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f419c71be6
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f419c71be6 | |
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0e8bda4a3d | |
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8a40c7151d | |
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4e41d5c647 |
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@ -319,7 +319,61 @@ block content
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li
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| Letztlich ist hier das große Gegenüber zwischen Gott und Satan/Sünde eröffnet, das den Weg Jesu bestimmt
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| und in das auch jeder Christ gestellt ist (vgl. Röm 6!).
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h5.card-title Insel des Lebens
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h6.card-subtitle.text-muted Mitten in der „Wüste“ entsteht die „Neue Schöpfung“
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hr
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li Die Erzählung von der Versuchung Jesu ist von Widersprüchen geprägt:
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ul.card-text
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li Einerseits Wüste als Ort der Gottferne unter der Herrschaft Satans, der Jesus versucht.
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li
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| Andererseits wird vom Dienst der Engel – himmlischer Wesen! – erzählt und ist das unbelastete
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| Miteinander mit den wilden Tieren als Wiederherstellung der ursprünglichen guten Schöpfung verstehbar.
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li
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| Eine Verstehenshilfe kann die erste Schöpfungserzählung im Buch Genesis sein:
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br
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| sie erzählt, wie Gott das Chaos zurückdrängt – nicht entfernt! – und mitten im umgebenden Wasser eine Lebensinsel schafft,
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| auf der Pflanzen, Tiere und Menschen leben können.
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li
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| Analog dazu dringt Jesus hier – geführt und gestärkt vom Geist, der einst über der Urflut schwebte – in die Wüste der Gottferne vor
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br
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| und es entsteht um ihn herum eine <i>Insel des Lebens</i>,
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ul.card-text
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li wo die Versuchung durch Satan (die Sünde) ins Leere läuft;
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li wo Versöhnung und Friede zwischen einstigen Rivalen und Feinden herrscht;
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li wo die Verbindung zwischen Himmel und Erde intakt ist.
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li
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| Die Vorstellung einer von Gott geprägten Welt inmitten einer gottfernen Welt begegnet auch im Philipperbrief:
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br
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q.bibeltext
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| Tut alles ohne Murren und Bedenken,
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br
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| damit ihr rein und ohne Tadel seid, Kinder Gottes ohne Makel
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br
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i mitten in einer verkehrten und verwirrten Generation,
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br
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| unter der ihr als Lichter in der Welt leuchtet.
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span.bibelstelle Phil 2,14-15
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br
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span.small Es fallen diverse Ähnlichkeiten zur Erzählung von der Versuchung Jesu in der Wüste bzw. zum unmittelbaren Kontext auf:
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ul.card-text.small
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li
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| Das „Murren und Bedenken“ erinnert an die 40-jährige Wüstenwanderung des Gottesvolkes von Ägpyten ins gelobte Land,
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| während der immer wieder gemurrt wurde und der Versuchung Raum gegeben worden war;
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br
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| vgl. oben zu „Vierzig“ und „Wüste“.
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li
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| Die „verkehrte und verwirrte Generation“ erinnert an das Ur-Chaos vor der Schöpfung: wüst und wirr;
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br
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| vgl. dazu den Gedanken der „Neuen Schöpfung“ bzw. des „neuen Adam“, der Tauf- und Versuchungserzählung verbindet.
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li
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| Dass die Christen „rein und ohne Tadel“ sein sollen, „Kinder Gottes“, lässt an die Tauferzählung denken,
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| in der Gott gegenüber Jesus sein Wohlgefallen geäußert und ihn als seinen Sohn bezeichnet hat, der sich nun in der Versuchung – wenn auch unausgesprochen – als
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| „rein und ohne Tadel“, als „Sohn Gottes“ erweist.
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h5.card-title Jesus, „der Stärkere“
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@ -170,7 +170,8 @@ block content
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br
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| durch Umkehr und Taufe stellt man sich also in den Dienst des Kommens des Herrn (wird „Wegbereiter des Herrn”).
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li
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| Als „Stimme eines Rufers in der Wüste“ nach Jes 40,3 steht Johannes selbst im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen.
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| Als „Stimme eines Rufers in der Wüste“ nach Jes 40,3, verbunden mit seinem Hinweis auf den nach ihm kommenden Stärkeren,
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| steht Johannes selbst im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen.
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//- li
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| Johannes der Täufer ist selber „Wegbereiter des Herrn“:
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ol.card-text
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hr
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li Hier liegt – nach der Dämonenaustreibung – die erste Heilung einer „normalen“ Krankheit vor.
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li Es ist das erste Mal, dass die Jünger tätig werden: Sie stellen die Verbindung zwischen der Schwiegermutter und Jesus her, was für diese Heilung bedeutet.
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li Es ist das erste Mal, dass die Jünger tätig werden: Sie stellen die Verbindung zwischen der Kranken und Jesus her, was für diese Heilung bedeutet.
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li
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| Nach der Heilung durch Jesus beginnt die Schwiegermutter des Petrus mit dem Dienst an Jesus und seinen Jüngern;
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| ihr Heilung bedeutete für sie einen neuen Anfang.
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| ihr Heilung bedeutet für sie einen neuen Anfang.
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h5.card-title
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| Mitte
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hr
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li Die vorliegende Erzählung ist die Mitte der Gliederung „Galiläa I/A“.
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li Von daher liegt auf ihr ein ganz besonders Gewicht.
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@ -185,19 +194,21 @@ block content
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li
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| Zweifelsohne ist Fieber eine bekannte Krankheit, mit der jeder sofort etwas anfangen kann.
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br
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| Und traut man Jesus grundsätzlich Wunderheilungen zu, ist die Heilung eines fiebrigen Menschen durch Jesus sehr nahe im Vorstellungsbereich,
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| Und traut man Jesus grundsätzlich Wunderheilungen zu, ist die Heilung eines fiebrigen Menschen durch Jesus sicher im Vorstellungsbereich,
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| weil auch „normale Ärzte“ Fieber oft heilen können.
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li
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| Dennoch kann man Fieber hier auch im übertragenen Sinne verstehen:
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li Fieber kann tödlich sein.
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li Es bedeutet eine erhöhte Körpertemperatur bis hin zum „Glühen“.
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li
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung liegen jene Erzählungen, die von Röm 6 her als „tot für die Sünde – für Gott leben“ verstanden werden können,
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| worauf noch mehrfach zurückzukommen zu sein.
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| worauf noch mehrfach zurückzukommen sein wird.
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li
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| Dem Bereich der Sünde anzugehören, bedeutet, am Ende des Lebens in die Hölle geworfen zu werden, wo nach Mk 9,48
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| Dem Bereich der Sünde anzugehören bedeutet, am Ende des Lebens in die Hölle geworfen zu werden, wo nach Mk 9,48
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| „das Feuer nie erlischt“.
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li
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| Fieber kann tödlich sein.
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br
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| Es bedeutet eine erhöhte Körpertemperatur bis hin zum „Glühen“.
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li Insofern kann die Krankheit „Fieber“ hier(!) als Bild verstanden werden: dafür, dass die Schwiegermutter des Petrus sich in den Fängen der Hölle befindet.
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li
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| Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus von Fieber kann dann – übertragen verstanden – als Herausreißen
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@ -211,11 +222,11 @@ block content
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hr
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li
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| Durch die übertragene Bedeutung von Fieber und den Einbezug von Röm 6 ergibt sich ein klarer Bezug zu Jesu Auferstehung.
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| Durch die übertragene Bedeutung von Fieber und den Rückgriff auf Röm 6 (s. o.) ergibt sich ein klarer Bezug zu Jesu Auferstehung.
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li
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i Die Erzählung bebildert, wie Jesus als Auferstandener „für Gott lebt“: Er richtet Menschen auf,
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br
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| befreit sie also aus dem dem Verfangensein in Sünde und Tod und ermöglicht ihnen ein neues Leben im Dienst Gottes;
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| befreit sie also aus dem Verfangensein in Sünde und Tod und ermöglicht ihnen ein neues Leben im Dienst Gottes;
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br
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| so haben sie Anteil an der Auferstehungswirklichkeit Jesu.
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li
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@ -245,12 +256,12 @@ block content
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q Bereitet den Weg des Herrn
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h6.card-subtitle.text-muted Ergreift die Chance des Reiches Gottes!
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hr
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p.card-text.mb-0
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| Die Verkündigung des nahegekommenen Gottesreiches (→ Mitte konzentrische Gliederung)
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| verbindet sich mit dem Aufruf, den „Weg des Herrn zu bereiten“, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen zu stellen
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| (→ oberes Ende konzentrische Gliederung);
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| dies wird in der vorliegenden Erzählung beispielhaft bebildet:
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ul.card-text
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li
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| Die Verkündigung des nahegekommenen Gottesreiches (→ Mitte konzentrische Gliederung)
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||||
| verbindet sich mit dem Aufruf, den „Weg des Herrn zu bereiten“, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen zu stellen
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||||
| (→ oberes Ende konzentrische Gliederung);
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| dies wird in der vorliegenden Erzählung beispielhaft bebildet:
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li Es sind die Jünger, die Jesus auf die kranke Schwiegermutter des Petrus aufmerksam machen und mit ihm über sie sprechen, also doch wohl um seine Zuwendung, seine Heilung bitten.
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li
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| Damit stellen sich die Jünger in den Dienst des heilvollen Kommens Gottes/Jesu zu den Menschen;
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@ -258,15 +269,6 @@ block content
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| sie „bereiten“ – ganz plastisch – „den Weg des Herrn“ zu einem kranken Menschen.
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li Auf diese Weise ergreifen die Jünger die Chance, die durch das zum Greifen nahegekommene Gottesreich gegeben ist.
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.card-body
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h5.card-title
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| Mitte
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hr
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ul.card-text
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li Die vorliegende Erzählung ist die Mitte der Gliederung „Galiläa I/A“.
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li Von daher liegt auf ihr ein ganz besonders Gewicht.
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h5.card-title
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@ -293,34 +295,39 @@ block content
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h5.card-title
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q ... damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
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span.bibelstelle Phil 2,10
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| (Phil 2,10)
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h6.card-subtitle.text-muted
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| Taufe Jesu und Berufung der ersten Jünger als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung (Teil II)
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hr
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ul.card-text
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li
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| In jener (fortschreitenden) konzentrischen Gliederung, in der die Berufung der ersten Jünger das untere Ende der bildet,
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| In jener (fortschreitenden) konzentrischen Gliederung, in der die Berufung der ersten Jünger das untere Ende der Gliederung bildet,
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| ist unter anderem die Taufe Jesu die Mitte der Gliederung.
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br
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| Bei der Betrachtung wurde der Bezug zwischen den den Vater verlassenden Söhnen des Zebedäus und den seine „Heimat“ verlassenden Jesus deutlich,
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||||
| Bei der Betrachtung wurde der Bezug zwischen den den Vater verlassenden Söhnen des Zebedäus und dem seine „Heimat“ verlassenden Jesus deutlich,
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||||
| wobei ein Bezug zum „Philipperhymnus“ in Phil 2,6-11 als wahrscheinlich erkannt wurde.
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li
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung dienen die Engel Jesus.
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br
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| Nach der Heilung der Schwiegermutter des Petrus dient diese Jesus (und seinen Begleitern).
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br
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| Im „Philipperhymnus“ begegnet die Aussage, dass „alle im Himmel, auf der Erde ... ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“,
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| wobei dies als ein Element des Dienstes an Jesus im Sinne von „Hochachtung“/„Ehrerbietung“ verstanden werden kann.
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li
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| Ferner ist der Kontext des „Philipperhymnus“ ein als „Christus nach!“ verstehbarer Aufruf,
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| so zu leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“
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| bzw. so gesinnt zu sein, „wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht“ (Phil 1,27; 2,5).
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br
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| Dies lässt sich sowohl mit dem „Kommt her, mir nach!“ der Jüngerberufung verbinden,
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| als auch mit dem Ruf zu Umkehr angesichts der Verkündigung des „Evangelium Gottes“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung,
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| schließlich auch mit der Erzählung der Taufe (s. o.: Mit Christus für die Sünde gestorben, mit ihm für Gott leben).
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| In der nun vorliegenden konzentrischen Gliederung gibt es einige weitere Aufflälligkeiten, die an den „Philipperhymnus“ denken lassen:
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ul.card-text
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li
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung dienen die Engel Jesus.
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br
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| Nach der Heilung der Schwiegermutter des Petrus dient diese Jesus (und seinen Begleitern).
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br
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| Im „Philipperhymnus“ begegnet die Aussage, dass „alle im Himmel, auf der Erde ... ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“,
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| wobei dies als ein Element des Dienstes an Jesus im Sinne von „Hochachtung“/„Ehrerbietung“ verstanden werden kann.
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li
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| Ferner ist der Kontext des „Philipperhymnus“ ein als „Christus nach!“ verstehbarer Aufruf,
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| so zu leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“
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| bzw. so gesinnt zu sein, „wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht“ (Phil 1,27; 2,5).
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br
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| Dies lässt sich sowohl mit dem „Kommt her, mir nach!“ der Jüngerberufung verbinden,
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| als auch mit dem Ruf zu Umkehr angesichts der Verkündigung des „Evangelium Gottes“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung,
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| schließlich auch mit der Erzählung der Taufe (s. o.: mit Christus für die Sünde gestorben, mit ihm für Gott leben).
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li
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| Dies macht es wahrscheinlich, dass der Leser in dieser Konstellation der konzentrischen Gliederung an jenen Hymnus denken soll:
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| Dies macht es wahrscheinlich, dass der Leser in dieser Konstellation der konzentrischen Gliederung sich an jenen Hymnus erinnern soll:
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br
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q.bibeltext
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| 6 Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
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br
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@ -338,9 +345,9 @@ block content
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span.bibelstelle Phil 2,6-11
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li
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i
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| Dass Christus „gedient wird“ hat also eine „Vorgeschichte“:
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| Dass Jesus „gedient wird“ hat also eine „Vorgeschichte“:
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br
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| er selbst ist – zuallererst! – zum Diener und Sklaven geworden und hat sein Leben hingegen für die Vielen.
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| er selbst ist – zuallererst! – zum Diener und Sklaven geworden und hat sein Leben hingegeben für die Vielen.
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br
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| Jetzt, als „Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“ (→ „Taufe“), hat er den „Namen“, „der größer ist als alle Namen“.
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li
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@ -216,6 +216,29 @@ block content
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| oder Erkältungen – nicht Herr werden konnte, deutete man als Besessensein durch
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| einen mächtigen Dämon, der einen Menschen gefangen hält und an einem normalen
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| Leben hindert.
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h5.card-title
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| Verkehrte Welt
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h6.card-subtitle.text-muted Die Lebensinsel in der Wüste – der unreine Geist in der Synagoge
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hr
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ul.card-text
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li
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| Die Erzählung von der Versuchung Jesu – Mitte der konzentrischen Gliederung – erzählt unter anderem, wie mitten in der Wüste der von Satan beherrschten Gottferne um Jesus herum eine Lebensinsel ersteht;
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br
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| am Ort des Todes macht sich das Leben, die „Neue Schöpfung“ breit.
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li
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| Hier nun stößt Jesus in der Syngoge – also einem Ort, der dem Gottesdienst gewidmet ist – auf einen Menschen, der von einem unreinen Geist besessen ist,
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| mithin also dem Bereich des Satan und also der Gottferne angehört.
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li
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| Dass dieser Kontrast von Markus bewusst hergestellt ist, zeigt der weitere Fortgang des Evangeliums,
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| wo religiöse Autoritäten sich gegen Jesus stellen (in Mk 3,1-6 im Kontext der Synagoge!) oder Jesus die ethische Praxis der
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| (sich als besonders fromm gebenden) Pharisäer kritisiert.
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br
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| Mithin begegnet hier eine indirekte Anklage, die dann bei der Tempelreinigung ausgesprochen werden wird:
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| Der Ort des Gottesdienstes ist zu einer „Räuberhöhle“ geworden.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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@ -192,7 +192,7 @@ block content
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li
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| Die Heilung „aller möglichen Krankheiten“ erinnert an die Heilung der Schwiegermutter des Petrus (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die Mitte);
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br
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| Jesus ist der göttlichen Bote, der durch seinen Tod am Kreuz den Weg ins Leben eröffnet hat: „ihm nach“ folgen die Kranken den Weg in die Gesundheit.
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| Jesus ist der göttlichen Bote, der durch seinen Tod am Kreuz den Weg ins Leben eröffnet hat: „ihm nach“ folgen die „Kranken“ den Weg in die Gesundheit.
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li
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||||
| Da legt sich nahe, diese „Krankheiten“ – in Analogie zum Fieber der Schwiegermutter des Petrus – im übertragenen Sinne zu verstehen.
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@ -202,12 +202,12 @@ block content
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|||
q Bereitet den Weg des Herrn
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h6.card-subtitle.text-muted Ergreift die Chance des Reiches Gottes!
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hr
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p.card-text.mb-0
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| Die Verkündigung des nahegekommenen Gottesreiches (→ Mitte konzentrische Gliederung)
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| verbindet sich mit dem Aufruf, den „Weg des Herrn zu bereiten“, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen zu stellen
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||||
| (→ oberes Ende konzentrische Gliederung);
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||||
| dies wird in der vorliegenden Erzählung beispielhaft bebildet:
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ul.card-text
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li
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||||
| Die Verkündigung des nahegekommenen Gottesreiches (→ Mitte konzentrische Gliederung)
|
||||
| verbindet sich mit dem Aufruf, den „Weg des Herrn zu bereiten“, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen zu stellen
|
||||
| (→ oberes Ende konzentrische Gliederung);
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||||
| dies wird in der vorliegenden Erzählung beispielhaft bebildet:
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||||
li
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||||
| Es wird erzählt, dass man alle Kranken und Besessenen zu Jesus brachte,
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br
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@ -229,7 +229,7 @@ block content
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h6.card-subtitle.text-muted Das Evangelium entfaltet seine Kraft
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hr
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ul.card-text
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li Das Handeln der Menschen zeigt ihren Glauben an das Evangelium (→ Mitte konzentrische Gliederung)
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||||
li Das Handeln der Menschen zeigt ihren Glauben an das Evangelium (→ Mitte konzentrische Gliederung).
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li
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||||
| Die Erzählung legt Zeugnis ab, wie das Evangelium seine ganze erlösende und befreiende Kraft entfaltet:
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br
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@ -260,6 +260,7 @@ block content
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ul.card-text
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li Matthäus und Lukas übernehmen die Schweigegebote zu einem gewissen Teil, haben sie aber offenbar auch nicht verstanden.
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||||
li Nicht immer sind Schweigegebote bei Dämonenaustreibungen und Wundern gesetzt.
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li Mehrmals wird ein Schweigegebot gebrochen.
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li
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| Die Schweigegebote haben unterschiedliche Typen:
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br
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@ -301,7 +302,7 @@ block content
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br
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| indirekt erscheint die Taufe als sakramentaler Ort dieser Aufrichtung.
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li
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||||
| Wie Johannes durch die Verkündigung der Umkehr(taufe) im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen steht,
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| Wie Johannes durch die Verkündigung der Umkehr(taufe), verbunden mit seinem Hinweis auf den nach ihm kommenden Stärkeren, im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen steht,
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br
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||||
| so stellen sich die Jünger in den Dienst des Kommens Gottes, indem sie Jesus auf die kranke Schwiegermutter des Petrus hinweisen und so die Heilung in Gang bringen.
|
||||
li
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|
@ -315,12 +316,12 @@ block content
|
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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| Der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzte Sohn Gottes in Macht als „Heiliger Gottes“, der die Dämonen austreibt.
|
||||
| Der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzte Sohn Gottes in Macht als „Heiliger Gottes“, der die Dämonen austreibt
|
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h6.card-subtitle.text-muted Die Taufe Jesu und die Dämonenaustreibung als gegenüberliegende Erzählungen in der konzentrischen Gliederung
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hr
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ul.card-text
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li
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||||
| Jesus ist der „Heilige Gottes“, weil er der „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt[e] Sohn Gottes in Macht“ ist (→ Röm 1,4).
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| Jesus ist der „Heilige Gottes“, weil er der „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt[e] Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“ ist (Röm 1,4 → Taufe!).
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li
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||||
| Das erklärt auch die Vollmacht, die er hat und die die Menschen „bemerken“.
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li
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||||
|
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@ -344,7 +345,7 @@ block content
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|||
li
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||||
| Gleichzeitig ergeht mit der Bestimmung, Menschenfischer zu werden, der Auftrag, Menschen aus dem Netz der Sünde und des Todes zu befreien;
|
||||
br
|
||||
| damit nimmt Jesus die Jünger in Diennst, wie ihm die Engel in der Wüste gedient haben.
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||||
| damit nimmt Jesus die Jünger in Diennt, wie ihm die Engel in der Wüste gedient haben.
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br
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||||
| Dazu gehört auch die Verkündigung des Evangeliums mit der Ansage des nahegekommenen Gottesreiches (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
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||||
li Wie Jesus sollen sich die Jünger der Führung des Geistes anvertrauen und werden so auch „Wüstenzeiten“ überstehen.
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