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| Gal 4,4-5a ist also zu kombinieren mit Röm 8,2, so dass effektiv zu lesen ist:
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br
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q.bibeltext
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| Als aber die Zeit erfüllt war, sandte seinen Sohn, ... dem Gesetzt des Geistes unterstellt,
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| Als aber die Zeit erfüllt war, sandte seinen Sohn, ... dem Gesetz des Geistes unterstellt,
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br
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| damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz der Sünde und des Todes stehen.
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li
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@ -650,6 +650,12 @@ block content
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zumal sowohl in der aktuellen als auch in der folgenden konzentrischen Gliederung der Geist an Jesus vermittelt wird.
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Es ist auch zu beachten, dass die Verheißung der Geistgabe der Führung durch den Geist in der aktuellen Gliederung
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gegenüberstehen!
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li
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| Welche genauen Bezüge man auch immer hernehmen will,
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br
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| die Gabe des Geistes erscheint als Frucht der Sendung des Sohne „in die Wüste“;
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br
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| dem entspricht, dass Jesus am Kreuz den Geist aushaucht.
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@ -771,6 +777,130 @@ block content
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| Weiterhin wird der Freikauf vom Gesetz in allen Erzählungen getriggert – sofern inhaltich möglich (Kreuz!) –,
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| die Mk 1,14-15 in einer konzentrischen Gliederung gegenüber stehen.
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h5.card-title
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| Mk 1,1-15 und die Taufe auf den Tod Jesu nach dem Römerbrief
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h6.card-subtitle.text-muted Gesamtbetrachtung der konzentrischen Gliederung
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hr
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ul.card-text
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li
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| Die Mitte der konzentrischen Gliederung bildet die Taufe Jesu mit einem besonderen Akzent auf der Auferstehung, ohne seinen Tod zu vergessen:
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br
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| Jesus ist – gemäß
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span.bibelstelle Röm 1,4
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| –
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q.bibeltext
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| dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten.
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li
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| Gleichzeitig ist mit dem Herreinbrechen der Herrlichkeit Gottes bei der Taufe/Auferstehung Jesu
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span.bibelstelle Röm 6,4*
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| angespielt:
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br
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q.bibeltext
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| ... damit auch wir, so wie Christus <i>durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt</i> wurde
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| in der Neuheit des Lebens wandeln.
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br
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| Dabei wird das „in der Neuheit des Lebens wandeln“ neben anderem in den zwei Schritten „nach außen“ bebildert.
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li
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| Die innere Flanke der Mitte bilden dann Mk 1,4-8 und Mk 1,12-13:
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ul.card-text
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li
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| Im Gegenüber ist der Eine – Christus – als Heilsbringern für die Vielen in Szene gesetzt.
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li In Mk 1,12-13 wird die Sendung des Sohnes bebildert und damit sein Tod vergegegenwärtigt.
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li In Mk 1,4-8 wird einerseits der Empfang des <i>Geist</i>taufe verheißen – als Frucht des Todes Jesu.
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li
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| Gleichzeitig wird diese Geist<i>taufe</i> als Taufe auf den Tod Jesu verdeutlicht:
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br
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q.bibeltext
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| Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
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br
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| Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus ...
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span.bibelstelle Röm 6,3-4*
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li
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| Jesus ist in Mk 1,12-13 – wie es
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span.bibelstelle Röm 6,10
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| ausdrückt –
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q.bibeltext
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| durch sein Sterben ... ein für alle Mal gestorben für die Sünde.
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br
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| Daher sollen sich – nach
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span.bibelstelle Röm 6,11
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| – die Christen begreifen
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q.bibeltext
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| als Menschen, die für die Sünde tot sind.
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br
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| Wie es Paulus auch einleitend in
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span.bibelstelle Röm 6,2
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| formuliert:
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br
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q.bibeltext
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| Wie können wir, die wir für die Sünde tot sind, noch in ihr leben?
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br
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| (3 Wisst ihr denn nicht ...)
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br
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| Entsprechend laufen die zur Taufe kommenden Menschen der Sünde davon und bekennen ihre Sünden;
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br
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| sie vollziehen die „Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden“ als Geist-Taufe auf den Tod Jesu: sie sind selbst tot für die Sünde bzw. Satan
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| und lassen den Geist Gottes einziehen – mit Konsequenzen, die die äußere Flanke beleuchtet (als zweitem Teil der einen Umkehr).
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li
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| Die äußere Flanke der Mitte bilden im nächsten Schritt Mk 1,1-3 und Mk 1,14-15:
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br
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| Hier geht es dann – die entsprechenden Anti-Sünde-Formulierungen von Röm 6 weiterführend –
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| um das „leben für Gott“.
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ul.card-text
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li
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| Mk 1,14-15 kann – in diesem Kontext – von
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span.bibelstelle Röm 6,10
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| her verstanden werden: Jesus ist
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br
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q.bibeltext ... ein für alle Mal gestorben für die Sünde, <i>sein Leben aber lebt er für Gott</i>.
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br
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| Dies wird durch seine Verkündigungstätigkeit bebildert.
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li
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| Der Umkehrruf Jesu in Mk 1,14-15 verbindet sich – gerade angesichts der nahegekommenen Königsherrschaft Gottes – mit dem Ruf in
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span.bibelstelle Mk 1,3
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br
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q.bibeltext Bereitet den Weg des Herrn!
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br
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| Es geht darum, sich in den Dienst des Kommens Gottes zu stellen.
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br
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| Also werden die Menschen effektiv aufgerufen,
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| dass sie – wie
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span.bibelstelle Röm 6,11
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| es formuliert –,
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q.bibeltext für Gott leben in Christus Jesus,
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br
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| so wie auch Christus für Gott lebt.
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br
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| Paulus konkretisiert dies in
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span.bibelstelle Röm 6,13,
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| indem er die Getauften mahnt:
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br
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q.bibeltext
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| stellt euch Gott zur Verfügung als solche, die aus Toten zu Lebenden geworden sind,
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br
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| und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes.
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br
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| Röm 6,13 lässt sich sehr gut mit dem Ruf zur Umkehr und dem diesen konkretisierenden Ruf, den Weg des Herrn zu bereiten, verbinden.
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li
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| Im Blick auf den Ruf zum Glauben an das Evangelium
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| ist festzuhalten,
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| dass der Inhalt dieses Evangeliums – nämlich Jesu Tod und Auferstehung – in der konzentrischen Gliederung ebenso bebildert ist
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| – sowohl in der Mitte selbst (→ Zweiteiligkeit der Taufe),
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| als auch schrittweise in den Flanken (nach Röm 6: „gestorben für die Sünde“ → Tod, „leben für Gott“ → Auferstehung) –
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| wie die notwendigen Folgen für den Gläubigen nach Röm 6, ebenso schrittweise;
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br
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| stimmig verbindet sich der Ruf nach dem Glauben mit dem Ruf zur Umkehr, der in der inneren wie der äußeren Flanke der Mitte laut wird:
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br
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| Umkehr, Sinneswandel – ganz im Sinne von Röm 6 – dergestalt, dass der Getaufte nicht mehr Diener der Sünde (innere Flanke) ist, der er ja gestorben ist,
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| sondern Diener Gottes (äußere Flanke), Webgereiter des Herrn, nicht der Sünde.
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li.small
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| Einerseits ist die Königsherrschaft Gottes durch Tod und Auferstehung Jesu nahegekommen – Jesus ist hier selber der „Wegbereiter des Herrn“ –,
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br
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| andererseits gilt es für die Gläubigen, sich in den Dienst dieser nahegekommenen Königsherrschaft Gottes zu stellen,
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| den Weg des Herrn zu den konreten Menschen und Situationen zu bereiten und in diesem Sinne bzw. dazu umzukehren.
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h5.card-title
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@ -1391,7 +1391,13 @@ block content
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br
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| Auch Levi ist – wie die vier Erstberufenen – von Jesus für seine eigene Sendung in Dienst genommen:
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br
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| Menschen aus der Gewalt der Sünde und des Todes zu befreien.
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| Menschen aus der Gewalt der Sünde und des Todes zu befreien bzw. sie (auf die Ebene der Ethik übertragen) aufzurichten.
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li
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| Auffällig ist, dass sich mit allen drei hier relevanten Söhnen im Zuge des Eintritts in die Nachfolge Jesu
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| Entäußerung, Erniedrigung und Gehorsam verbinden (zu den Söhnen des Zebedäus siehe oben, zu Levi als Zöllner siehe dort).
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br
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| Die Söhne werden auch jeweils nicht am Anfang der Erzählung genannt, sondern in beiden Erzählungen nach einem „weitergehen“
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| Jesu: damit könnte eine Überbietung des damaligen „Vorübergangs des Herrn“ beim Exodus in der Sendung Jesu angedeutet sein.
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li
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| Mk 15,21 erzählt nicht von einer Berufung, und doch von befreiender Kreuzes-Nachfolge.
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br
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@ -1414,6 +1420,142 @@ block content
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q.bibeltext Er hat unsere Krankheit getragen.
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span.bibelstelle Jes 53,4
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| ), um uns der Sklaverei der Sünde und des Todes zu entreißen.
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li
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| In die Zusammenhänge rund um den „Vorübergang des Herrn“ ist auch die Heilung des blinden Bettlers Bartimäus in
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span.bibelstelle Mk 1,46-52
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| einzuordnen, die von der Einheitsübersetzung wie folgt eingeleitet wird:
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br
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q.bibeltext
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| Sie kamen nach Jericho.
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br
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| Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ,
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br
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| saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus.
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span.bibelstelle Mk 10,46
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br
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| Hier scheint – ohne dass „parago“ steht und damit im Gegensatz zu obiger Behauptung – das Schema
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| „Sohnesname“, der Sohn des „Vatersname“ (wie bei Jakobus und Levi) zu stehen.
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br
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| Doch steht – das griechische Original wörtlich übersetzt – folgendes da:
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br
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q.bibeltext
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| Und sie kommen nach Jericho.
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br
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| Und als er herausging aus Jericho und seine Jünger und eine zahlreiche Menge,
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br
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| sah der Sohn des Timaios, Bartimaios, ein blinder Bettler, am Weg.
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span.bibelstelle Mk 10,46
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ul.card-text
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li
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| Damit begegnet gerade nich das oben erwähnte Schema.
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br
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| Außerdem ist „huios timaiou“ („Sohn des Timäus“) die genaue Übersetzung von „Bartimaios“.
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br
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| Auch wenn die Formulierung hier mit obigem Schema verwandt ist, wird doch eher der Name der gleichen Person
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| <i>zwei</i>mal hintereinander erwähnt: einmal in griechischer Übersetzung, einmal der jüdische Name selbst.
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br
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| Dies entspricht auffallend dem, dass Bartimäus <i>zwei</i>mal rufen muss, bis Jesus sich ihm zuwendet,
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br
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| und dass von den Begleitern Jesu <i>zwei</i> unterschiedliche Verhaltensweisen erzählt werden: zunächst die zurückdrängend-niederdrückende
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| Aktion, die Bartimäus zum Schweigen bringen will, dann aber – nach Jesu Intervention – die einladend-herrufende Aktion.
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li
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| Die doppelte, zweisprachige Namensnennnung verbindet Bartimäus aber auch mit den vier Erstberufenen, von denen zwei griechische und zwei semitische Namen tragen,
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| wie auch mit Levi, der zwar Jude ist, durch seinen Beruf aber in gewisser Weise Heide.
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br
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| Damit verbindet sind Bartimäus tatsächlich gerade mit jenen Berufungserzählungen, die oben in Blick kamen,
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| bei denen ein Vorübergang des Herrn ausdrücklich erzählt wird.
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li
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| Stellt man sich die Ereignisfolge vor dem geistigen Auge vor, Jesus mit seiner Gefolgschaft aus Jericho ausziehend
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| und Bartimäus am Weg sitzend, dann sieht man tatsächlich ein Vorübergehen Jesu, aber – und das ist ein wichtiger Unterschied –
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| nicht nur Jesu sondern auch der Vielen, die im Laufe der Erzählung eine wichtige Rolle spielen und in ihrem Verhalten gleichsam „umswitchen“.
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br
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| Auffälligist, dass Jesus Jericho betritt ohne dass es dort etwas gibt, das es zu erzählen gäbe.
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br
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| Jesus scheint Jericho nur zu betreten, um es gleich wieder zu verlassen; und die erzählten Ereignisse spielen
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| beim Herausgehen aus Jericho am Weg. Damit könnte ganz gezielt auf den Exodus (Ex-hodos; Heraus-Weg!) aus Ägypten angespielt sein –
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| was unterstreicht, dass das einen Vorübergang Jesu (9n Aufnahme der Exodus-Tradition) sehende geistige Auge recht hat.
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li
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| Hinzu kommt, dass in der Erzählung das zweimalige Schreien des Bartimäus eine zentrale Rolle spielt,
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| wie auch in der oben zitierten Berufung des Mose:
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br
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q.bibeltext
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| Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten <i>gesehen</i> und sein Geschrei wegen seiner Antreiber habe ich gehört.
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br
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| Ich kenne sein Leid.
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span.bibelstelle Ex 3,7
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span.small (relevante Stelle nach Elberfelder Bibel korrigiert)
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br
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| In der Erzählung wird auch ein Hören erzählt, allerdings nicht Jesu, sondern des Bartimäus („dass es Jesus von Nazaret ist“);
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br
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| dabei ist das Hören Jesu aber implizit vorausgesetzt, da er stehen bleibt und so die Heilung des Bartimäus in Gang kommt.
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br
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| Sein Hören ist genauso implizit erzählt wie sein Vorbeigehen – und damit die beiden relevanten Motive aus den
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| zugezogenen Stellen zum Exodus.
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br
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| Das Stehenbleiben Jesu ist dabei einerseits der Gegensatz zum Vorübergehen, der letzteres implizit vergegenwärtigt,
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| andererseits Folge seines Hörens, das ebenso implizit vergegenwärtigt wird.
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br
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| Während also bei den Erstberufenen und Levi das Sehen Jesu explizit erzählt wird, wird das Hören Jesu implizit vorausgesetzt;
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br
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| beides begegnet zusammen in der Berufung des Mose im Hinblick auf Gottes Sehen und Hören des Leids seines Volkes.
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br
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| Das Herabsteigen Gottes zur Rettung seines Volkes verbindet sich dabei mit der Aussage Jesu über den Menschensohn
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| unmittelbar vor der Begegnung mit Bartimäus: „... Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen,
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| sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“ (Mk 10,45)
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br
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| Die Vielen in der Erzählung missachten genau dies zunächst, folgen dann aber – nach der Intervention Jesu – genau in diesem Sinne.
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li
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| Während sich Jesus den vier Erstberufenen und Levi direkt zuwendet, nimmt er hier die Vielen in Dienst:
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| er lässt Bartimäus durch sie herbeirufen, und sie tun dies – sie sind wie ausgewechselt.
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br
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| Sie handeln nun im Sinne des Herabsteigens Gottes bzw. des Menschensohnes nach Mk 10,45, im Sinne der Zuwendung, des Herabbeugens zu den Leidenden.
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li
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| Heilung des Bartimäus ist keine Berufungserzählung im eigentlichen Sinn. Und dennoch hat sie Berührungspunkte:
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ul.card-text
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li
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| Bartimäus wird nicht in die Nachfolge gerufen, doch die Erzählung endet damit, dass er Jesus „nachfolgte auf seinem Weg“,
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br
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| ganz analog wie die vier Erstberufenen und Levi;
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br
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| hier jedoch – den Meta-Teil „Auf dem Weg“ abschließend mit einem besonderen Aktzent auf dem „Weg“,
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| den Jesus nun – wir stehen unmittelbar vor dem Einzug in Jerusalem – sehr bald als Kreuz-Weg gegehen wird.
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li
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| Während sonst ein Mann – 2x Jesus, 1x Simon von Kyrene – an einem oder wenigen vorübergeht,
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br
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| gehen hier viele an einem Mann vorüber.
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br
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| Dies Vielen werden von Jesus in Dienst genommen und dazu gewandelt;
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br
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| neben der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus ist dies ein zentraler Zug der Erzählung.
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li
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| Bartimäus kann (wieder) sehen: gemeint ist damit vor allem die Bedeutung und Sinnhaftigkeit des Kreuz-Weges Jesu.
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br
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| Auch den Vielen gehen in diesem Sinne die Augen auf, als Jesus interveniert: sie sind es im eigentlichen Sinne,
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| die von ihrer Blindheit geheilt werden und nun – als Sehende – wie Bartimäus Jesus nachfolgen, indem sie sich dem blinden Bettler
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| am Weg zuwenden.
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li
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| Bartimäus wird sitzend angetroffen und soll – weil Jesus sich ihm zuwenden will – aufstehen; er springt schließlich auf,
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| auf Jesus zu, und wird von diesem geheilt. Analogien zur Auferstehung Jesu sind gegeben, und doch anders als bei Levi,
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| eher wie bei der Schwiegermutter des Petrus.
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br
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| Bei Bartimäus scheint es – gerade weil die Vielen zu seiner Heilung in Dienst genommen werden – eher um die ethische Zuwendung
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| mit soteriologischer Dimension zu gehen als um das soteriologische Handeln Jesu selbst,
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br
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| um Nachfolge der Vielen auf der Grundlage der soteriologischen Tat des Einen, Jesus.
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li
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| Wie die vier Erstberufenen Netz und Betrieb zurücklassen, wie Levi den Zoll zurücklässt,
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br
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| so lässt Bartimäus seinen Mantel zurück: er wirft ihn ab als Zeichen des Aufbruchs in eine neue Existenz.
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li
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| Insgesamt zeigt sich, dass die Heilung des blinden Bettlers Bartimäus sehr vielschichtig ist,
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br
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| durchaus mit den Berufungserzählungen verwandt und mit dem Vater-Sohn-Schema spielend, und doch anders.
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br
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| Motive des Exodus spielen sicher eine Rolle, und sind doch anders eingetragen.
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br
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| Schließlich geht es nicht um den Einen, der vorübergeht, nicht um den „Vorübergang“ des Herrn“,
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| sondern um den „Vorübergang der Vielen“, die nicht in einem negativen Sinne achtlos vorübergehen sollen, jemanden sogar noch schelten,
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||||
| sondern die – um dem „Vorübergang des Herrn“ nachzufolgen – wie Jesus stehen bleiben müssen, um sich dem Notleidenden heilvoll zuzuwenden.
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//-
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.small
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@ -828,6 +828,19 @@ block content
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| im Sinne der letzten Heimat:
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br
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| In der Nachfolge Jesu steht dem nun Geheilten der Weg in den Himmel offen.
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li
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| Es geht also nicht darum, dass der Geheilte nun ins das „eigene Haus“ auf Erden geht,
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||||
| vielmehr den Weg in die letzte Heimat beschreitet;
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br
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| die stellt auch
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span.bibelstelle Röm 6,5
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| in Aussicht:
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br
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q.bibeltext
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| Wenn wir nämlich Christus gleich geworden sind in seinem Tod,
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| dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.
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br
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||||
| Ein Blick in die Zukunft; davor liegt der Weg der Nachfolge: „der Weg nach Hause“.
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li.small
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||||
| Einige spätere Erzählungen, bei denen es auch um den Weg „nach Hause“ geht, werden diese Interpretation unterstützen.
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li
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||||
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|
@ -1266,12 +1279,47 @@ block content
|
|||
br
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||||
| Andererseits wird – als Folge davon – bebildert, wie sich dies in einem ethischen Sinne im neuen,
|
||||
| geheilten Miteinander der Menschen untereinander heilvoll auswirkt.
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br
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||||
| So bringen die Vier auf der einen Ebene jemanden zur Taufe, der – durch Tod und Auferstehung Jesu – erlöst wird
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||||
| und nun in der Neuheit des Lebens wandeln kann und soll;
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||||
br
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||||
| auf der anderen Ebene helfen die Vier einem „Gelähmten“ (– auch als Bild mit vielfältigen Übertragungsmöglichkeiten –);
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br
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||||
| dabei schließt sich ein Kreis, wie dies hier auch im Mitnehmen der Liege angedeutet ist.
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br
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||||
| Beide Ebenen gehören unlöslich zusammen, wie dies in der Erzählung bebildert ist.
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||||
li
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||||
| Letztlich geht es hier – verbindend – um alle Situationen, in denen es jemand nicht gut geht,
|
||||
| jemand der Zuwendung und Hilfe bedarf, aufgerichtet werden will, ganzheitlich, soteriologisch-ethisch.
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||||
br
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||||
| Für die Jünger geht es so oder so um einen Liebesdienst an einem Menschen, der Hilfe braucht.
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||||
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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||||
| Der Einsatz der Vier für den, der sich selbst nicht helfen kann
|
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h6.card-subtitle.text-muted
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| Nachfolge im Dienst am Menschen
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hr
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ul.card-text
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||||
li
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||||
| In der Erzählung spielen die vier Männer, die den Gelähmten tragen, eine besondere
|
||||
| Rolle. Die vier konnten den Gelähmten zwar nicht selbst heilen, aber sie konnten ihm
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||||
| durch ihr Handeln den Kontakt mit Jesus ermöglichen und ihm so zu einem neuen Leben verhelfen.
|
||||
li
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||||
| Sie tun alles, um den Gelähmten zu Jesus zu bringen. Man muss sich ihr Handeln wirklich mal mit allem, was dazugehört,
|
||||
| vor Augen stellen, um ihren Einsatz zu begreifen.
|
||||
li
|
||||
| Wie sich noch zeigen wird, setzten die Vier – quasi in ‚vorauseilendem Gehorsam‘ – von
|
||||
| sich aus etwas um, was Jesus später über ‚Nachfolge‘ lehren wird: Mit ihrem unbeirrbaren,
|
||||
| von Glauben erfüllten Einsatz machen sie sich zum Diener einer Existenz am Rande der Gesellschaft
|
||||
| und rücken sie in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit;
|
||||
br
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||||
i sie helfen dem, der sich nicht selbst helfen kann.
|
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| Nicht nur die Episode zuvor (→ 1,40-45), sondern das ganze Evangelium zeigt,
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| wie verwandt dieses Handeln dem Handeln Jesu ist.
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| Damit wird es aber noch schwieriger, zu sagen, was der „historische Jesus“ selbst getan hat und wollte.
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| Dennoch können einige Hinweise, auf die wir noch stoßen werden, eine Hilfe und Leitplanke sein.
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| Was die Erzählung von der Heilung des Auferstandenen anbelangt, werden wir uns damit anfreunden müssen,
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| dass hinter ihr nicht die Erinnerung an ein wundersam-wunderbares Ereignis zu der Zeit steht,
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| als Jesus vor Tod und Auferstehung auf der Erde lebte.
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| Vielmehr ist Röm 6 hier ‚Erzähltradition bildend‘ wirksam geworden:
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| was Taufe (nach Röm 6) bedeutet, ist hier in einer Erzählung ‚bebildert‘.
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| Diesen Gedanken muss man vielleicht erst einmal verdauen.
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| Man kann das aber auch als genialen Geniestreich des Evangelisten verstehen.
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| (Und es gibt noch mehr im Evangelium, aber das ist eine andere Geschichte …)
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| Die „Wahrheit“ der Erzählung von der Heilung des Gelähmten liegt also in dem,
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| wovon Röm 6 handelt:
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| in Tod und Auferstehung Jesu einerseits, sowie – darauf aufbauend – in der neuen Wirklichkeit,
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| die in der Taufe geschaffen ist; will weißen:
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| darin, dass die Getauften dem sich nach Röm 6 mit der Taufe verbindenden Imperativ folgen: „Steh auf!“ – „Richte auf!“
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| Die vier Erstberufenen wirken mit, dass die Schwiegermutter des Petrus ausgerichtet wird zum Dienst
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| Die vier Erstberufenen wirken mit, dass die Schwiegermutter des Petrus aufgerichtet wird zum Dienst
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| Die Berufung der ersten Jünger und die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen in der konzentrischen Gliederung
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Zur Identität der christlichen Gemeinde gehört daher: Sündenvergebung geschieht nicht
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(mehr) im Tempel (der zur Zeit des Markus schon zerstört ist), sondern von Jesus her!
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In der Erzählung spielen die vier Männer, die den Gelähmten tragen, eine besondere
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Rolle. Die vier konnten den Gelähmten zwar nicht selbst heilen, aber sie konnten ihm
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durch ihr Handeln den Kontakt mit Jesus ermöglichen und ihm so zu einem neuen Le-
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ben verhelfen.
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18Sie tun alles, um den Gelähmten zu Jesus zu bringen. Man muss sich ihr Handeln wirk-
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lich mal mit allem, was dazugehört, vor Augen stellen, um ihren Einsatz zu begreifen.
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Wie sich noch zeigen wird, setzten die vier – quasi in ‚vorauseilendem Gehorsam‘ – von
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sich aus etwas um, was Jesus später über ‚Nachfolge‘ lehren wird: Mit ihrem unbeirrbaren,
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von Glauben erfüllten Einsatz machen sie sich zum Diener einer Existenz am Rande der Gesell-
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schaft und rücken sie in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit; sie helfen dem, der sich nicht selbst
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helfen kann. Nicht nur die Episode zuvor (→ 1,40-45), sondern auch der weitere Verlauf der
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zweiten „Woche“ zeigen, wie verwandt dieses Handeln dem Handeln Jesu ist. Zur Identi-
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tät der Gemeinde soll dieses Verhalten ganz wesentlich gehören.
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Auffällig ist, dass das Dach des Hauses ‚doppelt‘ geöffnet wird.
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Bei dieser Erzählung wird immer wieder die Verbindung zwischen Krankheit und Sünde proble-
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matisiert. Wenn Sündenvergebung und Heilung zusammenhängen, dann liegt doch auch ein Zu-
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sammenhang von Sünde und Krankheit äußerst nahe. Ein Ausweg ist, die Lähmung – ähnlich wie
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auch spätere Heilungen Blinder, Tauber, Stummer – symbolisch zu verstehen: Schuld kann läh-
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men und ausgrenzen; wo aber Schuld vergehen ist, da komme ich wieder auf die Beine und erlan-
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ge neue Bewegungsfreiheit.
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Erklärt sich hier nicht auch die etwas eigenwillige Sache, dass Jesus zum Gelähmten zunächst sagt: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“ – denn in der Taufe geht es ja (u. a.) um Sündenvergebung.
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Schließlich folgt doch noch das erwartete: „Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geht nach Hause!“ – Und der Mann steht sofort auf und geht tatsächlich mit seiner Bahre weg!
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Ist das ist (neben anderem, s. u.) das, was Röm 6,4b aussagt: „und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir in der Neuheit des Lebens wandeln.“ Und Röm 6,13 wird auch lebendig: Ihr seid – vermittelt durch die Taufe – quasi „Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind.“
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Blicken wir nun auf das Handeln der vier Männer. Muss hier nicht auffallen, dass ihr Handeln doch sehr ähnlich geschildert wird wie das Handeln Gottes bei der ‚Taufe‘ Jesu?:
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Zur Auferweckung seines Sohnes reißt Gott den Himmel auf und lässt den Geist herab, in Jesus hinein.
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Zur Heilung („Rettung“!) des Gelähmten buddeln die Vier das Dach auf und lassen den Gelähmten zu Jesus hinab.
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Setzen sie damit nicht auch Röm 6,4b um: „und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir in der Neuheit des Lebens wandeln.“ (– Als inhaltliche Entfaltung dessen, was das „Wandeln in der Neuheit des Lebens“ effektiv bedeutet –) Denn dieser Imperativ „so sollen auch wir …“ wird später näher spezifiziert: „Stellt eure Glieder“ – sind das nicht vier? – „… Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind, und stellt [euch] … in den Dienst Gottes!“ (Röm 6,13)
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Was aber Gott will, das wird im Evangelium insgesamt überdeutlich, so auch hier im Kontext: Dienst am Menschen, gerade an den Armen und Bedrängten, an den ‚Kranken‘ (wörtlich und übertragen)!
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Und ist das nicht aus der Perspektive dessen, dem da geholfen wird, ein aufrichtender Dienst?
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Dann aber lässt sich Röm 6,4b griffig so verstehen: Wie Gott Christus in der Auferweckung aufgerichtet hat, so sollen auch wir unsere Mitmenschen aufrichten bzw. dabei mithelfen. – Genau das machen die vier: Sie vollziehen an einem Mitmenschen – der als Gelähmter bzw. als Sünder am Rande der Gesellschaft lebt – nach, was Gott in der Auferweckung Christi getan hat.
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Damit können wir sagen: Die Aufrichtung Jesu in der Auferstehung zielt von Gott her darauf ab, dass der Mensch – in einem ganz vielschichtigen Sinne – aufgerichtet wird, und wir uns – als solche, die an der Auferstehung Jesu durch die Taufe Anteil haben – an diesem Dienst beteiligen!
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Was die Erzählung von der Heilung des Auferstandenen anbelangt, werden wir uns damit anfreunden müssen, dass hinter ihr nicht die Erinnerung an ein wundersam-wunderbares Ereignis zu der Zeit steht, als Jesus vor Tod und Auferstehung auf der Erde lebte. Vielmehr ist Röm 6 hier ‚Erzähltradition bildend‘ wirksam geworden: was Taufe (nach Röm 6) bedeutet, ist hier in einer Erzählung ‚bebildert‘.
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Diesen Gedanken muss man vielleicht erst einmal verdauen. Man kann das aber auch als genialen Geniestreich des Evangelisten verstehen. (Und es gibt noch mehr im Evangelium, aber das ist eine andere Geschichte …)
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Die „Wahrheit“ der Erzählung von der Heilung des Gelähmten liegt also in dem, wovon Röm 6 handelt: in Tod und Auferstehung Jesu einerseits, sowie – darauf aufbauend – in der neuen Wirklichkeit, die in der Taufe geschaffen ist; will weißen: darin, dass die Getauften dem sich nach Röm 6 mit der Taufe verbindenden Imperativ folgen: „Steh auf!“ – „Richte auf!“
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Anzumerken ist, dass das „Geh nach Hause!“ auch symbolisch gemeint ist und nicht das ‚eigene Haus‘ auf Erden meint, vielmehr – auch wenn ich die genauere Begründung hier schuldig bleiben muss – ‚den Himmel, das Reich Gottes‘ meint, analog – wie könnte es anders sein – zu Röm 6: „Wenn wir nämlich Christus gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.“ – ein Blick in die Zukunft; davor liegt der Weg der Nachfolge: „der Weg nach Hause“.
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Wenn nun hinter der Wahrheit der Heilung des Gelähmten Röm 6 steht, dann können wir auch verstehen, wieso das Sich-Erheben des Gelähmten Beleg dafür sein soll, „dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.“ (Mk 2,10): Gedacht ist daran, dass – vor allem dann nach Ostern – Menschen tatsächlich in dem Sinne ‚auf-er-standen‘ sind, dass sie ein anderes, neues Leben führen: Menschen, für die die Taufe tatsächlich die Schwelle in ein neues Leben war: ein Leben im Dienst Gottes, der in Christus Jesus gekommen ist, den Menschen aufzurichten.
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h6.card-subtitle.text-muted Das Evangelium von Tod und Auferstehung Jesu will um sich greifen
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li Beide Erzählungen waren schon als Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung verbunden.
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| Beide Erzählungen waren schon als Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung verbunden.
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| Jesus, der Sohn Gottes, verkündet das Evangelium Gottes.
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| christologisch-soterialogische Grundereignis von Tod und Auferstehung Jesu;
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| darauf bezieht sich der Glaube.
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| Insofern im Rahmen des Beginns der Verkündigung Jesu darauf hingewiesen wird, dass schon der Vorläufer
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| „ausgeliefert“ wurde, wird bei der Taufe Jesu im Gegenüber der Tod Jesu in besonderer Weise akzentuiert.
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| Die Abfolge „Taufe → als er aus dem Wasser stieg“ in Mk 1,9-11 verbindet sich mit der Notiz
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| „Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa“ in Mk 1,14-15;
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| In der Tauferzählung selbst wird zwar besonders der Aspekt der Auferstehung durch die reiche Schilderung der Begleitumstände
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| des Aus-dem-Wasser-Steigens betont, im Gegenüber durch den Hinweis auf die „Auslieferung“ Johannes des Täufers
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| aber die „Auslieferung“ Jesu vergegenwärtigt; dies scheint – ganz im Sinne des Schweigegebotes an den unreinen Geist –
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| ein bewusster und deutlicher Kontrakpunkt zur Auferstehungsherrlichkeit zu sein im Sinne des notwendigen „davor“ bzw. „darum“ der Auferstehungsherrlichkeit.
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| beidemale wird einleitend der Tod Jesu selbst angedeutet und damit vergegenwärtigt, dann aber in besonderer Weise
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| auf die Auferstehung Jesu abgehoben.
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung wiederum ist der Tod Jesu das zentrale Thema.
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| Insofern aber in beiden Flanken auf diesen Tod Jesu angespielt wird, ist er – ganz im Sinne des Schweigegebotes an den Dämon –
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| notwendig als „davor“ bzw. „darum“ der Auferstehungsherrlichkeit mit jener verbunden.
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| Mit der Auferweckung des Gekreuzigten durch Gott (→ „Wohlgefallen“!) verbindet sich auch die Forderung, das eigene Leben am Weg Jesu ans Kreuz auszurichten (→ Ruf zur Umkehr),
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| um das künftige Sein bei Jesus zu erlangen.
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span.bibelstelle Röm 6,3*-4*
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| wird gegenwärtig:
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q.bibeltext
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| Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
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| ... damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde
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| in der Neuheit des Lebens wandeln.
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| Diese Zusammenhänge bestätigen, dass die nicht spezifizierte Lehre am unteren Ende der konzentrischen Gliederung inhaltlich mit dem
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| „Evangelium Gottes/Jesu Christi“ zu füllen ist und jene Erzählung dessen Auswirkungen bebildert:
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