen.
li
| Jesus ruft zu Umkehr auf – wie schon Johannes der Täufer – und verkündet das Evangelium Gottes, das mit dem Nahegekommensein des Gottesreiches zusammenhängt.
br
| Inhaltlich bleibt das Evangelium aber ansonsten unbestimmt.
| Inhaltlich bleibt das Evangelium aber ansonsten unbestimmt. – Und was das Nahegekommensein des Gottesreiches nun bedeutet bzw. mit sich bringt – außer, dass sich damit der Ruf zur Umkehr verbindet – ist auch verschwiegen.
li
| Der Leser wird Zeuge der Berufung der ersten Jünger, die Jesus um sich schart und denen er einen doch etwas zwielichtigen Auftrag geben wird (→ „Menschenfischer“);
| er wundert sich vielleicht auch über die Radikalität der Reaktion der in die Nachfolge Gerufenen.
li
| Schließlich erfärt er von der ersten Austreibung eines unreinen Geistes und vom Staunen der Menge, weniger über das Wunder als vielmehr über die Lehre Jesu,
| Schließlich erfährt er von der ersten Austreibung eines unreinen Geistes und vom Staunen der Menge, weniger über das Wunder als vielmehr über die Lehre Jesu,
| die für ihn inhaltlich unbestimmt bleibt.
br
| Dass Jesus das Wunder wirken kann, hängt für ihn wohl eher damit zusammen, dass Jesus „der Heilige Gottes“ ist;
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h6.card-subtitle.text-muted Ein erster Blick auf die Schweigegebote im Evangelium nach Markus
hr
ul.card-text
li Im allen Galiläa-Teilen des Evangeliums (und nur dort!) begegnen Schweigegebote, die Jesus in bestimmten Situationen ausspricht:
li In allen Galiläa-Teilen des Evangeliums (und nur dort!) begegnen Schweigegebote, die Jesus in bestimmten Situationen ausspricht:
ul.card-text
li
i Im Hinblick auf seine Person („Bekenntnisse“) bzw. das Wissen darum, wer er ist
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| daher wird dieses Wissen bzw. die diesbezüglichen Bekenntnisse
| mit einem Schweigegebot versehen.
li
| Gerade angesichts dessen, dass man sich – besonders als „unbedarfter Leser“ – sich einiges zusammenreimen kann – nicht zuletzt aus dem Stichwort „Heiliger Gottes“ –,
| Gerade angesichts dessen, dass man sich – besonders als „unbedarfter Leser“ – sich einiges zusammenreimen kann – nicht zuletzt aus den Stichworten „Heiliger Gottes“ und „Sohn (eines) Gottes“ –,
| ist dieses Schweigegebot ein wichtiges „Achtung“-Schild, ja ein „Stopp“-Schild:
br
i Aus den Hoheitstiteln allein – die Jesus z. B. mit Kaiser Vespasian „teilt“ – könnte man ein völlig falsches Bild von Jesus bekommen!
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| Aus den Hoheitstiteln allein – die Jesus z. B. mit Kaiser Vespasian „teilt“ – könnte man ein völlig falsches Bild von Jesus bekommen!
br
| Ein solcher Jesus Christus darf nicht verkündet werden!
li
| Man wird also sagen können:
br
i
| Wo Schweigegebote sich auf Jesu Person beziehen („wer er ist“, Bekenntnisse), signalisieren sie,
| dass diese Aussagen in den größeren Kontext der Lehre Jesu einzubinden sind.
li
| Der „sehende Leser“ kann hier aber schon weitergehende Bezüge herstellen:
ul.card-text
li
| Dazu muss man sich – als „sehender Leser“ – bewusst manchen, dass sowohl die Aussage „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her,
| der deinen <i>Weg</i> bahnen wird“, als auch der Imperativ „Bereitet den <i>Weg</i> des Herrn!“ (→ je oberes Ende konzentrische Gliederung!)
| auf die Sendung Jesu bezogen werden kann (s. o.), auf die der Dämon mit seiner Frage anspielt:
li
| Es wird damit signalisiert, dass es bei der Lehre Jesu um seine Sendung geht, um den <i>Weg</i>, den er zur Ausführung seiner Sendung auf sich nimmt:
| Indem das Staunen über die Lehre Jesu die Erzähung rahmt und man – als „sehener Leser – gelernt hat,
| sich bei der Auslegung auch durch die Konzentrik leiten zu lassen,
br
| Es geht (wie die Teile „In Galilaä/Judäa auf dem Weg“ bestätigen werden) um Jesu Weg ans Kreuz,
| allgemein den Weg ins Verderben, den Jesus dem Dämon und Seinesgleichen vorangeht,
| um diesen den Weg ins Verderben zu bahnen, und mit dem er sich
| auf einzigartige Weise in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen stellt.
| wird man so interpretieren dürfen, dass die Mitte der Erzählung einen Hinweis enthält, was die Lehre Jesu beinhaltet.
li
i Durch diesen Weg ist Jesus zu dem geworden ist, dem die Hoheitstitel gebühren.
| Just in der Mitte der Erzählung geht es um die Sendung Jesu:
br
| der Dämon fragt Jesus, ob dieser gekommen sei, ihn und Seinesgleichen ins Verderben zu stürzen.
li
| Unterstützend ist daran zu erinnern, dass sowohl die Aussage „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her,
| der deinen <i>Weg</i> bahnen wird“, als auch der Imperativ „Bereitet den <i>Weg</i> des Herrn!“ (→ je oberes Ende der konzentrischen Gliederung!)
| auf die <i>Sendung Jesu</i> bezogen werden kann (s. o.).
li
| Die Frage des Dämon kann schon aus der Erzählung selbst mit einem Ja beantwortet werden,
br
| der „sehende Leser“ weiß aber bereits darum, dass Jesus vor
| dem Dämon und Seinesgleichen her selber den Weg ins Verderben geht (→ Tod am Kreuz), um ihnen damit den Weg ins Verderben zu bahnen
| und sie so ins Verderben zu stürzen.
br
| Damit hat sich Jesus auf einzigartige Weise in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen stellt.
li
| So wird klar, dass die Lehre Jesu sich auf den <i>Weg</i> beziehen muss,
| den er zur Ausführung seiner Sendung auf sich nimmt: den Weg ans Kreuz!
br
| Die Teile „In Galilaä/Judäa auf dem Weg“ werden dies bestätigen.
li
i Durch diesen Weg ist Jesus zu dem geworden ist, dem die Hoheitstitel gebühren:
br
i Der, dem die Engel dienen, ist der, der selber als Diener in die Wüste gegangen ist.
br
| Allerdings ist dieser Weg genau das Gegenteil von dem, was man vom „Sohn (eines) Gottes“ erwarten würde:
br
| Nicht Hoheit, sondern Erniedrigung.
li
| Was der Dämon ‚bekennt‘, ist ‚wahr‘; und doch ist es – wenn man den Weg Jesu und seine damit zusammenhängende Lehre kennt –
| für sich allein genommen verführerisch und irreführend, verzerrend unvollständig.
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li
| Dies erklärt – mit Rückgriff auf
span.bibelstelle Röm 1,16
| auch die Wirkmächtigkeit der Lehre Jesu:
| – auch die Wirkmächtigkeit der Lehre Jesu:
br
q.bibeltext
| ... ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist <i>eine Kraft Gottes</i> zur Rettung für jeden, der glaubt
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| christologisch-soterialogische Grundereignis von Tod und Auferstehung Jesu;
| darauf bezieht sich der Glaube.
li
| Mit der Auferweckung des Gekreuzigten durch Gott verbindet sich auch die Forderung, das eigene Leben am Weg Jesu ans Kreuz auszurichten (→ Ruf zur Umkehr),
| Mit der Auferweckung des Gekreuzigten durch Gott (→ „Wohlgefallen“!) verbindet sich auch die Forderung, das eigene Leben am Weg Jesu ans Kreuz auszurichten (→ Ruf zur Umkehr),
| um das künftige Sein bei Jesus zu erlangen.
li
| Diese Zusammenhänge bestätigen, dass die nicht spezifizierte Lehre am unteren Ende der konzentrischen Gliederung inhaltlich mit dem
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| die Jünger werden diese Geisttaufe praktizieren (→ „Menschenfischer“).
ul.card-text
li Beide stehen damit im Dienste des Stärkeren und der Umkehr und Erneuerung des Gottesvolkes bzw. der Menschheit.
li Beide haben damit – wie Jesus (Mitte!) – eine Sendung, die gegen Dämonen, Satan und Sünde gerichtet ist.
li Beide haben damit – wie Jesus (Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung) – eine Sendung, die gegen Dämonen, Satan und Sünde gerichtet ist.
li
| Das Verlassen des Vaters durch die Söhne des Zebedäus – womit sie aus einer Gesellschaft des „Habens“ und „menschlicher Macht“ ausbrechen –
| spiegelt sich in der Wüsten-Askese Johannes des Täufers;
br
| seine „Taufe des Sinneswandels“ wiederum im Sinneswandel der Zebdäussöhne.
br
| Beides ist zu verbinden mit Jesu „Weg in die Wüste“ (→ Mitte der konzentrischen Gliederung),
| der für Jesus ein „Weg ins Verderben“ ist (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung),
| ein Weg der Erniedrigung des „Sohn (eines) Gottes“ bis hin ans Kreuz (→ Phil 2,6-11).