Mk/Gestorben

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Peter Fischer 2021-09-19 18:09:54 +02:00
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
br
| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
br
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
br
q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
| 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zu Vergebung der Sünden.
br
| 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
br
| sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
| 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
br
| und er lebte von wildem Honig.
br
| 7 Er verkündete:
q
| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
br
| ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
br
| 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
| 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
br
| 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
br
| dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.
br
| 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr
| 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste.
br
| 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Saten in Versuchung geführt.
br
| Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
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h5.card-title
q Anfang
h6.card-subtitle.text-muted Anspielungen auf die Schöpfungserzählungen Gen 1.2
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p.card-text.mb-0
| Die Erzählung von der Versuchung Jesu ist reich an Anspielung an die Schöpfungserzählungen incl. „Sündenfall“ im Buch Genesis:
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li
i Gottes Geist
br
| Der Geist Gottes, der über dem Wasser schwebte (Gen 1,2 [Mk 1,10]), treibt Jesus in die Wüste (Mk 1,12).
li
i Wüste
br
| Urzustand der Erde nach Gen 1,1 [„wüst und wirr].
li
i Satan, Versuchung
br
| Versuchung des ersten Menschenpaares in Gen 3.
li
i Wilde Tiere, mit denen Jesus zusammenlebt
br
| Zusammenleben von Mensch und Tier nach Gen 1,24-31, wobei jede Konkurrenz-Situation ausgeschlossen ist,
| da Mensch wie Tier als Vegetarier vorgestellt sind und beide unterschiedliche Pflanzen als Nahrung zugewiesen bekommen.
li
i Engel dienen Jesus
br
| Nach der Vertreibung aus dem Paradies bewachen Kerubim also Engel im weiteren Sinne das Paradies, damit der Mensch nicht zurück kann (Gen 3,24).
p.card-text
i Diese Anspielungen verbindet die beiden Erzählungen „Taufe“ und „Versuchung“ miteinander.
br
| Setzt man voraus, dass Jesus die Versuchung besteht, führt Markus sein Thema „neue Schöpfung“ bzw. „neuer Mensch“ fort.
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h5.card-title
q Versuchung
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ul.card-text
li Worin die Versuchung Jesu bestand, wird nicht erwähnt!
li.small Insgesamt ist die Erzählung deutlich kürzer als die Fassungen bei Matthäus und Lukas, die beide auch aus der „Logienquelle“ schöpfen.
li
| Durch die Offenheit, was Versuchung ist, kann sich die Versuchungserzählung mit vielen Erzählungen innerhalb des Markus-Evangeliums verbinden
| (→ fortschreitende Konzentrik), die Versuchung Jesu also verschiedene Facetten haben und Jesus auch Hinweise zum Thema Versuchung geben.
li
| Insgesamt wird deutlich werden, dass es um den Weg Jesu (Dienen, Kreuz) geht der mehr ist als eine Herausforderung und auf dem deswegen die Versuchung lauert, diesen Weg zu verlassen.
li
| Wie Jesus mit der Versuchung umgeht und ob er sie besteht, ist noch nicht erzählt.
br
| Letzteres ist freilich Voraussetzung, letztlich Inhalt und Grund des Evangeliums.
li
| Mithin ist „Versuchung“ also nicht etwas Singuläres am Anfang des bzw. vor dem Wirken Jesu, sondern etwas, das seinen Weg bis zum Ende begleitet.
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h5.card-title
q Wüste
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ul.card-text
li Sicher ließe es sich plausibel machen, dass sich Jesus in einer Wüstenregion Israels auf sein Wirken vorbereitete.
li Der Bezug zu Gen 1,1 ist aber sicher nicht irrelevant: Urzustand der Welt <i>vor</i> der Schöpfung.
li In Jes 40,3 ist „Wüste“ übertragen gemeint und bezeichnet die Situation der Gottferne in Jerusalem (Zeit des Exils in Babylon).
li
| Daher ist „Wüste“ hier sicher auch übertragen zu verstehen:
br
i Wüste symobiliert die Welt unter der Herrschaft der Sünde, die den Menschen verführt hatte (Gen 3!) (und es nun auch bei Jesus versucht).
li Dies ist der „Urzustand“ der Welt, auf den Jesus mit seinem Wirken, auf den das Evangelium trifft.
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h5.card-title Vierzig
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p.card-text
| Die Zahl Vierzig ist wie letztlich die ganze Erzählung symbolisch zu verstehen;
br
| sie erinnert an die 40 Jahre der Wüstenwanderung des Volkes Israel (Ägypten → Land Israel);
| wieder wird dieses grundlegende Ereignis in der Geschichte Gottes mit seinem Volk erinnert.
p.card-text
| Während dieser Wüstenwanderung so erzählen die Bücher Exodus bis Deuteronomium
| hat das Volk immer wieder gegen Gott gemurrt und gegen ihn aufbegehrt, ist also schuldig geworden und hat dem Satan Raum gegeben.
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h5.card-title
q Er lebte bei den wilden Tieren
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p.card-text
| Im Nachgang zur Taufe (Geisteinwohnung in Jesus) kann die Notiz mit den wilden Tieren anleiten, Jes 11,1-9 zu vergegenwärtigen:
q.bibeltext.card-text
| 1 Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bricht Frucht!
br
| 2 <i>Der Geist des Herrn ruht auf ihm</i>;
br
| der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke,
br
| der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.
br
| 3 Und er hat Wohlgefallen an der Furcht des Herrn.
br
| Er richtet nicht nach dem Augenschein, und nach dem Hörensagen entscheidet er nihct,
br
| 4 sondern er richtet die Geringen in Gerechtigkeit und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist.
br
| Er schlägt das Land mit dem Stock seines Mundes
br
| und tötet den Frevler mit dem Hauch seiner Lippen.
br
| 5 Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften und die Treue der Gürtel um seine Lenden.
br
| 6 Der Wolf findet Schutz beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein.
br
| Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie.
br
| 7 Kuh und Bärin nähren sich zusammen, ihre Jugen liegen beieinander.
br
| Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.
br
| 8 Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter und zur Höhle der Schlage streckt das Kind seine Hand aus.
br
| 9 Man tut nichts Böses udn begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg;
br
| denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie die Wasser das Meer bedecken.
ul.card-text.mt-3
li
| Klar wird hier auf den guten Zustand der Schöpfung nach Gen 1 angehoben, wo auch alle Tiere als Vegetarier vorgestellt werden
| und im Hintergrund ein gutes Miteinander in Gottes guter Schöpfung vorgestellt ist.
li
| Von daher assoziiert das Sein Jesu mit den wilden Tieren in Verbund mit der dienenen statt das Paradies versperrenden Rolle der Engel,
| dass durch Jesus eine neue Zeit eröffnet werden wird, in der die „Wunden der Schöpfung“ geheilt sein werden, ein Zustand
| quasi wie „vor“ dem Sündenfall des ersten Menschenpaares.
br
| Eine Zeit, in der umfassender Friede herrscht und in der es keine Gewalt (mehr) geben wird.
br
| Eine Zeit, in der versöhntes Zusammenleben auch einstiger scharfer Gegensätze möglich und real ist.
li
| Schon (Trito-)Jesaja träumte von einer solchen Zeit und auch er verband dies mit dem Stichwort „neue Schöpfung“:
br
q.bibeltext
| Ja, siehe, ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde.
br
| Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn. ...
br
| Wolf und Lamm weiden zusammen und der Löwe frisst Stroh wie das Rind ...
br
| Man tut nichts Böses und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg, spircht der Herr.
span.bibelstelle Jes 65,17.25
li
| Diese neue Welt zu erschaffen erwartete man von Gott bzw. durch seinen Gesandten (vgl. auch oben Jes 11,1-9).
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h5.card-title
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
hr
ul.card-text
li
| Nach Mk 1,12 ist es der Geist (Gottes), der Jesus in die Wüste treibt und damit an den Ort der Versuchung.
br
| In gewisser Weise kann also der Geist Gottes als „Bote“ Gottes verstanden werden, der Jesu weg bahnt.
br
| Wie Mk 3,22-30 zeigen wird, steckt hinter dem Wirken Jesu insgesamt der Heilige Geist;
br
| vgl. auch Röm 1,4 („dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“).
li
| Die Anspielungen auf die Schöpfungserzählungen bzw. den Sündenfall des ersten Menschenpaares legen aber auch eine andere Interpretationsmöglichkeit nahe:
br
| Der „Vorläufer“ Jesu ist Adam, der „erste“ Mensch, der durch seinen Sündenfall nicht nur das Geschick der Menschheit
| bestimmt hat, sondern auch zur Sendung Jesu geführt hat.
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h5.card-title
q Bereitet den Weg des Herrn
hr
ul.card-text
li Diesem Aufruf, sich in den Dienst des Kommens Gottes zu stellen, steht die Versuchung durch Satan gegenüber.
li In der Erzählung selbst entspricht dies dem Gegenüber Geist (Gottes) Satan.
li Es wird zur Entscheidung gerufen, in wessen Dienst man treten will.
li
| Derartige Gegenüberstellungen begegnen immer wieder in den Briefes des Apostes Paulus wechselnden Bezeichnungen des Gegenüber;
| inhaltlich läuft es immera auf das Gegenüber Gott Satan/Sünde hinaus:
ul.card-text
li
i Gott Sünde
br
q.bibeltext
| So begrift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus. ...
br
| Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit,
br
| sondern stellt euch Gott zur Verfügung als Menschen, die aus Toten zu Lebenden geworden sind,
br
| und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes!
span.bibelstelle Röm 6,11.13
li
i Geist (von der Sünde okkupiertes) Fleisch
br
span.small Hier geht es nicht um sexuelle Begierden, sondern um das Begehren nach Gen 3!
br
q.bibeltext
| Ich sage aber: Wandelt im Geist, dann werde ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen!
br
| Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist, der Geist gegen das Fleisch,
br
| denn dieses sind einander entgegengesetzt,
| damit ihr nicht tut, was ihr wollt. ...
br
| Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!
span.bibelstelle Gal 5,16-17.25
li
| Letztlich ist hier das große Gegenüber zwischen Gott und Satan/Sünde eröffnet, das den Weg Jesu bestimmt
| und in das auch jeder Christ gestellt ist (vgl. Röm 6!).
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h5.card-title Das Gegenüber von Taufe der Vielen und der Taufe Jesu in der konzentrischen Gliederung
h6.card-subtitle.text-muted Schicksalsgemeinschaft und Adam-Christus-Parallele
hr
p.card-text
| Gerade in jener Gliederung, in der durch die Anspielung auf die Schöpfungserzählungen und das Thema Versuchung
| der Sündenfall des ersten Menschenpaares präsent wird, liegen sich die Taufe Jesu einerseits
| und die Taufe der zu Johannes gekommenen Scharen andererseits gegenüber.
p.card-text
| Dies kann in zwei sich ergänzende Richtungen ausgelegt werden:
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h5.card-title Schicksalsgemeinschaft der Glaubenden mit Jesus
hr
p.card-text
| Dies ist ein großes Thema bei Paulus.
q.bibeltext.card-text
| Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben.
br
| Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.
span.bibelstelle.card-text 2 Kor 5,14b.15
br.mb-3
q.bibeltext.card-text
| Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
br
| Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod,
br
| damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Neuheit des Lebens wandeln.
br
| Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden, dann werden wir es auch mnit der seiner Auferstehung sein.
span.bibelstelle.card-text Röm 6,3-5
br.mb-3
p.card-text
| Diese Lehre von der Schicksalsgemeinschaft verbindet sich mit der Tauftheologie im Sinne einer Grundlegung der Schicksalsgemeinschaft auf das Leben mit bzw. (künftig) bei Gott hin,
br
| gleichzeitig beinhaltet sie den Ruf, wie Jesus zu handeln, also wie er „den Weg des Herrn zu bereiten“ und nicht (mehr) Sklave der Sünde zu sein
| (vgl. auch den weitern Fortgang in Röm 6!).
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h5.card-title Adam-Christus-Parallele
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p.card-text
| Auch dies ist ein wichtiges Thema bei Paulus.
q.bibeltext.card-text
| 12 Wie durch einen einzigen Menschen die Sünde in die Welt kam und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise der Tod zu allen Menschen gelangte, weil alle sündigten
br
| 14 ... gesündigt hatten wie Adam, der ein Urbild des Kommenden ist.
br
| 15 Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade;
br
| sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheimgefallen,
br
| so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteilgeworden.
br
| 16 Und anders als mit dem, was durch den einen Sünder verursacht wurde, verhält es sich mit dieser Gabe:
br
| Denn das Gericht führt wegen eines Einzigen zur Verurteilung, die Gnade führt aus vielen Übertretungen zur Gerechtsprechung.
br
| 17 Denn ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen,
br
| so werden erst recht diejenigen, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteilwurde, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.
br
| 18 Wie es also durch die Übertretung eines Einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam,
br
| so kommt es auch durch die gerechte Tat eines Einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung, die Leben schenkt.
br
| 19 Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind,
br
| so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
span.bibelstelle.card-text Röm 5,12-21*
ul.card-text.mt-3
li Adam und Christus sind jeweils <i>der Eine</i>, der das Schicksal der zu ihm Gehörenden bestimmt (→ „Urbild“).
li Durch Adam wurden alle zu Sündern, die dem Tod anheimgefallen sind (→ Erbsünde).
li Durch Christus werden alle zu Gerechten, das heißt neu in die Gemeinschaft mit Gott aufgenommen.
li
| Markus spielt auf diese Thematik an, indem hier gegenüberliegend einerseits die Taufe des Einen, nämlich Jesus,
| erzählt,
br
| und andererseits schreibt, dass „<i>Ganz</i> Judäa und <i>alle</i> Einwohner Jerusalems“ zu Johannes dem Täufer zogen uns sich von ihm taufen ließen.
li
| Jesus ist der „neue Adam“, der der Versuchung standgehalten hat und so ein neues „Urbild“ geworden ist.
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h6 Unwahrscheinliche Gliederungsvariante
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