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Peter Fischer e5677ed3f0 Verbesserung Mk/Mitbegraben 2021-11-27 19:46:31 +01:00
Peter Fischer 7b4c6384e8 Verbesserung Mk/Wer er ist
Bezüge zum Philipperhymnus eingebaut, Erklärung Schweigegebote 
verdeutlicht und ausgeweitet
2021-11-27 19:45:45 +01:00
Peter Fischer 466b5220c5 Mk/Aufgerichtet umstrukturiert und verbessert
Bezüge zum Philipperhymnus ausgeweitet und verdeutlicht
2021-11-27 19:44:13 +01:00
Peter Fischer 4af2f905a0 Verbesserung Mk/Verderben 2021-11-27 19:42:02 +01:00
Peter Fischer 60e018e9bf Verbesserungen Mk/Mir nach,
Bezüge zum Philipperhymnus ausgeweitet
2021-11-27 19:40:59 +01:00
Peter Fischer 320b8bc1f3 Verbesserung Mk/Leben 2021-11-27 19:38:35 +01:00
Peter Fischer bbc55d3faf Mk/Aufgerichtet vor Umstrukturierung 2021-11-20 10:00:23 +01:00
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li li
| Das „den Weg bahnen“ kann in diesem Sinne auch als „Weg vorzeichnen“ verstanden werden geheimnisvoller Hinweis also darauf, | Das „den Weg bahnen“ kann in diesem Sinne auch als „Weg vorzeichnen“ verstanden werden geheimnisvoller Hinweis also darauf,
| dass Johannes auch im Hinblick auf den gewaltsamen Tod durch die Mächtigen „Vorläufer Jesu“ ist. | dass Johannes auch im Hinblick auf den gewaltsamen Tod durch die Mächtigen „Vorläufer Jesu“ ist.
li Die zugrunde liegende Verb ist jedenfalls innerhalb des Neuen Testamentes „terminus technicus“ für den Tod Jesu am Kreuz (→ Mk 3,19; 1 Kor 11,23).
li li
| Er bringt zum Ausdruck, dass Jesu Weg nicht einfach ein (dummes, zufälliges) „Schicksal“ ist, sondern dem (Heils-)Plan Gottes entspricht. | Die zugrunde liegende Verb ist jedenfalls innerhalb des Neuen Testamentes „terminus technicus“ für die Passion Jesu bis zum Tod am Kreuz (→ 1 Kor 11,23).
p.small.card-text
| Zunächst bezieht sich der Begriff auf den Verrat des Judas und die damit zusammenhängende Verhaftung Jesu (→ Mk 3,19; 14,17-21.41).
| Da diese dann aber in seinen Tod am Kreuz mündet, schwingt bei „ausgeliefert“ die ganze Passion Jesu bis zum Tod am Kreuz insgesamt mit.
li
| Wie Mk 14,17-21 verdeutlicht, entspricht die „Auslieferung“ Jesu durch Judas dem Heilsplan Gottes.
br br
| Dieser ist das ungenannte Subjekt hinter der Passivformulierung „ausgeliefert“/„überliefert“, die nicht selten ohne Täter steht. | Dem entspricht, dass die Passivformulierung „ausgeliefert“/„überliefert“ nicht selten ohne Subjekt steht;
| dies ist als „passivum divinum“ zu deuten: Gott ist als Subjekt zu ergänzen.
br
| So bringt der Ausdruck „ausgeliefert“ zum Ausdruck, dass Jesu Weg nicht einfach ein (dummes, zufälliges) „Schicksal“ ist,
| sondern dem (Heils-)Plan Gottes entspricht.
li li
| Insofern es hier in gleicher Weise für Johannes den Täufer gebraucht wird, wird auch sein Wirken bis hin | Insofern es hier in gleicher Weise für Johannes den Täufer gebraucht wird, wird auch sein Wirken bis hin
| zu seinem gewaltsamen Lebensende als Sendung durch Gott verstanden. | zu seinem gewaltsamen Lebensende als Sendung durch Gott verstanden.
@ -201,13 +209,21 @@ block content
i i
| So legt die Konzentrik nahe, dass „Evangelium“ vor allem das christologisch-soteriologische | So legt die Konzentrik nahe, dass „Evangelium“ vor allem das christologisch-soteriologische
| Doppelereignis von Jesu Tod und Auferstehung bezeichnet. | Doppelereignis von Jesu Tod und Auferstehung bezeichnet.
br p.small.card-text Und nur indirekt eine Erzählung des „Lebens Jesu“. Damit steht Markus dem paulinischen Verständnis von „Evangelium“ äußerst nahe.
span.small Und nur indirekt eine Erzählung des „Lebens Jesu“. Damit steht Markus dem paulinischen Verständnis von „Evangelium“ äußerst nahe.
li li
| Von daher wird vom Blick auf das Schicksal des Vorläufers „ausgeliefert“ auch das Schicksal Jesu in der Erzählung Mk 1,14-15 präsent; | Von daher wird vom Blick auf das Schicksal des Vorläufers „ausgeliefert“ auch das Schicksal Jesu in der Erzählung Mk 1,14-15 präsent;
br br
| das „nachdem ... ausgeliefert“ ist dann auf die Auferstehung Jesu zu übertragen und den Neubeginn, den diese für ihn | das „nachdem ... ausgeliefert“ ist dann auf die Auferstehung Jesu zu übertragen und den Neubeginn, den diese für ihn
| und für die Verkündigung der Jünger bedeutet hat. | und für die Verkündigung der Jünger bedeutet hat.
li
| In der Erzählung vom Beginn des öffentlichen Wirkens am unteren Ende der konzentrischen Gliederung sind also
| wie in der Tauferzählung in der Mitte der konzentrischen Gliederung Tod und Auferstehung Jesu präsent:
br
| das „ausgeliefert“ bezieht sich analog dem Hineinsteigen in das Wasser auf den Tod Jesu,
br
| das „nachdem ... ausgeliefert“ und die Verkündigungstätigkeit analog dem Heraussteigen aus dem Wasser auf die Auferstehung Jesu;
br
| beides zusammen ist das „Evangelium Gottes“.
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@ -157,8 +157,7 @@ block content
| Auch spiegelt sich der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ im Imperativ „Kommt her, mir nach!“. | Auch spiegelt sich der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ im Imperativ „Kommt her, mir nach!“.
br br
| → Damit bekommt „Nachfolge“ eine inhaltliche Bestimmung, ein Ziel: den Weg des Herrn bereiten, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen stellen. | → Damit bekommt „Nachfolge“ eine inhaltliche Bestimmung, ein Ziel: den Weg des Herrn bereiten, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen stellen.
br p.small.card-text In besonderer Weise verbindet sich daher der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ mit der Absicht Jesu, seine Jünger zu Menschenfischern zu machen (s. u.).
span.small In besonderer Weise verbindet sich daher der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ mit der Absicht Jesu, seine Jünger zu Menschenfischern zu machen (s. u.).
li li
| Schon hier ist klar, dass „Nachfolge“ mehr ist, als ein Jesus „Nachlaufen“ oder das physiche „Bei Jesus sein”. | Schon hier ist klar, dass „Nachfolge“ mehr ist, als ein Jesus „Nachlaufen“ oder das physiche „Bei Jesus sein”.
li li
@ -274,7 +273,7 @@ block content
| |
q Wüste q Wüste
| |
q Geist q Geist
h6.card-subtitle.text-muted Von der unheilvollen Gemeinsamkeit scheinbarer Gegensätze h6.card-subtitle.text-muted Von der unheilvollen Gemeinsamkeit scheinbarer Gegensätze
hr hr
ul.card-text ul.card-text
@ -291,11 +290,16 @@ block content
li li
| Bestimmend für die neue Existenz ist der Geist Gottes, der in den beiden Erzählungen der konzentrischen Mitte begegnet: | Bestimmend für die neue Existenz ist der Geist Gottes, der in den beiden Erzählungen der konzentrischen Mitte begegnet:
br br
| aus ihm lebt der Christ, lässt sich von ihm führen; und er hilft auch, Versuchung zu bestehen. | wie Jesus der Geist eingehaucht wird und wie Jesus sich vom Geist antreiben lässt,
br
| so lebt auch der Christ aus dem Geist und soll sich von ihm führen lassen.
br br
q.bibeltext q.bibeltext
| Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln! | Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!
span.bibelstelle Gal 5,25 span.bibelstelle Gal 5,25
br
| Der Geist hilft auch so ist es angedeutet , eigenen Versuchungen zu bestehen.
.card.slide.border-primary.mb-3 .card.slide.border-primary.mb-3
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@ -353,8 +357,7 @@ block content
li In der Tauferzählung wird Jesus als Sohn Gottes angesprochen, und in der Versuchung erweist sich Jesus auch als Sohn Gottes (vgl. Mk 15,39!). li In der Tauferzählung wird Jesus als Sohn Gottes angesprochen, und in der Versuchung erweist sich Jesus auch als Sohn Gottes (vgl. Mk 15,39!).
li li
| In der ganzen christlichen Theologie ist mit der Taufe der Gedanke verbunden, dadurch selbst „Sohn Gottes“ zu werden. | In der ganzen christlichen Theologie ist mit der Taufe der Gedanke verbunden, dadurch selbst „Sohn Gottes“ zu werden.
br p.small.card-text Wobei „Sohn“ hier als christologisch-soteriologischer Begriff zu verstehen ist und die „Töchter“ einschließt.
span.small Wobei „Sohn“ hier als christologisch-soteriologischer Begriff zu verstehen ist und die „Töchter“ einschließt.
li li
| Darauf spielen sicher auch die Stichworte „Sohn“ und „Vater“ im Hinblick auf die Brüder Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, an. | Darauf spielen sicher auch die Stichworte „Sohn“ und „Vater“ im Hinblick auf die Brüder Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, an.
br br
@ -380,7 +383,7 @@ block content
br br
| Der Leser kann nicht beim Blick auf den Auferstandenen verweilen, sondern muss mit ihm in die „Wüste“ gehen. | Der Leser kann nicht beim Blick auf den Auferstandenen verweilen, sondern muss mit ihm in die „Wüste“ gehen.
li li
| Doch ist dieses Treiben in die Wüste nicht ein Verbannen, sondern vom Auftrag Jesu her zu verstehen, | Doch ist dieses Treiben in die Wüste kein Verbannen, sondern vom Auftrag Jesu her zu verstehen,
| mitten in der „Wüste der Gottferne“ eine „Insel des Lebens“ zu errichten, wie die Erzählung vom Wüstenaufenthalt | mitten in der „Wüste der Gottferne“ eine „Insel des Lebens“ zu errichten, wie die Erzählung vom Wüstenaufenthalt
| durch das Dienen der Engel und das Zusammenleben mit den wilden Tieren bebildert. | durch das Dienen der Engel und das Zusammenleben mit den wilden Tieren bebildert.
br br
@ -404,12 +407,11 @@ block content
| Durch die Verbindung der Gedanken „Heimat verlassen“ und „Von der Herrlichkeit in die Wüste“ wird man im Hinblick auf Christus | Durch die Verbindung der Gedanken „Heimat verlassen“ und „Von der Herrlichkeit in die Wüste“ wird man im Hinblick auf Christus
| auf den sog. „Philipperhymnus“ | auf den sog. „Philipperhymnus“
| im Brief des Paulus an die Philipper gelenkt (Phil 2,6-11). | im Brief des Paulus an die Philipper gelenkt (Phil 2,6-11).
br p.small.card-text
span.small
| Die weitere Betrachtung des Markus-Evangeliums wird dann auch zeigen, dass Markus mit höchster | Die weitere Betrachtung des Markus-Evangeliums wird dann auch zeigen, dass Markus mit höchster
| Wahrscheinlichkeit den Philipperbrief des Apostel Paulus kannte. | Wahrscheinlichkeit den Philipperbrief des Apostel Paulus kannte.
li li
| In diesem „Philipperhymnus“ wird besungen, dass Christus sein Gott-Gleich-Sein wörtlich übersetzt „nicht als Raub festgehalten hat“, | In diesem „Philipperhymnus“ wird besungen, dass Christus sein Gott-Gleich-Sein wörtlich übersetzt „nicht als Raub festgehalten hat“,
| sondern seine himmlische Herrlichkeit seine „persönliche Komfortzone“ verlassen hat, | sondern seine himmlische Herrlichkeit seine „persönliche Komfortzone“ verlassen hat,
| um Mensch zu werden: Diener bis zum Tod am Kreuz. | um Mensch zu werden: Diener bis zum Tod am Kreuz.
br br
@ -433,8 +435,7 @@ block content
| wie auch sie gesinnt sein sollen (→ Nachfolge!). | wie auch sie gesinnt sein sollen (→ Nachfolge!).
li li
| Von diesen Bezügen her fordert die Jesus-Nachfolge einen Sinneswandel, der dem Sinneswandel des ursprünglich Gottgleichen entspricht. | Von diesen Bezügen her fordert die Jesus-Nachfolge einen Sinneswandel, der dem Sinneswandel des ursprünglich Gottgleichen entspricht.
br p.small.card-text
span.small
| Es ist sicher kein Zufall, dass in der vorliegenden konzentrischen Gliederung | Es ist sicher kein Zufall, dass in der vorliegenden konzentrischen Gliederung
| die Verkündigung der Sinneswandel-Taufe durch Johannes den Täufer und der Ruf zum Sinneswandel durch Jesus selbst | die Verkündigung der Sinneswandel-Taufe durch Johannes den Täufer und der Ruf zum Sinneswandel durch Jesus selbst
| gegenüberliegen. | gegenüberliegen.
@ -504,22 +505,18 @@ block content
| menschlicher Gesellschaft, | menschlicher Gesellschaft,
br br
| um ein Ausbrechen aus menschlichen Herrschaftsstrukturen. | um ein Ausbrechen aus menschlichen Herrschaftsstrukturen.
br p.small.card-text.mb-0 Siehe auch oben: „geschwisterlicher Geist“.
span.small Siehe auch oben: „geschwisterlicher Geist“. p.small.card-text
br
span.small
| Wo im weiteren Verlauf „Familie Gottes“ zum Thema wird, ist auffälligerweise nie vom (menschlichen) Vater die Rede: | Wo im weiteren Verlauf „Familie Gottes“ zum Thema wird, ist auffälligerweise nie vom (menschlichen) Vater die Rede:
br br
| es gibt nur einen Vater, den im Himmel. | es gibt nur einen Vater, den im Himmel.
p.card-text.slide p.card-text.slide
i i
| Insgesamt wird deutlich, wie Nachfolge neben einem „soteriologischen Element“ (→ Menschenfischer) | Insgesamt wird deutlich, wie Nachfolge neben einem „soteriologischen Element“ (→ Menschenfischer)
| auch ein „ethisches Element“ hat im Sinne des Ausbrechens aus einer Gesellschaft, die sich von materiellem Haben | auch ein „ethisches Element“ hat im Sinne des Ausbrechens aus einer Gesellschaft, die sich von materiellem Haben
| und menschlichen Machtstrukturen her definiert, zu einer Gemeinschaft, die verzichtet und sich in Dienst nehmen lässt. | und menschlichen Machtstrukturen her definiert, zu einer Gemeinschaft, die verzichtet und sich in Dienst nehmen lässt.
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h5.card-title h5.card-title
@ -570,7 +567,7 @@ block content
| die Teilhabe an der Auferstehung Jesu bedeutet nicht, schon selbst auferstanden zu sein, | die Teilhabe an der Auferstehung Jesu bedeutet nicht, schon selbst auferstanden zu sein,
| sondern ist vielmehr ein Auftrag, als Teil der „Neuen Schöpfung“ den Alltag zu bestehen; | sondern ist vielmehr ein Auftrag, als Teil der „Neuen Schöpfung“ den Alltag zu bestehen;
br br
| sie ist als Auftrag zu verstehen, das eigene Leben auf dem Weg bis zum eigenen Tod und der dann erst | sie ist als Auftrag zu verstehen, das eigene Leben auf dem Weg bis zum eigenen Tod und der dann erst
| folgenden Auferstehung entsprechend zu gestalten: „tot für die Sünde für Gott leben“. | folgenden Auferstehung entsprechend zu gestalten: „tot für die Sünde für Gott leben“.
li li
| Paulus im Römerbrief und Markus hier in der Mitte der konzentrischen Gliederung | Paulus im Römerbrief und Markus hier in der Mitte der konzentrischen Gliederung
@ -588,8 +585,35 @@ block content
br br
| Markus verbindet beide Sichtweisen, indem in seinem Evangelium Jesus bereits (seit der Taufe) der Auferstandene ist, | Markus verbindet beide Sichtweisen, indem in seinem Evangelium Jesus bereits (seit der Taufe) der Auferstandene ist,
| er als Irdischer aber doch zugleich noch auf dem Weg zum Kreuz ist. | er als Irdischer aber doch zugleich noch auf dem Weg zum Kreuz ist.
.card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title
| Die Erstberufenen: „tot für den Sünde leben für Gott“
h6.card-subtitle.text-muted Alles verlassen Menschenfischer
hr
ul.card-text
li
| Das „Mir nach!“ ist im Kontext der unmittelbar vorausgehenden Erzählungen nach der Tauferzählung als
| „So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus“ (→ Röm 6,11) zu verstehen.
li
| Exemplarisch wird dies an den vier Erstberufenen bebildert:
ul.card-text
li
i Simon und Andreas
br
| Sie werden als Menschenfischer berufen.
br
| Als solche Leben sie ihr Leben für Gott.
li
i Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus
br
| Sie brechen aus einer Gesellschaft des Habens und menschlichen Machtstrukturen selbst eigentlich habend und mächtig aus.
br
| Dies gehört zum „tot sein für die Sünde“;
br
| das Verharren in beidem wird im Laufe des Evangeliums von Jesus angeprangert werden.
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h5.card-title h5.card-title
@ -630,6 +654,84 @@ block content
li li
| Als „Menschenfischer“ helfen die Jünger, Menschen auf diese „Insel des Lebens“ zu retten. | Als „Menschenfischer“ helfen die Jünger, Menschen auf diese „Insel des Lebens“ zu retten.
.card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title
| Der Gehorsam bis zum Tod am Kreuz und der Gehorsam der Erstberufenen beim Eintritt in die Nachfolge
h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Versuchung Jesu und der Philipperhymnus
hr
ul.card-text
li
| Das unmittelbare Eintreten der Jünger in die Nachfolge Jesu ihr Gehorsam angesichts des Rufes Jesu
| spiegelt sich in der Mitte der konzentrischen Gliederung darin, dass sich Jesus ohne Umschweife vom Geist
| in die Wüste treiben lässt:
br
| so wie Jesus dem Geist gegenüber gehorsam ist,
br
| so sind es die Jünger Jesus gegenüber.
li
| Gleichzeitig spiegelt sich das In-Dienst-nehmen-Lassen der Jünger in der Mitte der konzentrischen Gliederung darin, dass die Engel Jesus dienen:
br
| Erde und Himmel dienen Jesus.
li
| Versteht man nun noch die Wüste wie wir es getan haben als Ort der Gottferne,
br
| verbindet diese als „Wüste der Gottferne“ mit dem Tod Jesu am Kreuz, der wie bereits erwähnt als Sterben in die Gottferne gezeichnet ist
| (→ „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Mk 15,34),
br
| und ist auch siehe oben auf Bezüge zum
| Philipperhymnus aufmerksam geworden, drängt sich regelrecht auf, auch diese Erzählzüge mit dem Philipperhymnus zu verbinden:
br
q.bibeltext
| 8 er erniedrigte sich und war <i>gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz</i>.
br
| 9 <i>Darum hat ihn Gott über alle erhöht</i> und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
br
| 10 damit <i>alle im Himmel, auf der Erde</i> und unter der Erde <i>ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu</i>
span.bibelstelle Phil 2,8-10
br
| Die Versuchung Jesu besteht demgemäß darin, diesen Weg des Gehorsams bis zum Tod am Kreuz nicht zu gehen.
li
| Das „Darum“ in Phil 2,9 ist ein betontes Scharnier zwischen Erniedrigung und Erhöhung des einst Gottgleichen;
| und mit dieser Erhöhung Jesu verbindet sich in Phil 2,10 das Ziel, dass Himmel, Erde und Unterwelt vor Jesus die Knie beugen;
br
| das kann als Zeichen von Hochachtung und Ehrerbietung verstanden werden,
br
| das kann im weiteren Sinne aber auch als Gehorsam bis hin zum Dienst verstanden werden.
br
| Versteht man jedenfalls den Dienst der Engel und den gehorsamen Eintritt der Jünger in den Dienst Jesu
| von Phil 2,10 her, ist das Kniebeugen durch Himmel, Erde und Unterwelt zu 2/3 in den Engeln und den Berufenen bebildert.
li
| Unterstützend ist die Beobachtung, dass in der Versuchungserzählung die Trias Engel, (gezähmte wilde) Tiere und Satan
| der Trias „im Himmel, auf der Erde und unter der Erde“ entspricht.
li
| Mithin schaut die Erzählung von der Versuchung Jesu beim Dienst der Engel also schon auf die Erhöhung Jesu,
br
| ist in einer einzigen Erzählung letztlich die ganze Sendung Jesu gegenwärtig.
li
| So betrachtet wird in der doppelten Mitte der konzentrischen Gliederung <i>zweimal</i> der Weg Jesu erzählt:
br
| Zunächst das Kommen Jesu zur Taufe und seine Taufe durch Johannes (→ Hineinsteigen im Sinne des Todes)
| sowie die Ereignisse beim Heraussteigen aus dem Wasser (→ Auferweckung);
br
| dann wieder auf den Anfang zurücksetzend den Weg Jesu in die „Wüste der Gottferne“ bis hin zum Tod am Kreuz,
| den Jesus seiner Sendung gemäß gehorsam geht worauf sich das bei der Taufe geäußerte Wohlgefallen Gottes bezieht ,
| was in seine abschließend im Dienst der Engel angedeuteten Erhöhung mündet.
li
| Der Weg in die „Wüste der Gottferne“ nach dem Hereinbrechen der Herrlichkeit Gottes über Jesus
| hat eine gewisse Analogie zur Entäußerung und Erniedrigung des Philipperhymnus, auch wenn der Ausgangspunkt dort die Präexistenz ist.
br
| Es leuchtet das „Darum“ der Erhöhung auf (→ Wohlgefallen, das Gott in der „Taufe“ Jesu äußert):
br
| der Blick auf die bei der Taufe angedeutete Auferstehungsherrlichkeit wird umgebogen auf den Weg dorthin.
li
| In diesen Weg von der Erniedrigung zur Erhöhung ist die Berufung und damit die Sendung der Jünger eingeordnet als Weg der Nachfolge:
br
| der Gehorsam gegenüber dem Ruf Jesu und in diesem Zug die Entäußerung und Erniedrigung als Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb durch die Söhne des Zebedäus.
br
| Und wie Jesus die Jünger quasi auf seinem Weg mitnimmt, so sollen auch die Jünger als Menschenfischer andere mitnehmen
| auf diesem Weg in der Nachfolge Jesu.
.card.slide.border-primary.mb-3 .card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title h5.card-title
@ -640,8 +742,7 @@ block content
li li
| In der Versuchungserzählung (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) drückt das „sogleich“, das keinen Raum zwischen Taufe und Gang in die Wüste lässt, | In der Versuchungserzählung (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) drückt das „sogleich“, das keinen Raum zwischen Taufe und Gang in die Wüste lässt,
| die göttliche Sendung Jesu aus. | die göttliche Sendung Jesu aus.
br p.small.card-text
span.small
| In diesen Verstehenszusammenhang lässt sich auch das „sogleich“ bei der Taufe Jesu einordnen: Jesu wird als Anfang gelesen für seine Sendung | In diesen Verstehenszusammenhang lässt sich auch das „sogleich“ bei der Taufe Jesu einordnen: Jesu wird als Anfang gelesen für seine Sendung
| gerüstet; bzw. Jesu Sendung kommt in der Aufertehung zu ihrem Ziel. | gerüstet; bzw. Jesu Sendung kommt in der Aufertehung zu ihrem Ziel.
li li
@ -686,8 +787,7 @@ block content
li Insgesamt wird man sagen dürfen, dass die Berufungserzählung des Elischa Pate gestanden hat für die Berufungserzählung der ersten Jünger bei Markus. li Insgesamt wird man sagen dürfen, dass die Berufungserzählung des Elischa Pate gestanden hat für die Berufungserzählung der ersten Jünger bei Markus.
li li
| Auffällig muss aber sein, dass man wenig später im Haus der Schwiegermutter des Petrus einkehrt (Mk 1,29-31). | Auffällig muss aber sein, dass man wenig später im Haus der Schwiegermutter des Petrus einkehrt (Mk 1,29-31).
br p.small.card-text
span.small
| Paulus kann in 1 Kor 9,5 erwähnen, dass die übrigen Apostel, die Herrenbrüder und eigens erwähnt auch Petrus ihre (christlichen) Frauen | Paulus kann in 1 Kor 9,5 erwähnen, dass die übrigen Apostel, die Herrenbrüder und eigens erwähnt auch Petrus ihre (christlichen) Frauen
| auf ihren Missionsreisen dabei haben. | auf ihren Missionsreisen dabei haben.
br br

View File

@ -65,7 +65,7 @@ block content
.card-body.gliederung .card-body.gliederung
h5.card-title h5.card-title
| Jesus heilt den Gelähmten | Jesus heilt den Gelähmten
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 2,1-12 h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-12
.slide.mb-3 .slide.mb-3
@ -362,8 +362,7 @@ block content
| Die Verkündigung des „Wortes“ ist auch im Kontext des „Austausches“ mit dem „Aussätzigen“ zu lesen, | Die Verkündigung des „Wortes“ ist auch im Kontext des „Austausches“ mit dem „Aussätzigen“ zu lesen,
br br
| denn die gleiche Tätigkeit wurde von diesem nach der Heilung durch Jesus erzählt, während sich Jesus aus der Öffentlichkeit zurückziehen musste. | denn die gleiche Tätigkeit wurde von diesem nach der Heilung durch Jesus erzählt, während sich Jesus aus der Öffentlichkeit zurückziehen musste.
br p.small.card-text
span.small
| Natürlich ist die Notiz nicht im Sinne eins „Rück-Austauches“ zu lesen, eher im Sinne einer konzentrischen Rahmung | Natürlich ist die Notiz nicht im Sinne eins „Rück-Austauches“ zu lesen, eher im Sinne einer konzentrischen Rahmung
| des „Austausches“ mit dem „Aussätzigen“, da sowohl in Mk 1,39 als auch hier in Mk 2,1-2 von der Verkündigungstätigkeit Jesu die Rede ist, | des „Austausches“ mit dem „Aussätzigen“, da sowohl in Mk 1,39 als auch hier in Mk 2,1-2 von der Verkündigungstätigkeit Jesu die Rede ist,
| während in Mk 1,40-45 dann der Geheilte die Verkündigungstätigkeit von Jesus übernimmt. | während in Mk 1,40-45 dann der Geheilte die Verkündigungstätigkeit von Jesus übernimmt.
@ -503,7 +502,7 @@ block content
br br
| worauf der Evangelist in der Anrede Jesu an den Gelähmten „Mein Sohn“ anspielt | worauf der Evangelist in der Anrede Jesu an den Gelähmten „Mein Sohn“ anspielt
br br
| und wie Paulus in Anspielung auf Jesu Tod und Auferstehung | und wie Paulus in Anspielung auf Jesu Tod und Auferstehung in
span.bibelstelle 2 Kor 5,19 span.bibelstelle 2 Kor 5,19
| schreibt: | schreibt:
br br
@ -536,7 +535,7 @@ block content
| es geht in der Erzählung also nicht um einen Konflikt des irdischen Jesus mit Vertretern der Schriftgelehrten, sondern viel grundsätzlicher | es geht in der Erzählung also nicht um einen Konflikt des irdischen Jesus mit Vertretern der Schriftgelehrten, sondern viel grundsätzlicher
| um das spannungsreiche Verhältnis bis hin zum sich ausschließenden Gegenüber „Jesus ↔ Schrift/Tora“, | um das spannungsreiche Verhältnis bis hin zum sich ausschließenden Gegenüber „Jesus ↔ Schrift/Tora“,
| und damit um eine nachösterliche Thematik zunächst innerhalb des Christentums im Hinblick auf die Bedeutung | und damit um eine nachösterliche Thematik zunächst innerhalb des Christentums im Hinblick auf die Bedeutung
| von Tod und Auferstehung Jesu mit unmittelbaren Folgen für die Bedeutung der Taufe ; | von Tod und Auferstehung Jesu, mit unmittelbaren Folgen für die Bedeutung der Taufe;
br br
| das Gegenüber des „markinischen Jesus“ sind also weniger Juden als vielmehr „judaisierende Christen“. | das Gegenüber des „markinischen Jesus“ sind also weniger Juden als vielmehr „judaisierende Christen“.
li li
@ -566,7 +565,7 @@ block content
br br
| 25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dem Erzieher. | 25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dem Erzieher.
br br
| 26 Denn alle seid ihr durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. | 26 Denn alle seid ihr <i>durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus</i>.
br br
| 27 Denn ihr alle, <i>die ihr auf Christus getauft seid</i>, habt Christus angezogen. | 27 Denn ihr alle, <i>die ihr auf Christus getauft seid</i>, habt Christus angezogen.
br br
@ -616,7 +615,8 @@ block content
| ihren Widerspruch zur Sündenvergebung durch Jesus kontert er, | ihren Widerspruch zur Sündenvergebung durch Jesus kontert er,
| indem er erzählerisch bebildert, dass Jesus im Gegensatz zur Tora <i>die Kraft hat, lebendig zu machen</i>: der „Gelähmte“ steht auf. | indem er erzählerisch bebildert, dass Jesus im Gegensatz zur Tora <i>die Kraft hat, lebendig zu machen</i>: der „Gelähmte“ steht auf.
br br
| Markus will sagen: allein durch Gottes Wirken in und durch Christus und dann vermittelt durch die Taufe auf Christus bzw. seinen Tod | Markus will sagen: allein durch Gottes Wirken in und durch Christus und dann vermittelt durch die Taufe auf Christus bzw. seinen Tod,
| die den Glauben voraussetzt
| ist eine derartige Sündenvergebung möglich. | ist eine derartige Sündenvergebung möglich.
@ -641,9 +641,11 @@ block content
br br
| Jesus ist der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzte Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten. | Jesus ist der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzte Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten.
li li
| In diesen Kontext passt auch die Mitte der konzentrischen Gliederung: | Schon in der Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung ist Röm 1,4 gegenwärtig:
br br
| dort wird Jesus vom Dämon als „der Heilige Gottes“ angesprochen. | dort wird Jesus vom Dämon als „der Heilige Gottes“ angesprochen und die Vollmacht seiner Lehre hervorgehoben.
br
| Dies unterstreicht, dass die vorliegende Erzählung weiterführt, was in der Mitte der konzentrischen Gliederung thematisiert wird.
li li
| Durch den Bezug zu Röm 1,4 wird bestätigt, dass es hier nicht um die Verteidigung der Vollmacht des irdischen Jesus geht, | Durch den Bezug zu Röm 1,4 wird bestätigt, dass es hier nicht um die Verteidigung der Vollmacht des irdischen Jesus geht,
| sondern um eine nachösterliche Perspektive und Fragestellung. | sondern um eine nachösterliche Perspektive und Fragestellung.
@ -754,8 +756,10 @@ block content
| wie die Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung in Verbindung mit der dominanten Thematik | wie die Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung in Verbindung mit der dominanten Thematik
| Sündenvergebung nahelegt. | Sündenvergebung nahelegt.
br br
| Die komplementären Ausagen in Röm 6, die sich auf das Leben in Gemeinschaft mit Gott beziehen, | Die komplementären Aussagen in Röm 6, die sich auf das Leben in Gemeinschaft mit Gott beziehen,
| gehören auch wenn der Akzent hier nicht darauf liegt aber als zweite Seite derselben Medaille auch dazu. | gehören auch wenn der Akzent hier nicht darauf liegt aber als zweite Seite derselben Medaille auch dazu,
| wie auch in der Mitte der konzentrischen Gliederung über die „Vollmacht der Lehre“ und den Titel „Heiliger Gottes“
| als Anspielungen auf Röm 1,4 die Auferstehung Jesu präsent ist.
li li
| Damit werden hier vor allem folgende Sätze präsent: | Damit werden hier vor allem folgende Sätze präsent:
ul.card-text ul.card-text
@ -773,10 +777,10 @@ block content
| ... der Tod hat keine Macht mehr über ihn [= Christus Jesus]. | ... der Tod hat keine Macht mehr über ihn [= Christus Jesus].
br br
| Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde, | Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde,
span.small sein Leben aber lebt er für Gott. | sein Leben aber lebt er für Gott.
br br
| So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, | So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind,
span.small aber für Gott leben in Christus Jesus. | aber für Gott leben in Christus Jesus.
span.bibelstelle Röm 6,9b-12 span.bibelstelle Röm 6,9b-12
li li
| Aus diesen Sätzen spricht eine Schicksalsgemeinschaft mit Jesus, | Aus diesen Sätzen spricht eine Schicksalsgemeinschaft mit Jesus,
@ -806,7 +810,9 @@ block content
| in der Neuheit des Lebens wandeln.“ (Röm 6,4) | in der Neuheit des Lebens wandeln.“ (Röm 6,4)
li li
| Dazu gehört zunächst das „tot für die Sünde“, aber auch das „für Gott leben in Christus Jesus“ jedenfalls eine sichtbare, dauerhafte | Dazu gehört zunächst das „tot für die Sünde“, aber auch das „für Gott leben in Christus Jesus“ jedenfalls eine sichtbare, dauerhafte
| Auswirkung auf das Leben; was hier wie ein punktuelles Ereignis scheint, ist eine auf Dauer angelegte Lebenswende. | Auswirkung auf das Leben;
br
| was hier wie ein punktuelles Ereignis scheint, ist eine auf Dauer angelegte Lebenswende.
li li
| Beim Beleg für die Sündenvergebungsvollmacht Jesu bzw. der Gemeinde ist daher sicher daran gedacht, | Beim Beleg für die Sündenvergebungsvollmacht Jesu bzw. der Gemeinde ist daher sicher daran gedacht,
| dass vor allem nach Ostern Menschen durch die Begegnung mit Jesus vermittelt durch seine Jünger tatsächlich | dass vor allem nach Ostern Menschen durch die Begegnung mit Jesus vermittelt durch seine Jünger tatsächlich
@ -856,7 +862,7 @@ block content
br br
| sie verbinden sich unmittelbar mit den Vieren, die den Gelähmten auf der Liege zu Jesus bringen: | sie verbinden sich unmittelbar mit den Vieren, die den Gelähmten auf der Liege zu Jesus bringen:
br br
| Bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus sind es so soll man interpretieren diese vier Erstberufenen, | Bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus sind es so legen es die Bezüge in der Konzentrik nahe diese vier Erstberufenen,
| die Jesus zur fiebrigen Schiegermutter des Petrus führen. | die Jesus zur fiebrigen Schiegermutter des Petrus führen.
li li
| Von der Schwiegermutter des Petrus wird erzählt, dass sie nach der Aufrichtung durch Jesus diesem und seinen Begleitern dient. | Von der Schwiegermutter des Petrus wird erzählt, dass sie nach der Aufrichtung durch Jesus diesem und seinen Begleitern dient.
@ -864,8 +870,12 @@ block content
| Dies verbindet sich einerseits damit, dass sich die vier Erstberufenen von Jesus in Dienst nehmen lassen wobei | Dies verbindet sich einerseits damit, dass sich die vier Erstberufenen von Jesus in Dienst nehmen lassen wobei
| sie diesen Dienst gerade auch gegenüber der Schwiegermutter des Petrus ausüben, indem sie Jesus zu ihr führen. | sie diesen Dienst gerade auch gegenüber der Schwiegermutter des Petrus ausüben, indem sie Jesus zu ihr führen.
br br
| Andererseits geschieht das „Mitbegraben-Sein mit Christus“, das in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten der tragende Gedanke ist, | Andererseits entspricht die Abfolge „Aufgerichtet → Dienst“ der Abfolge „Aufgerichtet → Weggehen und Liege mitnehmen”
| nach Röm 6,4, damit der so auf Christi Tod getaufte „in der Neuheit des Lebens“ wandelt; | in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten,
br
| wobei zu bedenken ist, dass das „Mitbegraben-Sein mit Christus“, das in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten der tragende Gedanke ist,
| nach Röm 6,4 dazu geschieht, dass der so auf Christi Tod Getaufte „in der Neuheit des Lebens“ wandelt im Sinne des „tot für die Sünde leben für Gott“,
| was sich gut mit dem Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern nach deren Aufrichtung verbinden lässt:
br br
| der oben formulierte Gedanke, dass der Geheilte seine Liege mitnimmt als „Handwerkszeug“, um fortan anderen zu helfen, wird verstärkt. | der oben formulierte Gedanke, dass der Geheilte seine Liege mitnimmt als „Handwerkszeug“, um fortan anderen zu helfen, wird verstärkt.
@ -882,11 +892,13 @@ block content
| das dort Gesagte sei erinnert. | das dort Gesagte sei erinnert.
li li
| Die Notiz der Auslieferung Johannes des Täufers durchsichtig auf den Tod Jesu verbindet sich mit dem Abend | Die Notiz der Auslieferung Johannes des Täufers durchsichtig auf den Tod Jesu verbindet sich mit dem Abend
| bzw. der untergehenden Sonne: bei Jesu Tod bricht Finsternis herein. | bzw. der untergehenden Sonne: es ist wie in Mk 14,17 angegeben wird Abend, als Jesus sich mit den Jüngern zum
| Mahl vor seinem Tod im vorbereiteten Raum einfindet; er thematisiert als erstes seine bevorstehende Auslieferung.
| Als Jesus am Kreuz hängt, bricht eine Finsternis über das ganze Land herein.
br br
| Stimmig zum Gang Jesu ins Verderben Mitte der konzentrischen Gliederung und zur Taufe auf den Tod bzw. dem | Stimmig zum Gang Jesu ins Verderben (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) und zur Taufe auf den Tod bzw. dem
| Mitgebraben-Sein mit Jesus unteres Ende der konzentrischen Gliederung wird also insbesondere der Akzent | Mitgebraben-Sein mit Jesus (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung) wird also insbesondere der Akzent
| auf Jesu Tod als Ursache für das neue Heil in Christus gesetzt. | auf Jesu Tod als Ursache für das neue Heil in Christus gelegt.
li li
| Jesu Tod hat, da ihn Gott mit der Auferweckung beantwortet hat, das Reich Gottes nahegebracht. | Jesu Tod hat, da ihn Gott mit der Auferweckung beantwortet hat, das Reich Gottes nahegebracht.
li li
@ -1020,7 +1032,7 @@ block content
h5.card-title h5.card-title
| Nochmal: Das Gegenüber „Jesus“ ↔ Schrift(gelehrte) | Nochmal: Das Gegenüber „Jesus“ ↔ Schrift(gelehrte)
h6.card-text h6.card-text
| Ein kurzer Blicker auf grundlegende theologische Streitigkeiten im frühen Christentum | Ein kurzer Blick auf grundlegende theologische Streitigkeiten im frühen Christentum
hr hr
ul.card-text ul.card-text
li li
@ -1142,10 +1154,21 @@ block content
| Die Trennung zwischen Juden und Heiden wird überwunden, indem die Heiden zu (sich zu Christus bekennenden) Juden werden. | Die Trennung zwischen Juden und Heiden wird überwunden, indem die Heiden zu (sich zu Christus bekennenden) Juden werden.
tr tr
td.card-text td.card-text
| Weil nach dem jüdischen Gesetz (nach Dtn 21,23) Jesus ein von Gott Verfluchter ist was im Sinne des | Jesus ist von Paulus deutlich hervorgehoben, bei Markus klar präsent nach dem jüdischen Gesetz (Dtn 21,23!) ein von Gott Verfluchter;
| „Austauches“ Heilsbedeutung hat bedeutet das Leben als Christ ein Leben jenseits des Gesetzes im Sinne eines „Weges zum Heil“; | dies hat im Sinne des „Austauches“ Heilsbedeutung: Jesus hat den „Fluch des Gesetzes“ (→ Gal 3,10) stellvertretend
| für alle Sünder getragen.
br br
| die ethischen Vorschriften können aber weiterhin als Leitplanken verstanden werden, ihre Befolgung ist aber nicht Grund der Rechtfertigung. | Durch Jesu stellvertretenden Tod und seine Auferstehung ist offenbar, dass sich das Gesetz nicht als „Weg zum Heil“ erwiesen hat,
| sondern den Fluch im Sinne des Todesurteils für alle Menschen gebracht hat, von dem Jesus freigekauft hat.
br
| Das Mitsterben mit Christus in der Taufe bedeutet, das Todesurteil des Gesetzes anzunehmen und an sich vollstrecken zu lassen,
| das neue Leben in Christus ist demgemäß ein Leben jenseits des Gesetzes, wie Paulus sich in
span.bibelstelle Gal 2,19
| pointiert ausdrückt:
br
q.bibeltext Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben.
br
| Die ethischen Vorschriften können aber weiterhin als Leitplanken verstanden werden, ihre Befolgung ist aber nicht Grund der Rechtfertigung.
td.card-text td.card-text
| Zwischen Jesus und dem jüdischen Gesetz wird trotz der Kreuzigung keine größere Spannung wahrgenommen, | Zwischen Jesus und dem jüdischen Gesetz wird trotz der Kreuzigung keine größere Spannung wahrgenommen,
| vielmehr wird Jesus eher als grundsätzlich gesetzestreuer Jude verstanden; vgl. | vielmehr wird Jesus eher als grundsätzlich gesetzestreuer Jude verstanden; vgl.

View File

@ -201,8 +201,7 @@ block content
| ins Verderben mit sich bringt. | ins Verderben mit sich bringt.
br br
| Dies wird in dieser Erzählung „bebildert“. | Dies wird in dieser Erzählung „bebildert“.
br p.small.card-text
span.small
| Im weiteren Verlauf des Evangeliums wird deutlich werden, wie das Ausführen der Sendung Jesu auch zum ethischen Charakter | Im weiteren Verlauf des Evangeliums wird deutlich werden, wie das Ausführen der Sendung Jesu auch zum ethischen Charakter
| von „Bereitet den Weg des Herrn“ passt. | von „Bereitet den Weg des Herrn“ passt.
li.small li.small
@ -310,7 +309,7 @@ block content
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h5.card-title h5.card-title
| Jesus dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten | Jesus dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten
hr hr
ul.card-text ul.card-text
li li
@ -382,8 +381,7 @@ block content
| Für die verschwiegene <i>Lehre Jesu</i> gilt im Sinne der Analogie zum Schweigegebot, | Für die verschwiegene <i>Lehre Jesu</i> gilt im Sinne der Analogie zum Schweigegebot,
| dass sie als wesentlichen Inhalt den verschwiegenen Weg Jesu ans Kreuz, | dass sie als wesentlichen Inhalt den verschwiegenen Weg Jesu ans Kreuz,
| mit dem er seine Sendung ausführt, enthält. | mit dem er seine Sendung ausführt, enthält.
br p.small.card-text Die Teile „In Galilaä/Judäa auf dem Weg“ werden dies bestätigen.
span.small Die Teile „In Galilaä/Judäa auf dem Weg“ werden dies bestätigen.
li li
| Gerade dadurch, dass der Weg Jesu nur indirekt in der Erzählung gegenwärtig ist, | Gerade dadurch, dass der Weg Jesu nur indirekt in der Erzählung gegenwärtig ist,
| liegt ein besonderer Akzent darauf; | liegt ein besonderer Akzent darauf;
@ -415,7 +413,7 @@ block content
| Mk 1,40-45 (Heilung des Aussätzigen); 5,35-43 (Auferweckung der Tochter des Jairus); 7,31-37 (Heilung des Taubstummen). | Mk 1,40-45 (Heilung des Aussätzigen); 5,35-43 (Auferweckung der Tochter des Jairus); 7,31-37 (Heilung des Taubstummen).
li li
| In der vorliegenden Erzählung wird das „Bekenntnis“ des unreinen Geistes mit dem Schweigegebot belegt; | In der vorliegenden Erzählung wird das „Bekenntnis“ des unreinen Geistes mit dem Schweigegebot belegt;
| dass das Wunder als solches weitererzählt wird, ist damit völlig legitim (im Gegensatz zu anderen Wundern!). | dass das Wunder als solches weitererzählt wird, ist dagegen völlig legitim (im Gegensatz zu anderen Wundern!).
li li
| Das Schweigegebot angesichts des „Bekenntnisses“ hier wurde ausgesprochen, weil der Weg Jesu in den Tod am Kreuz verschwiegen wurde. | Das Schweigegebot angesichts des „Bekenntnisses“ hier wurde ausgesprochen, weil der Weg Jesu in den Tod am Kreuz verschwiegen wurde.
br br
@ -473,45 +471,12 @@ block content
| doch besteht stets die Gefahr, nur das „Ergebnis“ zu sehen und nicht den Weg dorthin. | doch besteht stets die Gefahr, nur das „Ergebnis“ zu sehen und nicht den Weg dorthin.
br br
| Gerade auf Letzteren legen aber Markus und Paulus besonderen Wert, weil dieser Weg sich bei jenen auswirken muss, die Jesus nachfolgen. | Gerade auf Letzteren legen aber Markus und Paulus besonderen Wert, weil dieser Weg sich bei jenen auswirken muss, die Jesus nachfolgen.
br p.small.card-text
span.small
| Bei beiden ist zu bemerken, wie sie den einseitgen Blick auf die Auferstehungsherrlichkeit Jesu kritisieren, | Bei beiden ist zu bemerken, wie sie den einseitgen Blick auf die Auferstehungsherrlichkeit Jesu kritisieren,
| weil das Vergessen des Weges Jesu ans Kreuz ein Den-Mitmenschen-Vergessen mit sich bringen kann; | weil das Vergessen des Weges Jesu ans Kreuz ein Den-Mitmenschen-Vergessen mit sich bringen kann;
| sowohl bei Markus als auch Paulus begegnen dazu konkrete Beispiele. | sowohl bei Markus als auch Paulus begegnen dazu konkrete Beispiele.
br br
| Markus wird sich dieser Thematik vor allem im übergreifenden Teil „Auf dem Weg“ widmen. | Markus wird sich dieser Thematik vor allem im übergreifenden Teil „Auf dem Weg“ widmen.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title Jesu Lehre: Das Evangelium Jesu Christi
h6.card-subtitle.text-muted Von der Kraft des Evangeliums
hr
ul.card-text
li Wie durch die obigen Ausführungen deutlich wurde, kann die „Lehre Jesu“ inhaltlich besonders mit seinem Weg ans Kreuz gefüllt werden.
li
| Auch die Auferstehung Jesu im Sinne der Einsetzung als „Sohn Gottes in Macht“ ist in der Erzählung präsent und wenn auch hier untergeordnet
| als Teil der Lehre Jesu zu verstehen.
li
| Beides Tod und Aufestehung sind das „Evangelium Jesu Christi“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung),
| wobei hier ein besonderer Akzent auf Jesu Tod liegt.
li So lassen sich „Evangelium Jesu Christi“ im oberen und „Lehre Jesu“ im unteren Ende der konzentrischen Gliederung aufeinander beziehen.
li
| Als Bedeutung von Jesu Tod als Inhalt von Jesu Sendung gehört zu diesem „Evangelium“ wesentlich,
| dass Jesus gekommen ist, die unreinen Geister ins Verderben zu stürzen.
li
| Auffällig ist, dass das Thema „Lehre Jesu“ nicht nur die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes rahmt,
br
| sondern die Leute nicht eigentlich über das Wunder, sondern über die Lehre Jesu staunen.
br
i So erscheint die Austreibung geheimnisvoll als Auswirkung der Lehre Jesu.
li
| Dies erklärt sich die Identität von „Lehre Jesu“ und „Evangelium Jesus Christi“ bedenkend
| durch
span.bibelstelle Röm 1,16
br
q.bibeltext
| ... ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist <i>eine Kraft Gottes</i> zur Rettung für jeden, der glaubt.
.card.slide.border-primary.mb-3 .card.slide.border-primary.mb-3
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@ -570,18 +535,77 @@ block content
.card.slide.border-primary.mb-3 .card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title h5.card-title
| Jesus, der Sohn Gottes, dem die Engel dienen | Jesu Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
br
| Jesus, der Sohn Gottes, dem die Engel dienen und dem die unreinen Geister gehorchen
h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes und der Philipperhymnus
hr hr
ul.card-text ul.card-text
li li
| Durch den Weg in den Tod am Kreuz ist Jesus zu dem geworden, dem die Hoheitstitel gebühren (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung): | Wie in der vorhergehenden konzentrischen Gliederung (Berufung der ersten Jünger) deutlich wurde,
| ist in der Erzählung von der Versuchung Jesu der Philipperhymnus gegenwärtig:
br br
i Der, dem die Engel dienen (→ Mitte der konzentrischen Gliederung), ist der, der selber als Diener in die „Wüste“ gegangen ist. | Jesu Gehorsam gegenüber dem ihn in die „Wüste der Gottferne“ treibenden Geist macht den Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz gegenwärtig;
br
| von diesem Weg will ihn Satan abbringen, darin besteht die Versuchung Jesu.
li
| Der dem Befehl Jesu folgende unreine Geist, der auf das Wort Jesu hin schweigt und ausfährt, verbindet sich zugleich einerseits mit diesem
| Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz sowie andererseits mit den Engeln, die Jesus dienen.
li
| Die Verbindung zum Dienst der Engel ist von Phil 2,10 her zu verstehen, wo als Ziel der Erhöhung besungen wird, dass Himmel, Erde
| und Unterwelt vor Jesus die Knie beugen, ihm also gehorsam sind.
br
| Genau dies ist zu 2/3 in den Engeln und dem unreinen Geist, der der Unterwelt zuzuordnen ist, bebildert.
li
| So sind der Dienst der Engel und der Gehorsam des unreinen Geistes Zeugnis für die erfolgte Erhöhung Jesu,
| für seine Einsetzung „dem Geist der Heiligkeit als Sohn Gottes in Macht aufgrund der Auferstehung von den Toten“ (Röm 1,4),
| im Sinne der Verleihung des „Namen, der größer ist als alle Namen“ (Phil 2,9),
| worauf auch mit dem Titel „Heiliger Gottes“ angespielt wird.
li
| Auch hier ist das betonte „Darum“ in Phil 2,9 zu beachten:
br
| Durch den Weg in den Tod am Kreuz ist Jesus zu dem geworden, dem die Hoheitstitel gebühren (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung).
li li
| Allerdings ist dieser Weg genau das Gegenteil von dem, was man vom „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung) | Allerdings ist dieser Weg genau das Gegenteil von dem, was man vom „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung)
| erwarten würde: | erwarten würde:
br br
| Nicht Hoheit, sondern Erniedrigung. | Nicht Hoheit, sondern Erniedrigung.
li
| Der Gehorsam des unreinen Geistes als Parallele zum Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz ist wie bei den Jüngern
| im Sinne der Nachfolge zu verstehen:
br
| Jesus ist der göttliche Bote, der den unreinen Geistern voraus den Weg ins Verderben geht, um ihnen den Weg ins Verderben zu bahnen.
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.card-body
h5.card-title Jesu Lehre: Das Evangelium Jesu Christi
h6.card-subtitle.text-muted Von der Kraft des Evangeliums
hr
ul.card-text
li Wie durch die obigen Ausführungen deutlich wurde, kann die „Lehre Jesu“ inhaltlich besonders mit seinem Weg ans Kreuz gefüllt werden.
li
| Auch die Auferstehung Jesu im Sinne der Einsetzung als „Sohn Gottes in Macht aufgrund der Auferstehung von den Toten“ ist in der Erzählung präsent und
| als Teil der Lehre Jesu zu verstehen.
li
| Beides Tod und Aufestehung sind das „Evangelium Jesu Christi“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung),
| wobei hier ein besonderer Akzent auf Jesu Tod liegt.
li So lassen sich „Evangelium Jesu Christi“ im oberen und „Lehre Jesu“ im unteren Ende der konzentrischen Gliederung aufeinander beziehen.
li
| Als Bedeutung von Jesu Tod als Inhalt von Jesu Sendung gehört zu diesem „Evangelium“ wesentlich,
| dass Jesus gekommen ist, die unreinen Geister ins Verderben zu stürzen.
li
| Auffällig ist, dass das Thema „Lehre Jesu“ nicht nur die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes rahmt,
br
| sondern die Leute nicht eigentlich über das Wunder, sondern über die Lehre Jesu staunen.
br
i So erscheint die Austreibung geheimnisvoll als Auswirkung der Lehre Jesu.
li
| Dies erklärt sich die Identität von „Lehre Jesu“ und „Evangelium Jesus Christi“ bedenkend
| durch
span.bibelstelle Röm 1,16
br
q.bibeltext
| ... ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist <i>eine Kraft Gottes</i> zur Rettung für jeden, der glaubt.
.card.slide.border-primary.mb-3 .card.slide.border-primary.mb-3

View File

@ -167,7 +167,7 @@ block content
br br
| 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus. | 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus.
br br
| Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war. | Und er verbot den Dämonen zu reden, weil sie ihn kannten.
.card.slide.border-primary.mb-3 .card.slide.border-primary.mb-3
@ -182,31 +182,196 @@ block content
.card.slide.border-primary.mb-3 .card.slide.border-primary.mb-3
.card-body .card-body
h5.card-title h5.card-title
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird | Die Präsenz von Tod und Auferstehung Jesu in Mitte und unterem Ende der konzentrischen Gliederung
h6.card-subtitle.text-muted Jesus, der göttliche Bote zum Heil der Menschen h6.card-subtitle.text-muted Indirekte Anspielungen auf das Schicksal Jesu
hr hr
ul.card-text ul.card-text
li li
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung wird der Tod des Vorläuferes Jesu erwähnt: „Nachdem Johannes <i>ausgeliefert</i> worden war ...“. | In der Mitte der konzentrischen Gliederung wird das Schicksal des Vorläuferes Jesu erwähnt: „Nachdem Johannes <i>ausgeliefert</i> worden war ...“:
br br
| Damit wird aber auf den Tod Jesu selbst angespielt, ist doch „ausgeliefert“ terminus technicus für den Tod Jesu am Kreuz. | Johannes wurde ein Opfer der Mächtigen, konkret des König Herodes, den Johannes kritisiert hatte und der Johannes dann umbringen ließ.
br br
| Bezieht sich das „Evangelium Gottes“ zwar auf Jesu Tod <i>und</i> Auferstehung, liegt damit doch ein gewisser Akzent auf dem <i>Tod</i> Jesu. | Damit wird indirekt auf das Schicksal des gewaltsamen Todes Jesu selbst angespielt, ist doch „ausgeliefert“ terminus technicus für die Passion Jesu bis zum Tod am Kreuz.
br
| Die Notiz der Auslieferung Johannes des Täufers in der Mitte der konzentrischen Gliederung verbindet sich daher mit dem Abend
| bzw. der untergehenden Sonne am unteren Ende der konzentrischen Gliederung:
br
| es ist wie in Mk 14,17 angegeben wird Abend, als Jesus sich mit den Jüngern zum
| Mahl vor seinem Tod im vorbereiteten Raum einfindet; er thematisiert als erstes seine bevorstehende Auslieferung,
| die sich dann als Verrat des Judes im weitern Verlauf des Abend ereignen wird.
br
| Als Jesus am Kreuz hängt, bricht eine Finsternis über das ganze Land herein.
li li
| Die Austreibung der Dämonen erinnert an die Austreibung des ersten Dämon in der Synagoge (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die gegenüberliegnde Erzählung!); | Im „<i>Nachdem</i> ... ausgeliefert“ und der Verkündigungstätigkeit Jesu einerseits sowie indirekt in den erzählten Heilungen andererseits
br | ist dagegen die Auferstehung Jesu gegenwärtig.
| Jesus ist der göttliche Bote, der den Dämonen voraus ins Verderben geht, um sie ins Verderben zu stürzen.
br
span.small → Negative Schicksalsgemeinschaft
li li
| Die Heilung „aller möglichen Krankheiten“ erinnert an die Heilung der Schwiegermutter des Petrus (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die Mitte); | Somit ist das „Evangelium Gottes“ im Sinne von Jesu Tod und Auferstehung in den Erzählzügen der Mitte wie des
br | unteren Endes der konzentrischen Gliederung präsent.
| Jesus ist der göttlichen Bote, der durch seinen Tod am Kreuz den Weg ins Leben eröffnet hat: „ihm nach“ folgen die „Kranken“ den Weg in die Gesundheit.
br
span.small → Positive Schicksalsgemeinschaft
li
| Da legt sich nahe, diese „Krankheiten“ in Analogie zum Fieber der Schwiegermutter des Petrus im übertragenen Sinne zu verstehen.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
h6.card-subtitle.text-muted Johannes, der Vorläufer Jesu Jesus, der göttliche Bote zum Heil der Menschen
hr
ul.card-text
li
| Wie oben beschrieben, wird ist das Schicksal Jesu in der Mitte und am unteren Ende der konzentrischen Gliederung
| präsent, und dies nicht zuletzt in Verbindung mit genannten Personen: Johannes dem Täufer (→ Auslieferung/Tod) und den Geheilten (→ Auferstehung).
li
| Hinzu kommen noch die Dämonen, die mit Jesus den Weg ins Vererben teilen, den er ihnen dazu vorausgegangen ist.
li
| Es fällt auf, dass es in den beiden unmittelbar vorausgehenden Erzählungen auch um eine Dämonenaustreibung und eine Heilung ging;
br
| was dort für <i>einen</i> Dämon und für <i>eine</i> Kranke erzählt wurde, das wird hier in den <i>Plural</i> gesetzt.
li
| Vor Dämonenaustreibung und Heilung ging es um die <i>Nachfolge</i> und wurde dabei von der <i>Entäußerung und Erniedrigung der Zebedäussöhne</i> erzählt;
br
| jetzt ist in der Mitte der konzentrischen Gliederung Johannes der Täufer, der <i>Vorläufers</i> Jesu, erinnert,
| mit dem sich nicht nur eindrücklich die Askese in der Wüste verbindet, sondern auch besonders die in der Mitte erwähnte <i>„Auslieferung“,
| die auf seinen schmachvollen Tod der Erniedrigung als Opfer der Mächtigen</i> im Rahmen eines Festmahles anspielt, von dem Markus in Mk 6,14-29 erzählt.
li
| Diese Beobachtungen legen nahe:
ul.card-text
li
| Aktuelle Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung greifen mit Johannes dem Täufer, den Dämonen und den Kranken
| die Jünger, den Dämon und die Schwiegermutter des Petrus auf und damit die drei vorausgehenden Erzählungen.
li
| Diese drei Erzählungen bildeten auch insofern eine Einheit als alle drei die Wüstensendung in der Mitte der konzentrischen
| Gliederung hatten, als sie selbst unteres Ende jener Gliederung waren.
br
| Mit ihnen am unteren Rand der konzentrischen Gliederung und der Wüstensendung in der Mitte
| wurde der Weg Jesu von Entäußerung und Erniedrigung über den Tod am Kreuz bis hin zur Erhöhung
| nach dem Philipperhymnus abgeschritten
| im Sinne des „Boten vor dir her“, der mit Jesus zu identifizieren war und an dessen Geschickt die Jünger, der Dämon
| und die Schwiegermutter des Petrus je nach Abschnitt des Philipperhymnus „Anteil“ hatten.
li
| Insofern wird dieser Weg Jesu nach dem Philipperhymnus in der Konstellation Mitte und unteres Ende der aktuellen konzentrischen Gliederung
| wieder präsent, gleichsam als überschießender Abschluss.
li
| Somit ergeben sich folgende Bezüge im Sinne einer (positiven wie negativen) Schicksalsgemeinschaft:
ul.card-text
li
| Die Auslieferung Johannes des Täufers macht die Auslieferung Jesu selbst präsent:
br
i
| Johannes ist der göttliche Bote, der Jesus voraus nicht nur Entäußerung und Erniedrigung praktizierte, sondern
| auch das Schicksal des gewaltsamen, erniedrigenden Todes erleben musste; insofern hat er den Weg Jesu vorgezeichnet:
br
i → Schicksalsgemeinschaft der Sendung durch Gott in die Erniedrigung, die ihren Höhepunkt im gewaltsamen Tod hat („ausgeliefert“).
li
| Die Austreibung der Dämonen erinnert an die Austreibung des ersten Dämon in der Synagoge (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die gegenüberliegnde Erzählung!):
br
i Jesus ist der göttliche Bote, der den Dämonen voraus ins Verderben geht, um sie ins Verderben zu stürzen.
br
i → Negative Schicksalsgemeinschaft
li
| Die Heilung „aller möglichen Krankheiten“ erinnert an die Heilung der Schwiegermutter des Petrus (in der Gliederung „Galiläa I/A“ die Mitte),
| wodurch sich nahelegt, diese „Krankheiten“ wie das „Fieber“ der Schwiegermutter des Petrus im übertragenen Sinne zu verstehen,
| zumindest, was das Handeln Jesu betrifft (auf Seiten der Menschen ist es so oder so ein Liebesdienst gegenüber kranken Personen):
br
i
| Jesus ist der göttlichen Bote, der nach seinem Tod am Kreuz von Gott auferweckt wurde:
| „ihm nach“ folgen im Sinne einer Analogie die „Kranken“ den Weg in die „Gesundheit“.
br
i → Positive Schicksalsgemeinschaft
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q.bibeltext Mein Knecht, der Gerechte, macht die Vielen gerecht
span.bibelstelle Jes 53,11
h6.card-subtitle.text-muted
| Die Veränderung des Numerus gegenüber den drei vorausgehenden Erzählungen, das Vierte Lied vom Gottesknecht des Jesaja
| und der Philipperhymnus
hr
ul.card-text
li
| Sicher kein Zufall sind die Veränderungen im Numerus:
ul.card-text
li
| Von den Nachfolgenden wird auf den Vorläufer gewechselt und damit in den Singular.
li
| Bei Dämon und Schwiegermutter ist das Gegenteil der Fall: es wird in den Plural gewechselt.
| Damit wird die Auslieferung Johannes des Täufers auf Jesus übertragen das Motiv „der Eine für die Vielen“ präsent.
br
| Man beachte in diesem Zusammenhang auch, dass zwar erzählt wird, dass „man alle Kranken und Besessenen zu Jesus“ brachte,
| dieser aber „viele“ heilte und „viele Dämonen“ austrieb: das ist keine Einschränkung als ob einige Kranke ungeheilt geblieben
| oder einige Dämonen nicht ausgetrieben worden wären sondern diesem Motiv geschuldet.
li
| „Der Eine für die Vielen“ ist ein zentrales Motiv im Vierten Lied vom Gottesknecht des (Deutero-)Jesaja,
| das den Tod des Einen zugunsten der Vielen besingt;
br
| dabei gibt es einige Analogien zum Philipperhymnus:
br
q.bibeltext
| 7 Er wurde bedrängt und misshandelt, aber er tat seinen Mund nicht auf.
br
| Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf vor seinen Scherern verstummt, so tat auch er seinen Mund nicht.
br
| 8 Durch Haft und Gericht wurde er dahingerafft, doch wen kümmert sein Geschick?
br
| Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Vergehen meines Volkes zu Tode getroffen. ...
br
| 10 Doch der HERR hat Gefallen an dem ... Zermalmten.
br
| Wenn du, Gott, sein Leben als Schuldopfer einsetzt, wird er Nachkommen sehen und lange leben.
br
| Was Gott gefällt, wird durch seine Hand gelingen.
br
| 11 Nachdem er vieles ertrug, erblickt er das Licht. Er sättigt sich mit Erkenntnis.
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i Mein Knecht, der Gerechte, macht die Vielen Gerecht;
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| er lädt ihre Schuld auf sich.
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| 12 Deshalb gebe ich ihm Anteil unter den Großen und mit dem Mächtigen teilt er die Beute,
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| weil er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
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span.bibelstelle Jes 53,7-9.10-12
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li
| Unzweifelhaft lässt sich Jes 53,7 mit Erniedrigung und Gehorsam bis zum Tod am Kreuz verbinden.
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| Jes 53,8a nennt die Haft, die Jesus und Johannes gemeinsam ist; das Gerichtsverfahren Jesu wird Markus entfalten
| mit erzählerischer Aufnahme von Jes 53,7.
li
| Jes 53,8b erzählt vom Tod des Gottesknechts, mit dem sich sowohl der Tod Johannes des Täufers als auch der Tod Jesu parallelisieren lässt.
li
| Jes 53,11 besingt, dass Gott den Gottesknecht aus der Tiefe heraufgeführt hat
| und Jes 53,12 von der hoheitlichten Stellung des einst Erniedrigten beies in Analogie zu Auferstehung und Erhöhung Jesu (→ Taufe).
li
| Jes 53,10 spricht im Horizont von Jes 53,8b, das den Tod des Gottesknechts mit der Schuld des Volkes begründet
| vom doppelten Schicksal des Gottesknechts: er wird selber lange leben, und er wird Nachkommen sehen.
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| Das „lange leben“ kann man wenn man Jesus mit dem Gottesknecht identifizert auf die Auferstehung beziehen.
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| Bei den „Nachkommen“ wird man mit Blick auf Jes 53,11b und vor allem vom Gedanken der Nachfolge im Evangelium her
| an die Vielen denken dürfen, die der mit Jesus identifizierte Gottesknecht durch seinen Tod „gerecht macht“ und die ihm nachfolgen.
br
| Jedenfalls ist die Aufrichtung und Erhöhung des Gottesknechts parallel der Gerechtmachung der Vielen;
| und beides ist im Tod des Gottesknechts begründet.
li
| Bedingung für diesen positiven Ausgang für den Gottesknecht und mit ihm die Vielen ist, dass sich Erniedrigung und Tod des
| Gottesknechts im Rahmen einer göttlichen Sendung ereignet.
li
| Insgesamt wird hier im Vierten Lied vom Gottesknecht ein Weg besungen, zu dem einerseits Erniedrigung bis zum Tod gehört,
| weil dieser Tod aber dem Heilsplan Gottes entspricht andererseites zugleich die Erhöhung des Gottesknechts,
| ferner auch parallel dazu die Gerechtmachung der Vielen durch den stellvertretenden Tod.
li
| Der vom Vierten Lied des Gottesknechts besungene Weg ist daher dem im Philipperhymnus besungenen Weg Jesu analog,
| das „Darum“ des Philipperhymnus mit dem „Deshalb“ in Jes 53,32 identisch.
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| Hinzu kommt eine soteriologische Deutung des Weges in Erniedrigung und Tod, die der Philipperhymnus aber voraussetzt
| (wie sich auch in den nächsten Erzählungen des Markus-Evangeliums noch zeigen wird).
li
| Die Erzählung von der Heilung der Vielen, die sich an das Abschreiten des Weges Jesu anhand von Jüngern (→ Erniedrigung),
| Dämon (→ Gang ins Verderben) und Schwiegermutter des Petrus (→ Erhöhung/Auferstehung) gemäß des Philipperhymnus anschließt,
| erzählt von der Bedeutung diese Weges Jesu für „die Vielen“ ganz im Sinne des Vierten Liedes vom Gottesknecht,
| das den Weg des Einen zur Rettung für „die Vielen“ erklärt.
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h5.card-title h5.card-title
@ -214,7 +379,7 @@ block content
h6.card-subtitle.text-muted Ergreift die Chance des Reiches Gottes! h6.card-subtitle.text-muted Ergreift die Chance des Reiches Gottes!
hr hr
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| Die Verkündigung des nahegekommenen Gottesreiches (→ Mitte konzentrische Gliederung) | Die Verkündigung des nahegekommenen Gottesreiches und des Rufes nach Umkehr und Glaube an das Evangelium (→ Mitte konzentrische Gliederung)
| verbindet sich mit dem Aufruf, den „Weg des Herrn zu bereiten“, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen zu stellen | verbindet sich mit dem Aufruf, den „Weg des Herrn zu bereiten“, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen zu stellen
| (→ oberes Ende konzentrische Gliederung); | (→ oberes Ende konzentrische Gliederung);
| dies wird in der vorliegenden Erzählung beispielhaft bebildet: | dies wird in der vorliegenden Erzählung beispielhaft bebildet:
@ -232,6 +397,10 @@ block content
| sie „bereiten“ ganz plastisch „den Weg des Herrn“ zu den kranken und besessenen Menschen, | sie „bereiten“ ganz plastisch „den Weg des Herrn“ zu den kranken und besessenen Menschen,
br br
| diesmal nicht, indem sie Jesus zu Kranken führen, sondern indem sie Menschen zu Jesus bringen. | diesmal nicht, indem sie Jesus zu Kranken führen, sondern indem sie Menschen zu Jesus bringen.
li
| Das Handeln der Menschen zeigt ihren Glauben an das Evangelium
br
| im Sinne eines Glaubens, der durch die Liebe wirkt (→ Gal 5,6).
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@ -240,9 +409,8 @@ block content
h6.card-subtitle.text-muted Das Evangelium entfaltet seine Kraft h6.card-subtitle.text-muted Das Evangelium entfaltet seine Kraft
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li Das Handeln der Menschen zeigt ihren Glauben an das Evangelium (→ Mitte konzentrische Gliederung).
li li
| Es wirkt sich auch aus, was am Ende der Heilung des Dämon in der Synagoge (→ gegenüberliegende Erzählung der Gliederung „Galiläa I/A“) notiert wird: | Neben Umkehr und Glaube an das Evangleium wirkt sich auch aus, was am Ende der Heilung des Dämon in der Synagoge (→ gegenüberliegende Erzählung der Gliederung „Galiläa I/A“) notiert wird:
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| Jesu | Jesu
q.bibeltext Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa q.bibeltext Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa
@ -257,11 +425,36 @@ block content
| Damit wird auch das Ziel des Evangeliums bzw. des darin verkündeten christologisch-soteriologischen Doppelereignisses von Jesu Tod und Auferstehung deutlich: | Damit wird auch das Ziel des Evangeliums bzw. des darin verkündeten christologisch-soteriologischen Doppelereignisses von Jesu Tod und Auferstehung deutlich:
br br
| die „Heilung“ der „Kranken“. | die „Heilung“ der „Kranken“.
li
| Dies aber ist zusammen mit dem Handeln der Menschen mit dem Ruf Jesu zu Glaube und Umkehr zu verbinden:
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| die „Heilung“ bedeutet demgemäß, dass die nun Geheilten umgekehrt und zum Glauben an das Evangelium gekommen sind.
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h5.card-title
q ... sein Leben lebt er für Gott
h6.card-subtitle.text-muted und das tun alle anderen Menschen hier auch
hr
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li
| Jene Erzähung, die jetzt die Mitte der konzentrischen Gliederung bildet,
| war im Kontext Taufe → Wüstensendung → Beginn des öffentlichen Wirkens → Ruf in die Nachfolge
| von Röm 6 her mit „leben für Gott“ verbunden worden.
li
| Die Erzählung von der Heilung der vielen bebildet, wie Jesus „für Gott lebt“: er heilt und treibt Dämonen aus,
| was im Hinblick auf die übertragenen Bedeutung von „Krankheit“ identisch ist.
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| Gleichzeitig folgen die Menschen, die die Kranken bringen, dem Ruf zu Umkehr und Glaube und leben
| auch sie ganz handgreiflich für Gott, indem sie für ihre Kranken sorgen.
li
| Da das „Kranksein“ aber letztlich „Sündersein“ ist, die Heilung „gerecht macht“ nicht nur im Sinne eines freispechenden Urteils
| sondern einer Dämonenaustreibung, „leben“ als Konsequenz nun auch die Geheilten „für Gott“.
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h5.card-title h5.card-title
q Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war q Und er verbot den Dämonen zu reden, weil sie ihn kannten
h6.card-subtitle.text-muted Ein zweiter Blick auf die Schweigegebote im Markus-Evangelium h6.card-subtitle.text-muted Ein zweiter Blick auf die Schweigegebote im Markus-Evangelium
hr hr
ul.card-text ul.card-text
@ -300,24 +493,94 @@ block content
| In beiden geht es um Dämonenaustreibung(en), in beiden findet sich ein Schweigegebot; beide Male bezieht es sich auf das Wissen um die Person Jesu. | In beiden geht es um Dämonenaustreibung(en), in beiden findet sich ein Schweigegebot; beide Male bezieht es sich auf das Wissen um die Person Jesu.
li li
| Während das Schweigegebot dort einem den Weg Jesu in den Tod am Kreuz vergessenden Bekenntnis den Riegel vorschiebt, | Während das Schweigegebot dort einem den Weg Jesu in den Tod am Kreuz vergessenden Bekenntnis den Riegel vorschiebt,
| kann es sich in diesem Sinne hier mit der Notiz verbinden, | kann es sich in diesem Sinne hier einerseits mit der Notiz verbinden,
| dass Johannes der Täufer „ausgeliefert“ wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung), | dass Johannes der Täufer „ausgeliefert“ wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung), andererseits mit dem Abend und der untergegangenen Sonne (s. o.),
| was indirekt den Tod Jesu präsent macht. | was beides indirekt den Tod Jesu präsent macht.
li li
| Beiden Schweigegeboten gemeinsam ist also, dass sie sich verbinden lassen mit dem in der jeweiligen Erzählung selbst verschwiegenen | Beiden Schweigegeboten gemeinsam ist also, dass sie sich verbinden lassen mit dem in der
| Weg Jesu in den Tod am Kreuz, der aber in der Mitte der jeweiligen konzentrischen Gliederung angedeutet ist | jeweiligen Mitte der konzentrischen Gliederung bzw. in der Erzählung selbst nur angedeuteten
| und der im Hintergrund der Austreibung der unreinen Geister steht: | Weg Jesu in den Tod am Kreuz,
| der im Hintergrund der Austreibung der unreinen Geister steht:
br br
| Jesus ist gleichsam den unreinen Geistern voraus ins Verderben gegangen, um ihnen den Weg ins Verderben zu bahnen, sie also ins Verderben zu stürzen. | Jesus ist gleichsam den unreinen Geistern voraus ins Verderben gegangen, um ihnen den Weg ins Verderben zu bahnen, sie also ins Verderben zu stürzen.
br
| Das wird aber von den Dämonen verschwiegen; sie wollen wohl (wie der Dämon in Mk 1,21-28) mittels Titeln verkünden, wer Jesus ist:
| das greift zu kurz, daher das Schweigegebot.
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| Das Schweigegebot an die Dämonen ist geschickt am Ende der Erzählung platziert:
br
| nachdem der Leser in Gedanken ganz bei Auferstehung, Erhöhung und Heilung ist,
| wird er zusammen mit den Dämonen gehindert, Jesus mit (einseitigen) Titeln, die (nur) seine hoheitliche Stellung verdeutlichen, zu überhäufen;
br
| er wird gerade mittels des Schweigebotes auf das gelenkt, was nur indirekt angedeutet, aber in der direkten Aussage verschwiegen wird:
br
| den Tiefpunkt des Weges Jesu, den Tod am Kreuz, der aber gerade das „Darum“ der Erhöhung Jesu und des Heils der Menschen ist.
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| Die Schweigegebote an die Dämonen sind von der Eigenart des Markus-Evangeliums her zu erklären:
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| Jesus ist im ganzen Evangelium bereits der Auferstandene, der „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht
| seit der Auferstehung von den Toten“ (→ Taufe). Daher hat er Vollmacht auch und gerade über die unreinen Geister.
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| Allerdings liegen der Tod Jesu und seine Auferstehung in der Erzählabfolge noch in der Zukunft und ist auch noch keine Leidensankündigung gesprochen,
| kann an dieser Stelle des Evangeliums nur indirekt von Jesu Tod und seiner Auferstehung durch Anspielungen erzählt werden.
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| Daher setzt Markus Schweigegebote ein, die mit dem Verschweigen der Herkunft von Vollmacht und Hoheit Jesu einhergehen,
| zugleich aber zumindest für den „sehenden Leser“ die Ursache für Vollmacht und Hoheit Jesu nämlich seinen Tod am Kreuz
| und die darin begründete Auferweckung indirekt präsent machen:
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| Die Schweigegebote sind gesprochen, weil die Ursache für Jesu Vollmacht und Hoheit verschwiegen wird;
| in der Umkehrung erzählen die Schweigegebote aber genau davon.
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| Insofern die Schweigegebote an die Dämonen gerichtet werden, mit denen Jesus den Weg ins Verderben „teilt“,
| ist ein besonderer Aktzent auf den Tod Jesu gelegt.
li li
| Wie es in Mk 1,21-28 die Lehre Jesu in Vollmacht ist, die den unreinen Geist austreibt und die effektiv mit dem „Evangelium Gottes/Jesu Christi“ | Wie es in Mk 1,21-28 die Lehre Jesu in Vollmacht ist, die den unreinen Geist austreibt und die effektiv mit dem „Evangelium Gottes/Jesu Christi“
| im Sinne des Todes und der Auferstehung Jesu mit einem Akzent auf dem Tod Jesu identisch ist, | im Sinne des Todes und der Auferstehung Jesu identisch ist,
br br
| so ist es hier das Evangelium vom nahegekommenen Gottesreich, das Jesu Tod und Auferstehung zur Grundlage hat wieder mit einem Akzent auf dem Tod Jesu (→ „ausgeliefert“) , | so ist es hier das Evangelium vom nahegekommenen Gottesreich, das Jesu Tod und Auferstehung zur Grundlage hat,
| das die unreinen Geister austreibt und den Kranken Heilung bringt. | das die unreinen Geister austreibt und den Kranken Heilung bringt.
br br
| Das Schweigegebot will verhindern, den „Preis“ dieses Heiles nämlich Jesu Tod am Kreuz zu vergessen. | Das Schweigegebot will verhindern, den „Preis“ dieses Heiles nämlich Jesu Tod am Kreuz zu vergessen.
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h5.card-title
q Am Abend, als die Sonne untergegangen war ...
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q Und er verbot den Dämonen zu reden, weil sie ihn kannten
h6.card-subtitle.text-muted Die Rahmung der Erzählung und die Ursache für die Heilung der Kranken
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ul.card-text
li
| Wie deutlich geworden ist, beziehen sich sowohl die Zeitangabe am Anfang der Erzählung als auch
| das Schweigegebot am Ende der Erzählung auf die Passion Jesu, zugespitzt den Tod Jesu.
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| Damit rahmen die Anspielungen auf Jesu Tod die ganze Erzählung, in deren Mitte von Heilungen und Dämonenaustreibungen erzählt wird:
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| Der Tod Jesu erscheint als „Rahmen“, als Ursache des in Jesus geschenkten Heils.
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| Im Hinblick auf die Dämonen verbindet sich damit das Mit-ins-Verdergen-gerissen-Werden beim Tod Jesu.
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| Im Hinblick auf die Heilungen ist die
| Analogie zur Heilung der Schwiegermutter des Petrus zu beachten:
br
| die Parallele im Ablauf der Wüstensendung Jesu und der Heilung der Schwiegermutter des Petrus verortet gerade da,
| wo bei der Wüstensendung der Tod Jesu steht, bei der Heilung der Schwiegermutter deren Aufrichtung:
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| der Tod Jesu ist der „Wendepunkt“ für Jesus wie für die Schwiegermutter, und auch für die „Kranken“ hier,
| deren Heilung einerseits Folge des im soteriologischen Sinne gedeuteten Todes Jesu ist
| und andererseits Anteilhabe an der Auferstehung und Erhöhung Jesu.
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| Beide Dimensionen des soteriologisch gedeuteten Todes finden sich im Vierten Gottesknecht des Jesaja vorgezeichnet (s. o.).
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| In Mk 1,21-28 war es die Lehre Jesu in Vollmacht, die die Erzählung rahmte und die neben der Auferstehung als Quelle der Vollmacht
| Jesu Gang ins Verderben enthält als Ursache für die hoheitliche Einsetzung, als Ursache der verliehenen Vollmacht ;
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| ganz analog dazu ist Mk 1,32-34 durch indirekte Anspielungen auf Jesu Tod gerahmt
| als Ursache für das dazwischen erzählte Heil.
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