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b7a0fb3738
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e2fe614730
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| Der Evangelist macht auch deutlich:
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br
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| Das Wunderbare, das über Jesus erzählt wird, zieht die Menschen an, weil sie daran teilhaben wollen.
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li
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| Durch seine – wenn auch eigentlich verbotene – Verkündigungstätigkeit erweist sich der Geheilte als „Menschenfischer“.
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| Es findet ein „Austausch“ statt (im Tod am Kreuz)
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tr
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| Jesus verlässt den „einsamen Ort“ und zieht verkündigend durch „ganz Galiläa“
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| Jesus verlässt den „einsamen Ort“, nicht aber um sich zurückholen zu lassen; er zieht vielmehr verkündigend durch „ganz Galiläa“
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| Der Geheilte verkündet, was Jesus an „einsame Orte“ treibt;
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br
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| einmal geht Jesus zu den Menschen in weitem Umfeld („ganz Galiläa“), einmal kommen die Menschen aus weitem Umfeld („von überallher“) zu ihm.
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li
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| Während in Mk 1,35-39 Petrus Jesus in die Einsamkeit verfolgt, weil er ihn von dort „zurückholen“ will – das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen will –,
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| kommen die Menschen in Mk 1,40-45 „von überallher“ (→ Juden und Völkerwelt!) zu Jesus in die „Einsamkeit“, weil sie das „Ärgernis des Kreuzes“
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| ist es in Mk 1,40-45 die diesen heilende Begegnung mit dem Aussätzigen, die Jesus im Ergebnis in die „Einsamkeit“ treibt; und es
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| kommen Menschen „von überallher“ (→ Juden und Völkerwelt!) zu Jesus in die „Einsamkeit“, weil sie das „Ärgernis des Kreuzes“
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| positiv anzieht: im Tod Jesu am Kreuz sehen sie ihre Chance auf Heil, wie es der „Aussätzige“ erlebt hat.
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|||
| den Dämonen geht Jesus mit seinem Tod am Kreuz ins „Verderben“ voraus;
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br
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| mit dem „Aussätzigen“ findet im Tod am Kreuz ein „Austausch“ statt.
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li.small
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| Auch etwa bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus oder den Massenheilungen in Mk 1,32-34 war zwar deutlich,
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| dass es Jesu Tod am Kreuz ist, der die Ursache der Heilung ist;
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br
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| aber es überwog doch die Parallele zwischen Jesu Auferwechung („<i>darum</i> hat ihn Gott über alle erhöht“)
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| und der Aufrichtung/Heilung der Menschen.
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br
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| Hier dagegen gibt es gerade keine Parallele zwischen der Heilung des „Aussätzigen“ und Jesu Auferstehung, auch wenn jene am Ende angedeutet ist;
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| vielmehr ist der „Austausch“ die einzig mögliche Deutekategorie.
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br
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| Freilich ist das Thema „Austausch“ schon gegenwärtig gewesen, wo Gal 3,10-14 bzw. Gal 4,4-6 im Hintergrund präsent war;
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| explizit ist es aber er hier in einer Erzählung umgesetzt.
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li
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| So kann das hier vorhandene Schweigegebot als Signal verstanden werden:
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ol.card-text
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| und wir so durch den Glauben den verheißenen Geist empfangen.
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li
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| Der „Segen für die Völker“ (→ Gen 12,3) in Verbindung mit dem Freikauf vom (Fluch des) Gesetz(es) war in der vorhergehenden Erzählung Thema;
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| Der „Segen für die Völker“ (→ Gen 12,3) in Verbindung mit dem Freikauf vom (Fluch des) Gesetz(es) war besonders in der vorhergehenden Erzählung Thema
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| (ist aber auch hier präsent, s. u.);
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br
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| jetzt geht es um den Freikauf als solchen – das stellvertretende Tragen des Fluches – und es kommen daher
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| – als jene, „die unter dem Gesetz stehen“ (→ Gal 4,5) – besonders die Juden in den Blick.
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||||
| – als jene, „die unter dem Gesetz stehen“ (→ Gal 4,5) – besonders die Juden in den Blick; die Erzählung ist aber –
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||||
| wie auch die Ausführungen des Paulus im Galaterbrief – generell zu verstehen.
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li
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| Insofern Gal 4,4-5 das Thema „Sohn Gottes“ bzw. „Sohnschaft“ in die Heilung des „Aussätzigen“ einträgt,
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br
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|||
| der konzentrischen Gliederung:
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br
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| der „Aussätzige“ wird durch den „Austausch“ mit Jesus zu einem Sohn Gottes, wie die Söhne des Zebedäus durch ihre Nachfolge zu Söhnen Gottes werden.
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li
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| Der „Austausch“ im Sinne von „dem Gesetz unterstellt“ – „vom Fluch des Gesetzes freigekauft“ begegnet sowohl in der Erzählung von der Heilung des Aussätzigen
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| selbst, als auch im Verhältnis Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung: während Jesus „dem Gesetz unterstellt“ ist,
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| sind neben dem Aussätzigen auch die Jünger davon befreit: ihr Netz ist zerrissen (– sie müssen nun aber auch aufhören, es zu flicken, s. u.).
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li
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| Im der Verbindung Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung ist auch der „Segen für die Völker“ (im Sinne von <i>alle</i> Völker, Juden und Heiden verbindend)
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| gegenwärtig:
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ul.card-text
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li
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| Die Namen der Apostel vergegenwärtigen Griechen (Simon, Andreas) und Juden (Jakobus, Johannes).
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li
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| Die Leute kommen „von überallher“ zu Jesus in die „Einsamkeit“.
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li
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| Die Erzählung der Heilung des „Aussätzigen“ macht – mit Gesetzesthematik und „Austausch“ (Freikauf vom Fluch des Gesetzes im Kreuz!) –
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| sowohl Gal 4,4-5 als auch Gal 4,10-14 gegenwärtig; letztere Stelle (s. o.) nennt den „Segen für die Völker“ als Folge und Ziel des Freikaufes vom Fluch des Gesetzes.
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.card-body
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h5.card-title
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||||
| Die Söhne des Zebedäus und der Philipperhymnus – Der „Aussätzige“ und das Vierte Lied vom Gottesknecht
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h6.card-subtitle.text-muted
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| „Auf, mir nach!“ – in den (ethischen) Austausch zugunsten der Menschen
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br
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| „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird“ II
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h6.card-subtitle.text-muted Der Philipperhymnus in seinem Kontext und seine Bezüge zur vorliegenden konzentrischen Gliederung
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hr
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p.card-text
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung steht die Berufung der ersten Jünger mit dem Ruf Jesu: „Kommt her, mir nach!“.
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@ -921,10 +956,6 @@ block content
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| Jedensmal geht es um Nachfolge, um das Beispiel Jesu, dem es nachzueifern gilt:
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br
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i Jesus ist der Bote Gottes vor den Jüngern her, der ihren weiteren Weg verbindlich bestimmt.
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p.card-text
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| Davon angeleitet, entdeckt man gerade in dieser konzentrischen Gliederung viele Bezüge,
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||||
| die sich mit dem Philipperhymnus in Verbindung bringen lassen.
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p.card-text
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q.bibeltext
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||||
| 6 Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
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@ -941,32 +972,14 @@ block content
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br
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| 11 und jede Zunge bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
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span.bibelstelle Phil 2,6-11
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p.card-text
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||||
| Wie die folgenden Ausführungen belegen, steht die ganze konzentrische Gliederung in besonderer Weise in Verbindung
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||||
| mit dem Philipperhymnus und dessen Kontext
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| und soll in Zusammenhang mit diesem gelesen werden im Sinne einer Vergegenwärtigung, Bebilderung
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||||
| und Anwendung dieses Hymnus analog zu seiner Verwendung im Brief des Paulus an die Philipper.
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| Am unteren Ende der konzentrischen Gliederung ist mit der Heilung des „Aussätzigen“ das Vierte Lied vom Gottesknecht präsent;
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| beide Hymnen/Lieder sind aufeinander zu beziehen.
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h5.card-title
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q
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| Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
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br
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||||
| sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
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br
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||||
| ... er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod,
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||||
br
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||||
| bis zum Tod am Kreuz
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h6.card-subtitle.text-muted
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||||
| Oberes und unteres Ende der konzentrischen Gliederung
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br
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| in Verbindung mit der Berufung der Söhne des Zebedäus in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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hr
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.card-body
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h5.card-title Philipperhymnus und Heilung des „Aussätzigen“
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h5.card-title Parallelen im Handeln Jesu nach dem Philipperhymnus und bei der Heilung des „Aussätzigen“ vor dem Hintergrund des Vierten Liedes vom Gottesknecht
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h6.card-subtitle.text-muted Jesus, Sohn (eines) Gottes, erniedrigt sich und „tauscht“ mit einem „Letzten“
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hr
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ul.card-text
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@ -1002,7 +1015,7 @@ block content
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|||
| Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
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span.bibelstelle Phil 2,3a.4
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li
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| Mit „Entäußerung“, „gehorsam“ und „Tod am Kreuz“ enthält der Hymnus aber schon selber Begriffe, die eine soteriologische Bedeutung der Erniedrigung des Gottgleichen andeuten bzw. beinhalten:
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||||
| Mit „Entäußerung“/„erniedrigen“, „gehorsam“ und „Tod am Kreuz“ enthält der Hymnus aber schon selber Begriffe, die eine soteriologische Bedeutung der Erniedrigung des Gottgleichen andeuten bzw. beinhalten:
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||||
ul.card-text
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||||
li
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||||
| In der Adam-Christus-Parallele in Röm 5,12-21 wird dem Gehorsam Christi eine soteriologische Funktion beigemessen:
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@ -1010,8 +1023,31 @@ block content
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|||
q.bibeltext
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| Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind,
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||||
br
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| so werden auch durch den <i>Gehorsam</i> des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
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||||
| so werden auch durch den <i>Gehorsam</i> des einen <i>die vielen zu Gerechten gemacht</i> werden.
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span.bibelstelle Röm 5,19
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br
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| Man beachte, dass die Formulierung in Röm 5,19b eine gewisse Nähe zu
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||||
span.bibelstelle Jes 53,11b
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| hat, die schon mehrfach im Hintergrund der markinishen Kompositionen entdeckt wurde:
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br
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q.bibeltext
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| Mein Knecht, der gerechte, <i>macht die Vielen gerecht</i>;
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br
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| er lädt ihre Schuld auf sich.
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br
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| Bezieht man – was sicher im Sinne des Paulus ist – den „Gehorsam“ in Röm 5,19 auf die Gehorsams<i>tat</i>
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| des Todes am Kreuz (wie es auch dem Philipperhymnus entsprechen würde), dann hat der Gehorsam Jesu „stellvertretende Wirkung“;
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br
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| wir sind sehr nahe am Motiv des „Austausches“, das das Vierte Lied des Gottesknechtes bei Jesaja durchzieht.
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br
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| Zu beachten ist auch, dass bestimmte Züge dieses Liedes sich mit dem Motiv des bei Jesus besungengen „Gehorsam bis zum Tod am Kreuz“
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||||
| verbinden können:
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br
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q.bibeltext
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| Er wurde bedrängt und misshandelt, aber er tat seinen Mund nicht auf.
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br
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| Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Shaf vor seinen Scherern verstummt, so tat auch er seinen Mund nicht auf.
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span.bibelstelle Jes 53,7
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li
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||||
| Der Gedanke der „Entäußerung“ („Entleerung“) begegnet in
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span.bibelstelle 2 Kor 8,9
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@ -1024,20 +1060,70 @@ block content
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br
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||||
| Paulus will damit die Korinther zur Kollekte für Jerusalem motivieren.
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||||
br
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||||
span.small
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||||
| Dieser Vers steht auch im Hintergrund von Mk 10,21!
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| Markus greift 2 Kor 8,9 in
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span.bibelstelle Mk 10,21
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||||
| auf, stimmig verknüpft mit dem Gedanken der Nachfolge:
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q.bibeltext
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| Da sah Jesus ihn (= den reichen Mann) an, umarmte ihn uns sagte:
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br
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||||
| Eines fehlt dir noch:
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||||
br
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i Geh, verkaufe, was du hast, gib es den Armen
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br
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| und du wirst einen Schatz im Himmel haben;
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||||
br
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| dann komm und folge mir nach!
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li
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| Der „Tod am Kreuz“ ist in der gesamten paulinischen Tradition „Ort des Heiles“.
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| Das Motiv Erniedrigen/Dienen – wieder mit dem Gedanken der Nachfolge – begegnet in
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span.bibelstelle Mk 10,42-45
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| – in der Gesamtgliederung genau gegenüber zur Thematik Reichtum! –:
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br
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||||
| Im Philipperhymnus klappt diese Wendung nach und ist daher betont, sicher in einem soteriologischen Sinne.
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||||
q.bibeltext
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| 42 ... Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und ihre Großen ihre Macht gegen sie gebrauchen.
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br
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ul.card-text.small
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||||
| 43 Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein,
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br
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||||
| 44 und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein.
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||||
br
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| 45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
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br
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| Sicher ist hier nicht ein Austausch erzählt – es geht ja nicht darum, dass die Machtlosen Mächtige werden –, wohl aber ein damit verwandter <i>Positionstausch</i>:
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br
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||||
| Der Menschensohn – dieser Titel assoziiert Macht und Herrschaft – wird zum Diener, zum Sklaven.
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br
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| Die Wendung „Lösegeld für viele“ wiederum fügt sich in das Motiv „Austausch“ perfekt ein.
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br
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||||
| Ferner begegnet wieder der Ausdruck „für viele“ (→ Jes 53,11b; Röm 5,19).
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br
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||||
| Der Ausdruck „Sklave“ ist Mk 10,45 und dem Philipperhymnus (Phil 2,7!) gemeinsam.
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li
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| Vielleicht hängt die auffällige Doppelung „bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ mit dem Vierten Lied vom Gottesknecht des Jesaja zusammen;
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| Bestimmte Züge des Philipperhymnus dürften sich direkt dem Vierten Gottesknechtslied verdanken.
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ul.card-text
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li
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||||
| Dies gilt besonders für die eigentümliche Formulierung „bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ im Philipperhymnus.
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br
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| dort findet sich die Aussage „... er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ“ (Jes 53,12a):
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||||
| Dass „bis zum Tod am Kreuz“ nachklappt – wobei damit auch eine besondere Betonung auf ihm liegt –,
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||||
| wird oftmals als Indiz dafür gesehen, dass es sich um eine paulinishe Ergänzung handelt,
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| weil er viel Wert auf den Tod Jesu <i>am Kreuz</i> legt, der Tod am Kreuz in der gesamten paulinischen Tradition „Ort des Heiles“ ist.
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||||
br
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||||
| der Tod am Kreuz lässt sich als Tod der Abtrünnigen/Verbrecher sehr gut mit dem Satzteil „sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ“ verbinden.
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||||
| Allerdings könnte auch
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span.bibelstelle Jes 53,12a
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| im Hintergrund stehen:
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||||
q.bibeltext
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||||
| ... er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
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||||
br
|
||||
| Der Tod am Kreuz lässt sich als Tod der Abtrünnigen/Verbrecher sehr gut mit dem Satzteil „sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ“ verbinden.
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||||
br
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||||
| Damit ergeben sich folgende Entsprechungen:
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||||
table.table.table-sm
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||||
tbody
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||||
tr
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||||
td sein Leben dem Tod preisgab
|
||||
td bis zum Tod
|
||||
tr
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||||
td sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ
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||||
td bis zum Tod am Kreuz
|
||||
|
||||
li
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||||
| Auffällig ist, dass im Vierten Gottesknechtslied der stellvertretende Tod – analog zum Tod am Kreuz im Philipperhymnus – Grund für die Erhöhung ist:
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||||
br
|
||||
|
|
@ -1046,23 +1132,39 @@ block content
|
|||
br
|
||||
| <i>weil</i> er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
|
||||
span.bibelstelle Jes 53,12a-b
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||||
br
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||||
q.bibeltext
|
||||
| ... bis Tod, bis zum Tod am Kreuz.
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||||
br
|
||||
| <i>Darum</i> hat ihn Gott über alle erhöht ...
|
||||
span.bibelstelle Phil 2,8-9*
|
||||
li
|
||||
| Wahrscheinlich speist sich also der Philipperhymnus aus dem Vierten Gottesknechtslied.
|
||||
i Wahrscheinlich speist sich also der Philipperhymnus aus dem Vierten Gottesknechtslied.
|
||||
li
|
||||
| Das Vierte Lied vom Gottesknecht, das mit der Aussage „Er hat unsere Krankheit getragen“ (Jes 53,4a) auch Pate für die Erzählung von der
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||||
| Heilung des „Ausätzigen“ stand, ist generell vom „Austausch“ geprägt, so auch das Sich-unter-die-Abtrünnigen-rechnen-Lassen im Sinne des
|
||||
| „Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich. ... Er hob die Sünden der Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein“ (Jes 53,11d.12c).
|
||||
| Heilung des „Ausätzigen“ stand, ist generell vom „Austausch“ geprägt, so auch das Sich-unter-die-Abtrünnigen-rechnen-Lassen, denn es
|
||||
| hat soteriologischen Gehalt:
|
||||
q.bibeltext
|
||||
| Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich. ... Er hob die Sünden der Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein
|
||||
span.bibelstelle Jes 53,11d.12c
|
||||
br
|
||||
| Daher ist es wahrscheinlich, dass Entleerung und Erniedrigung des Gottgleichen „bis zum Tod am Kreuz“ analog im Sinne eines „Austausches“ zu verstehen sind:
|
||||
| Wenn sich aber der Philipperhymus wenigstens zum Teil aus dem Vierten Gottesknechtslied speist,
|
||||
| dann ist das Motiv der Stellvertretung bzw. des Austausches, das das Vierte Gottesknechtslied prägt,
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||||
| auch auf den Philipperhymnus zu übertragen, selbst wenn dieses Motiv nicht explizit auftaucht;
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||||
br
|
||||
| um den Menschen, der in die Tiefe der Gottferne gefallen war, aus dieser Gottferne zu erlösen – ihn mit Gottes Gnade zu beschenken und ihn aufzurichten –, ist der Gottgleiche in die Tiefe der Gottferne – den Tod am Kreuz – hinabgestiegen.
|
||||
| es ist über Verbindungen zum Vierten Gottesknechtslied (und weiter in christologischen Aussagen) doch da.
|
||||
br
|
||||
| Daher ist es wahrscheinlich, dass Entleerung und Erniedrigung des Gottgleichen „bis zum Tod am Kreuz“ im Hymnus analog im Sinne eines „Austausches“ zu verstehen sind:
|
||||
br
|
||||
i um den Menschen, der in die Tiefe der Gottferne gefallen war, aus dieser Gottferne zu erlösen – ihn mit Gottes Gnade zu beschenken und ihn aufzurichten –, ist der Gottgleiche in die Tiefe der Gottferne – den Tod am Kreuz – hinabgestiegen.
|
||||
br
|
||||
| Gerade deshalb konnte Paulus den Philipperhymnus in seinen Brief als Motivation zum gegenseitigen Dienen aufnehmen.
|
||||
li
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||||
| Der Hymnus weist im Vergleich zum Gottesknechtslied eine doppelte Radikalisierung auf:
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||||
br
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||||
| Der „Austausch“ geschieht auf Seiten des Erlösers als Entleerung und Erniedrigung von der höchsten Stelle – der Gottgleichheit – herab in die tiefste Tiefe der Gottferne des Tod am Kreuz,
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||||
br
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||||
| und die Erhöhung stellt nicht in die Gemeinschaft der „Großen und Mächtigen“, sondern verleiht „den Namen, der <i>größer</i> ist als alle Namen“.
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||||
|
||||
li
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||||
| Insgesamt wird man sagen können, dass die Heilung des „Aussätzigen“
|
||||
| genau das erzählt, was der Philipperhymnus bis zum soteriologisch verstandenen „Tod am Kreuz“ besingt, nur dass die Erzählung von Jes 53,4a her das Bild „gesund ↔ krank“ nutzt.
|
||||
|
|
@ -1180,14 +1282,24 @@ block content
|
|||
br
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||||
| Die Erzählung nutzt die Bildsprache „Krankheit“ aus dem Vierten Lied vom Gottesknecht des Jesaja,
|
||||
| um das Erlösungsgeschehen zu beschreiben: „er hat unsere Krankheit getragen“. Der „Austausch“, den Jesus vollzieht,
|
||||
| ist einzigartig, einmalig – die Jünger können ihn (in der Taufe) nur „anwenden“.
|
||||
| ist einzigartig, einmalig – die Jünger können ihn (in der Taufe) „nur“ „anwenden“.
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||||
br
|
||||
| Wechselt man nun von dieser Bildsprache „Krankheit“
|
||||
| in die sachlich indentischen Ausdruckskategorien des Philipperhymnus,
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||||
| muss man die Söhne des Zebedäus „mitnehmen“:
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||||
br
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||||
| Nun erscheint als verbindendes Element zwischen Jesus und den Söhnen des Zebedäus nicht „Netze reinigen → Menschen reinigen“,
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| sondern das Verlassen des hohen Status; dort lässt sich auch bei den Söhnen des Zebedäus ein „Austausch“ eintragen,
|
||||
| und dies soll der Leser tun.
|
||||
| sondern das Verlassen des hohen Status;
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br
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| dort lässt sich auch bei den Söhnen des Zebedäus ein „Austausch“ eintragen,
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| denn es findet bei ihnen – anders als bei Jesus –
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| ein Wechsel von der soteriologischen Ebene (Netze reinigen → Menschen reinigen → Taufe) auf die ethische Ebene statt;
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br
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| bei Jesus dagegen ist das ethische Handeln mit dem soteriologischen identisch.
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br
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| Der Leser soll also bei den Söhnen des Zebedäus einerseits die Anwendung des soteriologischen Handelns Jesu eintragen,
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| andererseits – im Sinne der Nachfolge, die das soteriologisch-ethische Handeln Jesu zum Vorbild nimmt –
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| auch den „Austausch“ auf ethischer Ebene:
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thead
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i Der Gesunde – Jesus – wird „krank“, damit der Kranke gesund wird.
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li
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| So sollen – auf die ethische Ebene übertragen – auch die Jünger einen „Austausch“ vollziehen:
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| So sollen – auf die ethische Ebene übertragen – auch die Jünger einen „Austausch“ (bzw. „Positionstausch“) vollziehen:
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i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, beschenkt werden.
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span.small (Vgl. Mk 10,21)
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i Der Mächtigen werden zu Dienern, damit die, die niedergedrückt sind oder ausgenutzt werden, aufrichtend-befreiende Hilfe erfahren.
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span.small (Vgl. Mk 10,42-44)
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| Denn gerade dies ist das Handeln des Gottessohnes nach dem Philipperhymnus, das für die Menschen Erlösung gebracht hat.
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span.small (Vgl. Mk 10,45)
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| Zugegeben: Bei Mächtige → Diener hinkt der „Austausch“ etwas; dies liegt aber daran,
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| dass keine neuen Mächtigen kreiert werden sollen, sondern eine Gemeinschaft von Dienern entstehen soll,
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| in der aber gerade „die ganz unten“, die „Letzten“, Hilfe erfahren, aufgerichtet werden und in diesem Sinne nicht „Letzte“ bleiben;
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@ -1282,222 +1390,8 @@ block content
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li
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||||
| Durch diese mehrdimensionale Nachfolge im Dienst an den Menschen werden die „Söhne des Zebedäus“ zu „Söhnen Gottes“.
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q
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| Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen ...
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br
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| damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ...
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| Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
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h6.card-subtitle.text-muted Die Taufe Jesu und die Massenheilungen mit Dämonenaustreibungen als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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| Tod und Auferstehung Jesu, die in der Tauferzählung präsent sind, wirken sich aus:
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| Die Menschen werden „gesund“, die Dämonen müssen weichen.
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| → Jesus ist der Eine, der für die Vielen starb: „Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.“ (Jes 53,11 b);
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| dies verbindet sich mit der Übernahme des „Aussatzes“ des „Aussätzigen“, der dadurch gesund wird (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung).
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| An dieser Tat Jesu hat Gott sein Wohlgefallen, wie es in der Taufszene ausgesprochen wird.
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| In der Auferstehung (→ „als er aus dem Wasser stieg“) wird Jesus daher „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht“ (→ Röm 1,4);
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||||
| entsprechend wird Jesus von Gott angeredet: „Du bist mein geliebter Sohn“.
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| Gegenüberliegend weichen die Dämonen, die wissen, wer Jesus ist.
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| „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung und Tauferzählung)
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||||
| ist Kaisertitualtur im römischen Reich, der Titel des „Ersten“ im Reich;
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br
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||||
| somit kann sich diese Sohnesbetitelung mit der Verleihung des Namens, „der größer ist als alle Namen“ verbinden.
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||||
| Im Philipperhymnus wird zwar nicht auf den Gottessohntitel abgehoben, sondern auf den Titel „Kyrios“ (= „Herr“).
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||||
| Allerdings ist auch dies ein Titel des Kaisers – der Bezug zum „Ersten im Reich“ ist also so oder so gegeben.
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| Die „Stimme vom Himmel“, die Jesus als Sohn anspricht, und das gegenüberliegende Verbot an die Dämonen zu sprechen, weil sie ihn kannten,
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||||
| verbindet sich mit der Aussage „jede Zunge bekennt: Jesus Christus, ist der Herr ...“.
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br
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||||
| Gott – der hinter der „Stimme vom Himmel“ steckt – und die Dämonen sind als Extreme vorstellbar,
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||||
| die „jede Zunge“ dazwischen einschließen.
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br
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||||
| Das Verbot an die Dämonen zu sprechen, weil sie ihn kannten, ist die Verhinderung eines Bekenntnisses (analog zum „Bekenntnis“ des Dämon in Mk 1,21-28),
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||||
| wodurch „jede Zunge bekennt“ aus bestimmtem Grund invertiert wird, aber gerade in der Invertierung dennoch da ist.
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br
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||||
| Zwar heißt es einnmal „Stimme“, einmal „Zunge“, doch ist die Zunge ein wichtiges Werkzeug für die Sprache;
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| in Mk 7,35 heißt es deshalb auch: „... seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit und er konnte richtig reden.“
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br
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||||
| Ferner haben „Zunge“ und „Sprache“ im Griechischen einen ähnlichen Klang: „glossä“ – „phonä“; jeweils mit Omega gebildet.
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span.small
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||||
| Die Verwendung von „Stimme“ (vom Himmel) in Mk 1,11 hängt dort auch mit dem Aufgreifen
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| von „Stimme eines Rufers in der Wüste“ in Mk 1,3 zusammen.
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||||
| Die Austreibung der Dämonen, die wissen, wer Jesus ist, lässt sich –
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||||
| besonders im Gegenüber zur Taufe, wo der Gottessohntitel Jesu im Sinne des „Namen über alle Namen“ aufleuchtet –
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| auch mit dem Satzteil „damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“
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||||
| im Philipperhymnus verknüpfen:
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br
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||||
| sie beugen in dem Sinne das Knie vor Jesus, dass sie aus den Menschen weichen – und indem sie gehorsam sind, also nicht bekannt machen, wer Jesus ist,
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||||
| was die Erzählung indirekt aussagt.
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||||
| Durch den Sohnestitel wird die „Stimme vom Himmel“ bei der Taufe indirekt als Stimme „Gottes, des Vaters“ aufgelöst;
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||||
| das geäußerte Wohlgefallen Gottes und die sich damit verbindende Erhöhung im Sinne der Auferstehung =
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||||
| Einsetzung Jesu als „Sohn Gottes in Macht“ legt Zeugnis ab, dass dies alles „zur Ehre Gottes, des Vaters“ geschieht.
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| damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
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h6.card-subtitle.text-muted
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||||
| Der Wüstenaufenthalt Jesu und die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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| in Verbindung mit den Dämonenaustreibungen
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| Wie die Versuchung Jesu seinen Tod zum Heil der Menschen gegenwärtig macht,
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| so die Heilung der Schwiegermutter des Petrus seine Auferstehung und die Auswirkung der Anteilhabe an Jesu Tod und Auferstehung für den Menschen:
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br
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| Aufgerichtet zum Dienst.
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||||
| Beide Erzählungen waren schon (Teil der) Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung:
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br
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| Jesus, der von den Jüngern auf die Kranke aufmerksam gemacht wird, rettet sie auf die „Insel des Lebens in der Wüste der Gottferne“,
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||||
| die durch seinen Gang in die „Wüste“ entsteht.
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| Ihr Dienst an Jesus und seinen Begleitern verbindet sich mit dem Dienst der Engel an Jesus bei dessen Wüstenaufenthalt:
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| sie stehen als Vertreter für „alle im Himmel“ und „auf der Erde“, die „ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“.
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li
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| Durch die Versuchung Jesus durch Satan müssen hier die Dämonenaustreibungen durch Jesus (gegenüber der Taufe und gegenüber der Evangelienverkündigung)
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||||
| mitbedacht werden:
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br
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||||
| Auch sie – die „unter der Erde“ – „beugen ihre Knie vor dem Namen Jesu“, indem sie aus den Menschen weichen und sich an das Schweigegebot halten.
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br
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||||
| Von dort aus ist hier einzutragen, dass selbst Satan sein „Knie vor dem Namen Jesu“ beugen muss, den Jesus hat seine Versuchung bestanden
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||||
| und damit Satan besiegt.
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| wie es dem Evangelium Christi entspricht ...:
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| er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
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| damit alle auf der Erde ... und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ...
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h6.card-subtitle.text-muted
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| Der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und die Dämonenaustreibung in der Synagoge als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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li
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| Der Auftakt des Wirkens Jesu blickt zunächst zurück auf den gewaltsamen Tod Johannes des Täufers („Nachdem Johannes ausgeliefert worden war ...“)
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| und macht so Jesu eigenen Tod präsent;
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||||
| dies verbindet sich mit der Frage des Dämon, ob Jesus gekommen sei, ihn und Seinesgleichen „ins Verderben zu stürzen“:
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br
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| → Jesus ist gekommen, um dem Dämon „voraus“ „ins Verderben“ zu gehen (→ Tod am Kreuz) und ihn und seinesgleichen auf diese Weise „ins Verderben zu stürzen“.
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br
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||||
| Insofern es sich dabei um jenen handelt, den der Dämon als „Heiligen Gottes“ bezeichnet – eine Ehrbezeichnung! –, schwingt jene Erniedrigung mit,
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||||
| die der Philipperhymnus besingt.
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||||
| Gerade dieser Gang Jesu, des „Heiligen Gottes“, ins Verderben ist fundamentaler Teil des „Evangelium Gottes“;
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||||
| der Titel „Heiliger Gottes“ spielt zugleich auf die Einsetzung Jesu „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht“ an
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||||
| als komplementärem Bestandteil des „Evangelium Gottes“:
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| durch Tod und Auferstehung Jesu ist „das Reich Gottes zum Greifen nahegekommen“.
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li
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| Das Nahegekommensein des Gottesreiches wirkt sich aus und muss sich auswirken:
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br
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| Wie der Dämon vor dem Namen Jesu, des „Heiligen Gottes“, die Knie beugt, indem er schweigt und weicht,
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||||
| sollen auch die Menschen vor diesem Namen Jesu die Knie beugen, indem sie seinem Ruf zu Glaube und Umkehr folgen:
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||||
| eine Verpflichtung, zu leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“,
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||||
| nämlich selber den Weg der Erniedrigung zu gehen.
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| Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht ...:
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br
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| er erniedrigte sich ...
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| <i>Darum</i> hat ihn Gott über alle erhöht
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h6.card-subtitle.text-muted
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||||
| Das Wirken Johannes des Täufers und der Neuaufbruch Jesu als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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| Jesus ist der nach Johannes kommende „Stärkere“, besonders durch seine Auferstehung,
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| auf die die Erzählung vom Neuaufbruch eingangs anspielt.
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br
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| Durch die Auferstehung hat Jesus auch die Stellung eingenommen, die ihn von allen anderen abhebt,
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| was Johannes mit deutlicher Unterwürfigkeit zum Ausdruck bringt.
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| Wie aber Johannes in der Wüste als Asket lebt und wirkt,
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br
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| so sucht Jesus – dessen überragende Stellung bewusst gemacht wurde – auch die „Wüste“ auf:
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br
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| der Blick auf die hoheitliche Stellung des Auferstandenen wird umgelenkt auf seine Sendung in die – als Gegensatz mit Erniedrigungscharakter zu verstehende – „Wüste der Gottferne“,
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| die der Ort seines irdischen Wirkens war; diese Sendung in die Wüste erfüllt ihn als Beistand seiner Jünger auch weiterhin.
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| Tiefsinnig sind die Orte und die Aktionsrichtungen in den beiden Erzählungen aufeinander zu beziehen:
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| Wie die Leute aus „ganz Judäa“ und „alle Einwohner Jerusalems“ zu Johannes in die Wüste kommen,
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br
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| so wird Jesus von „allen“ gesucht und geht Jesus dann aus der „Wüste“ in die „benachbarten Dörfer“ und zieht schließlich durch „ganz Galiläa“.
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li
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| Doch kommen die Leute zu Johannes in die Wüste, weil ihre Heimat selber „Wüste“ ist: Ort der Gottferne (→ Jes 40,3: „Wüste“ bezieht sich auf Jerusalem!).
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br
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||||
| So ist auch der Gang Jesu „aus der Wüste“ in die Dörfer eigentlich kein Verlassen der „Wüste“, sondern ein weiteres Vordringen in sie hinein.
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li
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| Diese „Wüste“ ist der Ort, an den die Begleiter Jesu ihm „nacheilen“ müssen, weil das auch Ort ihrer Sendung ist,
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||||
| wie sie auch schon Ort der Sendung Johannes des Täufers war.
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li
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| Da die Umlenkung von der Auferstehungsherrlichkeit auf die Sendung Jesu den Blick auf den Weg der Erniedrigung lenkt, den Jesus im Rahmen seiner Sendung
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| auf sich genommen hat,
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br
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| verbindet sich diese Umlenkung
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||||
| mit dem „Darum“ im Philipperhymnus als Schwarnier zwischen Erniedrigung
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| und Erhöhung des ursprünglich Gottgleichen.
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| Es ist ein betontes „Darum“, das die jetzige Stellung mit dem vorausgegangenen Weg begründet
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| und damit diesen Weg betont;
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br
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| es ist dieser Weg in die Erniedrigung, der der Grund ist – wie der Kontext deutlich macht –, warum Paulus
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| den Hymnus in seinem Philipperbrief überliefert:
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br
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| dieser Weg der Erniedrigung des Gottgleichen muss sich im Verhalten der Christen ausprägen.
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li
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| In diesem Sinn verkündet Johannes die „Taufe des Sinneswandels“, der
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ol.card-text
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li
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| der Umlenkung vom Blick auf den Auferstanden
|
||||
| auf die Sendung Jesu und damit auch die eigene Sendung in der Nachfolge Jesu folgt und der
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li
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| als Vorbild den Sinneswandel des Gottgleichen hat, der dieses Gott-gleich-Sein nicht als Raub festhielt, sondern sich entäußerte
|
||||
| und erniedrigte.
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li
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||||
| So fällt der Blick auch auf die Askese Johannes des Täufers als Vorläufer Jesu und die Jünger, die Jesus nachfolgen bzw. nacheilen
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||||
| (→ Gegenüber und Mitte der konzentrischen Gliederung):
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br
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||||
| Die Askese des Täufers kann dazu in Beziehung gesetzt werden, dass Petrus und seine Begleiter Jesus nach in die Wüste „herabsteigen“
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||||
| und dass die Söhne des Zebedäus den Reichtum der Familie (→ Tagelöhner)
|
||||
| verlassen und sich von Jesus in Dienst nehmen lassen, womit sie das „Darum“ ernst nehmen und den geforderten Sinneswandel vollziehen.
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h5.card-title
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@ -1517,7 +1411,7 @@ block content
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||||
| Zur Erlösung in Christus – zum „Austausch“ – gehört essentiell,
|
||||
| dass der Gottessohn sich erniedrigt und sich zum Diener und Sklaven bis zum Letzten macht.
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| dass der Gottessohn sich entäußert und erniedrigt und sich zum Diener und Sklaven bis zum Letzten macht.
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||||
| Damit hat die Erlösung durch Jesu Tod unlöslich eine bestimmte ethische Dimension.
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li
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|
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@ -1556,6 +1450,405 @@ block content
|
|||
| die geheilte – von allen trennenden und belastenden Dingen befreite – Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen zu heben,
|
||||
| letztlich „den Weg des Herrn“ zu diesen „Letzten“ zu bereiten.
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p.card-text.small
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||||
| Wie die folgenden Ausführungen belegen, steht die ganze konzentrische Gliederung in besonderer Weise in Verbindung
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||||
| mit dem Philipperhymnus und dessen Kontext
|
||||
| und soll in Zusammenhang mit diesem gelesen werden im Sinne einer Vergegenwärtigung, Bebilderung
|
||||
| und Anwendung dieses Hymnus analog zu seiner Verwendung im Brief des Paulus an die Philipper.
|
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.card-body
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h5.card-title
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q
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||||
| Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen ...
|
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br
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| damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ...
|
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br
|
||||
| Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
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||||
h6.card-subtitle.text-muted Die Taufe Jesu und die Massenheilungen mit Dämonenaustreibungen als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
|
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hr
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ul.card-text
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li
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| In Mk 1,32-34 wird erzählt, dass die Menschen ihre Kranken und Besessenen zu Jesus bringen, damit er sie heilt;
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br
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| sie machen sich damit zu Dienern der Kranken und handeln im Sinne des Evangeliums, das von der Erniedrigung Jesu bis zum Letzten erzählt.
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br
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||||
| Im Gegenüber zur Taufe Jesu mit der auferweckenden Herrlichkeit Gottes wird
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span.bibelstelle Röm 6,4
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| präsent:
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br
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q.bibeltext
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| ... Taufe auf den Tod (Jesu), damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde,
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| in der Neuheit des Lebens wandeln.
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li
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| Dies ist auch auf die Geheilten und von der Besessenheit Befreiten zu übertragen; auch sie wandeln nun „in der Neuheit des Lebens“.
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li
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||||
| Es begegnet das Gegenüber „der Eine“ ↔ „die Vielen“ mit der doppelten Auswirkung von Jesu Tod am Kreuz:
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br
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||||
| seine eigene Auferstehung wie die Gerechtmachung der Vielen.
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br
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||||
| → Jesus ist der Eine, der für die Vielen starb: „Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.“ (Jes 53,11 b).
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||||
br
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||||
| Der Tod Jesu ist dabei einerseits in Mk 1,32-34 im Rahmen der Erzählung durch die Zeitangabe „Am Abend, als die Sonne untergegangen war“
|
||||
| und das Schweigegebot an die Dämonen präsent gemacht,
|
||||
| andererseits in der Tauferzählung in der Taufe (im Sinne des Hineinsteigens ins Wasser) angedeutet.
|
||||
br
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||||
| Dies verbindet sich mit der Übernahme des „Aussatzes“ des „Aussätzigen“, der dadurch gesund wird (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung).
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p.card-text.small.mb-0
|
||||
| Die Zeitangabe „Am Abend, als die Sonne untergegangen war“ kann deswegen den Tod Jesu präsent machen, weil
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||||
| sich der Abend innerhalb des Evangeliums mit der Auslieferung Jesu verbindet und die Notiz, dass „die Sonne untergegangen war“
|
||||
| die Finsternis, die bei der Kreuzigung Jesu hereinbricht, vergegenwärtigt.
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||||
br
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||||
| Hinzu kommen aber im Gegenüber als Kontrast die Begleiterscheinungen während des Heraustretens aus dem Wasser bei der Taufe,
|
||||
| die die Auferstehung andeuten. Hier steht u. a.
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||||
span.bibelstelle Jes 53,11
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||||
| im Hintergrund:
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q.bibeltext Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht.
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| Ferner ist die Auferstehung mit dem Morgen (→ Mk 16,1-8) – als Gegensatz zum Abend – assoziiert.
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li
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| In der Auferstehung (→ „als er aus dem Wasser stieg“) wird Jesus „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht“ (→ Röm 1,4);
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br
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||||
| entsprechend wird Jesus von Gott angeredet: „Du bist mein geliebter Sohn“.
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br
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||||
| Gegenüberliegend weichen die Dämonen, die wissen, wer Jesus ist.
|
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br
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||||
| „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung und Tauferzählung)
|
||||
| ist Kaisertitualtur im römischen Reich, der Titel des „Ersten“ im Reich;
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||||
br
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||||
| somit kann sich diese Sohnesbetitelung mit der Verleihung des Namens, „der größer ist als alle Namen“ verbinden.
|
||||
p.card-text.small.mb-0
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||||
| Im Philipperhymnus wird zwar nicht auf den Gottessohntitel abgehoben, sondern auf den Titel „Kyrios“ (= „Herr“).
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||||
br
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||||
| Allerdings ist auch dies ein Titel des Kaisers – der Bezug zum „Ersten im Reich“ ist also so oder so gegeben.
|
||||
li
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||||
| Die „Stimme vom Himmel“, die Jesus als Sohn anspricht, und das gegenüberliegende Verbot an die Dämonen zu sprechen, weil sie ihn kannten,
|
||||
| verbindet sich mit der Aussage „jede Zunge bekennt: Jesus Christus, ist der Herr ...“.
|
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br
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||||
| Gott – der hinter der „Stimme vom Himmel“ steckt – und die Dämonen sind als Extreme vorstellbar,
|
||||
| die „jede Zunge“ dazwischen einschließen.
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||||
br
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||||
| Das Verbot an die Dämonen zu sprechen, weil sie ihn kannten, ist die Verhinderung eines Bekenntnisses (analog zum „Bekenntnis“ des Dämon in Mk 1,21-28),
|
||||
| wodurch „jede Zunge bekennt“ aus bestimmtem Grund invertiert wird, aber gerade in der Invertierung dennoch da ist.
|
||||
br
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||||
| Zwar heißt es einmal „Stimme“, einmal „Zunge“, doch ist die Zunge ein wichtiges Werkzeug für die Sprache;
|
||||
| in Mk 7,35 heißt es deshalb auch: „... seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit und er konnte richtig reden.“
|
||||
br
|
||||
| Ferner haben „Zunge“ und „Sprache“ im Griechischen einen ähnlichen Klang: „glossä“ – „phonä“; jeweils mit Omega gebildet.
|
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p.card-text.small.mb-0
|
||||
| Die Verwendung von „Stimme“ (vom Himmel) in Mk 1,11 hängt dort auch mit dem Aufgreifen
|
||||
| von „Stimme eines Rufers in der Wüste“ in Mk 1,3 zusammen.
|
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li
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||||
| Die Austreibung der Dämonen, die wissen, wer Jesus ist, lässt sich –
|
||||
| besonders im Gegenüber zur Taufe, wo der Gottessohntitel Jesu im Sinne des „Namen über alle Namen“ aufleuchtet –
|
||||
| auch mit dem Satzteil „damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“
|
||||
| im Philipperhymnus verknüpfen:
|
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br
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| sie beugen in dem Sinne das Knie vor Jesus, dass sie aus den Menschen weichen – und indem sie gehorsam sind, also nicht bekannt machen, wer Jesus ist,
|
||||
| was die Erzählung indirekt aussagt.
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| Durch den Sohnestitel wird die „Stimme vom Himmel“ bei der Taufe indirekt als Stimme „Gottes, des Vaters“ aufgelöst;
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| das geäußerte Wohlgefallen Gottes und die sich damit verbindende Erhöhung im Sinne der Auferstehung =
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| Einsetzung Jesu als „Sohn Gottes in Macht“ legt Zeugnis ab, dass dies alles „zur Ehre Gottes, des Vaters“ geschieht.
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h5.card-title
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q
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| damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
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| Der Wüstenaufenthalt Jesu und die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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br
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| in Verbindung mit den Dämonenaustreibungen
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hr
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li
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| Beide Erzählungen waren schon (Teil der) Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung:
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br
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| Jesus, der von den Jüngern auf die Kranke aufmerksam gemacht wird, rettet sie auf die „Insel des Lebens in der Wüste der Gottferne“,
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| die durch seinen Gang in die „Wüste“ entsteht.
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li
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| Ihr Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern verbindet sich mit dem Dienst der Engel an Jesus bei dessen Wüstenaufenthalt:
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br
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| sie stehen als Vertreter für „alle im Himmel“ und „auf der Erde“, die „ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“.
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li
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| Durch die Versuchung Jesus durch Satan müssen hier die Dämonenaustreibungen durch Jesus (gegenüber der Taufe und gegenüber der Evangelienverkündigung)
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| mitbedacht werden:
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br
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| Auch sie – die „unter der Erde“ – „beugen ihre Knie vor dem Namen Jesu“, indem sie aus den Menschen weichen und sich an das Schweigegebot halten.
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br
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| Von dort aus ist hier einzutragen, dass selbst Satan sein „Knie vor dem Namen Jesu“ beugen muss, den Jesus hat seine Versuchung bestanden
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| und damit Satan besiegt.
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li
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| Während in der Mitte der konzentrischen Gliederung die Berufenen gehorsam dem Ruf Jesu in die Nachfolge folgen,
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br
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| ist es im aktuellen Gegenüber jeweils Jesus, der „gehorsam“ ist: er lässt sich vom Geist in die „Wüste“ führen
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| und von Petrus und seinen Begleitern zur Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus bringen.
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br
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| So wird der „Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ als Ursache des Heils vor Augen geführt: für Jesus
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| wie für die Schwiegermutter des Petrus (analog zum Gegenüber „Taufe Jesu“ ↔ „Massenheilungen“, s. o.);
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| seine eigene Erhöhung ist (vor allem) im Dienst der Engel (→ Himmel!) angedeutet, die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
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| unmittelbar erzählt.
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br
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| Die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus wird durch die Wüstensendung im Gegenüber in einen größeren Kontext eingeordnet
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| und nach vorne wie hinten „verlängert“: Jesus kommt aus der Präexistenz und kehrt abschließend durch die Erhöhung durch Gott in den Himmel zurück.
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br
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| Der eigenwillige Umstand, dass Jesus seinen Jüngern „gehorsam“ ist, lässt sich durch die Mitte der konzentrischen Gliederung als Brücke verständlich machen:
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| Jesus hat sie für seine Sendung in Dienst genommen; es ist und bleibt seine Sendung, aber die Jünger haben darin ihre Rolle als „Wegbereiter des Herrn“
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| und können daher hier in der Position des Geistes, der der umfassend „Regie Führende“ ist, auftauchen.
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li
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| Das Gegenüber macht auch die von Mk 1,14-15 in Mk 1,1-15 rückwärtig getriggerte Kombination von
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span.bibelstelle Gal 4,4-5a
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| und
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span.bibelstelle Röm 8,2
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| präsent:
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br
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q.bibeltext
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| Als aber die Zeit erfüllt war, sandte seinen Sohn, ... dem Gesetzt des Geistes unterstellt,
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br
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| damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz der Sünde und des Todes stehen.
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br
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| Im aktuellen Gegenüber wird damit das Ziel der Sendung Jesu deutlich: Aufrichtung des Menschen,
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| aber nicht zu Herrschern, sondern zu Dienern in der Nachfolge Jesu.
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h5.card-title
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q
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| wie es dem Evangelium Christi entspricht ...:
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br
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| er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
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br
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| damit alle auf der Erde ... und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ...
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h6.card-subtitle.text-muted
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||||
| Der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und die Dämonenaustreibung in der Synagoge als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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hr
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ul.card-text
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li
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| In beiden Erzählungen sind Tod und Auferstehung Jesu gegenwärtig als zentraler Inhalt des Evangeliums Gottes
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| und Ursache dafür, dass die Königsherrschaft Gottes zum Greifen nahe gekommen ist:
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ul.card-text
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li
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||||
| Der Auftakt des Wirkens Jesu blickt zunächst zurück auf den gewaltsamen Tod Johannes des Täufers („Nachdem Johannes ausgeliefert worden war ...“)
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| und macht so Jesu eigenen Tod präsent;
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br
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||||
| der Dämon fragt, ob Jesus gekommen sei, ihn und seinesgleichen „ins Verderben zu stürzen“,
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| womit der Tod Jesu und seine Heilsbedeutung für die Menschen mit gleichzeitiger Unheilsbedeutung für die Dämonen vergegenwärtigt wird:
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br
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||||
| → Jesus ist gekommen, um dem Dämon „voraus“ „ins Verderben“ zu gehen (→ Tod am Kreuz) und ihn und seinesgleichen auf diese Weise „ins Verderben zu stürzen“.
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br
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||||
| Insofern es sich dabei um jenen handelt, den der Dämon als „Heiligen Gottes“ bezeichnet – eine Ehrbezeichnung! –, schwingt jene Erniedrigung mit,
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| die der Philipperhymnus besingt.
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li
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||||
| Die Verkündigungstätigkeit Jesu <i>nach</i> der Auslieferung mit Ansage der Königsherrschaft Gottes setzt die Auferstehung Jesu voraus;
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br
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| ebenso spielt die Betitelung „Heiliger Gottes“ durch den Dämon auf Jesu Auferstehung an:
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br
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| Jesus ist „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“.
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br
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||||
| Hier wird die Erhöhung Jesu deutlich, die sich auch im Gehorsam des Dämon ausdrückt.
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li
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||||
| Das Nahegekommensein des Gottesreiches wirkt sich aus und muss sich auswirken zum Heil der Menschen:
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br
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| Wie der Dämon vor dem Namen Jesu, des „Heiligen Gottes“, die Knie beugt, indem er schweigt und weicht,
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||||
| sollen auch die Menschen vor diesem Namen Jesu die Knie beugen, indem sie seinem Ruf zu Glaube und Umkehr folgen:
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||||
| eine Verpflichtung, zu leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“,
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||||
| nämlich selber den Weg der Erniedrigung zu gehen.
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br
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||||
| Sie sollen vom Staunen und Rätseln zu Umkehr und Glaube kommen.
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li
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||||
| Die „neue Lehre in Vollmacht“ in der Erzählung von der Dämonenaustreibung ist das „Evangelium Gottes“, das Jesus verkündet
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| und das sich mit dem Anbruch der Königsherrschaft Gottes verbindet:
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||||
br
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||||
| Während das jüdische Gesetz – gegenwärtig in den Schriftgelehrten – als insuffizient deklariert wird, was das
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||||
| Bannen der Herrschaft der Dämonen betrifft,
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| erweist sich das Evangelium als
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||||
q.bibeltext eine Kraft Gottes zur Rettung für jeden, der glaubt
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span.bibelstelle Röm 1,16.
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br
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||||
| So ist das Zeitalter des insuffizienten Gesetzes durch das Zeitalter des rettenden Glaubens an das Evangelium abgelöst.
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h5.card-title
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q
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| Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht ...:
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br
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| er erniedrigte sich ...
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| <i>Darum</i> hat ihn Gott über alle erhöht
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h6.card-subtitle.text-muted
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| Das Wirken Johannes des Täufers und der Neuaufbruch Jesu als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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hr
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ul.card-text
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li
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| Jesus ist der nach Johannes kommende „Stärkere“, besonders durch seine Auferstehung,
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| auf die die Erzählung vom Neuaufbruch eingangs anspielt.
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br
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| Durch die Auferstehung hat Jesus auch die Stellung eingenommen, die ihn von allen anderen abhebt,
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| was Johannes mit deutlicher Unterwürfigkeit zum Ausdruck bringt.
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li
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| Wie aber Johannes in der Wüste als Asket lebt und wirkt,
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br
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||||
| so sucht Jesus – dessen überragende Stellung bewusst gemacht wurde – auch die „Wüste“ auf:
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||||
br
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||||
| der Blick auf die hoheitliche Stellung des Auferstandenen wird umgelenkt auf seine Sendung in die – als Gegensatz mit Erniedrigungscharakter zu verstehende – „Wüste der Gottferne“,
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||||
| die der Ort seines irdischen Wirkens war.
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||||
br
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||||
| Bei Jesus blitzt das „<i>Darum</i> hat ihn Gott über alle erhöht“ des Philipperhymnus auf,
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||||
| das sich mit dem Ruf zum Sinneswandel durch Johannes den Täufer verbindet.
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br
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||||
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung wird dieser Sinneswandel von den Berufenen, bebildert vor allem an den Söhnen des Zebedäus,
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||||
| mit- bzw. nachvollzogen wird; jene, die zur Taufe des Johannes kommen, vollziehen auch diesen Sinneswandel;
|
||||
| doch durch Petrus, seine Begleiter und „alle“ bei der Verfolgung Jesu in die Wüste wird dieser Sinneswandel infrage gestellt;
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||||
| während sie Jesus zur Umkehr bringen wollen, müssen sie selbst den Ruf zum Sinneswandel neu hören und befolgen,
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||||
| Verfolgung sein lassen und erneut in die Nachfolge eintreten.
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br
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||||
| Am unteren Ende der konzentrischen Gliederung wird deutlich, wie der Sinneswandel des einst Gottgleichen sich zum Heil der Menschen auswirkt.
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li
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||||
| Der Sinneswandel, der zur Taufe, die Johannes verkündet, dazugehört, verbindet sich mit der Umlenkung Auferstehung → Tod am Kreuz
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||||
| im Gegenüber im Sinne des „<i>Darum</i> hat ihn Gott über alle erhöht“ des Philipperhymnus (s. o.);
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br
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||||
| beides zusammen macht den den Kontext des Philipperhymnus präsent:
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br
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q.bibeltext Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht ...:
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span.bibelstelle Phil 1,27
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br
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||||
| Der vom einst Gottgleichen vollzogene Sinneswandel ist der Grund, warum Paulus diesen Hymnus im Philipperbrief zitiert:
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br
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||||
| dieser Weg der Erniedrigung des Gottgleichen muss sich im Verhalten der Christen ausprägen.
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li
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||||
| Insofern der Tod Jesu am Kreuz in 10,38 als „Taufe“ bezeichnet werden kann,
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||||
| kann die Wendung „Taufe des Sinneswandels“ auch auf auch Entäußerung und Erniedrigung nach dem Philipperbrief bis zum tiefsten Punkt des Todes am Kreuz,
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||||
| auf das Mk 1,35-39 anspielt, bezogen werden.
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||||
br
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||||
| Auf diese „Taufe des Sinneswandels“ des Gottgleichen lassen sich die Menschen taufen – zur Vergebung ihrer Sünden, bzw. zur Befreiung aus dem „Netz“ = „Gesetz der Sünde und des Todes“.
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||||
br
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||||
| Unmittelbar kommt
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span.bibelstelle Röm 6,3-4
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||||
| in den Sinn – passend zum Kontext (Petrus' Rückholaktion!) mit mahnendem Unterton:
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||||
br
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||||
q.bibeltext
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| 3 Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, <i>auf seinen Tod getauft</i> worden sind.
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br
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||||
| 4 Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit
|
||||
| des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Neuheit des Lebens wandeln.
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||||
br
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||||
| Auch hier begegnet – wie bei Markus in Mk 1,35-39! – eine Umlenkung der Auferstehungsherrlichkeit:
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||||
| weg vom Blick auf den Auferstandenen, weg vom Blick in die Herrlichkeit Gottes, hin auf die Bedeutung der Auferstehung Jesu für das eigene Leben:
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||||
br
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||||
| „in der Neuheit des Lebens wandeln“: Auferstehung Jesu als Auftrag an seine Jünger:
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||||
br
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||||
| getauft auf Jesu Tod selber den Sinneswandel des Gottgleichen, der im Tod seine tiefste Manifestation erfuhr, nachvollziehen
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||||
| (→ Ruf in die Nachfolge in der Mitte der konzentrischen Gliederung).
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||||
li
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||||
| Das Gegenüber „ganz Judäa“ einerseits und „ganz Galiläa“ (2x „ganz“) macht die Völkerthematik präsent,
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br
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||||
| passend zu den Namen der Erstberufenen in der Mitte der konzentrischen Gliederung (2x griechisch, 2x semitisch) mit dem zerrisenen „Netz“
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br
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||||
| sowie zum unteren Ende der konzentrischen Gliederung mit dem Freikauf vom Fluch des Gesetzes nach Gal 4,4-5; 3,10-14,
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| der nach
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span.bibelstelle Gal 3,14
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||||
| geschieht,
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br
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q.bibeltext damit den Völkern durch ihn (= Jesus Christus) der Segen Abrahams zuteilwird
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br
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| (s. o.; dabei sind mit „den Völkern“ im Horizont von Gal 3,8 „alle Völker“ gemeint, Juden wie die Völkerwelt, die gemeinsam durch den Glauben Kinder Abrahams werden);
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br
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| es kommen auch Menschen „von <i>überall</i>her“ zu Jesus.
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li
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| Wie die Menschen aus „ganz Judäa“ zu Johannes dem Täufer in die Wüste kommen,
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||||
| so geht Jesus aus der „Einsamkeit“ = „Wüste“ nach „ganz Galiläa“.
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||||
br
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||||
| Doch kommen die Leute zu Johannes in die Wüste, weil ihre Heimat selber „Wüste“ ist: Ort der Gottferne (→ Jes 40,3: „Wüste“ bezieht sich auf Jerusalem!).
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||||
br
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||||
| So ist auch der Gang Jesu „aus der Wüste“ in die Dörfer eigentlich kein Verlassen der „Wüste“, sondern ein weiteres Vordringen in sie hinein.
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||||
li
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||||
| Während Johannes der Täufer in der Wüste aufgesucht wird, um sich taufen zu lassen – im Sinne der Umkehr –,
|
||||
br
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||||
| wird Jesus von Petrus in der „Einsamkeit“ = „Wüste“ aufgesucht – von Petrus dorthin verfolgt –, um Jesus selbst zur „Umkehr“
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||||
| zu bringen, auf dass das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigt werde.
|
||||
br
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||||
| Anders ausgedrückt:
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||||
| Während auf der einen Seite das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigt werden soll (durch Petrus, seine Begleiter und „alle“),
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||||
| wirkt das Kreuz Christi sich auf der anderen Seite zum Heil der Menschen aus: sie werden – durch die „Taufe auf den Tod Jesu“,
|
||||
| durch die ein „Mitgekreuzigtsein“ geschieht (→ Röm 6,6) – nicht nur von ihren Sünden, sondern von der Herrschaft Satans/der Sünde insgesamt befreit.
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||||
br
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||||
| Während die einen die Freiheit empfangen, die in Christus Jesus geschenkt ist, sind die anderen im Begriff,
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||||
| sich „wieder ein Joch der Knechtschaft auf[zu]legen“ (Gal 5,1).
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||||
li
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||||
| Insofern zusammen mit Petrus und seinen Begleitern <i>„alle“</i> Jesus suchen – im Sinne des Verfolgens und Zurückbringen wollens –,
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| was sich hier aufgrund des Kontextes effektiv auf „<i>alle</i> Einwohner Kafarnaums“ bezieht,
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||||
| verbindet sich diese Notiz mit „<i>allen</i> Einwohnern Jerusalems“, die zu Johannes dem Täufer kommen,
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||||
| und trägt bei diesen „<i>allen</i> Einwohnern Jerusalems“ vom Handeln der „<i>alle</i> (Einwohner Kafarnaums)“ her eine gewisse Ambivalenz ein:
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| einerseits Taufe der Umkehr, andererseits das Jesus-wieder-einfangen-Wollen;
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||||
br
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||||
| im Zentrum dieser Ambivalenz – als Mitte der konzentrischen Gliederung – stehen die den beiden Polen 1) „Netz“ = jüdische Gesetz (wieder) aufrichten;
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| 2) in die Nachfolge Jesu eintreten;
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br
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| diese Ambivalenz passt gut zum Kreis um den Herrenbruder Jakobus – man beachte, dass dieser Name in der Mitte der konzentrischen Gliederung begegnet
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||||
| und dieser einer von denen ist, die das „Netz“ = jüdische Gesetz (wieder) aufrichten wollen. Vgl. dazu auch die Aussagen des Paulus zum
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||||
| sog. „Antiochenischen Zwischenfall“ in Gal 2,11-21, auf den in der vorhergehenden konzentrischen Gliederung eingegangen wurde,
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||||
| weil dieser die Hintergrundfolie für Mk 1,35-39 ist.
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br
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||||
| Im weiteren Verlauf des Evangeliums werden immer wieder „Schriftgelehrte von Jerusalem“ zu Jesus kommen, um mit diesem ein Streitgespräch zu führen;
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br
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||||
| es wird sich zeigen, dass es sich im Evangelium nicht um <i>jüdische</i> Schriftgelehrte, sondern juden-<i>christliche</i> Schriftgelehrte
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||||
| handelt, mit denen nicht eigentlich Jesus, sondern Paulus streitet.
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li
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||||
| Von der Mitte der konzentrischen Gliederung aus betrachtet ist Folgendes bebildert:
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ul.card-text
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li
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i Jesus beruft seine Jünger als Menschenfischer
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br
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| Johannes der Täufer erweist sich als Menschenfischer, zu dem die Massen strömen, um sich der Umkehrtaufe zu unterwerfen.
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br
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| Petrus, seine Begleiter und „alle“ dagegen betätigen sich als „Jesus-Fischer“, die Jesus zur Umkehr bringen wollen.
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br
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| Jesus wiederum bricht neu auf, um – wie Johannes der Täufer – Menschenfischer zu sein.
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li
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i Die Söhne des Zebedäus verlassen ihre Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb und folgen Jesus nach
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br
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| Johannes der Täufer wird als Asket in der Wüste gezeichnet.
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br
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| Jesus selbst geht den Weg der Entäußerung und Erniedrigung.
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br
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| Die Söhne des Zebedäus aber wollen zurückhaben.
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li
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i Das „Netz“ ist zerrissen – das Zeitalter des jüdischen Gesetzes ist vorbei: Befreiung!
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br
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| Die Menschen, die zu Johannes dem Täufer kommen, unterziehen sich von dieser Befreiung her der Umkehrtaufe.
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br
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| Petrus, seine Begleiter und „alle“ dagegen wollen diese Befreiung vom (Fluch des) jüdischen Gesetz(es) rückgängig machen,
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| das Gesetz (wieder) aufrichten.
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li
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| Wie die Ausführungen zum aktuellen Gegenüber nahelegen, dürfte
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span.bibelstelle Gal 3,13-14a
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| im Hintergrund dieses Gegenübers stehen:
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br
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q.bibeltext
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| Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist;
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br
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| denn es steht geschrieben: Verflucht ist, wer am Holz hängt.
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br
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| Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird.
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ul.card-text
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li
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| Mk 1,35-39 macht in der Mitte (Einsamkeit, Gebet) das Kreuz als Ort des Loskaufes vom Fluch des Gesetzes präsent,
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| an dem Jesus selbst zum Fluch geworden ist;
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li
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| die Angaben „ganz Judäa“ und „ganz Galiläa“ verkörpern die Völker, denen der Segens Abrahsm zuteilwird;
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li
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| entsprechend wird das Zuteilwerden des Segens einerseits – dem Freikauf gegenüberliegend – anhand jener erzählt,
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| die zu Johannes dem Täufer kommen und sich taufen lassen,
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br
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| andererseits im Ziehen Jesu durch ganz Galiläa mit Dämonenaustreibungen angespielt,
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br
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| wobei sich die Dämonenaustreibungen durch Jesus mit der Taufe durch Johannes den Täufer verbinden.
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h5.card-title
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Reference in New Issue