mk nach mk_old umbenannt, mk_neu nach mk
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+headline_item_start
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+headline_item_entstehung
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+headline_item_active
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span Adressaten
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+footnote("Vgl. Ebner, Einleitung 174-175.")
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block content
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p.slide.nomarginbottom Schon <i>aus dem Evangelium selbst</i> erhalten wir einige Angaben:
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ul.nodisplay
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li.slide Offenbar ist die Gemeinde <b>des Aramäischen/Hebräischen nicht mächtig</b>:
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Hebräische/aramäische Worte werden ins Griechische übersetzt.
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li.slide Die Einbeziehung (statt Tilgung) der fremden Worte verleiht der Tradition auch den touch des Altehrwürdigen.
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li.slide Die Gemeinde ist <b>mit jüdischen Bräuchen nicht vertraut</b>:
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Sie werden im Evangelium erklärt.
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li.slide Zumindest die Mehrzahl der Gemeindeglieder entstammt also wohl nicht-jüdischem Milieu.
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p.slide.nomarginbottom Legt man sich auf Rom als Abfassungsort fest, sind dort auch die Adressaten zu finden.
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br
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span.slide Und über die Geschichte der Christen in Rom wissen wir einiges:
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ul.nodisplay
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li.slide <b><i>Claudius-Edikt</i></b> (49 n. Chr.)
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Verfügt die Ausweisung der Juden aus Rom.
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li.slide Anlass: Streitigkeiten in der jüdischen Gemeinde in Rom wohl aufgrund der gesetzesfreien Heidenmission.
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li.slide Wahrscheinlich wurden nicht alle Juden vertrieben,
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br
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span.slide sondern vor allem jene Judenchristen, die Heiden ohne Beschneidung und Verpflichtung auf die Speisegebote/Reinheitsvorschriften in die Gemeinde aufnahmen.
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li.slide Kaiser Claudius wollte mit seinem Edikt wohl schlicht den Anlass für die Unruhen beseitigen.
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li.slide
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| Prominente Betroffene:
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span.slide Ehepaar Priska und Aquila, auf die Paulus in Korinth trifft (Apg 18,2);
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br
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span.slide zur Zeit der Abfassung des Römerbriefes - Frühjahr 56 oder Winter 56/57 - sind beide aber wieder in Rom (Röm 16,3).
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li.slide <b>Schlussfolgerungen</b>
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Bereits vor 49 n. Chr. gab es in Rom erfolgreiche Heidenmission.
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li.slide Die Gemeinde bestand demnach aus Judenchristen (= Juden, die sich zu Jesus als Messias bekennen) und Heidenchristen (ehemaligen Heiden, die den christlichen Glauben angenommen haben).
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li.slide Mit der Ausweisung der Judenchristen blieben praktisch die Heidenchristen allein übrig.
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li.slide Als Folge dürfte sich das Heidenchristentum in Rom mehr oder weniger selbstständig weiterentwickelt haben.
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li.slide Mit dem Regierungsantritt von Kaiser Nero 54 n. Chr. durften auch die Juden bzw. Judenchristen wieder nach Rom.
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br
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span.slide Das dürfte nicht ohne Konflikte gegangen sein.
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li.slide <b>Spuren im Evangelium</b>
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Diese wichtige Episode der christlichen Gemeinde in Rom erklärt recht gut <b>Nähe und Distanz zur jüdischen Überlieferung</b>, wie sie im Evangelium feststellbar ist.
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li.slide Markus selbst und seine Gemeinde blicken aber auf die Probleme und Diskussionen von damals zu einem guten Teil aus einigem Abstand zurück:
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br
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span.slide
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| Das Markus-Evangelium
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q
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| bezeugt ein späteres Stadium dieses Ablösungs- und Verselbständigungsprozesses. Die Herkunft aus dem Judentum wird zwar
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| dokumentiert, die ursprüngliche Führungsrolle der Zwölf festgeschrieben und der zeitliche Vorrang der jüdischen Adressaten
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| für die Botschaft festgehalten. Aber die Sympathie des Erzählers gehört eindeutig den Heiden.
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span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Ebner, Einleitung 175.")
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Die <b>Streitigkeiten von damals</b> sind <b>längst autoritativ entschieden</b>:
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide 'Jesus' erklärt <i>alle</i> Speisen für rein (Mk 7,19).
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li.slide
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| 'Jesus' hat schon selbst Tischgemeinschaft auch mit den Heiden (
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span.oi.oi-arrow-right
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| Speisung der Viertausend).
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li.slide Immerhin hält Markus in seinem Evangelium fest, dass das alles nicht ohne Widerstände ablief.
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li.slide
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| Das <b>jüdische Gesetz</b> spielt <b>nur noch</b> eine Rolle als <b>Moralgesetz</b> (etwa in Mk 10,1-12.17-27),
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| nicht mehr als Kult- bzw. Ritualgesetz (mit den Reinigungsriten und Speisevorschriften).
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li.slide
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| <b>Hervorgehoben</b> als Abschluss und Höhepunkt des Blickes auf das jüdische Gesetz wird das <b>Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe</b> (Mk 12,28-34).
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span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Schnelle, Einleitung 219-220.")
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p.slide.nomarginbottom Wichtiger als die Fragen und Probleme der Vergangenheit sind Markus die Probleme und Herausforderungen <i>seiner</i> Zeit:
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ul.nodisplay
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li.slide <b><i>Christenverfolgungen unter Nero</i></b> (64 n. Chr.):
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br
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span.slide
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i Wie umgehen mit jenen, die in der Verfolgung schwach geworden sind?
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide
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| Damals galt, was Mk 13,12 schreibt: dass
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q Bruder den Bruder in den Tod liefern wird, und der Vater sein Kind, dass Kinder gegen ihre Eltern aufstehen und sie zur Hinrichtung führen werden
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| :
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br
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span.slide
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| Magistrate haben festgenommene Christen dazu bringen wollen, andere Christen zu denunzieren.
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li.slide
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| Manche werden tatsächlich den Bruder verraten haben
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span.slide - wie Judas.
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li.slide
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| Andere werden den Glauben verleugnet haben
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span.slide - wie Petrus.
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li.slide Petrus jedenfalls bekommt durch seine ausdrückliche Erwähnung in der Verheißung, dass die Jünger Jesus in Galiläa sehen werden (Mk 16,7), eine zweite Chance.
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li.slide.small
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| Schon die Ankündigung, dass Jesus den Jüngern nach seiner Auferstehung nach Galiläa vorausgehen wird, auf die Mk 16,7 zurückgreift,
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| war im Kontext der Ankündigung der Verleugnung des Petrus und des Zerfalls der Jüngerschaft gesprochen (Mk 14,26-31).
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br
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span.slide Liest man das Evangelium von Ostern her neu, findet sich als erst Aktion Jesu in Galiläa die Berufung des Petrus (zusammen mit seinem Bruder Andreas und den Zebedäussöhnen).
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li.slide
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i Ein Plädoyer des Evangelisten, auch jenen, die in der Verfolgung ihren Glauben geleugnet haben, eine zweite Chance zu geben?
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li.slide <b><i>Gesteigerte Naherwartung</i></b>
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span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Schnelle, Einleitung 221")
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Ursache: Ereignisse rund um den jüdischen Krieg und die Tempelzerstörung.
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li.slide Folgen: Es treten Gläubige auf - Markus nennt sie Pseudo-Christusse und Pseudo-Propheten -, die vom nahen Ende bzw. der unmittelbar bevorstehenden Wiederkunft Jesu sprechen.
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li.slide Markus problematisiert dies, warnt vor diesen Personen und hält in der Endzeitrede (Mk 13) als Kontrapunkte fest:
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide <i>Der Termin der Wiederkunft Jesu ist nur Gott selbst bekannt.</i>
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br
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span.slide.small
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| Nicht einmal Jesus kennt ihn!
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span.slide.small Er kann ihn also niemandem gesagt haben!
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li.slide <i>Die Wiederkunft Jesu ist ein kosmisches, die ganze Schöpfung betreffendes Ereignis</i>
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br
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span.slide und nicht von nur lokalen, innergeschichtlichen Phänomenen (z. B. Krieg, Hungersnöte, Verfolgungen) ableitbar.
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li.slide <b><i>Vespasian wird 69. n. Chr. römischer Kaiser</i></b>
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p.slide.nomarginbottom
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i Dem <q>beispielhaften</q> Aufstieg Vespasians setzt Markus den beispielhaften Abstieg Jesu entgegen, der zum wahren Aufstieg führt.
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block bottomnav
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+bottom_entstehung("adressaten")
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script.
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$(function () {
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$('[data-toggle="tooltip"]').tooltip()
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span Gattung
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+footnote("Vgl. Ebner, Einleitung 169.")
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block content
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p.slide.nomarginbottom Von seinem grundsätzlichen, oberflächlich betrachteten Aufbau her dürfte das Evangelium nach Markus in der damaligen Welt als <b><q>Vita</q></b> wahrgenommen worden sein:
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ul.nodisplay
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li.slide
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q Name und Abstammung des Porträtierten werden in der ersten Zeile genannt (1,1).
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li.slide
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q Im Zentrum stehen die Worte und Taten des Porträtierten (1-10).
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li.slide
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q Sein Tod und die Umstände, die dazu führten, werden ausführlich geschildert (11-15).
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li.slide
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q Dass am Todestag der Stundentakt durchgezählt wird, steht in auffälliger Analogie zu den späteren Kaiserviten Suetons.
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+footnote("Ebner, Einleitung 169.")
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p.slide.nomarginbottom <q>Viten</q> stellen ein erprobtes, beispielhaftes Lebensmodell vor und wollen zu dessen Nachahmung anregen.
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p.slide Das passt zur Intention des Markus: Der Lebensweg Jesu muss sich auf das Verhalten seiner Nachfolgegemeinschaft auswirken (Lehre <q>auf dem Weg</q>).
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p.slide.nomarginbottom Inhaltlich steht der Weg Jesu natürlich quer zu dem, was man in der Kaiserzeit an Vorstellungen zu einem beispielhaften Lebensmodell hatte:
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p.slide Markus erzählt von Abstieg und Dienst, nicht von Aufstieg und Herrschen.
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p.slide.nomarginbottom Auch die formalen Elemente werden von Markus gedehnt bis umgebogen:
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ul.nodisplay
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li.slide Die Beschreibung der Herkunft und der Ausbildung ist mit Mk 1,2-3(.4-11) zwar am erwarteten Ort, aber auf ganz eigene Weise dargestellt.
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li.slide Hinweise zur irdischen Herkunft sind eher in das Evangelium gestreut und nicht gerade positiv.
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.alert.alert-primary.slide
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h4.alert-heading Das Markusevangelium als <q>Vita</q> Jesu
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p.slide.nomarginbottom
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b Markus <q>nutzt die sinntragenden Formelemente der <i>Vita</i> zur Legitimierung des widerständigen Lebensmodells Jesu. Er bewegt sich damit im Rahmen der Plausibiltätsmöglichkeiten, die ihm die literarischen Konventionen seiner Zeit bieten.</q>
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+footnote("Ebner, Einleitung 169 (incl. Hervorhebung).")
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p.slide.nomarginbottom
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i Man beachte allerdings: <q>Vita</q> ungleich <q>Biografie</q> in unserem heutigen Verständnis.
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+bottom_entstehung("gattung")
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@@ -0,0 +1,92 @@
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+headline
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+headline_item_active
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span Ort
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+footnote("Vgl. Ebner, Einleitung 172-173.")
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block content
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p.slide Die wahrscheinlichsten Abfassungsorte sind Rom oder Syrien.
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p.nomarginbottom.slide Für <b>Rom</b> sprechen:
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ul.nodisplay
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li.slide <b>Münzerklärung in Mk 12,41-44</b> (Opfer der Witwe)
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide
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| Hier wird
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q eine Spezialmünze aus den östlichen Provinzen mit einer Münzform, wie sie eigentlich nur in der westlichen Reichshälfte bekannt ist
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| ,
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+footnote("Ebner, Einleitung 172")
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| erklärt.
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li.slide Jene Münze ist vor allem für Rom und Pompeji nachgewiesen.
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li.slide Unterstützend: <b>Latinismen</b> im Evangelium
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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||||
li.slide Latinismen sind lateinische Lehnwörter und lateinische Wendungen, die praktisch wörtlich ins Griechische übersetzt wurden.
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li.slide Für sich genommen weisen sie zwar nur auf die Nähe zu einer römischen (Militär-)Siedlung hin, unterstützen aber den genannten Befund.
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li.slide <b><q>Spaltung</q> des Tempelvorhangs</b> als Begleitumstand des Todes Jesu
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Gleiches Verb wie bei der Spaltung des Himmels bei der Taufe Jesu.
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li.slide
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| Beide Erzählungen sind auch durch andere Dinge verbunden:
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span.slide
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q Gottessohn
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| ,
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span.slide
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| Geist kommt bzw. wird ausgehaucht.
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li.slide
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| Nur verständlich, wenn bekannt ist:
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span.slide
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i Auf dem (äußeren) Tempelvorhang war der Kosmos abgebildet.
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br
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span.slide Das kann wissen:
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ul.nodisplay.nomargin
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li.slide
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| Jeder, der schon mal im Tempel war
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span.slide - das scheidet für Markus aus bekannten Gründen aus.
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li.slide Vielleicht die von Markus verarbeitete Tradition, die sich durch weitreichende Kenntnis der lokalen Gegebenheiten auszeichnet.
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li.slide
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| Jeder, der dem Triumphzug des (neuen) Kaisers Vaspasian in Rom beiwohnte
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span.slide - denn da wurde er mitgeführt (neben siebenarmigem Leuchter und Schaubrottisch).
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.alert.alert-primary.slide
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h4.alert-heading Markus schreibt im Schatten des Triumphzuges Vespasians
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p.slide.nomarginbottom
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b Das Evangelium nach Markus ist wahrscheinlich in Rom abgefasst worden.
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||||
p.slide.nomarginbottom Zum <b>Abfassungort Rom</b> scheint auf den ersten Blick nicht zu passen, dass das <b>Evangelium in Griechisch verfasst</b> ist.
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br
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||||
span Doch:
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ul.nodisplay
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li.slide Auch der Brief an die Römer des Paulus ist in Griechisch verfasst (wie das gesamte Neue Testament).
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li.slide Und
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q
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| in Rom ist Griechisch die Sprache, die auf den Straßen und Märkten gesprochen wird, von den Händlern und den einfachen Leuten,
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| besonders von denjenigen, die aus dem Osten eingewandert sind. In diesem gesellschaftlichen Milieu wird unsere Gemeinde zu verorten sein.
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||||
| Lateinisch spricht in Rom die einheimische Bevölkerung. Zweisprachigkeit wird lediglich in der Oberschicht gepflegt.
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span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Ebner, Einleitung 173.")
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p.small.nomarginbottom.slide Für Syrien würden sprechen:
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ul.small.nodisplay
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li.slide Gewisse Entfernung zum Land Israel; so lassen sich die Irrtümer in der Geographie erklären.
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li.slide Gewisse Nähe zu den alten Jesusüberlieferungen - doch die sind transportabel und können mit dem Schif nach Rom gekommen sein.
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block bottomnav
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+bottom_entstehung("ort")
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script.
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||||
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||||
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||||
+headline
|
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+headline_item_start
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||||
+headline_item_entstehung
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+headline_item_active
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||||
span Quellen
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+footnote("Vgl. Ebner, Einleitung 165-169; Schnelle, Einleitung 225-226.")
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||||
block content
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||||
p.slide Markus konnte auf <b>mündiche und schriftliche Jesus-Traditionen</b> zurückgreifen.
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||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom Zu den den schriftlichen zählen auch schon <i>größere Einheiten</i>:
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||||
ul.nodisplay
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li.slide Vorstufe der Passionsgeschichte
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||||
li.slide Vorstufe der Endzeitrede
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||||
li.slide Nach Gattungen zusammengestellte Sammlungen von Traditionsgut:
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||||
ul.nodisplay.nomarginbottom
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||||
li.slide Galiläsche Streitgespräche (Mk 2-3)
|
||||
li.slide Gleichnissammlung (Mk 4)
|
||||
li.slide Wundererzählungensammlung (Mk 4-6)
|
||||
li.slide Sprüchesammlung (Mk 9,41-50)
|
||||
li.slide Katechetische Sammlung (Mk 10: Ehe, Besitz, Rangstreben)
|
||||
|
||||
.slide.alert.alert-primary
|
||||
h4.alert-heading Markus konnte sich auf umfangreiches Material stützen
|
||||
p.nomarginbottom Bei der Verarbeitung hat der Evangelist mehr oder weniger deutlich in den Text eingegriffen und nicht einfach fertige Stücke in sein Evangelium <q>kopiert</q>!
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||||
|
||||
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Bezüge zu anderen Traditionssträngen
|
||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom
|
||||
b Bezüge zur Spruchquelle Q
|
||||
ul.nodisplay
|
||||
li.slide Sie lag Matthäus und Lukas als schriftliche Quelle vor; beide haben sie neben dem Markus-Evangelium und Sondergut zur Abfassung ihres Evangeliums benutzt.
|
||||
li.slide Knapp 30 Worte Jesu bei Markus haben Parallelen in Q.
|
||||
li.slide Markus dürfte Q aber nicht als schriftliche Quelle vorgelegen haben:
|
||||
ul.nodisplay.nomarginbottom
|
||||
li.slide Warum hätte Markus Feindesliebe und Vaterunser weglassen sollen?
|
||||
li.slide Ferner sprechen unabhängige Weiterentwicklungen und Kombinationen von Worten Jesu dagegen.
|
||||
li.slide
|
||||
| <b>Folgerung</b>
|
||||
|
|
||||
q <i>Sowohl die Tradenten der Spruchquelle als auch die mk Gemeinde partizipieren an einem Pool von Jesuslogien, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Jesus selbst zurückgehen.</i>
|
||||
+footnote("Ebner, Einleitung 166.")
|
||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom
|
||||
b Passion
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||||
ul.nodisplay
|
||||
li.slide Zuverlässige Ortskenntnis
|
||||
span.slide : die Passions dürfte auf eine in Jerusalem selbst entstandene Urfassung zurückgehen.
|
||||
li.slide Die Urfassung der Passion dürfte Markus und Johannes gemeinsam sein
|
||||
span.slide , wenn nicht Johannes doch das Markus-Evangelium kannte.
|
||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom
|
||||
b Bezüge zur <q>vorpaulinischen Tradition</q> (die Paulus bei seinen Briefen verwendet hat)
|
||||
ul.nodisplay
|
||||
li.slide Abendmahlserzählung (Mk 14,22-25; 1 Kor 11,23-25)
|
||||
li.slide.small Paulus schreibt auch selbst ausdrücklich davon, dass er auf überlieferte Tradition zurückgreift, so etwa bei der Abendmahlsüberlieferung oder beim christichen Grundbekenntnis in 1 Kor 15.
|
||||
|
||||
h2.slide(style="margin-top: 60px;") Akzentuierungen in der Aufnahme von Traditionen
|
||||
|
||||
h3.slide(style="margin-top: 10px;") Eintragung des Jüngerunverständnisses
|
||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom Die <b>Gleichnissammlung in Mk 4,1-34</b> folgte wahrscheinlich ursprünglich dem <b><q>Schema der apokalyptischen Gleichnisauslegung</q></b>:
|
||||
.viewbox.slide
|
||||
b Gleichnis
|
||||
.viewbox.slide
|
||||
b (aktualisierende) Deutung durch einen göttlich legitimierten Interpreten
|
||||
.viewbox.slide
|
||||
b Privilegierungsaussage
|
||||
ul.nodisplay.nomarginbottom
|
||||
li.slide Deutung als besonderes Geheimnis dargestellt, das den Adressaten selbst besonders privilegiert.
|
||||
li.slide Den Adressaten wird alles erklärt, während die da draußen nicht verstehen, weil ihnen die gebotene Interpratation fehlt.
|
||||
|
||||
p(style="margin-top: 20px;").slide.nomarginbottom <b>Markus wandelt das Schema ab</b>, er baut die ihm zur Verfügung stehende Tradition um:
|
||||
|
||||
.viewbox.slide
|
||||
b Gleichnis
|
||||
.viewbox.slide
|
||||
b <i>Pervertierte</i> Privilegierungsaussage
|
||||
ul.nodisplay.nomarginbottom
|
||||
li.slide Auch die Jünger als besondere Adressaten der Botschaft Jesu verstehen nicht.
|
||||
li.slide Sie bekommen die Deutung durch Jesus nicht, weil sei besonders privilegiert sind, sondern weil auch sie nichts verstehen.
|
||||
.viewbox.slide
|
||||
b Deutung
|
||||
|
||||
.alert.alert-primary(style="margin-top: 20px;").slide
|
||||
p.nomarginbottom
|
||||
b Markus zeichnet die Jünger nicht als besonders privilegiert, sondern als besonders belehrungsbedürftig!
|
||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom Das passt zum sonst bei Markus vorfindlichen Jüngerbild:
|
||||
ul.nodisplay
|
||||
li.slide Sie sind zwar ganz nah bei Jesus, bekommen alles genau erklärt - aber sie verstehen nicht wirklich;
|
||||
span.slide am Ende fliehen alle.
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li.slide Wer <q>drinnen</q> und wer <q>draußen</q> ist, das ist bei Markus nicht immer von vorneherin festgesetzt oder an bestimmte Personen gebunden.
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h3.slide(style="margin-top: 30px;") Relativierung der Wunder
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p.slide <b>In Mk 4,35-5,43; 6,35-52</b> dürfte Markus eine <b>bestehende Wundergeschichtensammlung verarbeitet</b> haben.
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.viewbox.slide
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b Seesturm
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.viewbox.slide.s2-1-2-K2
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||||
b Heilung des Geraseners
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.viewbox.slide.s2-1-2-K3
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||||
b Auferweckung der Tochter des Jairus I
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.viewbox.slide.s2-1-2-K4
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||||
b Heilung der blutflüssigen Frau
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||||
.viewbox.slide.s2-1-2-K3
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||||
b Auferweckung der Tochter des Jairus II
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||||
hr.nodisplay.s2-1-2-nazareth(style="margin-top: 1px; margin-bottom: 1px; margin-left: 40px; border-top: 3px solid rgba(0,0,0,.4);")
|
||||
p.nomarginbottom.nodisplay.s2-1-2-nazareth(style="margin-left: 40px;")
|
||||
b Einschub des Markus - Beginn
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||||
.viewbox.nodisplay.s2-1-2-nazareth(style="margin-left: 50px; background-color: indianred;")
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||||
b Ablehnung Jesu in seiner Heimat
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||||
.viewbox.nodisplay.s2-1-2-nachfolge(style="margin-left: 50px; background-color: darkgoldenrod;")
|
||||
b Aussendung der Zwölf
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||||
.viewbox.nodisplay.s2-1-2-nachfolge(style="margin-left: 75px; background-color: DarkTurquoise;")
|
||||
b Mahl des Herodes, Enthauptung Johannes des Täufers
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||||
.viewbox.nodisplay.s2-1-2-nachfolge(style="margin-left: 50px; background-color: darkgoldenrod;")
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||||
b Rückkehr der Zwölf
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||||
p.nomarginbottom.nodisplay.s2-1-2-nazareth(style="margin-left: 40px;")
|
||||
b Einschub des Markus - Ende
|
||||
hr.nodisplay.s2-1-2-nazareth(style="margin-top: 1px; margin-bottom: 1px; margin-left: 40px; border-top: 3px solid rgba(0,0,0,.4);")
|
||||
.viewbox.slide.s2-1-2-K2
|
||||
b Mahl mit den Fünftausend
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||||
.viewbox.slide
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||||
b Seesturm
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p.slide(data-slidefunc='wunder_konzentrisch')
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i Es zeigt sich ein konzentrischer Aufbau;
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span.slide
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||||
i er spricht für eine geschlossene Wundersammlung.
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script.
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function wunder_konzentrisch(isvisible) {
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||||
console.log('W')
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||||
if(isvisible) {
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||||
$(".s2-1-2-K2").css("margin-left", "25px").css("background-color", "yellow");
|
||||
$(".s2-1-2-K3").css("margin-left", "50px").css("background-color", "orange");
|
||||
$(".s2-1-2-K4").css("margin-left", "75px").css("background-color", "thistle");
|
||||
}
|
||||
else {
|
||||
$(".s2-1-2-K2").css("margin-left", "0px").css("background-color", "lightgrey");
|
||||
$(".s2-1-2-K3").css("margin-left", "0px").css("background-color", "lightgrey");
|
||||
$(".s2-1-2-K4").css("margin-left", "0px").css("background-color", "lightgrey");
|
||||
}
|
||||
|
||||
}
|
||||
|
||||
p.slide
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||||
i Markus zerstört diesen geschlossenen Aufbau wohl bewusst, indem er Einfügungen macht!
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||||
p.slide
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||||
i
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||||
b Anti-Wundererzählung mitten in der Wundersammlung:
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||||
br
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span.slide(data-slideslave=".s2-1-2-nazareth")
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||||
i In seiner Heimat, wo er auf Ablehnung stößt, kann er keine Wunder tun.
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||||
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.alert.alert-primary.slide
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||||
h4.alert-heading Die Wunder werden dem Glauben untergeordnet
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||||
ul.nodisplay.nomarginbottom
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||||
li.slide Heilungswunder setzen den Glauben voraus
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||||
span.slide - sie können zwar <i>Glauben wecken</i>, aber sie sind <i>nicht</i> dazu da, um Nicht-Glaubende <i>von Jesus</i> zu <i>überzeugen</i>.
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||||
|
||||
p.slide Markus erzählt gerade nicht, dass Jesus bei Unglauben besonders viele Wunder tat, um die Menschen zu überzeugen!
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||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom Markus macht noch eine weitere Einfügung:
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||||
br
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||||
span.slide
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||||
i
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||||
b Aussendung und Rückkehr der Zwölf, Mahl des Herodes mit Enthauptung des Täufers;
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||||
br
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||||
span.slide(data-subslides=".s2-1-2-nachfolge") Auffällig ist dabei die <i>konzentrische Anordnung</i>:
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||||
ul.nodisplay
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||||
li.slide In der Mitte steht die Erzählung von der Enthauptung des Täufers (im Rahmen des Mahles des Herodes).
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||||
br
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||||
span.slide Damit wird die Passionsthematik in den Galiläa-Teil hineingeholt: Das Geschick des Vorläufers Jesu ist eine Vorwegnahme des Geschickes Jesu selbst.
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||||
li.slide Durch die Rahmung dieser Erzählung mit Aussendung und Rückkehr der Zwölf wird angezeigt, was Wirken im Namen Jesu, was also Nachfolge auch heißen kann.
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||||
li.slide Das Mahl Jesu mit den Fünftausend ist - auch - ein Kontrastmahl zum Mahl des Herodes:
|
||||
ul.nodisplay
|
||||
li.slide Herodes veranstaltet sein Mahl für <q>seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa</q> (Mk 6,21). Die einfachen Leute sind draußen.
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||||
li.slide
|
||||
q Jesus dagegen nimmt sich wie ein guter König der Menschen an, die ohne Hirten sind (Mk 6,34):
|
||||
ul.nodisplay
|
||||
li.slide
|
||||
q Er öffnet die ursprünglich für den kleinen Kreis geplante Mahlgemeinschaft (Mk 6,31) für alle, die sein Wort hören wollen.
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||||
li.slide
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||||
q Seine <q>Großen</q> setzt er als Diener für die kleinen Leute ein (Mk 6,41).</q>
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||||
+footnote("Ebner, Einleitung 168.")
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||||
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||||
.alert.alert-primary.slide
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||||
h4.alert-heading Die Wunder werden der Passion bzw. der Nachfolge untergeordnet
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||||
p.slide.nomarginbottom In Vorgriff auf die Lehre <q>auf dem Weg</q> macht Markus deutlich:
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||||
ul.nodisplay.nomarginbottom
|
||||
li.slide Das <q>Große</q> an Jesus sind nicht die Wunder, sondern ist seine Passion.
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||||
li.slide In der Nachfolge Jesu zeigt sich wahre Größe nicht in Wundern, sondern in der Bereitschaft, den <q>Kleinen</q> zu dienen und den Weg der Nachfolge bis zur letzten Konsequenz zu gehen.
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||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom Noch eine <b>weitere Relativierung der Wunder</b> findet sich, gleich <b>beim ersten Wunder (Mk 1,21-28)</b>:
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||||
ul.nodisplay
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||||
li.slide Markus fand eine Dämonenaustreibung vor.
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||||
li.slide Doch in deren Einleitung und Schluss baut er das Thema <i>Lehre</i> ein:
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||||
ul.nodisplay
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||||
li.slide Noch vor dem Wunder staunen die Leute über die Lehre Jesu <q>mit Vollmacht</q>.
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||||
li.slide Nach der Austreibung ist nicht die Austreibung als solche Thema, sondern die <q>neue Lehre mit Vollmacht</q>.
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||||
|
||||
.alert.alert-primary.slide
|
||||
h4.alert-heading Die Wunder werden der Lehre Jesu untergeordnet
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||||
p.nomarginbottom.slide Wunder werden als Auswirkung der Lehre Jesu verstanden, die <q>auf dem Weg</q> den Jüngern erklärt wird.
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||||
|
||||
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Einbindung der Heiden
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||||
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||||
p.slide.nomarginbottom Die <b>Heilung des Taubstummen</b> platziert Markus <b>bewusst im <q>Heidenland</q></b>, in der Dekapolis (Mk 7,32-27):
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||||
ul.nodisplay
|
||||
li.slide Jesu Berührung eines Heiden ist Grenzüberschreitung.
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||||
li.slide Sie öffnet Ohren und Mund der Heiden für den Glauben an den biblischen Gott:
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||||
ul.nodisplay
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||||
li.slide Der Abschließende Lobpreis am Ende der Erzählung - doch wohl im Mund der Heiden vorzustellen - besteht aus Bibelzitaten.
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||||
li.slide Der <q>Erfolg</q> des Wunders ist damit auch auf einer anderen Ebene als der eigentlichen Handlung <q>belegt</q>.
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||||
|
||||
.alert.alert-primary.slide
|
||||
h4.alert-heading <i><u>Heiden</u></i> werden Ohren und Mund zum Glauben geöffnet
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||||
p.nomarginbottom Der Weg des Evangeliums zu den Heiden ist Markus wichtig.
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||||
|
||||
p.slide
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||||
b
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||||
i Der Effata-Ritus bei der Taufe, der sich auf diese Erzählung bezieht, ist daher etwas sehr sinnvolles und dem biblischen Text absolut entsprechend.
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||||
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||||
block bottomnav
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||||
+bottom_entstehung("quellen")
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||||
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||||
script.
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||||
push_slide_stack('.slide')
|
||||
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||||
$(function () {
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||||
$('[data-toggle="tooltip"]').tooltip()
|
||||
})
|
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Normal file
90
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Normal file
@@ -0,0 +1,90 @@
|
||||
extends ../layout
|
||||
include ../mixins
|
||||
|
||||
block headline
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||||
+headline
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||||
+headline_item_start
|
||||
+headline_item_entstehung
|
||||
+headline_item_active
|
||||
span Verfasser
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||||
+footnote("Vgl. Ebner, Einleitung 170-171; Schnelle, Einleitung 215-217.")
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||||
|
||||
block content
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||||
p.slide <q>Markus</q> ist ein sehr gebräulicher römischer Name.
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||||
p.slide Weder im Evangelium nach Markus, noch in den anderen Evangelien begegnet eine Figur mit diesem Namen.
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||||
p.slide.nomarginbottom Handelt es sich um <b>Johannes Markus?</b>
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||||
ul.nodisplay
|
||||
li.slide Eine Person mit diesem Namen existierte in der Urgemeinde, sie wird sowohl mit Petrus als auch mit Paulus in Verbindung gebracht (Apg 12,12.25; 13,5; 15,36-40).
|
||||
li.slide Ein Markus wird auch in Phlm 23f erwähnt, ebenso in deuteropaulinischen(!) Briefen (Kol 4,10; 2 Tim 4,11).
|
||||
li.slide Auch in 1 Petr 5,13 wird ein Markus erwähnt:
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||||
br
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||||
span.slide
|
||||
q Es grüßt euch die mit euch auserwählte Kirche von Babylon und Markus, mein Sohn.
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||||
li.slide Letztere Notiz wird von Bischof Papias von Hierapolis (Mitte 2. Jhdt.) auf den Evangelisten Markus bezogen:
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||||
br
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||||
span.slide Im Zeugnis des Papias, das uns der Kirchenhistoriker Eusebius (260 - 339 n. Chr.) überliefert, wird Markus als Dolmetscher des Petrus betrachtet, der aus seinen Erinnerungen sein Evangelium schrieb.
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||||
ul.nodisplay.nomarginbottom
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||||
li.slide Diesem Zeugnis ist eine gewisse Abwertung des Markus-Evangeliums zu entnehmen.
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||||
br
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||||
span.slide Sie rührt wohl daher, dass Matthäus und Lukas mehr und manches anders erzählen sowie anders gliedern als Markus.
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||||
br
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||||
span.slide Als Entschuldigung für Markus wird angeführt, dass Petrus, von dem Markus ja abhängig sei, seine Ausführungen nach den Bedürfnissen der Hörer gestaltet habe.
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||||
br
|
||||
span.slide (Offenbar war schon in der alten Kirche - angesichts der anderen Evangelien - der besondere, durchdachte Aufbau des Markus-Evangeliums und seine theologische Komposition übersehen worden ...)
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||||
li.slide Das Zeugnis des Papias zeugt von dem Versuch, die Evangelien durch Bezug zu namentlich bekannten Personen der Urkirche, die wiederum zu Augenzeugen - hier Petrus - in Verbindung stehen, zu legitimieren.
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||||
br
|
||||
span.slide Dass damit die historische Wirklichkeit wiedergegeben wird, ist eher unwahrscheinlich.
|
||||
li.slide Die Verbindung zu Petrus steht auch insgesamt auf wackeligen Beinen, als weder eine Nähe zu einer petrinischen Theologie - wie immer die auch ausgesehen haben mag - erkennbar ist, noch Petrus eine über die allgemeine Tradition hinausgehende Rolle im Evangelium spielt.
|
||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom Was die Papias-Notiz richtig sieht bzw. wofür sie tatsächlich Zeugnis ablegt:
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||||
ul.nodisplay
|
||||
li.slide Markus war <b>kein Augenzeuge des historsichen Jesus</b>, sondern kam ernst nach Ostern zur christlichen Gemeinde dazu.
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||||
li.slide Der <b>Name <q>Markus</q></b> war <b>schon zur Zeit des Papias fest mit dem zweiten Evangelium im Kanon verbunden</b>, so dass man es nicht mehr einem Apostel oder Jünger aus dem Evangelium selbst zuschreiben konnte.
|
||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom Auch das Evangelium selbst gibt einige Hinweise zu seinem Autor:
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||||
ul.nodisplay
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||||
li.slide Ihm ist eine <b>mangelnde Kenntnis der Geographie Israels</b> zu attestieren:
|
||||
ul.nodisplay.nomarginbottom
|
||||
li.slide nach Jerusalem kommt man von Betanien über Betfage, nicht umgekehrt (Mk 11,1 ist die Reihenfolge verdreht);
|
||||
li.slide Gerasa liegt nicht am See Genesaret (wie Mk 5,1 glauben machen will), sondern 50 km davon entfernt.
|
||||
li.slide Die <b>Muttersprache</b> des Markus war wohl <b>Griechisch</b> (und nicht Aramäisch):
|
||||
ul.nodisplay.nomarginbottom
|
||||
li.slide Ein semitischer Spracheinfluss ist in dem auf Griechisch verfassten Evangelium nicht festzustellen.
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||||
li.slide Der Sprachstil entspricht der Volksliteratur und dem geschriebenen Allgemein-Griechisch (Koine).
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||||
li.slide Konnte Markus Aramäisch/Hebräisch?
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||||
br
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||||
span.slide Die Übersetzungen von aramäischen/hebräischen Begriffen ins Griechische, die sich im Evangelium finden, müssen nicht vom Evangelisten stammen, sondern können auch bereits in der übernommenen Tradition enthalten sein, so dass keine derartigen Sprachkenntnisse notwendig gewesen wären.
|
||||
span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Ebner, Einleitung 173-174; Schnelle, Einleitung 217.")
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||||
li.slide Markus war wohl <b>ursprünglich ein Heide</b> (und nicht Jude):
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||||
ul.nodisplay.nomarginbottom
|
||||
li.slide Die Perspektive, aus der heraus Markus jüdische Bräuche erklärt, ist die eines Außenstehenden und Distanzierten.
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||||
br
|
||||
span.slide Das zeigt etwa die Art und Weise, wie in Mk 7 auf die Reinheitsvorschrifen Bezug genommen wird.
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||||
li.slide Markus spricht dort auch verallgemeinernd von <q>allen Juden</q>, unterscheidet also nicht die unterschiedlichen jüdischen Gruppierungen, die zur Praxis der Reinheitsvorschrifen durchaus unterschiedliche Meinung hatten.
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||||
li.slide In Bezug auf den Sabbat mangelt es an Respekt.
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||||
br
|
||||
span.slide Durchaus wurde nämlich im Judentum darüber diskutiert, welche Notfälle es erlauben, den Sabbat zu brechen.
|
||||
br
|
||||
span.slide Die Frage war letztlich die, wie weit man dabei gehen kann, ohne den Sabbat innerlich auszuhöhlen.
|
||||
li.slide Seine undifferenzierte Distanziertheit zum damals gelebten Judentum legt nahe, dass Markus nicht in jüdischem Milieu groß geworden ist.
|
||||
+footnote("Vgl. Ebner, Einleitung 174.")
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||||
li.slide Trotzdem muss man Markus attestieren, dass er sich in der jüdischen Bibel (unser Altes Testament) recht gut ausgekannt hat, zumindest was die für den christlichen Glauben relevanten Stellen angeht.
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||||
br
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||||
span.slide Aber das kann man lernen und aus den Traditionen übernehmen.
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||||
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||||
.alert.alert-primary.slide
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||||
h4.alert-heading Ein heidenchristliches Evangelium
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||||
p.slide.nomarginbottom
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||||
b Insgesamt wird man vom Evangelium selbst ausgehend sagen können: Der Verfasser
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||||
q ist ein Heidenchrist, der die literarischen Überlieferungen des Judentums zwar kennt und schätzt, aber zum jüdischen Kernmilieu auf Distanz steht.
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||||
span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Ebner, Einleitung 171.")
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||||
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||||
block bottomnav
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||||
+bottom_entstehung("verfasser")
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||||
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||||
script.
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push_slide_stack('.slide')
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||||
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||||
$('[data-toggle="tooltip"]').tooltip()
|
||||
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60
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@@ -0,0 +1,60 @@
|
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||||
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|
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|
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|
||||
+headline_item_start
|
||||
+headline_item_entstehung
|
||||
+headline_item_active
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||||
span Zeit
|
||||
+footnote("Vgl. Ebner, Einleitung 171-172.")
|
||||
|
||||
block content
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||||
p.slide In der Forschung ist man sich ziemlich einig, dass das Markus-Evangelium um 70. n. Chr. entstanden ist. Strittig ist aber, ob vor oder nach 70 n. Chr.: vor oder nach der Tempelzerstörung.
|
||||
|
||||
p.small.slide
|
||||
| Hin und wieder wird eine Frühdatierung behauptet, etwa auf das Jahr 50 n. Chr. Dabei stützt man sich auf ein Papyrusfragment, das
|
||||
| in den Höhlen von Qumran gefunden wurde (7Q5). Dessen tatsächlicher Text ist aber sehr unsicher. Das, was man sicher erkennen kann,
|
||||
| passt auf mehrere Texte der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes sowie auch auf andere Texte der Antike, etwa Homer ...
|
||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom <i>Ausschlaggebend für die Datierung des Evangeliums ist die Endzeitrede (Mk 13)</i>, in welcher auf die <b>Tempelzerstörung</b> und die damit verbundenen Wirren geblickt wird:
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||||
ul.nodisplay
|
||||
li.slide Sind das noch echte in die Zukunft gerichtete Erwartungen aufgrund des jüdischen Krieges?
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||||
li.slide Oder blickt man auf die Tempelzerstörung bereits zurück (<q>vaticinium ex eventu</q> = Voraussage eines bereits eingetretenen Ereignisses)?
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||||
|
||||
p.slide.nomarginbottom Einen Hinweis könnte der <i>Vergleich von Mk 13,1-2 und Mk 14,58</i> geben; dort geht es jeweils um die Tempelzerstörung:
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||||
ul.nodisplay
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||||
li.slide In Mk 14,58 (Prozess Jesu) wird davon gesprochen, dass der Tempel zerstört und wieder aufgerichtet werden wird.
|
||||
br
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||||
span.slide Doch ein neuer Tempel wurde nie errichtet, und die <i>Ankündigung der Zerstörung des bestehenden Tempels geht nicht näher auf die Details der Zerstörung ein </i> - welche Gebäude?: nur der Tempel?, auch andere Gebäude?
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||||
li.slide In Mk 13,1-2, der von Markus gestalteten Überleitung zur Endzeitrede, wird davon gesprochen, dass <i><b>die</b> großen Gebäude (Mehrzahl!) zerstört</i> werden.
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||||
br
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||||
span.slide
|
||||
i So ist es tatsächlich im Jahr 70 n. Chr. geschehen: nicht nur der Tempel selbst, sondern auch die umliegenden Gebäude wurden dem Erdboden gleich gemacht.
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||||
|
||||
p.nomarginbottom.slide Dieser Unterschied und die zum historisch Hergang passenden Angaben in Mk 13,1-2 legen nahe:
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||||
.alert.alert-primary.slide
|
||||
h4.alert-heading Markus schaut auf die Tempelzerstörung zurück
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p.nomarginbottom.slide
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||||
b Das Evangelium nach Markus dürfte kurz nach 70 n. Chr. entstanden sein.
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|
||||
p.small.slide Ein Wort noch zu Mk 14,58:
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||||
br
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||||
span.slide Im Kern dürfte hier - wenn auch als Falschaussage gekennzeichnet - die Unheilsprophetie Jesu gegen den Tempel erhalten sein.
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||||
br
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||||
span.slide Historisch hängt sie auf jeden Fall mit Anklage und Verurteilung Jesu zusammen.
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||||
br
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||||
span.slide
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||||
| Dass sie hier als Falschaussage gekennzeichnet ist, könnte dem Umstand geschuldet sein, dass nicht Jesus bzw. die Christen
|
||||
| für die tatsächliche Zerstörung verantwortlich gemacht werden sollen.
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||||
|
||||
block bottomnav
|
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+bottom_entstehung("zeit")
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script.
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push_slide_stack('.slide')
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||||
|
||||
$(function () {
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||||
$('[data-toggle="tooltip"]').tooltip()
|
||||
})
|
||||
Reference in New Issue
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