i Im Hinblick auf Wunder, die nicht weitererzählt werden dürfen
br
| Mk 1,40-45 (Heilung des Aussätzigen); 5,35-43 (Auferweckung der Tochter des Jairus); 7,31-37 (Heilung des Taubstummen).
li
li
| Die gelungene Dämonenaustreibung bestätigt jedenfalls die Vollmacht Jesu und die
| In der vorliegenden Erzählung wird das „Bekenntnis“ des unreinen Geistes mit dem Schweigegebot belegt;
| Gültigkeit seiner Lehre.
| dass das Wunder als solches weitererzählt wird, ist damit völlig legitim (im Gegensatz zu anderen Wundern!).
li Inhaltlich bleibt die Lehre Jesu unbestimmt – eine Lücke!
li
li.small
| Das Schweigegebot angesichts des „Bekenntnisses“ hier wurde ausgesprochen, weil der Weg Jesu in den Tod am Kreuz verschwiegen wurde.
| Aus dem bisherigen Geschehen und besonders der inhaltlich stark geladenen „fortschreitenden Konzentrik“ bis zu dieser Erzählung mag man hier einiges ergänzen.
br
br
| Ohne diesen Blick des „sehenden Lesers“ bzw. ohne das Wissen, was im Evangelium noch kommen wird,
| Ohne das Miteinbeziehen dieses Weges können Vollmacht und Hoheitstitel Jesu irreführend und missverständlich sein.
| bleibt die Lücke aber bestehen. Das will beachtet sein.
li
| Man wird verallgemeindernd sagen können:
br
i
| Wo Schweigegebote sich auf Jesu Person beziehen („wer er ist“, Bekenntnisse), signalisieren sie,
| dass diese Aussagen in den größeren Kontext der Lehre Jesu – vor allem seines Todes, aber auch seiner Auferstehung von den Toten – einzubinden sind.
li
| Gerade angesichts dessen, dass man sich – besonders als „unbedarfter Leser“ – sich einiges zusammenreimen kann – nicht zuletzt aus den Stichworten „Heiliger Gottes“ und „Sohn (eines) Gottes“ –,
| ist dieses Schweigegebot ein wichtiges „Achtung“-Schild, ja ein „Stopp“-Schild:
br
| Denn aus den Hoheitstiteln allein – die Jesus z. B. mit Kaiser Vespasian „teilt“ – könnte man ein völlig falsches Bild von Jesus bekommen!
br
| Ein solcher Jesus Christus darf nicht verkündet werden!
li.small
li.small
| Hier muss uns bewusst werden, was der „unbedarfte Leser“ bisher erzählt bekommen hat:
| Hier muss uns bewusst werden, was der „unbedarfte Leser“ bisher erzählt bekommen hat:
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@ -336,7 +464,55 @@ block content
| Es sind also wunderbare und zugleich wundersame Dinge, die der Leser bisher erfahren hat;
| Es sind also wunderbare und zugleich wundersame Dinge, die der Leser bisher erfahren hat;
br
br
| wie aber das Evangelium vom nahegekommenen Gottesreich und die „Lehre Jesu“ inhaltlich zu füllen sind – das ist bisher offen!
| wie aber das Evangelium vom nahegekommenen Gottesreich und die „Lehre Jesu“ inhaltlich zu füllen sind – das ist bisher offen!
li
| Was der Dämon ‚bekennt‘, ist ‚wahr‘; und doch ist es – wenn man den Weg Jesu und seine damit zusammenhängende Lehre kennt –
| für sich allein genommen verführerisch und irreführend, verzerrend unvollständig.
li
| Für den „sehenden Leser“ war dieser Weg Jesu bisher schon omnipräsent;
br
| doch besteht stets die Gefahr, nur das „Ergebnis“ zu sehen und nicht den Weg dorthin.
br
| Gerade auf Letzteren legen aber Markus und Paulus besonderen Wert, weil dieser Weg sich bei jenen auswirken muss, die Jesus nachfolgen.
br
span.small
| Bei beiden ist zu bemerken, wie sie den einseitgen Blick auf die Auferstehungsherrlichkeit Jesu kritisieren,
| weil das Vergessen des Weges Jesu ans Kreuz ein Den-Mitmenschen-Vergessen mit sich bringen kann;
| sowohl bei Markus als auch Paulus begegnen dazu konkrete Beispiele.
br
| Markus wird sich dieser Thematik vor allem im übergreifenden Teil „Auf dem Weg“ widmen.
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h5.card-title Jesu Lehre: Das Evangelium Jesu Christi
h6.card-subtitle.text-muted Von der Kraft des Evangeliums
hr
ul.card-text
li Wie durch die obigen Ausführungen deutlich wurde, kann die „Lehre Jesu“ inhaltlich besonders mit seinem Weg ans Kreuz gefüllt werden.
li
| Auch die Auferstehung Jesu im Sinne der Einsetzung als „Sohn Gottes in Macht“ ist in der Erzählung präsent und – wenn auch hier untergeordnet –
| als Teil der Lehre Jesu zu verstehen.
li
| Beides – Tod und Aufestehung – sind das „Evangelium Jesu Christi“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung),
| wobei hier ein besonderer Akzent auf Jesu Tod liegt.
li So lassen sich „Evangelium Jesu Christi“ im oberen und „Lehre Jesu“ im unteren Ende der konzentrischen Gliederung aufeinander beziehen.
li
| Als Bedeutung von Jesu Tod – als Inhalt von Jesu Sendung – gehört zu diesem „Evangelium“ wesentlich,
| dass Jesus gekommen ist, die unreinen Geister ins Verderben zu stürzen.
li
| Auffällig ist, dass das Thema „Lehre Jesu“ nicht nur die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes rahmt,
br
| sondern die Leute nicht eigentlich über das Wunder, sondern über die Lehre Jesu staunen.
br
i So erscheint die Austreibung geheimnisvoll als Auswirkung der Lehre Jesu.
li
| Dies erklärt sich – die Identität von „Lehre Jesu“ und „Evangelium Jesus Christi“ bedenkend –
| durch
span.bibelstelle Röm 1,16
br
q.bibeltext
| ... ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist <i>eine Kraft Gottes</i> zur Rettung für jeden, der glaubt.
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h5.card-title
h5.card-title
@ -352,7 +528,7 @@ block content
li
li
| Durch die Betonung der offensichtlichen Vollmacht Jesu gerade auch gegenüber den Dämonen und das diesbezügliche Abheben Jesu von den Schriftgelehrten bzw. den Heiligen Schriften Israels
| Durch die Betonung der offensichtlichen Vollmacht Jesu gerade auch gegenüber den Dämonen und das diesbezügliche Abheben Jesu von den Schriftgelehrten bzw. den Heiligen Schriften Israels
| wird eine Insuffizienz der Tora genau in diesem Punkt angedeutet.
| wird eine Insuffizienz der Tora genau in diesem Punkt angedeutet.
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h5.card-title
h5.card-title
@ -391,123 +567,22 @@ block content
br
br
| Wenn auch verwirrt, werden die Menschen zu Boten Jesu, was sich in der übernächsten Erzählung positiv auswirken wird.
| Wenn auch verwirrt, werden die Menschen zu Boten Jesu, was sich in der übernächsten Erzählung positiv auswirken wird.
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h5.card-title
h5.card-title
q Schweig!
| Jesus, der Sohn Gottes, dem die Engel dienen
h6.card-subtitle.text-muted Ein erster Blick auf die Schweigegebote im Evangelium nach Markus
hr
hr
ul.card-text
ul.card-text
li In allen Galiläa-Teilen des Evangeliums (und nur dort!) begegnen Schweigegebote, die Jesus in bestimmten Situationen ausspricht:
ul.card-text
li
i Im Hinblick auf seine Person („Bekenntnisse“) bzw. das Wissen darum, wer er ist
i Im Hinblick auf Wunder, die nicht weitererzählt werden dürfen
br
| Mk 1,40-45 (Heilung des Aussätzigen); 5,35-43 (Auferweckung der Tochter des Jairus); 7,31-37 (Heilung des Taubstummen).
li
li
| Die Aufforderung Jesu an den Dämon, zu schweigen, ist hier unmittelbar nach dessen Bekenntnis gesprochen und bezieht sich also darauf.
| Durch den Weg in den Tod am Kreuz ist Jesus zu dem geworden, dem die Hoheitstitel gebühren (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung):
br
br
span.small Das Wunder selbst wird nicht mit einem Schweigegebot belegt – dass es weitererzählt wird, ist damit völlig legitim (im Gegensatz zu anderen Wundern!).
i Der, dem die Engel dienen (→ Mitte der konzentrischen Gliederung), ist der, der selber als Diener in die „Wüste“ gegangen ist.
li Der Aufforderung zum Schweigen korrespondiert hier geheimnisvoll, dass die Lehre Jesu durch den Evangelisten verschwiegen wird.
li
li
| Dies legt nahe, dass beides zusammengesehen werden muss:
| Allerdings ist dieser Weg genau das Gegenteil von dem, was man vom „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung)
| erwarten würde:
br
br
i
| Nicht Hoheit, sondern Erniedrigung.
| Jesu – hier noch verschwiegene – Lehre enthält offenbar
| Aussagen, die das Wissen darum, wer er ist, notwendig ergänzen;
br
| daher wird dieses Wissen bzw. die diesbezüglichen Bekenntnisse
| mit einem Schweigegebot versehen.
li
| Gerade angesichts dessen, dass man sich – besonders als „unbedarfter Leser“ – sich einiges zusammenreimen kann – nicht zuletzt aus den Stichworten „Heiliger Gottes“ und „Sohn (eines) Gottes“ –,
| ist dieses Schweigegebot ein wichtiges „Achtung“-Schild, ja ein „Stopp“-Schild:
br
i
| Aus den Hoheitstiteln allein – die Jesus z. B. mit Kaiser Vespasian „teilt“ – könnte man ein völlig falsches Bild von Jesus bekommen!
br
| Ein solcher Jesus Christus darf nicht verkündet werden!
li
| Man wird also sagen können:
br
i
| Wo Schweigegebote sich auf Jesu Person beziehen („wer er ist“, Bekenntnisse), signalisieren sie,
| dass diese Aussagen in den größeren Kontext der Lehre Jesu einzubinden sind.
li
| Der „sehende Leser“ kann hier aber schon weitergehende Bezüge herstellen:
ul.card-text
li
| Indem das Staunen über die Lehre Jesu die Erzähung rahmt und man – als „sehener Leser – gelernt hat,
| sich bei der Auslegung auch durch die Konzentrik leiten zu lassen,
br
| wird man so interpretieren dürfen, dass die Mitte der Erzählung einen Hinweis enthält, was die Lehre Jesu beinhaltet.
li
| Just in der Mitte der Erzählung geht es um die Sendung Jesu:
br
| der Dämon fragt Jesus, ob dieser gekommen sei, ihn und Seinesgleichen ins Verderben zu stürzen.
li
| Unterstützend ist daran zu erinnern, dass sowohl die Aussage „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her,
| der deinen <i>Weg</i> bahnen wird“, als auch der Imperativ „Bereitet den <i>Weg</i> des Herrn!“ (→ je oberes Ende der konzentrischen Gliederung!)
| auf die <i>Sendung Jesu</i> bezogen werden kann (s. o.).
li
| Die Frage des Dämon kann schon aus der Erzählung selbst mit einem Ja beantwortet werden,
br
| der „sehende Leser“ weiß aber bereits darum, dass Jesus vor
| dem Dämon und Seinesgleichen her selber den Weg ins Verderben geht (→ Tod am Kreuz), um ihnen damit den Weg ins Verderben zu bahnen
| und sie so ins Verderben zu stürzen.
br
| Damit hat sich Jesus auf einzigartige Weise in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen stellt.
li
| So wird klar, dass die Lehre Jesu sich auf den <i>Weg</i> beziehen muss,
| den er zur Ausführung seiner Sendung auf sich nimmt: den Weg ans Kreuz!
br
| Die Teile „In Galilaä/Judäa auf dem Weg“ werden dies bestätigen.
li
i Durch diesen Weg ist Jesus zu dem geworden ist, dem die Hoheitstitel gebühren:
br
i Der, dem die Engel dienen, ist der, der selber als Diener in die Wüste gegangen ist.
br
| Allerdings ist dieser Weg genau das Gegenteil von dem, was man vom „Sohn (eines) Gottes“ erwarten würde:
br
| Nicht Hoheit, sondern Erniedrigung.
li
| Was der Dämon ‚bekennt‘, ist ‚wahr‘; und doch ist es – wenn man den Weg Jesu und seine damit zusammenhängende Lehre kennt –
| für sich allein genommen verführerisch und irreführend, verzerrend unvollständig.
li
| Für den „sehenden Leser“ war dieser Weg Jesu bisher schon omnipräsent;
br
| doch besteht stets die Gefahr, nur das „Ergebnis“ zu sehen und nicht den Weg dorthin.
br
| Gerade auf Letzteren legen aber Markus und Paulus besonderen Wert, weil dieser Weg sich bei jenen auswirken muss, die Jesus nachfolgen.
br
span.small
| Bei beiden ist zu bemerken, wie sie den einseitgen Blick auf die Auferstehungsherrlichkeit Jesu kritisieren,
| weil das Vergessen des Weges Jesu ans Kreuz ein Den-Mitmenschen-Vergessen mit sich bringen kann;
| sowohl bei Markus als auch Paulus begegnen dazu konkrete Beispiele.
br
| Markus wird sich dieser Thematik vor allem im übergreifenden Teil „Auf dem Weg“ widmen.
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h5.card-title Jesu Lehre: Das Evangelium Jesu Christi
h6.card-subtitle.text-muted Von der Kraft des Evangeliums
hr
ul.card-text
li Wie durch die obigen Ausführungen deutlich wurde, kann die „Lehre Jesu“ inhaltlich mit seinem Weg ans Kreuz gefüllt werden.
li Dieser Weg ans Kreuz ist – zusammen mit der Auferstehung – das „Evangelium Jesu Christi“.
li So lassen sich „Evangelium Jesu Christi“ im oberen und „Lehre Jesu“ im unteren Ende der konzentrischen Gliederung aufeinander beziehen.
li
| Dies erklärt – mit Rückgriff auf
span.bibelstelle Röm 1,16
| – auch die Wirkmächtigkeit der Lehre Jesu:
br
q.bibeltext
| ... ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist <i>eine Kraft Gottes</i> zur Rettung für jeden, der glaubt
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@ -516,10 +591,20 @@ block content
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hr
ul.card-text
ul.card-text
li Beide Erzählungen waren schon als Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung verbunden.
li Beide Erzählungen waren schon als Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung verbunden.
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| Jesus, der Sohn Gottes, verkündet das Evangelium Gottes.
li
li
| Inhalt des „Evangelium Gottes“ und Anbruch des Gottesreiches ist das – in der Taufe Jesu „gegenwärtige“ –
| Inhalt des „Evangelium Gottes“ und Anbruch des Gottesreiches ist das – in der Taufe Jesu „gegenwärtige“ –
| christologisch-soterialogische Grundereignis von Tod und Auferstehung Jesu;
| christologisch-soterialogische Grundereignis von Tod und Auferstehung Jesu;
| darauf bezieht sich der Glaube.
| darauf bezieht sich der Glaube.
li
| Insofern im Rahmen des Beginns der Verkündigung Jesu darauf hingewiesen wird, dass schon der Vorläufer
| „ausgeliefert“ wurde, wird bei der Taufe Jesu im Gegenüber der Tod Jesu in den Fokus gerückt.
br
| In der Tauferzählung selbst wird zwar besonders der Aspekt der Auferstehung durch die reiche Schilderung der Begleitumstände
| des Aus-dem-Wasser-Steigens betont, im Gegenüber durch den Hinweis auf die „Auslieferung“ Johannes des Täufers
| aber die „Auslieferung“ Jesu vergegenwärtigt; dies scheint – ganz im Sinne des Schweigegebotes an den unreinen Geist –
| ein bewusster und deutlicher Kontrakpunkt zur Auferstehungsherrlichkeit zu sein.
li
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| Mit der Auferweckung des Gekreuzigten durch Gott (→ „Wohlgefallen“!) verbindet sich auch die Forderung, das eigene Leben am Weg Jesu ans Kreuz auszurichten (→ Ruf zur Umkehr),
| Mit der Auferweckung des Gekreuzigten durch Gott (→ „Wohlgefallen“!) verbindet sich auch die Forderung, das eigene Leben am Weg Jesu ans Kreuz auszurichten (→ Ruf zur Umkehr),
h6.card-subtitle.text-muted Jesus, der göttliche Bote zum Heil der Menschen
h6.card-subtitle.text-muted Jesus, der göttliche Bote zum Heil der Menschen
hr
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ul.card-text
ul.card-text
li
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung wird der Tod des Vorläuferes Jesu erwähnt: „Nachdem Johannes <i>ausgeliefert</i> worden war ...“.
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| Damit wird aber auf den Tod Jesu selbst angespielt, ist doch „ausgeliefert“ terminus technicus für den Tod Jesu am Kreuz.
br
| Bezieht sich das „Evangelium Gottes“ zwar auf Jesu Tod <i>und</i> Auferstehung, liegt damit doch ein gewisser Akzent auf dem <i>Tod</i> Jesu.
li
li
| Die Austreibung der Dämonen erinnert an die Austreibung des ersten Dämon in der Synagoge (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die gegenüberliegnde Erzählung!);
| Die Austreibung der Dämonen erinnert an die Austreibung des ersten Dämon in der Synagoge (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die gegenüberliegnde Erzählung!);
br
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| Jesus ist der göttliche Bote, der den Dämonen voraus ins Verderben geht, um sie ins Verderben zu stürzen.
| Jesus ist der göttliche Bote, der den Dämonen voraus ins Verderben geht, um sie ins Verderben zu stürzen.
br
span.small → Negative Schicksalsgemeinschaft
li
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| Die Heilung „aller möglichen Krankheiten“ erinnert an die Heilung der Schwiegermutter des Petrus (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die Mitte);
| Die Heilung „aller möglichen Krankheiten“ erinnert an die Heilung der Schwiegermutter des Petrus (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die Mitte);
br
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| Jesus ist der göttlichen Bote, der durch seinen Tod am Kreuz den Weg ins Leben eröffnet hat: „ihm nach“ folgen die „Kranken“ den Weg in die Gesundheit.
| Jesus ist der göttlichen Bote, der durch seinen Tod am Kreuz den Weg ins Leben eröffnet hat: „ihm nach“ folgen die „Kranken“ den Weg in die Gesundheit.
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span.small → Positive Schicksalsgemeinschaft
li
li
| Da legt sich nahe, diese „Krankheiten“ – in Analogie zum Fieber der Schwiegermutter des Petrus – im übertragenen Sinne zu verstehen.
| Da legt sich nahe, diese „Krankheiten“ – in Analogie zum Fieber der Schwiegermutter des Petrus – im übertragenen Sinne zu verstehen.
@ -289,13 +299,24 @@ block content
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| In beiden geht es um Dämonenaustreibung(en), in beiden findet sich ein Schweigegebot; beide Male bezieht es sich auf das Wissen um die Person Jesu.
| In beiden geht es um Dämonenaustreibung(en), in beiden findet sich ein Schweigegebot; beide Male bezieht es sich auf das Wissen um die Person Jesu.
li
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| Während das Schweigegebot dort – unausgesprochen – den Weg Jesu ans Kreuz gegenwärtig macht, so hier das Evangelium im Sinne von Jesu Tod und Auferstehung (→ Mitte der konzentrischen Gliederung):
| Während das Schweigegebot dort einem den Weg Jesu in den Tod am Kreuz vergessenden Bekenntnis den Riegel vorschiebt,
| kann es sich in diesem Sinne hier mit der Notiz verbinden,
| dass Johannes der Täufer „ausgeliefert“ wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung),
| was indirekt den Tod Jesu präsent macht.
li
| Beiden Schweigegeboten gemeinsam ist also, dass sie sich verbinden lassen mit dem in der jeweiligen Erzählung selbst verschwiegenen
| Weg Jesu in den Tod am Kreuz, der aber in der Mitte der jeweiligen konzentrischen Gliederung angedeutet ist
| und der im Hintergrund der Austreibung der unreinen Geister steht:
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| dieses christologisch-soteriologische Doppelereignis wirkt sich hier aus zum Heil der Menschen;
| Jesus ist gleichsam den unreinen Geistern voraus ins Verderben gegangen, um ihnen den Weg ins Verderben zu bahnen, sie also ins Verderben zu stürzen.
li
| Wie es in Mk 1,21-28 die Lehre Jesu in Vollmacht ist, die den unreinen Geist austreibt und die effektiv mit dem „Evangelium Gottes/Jesu Christi“
| im Sinne des Todes und der Auferstehung Jesu – mit einem Akzent auf dem Tod Jesu – identisch ist,
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| das Schweigegebot will verhindern, den „Preis“ dieses Heiles – nämlich Jesu Tod am Kreuz – zu vergessen:
| so ist es hier das Evangelium vom nahegekommenen Gottesreich, das Jesu Tod und Auferstehung zur Grundlage hat – wieder mit einem Akzent auf dem Tod Jesu (→ „ausgeliefert“) – ,
| das die unreinen Geister austreibt und den Kranken Heilung bringt.
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| Jesus ist gleichsam den Dämonen voraus ins Verderben gegangen, um ihnen den Weg ins Verderben zu bahnen, sie also ins Verderben zu stürzen.
| Das Schweigegebot will verhindern, den „Preis“ dieses Heiles – nämlich Jesu Tod am Kreuz – zu vergessen.